Rechtsprechung
| OLG Hamm, 15.08.2006 - 4 U 78/06 |
Volltextveröffentlichungen (14)
- MIR - Medien Internet und Recht
Es genügt nicht für eine Einwilligung in Werbeanrufe, dass der Verbraucher gegenüber dem Markteilnehmer in einem ("versteckten") Punkt von vorformulierten Auftragsbedingungen erklärt hat, er sei damit einverstanden über weitere interessante Angebot informiert zu werden. ...
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- Judicialis
UWG § 3; ; UWG § ... 7; ; UWG § 7 Abs. 1; ; UWG § 7 Abs. 2 Nr. 2; ; UWG § 7 Abs. 2 Nr. 2, 1. Alt.; ; UWG § 12 Abs. 1 Satz; ; UWG § 8 Abs. 1; ; UWG § 8 Abs. 2; ; UWG § 8 Abs. 3 Nr. 3; ; ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 2; ; ZPO § 313 Abs. 1 Nr. 4; ; BGB § 307 Abs. 1 Satz 2
- IWW
- JurPC
UWG §§ 7 Abs. 1 und 2, 8 Abs. 2
Telefonwerbung - adresshandel-und-recht.de
- datenschutz.eu
Einwilligungserklärung
- RA Kotz
Telefonwerbung - Unterlassung belästigender Telefonanrufe
- doerre.com
Unlautere Telefonwerbung trotz AGB-Klausel
- kanzlei.biz
Cold Calls - Kalt erwischt beim Werbeanruf
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
UWG § 3 § 7 Abs. 2 § 8
Außerhalb einer Kundenbeziehung vorgenommene Telefonwerbung ohne vorheriges Einverständnis des angerufenen Verbrauchers - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Anspruch auf Unterlassung von Anrufen der Verbraucher im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs ohne ihr vorheriges Einverständnis; Zumutbarkeit der Belästigung der Telefonwerbung für einen Marktteilnehmer; Wirksamkeit der Einwilligung; Verstoß gegen das ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (19)
- heise.de (Pressebericht, 11.09.2006)
Handykunden müssen Werbeanrufe nicht dulden
- heise.de (Pressebericht, 20.09.2006)
Ungebetene Telefonwerbung ist trotz AGB-Zustimmung rechtswidrig
- heise.de (Pressebericht, 20.09.2006)
Ungebetene Telefonwerbung ist trotz AGB-Zustimmung rechtswidrig
- heise.de (Pressebericht, 11.09.2006)
Handykunden müssen Werbeanrufe nicht dulden
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Telefonwerbung und Allgemeine Geschäftsbedingungen
- Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e.V. (Kurzmitteilung)
Einwilligung in Werbeanrufe
- advogarant.de (Kurzinformation)
Telefonwerbung ohne Einwilligung der angerufenen Verbraucher
- onlineurteile.de (Kurzmitteilung)
Werbeanrufe unzulässig - OLG Hamm kippt Vertragsklausel zu Werbeanrufen in Mobilfunkverträgen
- dr-bahr.com (Kurzinformation)
Adressenhandel im Bereich von Telefonwerbung rechtswidrig
- kanzlei-klumpe.de
, S. 12 (Kurzinformation)
Anforderungen an zulässige Telefonwerbung
- rechtsanwalt.com (Kurzinformation)
Versteckte Einwilligungsklausel rechtfertigt nicht unerwünschte Telefonwerbung
- rechtsanwalt.com (Kurzinformation)
Unzulässige Weitergabe von Telefondaten
- wettbewerbszentrale.de (Kurzinformation)
Einverständniserklärung zur Telefonwerbung kann nicht per vorformulierter Klausel im Handyvertrag eingeholt werden
- beck.de (Leitsatz)
AGB-rechtlich unwirksame Einwilligung in Werbeanrufe
- anwalt24.de (Kurzinformation)
Werbeanrufe verboten
- dr-bahr.com (Kurzinformation)
Adressenhandel im Bereich von Telefonwerbung rechtswidrig
- juraforum.de (Kurzinformation)
Wettbewerbssenat schiebt Adressenhandel im Bereich von Telefonwerbung Riegel vor
- kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)
Telefonwerbung darf nur mit Einverständnis des Verbrauchers erfolgen - OLG Hamm schiebt Adressenhandel im Bereich von Telefonwerbung Riegel vor
- datenbank.nwb.de (Kurzinformation)
Adressenhandel im Bereich von Telefonwerbung
Verfahrensgang
- LG Bielefeld, 28.03.2006 - 15 O 246/05
- OLG Hamm, 15.08.2006 - 4 U 78/06
Papierfundstellen
- MMR 2007, 54
- K&R 2006, 524
Wird zitiert von ... (20) Zitiert selbst (4)
- BGH, 27.01.2000 - I ZR 241/97
Telefonwerbung VI - Telefon-Werbung
Auszug aus OLG Hamm, 15.08.2006 - 4 U 78/06
Denn dieser wird unangemessen benachteiligt, wenn sich die vorformulierte Erklärung erkennbar nicht nur auf Werbung im Rahmen des angebahnten oder bestehenden Vertragsverhältnisses beschränkt, sondern zudem die Werbung für sonstige Vertragsschlüsse ermöglichen soll (vgl. BGH GRUR 2000, 818, 820 -Telefonwerbung VI). - BGH, 24.03.1999 - IV ZR 90/98
Zu Klauseln in Allgemeinen Versicherungsbedingungen einer privaten …
Auszug aus OLG Hamm, 15.08.2006 - 4 U 78/06
Dabei kann offen bleiben, ob eine vorformulierte Einwilligung eines Verbrauchers in künftige Telefonwerbung generell eine unangemessene Benachteiligung des Kunden darstellt (vgl. BGH WRP 1999, 847, 851 -Private Vorsorge bei Arbeitslosigkeit). - BGH, 05.04.1995 - I ZR 133/93
Franchise-Nehmer - Haftung des Betriebsinhabers; Sonderpreis
Auszug aus OLG Hamm, 15.08.2006 - 4 U 78/06
Sie hat zugleich einen bestimmenden und durchsetzbaren Anspruch auf deren Werbetätigkeit für das ...-Konzept, wie sie selbst vorgetragen hat (vgl. BGH GRUR 1995, 605, 607 -Franchise-Nehmer). - BGH, 08.12.1994 - I ZR 189/92
Telefonwerbung V - Telefon-Werbung
Auszug aus OLG Hamm, 15.08.2006 - 4 U 78/06
Ob eine solche Einwilligung vorliegt und welchen Umfang sie hat, ist durch Auslegung zu ermitteln (BGH GRUR 1995, 220 -Telefonwerbung V).
- BGH, 10.02.2011 - I ZR 164/09
Double-opt-in-Verfahren - Zulässigkeit von Telefonwerbung
Rn. 18 b) Der Bundesgerichtshof hat bisher offengelassen, ob der in § 7 Abs. 2 Nr. 2 Altern. 1 UWG geregelte Fall unlauteren Verhaltens schon selbst als hinreichend eindeutig und konkret gefasst angesehen werden kann, um ohne weitere Konkretisierung in den Antrag übernommen zu werden (…BGH, GRUR 2007, 607 Rn. 17 - Telefonwerbung für "Individualverträge"; BGH…, Urteil vom 5. Oktober 2010 - I ZR 46/09, GRUR 2011, 433, Rn. 13 = WRP 2011, 576 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung; für eine hinreichende Bestimmtheit der Norm: OLG Hamm, MMR 2007, 54;… Urteil vom 30. Juni 2009 - 4 U 54/09, juris Rn. 34;… Köhler in Köhler/Bornkamm, UWG, 29. Aufl., § 12 Rn. 2.40;… Mankowski in Fezer, UWG, 2. Aufl., § 7 Rn. 222). - BGH, 05.10.2010 - I ZR 46/09
Verbotsantrag bei Telefonwerbung
Ob dies auch für die Verbotsnorm des § 7 Abs. 2 Nr. 2 Fall 1 UWG 2004 gilt, hat der Senat bislang offengelassen (…vgl. BGH, GRUR 2007, 607 Rn. 17 - Telefonwerbung für "Individualverträge"; für eine hinreichende Bestimmtheit eines die Norm des § 7 Abs. 2 Satz 2 Fall 1 UWG 2004 wiederholenden oder sich hieran orientierenden Klageantrags: OLG Hamm, OLG-Rep 2006, 800;… Urteil vom 30. Juni 2009 - 4 U 54/09, juris Rn. 34; LG Stuttgart, WRP 2005, 1041; LG Bielefeld…, Urteil vom 28. März 2006 - 15 O 246/05, juris Rn. 11; vgl. auch OLG Köln, OLG-Rep 2008, 325). - OLG Hamm, 14.05.2009 - 4 U 192/08
