Rechtsprechung
| BGH, 07.10.1976 - III ZR 110/74 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Honorarforderung wegen anwaltlicher Tätigkeit - Vertragswidriges Verhalten eines Anwalts - Kündigung eines Auftrags durch ein vertragswidriges Verhalten
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1977, 476
- VersR 1977, 421
- WM 1977, 369
Wird zitiert von ... (20) Zitiert selbst (6)
- BGH, 14.01.1975 - VI ZR 102/74
Rechtsanwalt - Mögliche Schädigungen - Fachkundigkeit - Sorgfaltspflicht
Auszug aus BGH, 07.10.1976 - III ZR 110/74
Das Verhalten der Kläger und das der für sie in dem Termin handelnden Rechtsanwältin, für das sie nach § 278 BGB eintreten müssen, muß deshalb danach beurteilt werden, wie sich ihnen bei Anwendung der erforderlichen Sorgfalt (§ 276 BGB) die Sach- und Rechtslage auf Grund dieser Instruktion darstellte (vgl. BGH VersR 1975, 425, 426).Der Prozeßbevollmächtigte muß sein Verhalten so einrichten, daß er auch den Eintritt solcher Schäden vermeidet, die nur ein Rechtskundiger voraussieht (BGH VersR 1975, 425).
- BGH, 25.06.1974 - VI ZR 18/73
Rechtsanwalt - Haftung - Hinweisbeachtung - Unhaltbarkeit
Auszug aus BGH, 07.10.1976 - III ZR 110/74
Als das Landgericht anregte, den Rechtsstreit, soweit es den Unterlassungsantrag betreffe, "aus praktischen und wirtschaftlichen Erwägungen" und weil "dem Beklagten als Ausrichter der Olympischen Spiele die - möglicherweise ungerechtfertigte - Förderung eines Wettbewerbers nicht angelegen sein könne" (Urteil des Landgerichts im Vorprozeß S. 18), durch Abgabe einer Unterlassenserklärung zu erledigen, hatte die Terminsvertreterin zwar zu berücksichtigen, daß ein Rechtsanwalt seine Prozeßerklärungen solchen gerichtlichen Hinweisen insbesondere dann anpassen muß, wenn er sein Verhalten so einrichten kann, daß er sowohl die berechtigten Interessen des Mandanten wahrt als auch gleichzeitig der Anregung des Gerichts Rechnung trägt (BGH VersR 1974, 1108, 1109). - BGH, 19.04.1967 - VIII ZR 46/65
Wiedereinsetzung. Begriff des Vertreters
Auszug aus BGH, 07.10.1976 - III ZR 110/74
Der Aufgabenbereich eines Rechtsanwalts wird durch den Inhalt des ihm erteilten Auftrags bestimmt (BGH NJW 1967, 1567, 1568).
- BGH, 25.05.1962 - I ZR 181/60
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 07.10.1976 - III ZR 110/74
Die uneingeschränkte Übernahme eines solchen Strafgedinges ist zwar in Wettbewerbsprozessen notwendig, wenn eine Wiederholungsgefahr ausgeräumt werden soll (BGHZ 1, 241, 248; BGH GRUR 1959, 31, 33; DB 1964, 259; NJW 1962, 1390, 1392). - BGH, 06.03.1951 - I ZR 40/50
Übertragung eines Warenzeichens
Auszug aus BGH, 07.10.1976 - III ZR 110/74
Die uneingeschränkte Übernahme eines solchen Strafgedinges ist zwar in Wettbewerbsprozessen notwendig, wenn eine Wiederholungsgefahr ausgeräumt werden soll (BGHZ 1, 241, 248; BGH GRUR 1959, 31, 33; DB 1964, 259; NJW 1962, 1390, 1392). - BGH, 29.04.1958 - I ZR 56/57
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 07.10.1976 - III ZR 110/74
Die uneingeschränkte Übernahme eines solchen Strafgedinges ist zwar in Wettbewerbsprozessen notwendig, wenn eine Wiederholungsgefahr ausgeräumt werden soll (BGHZ 1, 241, 248; BGH GRUR 1959, 31, 33; DB 1964, 259; NJW 1962, 1390, 1392).
- BGH, 29.09.2011 - IX ZR 170/10
Rechtsanwaltsvertrag: Vergütungsanspruch bei Kündigung des Mandatsverhältnisses …
Nach dieser Vorschrift, die durch die Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung und damit auch das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz nicht ausgeschlossen wird (vgl. BGH, Urteil vom 7. Oktober 1976 - III ZR 110/74, WM 1977, 369, 371; vom 8. Oktober 1981 - IX ZR 190/79, NJW 1982, 437, 438), steht dem Dienstverpflichteten, der den Dienstvertrag kündigt, ohne durch vertragswidriges Verhalten des anderen Teils dazu veranlasst zu sein, ein Anspruch auf die Vergütung insoweit nicht zu, als seine bisherigen Leistungen infolge der Kündigung für den anderen Teil kein Interesse haben.Die Aufwendungen für den zuerst bestellten Prozessbevollmächtigten sind dann für den Auftraggeber nutzlos geworden, der Vergütungsanspruch geht unter (BGH, Urteil vom 7. Oktober 1976 aaO;… vom 8. Oktober 1981 aaO; vom 7. Juni 1984 - III ZR 37/83, NJW 1985, 41; vom 17. Oktober 1996 - IX ZR 37/96, NJW 1997, 188, 189;… vom 8. November 2007 - IX ZR 5/06, BGHZ 174, 186 Rn. 17).
