Rechtsprechung
| BayObLG, 07.05.1981 - BReg. 2 Z 104/80 |
Volltextveröffentlichungen (2)
Papierfundstellen
- MDR 1981, 759
- MittBayNot 1981, 188 (Ls.)
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (10)
- BayObLG, 18.12.1979 - BReg. 2 Z 11/79
Zur Inhaltskontrolle des Grundbuchamts nach dem AGBG
Auszug aus BayObLG, 07.05.1981 - BReg. 2 Z 104/80
Das Grundbuchamt hat deshalb grundsätzlich nicht zu prüfen, ob das zur Bestellung des dinglichen Rechts erforderliche materiellrechtliche Rechtsgeschäft (Einigung) rechtswirksam zustandegekommen ist oder ob das schuldrechtliche Rechtsverhältnis, dessen Sicherung das bewilligte dingliche Recht dienen soll, rechtswirksam begründet worden ist (BayObLGZ 1979, 434/436 f. = MittBayNot 1980, 9 ; 1981, 109/111 f.; OLG Frankfurt NJW 1981, 876 f.; jew. m.Nachw.) Der in § 19 GBO verankerte Grundsatz der einseitigen Bewilligung gilt allerdings nicht ausnahmslos.Bei allgemeinen Rechtsbegriffen, wie "Treu und Glauben" oder - wie hier - "Sittenwidrigkeit" ( § 138 Abs. 1 BGB ) kann dem Grundbuchamt wegen der formellen Struktur des Grundbucheintragungsverfahrens und der dort gegebenen Erkenntnismöglichkeiten die abschließende Beurteilung, ob im Einzelfall ein Verstoß hiergegen vorliegt, regelmäßig nicht zukommen ( BayObLGZ 1979, 434 /437 m.Nachw. = MittBayNot 1980, 9).
- BGH, 28.04.1961 - V ZB 17/60
Begriff des Gesamtvermögensgeschäfts
Auszug aus BayObLG, 07.05.1981 - BReg. 2 Z 104/80
Es ist deshalb gehalten, nicht dabei mitzuwirken, das Grundbuch durch eine (beantragte und bewilligte) Eintragung unrichtig zu machen ( BGHZ 35, 135 /139 f.; BayObLGZ 1954, 286 /292; … - BGH, 29.11.1961 - V ZR 181/60
Notwendige Streitgenossenschaft
Auszug aus BayObLG, 07.05.1981 - BReg. 2 Z 104/80
Auch wenn sich der Ausübungsbereich einer Dienstbarkeit auf einen realen Teil eines solchen Grundstücks beschränkt (z.B. bei einem Geh- und Fahrtrecht), kann die Dienstbarkeit nur durch Belastung des Gesamtgrundstücks - bei mehreren Miteigentümern unter Mitwirkung aller - bestellt werden; die Belastung eines ideellen Miteigentumsanteils ist ausgeschlossen ( BGHZ 36, 187 /189; BayObLGZ 1974, 396 /398 f.m.Nachw. _ MittBayNot 1974, 215 ).
- BGH, 18.05.1979 - V ZR 70/78
Dienstbarkeit zur Absicherung einer Bierbezugsverpflichtung
Auszug aus BayObLG, 07.05.1981 - BReg. 2 Z 104/80
c) Es trifft allerdings zu, daß der Bundesgerichtshof - anknüpfend an seine ständige Rechtsprechung über die Sittenwidrigkeit unbefristeter oder übermäßig langer Bierbezugsverpflichtungen - auch die Bestellung einer diesen Grundsätzen nicht entsprechenden, der Sicherheit einer solchen Bierbezugsverpflichtung dienenden Dienstbarkeit für unwirksam angesehen und eine(zulässige) zeitliche Beschränkung auch der Dienstbarkeit gefordert hat ( BGHZ 74, 293 /297 ff. = NJW 1979, 2150 /2151 f. = DNotZ 1980, 43 ; BGH NJW 1979, 2149/2150; BGH NJW 1981, 343 /345 = WPM 1980, 1293/1294 f.). - BGH, 13.07.1979 - V ZR 122/77
Bestehen einer beschränkten persönlichen Dienstbarkeit; Einstellung eines …
Auszug aus BayObLG, 07.05.1981 - BReg. 2 Z 104/80
