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Weitere Entscheidung unten: BGH, 08.12.1977

Rechtsprechung
   BGH, 19.01.1978 - II ZR 124/76   

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https://dejure.org/1978,78
BGH, 19.01.1978 - II ZR 124/76 (https://dejure.org/1978,78)
BGH, Entscheidung vom 19.01.1978 - II ZR 124/76 (https://dejure.org/1978,78)
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Volltextveröffentlichungen (6)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 203
    Hemmung der Verjährung durch Einreichung eines Armenrechtsgesuchs

Papierfundstellen

  • BGHZ 70, 235
  • NJW 1978, 938
  • MDR 1978, 472
  • VersR 1978, 425
  • DB 1978, 584
  • JR 1978, 325
 
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Wird zitiert von ... (70)Zitiert selbst (14)

  • BGH, 04.05.1955 - VI ZR 37/54

    Hemmung der Verjährung bei Unvermögen zur Aufbringung der Prozeßkosten

    Auszug aus BGH, 19.01.1978 - II ZR 124/76
    Die Verjährung wird gehemmt, auch wenn die arme Partei das Gesuch um Bewilligung des Armenrechts für die Erhebung der Klage zwar noch innerhalb der Verjährungsfrist, aber so spät - auch noch am letzten Tage - bei Gericht einreicht, daß darüber nicht mehr vor Fristablauf entschieden werden kann (Abweichung von BGHZ 17, 199 und 37, 113).

    Das entspricht allerdings bei dem vorliegenden Sachverhalt nicht der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, der sich das Berufungsgericht angeschlossen hat (BGHZ 17, 199;… BGH, Urt. v. 8.5.56 - VI ZR 58/55, LM BGB § 254 [E] Nr. 2; v. 28.9.59 - III ZR 75/58, VersR 1960, 60; v. 20.6.60 - III ZR 127/59, VersR 1960, 951; BGHZ 37, 113; v. 30.9.69 - VI ZR 54/68, DAVorm.

    Dies gilt zunächst für die Pflicht, das Armenrecht so rechtzeitig zu beantragen, daß wirklich vor Ablauf der Verjährung darüber entschieden werden kann (BGHZ 17, 199, 202).

  • BGH, 07.05.1962 - III ZR 3/60

    Auswirkungen der unrichtigen Versagung der Prozeßkostenhilfe auf die Verjährung

    Auszug aus BGH, 19.01.1978 - II ZR 124/76
    Die Verjährung wird gehemmt, auch wenn die arme Partei das Gesuch um Bewilligung des Armenrechts für die Erhebung der Klage zwar noch innerhalb der Verjährungsfrist, aber so spät - auch noch am letzten Tage - bei Gericht einreicht, daß darüber nicht mehr vor Fristablauf entschieden werden kann (Abweichung von BGHZ 17, 199 und 37, 113).

    Das entspricht allerdings bei dem vorliegenden Sachverhalt nicht der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, der sich das Berufungsgericht angeschlossen hat (BGHZ 17, 199;… BGH, Urt. v. 8.5.56 - VI ZR 58/55, LM BGB § 254 [E] Nr. 2; v. 28.9.59 - III ZR 75/58, VersR 1960, 60; v. 20.6.60 - III ZR 127/59, VersR 1960, 951; BGHZ 37, 113; v. 30.9.69 - VI ZR 54/68, DAVorm.

    Nach der hierfür verwendeten Formel tritt die Hemmung der Verjährung in dem Augenblick ein, in dem der Kläger bei sachgemäßer Behandlung eine Entscheidung über sein Armenrechtsgesuch erwarten konnte (BGHZ 17, 202; 37, 113, 122).

  • BVerfG, 22.01.1959 - 1 BvR 154/55

    Armenrecht

    Auszug aus BGH, 19.01.1978 - II ZR 124/76
    Im Bereich des Rechtsschutzes gebietet es der allgemeine Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG), die prozessuale Stellung von Bemittelten und Unbemittelten weitgehend anzugleichen (BVerfGE 9, 124, 131; 10, 264, 270).

    Der unbemittelten Partei darf daher die Rechtsverfolgung und -verteidigung im Vergleich zur bemittelten nicht unverhältnismäßig erschwert werden (BVerfGE 2, 336, 340; 9, 124, 130, 131).