- BGH, 08.10.1981 - III ZR 190/79
Begründung von Nebenpflichten durch den Anwaltsvertrag - Kündigung des …
Die Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung schließt die Anwendung dieser Vorschriften nicht aus (…Gerold/Schmidt BRAGO 7. Aufl. § 13 Rdn. 46;… Riedel/Sußbauer BRAGO 4. Aufl.§ 13 Rdn. 41; vgl. auch Senatsurteil vom 7. Oktober 1976 - III ZR 110/74 = LM BGB § 665 Nr. 11 = WM 1977, 369, 371).Das führt zum Untergang des Vergütungsanspruchs, ohne daß es einer Aufrechnung des Auftraggebers mit Gegenforderungen bedarf (Senatsurteil vom 7. Oktober 1976 aaO;… Riedel/Sußbauer a.a.O. § 13 Rdn. 46).
- BGH, 07.06.1984 - III ZR 37/83
Annehmung der Interessen eines Dritten gegen den Auftraggeber eines Rechtsanwalts
- BGH, 09.11.2017 - IX ZR 270/16
Rechtsanwaltshaftung: Steuernachzahlung als ersatzfähiger Schaden bei …
Gerade bei qualifizierten Dienstleistungen wie einer Rechtsberatung muss der Beauftragte stets auch auf den Sinn der ihm erteilten Weisungen achten, damit dem Mandanten nicht durch äußerlich zwar dem Auftrag entsprechende, der Sache nach aber nicht gebotene Schritte Nachteile entstehen (BGH, Urteil vom 7. Oktober 1976 - III ZR 110/74, VersR 1977, 421, 422;… vom 20. März 1984, aaO). - BGH, 26.09.2013 - IX ZR 51/13
Rechtsanwaltsvertrag: Vergütungsanspruch bei Vornahme der vom Anwalt abgelehnten …
Hat der Dienstverpflichtete aber durch vertragswidriges Verhalten die Kündigung des Auftraggebers veranlasst, so steht ihm nach der Vorschrift des § 628 Abs. 1 Satz 2 Fall 2 BGB, die durch das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz nicht ausgeschlossen wird (BGH…, Urteil vom 29. September 2011 - IX ZR 170/10, WM 2011, 2110 Rn. 13; vgl. ferner BGH, Urteil vom 7. Oktober 1976 - III ZR 110/74, WM 1977, 369, 371; vom 8. Oktober 1981 - III ZR 190/79, NJW 1982, 437, 438 jeweils zur Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung), ein Anspruch auf die Vergütung nicht zu, soweit seine bisherigen Leistungen infolge der Kündigung für den anderen Teil kein Interesse mehr haben.Rn. 10 3. Ein vertragswidriges, die Kündigung des Vertragspartners veranlassendes Verhalten im Sinne des § 628 Abs. 1 Satz 2 BGB setzt eine schuldhafte Verletzung einer Vertragspflicht voraus (vgl. BGH, Urteil vom 7. Oktober 1976, aaO;… vom 8. Oktober 1981, aaO; vom 7. Juni 1984 - III ZR 37/83, NJW 1985, 41;… vom 30. März 1995, aaO;… vom 29. März 2011, aaO Rn. 13;… MünchKomm-BGB/Henssler, 6. Aufl., § 628 Rn. 17).
- OLG Rostock, 12.08.2008 - 1 U 157/08
Anwaltsvertrag: Vergütungsanspruch bei Kündigung des Anwaltsvertrages wegen …
Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz schließt die Anwendung dieser Vorschriften nicht aus (BGH, NJW 1982, 437; WM 1977, 369, 371).Das führt zum Untergang des Vergütungsanspruchs, ohne dass es einer Aufrechnung des Auftraggebers mit Gegenforderungen bedarf (BGH, VersR 1982, 143; 1984, 985, WM 1977, 369).
- BGH, 28.06.1990 - IX ZR 209/89
Zurückhalten von Sachvortrag durch den Prozeßbevollmächtigten; Haftung des …
Soweit eine stärkere Bindung des Prozeßbevollmächtigten an einen schon vom Verkehrsanwalt vorformulierten Klageabweisungsantrag angenommen worden ist (BGH, Urt. v. 7. Oktober 1976 - III ZR 11O/74, VersR 1977, 421, 422), ist eine solche Rücksichtnahme auf das gewünschte Ziel der Rechtsverfolgung selbst nicht vergleichbar mit der hier maßgeblichen Frage, welcher Weg am zweckmäßigsten dahin führt. - OLG Karlsruhe, 08.03.1994 - 3 U 45/93
Vergütungsanspruch des Rechtsanwalts trotz Mandatsniederlegung
Zwar ist anerkannt, dass der Rechtsanwalt den Weisungen des Mandanten nicht "blindlings" folgen muss (BGH VersR 1977, 421, 422; BGH NJW 1985, 42, 43;… Vollkommer, a.a.O. Rdnr. 194). - BGH, 30.03.1995 - IX ZR 182/94
Gebührenanspruch des Prozeßbevollmächtigten nach Notwendigkeit der Mandatierung …
c) Ein vertragswidriges, die Kündigung des Vertragspartners veranlassendes Verhalten im Sinne des § 628 Abs. 1 Satz 2 BGB setzt eine schuldhafte Verletzung einer Vertragspflicht voraus (vgl. BGH, Urt. v. 7. Oktober 1976 - III ZR 110/74, WM 1977, 369, 371;… v. 8. Oktober 1981 - III ZR 190/79, aaO.; v. 7. Juni 1984 - III ZR 37/83, NJW 1985, 41 [BGH 07.06.1984 - III ZR 37/83];… Staudinger/Neumann, BGB 12. Aufl. § 628 Rdnr. 25; Pabst MDR 1978, 449, 450 f). - BGH, 20.07.2006 - IX ZR 47/04
