Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 24.02.1992 - 2 S 42/92 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Keine Auswirkung von Einwendungen gegen Gewerbesteuermeßbescheid auf Gewerbesteuerbescheid; vorläufiger Rechtsschutz - Aussetzung der Vollziehung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Stuttgart, 04.11.1991 - 12 K 1660/91
- VGH Baden-Württemberg, 24.02.1992 - 2 S 42/92
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (2)
- VGH Baden-Württemberg, 06.12.1983 - 14 S 2599/83
Aussetzung von Gewerbesteuerbescheiden gegen Sicherheitsleistung
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 24.02.1992 - 2 S 42/92
Dies ist in der Rechtsprechung für den Fall anerkannt, daß die Gemeinde trotz Aussetzung der Vollziehung des Grundlagenbescheids die Vollziehung ihres Folgebescheids nicht aussetzt (BVerwG, Beschluß vom 27.11.1981 - 8 B 184.81 -, Buchholz 401.4 § 1 GrStG Nr. 4), ferner für den Fall, daß die Gemeinde zwar ihrer Aussetzungspflicht nachkommt, die Aussetzung aber von einer Sicherheitsleistung abhängig macht (VGH Bad.-Württ., Beschluß vom 6.12.1983 - 14 S 2599/83 - für das Verhältnis von Gewerbesteuermeßbescheid und Gewerbesteuerbescheid).An diese Entscheidung ist die Gemeinde, auch wenn die Gewerbesteuermeßbescheide noch nicht unanfechtbar sind, gebunden (…§§ 184 Abs. 1, S. 4, 182 Abs. 1 AO; vgl. auch VGH Bad.-Württ., Beschluß vom 6.12.1983, aaO).
- BVerwG, 27.11.1981 - 8 B 184.81
Grundsteuerbescheid - Aussetzung - Vollziehung - Vorläufiger Rechtsschutz - …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 24.02.1992 - 2 S 42/92
Dies ist in der Rechtsprechung für den Fall anerkannt, daß die Gemeinde trotz Aussetzung der Vollziehung des Grundlagenbescheids die Vollziehung ihres Folgebescheids nicht aussetzt (BVerwG, Beschluß vom 27.11.1981 - 8 B 184.81 -, Buchholz 401.4 § 1 GrStG Nr. 4), ferner für den Fall, daß die Gemeinde zwar ihrer Aussetzungspflicht nachkommt, die Aussetzung aber von einer Sicherheitsleistung abhängig macht (VGH Bad.-Württ., Beschluß vom 6.12.1983 - 14 S 2599/83 - für das Verhältnis von Gewerbesteuermeßbescheid und Gewerbesteuerbescheid).
- OVG Sachsen-Anhalt, 18.08.2009 - 2 M 114/09
Beitrag zur Industrie- und Handelskammer
Setzt eine Behörde entgegen § 361 Abs. 3 Satz 1 AO die Vollziehung eines Folgebescheids (ggfs. gegen Sicherheitsleistung gemäß § 361 Abs. 3 Satz 3 AO) nicht aus, obwohl das zuständige Finanzamt die Vollziehung des zugehörigen Grundlagenbescheids ausgesetzt hat, so ist vorläufiger Rechtsschutz nicht nach dem grundsätzlich sonst anwendbaren § 80 Abs. 5 VwGO, sondern ausnahmsweise nach § 123 Abs. 1 VwGO gegeben (BVerwG, Beschl. v. 27.11.1981 - 8 B 184.81 -, NVwZ 1982, 193; ThürOVG, Beschl. v. 17.03.2003 - 4 EO 269/02 -, NVwZ-RR 2004, 206; VGH BW, Beschl. v. 24.02.1992 - 2 S 42/92 -, Juris).Vor diesem Hintergrund ist das als Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO formulierte Rechtsschutzbegehren im Eilverfahren sachdienlich dahin gehend auszulegen, dass ein dem Rechtsschutzziel entsprechenden Antrag nach § 123 VwGO gestellt sein soll (…vgl. ThürOVG, Beschl. v. 17.03.2003, a. a. O.; VGH BW, Beschl. v. 24.02.1992, a. a. O.).
