Rechtsprechung
| BFH, 22.01.1964 - VI 94/62 S |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittelbelehrung zur Wahrung der Rechtsmittelfrist
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 78, 528
- NJW 1964, 1246
- BStBl III 1964, 201
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (3)
- BVerwG, 04.12.1959 - VII C 36.58
Auszug aus BFH, 22.01.1964 - VI 94/62 S
Nach der Ansicht des Bf., der sich hierzu auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts VII C 36/58 vom 4. Dezember 1959 (Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1960 S. 1074) beruft, ist die Rechtsmittelbelehrung unrichtig, weil in ihr der Hinweis fehlt, daß die Behörde "im Zweifel" den Zugang des Schriftstückes und den Zeitpunkt des Zugangs nachzuweisen habe.Der Senat stimmt dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts VII C 36/58 (…a.a.O.) aber nicht darin zu, daß die Rechtsmittelbelehrung auch darauf hinweisen muß, daß nach § 17 Abs. 2 Halbsatz 2 VwZG im Zweifel die Behörde den Zugang des Schriftstücks und den Zeitpunkt des Zugangs nachzuweisen hat.
- BFH, 07.11.1957 - IV 155/56 U
Beginn einer Rechtsmittelfrist bei fehlerhafter Rechtsmittelbelehrung - …
Auszug aus BFH, 22.01.1964 - VI 94/62 S
Wie der Bundesfinanzhof in dem Urteil IV 155/56 U vom 7. November 1957 (BStBl 1958 III S. 46, Slg. Bd. 66 S. 118) ausgeführt hat, kann der Schwebezustand hinsichtlich des Beginns der Rechtsmittelfrist aus Gründen der Rechtssicherheit nicht ohne zeitliche Begrenzung andauern. - BFH, 01.04.1958 - I 171/57 U
Berechtigung eines geschäftsführenden Gesellschafters zur Einlegung von …
Auszug aus BFH, 22.01.1964 - VI 94/62 S
In dem Urteil I 171/57 U vom 1. April 1958 (BStBl 1958 III S. 285, Slg. Bd. 63 S. 35) ist ausgeführt, daß das Anfechtungsrecht verwirkt werden könne; der Steuerpflichtige müsse, wenn er von dem Inhalt eines anfechtbaren Bescheids Kenntnis erhalten habe und mit diesem nicht einverstanden sei, innerhalb angemessener Frist tätig werden.
- BFH, 02.02.2016 - X B 95/15
Notwendiger Inhalt der Rechtsbehelfsbelehrung (hier: fehlende Belehrung über den …
NV: Eine Rechtsbehelfsbelehrung muss keine Angaben darüber enthalten, dass die Frist zur Einlegung eines Einspruchs gegen einen nicht zugegangenen Verwaltungsakt nicht beginnt (BFH-Rechtsprechung; Abgrenzung zum BFH-Urteil vom 22. Januar 1964 VI 94/62 S, BFHE 78, 528, BStBl III 1964, 201, insoweit keine Divergenz 10 .Zum Beleg für ihre Rechtsauffassung berief sich die Klägerin auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22. Januar 1964 VI 94/62 S (BFHE 78, 528, BStBl III 1964, 201).
Die weiteren von der Klägerin angeführten Fundstellen (Brandis in Tipke/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, § 55 FGO Rz 11, und Hardtke in: Kühn/ v. Wedelstädt, 21. Aufl., AO, § 356 Rz 7) verweisen demgegenüber pauschal auf das BFH-Urteil in BFHE 78, 528, BStBl III 1964, 201, ohne eine weitergehende Differenzierung (Belehrung allein im Hinblick auf den Nichtzugangsfall nicht erfolgt) vorzunehmen.
Rn. 12 Das betrifft insbesondere auch die von der Klägerin vermisste Abgrenzung zum BFH-Urteil in BFHE 78, 528, BStBl III 1964, 201, die bereits der IV. Senat des BFH im Beschluss in BFH/NV 1996, 871 (unter 1.) vorgenommen hat (s. dazu Seite 16 des FG-Urteils, sowie das Senatsurteil in BFHE 212, 407, BStBl II 2006, 455, unter II.2.f; zustimmend Kühnen, EFG 2015, 1417, 1418).
Anders als im Fall in BFHE 78, 528, BStBl III 1964, 201 fehlte dort wie auch im Streitfall nicht jeglicher Hinweis auf etwaige Ausnahmen von der Drei-Tages-Frist des § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO, sondern lediglich eine Belehrung hinsichtlich des Nichtzugangsfalls.
