Rechtsprechung
| BFH, 19.11.2003 - I R 88/02 |
Volltextveröffentlichungen (10)
- lexetius.com
AO 1977 § 127, § 184, § 190; GewStG 1984 § 2 Abs. 2 Satz 2, § 4; KStG 1984 § 14 Nrn. 1 und 2
- Judicialis
AO 1977 § 127; ; AO 1977 § 184; ; AO 1977 § 190; ; GewStG 1984 § 2 Abs. 2 Satz 2; ; GewStG 1984 § 4; ; KStG 1984 § 14 Nr. 1; ; KStG 1984 § 14 Nr. 2
- IWW
- Deutsches Notarinstitut
AO 1977 § 127, § 184, § 190; GewStG 1984 § 2 Abs. 2 Satz 2, § 4; KStG 1984 § 14 Nrn. 1 und 2
Wirtschaftliche Eingliederung kann entfallen, wenn beherrschtes Unternehmen nach Veräußerung wesentlicher Wirtschaftsgüter keiner eigengewerblichen Tätigkeit mehr nachgeht - Simons & Moll-Simons
AO 1977 § 127, § 184, § 190; GewStG 1984 § 2 Abs. 2 Satz 2, § 4; KStG 1984 § 14 Nrn. 1 und 2
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
AO 1977 § 127; AO 1977 § 184; AO 1977 § 190; GewStG 1984 § 2 Abs. 2 Satz 2; GewStG 1984 § 4; KStG 1984 § 14 Nrn. 1 und 2
Teilwertabschreibung im GewSt-Organkreis - Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
AO § 184; AO § 190
Bestimmung des Steuergläubigers bei der Gewerbesteuer - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Teilwertabschreibung im Organkreis
- datenbank.nwb.de
Keine wirtschaftliche Eingliederung mangels eigengewerblicher Tätigkeit des Organträgers
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Vorliegen einer gewerbesteuerlichen Organschaft; Auswirkung einer gewinnabführungsbedingten Teilwertabschreibung auf eine Organbeteiligung; Bestimmung der hebeberechtigten Gemeinde bei der Gewerbesteuer; Umfang der Bindungswirkung des Gewerbesteuermessbescheides
In Nachschlagewerken
- smartsteuer.de | Lexikon des Steuerrechts
- Örtliche Zuständigkeit
- Rechtsfolgen bei Unzuständigkeit
- Verstöße gegen die örtliche Zuständigkeit
Sonstiges
Verfahrensgang
- FG München, 18.09.2001 - 6 K 2182/94
- BFH, 19.11.2003 - I R 88/02
Papierfundstellen
- BFHE 204, 283
- BB 2004, 476
- DB 2004, 466
- DB 2005, 14
- BStBl II 2004, 751
- NZG 2004, 390
Wird zitiert von ... (16) Zitiert selbst (10)
- BFH, 28.10.1999 - I R 111/97
Teilwertabschreibung im Organkreis
Auszug aus BFH, 19.11.2003 - I R 88/02
Veräußert das beherrschte Unternehmen wesentliche Wirtschaftsgüter oder seinen Betrieb und geht es nach der Veräußerung keiner eigengewerblichen Tätigkeit mehr nach, mit der es den Zweck des herrschenden Unternehmens fördern kann, kann es an den Voraussetzungen der wirtschaftlichen Eingliederung i.S. von § 14 Nr. 2 KStG a.F. fehlen (Bestätigung des Senatsurteils vom 28. Oktober 1999 I R 111/97, BFH/NV 2000, 896).Die Organschaft führt jedoch dazu, dass die persönliche Gewerbesteuerpflicht der Organgesellschaften für die Dauer der Organschaft dem Organträger zugerechnet wird (Senatsurteile vom 27. Juni 1990 I R 183/85, BFHE 161, 157, 160, BStBl II 1990, 916, 918; vom 28. Oktober 1999 I R 111/97, BFH/NV 2000, 896).
Nach den Ausführungen des Senats in seinem Urteil in BFH/NV 2000, 896 ist dies aber erforderlich, um eine wirtschaftliche Eingliederung der Organgesellschaft in den Organträger gemäß § 2 Abs. 2 Satz 2 GewStG i.V.m. § 14 Nr. 2 KStG annehmen zu können.