- VG Weimar, 23.03.2000 - 6 E 196/00
Kommunale Steuern; Kommunale Steuern; Gewerbesteuer; Gewerbesteuerbescheid; …
Wird - entgegen § 361 Abs. 3 Satz 1 AO - die Aussetzung eines Folgebescheides abgelehnt, so ist deshalb vorläufiger Rechtsschutz nach § 123 Abs. 1 VwGO zu gewähren (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27.11.1982, NVwZ 1982, 193, 194; VGH Bad.- Württ., Beschluss vom 24.02.1992 - 2 S 42/92 -, zitiert nach JURIS).Der Antrag der Antragstellerin nach § 123 Abs. 1 Satz 2 VwGO (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 24.02.1992 a.a.O.) auf Aussetzung ohne Sicherheitsleistung im Rahmen des § 361 Abs. 3 AO war gleichfalls abzulehnen.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.11.1996 - 22 B 2682/96
Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zur Aussetzung eines …
Rn. 4 Vgl. OVG Münster, Beschluß vom 22. Januar 1996 - 22 B 133/96 - VGH Mannheim, Beschluß vom 24. Februar 1992 - 2 S 42/92 -, VGHBW RSpDienst 1992, Beilage 5, B6 = BWVpr 1992, 183; VGH Mannheim, Beschluß vom 6. Dezember 1983 - 14 S 2599/83 -, JURIS; BVerwG, Beschluß vom 27. November 1981 - 8 B 184.81 -, KStZ 1982, 34 = DÖV 1982, 159 = NVwZ 1982, 193 = BBauBl 1982, 279 = Buchholz 310 § 42 VwGO Nr. 97.Rn. 11 OVG Münster, Beschluß vom 23. Oktober 1995 - 22 B 2251/95 - VGH Mannheim, Beschluß vom 24. Februar 1992 - 2 S 42/92 -, VGHBW RSpDienst 92, Beilage 5, B6 = BWVpr 1992, 183; VGH Mannheim, Beschluß vom 6. Dezember 1983 - 14 S 2599/83 -, JURIS.
- VG Freiburg, 17.07.2000 - 7 K 1225/00
Unzulässige Vollstreckung eines Gewerbesteuerbescheids nach Eintritt der …
Auch sonst ist eine auf unmittelbare Rechtswirkungen nach Außen gerichtet Regelung - die Aussetzungsverfügung der Gemeinde nach § 361 Abs. 3 Satz 1 AO stellt einen Verwaltungsakt dar (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl . v. 24.02.1992 - 2 S 42/92 -) - nach Aktenlage nicht erkennbar. - OVG Sachsen-Anhalt, 07.11.2003 - 2 M 460/03
Keine Aussetzung des Widerspruchs gegen den gemeindlichen Steuerbescheid, weil …
Im vergleichbaren Fall einer Grundsteuer hat der Senat bereits festgestellt, dass der Antrag nach § 69 Abs. 3 FGO keinen Einfluss auf die Vollziehbarkeit des Grundsteuerbescheids hat (OVG LSA, Beschl. v. 11.10.2002 - 2 M 323/02 - [Abdruck, S. 5]; ähnlich BayVGH, Beschl. v. 05.09.2001 - Nr. 4 ZE 01.2033 -, JURIS-Nr. MWRE 110290100; vgl. [für den Fall bestandskräftiger Steuerbescheide bei Rechtsbehelfen gegen den Messbescheid] auch VGH BW, Beschl. v. 24.02.1992 - 2 S 42/92 -, JURIS-Nr. MWRE 103709200 = VGHBW-Ls 1992, Beil. 5, B 6). - VG Köln, 09.12.2013 - 24 L 1558/13
Gewährung einer Aussetzung der Vollziehung der Gewerbesteuer nebst Zinsen ohne …
Rn. 17 OVG NRW, Beschluss vom 23. Oktober 1995 - 22 B 2251/95 - Beschluss vom 26. November 1996 - 22 B 2682/96 -, nrw.de; Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH BW), Beschluss vom 24. Februar 1992 - 2 S 42/92 -, VGH BW RSpDienst 92, Beilage 5, B6 = BWVpr 1992, 183; VGH BW, Beschluss vom 6. Dezember 1983 - 14 S 2599/83 -, juris. - VG Gera, 06.03.2002 - 4 E 1546/01
Aussetzung der Vollziehung der Gewerbesteuermessbescheide; Aussetzung der Steuer- …