- BFH, 07.03.2006 - X R 18/05
Rechtsbehelfsbelehrung; Fristbeginn; Bekanntgabefiktion
f) Mit dieser Entscheidung weicht der erkennende Senat nicht von dem BFH-Urteil vom 22. Januar 1964 VI 94/62 S (BFHE 78, 528, BStBl III 1964, 201) ab. - BFH, 09.05.1996 - IV B 58/95
Grundsätzliche Bedeutung der Frage der Möglichkeit der Begründung eines …
Die vom Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) geltend gemachte Divergenz zu den Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22. Januar 1964 VI 94/62 S (BFHE 78, 528, BStBl III 1964, 201) und vom 18. Oktober 1972 II R 110/69 (BFHE 107, 409) ist nicht in zulässiger Weise dargetan und liegt auch nicht vor.Das hielt der BFH für unzureichend, weil auf diese Weise der Steuerpflichtige zu dem Irrtum verleitet werden könne, die Rechtsbehelfsfrist sei trotz verspäteten Zugangs des Schriftstücks abgelaufen (Urteil in BFHE 78, 528, BStBl III 1964, 201).
- BFH, 14.06.1972 - II 149/65 § 246 Abs. 3 AO a.F. setzt nicht voraus, daß der Betroffene im Einzelfall durch die falsche Belehrung abgehalten wurde, den Rechtsbehelf rechtzeitig einzulegen (vgl. BFH-Urteil VI 94/62 S vom 22. Januar 1964, BFH 78, 528, BStBl III 1964, 201).
Der Rechtsgedanke der Verwirkung gilt aber auch im Prozeßrecht (…vgl. Forsthoff, a.a.O., S. 165;… Eyermann/Fröhler, a.a.O., § 58 Tz. 13;… Staudinger/Weber, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, 11. Aufl., Rdnr. A 58ff. zu § 242 ; Nachschlagewerk des Bundesarbeitsgerichts, Arbeitsrechtliche Praxis Nr. 1 zu § 242 BGB "Prozeßverwirkung", Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Zivilsachen Bd. 43 S. 289/292 - BGHZ 43, 289/292 - BVerwGE 7, 54/56; BFH-Urteile VI 94/62 S vom 22. Januar 1964, BFH 78, 528, BStBl III 1964, 201, und I 181/64 vom 9. Februar 1966, BFH 85, 337, BStBl III 1966, 330 jeweils mit weiteren Nachweisen).
- BFH, 09.02.1966 - I 181/64 Der I. Senat schließt sich der Auffassung des VI. Senats im Urteil VI 94/62 S vom 22. Januar 1964, BStBl 1964 III S. 201, Slg. Bd. 78 S. 528, an, daß ein Bescheid, der eine unrichtige Rechtsmittelbelehrung enthält, im allgemeinen nicht mehr angefochten werden kann, wenn seit der Bekanntgabe des Bescheids ein Jahr verstrichen ist.
Es trifft zu, daß die Rechtsmittelbelehrung aus den von der Stpfl. angeführten Gründen unrichtig war und daher gemäß§ 246 AO a. F. die Rechtsmittelfrist nicht in Lauf gesetzt hat (Urteil des Bundesfinanzhofs -- BFH -- VI 94/62 S vom 22. Januar 1964, BStBl 1964 III S. 201, Slg. Bd. 78 S. 528).
- BSG, 24.03.1993 - 9a RV 17/92
Einschreiben - Rechtsmittelbelehrung - Zustellung
Zwar vertreten das Bundesverwaltungsgericht in einer älteren Entscheidung (NJW 1960, 1074; vgl dagegen aus neuerer Zeit: NVwZ 1989, 648, 650 und NJW 1991, 508, 509) und der Bundesfinanzhof in ständiger Rechtsprechung (BFHE 78, 528, 529; 85, 337, 338; 107, 409, 411) die Auffassung, in Fällen der §§ 4, 17 VwZG seien die Beteiligten auch über die Wirkungsweise der der Rechtsbehelfsfrist vorgeschalteten 3-Tage-Frist zu belehren. - BFH, 23.09.1966 - III 226/63
Bewirkung einer Einspruchsentscheidung durch einfache Aufgabe des Briefs
Nach dem BFH-Urteil VI 94/62 S vom 22. Januar 1964 (BFH 78, 528, BStBl III 1964, 201) ist eine Rechtsmittelbelehrung unrichtig, die nur den Hinweis enthält, daß ein durch Aufgabe des Briefes zur Post zugesandter Bescheid als am dritten Tage nach der Aufgabe zur Post bekanntgemacht gilt. - FG Baden-Württemberg, 29.04.2015 - 4 K 1753/14
Wirksamkeit einer Prüfungsanordnung - Rechtswidrigkeit oder Nichtigkeit der …
Rn. 40 Mit Schriftsatz vom 30. Januar 2015 erwidert der Bekl weiter, entgegen der Auffassung der Klin habe der BFH zumindest im Beschluss vom 9. Mai 1996 IV B 58/95, veröffentlicht in der Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH (…BFH/NV 1996, 871), seine Entscheidung vom 22. Januar 1964, BStBl III 1964, 201 modifiziert. - BFH, 29.10.1974 - I R 37/73