Der Senat hat aber bereits im Urteil in BFH/NV 2000, 896 klargestellt, dass es an den vorgenannten Anforderungen fehlen kann, wenn das beherrschte Unternehmen --wie im Streitfall in 1988-- wesentliche Wirtschaftsgüter oder aber seinen Betrieb veräußert und dann keiner eigengewerblichen Tätigkeit mehr nachgeht, mit der es zweckfördernd in das Unternehmen der herrschenden Gesellschaft eingegliedert sein kann.
- BFH, 14.11.1984 - I R 151/80
Von örtlich zuständigem Finanzamt erlassener Gewerbesteuermeßbescheid ist bei …
Auszug aus BFH, 19.11.2003 - I R 88/02
Die Aufhebung eines Gewerbesteuermessbescheides kann regelmäßig nicht allein deswegen beansprucht werden, weil er von einem örtlich unzuständigen FA erlassen worden ist (gegen Senatsurteil vom 14. November 1984 I R 151/80, BFHE 142, 544, BStBl II 1985, 607, Änderung der Rechtsprechung).Unbeschadet dessen hat der Senat in seinem Urteil vom 14. November 1984 I R 151/80 (BFHE 142, 544, BStBl II 1985, 607) entschieden, das FG sei verpflichtet, den von einem örtlich unzuständigen FA erlassenen Gewerbesteuermessbescheid ersatzlos aufzuheben.
- BFH, 22.04.1998 - I R 109/97
Gewerbesteuer: Teilwertabschreibung im Organkreis
Auszug aus BFH, 19.11.2003 - I R 88/02
Sie bleiben vielmehr selbständige Gewerbebetriebe, die einzeln für sich bilanzieren und deren Gewerbeerträge getrennt zu ermitteln sind (sog. gebrochene oder eingeschränkte Einheitstheorie; zur ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs --BFH-- vgl. Senatsurteil vom 22. April 1998 I R 109/97, BFHE 186, 443, BStBl II 1998, 748).Rechtsgrundlage der Korrekturen ist § 2 Abs. 2 Satz 2 GewStG (vgl. Senatsurteil in BFHE 186, 443, BStBl II 1998, 748).
- BFH, 02.02.1994 - I R 10/93
Teilwertabschreibungen aufgrund einer Gewinnabführung mindern nicht den …
Auszug aus BFH, 19.11.2003 - I R 88/02
Teilwertabschreibungen aufgrund einer Gewinnabführung mindern ebenso wie aufgrund einer Gewinnausschüttung den Gewerbeertrag im Organkreis nicht (Bestätigung des Senatsurteils vom 2. Februar 1994 I R 10/93, BFHE 173, 426, BStBl II 1994, 768).Wie er in seinem Urteil vom 2. Februar 1994 I R 10/93 (BFHE 173, 426, BStBl II 1994, 768) entschieden hat, mindern Teilwertabschreibungen aufgrund einer Gewinnabführung den Gewerbeertrag des Organkreises nicht.
- BFH, 24.02.1988 - I R 69/84
DBA-Frankreich - Ehefrau - Streitkräfte - Ziviles Gefolge der französischen …
Auszug aus BFH, 19.11.2003 - I R 88/02
Auch bei nur teilweiser Zurückverweisung der Sache muss dem FG die Entscheidung über die gesamten Kosten des Verfahrens übertragen werden (Grundsatz der Einheitlichkeit der Kostenentscheidung, vgl. Senatsurteil vom 24. Februar 1988 I R 69/84, BFHE 153, 30, BStBl II 1989, 290). - BFH, 13.09.1989 - I R 110/88
Zum Begriff der wirtschaftlichen Eingliederung bei Organschaft
Auszug aus BFH, 19.11.2003 - I R 88/02
Danach setzt die wirtschaftliche Eingliederung einer Organgesellschaft voraus, dass das herrschende Unternehmen (Organträger) vom Beginn ihres Wirtschaftsjahres an ununterbrochen eigene gewerbliche Zwecke verfolgt, denen sich das beherrschte Unternehmen im Sinne einer Zweckabhängigkeit unterordnen kann (vgl. Senatsurteile vom 26. April 1989 I R 152/84, BFHE 157, 127, BStBl II 1989, 668; vom 13. September 1989 I R 110/88, BFHE 158, 346, BStBl II 1990, 24). - BFH, 27.06.1990 - I R 183/85
