Rechtsprechung
| BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 293/81 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
AnfG § 2
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Urteil - Gewillkürte Prozeßstandschaft - Anfechtung - Berechtigter - Konkurs - Schuldnervermögen - Unzulänglichkeit - Eidesstattliche Versicherung - Abgabe
Verfahrensgang
- BGH, 10.09.1982 - VIII ZR 293/81
- BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 293/81
- BGH, 10.11.1982 - VIII ZR 293/81
Papierfundstellen
- NJW 1983, 1678
- ZIP 1982, 1361
- ZIP 1982, 1362
- MDR 1983, 308
Wird zitiert von ... (23) Zitiert selbst (7)
- BGH, 14.06.1978 - VIII ZR 149/77
Konkursanfechtung bei Erbanteilsverkürzung
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 293/81
Zweck der Anfechtung außerhalb des Konkurses ist es, Gegenstände, welche der Schuldner aus seinem Vermögen weggegeben hat, dem Vollstreckungszugriff des Gläubigers wieder zu erschließen und damit sachlich ungerechtfertigte Vermögensverschiebungen, durch die das Schuldnervermögen verkürzt worden ist, rückgängig zu machen (Senatsurteil vom 14. Juni 1978 - VIII ZR 149/77 -, WM 1978, 988). - BGH, 15.02.1956 - IV ZR 266/55
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 293/81
Es genügt für die Annahme einer unentgeltlichen Verfügung, wenn diese ohne Rechtspflicht erfolgt ist und keine Gegenleistung für das Weggegebene in das Schuldnervermögen gelangt ist (vgl. BGH, Urteil vom 15. Februar 1956 - IV ZR 266/55 -, WM 1956, 703, 705). - BGH, 15.03.1972 - VIII ZR 159/70
Besondere Konkursanfechtung und Schenkungsanfechtung
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 293/81
Bei unentgeltlichen Verfügungen ist nach dem Gesetz die Zuwendung innerhalb einer bestimmten Frist rückgängig zu machen, weil der Empfangende billigerweise eine solche unentgeltliche Zuwendung nicht auf Kosten eines Gläubigers des Zuwendenden behalten soll (BGHZ 58, 240, 243).
- BGH, 12.07.1957 - VI ZR 176/56
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 293/81
Eine Umschreibung der Vollstreckungsklausel in entsprechender Anwendung von § 727 ZPO auf die Ermächtigenden, auf die sich die Rechtskraftwirkung erstreckt (vgl. BGH, Urteil vom 12. Juli 1957 - VI ZR 176/56 -, LM ZPO § 325 Nr. 9;… Rosenberg/Schwab, Zivilprozessrecht, 13. Aufl., § 46 V 4), käme allenfalls in Betracht, wenn der Prozessstandschafter die Vollstreckung ablehnen oder verzögern würde oder wenn sie aus einem sonstigen Grund von ihm nicht durchgeführt werden könnte (…Zöller/Vollkommer, aaO., Heintzmann, ZZP 92, 61 ff., Schwab in Gedächtnisschrift für Bruns 1980, S. 188). - BGH, 26.04.1961 - VIII ZR 165/60
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 293/81
Die Beklagte kann im Anfechtungsprozess - abgesehen vom Vorwurf einer Kollusion zwischen dem Kläger und seinem Schuldner beim Erwerb des Vollstreckungstitels (Senatsurteil vom 11. September 1963 - VIII ZR 168/62 -, WM 1964, 177) - nur solche Einwendungen gegen die titulierte Forderung des Klägers erheben, die nach der letzten Tatsachenverhandlung im Vorprozess des Klägers gegen seinen Schuldner entstanden sind und die der Schuldner selbst noch vorbringen könnte (Senatsurteil vom 26. April 1961 - VIII ZR. 165/65 -, WM 1961, 646). - BGH, 11.12.1963 - VIII ZR 168/62
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 293/81
Die Beklagte kann im Anfechtungsprozess - abgesehen vom Vorwurf einer Kollusion zwischen dem Kläger und seinem Schuldner beim Erwerb des Vollstreckungstitels (Senatsurteil vom 11. September 1963 - VIII ZR 168/62 -, WM 1964, 177) - nur solche Einwendungen gegen die titulierte Forderung des Klägers erheben, die nach der letzten Tatsachenverhandlung im Vorprozess des Klägers gegen seinen Schuldner entstanden sind und die der Schuldner selbst noch vorbringen könnte (Senatsurteil vom 26. April 1961 - VIII ZR. 165/65 -, WM 1961, 646). - RG, 17.11.1883 - IV 378/83
Bestimmung der Vertretungspflicht des Gerichtsvollziehers nach …
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 293/81
Der Gläubiger kann den ihm nach § 2 AnfG obliegenden Beweis, dass die Zwangsvollstreckung nicht zu seiner vollständigen Befriedigung führen kann, auch durch andere Indizien, wie durch die Vorlage eines Pfandabstandsprotokolls führen, ohne dass erst die eidesstattliche Versicherung des Schuldners über sein Vermögen herbeigeführt werden muss (RGZ 10, 233, 236).