c) Es trifft allerdings zu, daß der Bundesgerichtshof - anknüpfend an seine ständige Rechtsprechung über die Sittenwidrigkeit unbefristeter oder übermäßig langer Bierbezugsverpflichtungen - auch die Bestellung einer diesen Grundsätzen nicht entsprechenden, der Sicherheit einer solchen Bierbezugsverpflichtung dienenden Dienstbarkeit für unwirksam angesehen und eine(zulässige) zeitliche Beschränkung auch der Dienstbarkeit gefordert hat ( BGHZ 74, 293 /297 ff. = NJW 1979, 2150 /2151 f. = DNotZ 1980, 43 ; BGH NJW 1979, 2149/2150; BGH NJW 1981, 343 /345 = WPM 1980, 1293/1294 f.). - BayObLG, 09.07.1980 - BReg. 2 Z 39/80
Zur Formbedürftigkeit einer Vollmacht
Auszug aus BayObLG, 07.05.1981 - BReg. 2 Z 104/80
Zu weiteren Ermittlungen im Sinn des § 12 FGG ist das Grundbuchamt im Grundbucheintragungsantragsverfahren weder berechtigt noch verpflichtet (BayObLGZ 1971, 252/257; BayObLG MittBayNot 1980, 152 ; Horber Grundz. vor § 13 Anm. 1 b; jew.m.Nachw.); zu diesem Zweck kann daher auch keine Zwischenverfügung erlassen werden (KG DNotZ 1972, 173 /176). - BayObLG, 24.10.1974 - BReg. 2 z 51/74
Wohnungseigentümer; Sondereigentum; Teilungserklärung; Grundbuch; Grundbuchamt; …
Auszug aus BayObLG, 07.05.1981 - BReg. 2 Z 104/80
Auch wenn sich der Ausübungsbereich einer Dienstbarkeit auf einen realen Teil eines solchen Grundstücks beschränkt (z.B. bei einem Geh- und Fahrtrecht), kann die Dienstbarkeit nur durch Belastung des Gesamtgrundstücks - bei mehreren Miteigentümern unter Mitwirkung aller - bestellt werden; die Belastung eines ideellen Miteigentumsanteils ist ausgeschlossen ( BGHZ 36, 187 /189; BayObLGZ 1974, 396 /398 f.m.Nachw. _ MittBayNot 1974, 215 ). - BGH, 22.01.1975 - VIII ZR 243/73
Auszug aus BayObLG, 07.05.1981 - BReg. 2 Z 104/80
307/308 = DNotZ 1976, 97 ). - OLG Frankfurt, 03.03.1980 - 20 W 82/80
Auszug aus BayObLG, 07.05.1981 - BReg. 2 Z 104/80
Das Grundbuchamt hat deshalb grundsätzlich nicht zu prüfen, ob das zur Bestellung des dinglichen Rechts erforderliche materiellrechtliche Rechtsgeschäft (Einigung) rechtswirksam zustandegekommen ist oder ob das schuldrechtliche Rechtsverhältnis, dessen Sicherung das bewilligte dingliche Recht dienen soll, rechtswirksam begründet worden ist (BayObLGZ 1979, 434/436 f. = MittBayNot 1980, 9 ; 1981, 109/111 f.; OLG Frankfurt NJW 1981, 876 f.; jew. m.Nachw.) Der in § 19 GBO verankerte Grundsatz der einseitigen Bewilligung gilt allerdings nicht ausnahmslos. - KG, 31.08.1971 - 1 W 10861/69
Auszug aus BayObLG, 07.05.1981 - BReg. 2 Z 104/80
Zu weiteren Ermittlungen im Sinn des § 12 FGG ist das Grundbuchamt im Grundbucheintragungsantragsverfahren weder berechtigt noch verpflichtet (BayObLGZ 1971, 252/257; BayObLG MittBayNot 1980, 152 ; Horber Grundz. vor § 13 Anm. 1 b; jew.m.Nachw.); zu diesem Zweck kann daher auch keine Zwischenverfügung erlassen werden (KG DNotZ 1972, 173 /176).
- OLG München, 28.07.2016 - 34 Wx 233/16
Kein Amtswiderspruch gegen Vormerkung eines ehevertraglichen …
Zu eigenen Ermittlungen ist das Grundbuchamt auch in diesem Zusammenhang weder berechtigt noch verpflichtet (BayObLG MittBayNot 1981, 188/189).Die Erkenntnismöglichkeiten des Grundbuchamts sind vielmehr durch die im Eintragungsverfahren einzureichenden Unterlagen (§ 29 Abs. 1 Satz 1 GBO) und die beim Grundbuchamt offenkundigen Umstände (§ 29 Abs. 1 Satz 2 GBO) beschränkt (vgl. BayObLG MittBayNot 1981, 188/189; OLG Köln Rpfleger 1985, 435;… Schöner/Stöber Rn. 210).