Gewerbeverluste der Organgesellschaft können auch nach Beendigung der Organschaft …
Auszug aus BFH, 19.11.2003 - I R 88/02
Die Organschaft führt jedoch dazu, dass die persönliche Gewerbesteuerpflicht der Organgesellschaften für die Dauer der Organschaft dem Organträger zugerechnet wird (Senatsurteile vom 27. Juni 1990 I R 183/85, BFHE 161, 157, 160, BStBl II 1990, 916, 918;… vom 28. Oktober 1999 I R 111/97, BFH/NV 2000, 896). - BFH, 26.04.1989 - I R 152/84
Zum Begriff der wirtschaftlichen Eingliederung bei Organschaft
Auszug aus BFH, 19.11.2003 - I R 88/02
Danach setzt die wirtschaftliche Eingliederung einer Organgesellschaft voraus, dass das herrschende Unternehmen (Organträger) vom Beginn ihres Wirtschaftsjahres an ununterbrochen eigene gewerbliche Zwecke verfolgt, denen sich das beherrschte Unternehmen im Sinne einer Zweckabhängigkeit unterordnen kann (vgl. Senatsurteile vom 26. April 1989 I R 152/84, BFHE 157, 127, BStBl II 1989, 668; vom 13. September 1989 I R 110/88, BFHE 158, 346, BStBl II 1990, 24). - BFH, 28.10.1999 - I R 79/98
Keine Teilwertabschreibung im Organkreis
Auszug aus BFH, 19.11.2003 - I R 88/02
Die vorgenannten Gesichtspunkte hat der Senat im Urteil vom 28. Oktober 1999 I R 79/98 (BFH/NV 2000, 745) bereits umfassend gewürdigt, im Ergebnis aber verworfen. - FG München, 18.09.2001 - 6 K 2182/94
Vorliegen einer gewerbesteuerlichen Organschaft;; ausschüttungsbedingte …
Auszug aus BFH, 19.11.2003 - I R 88/02
Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2003, 721 veröffentlicht.
- OLG Celle, 26.06.2019 - 14 U 154/18
Schadensersatzansprüche nach einem Verkehrsunfall; Betreuungsaufwand naher …
Auch bei - wie hier - nur teilweiser Zurückverweisung der Sache muss dem Landgericht die Entscheidung über die gesamten Kosten des Verfahrens übertragen werden (…Grundsatz der Einheitlichkeit der Kostenentscheidung, vgl. BFH, Urt. v. 17.03.2010 - IV ZR 25/08, NZM 2010, 591, juris-Rn. 58; BFH, Urt. v. 19.11.2003 - I R 88/02, DB 2004, 466;… OLG München, Urt. v. 05.05.2017 - 10 U 1750/15, ZfS 2018, 79, juris-Rn. 62). - BFH, 11.05.2023 - IV R 3/19
Rechtsschutz gegen die Angabe der hebeberechtigten Gemeinde im …
Die Verwaltungsgerichte haben im Verfahren gegen den Gewerbesteuerbescheid die Bestimmung des Steuergläubigers, also der hebeberechtigten Gemeinde, zu prüfen, wenn diese nicht Gegenstand eines Zuteilungs- oder Zerlegungsverfahrens war (Bestätigung von BFH-Urteil vom 19.11.2003 - I R 88/02, BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751 und BFH-Beschluss vom 09.01.2013 - IV B 64/11).In Übereinstimmung damit geht auch der BFH davon aus, dass die Bestimmung der hebeberechtigten Gemeinde (nur) "regelmäßig" nicht Bestandteil des Gewerbesteuermessbescheids sei (BFH-Urteil vom 19.11.2003 - I R 88/02, BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751, unter II.4.b).
Vor diesem Hintergrund kann dahinstehen, ob die (jüngere) verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung die Rechtsprechungsänderung durch den BFH (vgl. Urteil in BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751, unter II.4.; Beschluss vom 09.01.2013 - IV B 64/11, Rz 3) bereits berücksichtigen konnte.