- BGH, 12.02.2004 - IX ZR 70/03
Anfechtbarkeit der fremdnützigen Einziehung von Beiträgen zur gesetzlichen …
Der Beklagte ist für die Durchsetzung aller Beitragsforderungen des tarifvertraglichen Systems Prozeßstandschafter, Titelgläubiger und Klauselberechtigter im Sinne des § 725 ZPO (vgl. insoweit BGH, Urt. v. 22. September 1982 - VIII ZR 293/81, NJW 1983, 1678 zur gewillkürten Prozeßstandschaft im allgemeinen). - BGH, 16.08.2007 - IX ZR 63/06
Zulässigkeit eines Teilurteils über eine Anfechtungsklage; Rechtsfolgen der …
Ist der Vollstreckungstitel ein rechtskräftiges oder vorläufig vollstreckbares Urteil, sind dem Anfechtungsgegner im Anfechtungsprozess - vom Vorwurf der Kollusion zwischen Gläubiger und Schuldner abgesehen (der hier nicht erhoben worden ist) - in entsprechender Anwendung von § 767 Abs. 2 ZPO nur solche Einwendungen erlaubt, die nach der letzten mündlichen Tatsachenverhandlung im Vorprozess des Gläubigers gegen den Schuldner entstanden sind und die der Schuldner selbst noch vorbringen könnte (BGHZ 55, 20, 28; 90, 207, 210; BGH, Urt. v. 22. September 1982 - VIII ZR 293/81, ZIP 1982, 1362, 1363; 19. November 1998 - IX ZR 116/97, WM 1999, 33, 34;… ebenso Huber, AnfG 10. Aufl. § 2 Rn. 33).Ist zweifelhaft, ob nach einer Vermögensverschiebung des Schuldners dessen Restvermögen ausreicht, um den Gläubiger zu befriedigen, braucht sich der Anfechtungskläger nicht auf die Möglichkeit einer Pfändung verweisen zu lassen, die, wenn überhaupt, erst nach Jahren zu einer Befriedigung führt (BGH, Urt. v. 22. September 1982 aaO).
- BGH, 13.09.2001 - V ZB 15/01
Eintragung einer Zwangshypothek zu Gunsten des Verwalters einer …
Auch ein zur Prozeßführung im eigenen Namen ermächtigter Verfahrensstandschafter ist in dem von ihm erstrittenen Titel als Gläubiger ausgewiesen und damit berechtigt, den zuerkannten fremden Anspruch im eigenen Namen zu vollstrecken und die hierfür grundsätzlich erforderliche - vorliegend aber gemäß § 796 Abs. 1 ZPO entbehrliche - Vollstreckungsklausel zu beantragen (Senat; BGHZ 92, 347, 349; BGH, Urt. v. 22. September 1982, VIII ZR 293/81, NJW 1983, 1678;… Zöller/Stöber, aaO, § 724 Rdn. 3;… Rosenberg/Gaul/Schilken, aaO, § 16 V 2 c ee, S. 280).Dies gilt unabhängig davon, ob der Vollstreckungstitel - wie vorliegend - auf Leistung an den Verfahrensstandschafter oder an den materiellen Rechtsinhaber lautet (BGH, Urt. v. 22. September 1982, aaO;… Stein/Jonas/Münzberg, aaO, § 724 Rdn. 8 a;… Becker-Eberhard, aaO, 425).
Zum anderen kann die Eintragung der Zwangshypothek für die Wohnungseigentümer als Gläubiger erfolgen, was allerdings zur Erfüllung der Vollstreckungsvoraussetzungen (§§ 750 Abs. 1, 795 ZPO) und zur Vermeidung einer unzulässigen Vollstreckungsstandschaft erfordert, daß zuvor der Vollstreckungstitel auf die Wohnungseigentümer in entsprechender Anwendung des § 727 ZPO umgeschrieben worden ist (BGH, Urt. v. 22. September 1982, VIII ZR 293/81, aaO, m.w.N.;… Staudinger/Wenzel, aaO;… Becker-Eberhardt, aaO, S. 439 ff, 443;… a.A. Becker, Festschrift für Merle, S. 48).