  • BGH, 04.03.1977 - V ZR 236/75

    Personenschäden oder Sachschäden durch wiederholte unerlaubte Lärmeinwirkungen …

    Auszug aus BGH, 19.01.1978 - II ZR 124/76
    Bei einer am Gerechtigkeitsgedanken orientierten Betrachtungsweise erscheint die weitgehende Angleichung der Stellung der armen an die der vermögenden Partei nur durch eine Regelung gewährleistet, die es ersterer erlaubt, die Verjährungsfrist in vollem Umfange zu nutzen (vgl. auch BGH, Urt. v. 4.3. 77 - V ZR 236/75, VersR 1977, 665 u. Kollhoser, VersR 1974, 829 zu der ähnlichen Problematik bei.
  • RG, 15.12.1939 - III 39/39

    Wie ist die Rechtslage im Hinblick auf die Hemmung des Laufs der Verjährung für …

    Auszug aus BGH, 19.01.1978 - II ZR 124/76
    Darauf, daß die Belange der um das Armenrecht nachsuchenden Partei durch die Zustellung ein Mahnbescheids oder die Anbringung eines Güteantrags nicht hinreichend gewahrt sind, hat bereits das Reichsgericht (RGZ 163, 9) hingewiesen.
  • BVerfG, 12.01.1960 - 1 BvL 17/59

    Gerichtskostenvorschuß

    Auszug aus BGH, 19.01.1978 - II ZR 124/76
    Im Bereich des Rechtsschutzes gebietet es der allgemeine Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG), die prozessuale Stellung von Bemittelten und Unbemittelten weitgehend anzugleichen (BVerfGE 9, 124, 131; 10, 264, 270).
  • BVerfG, 06.06.1967 - 1 BvR 282/65

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach vorangegangenem …

    Auszug aus BGH, 19.01.1978 - II ZR 124/76
    Daraus hat das Bundesverfassungsgericht unter anderem hergeleitet, daß es gegen Art. 3 Abs. 1, 20 Abs. 1 GG verstoße, im Zivilprozeß einem unbemittelten Rechtsmittelkläger, der nach Bewilligung des Armenrechts die Frist für den Wiedereinsetzungsantrag (§ 234 Abs. 1 ZPO) versäumt hat, keine Wiedereinsetzung zu gewähren (BVerfGE 22, 83).
  • BVerfG, 17.06.1953 - 1 BvR 668/52

    Armenanwalt

    Auszug aus BGH, 19.01.1978 - II ZR 124/76
    Der unbemittelten Partei darf daher die Rechtsverfolgung und -verteidigung im Vergleich zur bemittelten nicht unverhältnismäßig erschwert werden (BVerfGE 2, 336, 340; 9, 124, 130, 131).
  • BGH, 08.05.1956 - VI ZR 58/55

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 19.01.1978 - II ZR 124/76
    Das entspricht allerdings bei dem vorliegenden Sachverhalt nicht der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, der sich das Berufungsgericht angeschlossen hat (BGHZ 17, 199; BGH, Urt. v. 8.5.56 - VI ZR 58/55, LM BGB § 254 [E] Nr. 2; v. 28.9.59 - III ZR 75/58, VersR 1960, 60; v. 20.6.60 - III ZR 127/59, VersR 1960, 951; BGHZ 37, 113; v. 30.9.69 - VI ZR 54/68, DAVorm.
  • BGH, 27.11.1959 - VI ZR 112/59

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 19.01.1978 - II ZR 124/76
    Für die unbemittelte Partei führt dagegen die Verpflichtung, im Armenrechtsgesuch eine vollständige Sachdarstellung zu geben (BGH, Urt. v. 27.11.59 - VI ZR 112/59, LM BGB § 203 Nr. 6) und das Armenrecht so rechtzeitig zu beantragen, daß darüber innerhalb der Verjährungsfrist entschieden werden kam, zu einer Verkürzung dieser Frist.
  • BGH, 08.03.1977 - VI ZR 142/75