Anders verhält es sich nur, wenn ein Zuteilungs- oder Zerlegungsbescheid nach § 190 beziehungsweise § 188 AO vorliegt (BFH-Urteile in BFHE 188, 536, BStBl II 1999, 542, unter II.A.3.b bb; in BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751, unter II.4.b; BFH-Beschluss vom 09.01.2013 - IV B 64/11, Rz 3).
Danach haben die Verwaltungsgerichte im Verfahren gegen den Gewerbesteuerbescheid die Bestimmung des Steuergläubigers, also der hebeberechtigten Gemeinde, zu prüfen, wenn diese nicht Gegenstand eines Zuteilungs- oder Zerlegungsverfahrens war (BFH-Beschluss vom 09.01.2013 - IV B 64/11, Rz 3, unter Bezugnahme auf BFH-Urteil in BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751, unter II.4.b; Frotscher in Schwarz/Pahlke/Keß, AO, § 184 Rz 10, 17, 20; Pahlke in Schwarz/Pahlke/Keß, AO, § 190 Rz 1;… Klein/Ratschow, AO, 16. Aufl., § 184 Rz 6; Brandis/Heuermann/Gosch, § 4 GewStG Rz 12; de Hesselle in Lenski/Steinberg, Gewerbesteuergesetz, § 14 Rz 24;… Hidien in Lippross/Seibel, Basiskommentar Steuerrecht, Stand 136. Lfg.
Rn. 56 3. Ausgehend von den dargestellten Rechtsgrundsätzen hätte das FG die Klage bereits mangels Klagebefugnis (§ 40 Abs. 2 FGO) als unzulässig abweisen müssen
; damit kann dahinstehen, ob die Klage, soweit sie die Erhebungszeiträume 2010 und 2011 betrifft, auch schon mangels Beschwer unzulässig war, weil der Hebesatz der Gemeinde Z in diesen Jahren niedriger war als der der Gemeinde X (vgl. BFH-Urteil in BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751, unter II.4.b, am Ende). - BGH, 29.04.2025 - 1 StR 238/24
Corona-Masken - und die Gewerbesteuerhinterziehung
Die Bestimmung der Hebeberechtigung ist als materiell-rechtliche Voraussetzung von der Gemeinde eigenständig beim Erlass des Gewerbesteuerbescheids zu prüfen, sofern sie nicht Gegenstand eines Zuteilungs- oder Zerlegungsbescheids nach §§ 185 ff. AO ist (…vgl. BFH, Urteile vom 11. Mai 2023 - IV R 3/19 Rn. 38 ff. und vom 19. November 2003 - I R 88/02, BFHE 204, 283, 289;… Beschluss vom 9. Januar 2013 - IV B 64/11 Rn. 3).
- FG München, 28.09.2004 - 6 K 3820/03
Beschwer bei Zuteilungsbescheid; Zuteilung des Gewerbesteuermessbetrags 1987
Hiergegen wandte sich die Klin mit Einspruch und Klage, die im Revisionsverfahren hinsichtlich des Streitjahres 1987 ohne Erfolg blieb (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 19.11.2003 I R 88/02, veröffentlicht in BStBl II 2004, 751 ).Das BFH-Urteil vom 19.11.2003 in BStBl II 2004, 751 beziehe sich nicht auf ein Zuteilungsverfahren, sondern auf das Zerlegungsverfahren und auf den Messbescheid.
Im Übrigen ergebe sich aus dem zwischen den Beteiligten ergangenen BFH-Urteil vom 19.11.2003 in BStBl II 2004, 751 , dass die Klin im Streitfall nicht beschwert sei, weil der Hebesatz der Stadt L höher sei als der der Gemeinde G.
Die nach dieser Vorschrift erforderliche "Beschwer" ist nicht gegeben, wenn ein Verwaltungsakt den Gewerbesteuer-Messbetrag einer Gemeinde zuweist, die einen niedrigeren Hebesatz hat als diejenige Gemeinde, die nach klägerischem Vortrag hebeberechtigt sein soll (s. das zwischen den Beteiligten zum Gewerbesteuer-Messbescheid 1987 ergangene BFH-Urteil in BStBl II 2004, 751 mit Hinweis auf Blümich/Gosch, EStG , KStG , GewStG und Nebengesetze, § 4 GewStG Rz. 12 sowie auf Boeker in Hübschmann/Hepp/Spitaler, AO/FGO, § 184 AO , Rz. 61).
