Rechtsprechung
| BGH, 26.10.1981 - II ZR 31/81 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Kaufvertrag, der vor Eintragung ins Handelsregister von einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) geschlossen wurde - Voraussetzungen einer im Vorgründungsstadium einer GmbH entstandenen Haftung - Haftung mit einer gesetzlich abgesicherten Kapitalgrundlage - ...
- Juristenzeitung(kostenpflichtig)
Zum Erlöschen der Gesellschafterhaftung bei Eintragung der GmbH
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)
Eintragung Handelsregister, Erlöschen der Haftung, Haftung bei Gründung GmbH, Handelndenhaftung Geschäftsführer, Vor-GmbH, Vorgesellschaft
Papierfundstellen
- NJW 1981, 932
- NJW 1982, 932
- ZIP 1981, 1328
- MDR 1982, 297
- DNotZ 1982, 699 (Ls.)
- WM 1981, 1300
- BB 1982, 69
- DB 1981, 2599
Wird zitiert von ... (20) Zitiert selbst (3)
- BGH, 09.03.1981 - II ZR 54/80
Verpflichtung einer Vor-GmbH; Umfang der Versicherung über Einlageleistungen bei …
Auszug aus BGH, 26.10.1981 - II ZR 31/81
Denn sein Zweck, dem Gläubiger einen Ausgleich dafür zu geben, daß ihm noch nicht, wie versprochen, in Gestalt der eingetragenen GmbH ein Schuldner mit einer gesetzlich abgesicherten Kapitalgrundlage haftet (BGHZ 80, 129, 133; 182, 184), kommt nicht erst mit Abschluß des GmbH-Vertrages zum Tragen, sondern schon im Vorgründungsstadium (…vgl. Urt. d. Sen. v. 8.10.79, aaO).Die Verpflichtung der Vorgesellschaft ist, wie der Senat im Urteil vom 9. März 1981 (BGHZ 80, 129) im einzelnen ausgeführt hat, im Rahmen einer Gesamtrechtsnachfolge in alle Rechte und Pflichten mit der Eintragung der GmbH ins Handelsregister auf diese übergegangen.
Ist die GmbH aber erst entstanden und damit ohne weiteres in die Verbindlichkeiten der Vorgesellschaft eingetreten (BGHZ 80, 129, 140), so hat der Gläubiger auch insoweit, als ihm nach Lage des Falles die Vorgründungsgesellschaft aus demselben Rechtsgrunde haftet, in der Regel mit der Verpflichtung der juristischen Person erreicht, was ihm sein als "GmbH in Gründung" aufgetretener Geschäftspartner versprochen hat; sollte durch den Übergang der Verbindlichkeiten auf die GmbH eine Lücke im Stammkapital entstanden sein, so wird das durch die Differenzhaftung der Gründer ausgeglichen, so daß ein die Verbindlichkeit deckendes Vermögen für den Zeitpunkt der Eintragung der Gesellschaft garantiert ist (BGHZ 80, 129, 140 ff).
- BGH, 08.10.1979 - II ZR 165/77
Anspruch auf Schadensersatz wegen Nichterfüllung eines schriftlichen Vorvertrages …
Auszug aus BGH, 26.10.1981 - II ZR 31/81
Es reicht vielmehr aus, daß in dem maßgebenden Zeitpunkt greifbare Ansätze zu einer Gesellschaftsgründung vorhanden und die Verhandlungen darüber soweit gediehen waren, daß feststand, für wen der Handelnde auftreten wollte, wenn er namens der künftigen GmbH handelte (vgl. Urt. d. Sen. v. 8.10.79 - II ZR 165/77, WM 1979, 1389).Denn sein Zweck, dem Gläubiger einen Ausgleich dafür zu geben, daß ihm noch nicht, wie versprochen, in Gestalt der eingetragenen GmbH ein Schuldner mit einer gesetzlich abgesicherten Kapitalgrundlage haftet (BGHZ 80, 129, 133; 182, 184), kommt nicht erst mit Abschluß des GmbH-Vertrages zum Tragen, sondern schon im Vorgründungsstadium (vgl. Urt. d. Sen. v. 8.10.79, aaO).
- BGH, 16.03.1981 - II ZR 59/80
Erlöschen der Handelndenhaftung
Auszug aus BGH, 26.10.1981 - II ZR 31/81
Wie der Senat in seinem Urteil vom 16. März 1981 (BGHZ 80, 182) entschieden hat, erlischt die Haftung, wenn die mit Ermächtigung aller Gesellschafter begründeten Verbindlichkeiten der Vorgesellschaft ohne besondere Eintritts- und Genehmigungserklärung voll auf die GmbH übergehen, eine dadurch möglicherweise entstehende Lücke im Stammkapital durch die Differenzhaftung der Gründer ausgeglichen wird und der Gläubiger damit den Schuldner erhält, mit dem er das Geschäft abschließen wollte.