    Anspruch auf Schadensersatz - Vorliegen eines anwaltlichen Beratungsfehlers - …

  • BGH, 30.09.1969 - VI ZR 54/68
  • BGH, 28.09.1959 - III ZR 75/58

    Rechtsmittel

  • BGH, 20.06.1960 - III ZR 127/59
  • BGH, 01.03.2005 - VI ZR 101/04

    Verjährung von zu Zeiten der ehemaligen DDR entstandenen Forderungen

    Der ordnungsgemäße und entscheidungsreife Prozeßkostenhilfeantrag hemmte die Verjährung solange, bis über ihn entschieden war (vgl. BGHZ 70, 235, 239;… MünchKomm-von Feldmann, BGB, 3. Aufl., Rdn. 7 zu § 203 m.w.N.).
  • BGH, 22.02.2001 - IX ZR 191/98

    Fertigstellung und Ablieferung eines Schiffsbauwerkes durch den Konkursverwalter

    Die hierdurch in Lauf gesetzte Anfechtungsfrist ist durch das vollständige und ordnungsgemäß begründete Gesuch des Klägers um Prozeßkostenhilfe, das am 22. September 1995 bei Gericht eingegangen ist, nach § 41 Abs. 1 Satz 2 KO i.V.m. § 203 Abs. 2 BGB rechtzeitig gehemmt worden (vgl. BGHZ 70, 235, 237 ff;… BGH, Urt. v. 29. Januar 1981 - III ZR 168/79, NJW 1981, 1550 f).
  • BGH, 21.03.2000 - IX ZR 138/99

    Zahlung durch den Drittschuldner als selbständige Rechtshandlung

    Ist die Masse zur Tragung der Kosten des Anfechtungsprozesses außerstande, wird zwar die Frist des § 41 Abs. 1 Satz 1 KO durch ein rechtzeitig gestelltes, ordnungsgemäß begründetes und vollständiges Prozeßkostenhilfegesuch gehemmt im Sinne von § 203 Abs. 2 BGB (BGHZ 70, 235, 237;… BGH, Urt. v. 8. März 1989 - IVa ZR 221/87, NJW 1989, 3149).
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Rechtsprechung
   BGH, 08.12.1977 - II ZR 153/76   

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https://dejure.org/1977,1536
BGH, 08.12.1977 - II ZR 153/76 (https://dejure.org/1977,1536)
BGH, Entscheidung vom 08.12.1977 - II ZR 153/76 (https://dejure.org/1977,1536)
BGH, Entscheidung vom 08. Dezember 1977 - II ZR 153/76 (https://dejure.org/1977,1536)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Papierfundstellen

  • NJW 1978, 1255
  • MDR 1978, 472
  • MDR 1978, 980
  • WM 1978, 136
  • DB 1978, 980
 
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Wird zitiert von ... (8)Zitiert selbst (4)

  • BGH, 13.07.1967 - Ia ZB 1/67

    Anmeldung eines Patents eine Messvorrichtung betreffend - Anforderungen an die …

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - II ZR 153/76
    Bloße Handzeichen, die nicht den vollen Namen wiedergeben, sondern einzelne Buchstaben aus dem Vor- und Zunamen, stellen keine Unterschrift im Sinne von Art. 25 Abs. 1 WG; § 126 BGB dar (BGHZ 52, 181; BGH, Beschl. v. 13.7. 67 - Ia ZB 1/67, LM ZPO § 130 Nr. 5 m.w.N.).
  • BGH, 21.03.1974 - VII ZB 2/74

    Unterschrift - Rechtsanwalt - Gekrümmte Linie - Anerkennung

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - II ZR 153/76
    Nach diesen Feststellungen entspricht die Zeichnung der Annahmeerklärung durch den Beklagten auf dem Wechsel den Anforderungen an eine wirksame Namensunterschrift (vgl. BGH, Beschl. v. 21.3. 74 - VII ZB 2/74;… Urt. v. 4.6. 75 - I ZR 114/74, LM ZPO § 130 Nr. 6 u. 7).
  • BGH, 04.06.1975 - I ZR 114/74

    Anforderungen an eine "Unterschrift" im Sinne des § 130 Nr. 6 ZPO …

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - II ZR 153/76
    Nach diesen Feststellungen entspricht die Zeichnung der Annahmeerklärung durch den Beklagten auf dem Wechsel den Anforderungen an eine wirksame Namensunterschrift (vgl. BGH, Beschl. v. 21.3. 74 - VII ZB 2/74; Urt. v. 4.6. 75 - I ZR 114/74, LM ZPO § 130 Nr. 6 u. 7).
  • BGH, 16.06.1969 - II ZR 35/68