Die statthafte Form vorläufigen Rechtsschutzes ist vielmehr der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung, durch die die Antragsgegnerin verpflichtet wird, die Vollziehung der Steuern ohne Sicherheitsleistung auszusetzen (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 06. Dezember 1983 - 14 S 2599/83 -, zitiert nach juris; Beschl. v. 24. Februar 1992 - 2 S 42/92 -, zitiert nach juris; VG Freiburg, Beschl. v. 21. Oktober 1993, - 4 K 1614/93 -).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 27.02.1992 - 2 S 1394/90 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Erschließungsvereinbarung zwischen Grundstückseigentümer und Gemeinde: kein Aufwendungsersatzanspruch aus GoA - objektiv-fremdes Geschäft
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Sigmaringen, 12.02.1990 - 1 K 995/88
- VGH Baden-Württemberg, 27.02.1992 - 2 S 1394/90
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (8)
- BVerwG, 06.09.1988 - 4 C 5.86
Uferdeckwerk - §§ 677 ff BGB, entsprechende Anwendung der GoA-Vorschriften im …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.02.1992 - 2 S 1394/90
Ein Anspruch auf Aufwendungsersatz (entsprechend § 683 BGB) gegen einen Träger öffentlicher Verwaltung kann gegeben sein, wenn ein Privater eine Maßnahme trifft, die zu den Aufgaben einer Behörde dieses Verwaltungsträgers gehört (wie BVerwG, Urteil vom 6.9.1988, - BVerwG 4 C 5/86 -, BVerwGE 80, 170).Zwar ist anerkannt, daß die Vorschriften der §§ 677 ff. BGB über die Geschäftsführung ohne Auftrag auch im öffentlichen Recht Anwendung finden (vgl. BVerwG, Urteil vom 6.9.1988, BVerwG 4 C 5.86, BVerwGE 80, 170; Beschluß vom 13.2.1992, BVerwG 8 C 1.92; OVG NW, Urteil vom 15.3.1989, KStZ 1989, 195; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 21.9.1976 - II 427/72 -, NJW 1977, 1843 = ESVGH 1977, 125).
Die gleichzeitige Wahrnehmung eigener Interessen steht dem nicht entgegen (vgl. BVerwG, Urteil vom 6.9.1988, aaO).
Ein öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch ist auf einen billigen Ausgleich ungerechtfertigter Vermögensverschiebungen gerichtet (vgl. BVerwG, Urteil vom 6.9.1988, 4 C 5.86, BVerwGE 801, 170 = DÖV 1989, 271).
- BVerwG, 03.05.1991 - 8 C 77.89
Erschließungsrecht: Verdichtung der gemeindlichen Erschließungsaufgabe zur …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.02.1992 - 2 S 1394/90
Hat ein Eigentümer die Erschließung seines im Außenbereich gelegenen Grundstücks vertraglich übernommen, fehlt es ihm gegenüber an einer der Verdichtung zu einer aktuellen Erschließungspflicht zugänglichen gemeindlichen Erschließungsaufgabe (wie BVerwG, Urteil vom 3.5.1991 - BVerwG 8 C 77/89 -, NVwZ 1991, 1086).Während des Bestehens des Erschließungsvertrags eintretende Umstände sind daher nicht geeignet, zu seinen Gunsten einen Erschließungsanspruch entstehen zu lassen (vgl. BVerwG, Urteil vom 3.5.1991, BVerwG 8 C 77.89, NVwZ 1991, 1086).
Aus diesem Grunde wäre es ihm verwehrt, unter Vernachlässigung seiner eigenen Verantwortlichkeit von der Beklagten die Beseitigung von etwaigen, sich aus dem Charakter der Erschließungsanlage als Privatanlage ergebenden Unzuträglichkeiten der Erschließung zu verlangen, die eine Folge an sich der zwischen ihm und der Beklagten getroffenen Vereinbarung ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 3.5.1991, BVerwG 8 C 77.89; Urteil vom 11.11.1987, BVerwG 8 C 4.86).