- BGH, 15.04.2021 - III ZR 139/20
Gründung einer GmbH: Vertragsschluss mit Vorgründungsgesellschaft; …
Rechte und Verbindlichkeiten der Vorgründungsgesellschaft gehen nicht automatisch mit der Gründung der GmbH auf die Vorgesellschaft oder mit der Handelsregistereintragung auf die GmbH über, sondern müssen, wenn sie in die GmbH eingebracht werden sollen, durch besonderes Rechtsgeschäft übertragen werden (BGH, Urteile vom 26. Oktober 1981 - II ZR 31/81, NJW 1982, 932, 933;… vom 7. Mai 1984 aaO S. 151 mwN;… vom 9. März 1998 aaO und vom 25. Oktober 2000 - VIII ZR 306/99, NJW-RR 2001, 1042, 1043). - BGH, 07.05.1984 - II ZR 276/83
Haftung der GmbH-Gesellschafter im Vorgründungsstadium; Aufgabe der …
Diese Ansicht, nach der jene Vorschrift unter Umständen schon im Vorgründungsstadium eingreifen kann, entspricht der bisherigen Rechtsprechung - auch des erkennenden Senats -, sofern "im maßgebenden Zeitpunkt greifbare Ansätze zu einer GmbH-Gründung vorhanden und die Verhandlungen hierüber soweit gediehen seien, daß feststehe, für wen der Handelnde auftreten wolle" (…SenUrt. v. 15.3.62, II ZR 103/61 = LM GmbHG § 11 Nr. 11;… Urt. v. 8.10.79, II ZR 165/77 = LM GmbEG § 11 Nr. 25; Urt. v. 26.10.81, II ZR 31/81 = LM GmbHG § 11 Nr. 30).Es handelt sich um eine eigenständige Gesellschaft bürgerlichen Rechts oder, wenn bereits ein Handelsgeschäft betrieben wird, um eine offene Handelsgesellschaft, für deren Schulden alle Beteiligten unbeschränkt persönlich haften; Rechte und Verbindlichkeiten gehen, da GmbH-Recht noch nicht gilt, mit der GmbH-Gründung nicht automatisch auf die Vorgesellschaft oder später auf die GmbH über, sondern müssen, wenn sie in die GmbH eingebracht werden sollen, durch besonderes Rechtsgeschäft übertragen werden (BGHZ 22, 240;… SenUrt. v. 20.6.83, II ZR 200/82 = WM 1983, 861; Urt. v. 26.10.81, II ZR 31/81 = LM GmbHG § 11 Nr. 30;… Scholz-Winter, GmbHG 6. Aufl. § 2 Anm. 67;… Ulmer in Hachenburg, GmbHG 7. Aufl. § 11 Rdn. 19 m.w.N.).
- BGH, 09.03.1998 - II ZR 366/96
Haftung auf Handeln im Namen einer GmbH vor deren Errichtung; Zustimmung zur …
Diese an eine ältere Entscheidung des Senats (Urt. v. 26. Oktober 1981 - II ZR 31/81, NJW 1982, 932, 933) angelehnte Argumentation läßt indessen außer acht, daß die Bereitschaft, sich mit einem beschränkt haftenden Vertragspartner zu begnügen, nicht auch die Bereitschaft umfaßt, den durch den Vertragsschluß gewonnenen unbeschränkt haftenden Schuldner später gegen einen beschränkt haftenden einzutauschen.
- BGH, 20.06.1983 - II ZR 200/82
Zur Haftung der Mitglieder einer GmbH-Vorgründungsgesellschaft
(Ergränzung zu BGH, NJW 1982, 932 = LM § 1 I GmbHG Nr. 30).Eine Haftung der Beklagten, die den Vertrag vom 20. Januar 1979 für die "GmbH in Gründung" gemeinsam unterzeichnet haben, nach § 11 Abs. 2 GmbHG scheidet nach der zutreffenden Auffassung des Berufungsgerichts schon deshalb aus, weil sie mit der Eintragung der GmbH ins Handelsregister erloschen wäre (BGHZ 80, 182; Urt. d. Sen.v. 26.10.1981 - II ZR 31/81, LM GmbHG § 11 Nr. 30 = NJW 1982, 932).
So hat der Senat in einem Fall, in dem nicht nur der Gründungstatbestand deutlich zutage lag, sondern auch ein besonderes Sicherungsbedürfnis für den Geschäftspartner angesichts der erst später zu erwartenden Verbindlichkeiten der GmbH aus einer Kiesförderung augenscheinlich nicht bestand, aus der Interessenlage gefolgert, daß die Mitglieder der Vorgründungsgesellschaft in dieser Eigenschaft nur bis zur Eintragung der GmbH haften sollten(Urt. v. 26.10.1981 - II ZR 31/81 aaO).