Pflichten des Prozessanwalts bei Unklarheit des erteilten Auftrags
Grundsätzlich kann sich der Prozessanwalt zwar darauf verlassen, dass der ihm vom Verkehrsanwalt überlassene Schriftsatzentwurf zuvor mit dem Mandanten besprochen worden ist und dessen Begehren zutreffend wiedergibt (vgl. BGH, Urt. v. 7. Oktober 1976 - III ZR 110/74, WM 1977, 369, 370). - OLG Düsseldorf, 21.04.2009 - 24 U 48/08
Beweiskraft einer Privaturkunde bei Möglichkeit der Fälschung
- BGH, 24.03.1983 - III ZR 116/82
Annahme oder Nichtannahme einer Revision hinsichtlich grundsätzlicher Bedeutung …
- OLG Schleswig, 14.12.2006 - 11 U 21/06
Schadensersatz gegen Rechtsanwalt nach Vergleichsschluss
- KG, 12.10.2001 - 15 U 6025/00
Pflicht eines Rechtsanwalts zur Erteilung von Auskünften und Berichten
- BGH, 20.03.1984 - VI ZR 154/82
Pflicht des Auftragnehmers bei Erteilung des Auftrags aufgrund besonderer …
- OLG Düsseldorf, 15.07.2008 - 24 U 224/07
"Auflösungsverschulden" des Mandanten für die Kündigung des …
- BGH, 12.01.1978 - III ZR 53/76
- BGH, 30.10.1984 - IX ZR 6/84
Verletzung von Pflichten aus einem Anwaltsvertrag - Anspruch auf Schadensersatz - …
- AG Bonn, 30.12.2021 - 106 C 68/21
Mandatskündigung, Gebührenanspruch, Rückzahlung
- AG Gernsbach, 18.03.2011 - 1 C 206/09
Es besteht kein Anspruch auf Rechtsanwaltsvergütung bei Veranlassung der …
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Rechtsprechung
| BGH, 16.12.1976 - III ZR 3/74 |
Einfuhrstelle
Weisung, § 839 BGB, Amtspflicht, Art. 34 GG, Passivlegitimation
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Schuldhafte Verletzung einer Amtspflicht durch die Anweisung zur Ablehnung einer Einfuhrgenehmigung - Festsetzung eines bei Einfuhr zu erhebenden Abschöpfungsbetrages - Schadensersatz wegen einer Amtspflichtverletzung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1977, 713
- MDR 1977, 476
- VersR 1977, 522
- DVBl 1977, 496
Wird zitiert von ... (21) Zitiert selbst (7)
- BGH, 12.12.1974 - III ZR 76/70
Amtspflichten eines Bundesministers bei der Durchführung außenwirtschaftlicher …
Auszug aus BGH, 16.12.1976 - III ZR 3/74
Insoweit wird auf die Ausführungen im Senatsurteil BGHZ 63, 319, 322 bis 327 Bezug genommen.Soweit sie in der Folgezeit die ausgefallenen Einfuhren nachgeholt hat, steht ihr ein Ersatzanspruch wegen entgangenen Gewinns jedenfalls in Höhe der tatsächlich entrichteten Abschöpfung zu (vgl. das angeführte Senatsurteil unter IV der Entscheidungsgründe, insoweit nicht in BGHZ 63, 319, aber in NJW 1975, 491, 493 abgedruckt).
Die Ablehnung der Einfuhrlizenzen war zwar im Verhältnis zu der Klägerin als Antragstellerin objektiv gesetzwidrig (Senatsurteil BGHZ 63, 319, 324/5), behördenintern jedoch pflichtmäßig.
Dieser Bindung unterliegt die Einfuhrstelle auch als Marktordnungsstelle für den EG-Getreidemarkt jedenfalls insoweit, als die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft zur Abwehr einer Marktstörung Schutzmaßnahmen gem. Art. 22 Abs. 1 VO Nr. 19/62 (Getreide) des Rats der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft vom 4. April 1962 (ABlEG 933/62) nach Maßgabe des jeweiligen nationalen Rechts (dazu BGHZ 63, 319, 322) durchführen.
Der bestehende Rechtsanspruch der Importeure konnte nur durch eine Schutzmaßnahme in Gestalt einer unter Mitwirkung des Parlaments geschaffenen Rechtsnorm beseitigt werden; eine Einfuhrbeschränkung durch Verwaltungsakt war nicht zulässig (BGHZ 63, 319, 325/6).
- BGH, 10.07.1975 - III ZR 75/72
Frage der Amtspflichtverletzung bei negativer Entscheidung über …
Auszug aus BGH, 16.12.1976 - III ZR 3/74
Eine Haftung der Einfuhrstelle als bundeseigener selbständiger Anstalt des öffentlichen Rechts (Senatsurteil BGHZ 65, 155, 157) scheidet aus, weil entweder ihre Bediensteten im Sinne von § 839 BGB nicht amtspflichtwidrig handelten oder für eine Amtspflichtverletzung dieser Bediensteten nicht die Einfuhrstelle einzustehen hätte (Art. 34 GG).Ein solches Weisungsrecht ist auch deshalb gerechtfertigt, weil der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als der für den Erlaß der (erforderlichen) Rechtsverordnung in erster Linie verantwortliche Fachminister (vgl. § 9 Abs. 2, 3 DurchfG zu VO Nr. 19/62 - Getreide -) auch in der Lage sein muß, einstweilige Regelungen zum Schutz des nationalen Marktes auf dem Verwaltungsweg zu treffen (vgl. Senatsurteil BGHZ 65, 155, 168/9).
