Rechtsprechung
| FG Köln, 11.07.2002 - 7 K 3697/02 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Eigenheimzulage - Zweitobjekt im Todesjahr des Ehegatten
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Keine Eigenheimzulage, wenn Ehegatte stirbt
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
§ 6 EigZulG; § 39 AO
Eigenheimzulage; Zweitobjekt im Todesjahr des Ehegatten
Papierfundstellen
- EFG 2002, 1361
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (9)
- BFH, 20.03.2002 - IX B 160/01
Objektverbrauch; Tod eines Ehegatten
Auszug aus FG Köln, 11.07.2002 - 7 K 3697/02
Rn. 32 2. Aus § 6 Abs. 2 Satz 3 EigZulG lässt sich weiter der Umkehrschluss ziehen, dass es außer unter den dort genannten Voraussetzungen in Todesfällen bei der Eigenheimzulage besondere Regelungen für den überlebenden Ehegatten gerade nicht gibt (so zuletzt der BFH-Beschluss vom 20. März 2002 IX B 160/01, BFH/NV 2002, 903).Sofern der überlebende Ehegatte trotz eines anderweitig eingetretenen Objektverbrauches nochmals eine Förderung erhielte, würde er ohne Grund besser gestellt als ein lediger Steuerpflichtiger, der keine Eigenheimzulage mehr bekäme (vgl. ebenso BFH-Beschluss vom 20. März 2002 IX B 160/01, BFH/NV 2002, 903).
- BGH, 01.12.1988 - V ZB 10/88
Voraussetzungen eines Anwartschaftsrechts des Grundstückskäufers
Auszug aus FG Köln, 11.07.2002 - 7 K 3697/02
Die Klägerin hat von ihrem Ehemann lediglich in Erbengemeinschaft mit ihren Kindern (§§ 1922 Abs. 1, 2032 BGB) dessen Anwartschaftsrecht auf einen hälftigen Miteigentumsanteil erworben, das durch die am 19. Dezember 1997 erklärte Auflassung und am 2. Januar 1998 erfolgte Eintragung der Auflassungsvormerkung im Grundbuch noch zu Lebzeiten des Ehemannes entstanden ist (vgl. Bundesgerichtshof - BGH -, Beschluss vom 1. Dezember 1988 V ZB 10/88, BGHZ 106, 108;… Bassenge in Palandt, BGB, 51. Auflage, § 925 Rn. 19). - BFH, 07.11.1991 - IV R 43/90
Zeitpunkt der Anschaffung eines Grundstücks ist der Tag des Übergangs von Besitz, …
Auszug aus FG Köln, 11.07.2002 - 7 K 3697/02
Der Senat folgt in dieser Frage der Rechtsprechung des BFH (vgl. etwa BFH-Urteile vom 7. November 1991 IV R 43/90, BFHE 166, 329, BStBl II 1992, 398, vom 12. April 2000 X R 69/98, BFH/NV 2000, 1331 und zuletzt vom 27. September 2001 X R 67/00, BFH/NV 2002, 327).
- BFH, 04.04.2000 - IX R 25/98
Eigenheimzulage in Miteigentumsfällen
Auszug aus FG Köln, 11.07.2002 - 7 K 3697/02
Rn. 24 II. Anspruchsberechtigt im Sinne von § 6 Abs. 1 Satz 2 EigZulG können jeweils nur einzelne unbeschränkt Steuerpflichtige sein; ein gemeinsamer Anspruch der Ehegatten ist im EigZulG nicht vorgesehen (Bundesfinanzhof - BFH - BFH-Urteile vom 4. April 2000 IX R 25/98, BStBl II 2000, 652 und vom 6. April 2000 IX R 90/97, BStBl II 2000, 414). - BFH, 06.04.2000 - IX R 90/97
Eigenheimzulage bei Miteigentum
Auszug aus FG Köln, 11.07.2002 - 7 K 3697/02
Rn. 24 II. Anspruchsberechtigt im Sinne von § 6 Abs. 1 Satz 2 EigZulG können jeweils nur einzelne unbeschränkt Steuerpflichtige sein; ein gemeinsamer Anspruch der Ehegatten ist im EigZulG nicht vorgesehen (Bundesfinanzhof - BFH - BFH-Urteile vom 4. April 2000 IX R 25/98, BStBl II 2000, 652 und vom 6. April 2000 IX R 90/97, BStBl II 2000, 414). - BFH, 20.03.2002 - X R 9/00
Wohneigentumsförderung bei Ehegatten
Auszug aus FG Köln, 11.07.2002 - 7 K 3697/02
Die Vorschrift greift nur bei der Übertragung einer Förderung, die ansonsten verloren ginge (so jüngst BFH-Urteil vom 20. März 2002 X R 9/00, BStBl II 2002, 415 zur Parallelnorm in § 10e Abs. 5 Satz 3 EStG). - BFH, 27.09.2001 - X R 67/00
Einkommensteuer - Abzugsbetrag - Eigennutzung - Eigentumswohnung - …