- BGH, 18.07.2013 - III ZR 323/12
Amtshaftungsanspruch eines Vor-Zweckverbandes wegen nicht sachgemäßer Ausübung …
Dabei kann dahinstehen, ob - vergleichbar dem Verhältnis von Vor-GmbH zu GmbH (siehe dazu BGH, Urteil vom 26. Oktober 1981 - II ZR 31/81, NJW 1982, 932, 933) - eine Gesamtrechtsnachfolge anzunehmen ist oder aber von einer Funktionsnachfolge auszugehen ist (so ThürOVG, LKV 2006, 191, 183). - LAG Niedersachsen, 17.07.2006 - 8 Sa 174/06
Vorliegen oder Nichtvorliegen eines rechtsgeschäftlichen Übergangs eines …
Diese persönliche Haftung des im Namen der Vorgesellschaft Handelnden ist erforderlich, weil es die GmbH als eigentlich gewollte Schuldnerin zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses noch nicht gibt, der Gläubiger aber sofort einen Schuldner erhalten soll (BGH NJW 1982, 932; OLG Koblenz, GmbHR 1989, 374). - OLG Brandenburg, 13.11.2001 - 11 U 53/01
Formularmäßige Übernahme der Haftung bei Kontoeröffnung in den AGB einer Bank
Ihre eigene und persönliche Haftung als Gründer der GmbH erlischt demgegenüber mit der Eintragung (BGH NJW 1981, 1373 - 1377; BGH NJW 1981, 1542, 1543; BGH NJW 1982, 932, 933 und seitdem ständige Rechtsprechung, zuletzt BGH NJW-RR 2001, 1042, 1043). - BAG, 01.12.2004 - 5 AZR 117/04
Gründerhaftung eines Aktionärs
Diese Haftung erlischt jedoch mit der Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister (BGH 20. Juni 1983 - II ZR 200/82 - NJW 1983, 2822; 26. Oktober 1981 - II ZR 31/81 - NJW 1982, 932 [jeweils zur GmbH];… Geßler AktG § 41 Rn. 9;… Hüffer AktG § 41 Rn. 25;… Karsten Schmidt in Großkomm AktG § 41 Rn. 97). - BGH, 24.09.1984 - II ZR 311/83
Auslegung eines Mietvertrages über ein Hotelgrundstück hinsichtlich der …
Nach der Interessenlage und den sonstigen Umständen bei Vertragsschluß handelt es sich vielmehr auch hier, wie in Fällen dieser Art nicht selten, um den Abschluß mit einer Vor-Gründungsgesellschaft, die als solche zwar nicht eindeutig bezeichnet war, mit der aber der Abschluß, welche Rechtsform sie auch haben mochte, als tatsächlich gewollt angenommen werden muß (vgl. u.a. SenUrt. II ZR 31/81 v. 26.10.1981 = LM GmbHG § 11 Nr. 30 unter III; II ZR 100/82 v. 20.6.1983 = WM 1983, 861 unter 2). - OLG Stuttgart, 20.09.2000 - 20 U 87/99
Haftung der GmbH-Gründungsgesellschafter - Schuldübernahme - Verpflichtung …
Unter Anwendung der für die Vertretung bei einem unternehmensbezogenen Geschäft entwickelten Grundsätze ist nach der zutreffenden Auffassung des Bundesgerichtshofes (vgl. BGH NJW 1982, 932; NJW 1983, 2822; NJW 1984, 2164; NJW 1992, 2698; NJW 1998, 1645; Karsten Schmidt GmbHR 1998, 613) davon auszugehen, daß bei Rechtsgeschäften der Gründungsgesellschafter mit Dritten im Zweifel die Vorgründungsgesellschaft als wahrer Rechtsträger eines im Vorgründungsstadium bereits betriebenen Unternehmens berechtigt und verpflichtet wird. - OLG Köln, 20.12.2013 - 19 U 16/13
Schadensersatz für entgangenen Gewinn wegen Nichterfüllung eines geschlossenen …
- SG Frankfurt/Main, 15.09.2004 - S 20 KR 2217/04
Gründung einer Aktiengesellschaft kommt zu spät - Vorstand unterliegt weiterhin …
- OLG Hamm, 17.08.2004 - 27 U 114/02
Anspruch auf Ersatzaussonderung nach erfolgter Verwertung durch den …
- BGH, 13.01.1992 - II ZR 63/91
Haftung der Vorgründungsgesellschafter einer GmbH - Falsche Würdigung von …
- OLG Brandenburg, 19.08.1998 - 7 U 24/98
Persönliche Haftung des Geschäftsführers beim Kauf von Geschäftsanteilen an einer …
- OLG Koblenz, 19.01.1989 - 6 U 1221/87
Haftung des Geschäftsführers gem. § 11 Abs. 2 GmbHG