- BGH, 21.05.1959 - III ZR 7/58
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 16.12.1976 - III ZR 3/74
Wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 21. Mai 1959 - III ZR 7/58 = DVBl 1959, 623 ausgesprochen hat, bindet das geltende Recht den Amtsträger grundsätzlich auch dann an die Weisung seines Vorgesetzten, wenn die Verwirklichung dieses Befehls eine Außenpflicht des Staates verletzt, ausgenommen den Fall, daß die Ausführung erkennbar den Strafgesetzen zuwiderlaufen würde.Befolgt der Angewiesene die ihn bindende Anordnung, so verletzt er seine Amtspflichten nicht (…zust. Rupp, Grundfragen der heutigen Verwaltungslehre, 1965, S. 48, 49;… Bender, Staatshaftungsrecht 2. Aufl. Rdn. 491; Wolff;… VerwR I 9. Aufl. § 64 I b 4 S. 560; abl. Arndt, NJW 1959, 1629).
- BGH, 06.03.1975 - II ZR 80/73
Ermächtigung eines Gesamtvertreters zum alleinigen Handeln für die Gesellschaft
Auszug aus BGH, 16.12.1976 - III ZR 3/74
Bestehe ein Rechtsanspruch des Bürgers auf ein bestimmtes Verwaltungshandeln, so obliege die damit korrespondierende Rechtspflicht dem Amtsträger als Amtspflicht im Sinne von § 839 BGB (…Dagtoglou, Bonner Kommentar Art. 34 GG - Zweitbearbeitung - Rdn. 142 ff, 152; ders. JZ 1975, 446; Menger VerwA Bd. 51 [1960] S. 72, 73; Papier, DVBl 1972, 603 m.w.Nachw.). - BVerwG, 15.02.1973 - I WB 147.71
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 16.12.1976 - III ZR 3/74
Könnte hiernach eine Weisung den Unrechtstatbestand der Amtspflichtverletzung nicht beseitigen, so würde sie doch die Passivlegitimation auf die Anstellungskörperschaft des anweisenden Beamten verschieben (Ossenbühl, Verwaltungsvorschriften und Grundgesetz S. 489, 490;… Dagtoglou, Bonner Kommentar a.a.O. Rdn. 145 m.w.Nachw.;… Bender a.a.O. Rdn. 493; vgl. auch BVerwGE 46, 78, 80). - EuGH, 14.07.1967 - 5/66
Kampffmeyer u.a. / Kommission EWG
Auszug aus BGH, 16.12.1976 - III ZR 3/74
In einem weiteren Verfahren hat der Gerichtshof mit Urteil vom 14. Juli 1967 (EuR 1967, 337 = NJW 1967, 1722) eine Haftung der Gemeinschaft zugunsten der Klägerin dem Grunde nach bejaht unter dem Vorbehalt, daß die Klägerin die Entscheidung der zuständigen Gerichte der Bundesrepublik Deutschland über ihre Schadensersatzklage gegen die Bundesrepublik vorlege und urkundlich nachweise, daß sie den Verwaltungsrechtsweg erschöpft habe, um die Rückerstattung der ohne rechtliche Verpflichtung als Abschöpfung an die Finanzkasse der Bundesrepublik Deutschland gezahlten Beträge zu erreichen. - EuGH, 01.07.1965 - 106/63
Alfred Toepfer und Firma Getreide-Import-Gesellschaft gegen Kommission der …
Auszug aus BGH, 16.12.1976 - III ZR 3/74
Der (u.a.) von der Klägerin angerufene Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (im folgenden: Gerichtshof) hat durch Urteil vom 1. Juli 1965 die Entscheidung der Kommission vom 3. Oktober 1963 aufgehoben, weil die materiellen Voraussetzungen des Art. 22 VO Nr. 19/62 (Getreide) nicht vorgelegen hätten (verbundene Rechtssachen 106 und 107/63, veröffentlicht in EuGHE XI 547 = NJW 1965, 1687).