Anforderungen an die Fassung eines Verbotstenors; Wettbewerbswidrigkeit der …
Weder ist der Begriff "Werbemitteilungen" als zu unbestimmt anzusehen, da in aller Regel wie bei dem Begriff "werben" nicht unzweifelhaft ist, ob eine Maßnahme als Werbung anzusehen ist oder nicht, noch stellt sich das Kriterium der fehlenden vorherigen Einwilligung als zu unzureichend bestimmt dar (vgl. OLG Hamm MD 2006, 1285; Urt. vom 15.08.2006, Az. 4 U 78/06;… Köhler, in Hefermehl u.a., 25. Aufl. 2007, UWG § 12 Rn. 2.40; LG Stuttgart WRP 2005, 1041, zu § 7 II Nr. 2 Fall 1 UWG; s.a. Antragsfassung in der Sache BGH GRUR 2007, 607 - Telefonwerbung für Individualverträge), das tatsächlich ohne weiteres geklärt und auch einer Beweiserhebung zugeführt werden kann.
- LG Karlsruhe, 17.11.2016 - 15 O 75/16
Unlauterkeit von Telefonwerbung bei Einwilligung eines Mitanschlussinhabers
Der Vertriebspartner-Vertrag zeigt gerade, dass es der Verfügungsbeklagten auch möglich war, sich einen bestimmenden und durchsetzbaren Einfluss auf die Telefonakquise zu sichern (vgl. OLG Hamm, MMR 2007, 54, 55). - OLG Hamm, 16.10.2007 - 4 U 91/07
Bestimmtheit des Klageantrags bei belästigender e-mail-Werbung; Ausräumung der …
Weder ist der Begriff "Werbemitteilungen" als zu unbestimmt anzusehen, da in aller Regel wie bei dem Begriff "werben" nicht unzweifelhaft ist, ob eine Maßnahme als Werbung anzusehen ist oder nicht, noch stellt sich das Kriterium der fehlenden vorherigen Einwilligung als zu unzureichend bestimmt dar (vgl. OLG Hamm MD 2006, 1285; Urt. vom 15.08.2006, Az. 4 U 78/06;… Köhler, in Hefermehl u.a., 25. Aufl. 2007, UWG § 12 Rn. 2.40; LG Stuttgart WRP 2005, 1041, zu § 7 II Nr. 2 Fall 1 UWG; s.a. Antragsfassung in der Sache BGH GRUR 2007, 607 - Telefonwerbung für Individualverträge), das tatsächlich ohne weiteres geklärt und auch einer Beweiserhebung zugeführt werden kann. - OLG Zweibrücken, 26.02.2009 - 4 U 51/08
Anforderungen an die Bestimmtheit eines Unterlassungsantrags
Das Oberlandesgericht Hamm (Urteil vom 15. August 2006, 4 U 78/06, veröffentlicht in juris) und auch mehrere Instanzgerichte haben die Auffassung vertreten, dass ein am Wortlaut dieser Vorschrift orientierter Unterlassungsantrag hinreichend bestimmt sei. - OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1395/08
Rechtmäßigkeit einer Untersagung von unaufgefordert telefonisch versendeter …
Rn. 26 Vgl. auch OLG Hamm, Urteil vom 15. August 2006 - 4 U 78/06 -, K&R 2006, 524. - OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1397/08
Rechtmäßigkeit einer Untersagung von unaufgefordert telefonisch versendeter …
Rn. 26 Vgl. auch OLG Hamm, Urteil vom 15. August 2006 - 4 U 78/06 -, K&R 2006, 524. - OLG Hamm, 15.11.2007 - 4 U 23/07
Verbraucherschutz: Wirksamkeit einer eine Telefonwerbung betreffenden …
Der Senat hat bereits in seinem Urteil vom 15.08.2006 (Az. 4 U 78/06) ein Verbot als hinreichend bestimmt gebilligt, durch das der Beklagten verboten worden war, Verbraucher ohne deren vorheriges Einverständnis zu Werbezwecken anzurufen. - OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1331/08
Adresshandel/Datenhandel - Telefonwerbung - Werbung