- LAG Berlin, 04.01.1988 - 9 Sa 111/87
Vorgründergesellschaft; GmbH; Geschäftsführer; Haftung; Betriebsübergang
- OLG Dresden, 24.05.1993 - 2 U 273/93
Keine Anwendung der Grundsätze über den Wegfall der Geschäftsgrundlage bei …
- BAG, 01.12.2004 - 5 AZR 117/02
- OLG Bremen, 06.05.1997 - 2 U 135/96
Unterdeckung im Zeitpunkt der Gründung einer GmbH; Vorbelastungsbilanz zum Zwecke …
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Rechtsprechung
| BGH, 07.12.1981 - II ZR 187/81 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Wirksamkeit einer, in spanischer Sprache abgefassten Wechselverbindlichkeit - Vorliegen der Voraussetzung eines "eigenen" Wechsels
- ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BGHZ 82, 200
- NJW 1982, 523
- ZIP 1982, 35
- MDR 1982, 297
Wird zitiert von ... (19) Zitiert selbst (6)
- BGH, 20.10.1969 - II ZR 162/68
Nach Verfall ausgestellter Wechsel
Auszug aus BGH, 07.12.1981 - II ZR 187/81
In diesem Verfahren konnte sie, wie der Senat in seinem Urteil vom 20. Oktober 1969 (BGHZ 53, 11, 17) ausgeführt hat, außer den Wechselansprüchen nicht gleichzeitig, sei es auch nur hilfsweise, andere Ansprüche einklagen, die nicht Gegenstand eines solchen Prozesses, sondern nur eines Urkundenprozesses sein können (…vgl. ferner SenUrt. v. 31.1.72 - II ZR 50/71, WM 1972, 461).Denn nach herrschender Lehre und ständiger Rechtsprechung ist es unzulässig, einen Anspruch primär im Wechselprozeß und hilfsweise im gewöhnlichen Urkundenprozeß zu verfolgen (vgl. RGZ 4, 350, 352; RG JW 1897, 932; BGHZ 53, 11, 17 mit insoweit zustim.
Anm. v. Hadding, JZ 1970, 552 [BGH 20.10.1969 - II ZR 162/68];… Schlosser in Stein/Jonas, ZPO 20. Aufl. § 596 Rdz. 9;… Zöller/Schneider, ZPO 13. Aufl. § 596 Anm. III 1;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO 38. Aufl. § 596 Anm. 1 A; a.A. Klunzinger, NJW 1970, 659).
Da somit die nur hilfsweise erklärte Abstandnahme vom Wechselprozeß unzulässig war, ist der Rechtsstreit in dieser Verfahrensart anhängig geblieben, und es konnte über andere als wechselrechtliche Ansprüche nicht sachlich entschieden werden (BGHZ 53, 11, 17).
- BGH, 28.06.1956 - II ZR 12/55
Wechsel mit Klausel der Scheckzahlung
Auszug aus BGH, 07.12.1981 - II ZR 187/81
Es ist nicht notwendig, daß ein in Deutschland ausgestellter Wechsel einen deutschen Wortlaut hat (vgl. BGHZ 21, 155, 158).Da die vom Beklagten unterzeichneten Urkunden in spanischer Sprache ausgestellt sind, müßten sie, um gültige Wechsel zu sein, in ihrem Texte die Bezeichnung enthalten, die in der spanischen Rechtssprache für das dem deutschen Eigenwechsel entsprechende Papier gebraucht wird oder das spanische Wort für Wechsel: "letra de cambio" (vgl. BGHZ 21, 155, 158;… Quassowski-Albrecht a.a.O. Art. 75 Anm. 3).
- BGH, 31.01.1972 - II ZR 50/71
Bestehen wechselrechtlicher Ansprüche - Unbefugtes Ausfüllen eines eingeklagten …
Auszug aus BGH, 07.12.1981 - II ZR 187/81
In diesem Verfahren konnte sie, wie der Senat in seinem Urteil vom 20. Oktober 1969 (BGHZ 53, 11, 17) ausgeführt hat, außer den Wechselansprüchen nicht gleichzeitig, sei es auch nur hilfsweise, andere Ansprüche einklagen, die nicht Gegenstand eines solchen Prozesses, sondern nur eines Urkundenprozesses sein können (vgl. ferner SenUrt. v. 31.1.72 - II ZR 50/71, WM 1972, 461).Da im Wechselprozeß nicht gleichzeitig andere Ansprüche verfolgt werden können, schließt das auch eine weitergehende Rechtskraftwirkung des Urteils in diesem Verfahren aus (vgl. SenUrt. v. 31.1.72 aaO).