- BGH, 15.08.2019 - III ZR 18/19
Remonstrationspflicht als Amtspflicht hinsichtlich Obliegenheit eines Beamten …
Rn. 23 Ein Beamter, der aufgrund einer ihn bindenden Weisung einer vorgesetzten Stelle eine - objektiv - rechtswidrige Maßnahme trifft, handelt nicht amtspflichtwidrig (st. Rspr.;… s. nur Senat, Urteile vom 16. April 2015 - III ZR 333/13, BGHZ 205, 63 Rn. 18; vom 7. Februar 1985 - III ZR 212/83, NVwZ 1985, 682, 683; vom 16. Dezember 1976 - III ZR 3/74, NJW 1977, 713 und vom 21. Mai 1959 - III ZR 7/58, NJW 1959, 1629, 1630;… Beschluss vom 11. Dezember 2008 - III ZR 216/07, NVwZ-RR 2009, 363 Rn. 5;… s. auch BeckOGK/Dörr aaO Rn. 170, 478, 599; jew. mwN). - BGH, 13.06.1985 - 4 StR 213/85
Kreditkarte - § 263 StGB, konkrete Vermögensgefährdung, zur Annahme eines …
Die Revision beruft sich hierfür auf die Entscheidung BGHSt 24, 386 ff, in welcher der Bundesgerichtshof - entgegen der überwiegenden Meinung im Schrifttum (…vgl. Lackner in LK 10. Aufl. § 263 StGB Rdn. 320 ff;… Hübner in LK 10. Aufl. § 266 StGB Rdn. 38;… Cramer in Schönke/ Schröder 21. Aufl. § 267 StGB Rdn. 29, 50;… Dreher/Tröndle 42. Aufl. § 266 StGB Rdn. 6 a; Otto, Bargeldloser Zahlungsverkehr und Strafrecht S. 100, 101, jeweils m. w. Nachw.) - die Zahlung mit einem von einem Geldinstitut durch Scheckkarte garantierten ungedeckten Scheck als Betrug gewertet hat, weil in einem solchen Fall der Aussteller dem Schecknehmer durch schlüssiges Handeln eine in Wahrheit nicht vorhandene Deckung vortäusche und dadurch bei diesem einen entsprechenden Irrtum hervorrufe (vgl. auch OLG Köln NJW 1977, 713; OLG Hamburg NJW 1983, 768 [OLG Hamburg 04.11.1981 - 1 Ss 177/81]). - BGH, 26.02.2015 - III ZR 204/13
Keine Schadensersatzansprüche wegen der Untersagung der Sportwettenvermittlung
Rn. 14 Allerdings teilt der Senat nicht die Auffassung der Vorinstanz, die davon ausgegangen ist, der Erlass vom 31. März 2006 habe eine Weisung dargestellt, die eine Haftungsverlagerung von den Kommunen als örtliche Ordnungsbehörden auf das beklagte Land bewirkt habe (vgl. dazu z.B. Senatsurteile vom 21. Mai 1959 - III ZR 7/58, NJW 1959, 1629, 1630; vom 16. Dezember 1976 - III ZR 3/74, NJW 1977, 713; vom 7. Februar 1985 - III ZR 212/83, NVwZ 1985, 682, 683 …und vom 11. Dezember 2008 - III ZR 216/07, VersR 2009, 930 Rn. 5).
- BGH, 16.04.2015 - III ZR 333/13
Keine Schadensersatzansprüche wegen der Untersagung der Sportwettenvermittlung
Rn. 18 a) Zwar ist es richtig, dass ein Beamter, der aufgrund einer ihn bindenden Weisung einer vorgesetzten Stelle eine - objektiv - rechtswidrige Maßnahme trifft, nicht amtspflichtwidrig handelt (ständige Rechtsprechung z.B. Senatsurteile vom 21. Mai 1959 - III ZR 7/58, NJW 1959, 1629, 1630; vom 16. Dezember 1976 - III ZR 3/74, NJW 1977, 713; vom 7. Februar 1985 - III ZR 212/83, NVwZ 1985, 682, 683 …und vom 11. Dezember 2008 - III ZR 216/07, VersR 2009, 930 Rn. 5). - OLG Hamm, 03.05.2013 - 11 U 88/11
Schadensersatz; Ordnungsverfügung; Annahmestellen für Sportwetten
Liegt eine solche bindende Weisung vor, trifft die Haftung die Anstellungskörperschaft des anweisenden Beamten, die durch die Erteilung der Weisung zugleich die Verantwortung für die Gesetzmäßigkeit des Verwaltungshandelns übernimmt (st. Rspr. des BGH, vgl. grundlegend: BGH, NJW 1959, 1629 f.; im Anschluss: BGH NJW 1977, 713/714 - betrifft Weisungen des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an die Einfuhrstelle; BGH NVwZ-RR 1991, 171 - betrifft Weisung des Berliner Senators für Bau- und Wohnungswesen; BGH…, Beschluss vom 11.12.2008, III ZR 216/07, zitiert nach juris Rn. 5;… vgl. auch: Palandt/Sprau, BGB, 72. Aufl., § 839 Rn. 30).Das Vorliegen einer Weisung führt dazu, dass ein Teil der Zuständigkeit und der Amtspflichten auf die anweisende Behörde übergeht und es damit zugleich bei der nach außen handelnden (angewiesenen) Behörde an einer objektiv amtspflichtwidrigen Handlung fehlt (BGH, NJW 1977, 713; OLG Brandenburg…, Urteil vom 17.07.2007, 2 U 26/06, zitiert nach juris Rn. 32 m.w.N.).
Rn. 151 a)Wie bereits unter A. III. 1. dargestellt, trägt im Falle einer bindenden Weisung nicht die Angewiesene, sondern die Anstellungskörperschaft des anweisenden Beamten haftungsrechtliche Verantwortlichkeit, da das Vorliegen einer Weisung dazu führt, dass ein Teil der Zuständigkeit und der Amtspflichten auf die anweisende Behörde übergeht und es damit zugleich bei der nach außen handelnden (angewiesenen) Behörde an einer objektiv amtspflichtwidrigen Handlung fehlt (BGH, NJW 1977, 713 ; OLG Brandenburg…, Urteil vom 17.07.2007, 2 U 26/06, zitiert nach juris Rn. 32 m.w.N.), so dass die Passivlegitimation auf die Anstellungskörperschaft des anweisenden Beamten übergeht (vgl. nur: BGH, VersR 1985, 588 m.w.N.; OLG Brandenburg…, Urteil vom 17.07.2007, 2 U 26/06, zitiert nach juris Rn. 30 m.w.N.).
Eine Remonstrationspflicht des Angewiesenen kommt in Betracht, wenn die Ausführung der Weisung erkennbar den Strafgesetzen zuwiderlaufen würde (BGH, NJW 1977, 713 mit Verweis auf: BGH, NJW 1959, 1629), was hier nicht der Fall war.
