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| BGH, 22.10.2024 - II ZR 97/23 |
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Vorstandsbezüge und Verschlechterung der Lage der Gesellschaft; Umfang der rechtlichen Prüfung der Billigkeit
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§ 87 Abs 1 S 1 AktG, § 87 Abs 2 S 1 AktG, § 313 Abs 1 BGB, § 80 Abs 1 InsO, § 113 S 1 InsO
Vorstandsbezüge und Verschlechterung der Lage der Gesellschaft; Umfang der rechtlichen Prüfung der Billigkeit - IWW
§ 87 Abs. 2 AktG, § ... 113 InsO, § 87 Abs. 1 AktG, § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG, § 112 AktG, § 80 Abs. 1 InsO, § 87 Abs. 1 Satz 1 AktG, § 87 Abs. 1 Satz 3 Halbs. 1 AktG, § 313 Abs. 1 BGB, § 76 Abs. 1 AktG, Art. 87 Abs. 2 AktG, Art. 2 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1 GG, § 561 ZPO, § 87 Abs. 1 Satz 3 AktG, § 563 Abs. 1 ZPO, § 113 Satz 2 InsO, § 55 Abs. 1 Nr. 2 InsO, § 262 Abs. 1 Nr. 3 AktG, § 87 Abs. 3 AktG, § 84 Abs. 1 Satz 1 AktG
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Herabsetzung Vergütung
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Vorstandsbezüge und Verschlechterung der Lage der Gesellschaft - Zum Umfang der rechtlichen Prüfung der Billigkeit i. S. d. § 87 Abs. 2 S. 1 AktG
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AktG § 87 Abs. 2 S. 1
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AktG § 87 Abs. 2 S. 1
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Vorstandsbezüge und Verschlechterung der Lage der Gesellschaft; Umfang der rechtlichen Prüfung der Billigkeit
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Rechtliche Prüfung der Billigkeit nach § 87 Abs. 2 AktG
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Herabsetzung der Vorstandsvergütung bei Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der AG (BGH)
Besprechungen u.ä.
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Herabsetzung der Vorstandsvergütung nach § 87 Abs. 2 S. 1 AktG im Insolvenzfall
Verfahrensgang
- LG Darmstadt, 02.12.2021 - 14 O 30/20
- OLG Frankfurt, 09.06.2023 - 24 U 216/21
- BGH, 22.10.2024 - II ZR 97/23
Papierfundstellen
- ZIP 2025, 297
- ZIP 2025, 91
- MDR 2025, 181
- NZI 2025, 281
- WM 2025, 36
- DB 2025, 40
- NZG 2025, 209
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (10)
- BGH, 27.10.2015 - II ZR 296/14
Aktiengesellschaft: Voraussetzungen, Durchführung und Angemessenheit einer …
Auszug aus BGH, 22.10.2024 - II ZR 97/23
Bei dieser Abwägung sind insbesondere der Umfang der Verschlechterung der Lage der Gesellschaft gegenüber dem Zeitpunkt der Vereinbarung der Vergütung sowie weiter zu berücksichtigen, in welchem Grad die Verschlechterung dem Vorstandsmitglied zurechenbar ist und ob er sie gegebenenfalls sogar pflichtwidrig herbeigeführt hat (Bestätigung von BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190).Die Zurechenbarkeit der Verschlechterung der Lage der Gesellschaft an den Vorstand ist keine Voraussetzung für die Herabsetzung seiner Bezüge, sondern ein wesentlicher Umstand bei der gebotenen Abwägung (Ergänzung zu BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190).
Der Anwendungsbereich des § 87 Abs. 2 AktG erfasst vielmehr trotz der durch § 113 InsO eingeräumten Möglichkeit der Kündigung des Anstellungsvertrags auch die Zeit nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens (BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 23 f.).
AktG, 5. Aufl., § 87 Rn. 434; MünchKommAktG/Spindler, 5. Aufl., § 87 Rn. 229; Seibt in K. Schmidt/Lutter, AktG, 5. Aufl., § 87 Rn. 41; Seyfahrt, Vorstandsrecht, 2. Aufl., § 5 Rn. 209;Göcke/Greubel, ZIP 2009, 2086, 2087 f.; Kort, AG 2016, 209, 210; Olic, AnwZert InsR 8/2023 Anm. 3; Spindler, DB 2015, 908; Undritz/Röger, InsVZ 2010, 123, 125; offenlassend noch BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 26).
Rn. 15 a) Das Recht zur Herabsetzung der Bezüge gemäß § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG ist ein einseitiges Gestaltungsrecht der Aktiengesellschaft, das durch eine Gestaltungserklärung ausgeübt wird, die der Aufsichtsrat in Vertretung der Gesellschaft (§ 112 AktG) gegenüber dem Vorstandsmitglied abgibt (BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 20).