- BGH, 08.12.1970 - VI ZR 174/68
Rechtsfolgen teilweiser Unzuständigkeit des Gerichts bei mehreren Klagegründen …
Auszug aus BGH, 07.12.1981 - II ZR 187/81
Soweit die Klage hilfsweise auf andere als wechselrechtliche Ansprüche gestützt wird, hätten die Vorinstanzen sie als im Wechselprozeß unstatthaft abweisen müssen (vgl. zum ähnlichen Problem bei § 32 ZPO: BGH, Urt. v. 8.12.70 - VI ZR 174/68, LM ZPO § 276 a.F. Nr. 26). - RG, 13.05.1881 - II 291/81
Überleitung eines Urkundenprozesses in das ordentliche Verfahren
Auszug aus BGH, 07.12.1981 - II ZR 187/81
Denn nach herrschender Lehre und ständiger Rechtsprechung ist es unzulässig, einen Anspruch primär im Wechselprozeß und hilfsweise im gewöhnlichen Urkundenprozeß zu verfolgen (vgl. RGZ 4, 350, 352; RG JW 1897, 932; BGHZ 53, 11, 17 mit insoweit zustim. - OLG Köln, 23.07.1981 - 2 U 1/81
Auszug aus BGH, 07.12.1981 - II ZR 187/81
Unter diesen Umständen vermag der Senat der vom Oberlandesgericht Köln (ZIP 1981, 1079) in einem gleichgelagerten Fall unter Berufung auf Staub/Stranz (…Wechselgesetz 13. Aufl. Art. 1 Anm. 7) vertretenen gegenteiligen Ansicht nicht zu folgen.
- OLG Karlsruhe, 22.01.2014 - 6 U 135/10
Unternehmensübergang - Einstweiliger Rechtsschutz bei Wettbewerbsverstoß: …
Unter anderem diesen Unterschied hat der Bundesgerichtshof im Verhältnis zwischen Wechselprozess und Urkundenprozess als Grund dafür angesehen, dass in einem Wechselprozess nicht hilfsweise für den Fall, dass der Wechsel ungültig ist, eine Urkundenklage erhoben werden kann (BGHZ 53, 11, 17 = NJW 1970, 324; BGHZ 82, 200, 207 = NJW 1982, 523; BGH, NJW 1982, 2258). - BGH, 28.11.2001 - VIII ZR 75/00
Zulässigkeit einer in Form des Urkundenprozesses erhobenen Widerklage
Derartige Unterschiede hat der Bundesgerichtshof im Verhältnis zwischen Wechselprozeß und Urkundenprozeß als Grund dafür angesehen, daß in einem Wechselprozeß nicht hilfsweise für den Fall, daß der Wechsel ungültig ist, eine Urkundenklage erhoben werden kann (BGHZ 53, 11, 17; 82, 200, 207 f; BGH, Urteile vom 3. Mai 1982 - II ZR 229/81, NJW 1982, 2258 und vom 7. Dezember 1981 - II ZR 134/81, WM 1982, 271). - BGH, 02.04.2020 - IX ZR 135/19
Wechsel im berufungsverfahren von Urkundenverfahren in das ordentliche Verfahren; …
Lässt das Berufungsgericht die Abstandnahme nicht zu, bleibt der Prozess dort im Urkundenprozess anhängig, weil die Abstandnahme infolge der fehlenden Einwilligung durch den Beklagten und der fehlenden Annahme der Sachdienlichkeit durch das Berufungsgericht wirkungslos ist (RG, JW 1926, 579; OLG Frankfurt, MDR 1988, 326, 327;… Thomas/Putzo/Reichold, ZPO, 40. Aufl., § 596 Rn. 2;… vgl. auch für den Fall der unzulässigen bedingten Abstandnahme vom Urkundenprozess: Wieczorek/Schütze/Olzen, ZPO, 4. Aufl., § 596 Rn. 2;… Stein/Jonas/Berger, ZPO, 23. Aufl., § 596 Rn. 3; für den Fall der hilfsweisen Abstandnahme vom Wechselprozess: BGH, Urteil vom 7. Dezember 1981 - II ZR 187/81, BGHZ 82, 200, 208;… vgl. auch Stein/Jonas/Althammer, ZPO, 23. Aufl., § 533 Rn. 16).
- BGH, 01.10.1987 - III ZR 134/86
Bindungswirkung des Vorbehaltsurteils im Urkundenprozeß; Rechtsnatur …
Das Berufungsgericht verweist darauf, daß es in seinem Vorbehaltsurteil in Übereinstimmung mit BGHZ 82, 200 die Pagaré-Papiere als abstrakte Schuldversprechen i. S. des § 780 BGB angesehen habe.Daß es damit die Ausführungen des Bundesgerichtshofs in BGHZ 82, 200 mißverstanden hat (der Bundesgerichtshof hat, ohne den Rechtscharakter der Urkunden abschließend zu beurteilen, lediglich eine wechselmäßige Verpflichtung der Unterzeichner verneint), ist für das vorliegende Verfahren unerheblich.