- OLG Bremen, 23.01.2019 - 1 U 25/18
Amtshaftungsansprüche wegen Ablehnung der Übernahme eines angestellten Lehrers in …
Denn die Annahme, eine Weisung beseitige den Tatbestand der Amtspflichtverletzung des angewiesenen Beamten, beruht auf der Prämisse, dass die Amtshaftung nur an das persönliche Fehlverhalten des Beamten anknüpft, mit der Folge, dass ein nach außen rechtswidriges Handeln dann keine Amtspflichtverletzung darstellt, wenn der Beamte auch nur dienstrechtlich hierzu gehalten war (zweifelnd insoweit noch BGH, Urteil vom 16.12.1976 - III ZR 3/74, juris Rn. 27, NJW 1977, 398). - OVG Nordrhein-Westfalen, 30.06.2005 - 20 A 3988/03
Berücksichtigung von Wasserschutzgebietsverordnungen bei …
Rn. 59 Vgl. BGH, Urteil vom 16. Dezember 1976 - III ZR 3/74 -, NJW 1977, 713; Papier in: Münchener Kommentar zum BGB, 4. Aufl., § 839 Rdnr. 210. - OLG Hamm, 14.06.2013 - 11 U 89/11
Haftung der kommunalen Gebietskörperschaften wegen des Verbots der Annahme von …
Liegt eine solche bindende Weisung vor, trifft die Haftung die Anstellungskörperschaft des anweisenden Beamten, die durch die Erteilung der Weisung zugleich die Verantwortung für die Gesetzmäßigkeit des Verwaltungshandelns übernimmt (st. Rspr. des BGH, vgl. grundlegend: BGH, NJW 1959, 1629 f.; im Anschluss: BGH NJW 1977, 713/714 - betrifft Weisungen des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an die Einfuhrstelle; BGH NVwZ-RR 1991, 171 - betrifft Weisung des Berliner Senators für Bau- und Wohnungswesen; BGH…, Beschluss vom 11.12.2008, III ZR 216/07, zitiert nach juris Rn. 5;… vgl. auch: Palandt/Sprau, BGB, 72. Aufl., § 839 Rn. 30).Das Vorliegen einer Weisung führt dazu, dass ein Teil der Zuständigkeit und der Amtspflichten auf die anweisende Behörde übergeht und es damit zugleich bei der nach außen handelnden (angewiesenen) Behörde an einer objektiv amtspflichtwidrigen Handlung fehlt (BGH, NJW 1977, 713 ; OLG Brandenburg…, Urteil vom 17.07.2007, 2 U 26/06, zitiert nach juris Rn. 32 m.w.N.).
Eine Remonstrationspflicht des Angewiesenen kommt in Betracht, wenn die Ausführung der Weisung erkennbar den Strafgesetzen zuwiderlaufen würde (BGH, NJW 1977, 713 mit Verweis auf: BGH, NJW 1959, 1629), was hier nicht der Fall war.
- OLG Hamm, 03.05.2013 - 11 U 22/11
Passivlegitimation bei Amtshaftungsklagen wegen Ordnungsverfügungen gegen …
Liegt eine solche bindende Weisung vor, trifft die Haftung die Anstellungskörperschaft des anweisenden Beamten, die durch die Erteilung der Weisung zugleich die Verantwortung für die Gesetzmäßigkeit des Verwaltungshandelns übernimmt (st. Rspr. des BGH, vgl. grundlegend: BGH, NJW 1959, 1629 f.; im Anschluss: BGH NJW 1977, 713/714 - betrifft Weisungen des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an die Einfuhrstelle; BGH NVwZ-RR 1991, 171 - betrifft Weisung des Berliner Senators für Bau- und Wohnungswesen; BGH…, Beschluss vom 11.12.2008, III ZR 216/07, zitiert nach juris Rn. 5;… vgl. auch: Palandt/Sprau, BGB, 72. Aufl., § 839 Rn. 30;… Kluth, in: Wolff/Bachhof/Stober, Verwaltungsrecht Bd. 2, § 67 Rn. 65).Das Vorliegen einer Weisung führt dazu, dass ein Teil der Zuständigkeit und der Amtspflichten auf die anweisende Behörde übergeht und es damit zugleich bei der nach außen handelnden (angewiesenen) Behörde an einer objektiv amtspflichtwidrigen Handlung fehlt (BGH, NJW 1977, 713; OLG Brandenburg…, Urteil vom 17.07.2007, 2 U 26/06, zitiert nach juris Rn. 32 m.w.N.).
Eine Remonstrationspflicht des Angewiesenen kommt in Betracht, wenn die Ausführung der Weisung erkennbar den Strafgesetzen zuwiderlaufen würde (BGH, NJW 1977, 713 mit Verweis auf: BGH, NJW 1959, 1629), was hier nicht der Fall war.
- BGH, 07.02.1985 - III ZR 212/83
Haftungsausfüllende Kausalität bei rechtswidriger Rücknahme einer Baugenehmigung
Führt jedoch ein Beamter eine ihn bindende aber gesetzwidrige Weisung der übergeordneten Behörde zum Nachteil des Bürgers aus, so trifft die Verantwortlichkeit (Art. 34 GG) jedenfalls nicht die Anstellungskörperschaft des angewiesenen Beamten, wie der Senat im Urteil vom 16. Dezember 1976 (III ZR 3/74 = NJW 1977, 713 [BGH 16.12.1976 - III ZR 3/74]) dargelegt hat (s. auch BGHZ 63, 319, 324;… Rüfner in Erichsen/Martens Allg. VerwR 6. Aufl. S. 467 Fn. 36).Könnte hiernach eine Weisung den Unrechtstatbestand der Amtspflichtverletzung nicht beseitigen, so würde sie doch die Passivlegitimation auf die Anstellungskörperschaft des anweisenden Beamten verschieben (Senatsurteil vom 16. Dezember 1976 a.a.O. m.w.Nachw.).