- BVerwG, 11.11.1987 - 8 C 4.86
Erschließungsaufgabe und Erschließungspflicht hinsichtlich bestehender Bauwerke
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.02.1992 - 2 S 1394/90
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Urteil v. 11.11.1987 - BVerwG 8 C 4.86 - BVerwGE 78, 266; Urteil v. 28.10.1981 - BVerwG 8 C 4.81 - BVerwGE 64, 186) kann sich zwar die allgemeine gemeindliche Erschließungsaufgabe infolge der Erteilung einer Baugenehmigung zu einer aktuellen Erschließungspflicht verdichten.Aus diesem Grunde wäre es ihm verwehrt, unter Vernachlässigung seiner eigenen Verantwortlichkeit von der Beklagten die Beseitigung von etwaigen, sich aus dem Charakter der Erschließungsanlage als Privatanlage ergebenden Unzuträglichkeiten der Erschließung zu verlangen, die eine Folge an sich der zwischen ihm und der Beklagten getroffenen Vereinbarung ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 3.5.1991, BVerwG 8 C 77.89; Urteil vom 11.11.1987, BVerwG 8 C 4.86).
- BVerwG, 28.10.1981 - 8 C 4.81
Klagbarer Anspruch durch Verdichtung der allgemeinen Erschließungspflicht
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.02.1992 - 2 S 1394/90
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Urteil v. 11.11.1987 - BVerwG 8 C 4.86 - BVerwGE 78, 266; Urteil v. 28.10.1981 - BVerwG 8 C 4.81 - BVerwGE 64, 186) kann sich zwar die allgemeine gemeindliche Erschließungsaufgabe infolge der Erteilung einer Baugenehmigung zu einer aktuellen Erschließungspflicht verdichten. - BVerwG, 23.08.1991 - 8 C 61.90
Erschließungsbeitragsrecht: Umfang der Überbürdung von Erschließungskosten auf …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.02.1992 - 2 S 1394/90
Die Aktualität der Erschließung auf dem Grundstück der Klägerin, also dessen Erschließungsbedarf, ist von vornherein nicht als konkrete Pflicht der Gemeinde, sondern als eigene Aufgabe der Klägerin entstanden (vgl. grundsätzlich zur Gültigkeit von Erschließungsverträgen BVerwG, Urteil vom 23.8.1991, BVerwG 8 C 91.90, KStZ 1992, 29). - BVerwG, 13.02.1992 - 8 B 1.92
Erschließungsbeitragsrecht: Aufwendungsersatzanspruch eines …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.02.1992 - 2 S 1394/90
Für die Herstellung von Erschließungsanlagen hat der Grundstückseigentümer in diesem Fall gegen die Gemeinde keinen Aufwendungsersatzanspruch gem § 683 BGB, denn er hat keine (konkrete) Aufgabe der Gemeinde, sondern eine eigene Aufgabe erfüllt (vgl BVerwG, Beschluß vom 13.2.1992 - BVerwG 8 B 1/92). - BVerwG, 11.08.1993 - 8 C 1.92
Heranziehung zu den Kosten von Baumaßnahmen an einer Straße - Umstellung eines …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.02.1992 - 2 S 1394/90
Zwar ist anerkannt, daß die Vorschriften der §§ 677 ff. BGB über die Geschäftsführung ohne Auftrag auch im öffentlichen Recht Anwendung finden (vgl. BVerwG, Urteil vom 6.9.1988, BVerwG 4 C 5.86, BVerwGE 80, 170; Beschluß vom 13.2.1992, BVerwG 8 C 1.92; OVG NW, Urteil vom 15.3.1989, KStZ 1989, 195; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 21.9.1976 - II 427/72 -, NJW 1977, 1843 = ESVGH 1977, 125). - VGH Baden-Württemberg, 21.09.1976 - II 427/72
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.02.1992 - 2 S 1394/90
Zwar ist anerkannt, daß die Vorschriften der §§ 677 ff. BGB über die Geschäftsführung ohne Auftrag auch im öffentlichen Recht Anwendung finden (vgl. BVerwG, Urteil vom 6.9.1988, BVerwG 4 C 5.86, BVerwGE 80, 170; Beschluß vom 13.2.1992, BVerwG 8 C 1.92; OVG NW, Urteil vom 15.3.1989, KStZ 1989, 195; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 21.9.1976 - II 427/72 -, NJW 1977, 1843 = ESVGH 1977, 125).