- BGH, 08.12.2011 - IX ZR 33/11
Anfechtung außerhalb des Insolvenzverfahrens: Anwendung deutschen Rechts auf die …
Zum anderen muss sich die Klägerin auf die Möglichkeit, künftig mit ihrer Forderung gegen die monatlich wiederkehrenden Ansprüche des Schuldners gemäß dem landgerichtlichen Urteil vom 6. Juli 2011 aufzurechnen, nicht verweisen lassen (vgl. zur künftigen Pfändung laufender Bezüge des Schuldners BGH, Urteil vom 22. September 1982 - VIII ZR 293/81, WM 1982, 1259, 1260). - BGH, 23.02.1984 - IX ZR 26/83
Rechtsstellung des Gläubigers eines von mehreren Miteigentümern an einem …
Gegen diesen titulierten, fälligen Anspruch kann die Beklagte im Anfechtungsprozeß außer dem Vorwurf der Kollusion zwischen der Gläubigerin und ihrem Schuldner (vgl. BGH Urteil vom 11. Dezember 1963 - VIII ZR 168/62 = NJW 1964, 1277) nur noch solche Einwendungen erheben, die nach der letzten Tatsachenverhandlung im Vorprozeß der Klägerin gegen ihren Schuldner entstanden sind und die der Schuldner selbst noch vorbringen könnte (§ 767 ZPO ; BGH Urteil vom 26. April 1961 - VIII ZR 165/60 = NJW 1961, 1463; BGHZ 55, 20, 28; BGH Urteil vom 22. September 1982 - VIII ZR 293/81 = JZ 1983, 150 = NJW 1983, 1678).a) Wie auch das Berufungsgericht nicht verkennt, läßt § 7 AnfG hier den Antrag auf Duldung der Zwangsvollstreckung in die von der Beklagten erworbenen Grundstückshälfte zu, obwohl Bruchteilseigentum nach der Eintragung der Beklagten als Alleineigentümerin des Grundstücks nicht mehr besteht (BGH Urteile vom 12. Januar 1972 - VIII ZR 170/70 = WM 1972, 363, 364; vom 22. September 1982 - VIII ZR 293/81 = WM 1982, 1259 = JZ 1983, 150).
- BGH, 22.10.1997 - XII ZR 278/95
Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen durch einen Dritten in gewillkürter …
Ob darüber hinaus auch die rechtliche Möglichkeit besteht, den Rechtsinhabern - im vorliegenden Fall also den Kindern - nach § 727 Abs. 1 ZPO oder in entsprechender Anwendung dieser Bestimmung eine vollstreckbare Ausfertigung zu erteilen, ist streitig (…bejahend: Zöller/Stöber aaO § 727 Rdn. 13; Heintzmann ZZP 92, 61, 69; Becker-Eberhard ZZP 104, 413, 443 f.; Derleder/Bartels FamRZ 1995, 1111, 1117; vgl. auch BGH, Urteil vom 22. September 1983 - VIII ZR 293/81 - MDR 1983, 308, 309;… verneinend: Schuschke/Walker, Vollstreckung und vorläufiger Rechtsschutz, Bd. II, 2. Aufl., § 727 Rdn. 14;… MünchKomm-ZPO-Wolfsteiner § 727 Rdn. 10; KG Rpfleger 1971, 103). - BGH, 15.12.1994 - IX ZR 153/93
Zeitpunkt des Eintritts der Gläubigerbenachteiligung bei einer …
Eine Forderung ist auch dann uneinbringlich, wenn voraussehbar eine Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Schuldners fruchtlos verlaufen würde (…vgl. BGH, Urt. v. 3. November 1965 - VIII ZR 257/63, WM 1966, 140; v. 22. September 1982 - VIII ZR 293/81, NJW 1983, 1678 f). - BGH, 29.11.1990 - IX ZR 94/90
Vollstreckung aus einem von einem Elternteil erwirkten Urteil auf Kindesunterhalt
Der Prozeßstandschafter bleibt vollstreckungsbefugt, solange nicht die Klausel auf den materiellen Anspruchsinhaber umgeschrieben worden ist (vgl. BGH, Urt. v. 22. September 1982 - VIII ZR 293/81, JZ 1983, 150, 151; Beschl. v. 23. November 1983 - IVa ZR 161/83, MDR 1984, 385;… Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO 48. Aufl. § 727 Anm. 3 B). - BGH, 20.01.2012 - V ZR 55/11
Wohnungseigentumsverwalter: Erlöschen der materiell-rechtlichen Ermächtigung zum …
Das gilt selbst dann, wenn der ausgeschiedene Verwalter - wie hier - bereits einen auf sich selbst lautenden Vollstreckungstitel erwirkt hat, da dieser entsprechend § 727 ZPO auf die Wohnungseigentümergemeinschaft umgeschrieben werden kann (vgl. OLG Düsseldorf, WuM 1997, 298; Merle, ZWE 2000, 9, 11; die Möglichkeit einer Titelumschreibung auf den Ermächtigenden allgemein bejahend auch BGH, Urteil vom 22. September 1982 - VIII ZR 293/81, NJW 1983, 1678;… Zöller/Stöber, ZPO, 29. Aufl., § 727 Rn. 13 mwN auch zur Gegenmeinung). - BGH, 19.03.1992 - IX ZR 14/91