- LG Bochum, 09.09.2011 - 5 O 156/10
Schadensersatzbegehren eines Buchmachers auf Grundlage der Amtshaftung wegen …
- LG Bochum, 09.09.2011 - 5 O 5/11
Schadensersatzanspruch eines Sportwettenvermittlers gegen Land oder Stadt wegen …
- VG Düsseldorf, 16.08.2011 - 2 K 2048/11
Schadensersatzanspruch wegen unterlassener oder verspäteter Beförderung eines …
- BGH, 15.12.1977 - III ZR 159/75
Freibad an der Autobahn - § 839 BGB, haftende Körperschaft bei …
- BGH, 18.10.1990 - III ZR 260/88
Amtspflichtverletzungen durch Amtsträger einer übergeordneten, weisungsbefugten …
- BGH, 21.11.1985 - III ZR 94/84
Amtspflicht im Rahmen der Erteilung einer Baugenehmigung mit Brandschutzauflage
- OLG Düsseldorf, 06.05.2009 - 24 U 214/08
Behinderung: Arbeitsplatzverlust
- BGH, 05.12.1985 - III ZR 154/84
Amtshaftung und enteignungsgleicher Eingriff wegen Untersagung des Abbaus von …
- OLG Hamm, 03.08.2012 - 11 W 25/12
Amtshaftungsansprüche wegen der Untersagung des Betriebes einer Wettannahmestelle …
- OLG Celle, 08.11.2005 - 16 U 76/05
Anordnung der Tötung der gesamten Rinderherde rechtmäßig
- BGH, 18.10.1984 - III ZR 107/83
Haftung bei Amtspflichtverletzungen von Bediensteten einer Bauaufsichtsbehörde - …
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Rechtsprechung
| BGH, 25.11.1976 - III ZR 45/74 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Statthaftigkeit von Feststellungsanträgen im Verfahren vor den Gerichten für Baulandsachen bezüglich Streitigkeiten in Umlegungsverfahren - Sinn und Zweck der Einrichtung der Gerichte für Baulandsachen
- Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
§ 157 Abs. 1 BBauG.
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
BauGB § 217
Statthaftigkeit von Feststellungsanträgen im Verfahren vor der Baulandkammer
Papierfundstellen
- NJW 1977, 716
- MDR 1977, 476
- BauR 1977, 197
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (4)
- BGH, 17.02.1966 - III ZR 171/65
Zulässigkeit einer Untätigkeitsklage vor den Baulandgerichten
Auszug aus BGH, 25.11.1976 - III ZR 45/74
Der erkennende Senat hat daher auch bereits eine in einer Baulandsache erhobene Untätigkeitsklage im Sinne des § 75 VwGO als vor den Baulandgerichten statthaft angesehen (LM BBauG § 157 Nr. 5 = NJW 1966, 1267).Es würde der Zielsetzung des Bundesbaugesetzes widersprechen und wäre sinnwidrig, wenn in Umlegungs-, Grenzregelungs- und Enteignungsverfahren vor den Gerichten für Baulandsachen zwar Anfechtungs- und Untätigkeitsklagen (Senatsentscheidung in LM BBauG § 157 Nr. 5 = NJW 1966, 1267), nicht aber auch Feststellungsklagen zulässig wären.
- KG, 17.11.1969 - U 1666/69
Auszug aus BGH, 25.11.1976 - III ZR 45/74
Das Kammergericht (NJW 1970, 614, 615) hat diese - auch vom Berufungsgericht aufgeworfene, letztlich aber offengelassene - Frage bejaht.Diese für das Verhältnis zwischen den Verwaltungsgerichten und den ordentlichen Gerichten aufgestellten Grundsätze treffen auch auf das Verhältnis der Gerichte für Baulandsachen zu den allgemeinen Zivilgerichten zu (vgl. KG NJW 1970, 614, 616).
- BVerwG, 09.10.1959 - V C 165.57
Zurückweisung einer Revision - Berechtigtes Interesse an einer Feststellung einer …
Auszug aus BGH, 25.11.1976 - III ZR 45/74
Auch in der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung ist anerkannt, daß das Feststellungsinteresse für eine öffentlich-rechtliche Feststellungsklage, die zur Vorbereitung einer zivilgerichtlichen Entschädigungs- oder Schadensersatzklage erhoben wird, dann zu bejahen ist, wenn die verwaltungsgerichtliche Feststellung den Zivilrichter bindet und der Zivilprozeß nicht offensichtlich aussichtslos ist (BVerwGE 9, 196;… vgl. ferner die Hinweise bei Eyermann/Fröhler VwGO 6. Aufl. 1974 § 43 Rdn. 12;… Redeker/von Oertzen VwGO 5. Aufl. 1975 § 43 Anm. 22, § 113 Anm. 14). - BGH, 14.07.1965 - III ZR 2/64
Enteignender Eingriff durch mit einem Umlegungsverfahren verbundenen …
Auszug aus BGH, 25.11.1976 - III ZR 45/74
Dagegen ist in diesem Verfahren nicht darüber zu befinden, ob dem Antragsteller Ansprüche auf Entschädigung oder Schadensersatz wegen Verzögerung des Umlegungsverfahrens aus enteignungsgleichem Eingriff (vgl. Senatsentscheidung in LM GG Art. 14 [Ce] Nr. 33 = NJW 1965, 2101) oder aus Amtshaftung (§ 839 BGB i.V.m. Art. 34 GG) zustehen.