    Wechselunterschrift. Übertragung von Wechselansprüchen

    Auszug aus BGH, 08.12.1977 - II ZR 153/76
    Bloße Handzeichen, die nicht den vollen Namen wiedergeben, sondern einzelne Buchstaben aus dem Vor- und Zunamen, stellen keine Unterschrift im Sinne von Art. 25 Abs. 1 WG; § 126 BGB dar (BGHZ 52, 181; BGH, Beschl. v. 13.7. 67 - Ia ZB 1/67, LM ZPO § 130 Nr. 5 m.w.N.).
  • BGH, 02.12.1981 - IVb ZR 553/80

    Wirksamkeit eines schwebend unwirksamen Gesamtvermögensgeschäfts infolge Todes …

    Dass der Schriftzug nur den Anfangsbuchstaben "N" und allenfalls die weiteren Buchstaben "p" und "u" erkennen lässt, hindert seine Bewertung als Unterschrift nicht; denn diese braucht nicht lesbar zu sein (BGH, Urteile vom 14. Mai 1964 - VII ZR 57/63 - LM ZPO § 13o Nr. 3 und vom 8. Dezember 1977 - II ZR 153/76 - LM BGB § 126 Nr. 14).

    Es genügt, dass sie ihre Entstehung aus der ursprünglichen Schrift in Buchstaben erkennen lässt und einen individuellen Charakter hat, der es erlaubt, sie von anderen Unterschriften zu unterscheiden, und der die Nachahmung durch Dritte erschwert (BGH, Urteile vom 14. Mai 1964 und 8. Dezember 1977 aaO, vom 1. Oktober 1969 - VIII ZR 83/69 - DNotZ 197o, 595 und vom 21. März 1974 - VII ZB 2/74 - NJW 1974, 1o9o;… Jansen, FGG 2. Aufl. § 13 BeurkG Rdn. 36).

  • OLG Brandenburg, 13.11.2002 - 3 U 30/02

    Voraussetzungen einer Unterschrift im Rechtssinne

    Ein bloßes Namenskürzel - insbesondere Initialen, Paraphen, Abzeichnungsvermerke und sonstige Buchstabenfolgen - genügen dagegen nicht (vgl. BGH NJW 1967, 2310; BGH, Urt. v. 08.12.1977 - II ZR 153/76, NJW 1978, 1255 = MDR 1978, 980; Beschl. v. 22.12.1982 - V ZB 2/82, VersR 1983, 273 = HFR 1984, 25; BGH EzFamR ZPO § 212a Nr. 1;… ferner Erman/Palm, BGB, 10. Aufl., § 126 Rdn. 9;… Jauernig, BGB, 9. Aufl., § 126 Rdn. 3;… MünchKommBGB/Förschler, 3. Aufl., § 126 Rdn. 26 a.E.;… Palandt/Heinrichs, BGB, 60. Aufl., § 126 Rdn. 9;… Staudinger/Dilcher, BGB, 12. Aufl., § 126 Rdn. 26).

    An übereinstimmenden Vortrag der Prozessparteien, wonach nur ein Namenskürzel vorliege, ist das Gericht nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht gebunden; es hat vielmehr auf Grundlage einer eigenen rechtlichen Beurteilung der tatsächlich auf der Urkunde vorhandene Schriftzüge zu entscheiden, ob eine Unterschrift im Rechtssinne vorliegt (vgl. BGH NJW 1978, 1255 = MDR 1978, 980).

    Insoweit unterscheidet sich der hiesige Sachverhalt von dem Fall BGH NJW 1978, 1255 = MDR 1978; dort hatte der Schriftzug - insbesondere aufgrund seines "großflächigen und schwungvollen Duktus" - "einen unverkennbaren individuellen Charakter".