Rückgewähr eines Miterbenanteils bei Nachlaßgrundstück
Das ist grundsätzlich möglich (Senatsurt. v. 27. September 1990 - IX ZR 67/90, WM 1990, 1981, 1982; BGH, Urt. v. 22. September 1982 - VIII ZR 293/81, WM 1982, 1259, 1260;… Böhle-Stamschräder/Kilger aaO. § 2 Anm. V 4). - OLG Saarbrücken, 14.12.2004 - 4 U 639/03
Gläubigeranfechtung außerhalb des Insolvenzverfahrens: Übereignung eines …
- BGH, 27.09.1990 - IX ZR 67/90
Voraussetzungen der Gläubigeranfechtung; Darlegung der Unzulänglichkeit des …
- OLG Köln, 05.03.1985 - 4 WF 19/85
Vollstreckungsklausel; Zwangsvollstreckung; Vollstreckungserinnerung; Erinnerung …
- OLG Düsseldorf, 29.01.1997 - 3 Wx 469/96
Untersagung der Nutzung einer zu einer Eigentumswohnung gehörenden Garagenbox als …
- BGH, 27.03.1984 - IX ZR 49/83
Ansprüche des Anfechtungsgegners auf Aufwendungsersatz bei Werterhöhung des …
- OLG Stuttgart, 14.05.2002 - 1 U 1/02
Gläubigeranfechtung: Zwangsvollstreckung in das Vermögen des persönlich haftenden …
- OLG Düsseldorf, 24.07.1996 - 3 WF 27/96
Beschwerde gegen die Ablehnung einer Erinnerung gegen die Erteilung einer …
- BGH, 12.02.2004 - IX ZR 146/03
Anfechtbarkeit der fremdnützigen Einziehung von Beiträgen zur gesetzlichen …
- OLG Düsseldorf, 23.04.2020 - 12 U 42/19
Fehlende Anfechtungsberechtigung eines Gläubigers bei unzulänglichem …
- OLG Karlsruhe, 12.02.2026 - 6 VA 2/26
Glaubhaftmachung eines rechtlichen Interesses Dritter für die Akteneinsicht
- OLG München, 18.08.2011 - 34 Wx 153/11
Grundbucheintragungsverfahren: Eintragung einer Zwangshypothek bei einer an einen …
- OLG Dresden, 14.07.1994 - 5 U 117/94
- BGH, 27.03.1984 - IX ZR 50/83
Inhalt des Rückgewähranspruchs nach § 7 Anfechtungsgesetz - Unterschied zwischen …
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Rechtsprechung
| BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 215/79 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Europäisches Gemeinschaftsrecht - EWG-Verordnung - Schriftform - Bundesanstalt für Landwirtschaftliche Marktordnung - Ordentlicher Rechtsweg - Zulässigkeit - Zulässigkeit des ordentlichen Rechtswegs für einen Anspruch der Bundesanstalt für landwirtschaftliche ...
- ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Hamburg, 06.07.1977 - 5 O 48/77
- LG Hamburg, 05.04.1978 - 5 O 58/77
- OLG Hamburg, 22.06.1979 - 1 U 46/78
- OLG Hamburg, 22.06.1979 - 1 U 73/78
- BGH, 25.02.1981 - VIII ZR 118/80
- BGH, 08.04.1981 - VIII ZR 215/79
- Generalanwalt beim EuGH, 18.03.1982 - 66/81
- EuGH, 29.04.1982 - 66/81
- BGH, 07.06.1982 - VIII ZR 118/80
- BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 215/79
- BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 118/80
Papierfundstellen
- NJW 1983, 519
- MDR 1983, 308
- GRUR 1983, 41
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (15)
- BGH, 14.11.1978 - KZR 24/77
Wettbewerbsbeschränkungen aufgrund der EG-Agrarmarktordnung
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 215/79
Der Kartellsenat des Bundesgerichtshofs hat in mehreren Entscheidungen den ordentlichen Rechtsweg für ähnlich liegende Vertragsstrafenansprüche angenommen, die bei Butterreinfettveräußerungen in den Jahren 1967 und 1968 entstanden waren (BGH Urteil vom 14. November 1978 - KZR 24/77 - NJW 1979, 490 unter I, insoweit in BGHZ 72, 371 ff nicht abgedruckt, unter Hinweis auf zwei nicht veröffentlichte Urteile vom 10. Juli 1974 - KZR 13/73 und 24/72).Diese Bestimmung verlangt für alle an sich dem Kartellgesetz unterfallenden Verträge Schriftlichkeit und ist nach der Ausnahmevorschrift des § 105 GWB auch dann anwendbar, wenn der übrige Inhalt des Kartellgesetzes infolge entsprechender Anwendung des § 100 Abs. 8 GWB auf gemeinschaftsrechtliche Bindungen und Beschränkungen ausgeschlossen ist (BGHZ 72, 371, 375 f) [BGH 14.11.1978 - KZR 24/77].
