Rechtsprechung
| BFH, 17.10.2024 - III R 33/22 |
Volltextveröffentlichungen (11)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
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- Bundesfinanzhof
GewStG § 8 Nr 1 Buchst d, GewStG § 8 Nr 1 Buchst f S 1, BGB §§ 535 ff, BGB § 535, BGB §§ 581ff, BGB § 581, GewStG VZ 2010, GewStG VZ 2011
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für Out of Home-Werbung
- rechtsinformationen.bund.de
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für Out of Home-Werbung
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 8 Nr 1 Buchst d GewStG 2002 vom 22.12.2009, § 8 Nr 1 Buchst f S 1 GewStG 2002 vom 22.12.2009, §§ 535 ff BGB, § 535 BGB, §§ 581ff BGB
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für Out of Home-Werbung - IWW
§ 8 Nr. 1 Buchst. d des Gewerbesteuergesetzes, § ... 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG, § 8 Nr. 1 Buchst. d GewStG, § 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung, § 2 Nr. 8 der Verordnung über die Zuständigkeiten der hessischen Finanzämter, § 6 GewStG, § 7 Satz 1 GewStG, §§ 8, 9 GewStG, § 8 Nr. 1 GewStG, § 7 GewStG, § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 GewStG, § 5 Abs. 2 EStG, § 118 Abs. 2 FGO, §§ 535 ff., 581 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches, § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 135 Abs. 2 FGO
- Betriebs-Berater
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für Out of Home-Werbung
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Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für Out of Home-Werbung
- rechtsportal.de
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für Out of Home-Werbung
- rechtsportal.de
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen einer sog. Spezialagentur für die Nutzung von Werbeträgerflächen; Rechtliche Zuordnung von Verträgen hinsichtlich Werbung mit digitalen oder analogen Werbeträgern
- datenbank.nwb.de
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für Out of Home-Werbung
Kurzfassungen/Presse
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Gewerbesteuerliche Hinzurechnung bei den Aufwendungen für Out of Home-Werbung
Sonstiges (3)
- Bundesfinanzhof (Verfahrensmitteilung)
BGB § 535 ; BGB § 581 ; BGB § 631 ; GewStG § 8 Nr 1 Buchst d ; GewStG § 8 Nr 1 Buchst f ; HGB § 247 Abs 2
- IWW (Verfahrensmitteilung)
GewStG § 8 Nr 1 Buchst d, BGB § 535, BGB § 581, BGB § 631, GewStG § 8 Nr 1 Buchst f, HGB § 247 Abs 2
Gewerbesteuermessbetrag, Hinzurechnung, Werbung, Vertrag, Werkvertrag, Mietverhältnis, Überlassung, Anlagevermögen - Bundesfinanzhof (Terminmitteilung)
Verfahrensgang
- FG Hessen, 11.05.2022 - 8 K 365/17
- BFH, 17.10.2024 - III R 33/22
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (24)
- BFH, 26.04.2018 - III R 25/16
Hinzurechnung von transaktionsbezogenen Zahlungen bei computerisierten …
Auszug aus BFH, 17.10.2024 - III R 33/22
Die gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für die zeitlich befristete Überlassung von Rechten nach § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) setzt subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert voraus, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition --ein Abwehrrecht-- besteht (Anschluss an die Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16; vom 19.12.2019 - III R 39/17 und vom 29.06.2022 - III R 2/21).Dadurch soll der unabhängig von der Art und Weise des für die Kapitalausstattung des Betriebs zu entrichtenden Entgelts erwirtschaftete ("objektivierte") Ertrag des Betriebs mittels Hinzurechnung eines "Finanzierungsanteils" als Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer erfasst werden; zudem soll die Vorschrift Gewinnverlagerungen entgegenwirken und die gewerbesteuerrechtliche Bemessungsgrundlage verbreitern (Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, Rz 26, m.w.N.; vom 19.12.2019 - III R 39/17, BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 32 und vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 17).
Rn. 26 aa) Rechte im Sinne des § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 GewStG sind Immaterialgüterrechte, das heißt subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition --ein Abwehrrecht-- besteht (Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, Rz 29, m.w.N.; vom 19.12.2019 - III R 39/17, BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 35 und vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 20).
Der Begriff der Rechte im Sinne von § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 GewStG ist somit enger als der Begriff der immateriellen Wirtschaftsgüter (z.B. § 5 Abs. 2 EStG), welcher auch tatsächliche Positionen von wirtschaftlichem Wert wie zum Beispiel Know-how, ungeschützte Erfindungen und den Geschäftswert umfasst (Senatsurteil vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, Rz 30).