- OVG Berlin-Brandenburg, 19.03.2012 - 10 N 33.10
Prozesskostenhilfe; PKH für beabsichtigten Zulassungsantrag; Insolvenzverwalter …
Rn. 16 Der Umstand, dass in Gerichtsentscheidungen die Voraussetzungen einer Geschäftsführung ohne Auftrag im Zusammenhang mit Erschließungstätigkeiten von Privaten erörtert worden sind (vgl. etwa BVerwG…, Beschluss vom 13. Februar 1992, a.a.O., Rn. 5 ff.; OVG NW…, Urteil vom 15. März 1989, a.a.O.; VGH BW, Urteil vom 27. Februar 1992 - 2 S 1394/90 -, juris Rn. 61 ff.; ThürOLG…, Urteil vom 16. März 2006 - 1 U 388/05 -, BauR 2006, 1795, juris Rn. 32 ff.; VG Aachen…, Urteil vom 27. Oktober 2006, a.a.O., Rn. 17 ff.), steht dem nach Auffassung des Senats nicht entgegen, weil im Ergebnis in keiner dieser Entscheidungen die Voraussetzungen für eine Geschäftsführung ohne Auftrag bejaht worden sind, was letztlich als Beleg dafür dienen mag, dass dieses Rechtsinstitut auf diese Fallkonstellation nicht anwendbar ist.Der zwischen den Beteiligten geschlossene Erschließungsvertrag war - ungeachtet der Frage seiner Wirksamkeit - von vornherein nicht geeignet, eine konkrete Erschließungspflicht der Beklagten zu begründen, weil danach der Erschließungsträger die Erschließungsmaßnahmen vornehmen sollte und daher nur für ihn eine konkrete Verpflichtung begründet werden konnte, die im Verhältnis der Beteiligten untereinander die allgemeine Erschließungsaufgabe der Beklagten überlagerte und verdrängte (vgl. hierzu BVerwG…, Urteil vom 3. Mai 1991, a.a.O., Rn. 26; VGH BW, Urteil vom 27. Februar 1992, a.a.O., Rn. 62 f.).
- VG Karlsruhe, 04.11.2010 - 2 K 1466/10
Erschließungsbeitrag bei Abrechnungseinheiten
Die Beklagte muss einen Aufwand, den ein Privater verauslagt hat, nur dann berücksichtigen, wenn sie sich hierzu in rechtlich bindender Weise verpflichtet oder wenn die Erschließungsaufgabe sich zu einer Erschließungspflicht verdichtet hätte (VGH Bad.-Württ., Urt. v. 27.02.1992 - 2 S 1394/90 - BVerwG, Urt. v. 11.11.1987 - 8 C 4.86 -). - VG Aachen, 22.12.2025 - 10 K 2228/21
Stützmauer; Geschäftsführung ohne Auftrag; Bereicherungsanspruch
Rn. 94 vgl. BVerwG, Urteil vom 6. September 1988 - 4 C 5.86 -, juris, Rn. 23; OVG NRW, Urteil vom 21. August 1997 - 20 A 6979/95 -, juris, Rn. 60; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 27. Februar 1992 - 2 S 1394/90 -, juris, Rn. 66; VG Aachen, Urteil vom 27. Oktober 2006 - 9 K 526/03 -, juris, Rn. 29,. - VG Aachen, 27.10.2006 - 9 K 526/03
Voraussetzungen für die Geltendmachung von Ansprüchen aus einer …
Rn. 24 Vgl. hierzu: BVerwG, Beschluss vom 13. Februar 1992 - 8 B 1/92 -, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht (NVwZ) 1992, 672 f.; Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg, Urteil vom 27. Februar 1992 - 2 S 1394/90 -, juris-Dokument Nr. MWRE 105699200.
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".