Der Senat sieht keine Veranlassung, von der Rechtsprechung des Kartellsenats des Bundesgerichtshofs insoweit abzuweichen (vgl. NJW 1979, 490 zu IV 3 b, insoweit in BGHZ 72, 371, 381 f [BGH 14.11.1978 - KZR 24/77] nicht vollständig abgedruckt).
- BVerfG, 28.10.1975 - 2 BvR 883/73
Justizverwaltungsakt
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 215/79
Maßgebendes Kriterium für den Gesetzesvorbehalt, der sich hinsichtlich des Verwaltungshandelns nicht aus Art. 80 GG ergibt, sondern aus dem rechtsstaatlichen, auf Art. 20 Abs. 3 GG beruhenden Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung (BVerfGE 6, 32, 42 [BVerfG 16.01.1957 - 1 BvR 253/56]; 8, 274, 322und 325; 9, 83, 87; 20, 150, 157), ist deshalb nicht mehr allein das Merkmal des Eingriffs, sondern die Frage, ob es sich um grundsätzliche Regelungen handelt, die den Bürger unmittelbar selbst betreffen (BVerfGE 40, 237, 249).Keiner gesetzlichen Regelung bedürfen danach jedenfalls im Gebiet der leistungsgewährenden Verwaltung die nicht grundsätzlichen Regelungen, insbesondere die über sachliche Zuständigkeit oder über das Verwaltungsverfahren, sofern sie nicht Gesetzen oder Rechtsverordnungen widersprechen (BVerfGE 8, 155, 159; 40, 237, 250).
- BVerfG, 06.05.1958 - 2 BvL 37/56
Lastenausgleich
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 215/79
Eingriffs- und Leistungsverwaltung lassen sich in dem durch zahlreiche Mischformen gekennzeichneten modernen Wirtschafts- und Verwaltungssystem nicht mehr so klar abgrenzen, daß die Notwendigkeit gesetzlicher Ermächtigung allein durch die Zuordnung zu dem einen oder anderen Bereich zu beantworten wäre (BVerfGE 8, 155, 157 und 166).Keiner gesetzlichen Regelung bedürfen danach jedenfalls im Gebiet der leistungsgewährenden Verwaltung die nicht grundsätzlichen Regelungen, insbesondere die über sachliche Zuständigkeit oder über das Verwaltungsverfahren, sofern sie nicht Gesetzen oder Rechtsverordnungen widersprechen (BVerfGE 8, 155, 159; 40, 237, 250).
- BVerwG, 28.06.1968 - VII C 118.66
Erstattung von Förderungsbeiträgen für den Bezug von Handelsdünger - Erstattung …
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 215/79
Da es den Zweck der verbilligten Butterfettabgabe an private Verbraucher nur sichern sollte, kann es keinem anderen Verwaltungsbereich zugeordnet werden als die Hauptvorgänge der Intervention selbst: Ankauf der Frischbutter, Lagerung, Abgabe der Lagerbutter zur Verarbeitung und Weiterverkauf als Butterreinfett (vgl. auch die Erwägungen des BVerwG in NJW 1969, 809, 810 [BVerwG 28.06.1968 - VII C 118/66] r. Sp. zum Verhältnis von begünstigendem und belastendem Verwaltungsakt bei Gewährung und Rückzahlung von Subventionsleistungen).Die von der Revision zitierten Urteile des Bundesgerichtshofs (BGHZ 63, 319) und des Bundesverwaltungsgerichts (NJW 1969, 809 = JZ 1969, 69 [BVerwG 28.06.1968 - VII C 118/66]) betreffen andersartige Sachverhalte und können deshalb die Ansicht der Beklagten nicht stützen.