Zu den vom FG zu treffenden tatsächlichen Feststellungen gehört auch die Auslegung von Verträgen (BFH-Urteile vom 03.08.2005 - I R 94/03, BFHE 210, 398, BStBl II 2006, 20, unter II.4., m.w.N. …und vom 20.06.2017 - X R 38/16, BFH/NV 2017, 1453, Rz 25; Senatsurteil vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, Rz 34).
Dies gilt auch für die Würdigung des wirtschaftlichen Gehaltes (Senatsurteil vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, Rz 35, m.w.N.).
- BFH, 23.03.2023 - III R 5/22
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Leistungen im Rahmen eines …
Auszug aus BFH, 17.10.2024 - III R 33/22
Dagegen ist die rechtliche Einordnung des von den Vertragspartnern Gewollten am Maßstab der jeweils einschlägigen Normen in vollem Umfang nachprüfbare Rechtsanwendung, sofern das FG --wie hier-- revisibles Recht ausgelegt hat (BFH-Urteile vom 30.01.2019 - II R 26/17, BFHE 264, 47, BStBl II 2020, 733, Rz 31 und vom 05.12.2019 - II R 37/18, BFHE 267, 524, BStBl II 2020, 236, Rz 15; Senatsurteil vom 23.03.2023 - III R 5/22, BFHE 279, 553, BStBl II 2023, 923, Rz 23).Der Nutzungsvertrag muss daher seinem wesentlichen rechtlichen Gehalt nach ein Miet- oder Pachtverhältnis im Sinne des bürgerlichen Rechts sein (Senatsurteil vom 23.03.2023 - III R 5/22, BFHE 279, 553, BStBl II 2023, 923, Rz 18, m.w.N.).
In diesem Fall ist zu klären, ob der Vertrag in seine durch die Hauptpflichten bestimmten wesentlichen Elemente zerlegt und teilweise als Mietvertrag angesehen werden kann (gemischter Vertrag mit trennbaren Hauptpflichten, vgl. Senatsurteil vom 23.03.2023 - III R 5/22, BFHE 279, 553, BStBl II 2023, 923, Rz 20) oder ob er insgesamt einem anderen Vertragstyp zuzuordnen beziehungsweise als Vertrag eigener Art einzuordnen ist (vgl. Senatsurteil vom 23.03.2023 - III R 5/22, BFHE 279, 553, BStBl II 2023, 923, Rz 21).
Im ersten Fall kommt nur eine Hinzurechnung des Teils des Entgelts in Betracht, der auf die Gebrauchsüberlassung entfällt, im zweiten Fall scheidet eine Hinzurechnung insgesamt aus (vgl. Senatsurteile vom 23.03.2023 - III R 5/22, BFHE 279, 553, BStBl II 2023, 923, Rz 20 f. und vom 17.08.2023 - III R 59/20, BFHE 281, 546, BStBl II 2024, 70, Rz 32).
Rn. 39 Der Senat hat bereits entschieden, dass bei Verträgen, in denen sich der über eine digitale Werbefläche verfügende Vertragspartner verpflichtet, die ihm von der anderen Vertragspartei zur Verfügung gestellten Werbesequenzen auf dieser Fläche zu zeigen, nicht die Benutzung der digitalen Fläche, sondern eine zu erbringende Werbeleistung im Vordergrund steht und die Vertragsparteien ein bestimmtes Arbeitsergebnis vereinbart haben (Senatsurteil vom 23.03.2023 - III R 5/22, BFHE 279, 553, BStBl II 2023, 923, Rz 30, m.w.N. aus der Rechtsprechung des BGH).
- BGH, 07.11.2018 - XII ZR 109/17
Werbung auf einem Kraftfahrzeug gegen Entgelt: Abgrenzung zwischen Werk- und …
Auszug aus BFH, 17.10.2024 - III R 33/22
Der BGH hat die Einordnung danach vorgenommen, ob es den Vertragsparteien nach ihrem im Vertrag zum Ausdruck gekommenen Willen auf den Erfolg einer einheitlichen und fortdauernden planmäßig erzielten Werbewirkung (BGH-Urteil vom 19.06.1984 - X ZR 93/83, Monatsschrift für Deutsches Recht --MDR-- 1985, 227, unter I.1.) oder auf die dauerhafte Bereitstellung der Werbefläche als solcher (BGH-Urteile vom 07.11.2018 - XII ZR 109/17, MDR 2019, 88, Rz 8 f. und vom 19.12.2018 - XII ZR 14/18, MDR 2019, 214, Rz 8 f.) ankommt.Liegt der Schwerpunkt auf werkvertragstypischen Leistungen, ist ein Werkvertrag anzunehmen (vgl. BGH-Urteil vom 07.11.2018 - XII ZR 109/17, MDR 2019, 88, Rz 11).