Hiernach hätte das Berufungsgericht im Nachverfahren prüfen müssen, ob die in den Pagaré-Papieren verkörperten Erklärungen als abstrakte Schuldversprechen anzusehen sind oder ob die Voraussetzungen für eine Umdeutung fehlgeschlagener Wechsel in abstrakte Schuldversprechen vorliegen (vgl. BGHZ 82, 200, 207).
- BGH, 21.09.1993 - XI ZR 206/92
Formnichtiger Solawechsel in englischer Sprache
In Rechtsprechung und Literatur herrscht Einigkeit, daß der Kläger in erster Instanz ohne weiteres vom Wechsel- in den gewöhnlichen Urkundenprozeß übergehen kann (BGHZ 53, 11, 17; 82, 200, 207;… Wieczorek/Rössler, ZPO 2. Aufl. § 596 Anm. B;… Stein/Jonas/Schlosser, ZPO 21. Aufl. § 596 Rdn. 12;… MünchKomm-ZPO/Braun § 596 Rdn. 4;… Zöller/Schneider, ZPO 18. Aufl. § 596 Rdn. 10;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO 51. Aufl. § 602 Rdn. 3; Steckler/Künzl WM 1984, 861 f.).Hier kommt ein solcher aus § 780 BGB in Betracht, da die "PROMISSORY NOTE" als Solawechsel formnichtig ist und sich deshalb die Frage der Umdeutung gemäß § 140 BGB in ein abstraktes Schuldversprechen stellt (vgl. BGHZ 82, 200, 207; BGH, Urteil vom 1. Oktober 1987 - III ZR 134/86, WM 1987, 1416, 1417).
Dies genügt der Formvorschrift des Art. 75 Nr. 1 WG nach allgemeiner Meinung nicht (BGHZ 82, 200, 205;… Baumbach/Hefermehl, Wechselgesetz und Scheckgesetz 18. Aufl., Art. 1 WG Rdn. 2 und Art. 75 WG Rdn. 2;… Bülow, WechselG, ScheckG, AGB Art. 75 WG Rdn. 3).
- BGH, 23.09.1993 - XI ZR 206/92 In Rechtsprechung und Literatur herrscht Einigkeit, daß der Kl. in erster Instanz ohne weiteres vom Wechsel- in den gewöhnlichen Urkundenprozeß übergehen kann (BGHZ 53, 11 (17) = NJW 1970, 324 = LM Art. 1 WG Nr. 9; BGHZ 82, 200 (207) = NJW 1982, 523 = LM Art. 1 WG Nr. 16;… Wieczorek-Rössler, ZPO, 2. Aufl., § 596 Anm. B;… Stein-Jonas-Schlosser, ZPO, 21. Aufl., § 596 Rdnr. 12;… Braun, in: MünchKomm-ZPO, § 596 Rdnr. 4;… Zöller-Schneider, ZPO, 18. Aufl., § 596 Rdnr. 10;… Baumbach-Lauterbach-Albers-Hartmann, ZPO, 51. Aufl., § 602 Rdnr. 3; Steckler-Künzl, WM 1984, 861 f.).
Hier kommt ein solcher aus § 780 BGB in Betracht, da die "promissory note" als Solawechsel formnichtig ist und sich deshalb die Frage der Umdeutung gem. § 140 BGB in ein abstraktes Schuldversprechen stellt (vgl. BGHZ 82, 200 (207) = NJW 1982, 523 = LM Art. 1 WG Nr. 16; BGH, NJW 1988, 1468 = LM § 318 ZPO Nr. 15 = WM 1987, 1416 (1417)).
Dies genügt der Formvorschrift des Art. 75 Nr. 1 WG nach allgemeiner Meinung nicht (BGHZ 82, 200 (205) = NJW 1982, 523 = LM Art. 1 WG Nr. 16; Baumbach-Hefermehl, WG, ScheckG, 18. Aufl., Art. 1 WG Rdnr. 2, Art. 75 WG Rdnr. 2; Bülow, WG, ScheckG, AGB Art. 75 ScheckG.
- OLG Jena, 06.01.1999 - 2 U 120/98
Voraussetzungen des Urkundsprozesses; Abstandnahme vom Urkundsprozess; …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OLG Rostock, 02.12.2002 - 3 U 97/02
Rechtsvernichtende Einwendungen im Urkundsprozess
In der Rechtsprechung besteht Übereinstimmung, dass eine aus materiell-rechtlichen Gründen unbegründete Klage gem. § 597 Abs. 1 ZPO abzuweisen ist (BGHZ 70, 263,; 82, 200; MDR 1976, 561; OLG Düsseldorf v. 31.05.1995, Az.: 9 U 125/94 [recherchiert in Juris]; OLG Jena OLG-NL 1999, 68).Die besonderen Prozessvoraussetzungen des Urkundenprozesses bezwecken nicht, die Klägerin vor einer Klageabweisung zu schützen, wenn der Rechtsstreit entsprechend entscheidungsreif ist (BGHZ 82, 200;… OLG Jena a.a.O. m. w. N.).