  • BGH, 17.03.1992 - XI ZR 204/91

    Schadensersatzanspruch aus der Vermittlung von Warentermindirektgeschäften - …

    Die Revision läßt bei ihrer Verfahrensrüge außer acht, daß die Gerichte bei der rechtlichen Würdigung des vorgetragenen Sachverhalts an dessen Beurteilung durch eine oder beide Parteien nicht gebunden sind (BGH, Urteil vom 8. Dezember 1977 - II ZR 153/76, WM 1978, 136).
  • OLG Brandenburg, 02.10.2002 - 3 U 30/02

    Erfüllung von Verbindlichkeiten aus Darlehensvertrag; Nichtigkeit einer …

    Ein bloßes Namenskürzel - insbesondere Initialen, Paraphen, Abzeichnungsvermerke und sonstige Buchstabenfolgen - genügen dagegen nicht (vgl. BGH NJW 1967, 2310; BGH, Urt. v. 08.12.1977 - II ZR 153/76, NJW 1978, 1255 = MDR 1978, 980; Beschl. v. 22.12.1982 - V ZB 2/82, VersR 1983, 273 = HFR 1984, 25; BGH EzFamR ZPO § 212a Nr. 1;… ferner Erman/Palm, BGB, 10. Aufl., § 126 Rdn. 9;… Jauernig, BGB, 9. Aufl., § 126 Rdn. 3;… MünchKommBGB/Förschler, 3. Aufl., § 126 Rdn. 26 a.E.;… Palandt/Heinrichs, BGB, 60. Aufl., § 126 Rdn. 9;… Staudinger/Dilcher, BGB, 12. Aufl., § 126 Rdn. 26).

    An übereinstimmenden Vortrag der Prozessparteien, wonach nur ein Namenskürzel vorliege, ist das Gericht nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht gebunden; es hat vielmehr auf Grundlage einer eigenen rechtlichen Beurteilung der tatsächlich auf der Urkunde vorhandene Schriftzüge zu entscheiden, ob eine Unterschrift im Rechtssinne vorliegt (vgl. BGH NJW 1978, 1255 = MDR 1978, 980).

    Insoweit unterscheidet sich der hiesige Sachverhalt von dem Fall BGH NJW 1978, 1255 = MDR 1978; dort hatte der Schriftzug - insbesondere aufgrund seines "großflächigen und schwungvollen Duktus" - "einen unverkennbaren individuellen Charakter".

  • LAG Hamm, 30.04.2008 - 6 Sa 1987/07

    § 623 BGB, § 6 KSchG Schriftform der Kündigungserklärung

    Bloße Handzeichen, die nicht den vollen Namen wiedergeben, sondern einzelne Buchstaben aus dem Vornamen und Zunamen, stellen keine Unterschrift im Sinne von § 126 BGB dar (BGH Urt. v. 08.12.1977 - II ZR 153/76; BGH Beschl. v 13.7.67 - Ia ZB 1/67).

    Insoweit unterscheidet sich der hiesige Sachverhalt von einem vom BGH entschiedenen Fall (BGH Urt. v. 08. Dezember 1977 - II ZR 153/76); dort hatte der Schriftzug - insbesondere aufgrund seines "großflächigen und schwungvollen Duktus" - "einen unverkennbaren individuellen Charakter".

  • LG Stuttgart, 31.10.2025 - 23 O 98/25
    Ob ein Schriftzug eine Unterschrift darstellt, unterliegt dabei der freien richterlichen Würdigung (BGH, Urteil vom 08.12.1977 - II ZR 153/76).
  • OLG München, 18.06.1997 - 7 U 1943/97

    Sicherungsübereignung bei Inkassoauftrag bei Einreichung eines …

    Der BGH hat in der Tat festgestellt, daß die Frage, ob ein Schriftzug als Handzeichen oder Unterschrift anzusehen ist, der Parteimaxime entzogen ist und zur richterlichen Würdigung des Sachverhalts gehört (vgl. BGH NJW 78, 1255).
  • OVG Schleswig-Holstein, 14.02.1995 - 4 L 176/94

    Form; Unterschrift

    Ob ein Schriftzeichen eine Unterschrift oder lediglich eine Abkürzung (Handzeichen, Paraphe) darstellt, beurteilt sich nach dem äußeren Erscheinungsbild (vgl. die ständige Rechtsprechung des BGH, u.a. Urt. v. 08.12.1977 - II ZR 153/76 -, NJW 1978, 1255; Beschl. v. 11.10.1984 - X ZB 11/84 -, NJW 1985, 1227;… Urt. v. 27.10.1987 - VI ZR 268/86 -, NJW 1988, 713;… Urt. v. 22.10.1993 - V ZR 112/92 -, NJW 1994, 55; vgl. auch BVerwG, Beschl. v. 25.08.1970 - I WB 136.69 -, E 43, 113, 115).
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