In der daneben geschuldeten und als Werkleistung anzusehenden Anbringung der Werbung sieht der BGH dabei keine vertragscharakteristische Leistung, sondern wendet die Vorschriften über den Mietvertrag an (BGH-Urteile vom 07.11.2018 - XII ZR 109/17, MDR 2019, 88, Rz 7 ff. und vom 19.12.2018 - XII ZR 14/18, MDR 2019, 214, Rz 7 ff.; ebenso Staudinger/Emmerich (2021) BGB, Vor § 535 Rz 44; BeckOK BGB/Zehelein, 71. Ed. 01.08.2024, BGB § 535 Rz 34).
Insofern unterscheidet sich der Streitfall von den Sachverhalten, die den Urteilen des BGH vom 07.11.2018 - XII ZR 109/17 (MDR 2019, 88) und vom 19.12.2018 - XII ZR 14/18 (MDR 2019, 214) zugrunde lagen.
- BGH, 19.12.2018 - XII ZR 14/18
Rechtliche Einordnung eines Vertrags über die Anbringung von Werbung auf mobilen …
Auszug aus BFH, 17.10.2024 - III R 33/22
Der BGH hat die Einordnung danach vorgenommen, ob es den Vertragsparteien nach ihrem im Vertrag zum Ausdruck gekommenen Willen auf den Erfolg einer einheitlichen und fortdauernden planmäßig erzielten Werbewirkung (BGH-Urteil vom 19.06.1984 - X ZR 93/83, Monatsschrift für Deutsches Recht --MDR-- 1985, 227, unter I.1.) oder auf die dauerhafte Bereitstellung der Werbefläche als solcher (BGH-Urteile vom 07.11.2018 - XII ZR 109/17, MDR 2019, 88, Rz 8 f. und vom 19.12.2018 - XII ZR 14/18, MDR 2019, 214, Rz 8 f.) ankommt.In der daneben geschuldeten und als Werkleistung anzusehenden Anbringung der Werbung sieht der BGH dabei keine vertragscharakteristische Leistung, sondern wendet die Vorschriften über den Mietvertrag an (BGH-Urteile vom 07.11.2018 - XII ZR 109/17, MDR 2019, 88, Rz 7 ff. und vom 19.12.2018 - XII ZR 14/18, MDR 2019, 214, Rz 7 ff.; ebenso Staudinger/Emmerich (2021) BGB, Vor § 535 Rz 44; BeckOK BGB/Zehelein, 71. Ed. 01.08.2024, BGB § 535 Rz 34).
Insofern unterscheidet sich der Streitfall von den Sachverhalten, die den Urteilen des BGH vom 07.11.2018 - XII ZR 109/17 (MDR 2019, 88) und vom 19.12.2018 - XII ZR 14/18 (MDR 2019, 214) zugrunde lagen.
- BFH, 29.06.2022 - III R 2/21
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Lizenzgebühren für synchronisierte …
Auszug aus BFH, 17.10.2024 - III R 33/22
Die gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für die zeitlich befristete Überlassung von Rechten nach § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) setzt subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert voraus, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition --ein Abwehrrecht-- besteht (Anschluss an die Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16; vom 19.12.2019 - III R 39/17 und vom 29.06.2022 - III R 2/21).Dadurch soll der unabhängig von der Art und Weise des für die Kapitalausstattung des Betriebs zu entrichtenden Entgelts erwirtschaftete ("objektivierte") Ertrag des Betriebs mittels Hinzurechnung eines "Finanzierungsanteils" als Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer erfasst werden; zudem soll die Vorschrift Gewinnverlagerungen entgegenwirken und die gewerbesteuerrechtliche Bemessungsgrundlage verbreitern (Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, Rz 26, m.w.N.; vom 19.12.2019 - III R 39/17, BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 32 und vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 17).
Denn eine Sachkapitalüberlassung kann nicht nur durch die Vermietung und Verpachtung von Wirtschaftsgütern, sondern auch durch die zeitlich befristete Überlassung von Rechten erfolgen; der einheitlich mit 25 % des zu zahlenden Entgelts pauschalierte Nettoertrag der befristeten Überlassung wird dabei als im nutzenden Gewerbebetrieb erwirtschaftet behandelt und mit Gewerbesteuer belastet (Senatsurteil vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 18, m.w.N.).