- BGH, 30.11.1993 - XI ZR 8/93
Wirksamkeit eines Wechselakzepts
Zwar kann in diesem Punkt die Abweisung als unbegründet nicht aufrechterhalten werden (BGHZ 82, 200, 208). - OLG Frankfurt, 10.02.2006 - 10 U 265/04
Nachgründungspflicht für Werkverträge bei Forderungsverpfändung aus dem Vertrag
Eine gleichzeitige Anhängigkeit in unterschiedlichen Prozessarten ist nicht möglich (…vgl. Thomas/Putzo, ZPO, 26. Aufl. 2004, § 596 Rdn. 1;… Musielak, ZPO, § 596 Rdn. 5;… Stein/Jonas, ZPO, 21. Aufl., § 596 Rdn. 2;… Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO, 62. Aufl. 2004, § 596 Rdn. 6; ebenso für den hilfsweisen Übergang vom Wechselprozess in der gewöhnlichen Urkundenprozess: BGHZ 82, 200 ff., 207 ff.). - OLG Hamburg, 06.06.2019 - 6 U 160/17
Sachdienlichkeit Abstandnahme von einem Urkundenprozess in Berufungsinstanz
- OLG Frankfurt, 12.02.2015 - 3 U 117/14
Unzulässige Verbindung von Urkunden- und ordentlichem Verfahren
- OLG Saarbrücken, 25.04.2012 - 1 U 26/11
Urkundenprozess gegen Gesamtschuldner auf Darlehensrückzahlung: Voraussetzungen …
- OLG Brandenburg, 28.11.2025 - 3 U 104/24
Urkundenprozess hinsichtlich der Geltendmachung von Ansprüchen aus einem …
- OLG Köln, 07.11.2006 - 15 U 70/06
Darlegung der Alleinvertretungsvollmacht des Mitgesellschafters für die GbR zum …
- BGH, 03.05.1982 - II ZR 229/81
Austellung von Urkunden (Pagarè a la Orden) aufgrund eines Treuhandvertrages und …
- OLG München, 07.02.1996 - 7 U 5772/95
Auslegung eines Wechsels bei fehlender Remittentenangabe
- OLG Zweibrücken, 18.11.1997 - 5 U 6/97
Umdeutung eines Wechselakzepts in eine persönliche Verpflichtungserklärung
- LG Oldenburg, 21.05.2024 - 9 O 3018/23
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Rechtsprechung
| BGH, 28.09.1981 - II ZR 11/81 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Schadensersatz für verlorene Fracht wegen Untergang eines Schiffs - Pflichtwidrige Beladung - Seetüchtigkeit eines Schiffs - Bewertung der Glaubwürdigkeit des Beklagten ohne vorherige Vernehmung
- Institut für Transport- und Verkehrsrecht
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1982, 297
- VersR 1981, 1175
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (3)
- BGH, 24.10.1973 - VIII ZR 111/72
Unzulässigkeit der Parteivernehmung bei geklärter Beweisfrage
Auszug aus BGH, 28.09.1981 - II ZR 11/81
Denn damit fehlt ihm der unmittelbare Eindruck, um die Wahrheitsliebe der Partei selbst beurteilen zu können (…vgl. BGH, Urt. v. 26. September 1963 - II ZR 138/61, LM ZPO § 398 Nr. 2 sowie Urt. v. 24. Oktober 1973 - VIII ZR 111/72, LM a.a.O. Nr. 7). - BGH, 06.10.1977 - II ZR 141/76
Pflichten des Schleppzugführers und des Anhangschiffers beim Aufpacken eines …
- BGH, 26.09.1963 - II ZR 138/61
Auszug aus BGH, 28.09.1981 - II ZR 11/81
Denn damit fehlt ihm der unmittelbare Eindruck, um die Wahrheitsliebe der Partei selbst beurteilen zu können (vgl. BGH, Urt. v. 26. September 1963 - II ZR 138/61, LM ZPO § 398 Nr. 2 …sowie Urt. v. 24. Oktober 1973 - VIII ZR 111/72, LM a.a.O. Nr. 7).
- BGH, 16.07.1998 - I ZR 32/96
"Vieraugengespräch"; Einbeziehung einer Parteivernehmung in die Beweiswürdigung
Auch von der Würdigung der Aussage einer Partei darf das Rechtsmittelgericht nicht abweichen, ohne die Partei erneut vernommen zu haben (…vgl. BGH, Urt. v. 24.10.1973 - VIII ZR 111/72, NJW 1974, 56; Urt. v. 28.9.1981 - II ZR 11/81, VersR 1981, 1175, 1176).b) Die Verfahrensweise des Berufungsgerichts wäre allerdings - worauf die Revisionserwiderung zu Recht hinweist - nicht zu beanstanden, wenn die erstinstanzliche Vernehmung des Beklagten zu 2 mit § 448 ZPO nicht in Einklang gestanden hätte (BGH VersR 1981, 1175, 1176).