Vgl. hierzu BGH, Urteile vom 16.3.1999 - XI ZR 76/98 - BGHZ 141, 124 = NJW 1999, 1864, und vom 27.1.2000 - I ZR 241/97 -, NJW 2000, 2677; vgl. auch Urteil vom 24.3.1999 - IV ZR 90/98 -, BGHZ 141, 137 = NJW 1999, 2279; vgl. auch OLG Hamm, Urteil vom 15.8.2006 - 4 U 78/06 -, K&R 2006, 524. - LG Wuppertal, 24.02.2014 - 12 O 43/10
Werbung mit nicht mehr gültigem UVP
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1329/08
Ordnungsverfügung der Bundesnetzagentur betreffend die Nutzung von …
- LG Bonn, 31.10.2006 - 11 O 66/06
Formularmäßig Einwilligung von Verbrauchern in Telefonwerbung
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1330/08
Abschaltung von Servicenummern bei unerbetenen Anrufen durch Ordnungsverfügung …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1396/08
Rechtmäßigkeit einer Untersagung von unaufgefordert telefonisch versendeter …
- VG Köln, 07.08.2008 - 1 L 872/08
Keine wirksame Einwilligung in Werbeanrufe durch sog. Listbroking
- LG München I, 05.07.2022 - 33 O 5241/21
Begründeter Unterlassungsanspruch und Erstattung von außergerichtlichen …
- VG Köln, 06.08.2008 - 1 L 852/08
Bundesnetzagentur darf 0900-Mehrwertdienstnummern abschalten
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2008 - 13 B 1398/08
Rechtmäßigkeit einer Untersagung von unaufgefordert telefonisch versendeter …
- LG Düsseldorf, 22.11.2006 - 12 O 638/05
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Rechtsprechung
| OLG Nürnberg, 12.06.2006 - 5 W 980/06 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Judicialis
ZPO § 406 Abs. 1
- rechtsportal.de
ZPO § 406 Abs. 1
Ablehnung eines Sachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Befangenheit bei Überschreitung d. gerichtl. Gutachtenauftrags
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Ablehnung eines Sachverständigen wegen der Besorgnis der Befangenheit im Zusammenhang mit der Art der Erstellung eines Gutachten; Geltendmachung eines sich aus einem Gutachten ergebenden Ablehnungsgrundes; Kriterien für eine Ablehnung
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Befangenheit des gerichtlichen Sachverständigen - mehrere grobe Fehler im Gutachten reichen! (IBR 2006, 1598)
Verfahrensgang
- LG Regensburg, 10.01.2005 - 3 O 2260/00
- OLG Nürnberg, 12.06.2006 - 5 W 980/06
Papierfundstellen
- MDR 2007, 295
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (7)
- BGH, 15.03.2005 - VI ZB 74/04
Frist für die Ablehnung eines Sachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit
- BGH, 15.04.1975 - X ZR 52/75
Besorgnis der Befangenheit eines Sachverständigen
Auszug aus OLG Nürnberg, 12.06.2006 - 5 W 980/06
Insoweit genügt jede Tatsache, die ein auch nur subjektives Misstrauen der Partei in die Unparteilichkeit des Sachverständigen vernünftigerweise rechtfertigen kann (BGH NJW 1975, 1363;… Zöl-ler/Greger, ZPO, 25. Auflage, § 406 Rdnr. 8). - BGH, 17.11.1998 - 1 StR 450/98
Überzeugungsbildung (Darlegungspflichten des Gerichts, wenn der einzige …
Auszug aus OLG Nürnberg, 12.06.2006 - 5 W 980/06
Die Ausführungen des Sachverständigen zur Bedeutung der Prüfung der Kopfbeweglichkeit erinnern im Übrigen an Formulierungen, mit denen der Bundesgerichtshof den "groben Behandlungsfehler" umschreibt (BGH NJW 1999, 802;… Geiß/Greiner, Arzthaftpflichtrecht, 4. Auflage., Anm. B 252 m. w. N.).