Rn. 26 aa) Rechte im Sinne des § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 GewStG sind Immaterialgüterrechte, das heißt subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition --ein Abwehrrecht-- besteht (Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, Rz 29, m.w.N.; vom 19.12.2019 - III R 39/17, BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 35 und vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 20).
- BFH, 17.08.2023 - III R 59/20
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für die Überlassung von …
Auszug aus BFH, 17.10.2024 - III R 33/22
Für die zivilrechtliche Typisierung des Vertragsverhältnisses ist maßgeblich, mit welchem Inhalt die Beteiligten das Vertragsverhältnis geregelt und tatsächlich durchgeführt haben (Senatsurteile vom 01.06.2022 - III R 56/20, BFHE 277, 397, BStBl II 2023, 875, Rz 24 und 31 sowie vom 17.08.2023 - III R 59/20, BFHE 281, 546, BStBl II 2024, 70, Rz 30).Bei einem entsprechenden Mietvertrag unterliegt dann das gesamte Entgelt der Hinzurechnung (Senatsurteil vom 17.08.2023 - III R 59/20, BFHE 281, 546, BStBl II 2024, 70, Rz 31).
Im ersten Fall kommt nur eine Hinzurechnung des Teils des Entgelts in Betracht, der auf die Gebrauchsüberlassung entfällt, im zweiten Fall scheidet eine Hinzurechnung insgesamt aus (vgl. Senatsurteile vom 23.03.2023 - III R 5/22, BFHE 279, 553, BStBl II 2023, 923, Rz 20 f. und vom 17.08.2023 - III R 59/20, BFHE 281, 546, BStBl II 2024, 70, Rz 32).
- BFH, 19.12.2019 - III R 39/17
Das Sortenschutzrecht ist ein Recht i.S. des § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 GewStG
Auszug aus BFH, 17.10.2024 - III R 33/22
Die gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für die zeitlich befristete Überlassung von Rechten nach § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) setzt subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert voraus, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition --ein Abwehrrecht-- besteht (Anschluss an die Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16; vom 19.12.2019 - III R 39/17 und vom 29.06.2022 - III R 2/21).Dadurch soll der unabhängig von der Art und Weise des für die Kapitalausstattung des Betriebs zu entrichtenden Entgelts erwirtschaftete ("objektivierte") Ertrag des Betriebs mittels Hinzurechnung eines "Finanzierungsanteils" als Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer erfasst werden; zudem soll die Vorschrift Gewinnverlagerungen entgegenwirken und die gewerbesteuerrechtliche Bemessungsgrundlage verbreitern (Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, Rz 26, m.w.N.; vom 19.12.2019 - III R 39/17, BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 32 und vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 17).
Rn. 26 aa) Rechte im Sinne des § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 GewStG sind Immaterialgüterrechte, das heißt subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition --ein Abwehrrecht-- besteht (Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, Rz 29, m.w.N.; vom 19.12.2019 - III R 39/17, BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 35 und vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 20).
- FG Hessen, 11.05.2022 - 8 K 365/17
Gewerbesteuer: Außenwerbung und gewerbesteuerliche Hinzurechnung
Auszug aus BFH, 17.10.2024 - III R 33/22
Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 11.05.2022 - 8 K 365/17 wird als unbegründet zurückgewiesen.das Urteil vom 11.05.2022 - 8 K 365/17 aufzuheben und die Klage abzuweisen.