Auszug aus FG Köln, 11.07.2002 - 7 K 3697/02
Der Senat folgt in dieser Frage der Rechtsprechung des BFH (vgl. etwa BFH-Urteile vom 7. November 1991 IV R 43/90, BFHE 166, 329, BStBl II 1992, 398, vom 12. April 2000 X R 69/98, BFH/NV 2000, 1331 und zuletzt vom 27. September 2001 X R 67/00, BFH/NV 2002, 327). - BFH, 12.04.2000 - X R 69/98
§ 10 e EStG; zivilrechtlich-wirtschaftliches Eigentum
Auszug aus FG Köln, 11.07.2002 - 7 K 3697/02
Der Senat folgt in dieser Frage der Rechtsprechung des BFH (vgl. etwa BFH-Urteile vom 7. November 1991 IV R 43/90, BFHE 166, 329, BStBl II 1992, 398, vom 12. April 2000 X R 69/98, BFH/NV 2000, 1331 und zuletzt vom 27. September 2001 X R 67/00, BFH/NV 2002, 327). - BVerfG, 26.02.1993 - 2 BvR 164/92
Verfassungsrechtliche Prüfung der steuerlichen Abschreibung von Wirtschaftsgütern
Auszug aus FG Köln, 11.07.2002 - 7 K 3697/02
Es ist in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG-Beschluss vom 26. Februar 1993 2 BvR 164/92, HFR 1993, 408) anerkannt, dass mit dem Ende der eine Begünstigung rechtfertigenden Ehe auch die Begünstigung selbst entfallen kann, weil der Schutzbereich des Art. 6 GG dann nicht mehr berührt ist.
- FG Brandenburg, 19.03.2003 - 2 K 595/01
"Fortführung" der dem Erblasser wegen des Todes vor Anschaffung der Wohnung nicht …
Die andere Miteigentumshälfte erwarb - entgegen der Ansicht des Beklagten - nicht der am 01. Mai 1998 verstorbene Ehemann der Klägerin; denn er war bereits vor dem Tag des Nutzen- und Lastenwechsels verstorben (in diesem Sinne bei einem vergleichbaren Fall: FG Köln, Urteil vom 11. Juli 2002 7 K 3697/02, EFG 2002, 1361 ).Eine unmittelbare Anwendung des § 6 Abs. 2 Satz 3 EigZulG scheidet aus, weil Voraussetzung dieser Vorschrift ist, dass bereits der Erblasser anspruchsberechtigt gewesen ist, d.h. einen Miteigentumsanteil an dem konkreten Objekt angeschafft und die Wohnung auch selbstgenutzt hat (insoweit zutreffend FG Köln in EFG 2002, 1361 ).
Der Senat folgt damit nicht dem FG Köln (in EFG 2002, 1361, 1362), das unter Berufung auf das Urteil des BFH vom 20. März 2002 ( X R 9/00, BStBl. II 2002, 414) eine Analogie mangels bisheriger Förderung des verstorbenen Ehegatten ablehnt.
Die Revisionszulassung beruht auf § 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO ; im Hinblick auf die Frage der analogen Anwendung des § 6 Abs. 2 Satz 3 EigZulG bei Tod eines Ehegatten vor dem Anschaffungszeitpunkt und auf die nicht rechtskräftigen Entscheidungen der Finanzgerichte Nürnberg (in EFG 2002, 283 ) und Schleswig-Holstein (in EFG 2002, 1499) sowie die eine Analogie zu § 6 Abs. 2 Satz 3 EigZulG ablehnende Entscheidung des FG Köln (in EFG 2002, 1361 ) erscheint eine höchstrichterliche Klärung zum Anwendungsbereich des § 6 Abs. 2 Satz 3 EigZulG erforderlich.
- BFH, 29.03.2007 - IX R 21/05
Berücksichtigung der Übernahme einer Schuld durch den Anspruchsberechtigten
Eine Festsetzung durch den Senat nach § 100 Abs. 2 Satz 1 FGO kommt nicht in Betracht, weil diese Vorschrift nur auf reine Anfechtungsbegehren beschränkt ist (BFH-Urteil vom 26. Oktober 1994 X R 104/92, BFHE 176, 3, BStBl II 1995, 297; Lange in Hübschmann/Hepp/Spitaler --HHSp--, § 100 FGO Rz 10), die Klage auf Festsetzung von Eigenheimzulage aber als Verpflichtungsklage (vgl. FG Köln, Urteil vom 11. Juli 2002 7 K 3697/02, Entscheidungen der Finanzgerichte 2002, 1361) in den Anwendungsbereich des § 101 Satz 1 FGO fällt, der den Erlass des begehrten Verwaltungsakts durch das Gericht nicht zulässt (vgl. BFH-Urteil vom 11. Juli 1996 V R 18/95, BFHE 180, 524, BStBl II 1997, 259; Lange in HHSp, § 101 FGO Rz 34, m.w.N.).
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