- OLG München, 07.11.2018 - 34 Wx 395/17
Bezeichnung eines offensichtlich nicht in absehbarer Zeit beibringbaren Mittels …
Rn. 65 aa) Hinsichtlich einer wegen Sittenwidrigkeit von Anfang an gegebenen Unwirksamkeit der Vollmacht (…vgl. MüKo/Schubert § 167 Rn. 55) sind die Erkenntnismöglichkeiten des Grundbuchamts im Rahmen der ihm obliegenden materiellen Prüfung der Vollmacht durch die im Eintragungsverfahren einzureichenden Unterlagen (§ 29 Abs. 1 Satz 1 GBO) und die beim Grundbuchamt offenkundigen Umstände (§ 29 Abs. 1 Satz 2 GBO) beschränkt (vgl. Senat vom 28.7.2016, 34 Wx 233/16 = NJW-RR 2016, 1419; BayObLG MittBayNot 1981, 188/189; OLG Köln Rpfleger 1985, 435;… auch Schöner/Stöber Rn. 2109a und 209b). - BayObLG, 23.11.1989 - BReg. 2 Z 55/89
Zur Ausgestaltung einer beschränkten persönlichen Dienstbarkeit
Der Betrieb eines Gewerbes einschließlich des Rechts, Gebäude zu errichten, zu verändern und zu unterhalten, kann sehr wohl Gegenstand einer Grunddienstbarkeit oder einer beschränkten persönlichen Dienstbarkeit nach der ersten in §§ 1018, 1090 Abs. 1 BGB genannten Fallgruppe sein (vgl. BGHZ 35, 378/381 - Tankstellendienstbarkeit; BayObLG MittBayNot 1981, 188 - Gaststättendienstbarkeit; KG OLGE 15, 359 - Betrieb eines Schotterwerks;… MünchKomm/Falckenberg Rn. 29, Palandt/Bassenge Anm. 5 a, jeweils zu § 1018).
- BayObLG, 07.08.1985 - BReg. 2 Z 139/84
Zulässigkeit einer Dienstbarkeit
Das Grundbuchamt hat grundsätzlich nicht zu prüfen, ob das zur Entstehung des dinglichen Rechts erforderliche materiell-rechtliche Rechtsgeschäft rechtswirksam zustande gekommen ist oder ob das schuldrechtliche Rechtsverhältnis, dessen Sicherung das bewilligte dingliche Recht (nach der Veräußerung des Grundstücks) dienen soll, rechtswirksam begründet worden ist (BayObLGZ 1979, 434/436 f.; 1981, 110/111 f.; BayObLG MittBayNot 1981, 188; OLG Frankfurt NJW 1981, 876 f., Jeweils m.w.Nachw.).Es ist deshalb gehalten, nicht dabei mitzuwirken, das Grundbuch durch eine Eintragung unrichtig zu machen (BGHZ 35, 135/139 f.; BayObLGZ 1979, 434/436 ff.; BayObLG MittBayNot 1981, 188; OLG Hamm Rpfleger 1973, 137;… Horber GBO 16. Aufl. Grundzüge 7 B vor § 13;… Kuntze/Ertl/Herrmann/Eickmann - KEHE - Grundbuchrecht 3. Aufl. Einl. RdNrn. C 66 ff.).
Dies schon wegen einer Vertragsdauer von 20 Jahren - die nach der oben zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in Ausnahmefällen noch hingenommen werden muß - festzustellen, ist dem Grundbuchamt mit seinen beschränkten Nachprüfungsmöglichkeiten verwehrt (vgl. BayObLGZ 1979, 434/437; 1981, 110/111 f.; 1982, 184/190; BayObLG MittBayNot 1981, 188/189).