Die wirksam abgegebene und den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Gestaltungserklärung genügt, um die Gestaltungswirkung und damit die Änderung der Vergütungsvereinbarung eintreten zu lassen (BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 31;… MünchKommAktG/Spindler, 5. Aufl., § 87 Rn. 209).
Bei dieser Abwägung sind insbesondere der Umfang der Verschlechterung der Lage der Gesellschaft gegenüber dem Zeitpunkt der Vereinbarung der Vergütung und weiter zu berücksichtigen, in welchem Grad die Verschlechterung dem Vorstandsmitglied zurechenbar ist und ob er sie gegebenenfalls sogar pflichtwidrig herbeigeführt hat (BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 47).
Rn. 26 bb) Das Urteil des erkennenden Senats vom 27. Oktober 2015(II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 39, 45) wird teilweise dahin verstanden, dass die Zurechenbarkeit der Vermögensverschlechterung ein wesentlicher Aspekt der gebotenen Abwägung sei (…OLG Karlsruhe, NZG 2022, 750 Rn. 93, 100;…KK-AktG/Cahn, 4. Aufl., § 87 Rn. 120;… Thüsing/Jänsch, Festschrift E. Vetter, 2019, S. 803, 814), teilweise wird auch angenommen, die persönliche Zurechenbarkeit der Lageverschlechterung sei Voraussetzung für die Annahme der Unbilligkeit (…Seibt in K. Schmidt/Lutter, AktG, 5. Aufl. § 87 Rn. 40; Weber, DB 2016, 815, 816).
Allerdings kann dem Umstand, dass der variable Teil der Vorstandsvergütung bei Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft mangels erwirtschafteten Gewinns unter Umständen wegfällt und das Vorstandsmitglied auch schon deshalb eine Gehaltseinbuße erleidet, wie das Berufungsgericht zutreffend erkannt hat, in einer Gesamtabwägung nach § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG Rechnung getragen werden (BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 54).
Da nach allgemeinen Grundsätzen des Dienstvertragsrechts die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den Risikobereich der Gesellschaft fällt, rechtfertigt sich die hiervon abweichende Risikoverteilung bei § 87 Abs. 2 AktG vor allem durch die Gesichtspunkte der eigenverantwortlichen Leitung (§ 76 Abs. 1 AktG) und der Treuebindung des Vorstands (vgl. BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 24 f.;… KK-AktG/Cahn, 4. Aufl., § 87 Rn. 119; Witthuhn/Hamann, ZGR 2009, 847, 853; Weller, NZG 2010, 7, 8 ff.).
Das Herabsetzungsrecht nach § 87 Abs. 2 AktG unter Abweichung von dem Grundsatz "pacta sunt servanda" eröffnet im Rahmen der Treuepflicht des Vorstands die Möglichkeit, diesen am Schicksal der Gesellschaft teilhaben zu lassen (vgl. BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 24; OLG Düsseldorf, ZIP 2004, 1850, 1854;… MünchKommAktG/Spindler, 5. Aufl., § 87 Rn. 163; Weller, NZG 2010, 7, 10 f.).
Die eigenverantwortliche Leitung der Gesellschaft durch den Vorstand ist in diesem Zusammenhang zwar ein maßgeblicher Anknüpfungspunkt für die Rechtfertigung einer Herabsetzung und kommt in dem Merkmal der Zurechenbarkeit der Lageverschlechterung zum Ausdruck (vgl. BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 25).
Auch unter Berücksichtigung des Gebots einer restriktiven Auslegung von Art. 87 Abs. 2 AktG im Lichte der Art. 2 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1 GG, die das Vertrauen des Vorstandsmitglieds berücksichtigt, die vertraglich vereinbarte Vergütung bis zum Ablauf seines Anstellungsvertrags in voller Höhe zu erhalten (BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 24), erscheint es aber vorzugswürdig, den insoweit gebotenen Grundrechtsschutz unter Berücksichtigung gegenläufiger Interessen im Rahmen der Gesamtabwägung des offenen Tatbestandsmerkmals der "Unbilligkeit" zu berücksichtigen.
Für die Abwägung kommt es aber maßgeblich darauf an, ob die Beibehaltung der ursprünglichen Vorstandsvergütung unter dem Gesichtspunkt des Unternehmensinteresses für die Gesellschaft unbillig ist (BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 46 f.).