- BFH, 25.10.2016 - I R 57/15
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Mietzinsen (Entgelt für die Überlassung …
Auszug aus BFH, 17.10.2024 - III R 33/22
Es hat unter Hinweis auf das zu einer Messedurchführungsgesellschaft ergangene BFH-Urteil vom 25.10.2016 - I R 57/15 (BFHE 255, 280, BStBl II 2022, 273, Rz 21) und unter Berücksichtigung der Eigenheiten des Geschäftsbetriebs der A GmbH angenommen, dass kein fiktives Anlagevermögen vorliegt, weil die Werbeflächen auf Werbeträgern an Premiumstandorten nicht dauerhaft dem Betrieb der A GmbH zu dienen bestimmt seien. - BFH, 25.07.2019 - III R 22/16
Keine gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung bei der Überlassung von Hotelzimmern …
Auszug aus BFH, 17.10.2024 - III R 33/22
Rn. 47 (1) Die Grundsätze, nach denen sich bestimmt, ob ein Wirtschaftsgut dem Anlagevermögen zuzuordnen wäre, hat der Senat im Urteil vom 25.07.2019 - III R 22/16 (BFHE 265, 386, BStBl II 2020, 51, Rz 21 ff., m.w.N.) und im Beschluss vom 23.03.2022 - III R 14/21 (BFHE 276, 182, BStBl II 2022, 559, Rz 18 ff.) ausführlich dargestellt. - BGH, 19.06.1984 - X ZR 93/83
Verpflichtung zum Aushang von Werbeplakaten
- BFH, 03.08.2005 - I R 94/03
Zeitpunkt der Aktivierung von Forderungen - Auslegung von Verträgen obliegt dem …
- BGH, 26.03.2008 - X ZR 70/06
Rechtsnatur eines Vertrages über die Abstrahlung von Werbevideos; Rechtsfolgen …
- BFH, 23.03.2022 - III R 14/21
Keine gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für eine …
- BFH, 05.12.2019 - II R 37/18
Dem Verkäufer vorbehaltene Nutzungen als grunderwerbsteuerrechtliche …
- BFH, 30.01.2019 - II R 26/17
Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 16.01.2019 II R 19/16 - …
- BFH, 20.06.2017 - X R 38/16
Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistungen: Verklammerung zweier …
- BFH, 01.06.2022 - III R 56/20
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Mieten für Mehrwegbehältnisse im Handel
- BFH, 12.10.2023 - III R 39/21
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Mieten für Standflächen bei …
- BFH, 23.07.1957 - I 50/55 U
Verbösernde Gesetzesrückwirkung - Rechtsnatur von Zeit-Frachtverträge
- BFH, 16.05.2013 - III R 8/11
Kindergeld für einen polnischen Saisonarbeitnehmer
- BFH, 05.02.2015 - III R 40/09
Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 - Kumulierung von Ansprüchen auf Familienleistungen …
- BFH, 28.05.2013 - XI R 38/11
Kindergeldanspruch bei Erwerbstätigkeit des Kindes mit Zuwarten auf den Beginn …
- BFH, 24.07.2013 - XI R 8/12
Zum Monatsprinzip bei der Kindergeldberechtigung von auf Antrag unbeschränkt …
- BFH, 26.02.2026 - IV R 26/23
Hinzurechnung von Entgelt für DDR-Wasserbezugsrecht
Zudem soll die Vorschrift Gewinnverlagerungen entgegenwirken und die gewerbesteuerrechtliche Bemessungsgrundlage verbreitern (z.B. BFH-Urteile vom 19.12.2019 - III R 39/17, BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 32; vom 17.10.2024 - III R 33/22, BFHE 286, 459, BStBl II 2025, 318, Rz 23).Rn. 18 Rechte im Sinne von § 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG sind Immaterialgüterrechte, also subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition --ein Abwehrrecht-- besteht (BFH-Urteile vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 20; vom 23.02.2023 - IV R 37/18, BFHE 280, 300, BStBl II 2023, 917, Rz 33; vom 17.10.2024 - III R 33/22, BFHE 286, 459, BStBl II 2025, 318, Rz 26).
Ungeschützte Positionen, die kein Abwehrrecht gegenüber nicht berechtigten Personen gewähren, so dass Letztere von der Nutzung nicht ausgeschlossen werden können, werden nicht vom Begriff des Rechts in § 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG umfasst (BFH-Urteile vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, BStBl II 2024, 768, Rz 30; vom 23.02.2023 - IV R 37/18, BFHE 280, 300, BStBl II 2023, 917, Rz 34; vom 17.10.2024 - III R 33/22, BFHE 286, 459, BStBl II 2025, 318, Rz 26).
- FG Berlin-Brandenburg, 27.05.2026 - 10 K 10031/23
Keine gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Vertriebslizenzen/Durchleitungsrechten
Rn. 35 Der hinzugerechnete Anteil wird für gewerbesteuerliche Zwecke als in dem betreffenden Gewerbebetrieb erwirtschaftet angesehen (BFH-Urteil vom 17. Oktober 2024, III R 33/22, BStBl. II 2025, 318 Rz. 24;… BFH-Urteil vom 29. Juni 2022, III R 2/21, BStBl. II 2024, 477, Rz. 18).Erfasst sind danach insbesondere gewerbliche Schutzrechte wie Urheberrechte oder Rechte nach dem Sortenschutzgesetz (BFH-Urteil vom 17. Oktober 2024, III R 33/22, BStBl. II 2025, 318 Rz. 26).
Rn. 37 Überlassung bezeichnet die durch einen Rechtsakt erfolgende Einräumung von sich aus einem Recht ergebenden Befugnissen (oder Teilen von Befugnissen) durch eine andere Person oder die Einräumung von zeitlich begrenzten Nutzungsrechten (BFH-Urteil vom 17. Oktober 2024, III R 33/22, BStBl. II 2025, 318 Rz. 27).
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