Entgegen der Ansicht der Klin kann nicht angenommen werden, dass die Ausführungen des BFH im Urteil in BStBl II 2004, 751 auf das Zuteilungsverfahren nicht anzuwenden sind.
Die Revision war nicht zuzulassen, da die Frage der Beschwer durch den BFH bereits geklärt ist (s. BFH-Urteil vom 19.11.2003 in BStBl II 2004, 751 ).
- BFH, 07.11.2024 - III R 27/23
Zur sachlichen und örtlichen Zuständigkeit des Finanzamts für die Festsetzung des …
NV: Ein Gewerbesteuermessbescheid ist nicht wegen der sachlichen Unzuständigkeit eines Finanzamts aufzuheben, wenn bei Bezügen zu einem Stadtstaat und einem Flächenstaat für die Messbetragsfestsetzung in beiden Bundesländern (zum Beispiel in Berlin und Brandenburg) das Finanzamt zuständig ist; eine örtliche Unzuständigkeit kann in einem solchen Fall gemäß § 127 der Abgabenordnung unbeachtlich sein (Bestätigung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs vom 19.11.2003 - I R 88/02, BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751 …und vom 09.01.2013 - IV B 64/11, BFH/NV 2013, 512).Rn. 17 Durch das Urteil vom 19.11.2003 - I R 88/02 (BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751) hat der BFH diese Rechtsprechung jedoch ausdrücklich aufgegeben und erklärt, dass er an seiner früheren Rechtsprechung nicht mehr festhalte.
Die Hebeberechtigung werde nicht von der Bindungswirkung des Gewerbesteuermessbescheids erfasst (BFH-Urteil vom 19.11.2003 - I R 88/02, BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751, Rz 21 f.).
Rn. 18 Dass mit der Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags nicht über die Frage der Steuerberechtigung (Hebeberechtigung) entschieden wird, hat der BFH in jüngerer Zeit unter anderem unter Berufung auf das BFH-Urteil vom 19.11.2003 - I R 88/02 (BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751) bekräftigt (…vgl. BFH-Urteil vom 11.05.2023 - IV R 3/19, BFH/NV 2023, 1206 mit Anm. Graw, juris PraxisReport Steuerrecht 39/2023 Anm. 1).
- BFH, 09.01.2013 - IV B 64/11
Keine Bindungswirkung des Gewerbesteuermessbescheids für den …
Dementsprechend kann gemäß § 127 AO die Aufhebung eines Gewerbesteuermessbescheids nicht allein deshalb beansprucht werden, weil er unter Verletzung der Vorschriften über die örtliche Zuständigkeit zustande gekommen ist (vgl. BFH-Urteil vom 19. November 2003 I R 88/02, BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751).Demzufolge kam der BFH in seinem Urteil in BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751 zu dem Ergebnis, dass die Frage, ob die Klägerin jenes Verfahrens in den Streitjahren ihre Geschäftsleitungsbetriebsstätte statt in X in Y gehabt habe, nicht im Verfahren gegen den Gewerbesteuermessbescheid zu beantworten sei.
- BFH, 07.11.2024 - III R 28/23
Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 07.11.2024 III R 27/23 - Zur …
NV: Ein Gewerbesteuermessbescheid ist nicht wegen der sachlichen Unzuständigkeit eines Finanzamts (FA) aufzuheben, wenn bei Bezügen zu einem Stadtstaat und einem Flächenstaat für die Messbetragsfestsetzung in beiden Bundesländern (zum Beispiel in Berlin und Brandenburg) das FA zuständig ist; eine örtliche Unzuständigkeit kann in einem solchen Fall gemäß § 127 der Abgabenordnung unbeachtlich sein (Bestätigung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs vom 19.11.2003 - I R 88/02, BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751 …und vom 09.01.2013 - IV B 64/11, BFH/NV 2013, 512).Rn. 21 Durch das Urteil vom 19.11.2003 - I R 88/02 (BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751) hat der BFH diese Rechtsprechung jedoch ausdrücklich aufgegeben und erklärt, dass er an seiner früheren Rechtsprechung nicht mehr festhalte.