- BVerfG, 16.01.1957 - 1 BvR 253/56
Elfes
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 215/79
Maßgebendes Kriterium für den Gesetzesvorbehalt, der sich hinsichtlich des Verwaltungshandelns nicht aus Art. 80 GG ergibt, sondern aus dem rechtsstaatlichen, auf Art. 20 Abs. 3 GG beruhenden Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung (BVerfGE 6, 32, 42 [BVerfG 16.01.1957 - 1 BvR 253/56]; 8, 274, 322und 325; 9, 83, 87; 20, 150, 157), ist deshalb nicht mehr allein das Merkmal des Eingriffs, sondern die Frage, ob es sich um grundsätzliche Regelungen handelt, die den Bürger unmittelbar selbst betreffen (BVerfGE 40, 237, 249). - BVerfG, 12.11.1958 - 2 BvL 4/56
Preisgesetz
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 215/79
Maßgebendes Kriterium für den Gesetzesvorbehalt, der sich hinsichtlich des Verwaltungshandelns nicht aus Art. 80 GG ergibt, sondern aus dem rechtsstaatlichen, auf Art. 20 Abs. 3 GG beruhenden Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung (BVerfGE 6, 32, 42 [BVerfG 16.01.1957 - 1 BvR 253/56]; 8, 274, 322und 325; 9, 83, 87; 20, 150, 157), ist deshalb nicht mehr allein das Merkmal des Eingriffs, sondern die Frage, ob es sich um grundsätzliche Regelungen handelt, die den Bürger unmittelbar selbst betreffen (BVerfGE 40, 237, 249). - BVerfG, 09.06.1971 - 2 BvR 225/69
Milchpulver
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 215/79
Diese Wirkung wäre beeinträchtigt, wenn entgegenstehende Gesetze der Mitgliedstaaten Vorrang vor dem Gemeinschaftsrecht hätten (vgl. EuGH, Urteil vom 15. Juli 1964, RS 6/64, Bd. X 1251, 1270; BVerfGE 31, 145, 174; BFH 93, 102). - BVerfG, 05.08.1966 - 1 BvF 1/61
Sammlungsgesetz
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 215/79
Maßgebendes Kriterium für den Gesetzesvorbehalt, der sich hinsichtlich des Verwaltungshandelns nicht aus Art. 80 GG ergibt, sondern aus dem rechtsstaatlichen, auf Art. 20 Abs. 3 GG beruhenden Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung (BVerfGE 6, 32, 42 [BVerfG 16.01.1957 - 1 BvR 253/56]; 8, 274, 322und 325; 9, 83, 87; 20, 150, 157), ist deshalb nicht mehr allein das Merkmal des Eingriffs, sondern die Frage, ob es sich um grundsätzliche Regelungen handelt, die den Bürger unmittelbar selbst betreffen (BVerfGE 40, 237, 249). - BGH, 12.10.1978 - VII ZR 139/75
Vertragsstrafe: "Verlängerter" Vorbehalt in AGB
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 215/79
Anders als in den von der Revision zitierten Fällen (BGHZ 72, 222 und WM 1981, 523) war den Beklagten der Zweck der Verbilligungsaktion und die Notwendigkeit der Bindung ihrer Abnehmer seit Jahren bekannt. - BVerfG, 08.01.1959 - 1 BvR 425/52
Strafbarkeit der Arzneiproduktion
Auszug aus BGH, 22.09.1982 - VIII ZR 215/79
Maßgebendes Kriterium für den Gesetzesvorbehalt, der sich hinsichtlich des Verwaltungshandelns nicht aus Art. 80 GG ergibt, sondern aus dem rechtsstaatlichen, auf Art. 20 Abs. 3 GG beruhenden Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung (BVerfGE 6, 32, 42 [BVerfG 16.01.1957 - 1 BvR 253/56]; 8, 274, 322und 325; 9, 83, 87; 20, 150, 157), ist deshalb nicht mehr allein das Merkmal des Eingriffs, sondern die Frage, ob es sich um grundsätzliche Regelungen handelt, die den Bürger unmittelbar selbst betreffen (BVerfGE 40, 237, 249). - BFH, 10.07.1968 - VII 198/63
Rechtswirkungen einer vom Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften nach …
- BGH, 12.12.1974 - III ZR 76/70
Amtspflichten eines Bundesministers bei der Durchführung außenwirtschaftlicher …
- EuGH, 15.12.1971 - 51/71
International Fruit Company u.a. / Produktschap voor Groenten en fruit
- BVerwG, 31.08.1961 - VIII C 6.60
Voraussetzungen für die Zulässigkeit des Verwaltungsrechtsweges - Anforderungen …
- BGH, 10.07.1974 - KZR 13/73
Auflagen für die Abgabe von Butter - Sittenwidrigkeit von Vertragsvereinbarungen …