Für das weitere Verfahren weist der Senat darauf hin, dass in dem hier vorliegenden Fall, in dem das Vorstandsmitglied zu der Zeit, in der sich die Lage der Gesellschaft verschlechtert hat, noch nicht Mitglied des Vorstands der Aktiengesellschaft war, die Annahme der Unbilligkeit für die Gesellschaft, über deren Verfahren das Insolvenzverfahren eröffnet ist, unter Berücksichtigung des Gebots der restriktiven Auslegung von § 87 Abs. 2 AktG (BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 24) in der Regel ausgeschlossen ist.
Rn. 44 1. Das Kündigungsrecht des Insolvenzverwalters nach § 113 InsO schließt wie schon dargelegt eine Herabsetzung der Bezüge, die während der dreimonatigen Kündigungsfrist des § 113 Satz 2 InsO als Masseverbindlichkeiten (§ 55 Abs. 1 Nr. 2 InsO) anfallen, nicht aus (BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 24).
- OLG Karlsruhe, 07.02.2022 - 1 U 173/20
Vergütungsansprüche aus einem Anstellungsvertrag als Vorstand einer …
Auszug aus BGH, 22.10.2024 - II ZR 97/23
Rn. 25 (2) Nach anderer Ansicht ist ein Zurechnungszusammenhang zwischen der Verschlechterung der Gesellschaftslage und der Vorstandstätigkeit demgegenüber keine zwingende Voraussetzung für die Herabsetzung der Vorstandsbezüge, sondern vielmehr ein nach dem Gewicht des Beitrags zu berücksichtigender Aspekt im Rahmen der Gesamtabwägung (…KK-AktG/Cahn, 4. Aufl., § 87 Rn. 120;… Dauner-Lieb in Henssler/Strohn, GesR, 6. Aufl., § 87 Rn. 35;… BeckOGK AktG/Fleischer, Stand 1.2.2024, § 87 Rn. 73 f.;… Kort in Großkomm. AktG, 5. Aufl., § 87 Rn. 408a;… MünchKommAktG/Spindler, 6. Aufl., § 87 Rn. 206; Hoegen, Reform der Vorstandsvergütung, 2018, 280;… Ihrig/Schäfer, Rechte und Pflichten des Vorstands, 2. Aufl., § 12 Rn. 258;… BeckHdb AG/Liebscher, 3. Aufl., § 6 Rn. 73 b; Annuß/Theusinger, BB 2009, 2434, 2438; Dauner-Lieb, Der Konzern 2009, 583, 589; Dauner-Lieb/Friedrich, NZG 2010, 688, 690; Gaul/Janz, NZA 2009, 809, 812; Hohenstatt, ZIP 2009, 1349, 1353; Jaeger/Balke, ZIP 2010, 1471, 1475; van Kann/Keiluweit, DStR 2009, 1587, 1590;… Krieger, LiberAmicorum Winter, 2011, S. 370, 371; Kruse/Busold, DStR 2017, 1608, 1609; Olic, AnwZert InsR 8/2023 Anm. 3; Redenius-Hövermann/Siemens, ZIP 2020, 1585, 1586;… Thüsing/Jänsch, Festschrift E. Vetter, 2019, S. 803, 808, 813 ff.;Waldenberger/Kaufmann, BB 2010, 2257, 2260; Weller, NZG 2010, 7, 12;Wittuhn/Hamann, ZGR 2009, 847, 862;… wohl auch Grigoleit/Schwennicke, AktG, 2. Aufl., § 87 Rn. 37 f., sowie Koch, AktG, 18. Aufl., § 87 Rn. 53;… gegen das Kriterium der Zurechnung an sich Backhaus/Tielmann/Melot inde Beauregard/Arden, Der Aufsichtsrat, 2. Aufl., AktG, § 87 Rn. 106 f.;… Berger, Vorstandsvergütung, 2013, S. 137; siehe auch OLG Karlsruhe, NZG 2022, 750 Rn. 93).Rn. 26 bb) Das Urteil des erkennenden Senats vom 27. Oktober 2015(…II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 39, 45) wird teilweise dahin verstanden, dass die Zurechenbarkeit der Vermögensverschlechterung ein wesentlicher Aspekt der gebotenen Abwägung sei (OLG Karlsruhe, NZG 2022, 750 Rn. 93, 100;…KK-AktG/Cahn, 4. Aufl., § 87 Rn. 120;… Thüsing/Jänsch, Festschrift E. Vetter, 2019, S. 803, 814), teilweise wird auch angenommen, die persönliche Zurechenbarkeit der Lageverschlechterung sei Voraussetzung für die Annahme der Unbilligkeit (…Seibt in K. Schmidt/Lutter, AktG, 5. Aufl. § 87 Rn. 40; Weber, DB 2016, 815, 816).