Eine verfahrensfehlerhafte Parteivernehmung nach § 448 ZPO ist daher ebenso zu behandeln wie ein Fehler bei der Urteilsfällung, von dem die Parteien bei der Schlußverhandlung noch keine Kenntnis haben können (vgl. zu § 448 ZPO BGH VersR 1981, 1175, 1176;… ferner BGH, Urt. v. 4.12.1990 - XI ZR 310/89, NJW 1991, 1180;… Urt. v. 18.3.1992 - VIII ZR 30/91, NJW 1992, 1966, 1967).
- BGH, 25.07.2017 - VI ZR 103/17
Berufungsverfahren: Pflicht zur nochmaligen Anhörung der Partei bei …
Auch von der Würdigung der Aussage der Partei darf das Rechtsmittelgericht nicht abweichen, ohne die Partei erneut vernommen zu haben (vgl. BGH, Urteil vom 28. September 1981 - II ZR 11/81, VersR 1981, 1175, 1176; Urteil vom 16. Juli 1998 - I ZR 32/96, NJW 1999, 363, 364). - BAG, 06.12.2001 - 2 AZR 396/00
Anfechtung eines Aufhebungsvertrages wegen Drohung mit einer außerordentlichen …
Auch von der Würdigung der Aussagen einer Partei darf das Berufungsgericht nicht abweichen, ohne die Partei erneut vernommen zu haben (BGH 24. Oktober 1973 - VIII ZR 111/72 - MDR 1974, 223; 28. September 1981 - II ZR 11/81 - MDR 1982, 297).
- BVerwG, 12.03.2014 - 5 B 48.13
Ausgleichsleistung; Ausschlussgrund; Grundsätze der Menschlichkeit und …
- BGH, 17.09.2013 - XI ZR 394/12
Bindung des Berufungsgerichts an die Tatsachenfeststellungen des ersten …
Auch von der Würdigung der Aussage der Partei darf das Rechtsmittelgericht nicht abweichen, ohne die Partei erneut vernommen zu haben (vgl. BGH, Urteil vom 28. September 1981 II ZR 11/81, VersR 1981, 1175, 1176; Urteil vom 16. Juli 1998 I ZR 32/96, NJW 1999, 363, 364). - BGH, 22.01.1997 - IV ZR 320/95
Beweiswürdigung bei Inanspruchnahme einer Versicherung
An den persönlichen Eindruck hätte das Berufungsgericht Verfahrensfehlerfrei nur anknüpfen können, wenn alle an der Entscheidung beteiligten Richter an der Anhörung des Zeugen und des Klägers teilgenommen hätten (vgl. dazu BGH, Urteil vom 21. Februar 1996 - IV ZR 351/94 - VersR 1996, 703 unter 1 b bb; BGH, Urteil vom 28. September 1981 - II ZR 11/81 - MDR 1982, 297). - BGH, 03.07.1990 - XI ZR 68/89
Berechnung des Beleihungswertes eines Wertpapierdepots
Es steht grundsätzlich im Belieben der Parteien, ob sie es zulassen wollen, daß das Gericht Beweisstoff verwertet, den es verfahrensfehlerhaft beschafft hat (vgl. BGH, Urteil vom 28. September 1981 - II ZR 11/81, VersR 1981, 1175, 1176). - BGH, 18.12.1984 - VI ZR 56/83
Beteiligter - Haftung - Alternative Kausalität - Erwiesene Verursachung eines …
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes liegt ein Verfahrensfehler vor, wenn das Berufungsgericht die Glaubwürdigkeit der erstinstanzlich vernommenen Zeugen anders beurteilt oder den Inhalt ihrer protokollierten Aussage anders auslegt als die Richter der Vorinstanz, ohne sich selbst einen Eindruck von den Zeugen und dem Inhalt ihrer Aussagen gemacht zu haben (zuletzt Senatsurteile vom 3. April 1984 - VI ZR 195/82 - VersR 1984, 582 und vom 7. Juli 1981 - VI ZR 48/80 - VersR 1981, 1079 sowie BGH-Urteil vom 28. September 1981 - II ZR 11/81 - VersR 1981, 1175 - alle m. w. N.). - BSG, 30.06.1998 - B 8 KN 17/97 B
Verfahrensfehlerhaft beschaffte Beweisstoffe, Verwertung durch das Gericht
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) ist bereits geklärt, daß Verfahrensfehler bei der Verwertung von schriftlichen Gutachten, die unter Verletzung der einschlägigen Pflichten des Sachverständigen zustande gekommen sind, iS des § 295 Abs. 1 ZPO geheilt werden können (vgl BGH vom 3. Juli 1990, BB 1990, 2434, 2435 mwN; 28. September 1981, VersR 1981, 1175, 1176; 31. Januar 1980, RzW 1980, 105).
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