Rechtsbehelfsbelehrung - Zustellung eines Bescheides - Eingeschriebener Brief - …
Nach einer anderen vor allem vom BFH vertretenen Meinung sind die Beteiligten wenigstens in den Fällen der §§ 4, 17 VwZG auch über die Wirkungsweise der der Rechtsbehelfsfrist vorgeschalteten Dreitagesfrist zu belehren; es wird insbesondere ein Hinweis auf die Unmaßgeblichkeit der Dreitagesfrist im Falle eines späteren Zugangs (oder des Nichtzugangs) für erforderlich gehalten (BFH-Urteile vom 22. Januar 1964 VI 94/62 S, BFHE 78, 528, BStBl III 1964, 201; vom 9. Februar 1966 I 181/64, BFHE 85, 337, BStBl III 1966, 330; vom 18. Oktober 1972 II R 110/69, BFHE 107, 409, insoweit in BStBl II 1973, 187 nicht wiedergegeben; BSG-Urteil vom 24. Mai 1966 1 RA 3/64, BSGE 25, 31;… Peter-Sautter-Wolff, Kommentar zur Sozialgerichtsbarkeit, 4. Aufl., § 66 Anm. 3 e; siehe auch Urteil des BVerwG vom 4. Dezember 1959 VII C 36/58, NJW 1960, 1074; zweifelnd v. Wallis-List in Hübschmann-Hepp-Spitaler, Reichsabgabenordnung und Nebengesetze, § 55 FGO, Anm. 14). - BVerwG, 16.11.1973 - VII B 58.73
Wirksamkeitsvoraussetzungen der einem Widerspruchsbescheid beigefügten …
Soweit die Beschwerde sich auf das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 22. Januar 1964 (BStBl. III 1964, 201) und Entscheidungen anderer Finanzgerichte beruft, kommt eine die Zulassung der Revision rechtfertigende Abweichung nach § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO nicht in Betracht, abgesehen davon, daß jene Entscheidungen zu anderen Vorschriften ergangen sind. - BFH, 22.04.1965 - V 156/64 U
Fristbeginn zur Einlegung eines Rechtsmittels
- BVerwG, 28.09.1970 - VII B 63.70
Anforderungen an die Rechtsmittelbelehrung
- BVerwG, 28.09.1970 - VII B 114.68
Rechtsmittel
- BFH, 07.10.1964 - I 294/62 U
Vorliegen einer Verfahrensrüge - Feststellung eines Gewerbesteuermeßbetrages
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Rechtsprechung
| BFH, 08.11.1963 - VI 295/62 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Zulassung einer Bilanzänderung - Höhe der Anforderungen ab die Form und den Inhalt des Urteils eines Finanzgerichts
- datenbank.nwb.de
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 78, 56
- NJW 1964, 1246
- BStBl III 1964, 21
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (2)
- BFH, 06.12.1955 - I 103/53 U
Gesellschaftern gewährte Darlehen als verdeckte Gewinnausschüttung - Begriff der …
Auszug aus BFH, 08.11.1963 - VI 295/62 U
Der Tatbestand im Berufungsurteil ist um so wichtiger, als die ordnungsmäßig zustande gekommenen Feststellungen des Finanzgerichts für den Bundesfinanzhof bindend sind (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs I 103/53 U vom 6. Dezember 1955, BStBl 1956 III S. 80, Slg. Bd. 62 S. 214) Andererseits verlangt auch das Interesse der Beteiligten die genaue Tatbestandsschilderung; sie müssen nämlich wissen, von welchen tatsächlichen Feststellungen das Finanzgericht bei der Urteilsfindung ausgegangen ist, um etwaige Fehler des Finanzgerichts mit der Rb. rügen zu können. - BFH, 25.11.1954 - IV 622/53 U
Voraussetzung für die Bewertung der Bauzinsen als Werbungskosten - Ermittlung des …
Auszug aus BFH, 08.11.1963 - VI 295/62 U
Die die Beifügung einer Rechtsmittelbelehrung anordnende Sollvorschrift des § 258 Abs. 1 Satz 2 AO ist übrigens inzwischen durch Art. 2 Ziff. 16 des Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über die Finanzverwaltung, der Reichsabgabenordnung und anderer Steuergesetze vom 23. April 1963 (BGBl 1963 I S. 197, BStBl 1963 I S. 466) in eine Mußbestimmung umgewandelt worden, wie der Bundesfinanzhof es übrigens schon in seinem Urteil II 235/53 S vom 1. Dezember 1954 (BStBl 1955 III S. 26, Slg. Bd. 60 S. 68) sachlich gefordert hatte.
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