- OLG Celle, 18.01.2002 - 14 W 45/01
Sachverständigenablehnung: Befangenheit eines Kfz-Sachverständigen bei …
Auszug aus OLG Nürnberg, 12.06.2006 - 5 W 980/06
Auch gegenüber Sachverständigen, die gegen richterliche Weisungen verstießen, ihre Befugnisse überschritten (§ 404 a ZPO) oder vom Beweisbeschluss abwichen, waren Ablehnungsgesuche erfolgreich (OLG Bamberg MedR 1993, 351; OLG München OLGR 1997, 10; OLG Celle NJW-RR 2003, 135;… Zöller/Greger, a. a. O., Thomas/Putzo/Reichold, a. a. O. Rdnr. 2). - OLG Bamberg, 22.03.1993 - 8 W 5/93
Befangenheitsantrag - gerichtlicher Sachverständiger - Eingang auf Beweisfragen
Auszug aus OLG Nürnberg, 12.06.2006 - 5 W 980/06
Auch gegenüber Sachverständigen, die gegen richterliche Weisungen verstießen, ihre Befugnisse überschritten (§ 404 a ZPO) oder vom Beweisbeschluss abwichen, waren Ablehnungsgesuche erfolgreich (OLG Bamberg MedR 1993, 351; OLG München OLGR 1997, 10; OLG Celle NJW-RR 2003, 135;… Zöller/Greger, a. a. O., Thomas/Putzo/Reichold, a. a. O. Rdnr. 2). - OLG München, 05.03.1991 - 1 W 896/91
Auszug aus OLG Nürnberg, 12.06.2006 - 5 W 980/06
So waren Ablehnungsgesuche erfolgreich, weil der Sachverständige den Eindruck erweckt hatte, er halte eine streitige Behauptung zu Lasten einer Partei für erwiesen (OLG München NJW 1992, 1569) oder er schenke den Angaben des Gegners mehr Glauben (OLG Nürnberg VersR 2001, 391). - OLG Nürnberg, 11.05.1999 - 5 W 1347/99
Bemessung der Frist und Anforderung an die Gründe der Sachverständigenablehnung
Auszug aus OLG Nürnberg, 12.06.2006 - 5 W 980/06
So waren Ablehnungsgesuche erfolgreich, weil der Sachverständige den Eindruck erweckt hatte, er halte eine streitige Behauptung zu Lasten einer Partei für erwiesen (OLG München NJW 1992, 1569) oder er schenke den Angaben des Gegners mehr Glauben (OLG Nürnberg VersR 2001, 391).