Rn. 35 Ein auf die individuelle Zurechnung der Vermögensverschlechterung abstellendes Verständnis liefe Gefahr, das Herabsetzungsrecht als Sanktionsinstrument im Vorfeld der Vorstandshaftung zu etablieren, das auf diese Weise seinen Charakter als Sonderregelung einer Störung der Geschäftsgrundlage einbüßen würde (vgl. OLG Karlsruhe, NZG 2022, 750 Rn. 93; Bauer/Arnold, AG 2009, 717, 726; Dauner-Lieb, Der Konzern 2009, 583, 591; Diller, NZG 2009, 1006, 1007; Koch, WM 2010, 49, 55; Redenius-Hövermann/Siemens, ZIP 2020, 1585, 1586;… BeckOGK AktG/Fleischer, Stand 1.10.2023, § 87 Rn. 73;… Koch, AktG, 18. Aufl., § 87 Rn. 53;… Kort in Großkomm. AktG, 5. Aufl., § 87 Rn. 408a;… Thüsing/Jänsch, Festschrift E. Vetter, 2019, S. 803, 815).
- BGH, 26.11.2019 - II ZB 21/17
Befugnis des Insolvenzverwalters zur Satzungsänderung im Fall der Verwertung der …
Auszug aus BGH, 22.10.2024 - II ZR 97/23
Auch die Organe einer juristischen Person behalten ihre Stellung nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens, nehmen aber nur noch Aufgaben wahr, die nicht die Insolvenzmasse betreffen (BGH, Beschluss vom 26. November 2019 - II ZB 21/17, BGHZ 224, 72 Rn. 37).Die Wahrnehmung der Befugnis ist auch nicht dem der Befugnis des Insolvenzverwalters entzogenen innergesellschaftlichen Bereich zuzuordnen (vgl. BGH, Beschluss vom 26. November 2019 - II ZB 21/17, BGHZ 224, 72 Rn. 37, 38), sondern sie betrifft das Vertragsverhältnis zwischen der Gesellschaft und dem Vorstandsmitglied.
- BGH, 12.01.2022 - XII ZR 8/21
Mietzahlungspflicht bei coronabedingter Geschäftsschließung
Auszug aus BGH, 22.10.2024 - II ZR 97/23
Eine solche ausdrückliche vertragliche Risikoverteilung bzw. Risikoübernahme schließt für die Vertragspartei regelmäßig die Möglichkeit aus, sich bei Verwirklichung des Risikos auf eine Störung der Geschäftsgrundlage zu berufen (BGH, Urteil vom 12. Januar 2022 - XII ZR 8/21, BGHZ 232, 178 Rn. 49;… Urteil vom 8. Mai 2024- XII ZR 7/23, ZIP 2024, 1671 Rn. 25). - BGH, 08.05.2024 - XII ZR 7/23
Anpassung eines Hotelaufnahmevertrages nach Absage einer Messe infolge der …
Auszug aus BGH, 22.10.2024 - II ZR 97/23
Eine solche ausdrückliche vertragliche Risikoverteilung bzw. Risikoübernahme schließt für die Vertragspartei regelmäßig die Möglichkeit aus, sich bei Verwirklichung des Risikos auf eine Störung der Geschäftsgrundlage zu berufen (BGH…, Urteil vom 12. Januar 2022 - XII ZR 8/21, BGHZ 232, 178 Rn. 49; Urteil vom 8. Mai 2024- XII ZR 7/23, ZIP 2024, 1671 Rn. 25). - OLG Düsseldorf, 17.11.2003 - 15 U 225/02
Zur Zulässigkeit der Herabsetzung der Bezüge des Vorstandes sowie zur …
Auszug aus BGH, 22.10.2024 - II ZR 97/23
Das Herabsetzungsrecht nach § 87 Abs. 2 AktG unter Abweichung von dem Grundsatz "pacta sunt servanda" eröffnet im Rahmen der Treuepflicht des Vorstands die Möglichkeit, diesen am Schicksal der Gesellschaft teilhaben zu lassen (vgl. BGH…, Urteil vom 27. Oktober 2015 - II ZR 296/14, BGHZ 207, 190 Rn. 24; OLG Düsseldorf, ZIP 2004, 1850, 1854;… MünchKommAktG/Spindler, 5. Aufl., § 87 Rn. 163; Weller, NZG 2010, 7, 10 f.). - BGH, 26.03.1956 - II ZR 57/55
Abberufung des Vorstands nach Vertrauensentzug
Auszug aus BGH, 22.10.2024 - II ZR 97/23