- BGH, 06.05.1997 - KZR 42/95
"Sprengwirkungshemmende Bauteile"; Rückabwicklung eines formnichtigen …
Der Senat braucht daher nicht zu der Frage Stellung zu nehmen, ob es der Vorrang des Gemeinschaftsrechts verbietet, einen nach Art. 85 Abs. 3 EGV freigestellten Vertrag im Hinblick auf die Anforderungen des autonomen deutschen Kartellrechts als formunwirksam anzusehen (…so Wiedemann, Kommentar zu den Gruppenfreistellungsverordnungen des EWG-Kartellrechts, Bd I, AT Rdn. 349;… Bechtold, GWB, § 34 Rdn. 16; vgl. auch BGH, Urt. v. 22.9.1982 - VIII ZR 215/79, WuW/E 1963, 1964 = NJW 1983, 519, 520 - Butterreinfett). - OVG Sachsen-Anhalt, 02.12.2015 - 1 L 5/14
Rückforderung überzahlter Unterhaltsbeihilfe an Rechtsreferendare
Rn. 43 Es gibt auch keinen allgemeinen Vorbehalt des Gesetzes für die Regelung von Zuständigkeiten der Verwaltungsbehörden im Bereich der leistungsgewährenden Verwaltung (vgl. BVerfG, Beschluss v. 6. Mai 1958 - 2 BvL 37/56, 2 BvL 11/57 -, juris, RdNr. 73), zu der auch die Rückabwicklung erbrachter Leistungen gehört (vgl. BVerwG, Urteil v. 17. März 1977 - VII C 59.75 -, juris m. w. N.; Bayerischer VGH, Beschluss v. 29. Dezember 1999 - 4 B 99.526 -, juris), noch gebietet Art. 20 Abs. 3 GG für den vorliegend betroffenen Lebensbereich, die Rechtsposition des Bürgers und im Hinblick auf die eigene Art des Regelungsgegenstandes eine gesetzlich legitimierte Zuständigkeitsregelung wegen "Grundsätzlichkeit" (vgl. BVerfG, Beschluss v. 28. Oktober 1975 - 2 BvR 883/73 u. a. -, juris, RdNr. 34, 35; BGH, Urteil v. 22. September 1982 - VIII ZR 215/79 -, juris, RdNr. 43). - BGH, 03.02.1993 - VIII ZR 217/91
Kaufantrag gegenüber Interventionsstelle - Darlegungs- und Beweislast bei …
Ebenso ist in der dann folgenden Sachentscheidung (Senatsurteil vom 22. September 1982 - VIII ZR 215/79 = WM 1982, 1255 unter III 2, S. 1258 re.Sp. oben) für die Verpflichtung "in schriftlicher Form" die Unterzeichnung durch den Käufer für ausreichend gehalten worden. - VGH Hessen, 11.04.1985 - 8 TG 557/85
Rechtsschutz gegen Verkauf von Interventionsware
Diese Gerichte vertreten nämlich in ständiger Rechtsprechung die Ansicht, daß hierbei von der Verwaltung Verträge privatrechtlicher Art abgeschlossen werden dürfen (vgl. BVerwG, Urteil vom 17.10.1958, BVerwGE 7, 264 und auch BGH, vgl. zum Beispiel die Urteile vom 16.2.1956, BGHZ 2o, 77; vom 10.7.1974, Az. KZR 24/72 und KZR 13/73; vom 14.11.1978, NJW 1979, 49o und vom 22.9.1982 , NJW 1983, 519) .
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Rechtsprechung
| BGH, 13.10.1982 - VIII ZR 260/81 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Schaden eines pfändenden Gläubigers auf Grund einer unrichtigen Auskunft des Drittschuldners - Schadensersatz wegen Abgabe einer unrichtigen Drittschuldnererklärung - Drittschuldnererklärung gemäß § 840 Abs. 1 Zivilprozessordnung (ZPO) als Schuldanerkenntnis - Eignung eines ...
- ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de (Leitsatz)
ZPO § 840 Abs. 2 S. 2
Anrechnung eigenen Verschuldens des Gläubigers
Papierfundstellen
- ZIP 1982, 1482
- MDR 1983, 308
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (6)
- BGH, 10.10.1977 - VIII ZR 76/76
Rechtsnatur der Drittschuldnererklärung
Auszug aus BGH, 13.10.1982 - VIII ZR 260/81
In Einklang mit der Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 10. Oktober 1977 - VIII ZR 76/76 = BGHZ 69, 328) geht das Berufungsgericht davon aus, daß die Drittschuldnererklärung gemäß § 840 Abs. 1 ZPO kein Schuldanerkenntnis darstellt, sondern eine Wissenserklärung ist.Ist die Erklärung, wie hier, unrichtig, so haftet der Drittschuldner dem Gläubiger gegenüber nach § 840 Abs. 2 ZPO (vgl. auch RGZ 149, 251), falls dieser infolge der Unrichtigkeit der Auskunft einen Schaden erleidet, indem er andere erfolgversprechende Vollstreckungsmöglichkeiten versäumt (BGHZ 69, 328, 333).