- BayObLG, 15.12.1983 - BReg. 2 Z 110/83
Zur Aufhebung eines belasteten Erbbaurechts bei Erwerb des Grundstücks
Der Auslegung durch das Grundbuchamt sind allerdings - als folge des Bestimmtheitsgrundsatzes und des grundsätzlichen Erfordernisses urkundlich belegter Eintragungsunterlagen (BayObLGZ 1974, 112/114 f.; 1980, 108/112 f.; BayObLG Rpfleger 1982, 335/336) sowie bedingt durch das fehlen einer Ermittlungspflicht des Grundbuchamts im Antragsverfahren (BayObLGZ 1971, 252/257; BayObLG MittBayNot 1981, 188;… Horber GBO 16. Aufl. § 1 Anm. 5 G, Grundz. vor § 13 Anm. 1 b) - Grenzen gesetzt. - BayObLG, 06.04.1982 - BReg. 2 Z 7/82
Zur Zulässigkeit eines Wohnungsbesetzungsrechts
würde zur Unrichtigkeit des Grundbuchs führen; bloße Zweifel an der wirksamen Begründung des Rechts genügen nicht (BayObLGZ 1981, 110/112; BayObLG MittBayNot 1981, 188 m.Nachw.;… Meikel/Imhof/Riedel Grundbuchrecht 6. Aufl. § 18 Anh. Rdnr. 142; KEHE Einl. C 4, 70).Bei der Überprüfung derartiger allgemeiner Rechtsbegriffe kann dem Grundbuchamt aber wegen der formellen Struktur des Grundbucheintragungsverfahrens und der dort gegebenen Erkenntnismöglichkeiten die abschließende Beurteilung, ob im Einzelfall ein Verstoß hiergegen vorliegt, regelmäßig nicht zukommen ( BayObLGZ 1979, 4341437 [= MittBayNot 1980, 9 ] m.Nachw.; BayObLG MittBayNot 1981, 188/189).
- BayObLG, 27.09.1989 - BReg. 2 Z 101/89
Kein Genehmigungserfordernis bei atypischer Nießbrauchsbestellung zu Gunsten …
Das Grundbuchamt hat deshalb die Gültigkeit des dem dinglichen Rechtsgeschäft zugrunde liegenden Kausalgeschäfts nicht zu prüfen; es darf die Eintragung einer Rechtsänderung grundsätzlich selbst dann nicht ablehnen, wenn es dieses Rechtsgeschäft für nichtig hält (vgl. BayObLG MittBayNot 1981, 188; KGJ 46, 171/175; OLG Hamm Rpfleger 1958, 127/128; OLG Frankfurt Rpfleger 1980, 292; Horber/Demharter § 19 Anm. 6 a;… KEHE/Ertl GBR 3. Aufl. Einleitung Rn. A 41;… Meikel/Böttcher GBR 7. Aufl. Anh. zu § 18 Rn. 90). - BayObLG, 27.03.1997 - 2Z BR 139/96
Bestimmtheit der Zwischenverfügung - Verpflichtung zum ausschließlichen Verkauf …
(2) Gegen die Einräumung des Rechts, ein Grundstück zum ausschließlichen Verkauf von Weißbier zu nutzen, bestehen keine rechtlichen Bedenken; es handelt sich hierbei zweifellos um die Benutzung "in einer einzelnen Beziehung" und damit um den rechtlich zulässigen Inhalt einer Dienstbarkeit (vgl. z.B. BGH NJW 1985, 2474 ; BayObLG MittBayNot 1981, 188). - BayObLG, 20.06.1983 - BReg. 2 Z 24/83
Zur Zulässigkeit einer Gewerbebetriebsbeschränkungsdienstbarkeit
Es handelt sich also um eine Dienstbarkeit nach (§ 1090 Abs. 1 i.V.m.) § 1018 2. Alternative BGB , wonach auf dem belasteten Grundstück gewisse Handlungen nicht vorgenommen werden dürfen (dagegen handelt es sich nicht um eine sog. Benutzungsdienstbarkeit im Sinn der §§ 1090, 1018 BGB jew. 1. Alternative; vgl. hierzu BayObLG MittBayNot 1981, 188 f. m.Nachw.). - BayObLG, 22.12.1982 - BReg. 2 Z 88/82
Voraussetzungen für die Statthaftigkeit einer weiteren Beschwerde; Anforderungen …
Soweit aber bestehende Zweifel oder Unklarheiten tatsächliche Ermittlungen oder Feststellungen verlangen, die den vorgelegten öffentlichen Urkunden (und den gegebenenfalls beizuziehenden Nachlaßakten) nicht zu entnehmen sind, hat das Grundbuchamt grundsätzlich die Vorlegung eines Erbscheins zu verlangen (BayObLGZ 1970, 137/139; 1974, 1/4; Horber § 51 Anm.2 B a, § 35 Anm. 4 C a m.Nachw.); denn solche Ermittlungen anzustellen, ist das Grundbuchamt weder verpflichtet noch berechtigt (…BayObLG a.a.O.; BayObLG MittBayNot 1981, 188/189;… Horber a.a.O. und § 29 Anm. 3 A m.Nachw.). - OLG Düsseldorf, 18.10.1989 - 9 U 70/89
Sicherungswirkung einer abgetretenen Auflassungsvormerkung
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