Der Geltungsgrund der Treuepflichtbindung des Vorstands ist in erster Linie seineorganschaftliche Stellung in der Gesellschaft (BGH, Urteil vom 20. Oktober 1954 - II ZR 280/53, BGHZ 15, 71, 78; Urteil vom 23. März 1956 - II ZR 57/55, BGHZ 20, 239, 246;… Koch, AktG, 18. Aufl., § 84 Rn. 10;… Sailer-Coceani in K. Schmidt/Lutter, AktG, 5. Aufl., § 93 Rn. 21; Fleischer, WM 2003, 1045, 1046). - BGH, 20.10.1954 - II ZR 280/53
Vorstandsmitglied und Mehrheitsaktionär
Auszug aus BGH, 22.10.2024 - II ZR 97/23
Der Geltungsgrund der Treuepflichtbindung des Vorstands ist in erster Linie seineorganschaftliche Stellung in der Gesellschaft (BGH, Urteil vom 20. Oktober 1954 - II ZR 280/53, BGHZ 15, 71, 78; Urteil vom 23. März 1956 - II ZR 57/55, BGHZ 20, 239, 246;… Koch, AktG, 18. Aufl., § 84 Rn. 10;… Sailer-Coceani in K. Schmidt/Lutter, AktG, 5. Aufl., § 93 Rn. 21; Fleischer, WM 2003, 1045, 1046). - BGH, 06.05.2021 - III ZR 72/20
Entschädigungsanspruch wegen überlanger Verfahrensdauer: Voraussetzungen für die …
Auszug aus BGH, 22.10.2024 - II ZR 97/23
Die Feststellung der Unbilligkeit für die Gesellschaft gemäß § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG unterliegt nur einer eingeschränkten revisionsrechtlichen Prüfung, die den tatrichterlichen Beurteilungsspielraum zu respektieren hat und darauf zu beschränken ist, ob der rechtliche Rahmen verkannt, Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungssätze verletzt und ob alle für die Beurteilung wesentlichen Umstände berücksichtigt und abgewogen worden sind (vgl. BGH, Urteil vom 28. September 1964 - II ZR 181/62, WM 1964, 1208, 1209 f.; Urteil vom 6. Mai 2021 - III ZR 72/20, BGHZ 230, 14 Rn. 20). - BGH, 28.09.1964 - II ZR 181/62
Auszug aus BGH, 22.10.2024 - II ZR 97/23
Die Feststellung der Unbilligkeit für die Gesellschaft gemäß § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG unterliegt nur einer eingeschränkten revisionsrechtlichen Prüfung, die den tatrichterlichen Beurteilungsspielraum zu respektieren hat und darauf zu beschränken ist, ob der rechtliche Rahmen verkannt, Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungssätze verletzt und ob alle für die Beurteilung wesentlichen Umstände berücksichtigt und abgewogen worden sind (vgl. BGH, Urteil vom 28. September 1964 - II ZR 181/62, WM 1964, 1208, 1209 f.;… Urteil vom 6. Mai 2021 - III ZR 72/20, BGHZ 230, 14 Rn. 20).
- OLG Hamm, 26.02.2025 - 8 U 25/24
Satzungsänderung; Bekanntmachung; Beschlussvorschlag; virtuelle Hauptversammlung; …
Rn. 91 (3.4.1) Die historische Entwicklung von Normen und der Inhalt der Gesetzesmaterialien geben in vielen Fällen Auskunft darüber, welche Zwecke der Gesetzgeber bei der Änderung von Vorschriften verfolgte (vgl. BGH…, Urteil vom 17.12.2001, II ZR 288/99, juris Rn. 8;… Urteil vom 25.11.2002, II ZR 49/01, juris Rn. 39; Urteil vom 22.10.2024, II ZR 97/23, juris Rn. 29). - KG, 19.09.2025 - 7 U 55/24
Architekt ist an seine mangelhafte Kostenermittlung gebunden!
Damit fiele eine Abweichung der anrechenbaren Kosten - sollten diese im maßgeblichen Zeitpunkt der Entwurfsplanung (…dazu nur Werner, in Werner/Pastor, Der Bauprozess, 18. Aufl. 2023, Kap. 4 Rn. 917) tatsächlich höher anzusetzen gewesen sein (was hier indes unklar ist) - allein in den Verantwortungsbereich der Klägerin und könnte eine Anpassung nach den Grundsätzen des § 313 BGB daher nicht rechtfertigen (vgl. dazu BGH, Urteil vom 22. Oktober 2024 - II ZR 97/23 -, juris Rn. 32, BeckOK BGB/Lorenz, 74. Ed. 1.5.2025, BGB § 313 Rn. 26).
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