- BGH, 11.05.1971 - VI ZR 78/70
Ersatzfähigkeit von Schockschäden; Berücksichtigung eines fremden Mitverschuldens
Auszug aus BGH, 13.10.1982 - VIII ZR 260/81
Die Regelung des § 254 BGB, eine Ausprägung des Grundsatzes von Treu und Glauben (vgl. BGHZ 34, 355, 363; 50, 112, 115; 56, 163, 169), soll verhindern, daß der Geschädigte Ersatz seines Schadens fordern kann, obwohl dieser ganz oder teilweise seinem Verhalten oder seinem Verantwortungsbereich zuzurechnen ist. - BGH, 14.03.1961 - VI ZR 189/59
Einwilligung in Körperverletzung bei Mitfahrt mit einem als fahruntüchtig …
Auszug aus BGH, 13.10.1982 - VIII ZR 260/81
Die Regelung des § 254 BGB, eine Ausprägung des Grundsatzes von Treu und Glauben (vgl. BGHZ 34, 355, 363; 50, 112, 115; 56, 163, 169), soll verhindern, daß der Geschädigte Ersatz seines Schadens fordern kann, obwohl dieser ganz oder teilweise seinem Verhalten oder seinem Verantwortungsbereich zuzurechnen ist.
- BGH, 28.01.1981 - VIII ZR 1/80
Haftung des Drittschuldners für unrichtige Auskünfte durch von ihm hinzugezogene …
Auszug aus BGH, 13.10.1982 - VIII ZR 260/81
Ein Schadensersatzanspruch des Gläubigers nach § 840 Abs. 2 ZPO setzt außerdem voraus, daß den Drittschuldner ein Verschulden an der unrichtigen Erklärung trifft (vgl. Senatsurteil vom 28. Januar 1981 - VIII ZR 1/80 = BGHZ 79, 275 [BGH 28.01.1981 - VIII ZR 1/80]). - BGH, 25.03.1968 - II ZR 208/64
Berufung des Dritten auf die Unbeschränkbarkeit des Umfangs der Prokura; …
Auszug aus BGH, 13.10.1982 - VIII ZR 260/81
Die Regelung des § 254 BGB, eine Ausprägung des Grundsatzes von Treu und Glauben (vgl. BGHZ 34, 355, 363; 50, 112, 115; 56, 163, 169), soll verhindern, daß der Geschädigte Ersatz seines Schadens fordern kann, obwohl dieser ganz oder teilweise seinem Verhalten oder seinem Verantwortungsbereich zuzurechnen ist. - RG, 29.10.1935 - III 32/35
Macht sich der Drittschuldner schadensersatzpflichtig, der bei Erfüllung der ihm …
Auszug aus BGH, 13.10.1982 - VIII ZR 260/81
Ist die Erklärung, wie hier, unrichtig, so haftet der Drittschuldner dem Gläubiger gegenüber nach § 840 Abs. 2 ZPO (vgl. auch RGZ 149, 251), falls dieser infolge der Unrichtigkeit der Auskunft einen Schaden erleidet, indem er andere erfolgversprechende Vollstreckungsmöglichkeiten versäumt (BGHZ 69, 328, 333).
- FG München, 18.12.2017 - 10 K 712/17
Rechtmäßigkeit von Vollstreckungsmaßnahmen
Es hat dabei - eine wirtschaftliche Betrachtungsweise zu Grunde legend (Bundesgerichtshof -BFH-Urteil vom 13. Oktober 1982 VIII ZR 260/81, DB 1982, 2684) - berücksichtigt, dass der Pkw 13 Jahre alt war und unklar war, ob es überhaupt fahrbereit war oder in einem nennenswerten Umfang Reparaturen erforderlich waren; diese Bedenken waren auch naheliegend, da der Pkw im Zeitpunkt der Abholung laut Schreiben der Versicherung bereits zwangsabgemeldet war. - OLG Stuttgart, 26.05.2011 - 2 U 15/11
Schadensersatzpflicht des Drittschuldners bei unterlassener Auskunft: …
Rn. 28 Nach BGH, MDR 1983, 308, müsse sich die Klägerin ein Mitverschulden nach Maßgabe des § 254 BGB anrechnen lassen (Musielak/Becker, a.a.O., § 840 Rn. 12 unter Hinweis auf BGH, ZIP 1982, 1482).
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