Die Hebeberechtigung werde nicht von der Bindungswirkung des Gewerbesteuermessbescheids erfasst (BFH-Urteil vom 19.11.2003 - I R 88/02, BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751, Rz 21 f.).
Rn. 22 Dass mit der Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags nicht über die Frage der Steuerberechtigung (Hebeberechtigung) entschieden wird, hat der BFH in jüngerer Zeit unter anderem unter Berufung auf das BFH-Urteil vom 19.11.2003 - I R 88/02 (BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751) bekräftigt (…vgl. BFH-Urteil vom 11.05.2023 - IV R 3/19, BFH/NV 2023, 1206, m. Anm. Graw, juris PraxisReport Steuerrecht 39/2023 Anm. 1).
- FG München, 14.09.2017 - 13 K 3144/15
Bemessungsgrundlage für Gewerbesteuer
Rn. 92 Unter Änderung der höchstrichterlichen Rechtsprechung mit Urteil des BFH vom 19. November 2003 - I R 88/02 -, BFHE 204, 283, BStBl II 2004, 751, bestätigt durch Beschluss vom 9. Januar 2013 - IV B 64/11 - BFH/NV 2013, 512 erweist es sich als höchstrichterlich geklärt, dass die Frage der Verortung der Geschäftsleitungsbetriebsstätte nicht im Verfahren gegen den Gewerbesteuermessbescheid verbindlich zu klären ist. - BVerwG, 12.08.2014 - 9 B 23.14
Gewerbesteuer; Quellensteuer; ausländische Quellensteuer; …
Der vom Finanzamt erlassene Gewerbesteuermessbescheid entfaltet als Grundlagenbescheid für die Gemeinde, die in einem zweiten Schritt nach § 16 GewStG unter Anwendung ihres Hebesatzes die Gewerbesteuer festzusetzen und zu erheben hat, nach § 184 Abs. 1 Satz 4 i.V.m. § 182 Abs. 1 AO Bindungswirkung (…vgl. nur Urteil vom 15. Juni 2011 - BVerwG 9 C 4.10 - BVerwGE 140, 34 Rn. 20 …sowie Beschlüsse vom 2. September 1999 - BVerwG 11 B 23.99 - juris Rn. 3 und vom 30. Dezember 1997 - BVerwG 8 B 161.97 - Buchholz 401.0 § 184 AO Nr. 2; BFH, Urteile vom 21. Juli 1999 - I R 111/98 - NVwZ 2000, 838 und vom 19. November 2003 - I R 88/02 - BFHE 204, 283 Rn. 22). - FG Nürnberg, 25.11.2004 - IV 342/03
Vorliegen einer gewerbesteuerlichen Organschaft zwischen einem Einzelunternehmen …
Das herrschende Unternehmen muss eigene gewerbliche Zwecke verfolgen, denen sich das beherrschte Unternehmen im Sinne einer Zweckabhängigkeit unterordnen kann (vgl. BFH-Urteil vom 19.11.2003 I R 88/02 BFH/NV 2004, 588;… Jäger/Lang Körperschaftsteuer 16. Auflage 2003 Zif. 3.16.2.4.).Die Tätigkeit der GmbH, der Handel mit Damenhosen, unterordnet sich nicht im Sinne einer Zweckabhängigkeit den gewerblichen Zwecken, die vom Einzelunternehmen des Klägers verfolgt werden (vgl. BFH-Urteil in BFH/NV 2004, 588).
- FG München, 30.01.2023 - 7 K 2200/18
Örtliche Zuständigkeit für die Durchführung des Zuteilungsverfahrens nach § 190 …
- BFH, 14.10.2009 - X R 46/06
Gewerbesteuerrechtliche Organschaft
- FG München, 11.12.2009 - 7 K 1379/08
Angaben der hebeberechtigten Gemeinde gegenüber dem Gewerbesteuerbescheid nicht …
- OVG Sachsen, 26.11.2013 - 5 A 726/10
Abtretung eines Gewerbesteuererstattungsanspruchs, Ablaufhemmung der …
- FG Sachsen-Anhalt, 08.12.2005 - 1 K 166/01
Klagebefugnis bei Ausweis einer Grundstücksgemeinschaft als Steuerschuldnerin in …
- FG Hamburg, 29.04.2004 - VI 75/02
Neutralisierung von Teilwertabschreibungen im Organkreis
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