- OLG Stuttgart, 27.07.2009 - 102 U 1/09
Nichtvollziehung eines Bebauungsplans: Anspruch eines Grundstückseigentümers auf …
Erst im Fall einer solchen Einigung über die Übernahme ist die allgemeine Leistungsklage vor den Gerichten für Baulandsachen zulässig (BGH NJW 1977, 716, Juris RN 18;… Schrödter-Breuer, BauGB 7. Aufl. § 43 RN 10). - BGH, 09.12.1982 - III ZR 106/81
Statthaftigkeit einer allgemeinen Leistungsklage; Rechtsfolgen von Verstößen …
Die Vorschrift ist Jedoch, wie der erkennende Senat schon in seinem (Urteil vom 25. November 1976 - III ZR 45/74 = NJW 1977, 716 = LM § 157 BBauG Nr. 9) ausgeführt hat, hinsichtlich der Art des Antragsbegehrens nicht eng auszulegen.Daher hat der Senat in Baulandsachen auch Verpflichtungsanträge entsprechend § 75 VwGO (Senatsurteil vom 17. Februar 1966 - III ZR 171/65 = NJW 1966, 1267 = LM § 157 BBauG Nr. 5) und Feststellungsanträge (Senatsurteil vom 25. November 1976 aaO) zugelassen.
Wie der erkennende Senat schon in dem erwähnten Urteil vom 25. November 1976 (aaO) ausgesprochen hat, ordnet § 157 BBauG die Zuständigkeit der Baulandgerichte nicht nach dem formalen Gesichtspunkt, in welche Form des Rechtsschutzbegehrens der Antrag auf gerichtliche Entscheidung gekleidet ist.
- BVerwG, 15.05.1986 - 4 B 92.86
Rechtsweg für Nichtigkeitsklagen gegen Enteignungsbeschlüsse
Die Zivilgerichte sind gemäß § 157 Abs. 1 BBauG auch zuständig, die geltend gemachte Nichtigkeit eines Enteignungsbeschlusses (§ 113 BBauG) festzustellen (so auch BGH, Urteil vom 25. November 1976 - III ZR 45/74 - NJW 1977, 716 ).Denkbare Zweifel sind jedenfalls durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs beseitigt (vgl. BGH, Urteil vom 25. November 1976 - III ZR 45/74 - NJW 1977, 716 = BRS Bd. 34, S. 426 = BauR 1977, 197).
- OLG Celle, 30.09.2004 - 4 U 53/04
Genehmigung eines langfristigen Mietvertrages im Umlegungsverfahren mit …
§ 217 Abs. 1 Satz 3 BauGB stellt in seiner jetzt geltenden Fassung ausdrücklich klar, dass der Antragsteller auch eine gerichtliche Feststellungen verlangen kann (zur früheren Gesetzesfassung vgl. BGH, Urt. v. 25. November 1976 - III ZR 45/74 , NJW 1977, 716, 717, I. 1. lit c der Entscheidungsgründe). - VG München, 24.10.2012 - M 2 K 11.6223
Verweisung des Rechtsstreits (Kammer für Baulandsachen); Vereinbarung einer …
Rn. 21 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 25.11.1976 Az. III ZR 45/74 juris) ergibt "die Entstehungsgeschichte des Bundesbaugesetzes [...], dass die Entscheidungen aller Rechtsstreitigkeiten, die im Zusammenhang mit einem Umlegungsverfahren [...] entstehen, einheitlich den Gerichten für Baulandsachen übertragen werden sollten. - OLG Hamm, 15.03.2017 - 32 SA 3/17
Begriff der Baulandsache i.S. von § 17 ff. BauGB
Eine Baulandsache liegt auch vor, wenn die Parteien über die Reichweite einer Vereinbarung in einem Enteignungs- oder Umlegungsverfahren streiten (vgl. BGH, Urteil vom 25. November 1976 - III ZR 45/74 -, juris Rn. 17 zu einer Feststellungsklage). - BGH, 28.10.1982 - III ZR 48/81
Enteignung - Entschädigung - Wertminderung - Supermarkt - Bundesstraße - …
Zutreffend hat das Berufungsgericht ausgeführt, daß im Verfahren vor den Baulandgerichten Schadensersatzansprüche aus Amtshaftung (§ 839 BGB iVm Art. 34 GG) nicht geltend gemacht werden können; diese Ansprüche gehören vor die Zivilkammern und Zivilsenate der ordentlichen Gerichtsbarkeit (Senatsurteil vom 25. November 1976 III ZR 45/74 = WM 1977, 564). - OLG Celle, 13.12.1977 - 4 U (Baul) 125/77
Rückeinweisung ; Teilfläche eines Flurstücks; Besitzeinweisungsverfahren; …
Das BBauG hat den Baulandgerichten die Entscheidung aller Streitigkeiten übertragen, die im Zusammenhang mit Umlegungs-, Grenzregelungs- oder Enteignungsverfahren stehe (BGH, Urt. v. 25.11.1976 - II ZR 45/74 -, NJW 1977, 716). - OVG Bremen, 29.12.1977 - II T 8/77
Verbot des Anbringens von Amtsschildern bei Notaren; Regelung des in …
Das hat insbesondere dann zu gelten, wenn -wie im vorliegenden Fall- bestimmte Spezialmaterien ... einem speziell zusammengesetzten Gericht zugewiesen sind (vgl. BVerwGE 13, 150 [BVerwG 08.11.1961 - VI C 231/58] ), und zwar ohne Rücksicht auf die im Einzelfall gewählte Klageart (vgl. dazu auch BGH, Urt. v. 25.11.1976 in NJW 1977, 716, im Zusammenhang mit der auf die Anfechtung von Verwaltungsakten abstellenden Regelung des § 157 BBauG ).
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