- OLG Saarbrücken, 11.03.2008 - 5 W 42/08
Befangenheit eines gerichtlich bestellten Sachverständigen
Der BGH hat, dem OLG Düsseldorf (OLGR Düsseldorf 2001, 469) folgend, indes entschieden (Beschl. v. 15.3.2005, VI ZB 74/04, NJW 2005, 1896), dass dann, wenn sich der Grund zur Ablehnung des Sachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit aus dem Inhalt des schriftlichen Gutachtens ergebe, im allgemeinen die Frist für die Ablehnung des Sachverständigen gleichzeitig mit der vom Gericht gesetzten - auch verlängerten- Frist zur Stellungnahme nach § 411 Abs. 4 ZPO ablaufe, wenn sich die Partei zur Begründung des Antrages mit dem Inhalt des Gutachtens auseinandersetzen müsse (…so auch Reichold in: Thomas/Putzo, ZPO, 28. Aufl., § 406, Rdnr. 7; OLG Nürnberg, MDR 2007, 295). - OLG Frankfurt, 22.12.2017 - 25 W 13/17
Ablehnung eines Sachverständigen im Zusammenhang mit Gutachtenerstattung
So sind etwa in der Rechtsprechung Ablehnungsgesuche für begründet erklärt worden, weil der Sachverständige den Eindruck erweckt hatte, er halte eine streitige Behauptung zu Lasten einer Partei für erwiesen (OLG München, NJW 1992, 1569 [OLG München 05.03.1991 - 1 W 896/91] ) oder er schenke den Angaben des Gegners mehr Glauben (OLG Nürnberg, VersR 2001, 391 [OLG Nürnberg 11.05.1999 - 5 W 1347/99] ); auch gegenüber Sachverständigen, die gegen richterliche Weisungen verstießen, ihre Befugnisse überschritten oder vom Beweisbeschluss abwichen, waren Ablehnungsgesuche erfolgreich (vgl. OLG Nürnberg, MDR 2007, 295 [OLG Nürnberg 12.06.2006 - 5 W 980/06] m.w.N.). - OLG Dresden, 18.12.2009 - 4 W 1282/09
Arzthaftung; Sachverständiger; Befangeinheit; Abweichung vom Beweisbeschluss
Zwar kann es einen Befangenheitsgrund darstellen, wenn ein Sachverständiger vom Beweisbeschluss abweicht oder eigene Ermittlungen anstellt, die ihm durch den Beweisbeschluss nicht aufgegeben waren (OLG Nürnberg MedR 2009, 413; MDR 2007, 295; VersR 2001, 291; OLG Saarbrücken, NJW-RR 2008, 187; OLG Celle, NJW-RR 2003, 135; OLG München, OLGR 1997, 10 und NJW 1992, 1569; OLG Bamberg, MedR 1993, 351; OLG Köln, NJW-RR 1987, 1198;… Zöller/Greger, a.a.O § 406 Rn 8).
- OLG Naumburg, 10.10.2006 - 10 W 72/06
Zur Unparteilichkeit und Unvoreingenommenheit eines ärztlichen Sachverständigen …
Wird die Befangenheit aus einem schriftlichen Gutachten hergeleitet, so muss der Ablehnungsantrag unverzüglich nach Kenntnis des Gutachtens gestellt werden, wobei der antragstellenden Partei eine Prüfungs- und Überlegungsfrist zuzubilligen ist (vgl. BGH NJW 2005, 1869; OLG Celle NJW-RR 2003, 135; OLG Nürnberg, Beschluss vom 12. Juni 2006, 5 W 980/06 zitiert nach juris m.w.N.). - OLG Köln, 03.12.2012 - 17 W 141/12
Zeitliche Grenzen der Ablehnung eines Sachverständigen; Besorgnis der …
auch verlängerten - Frist zur Stellungnahme nach ZPO § 411 Absatz 4 ZPO abläuft, wenn sich die Partei zur Begründung des Antrags mit dem Inhalt des Gutachtens auseinandersetzen muss (so auch OLG Düsseldorf, OLGR Düsseldorf 2001, 469; OLG Saarbrücken, NJW-RR 2008, 1087; OLG Nürnberg, MDR 2007, 295; MüKo/Zimmermann, ZPO, 3.Aufl., § 406, Rn 7;… Thomas/Putzo/Reichold, ZPO, 31. Aufl., § 406 Rdnr. 7). - OLG Saarbrücken, 08.11.2007 - 5 W 287/07
Frist für die Ablehnung eines Sachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit
Der BGH hat, dem OLG Düsseldorf (OLGR Düsseldorf 2001, 469) folgend, indes nunmehr entschieden (Beschl. v. 15.3.2005, VI ZB 74/04, NJW 2005, 1896), dass dann, wenn sich der Grund zur Ablehnung des Sachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit aus dem Inhalt des schriftlichen Gutachtens ergebe, im allgemeinen die Frist für die Ablehnung des Sachverständigen gleichzeitig mit der vom Gericht gesetzten - auch verlängerten- Frist zur Stellungnahme nach § 411 Abs. 4 ZPO ablaufe, wenn sich die Partei zur Begründung des Antrages mit dem Inhalt des Gutachtens auseinandersetzen müsse (…so auch Reichold in: Thomas/Putzo, ZPO, 28. Aufl., § 406, Rdnr. 7; OLG Nürnberg, MDR 2007, 295). - OLG Karlsruhe, 13.02.2014 - 7 W 10/14
Ablehnung des Sachverständigen im Arzthaftungsprozess: Überschreitung des …
Er hat etwaige Bedenken dieser Art aber dem Gericht zu unterbreiten und kann den Inhalt seines Auftrags nicht eigenmächtig verändern (OLGR Nürnberg 2006, 800 f., juris Tz. 16 ff.). - OLG Nürnberg, 06.10.2008 - 5 W 790/08
Ablehnung eines Sachverständigen: Aussagen zu streitigem Sachverhalt ohne Auftrag …
Dieses Ergebnis entspricht der ständigen Rechtsprechung nicht nur des Senats (MDR 2007, 295; VersR 2001, 291), sondern auch anderer Oberlandesgerichte (OLG München, OLGR 1997, 10 und NJW 1992, 1569; OLG Celle, NJW-RR 2003, 135; OLG Köln, NJW-RR 1987, 1198; OLG Saarbrücken, NJW-RR 2008, 187; OLG Bamberg, MedR 1993, 351) zur Möglichkeit, den Sachverständigen wegen Abweichungen vom Beweisbeschluss und/oder einseitiger Übernahme von Parteivortrag nach § 406 ZPO abzulehnen (…vgl. auch: Zöller/Greger, a.a.O.;… Reichold, a.a.O., Rdnr. 2;… Musielak/Huber, a.a.O., Rdnr. 9).
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Rechtsprechung
| OLG München, 27.07.2006 - 31 AR 70/06 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- IWW
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de
KapMuG § 1 Abs. 1; ZPO § 32b Abs. 1
Gerichtsstand für Schadensersatzklagen bei Vermögensanlagen des grauen Kapitalmarkts - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- zbb-online.com (Leitsatz)
ZPO § 32b
Zum Gerichtsstand für Klagen betreffend Vermögensanlagen des ungeregelten grauen Kapitalmarkts - Wolters Kluwer (Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Ingolstadt - 4 O 787/06
- OLG München, 27.07.2006 - 31 AR 70/06
Papierfundstellen
- ZIP 2006, 1699
- WM 2007, 254
- DB 2006, 1728
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (1)
- BayObLG, 18.07.2002 - 1Z AR 62/02
Zuständiges Gericht bei Schadensersatzklage aus Prospekthaftung gegen …
Auszug aus OLG München, 27.07.2006 - 31 AR 70/06
Werden Ansprüche wegen fehlgeschlagener Kapitalanlagen geltend gemacht, ist es in der Regel zweckmäßig, das Gericht des Sitzes der Anlagegesellschaft als zuständig zu bestimmen (BayObLG NJW-RR 2002, 1684 ; vgl. nunmehr auch - hier nicht einschlägig - § 32b ZPO , wo auf den Sitz des Anbieters der Vermögensanlage abgestellt wird).
- BGH, 30.01.2007 - X ARZ 381/06
Gemeinsamer Gerichtsstand wegen Bezugnahme auf öffentliche …
Das Oberlandesgericht Düsseldorf würde zudem auch von der Entscheidung des Oberlandesgerichts München abweichen, das § 32 b ZPO für nicht anwendbar gehalten hat, weil diese Vorschrift bei Vermögensanlagen des ungeregelten sog. Grauen Kapitalmarkts nicht gelte (ZIP 2006, 1699). - BGH, 07.02.2007 - X ARZ 423/06
Gemeinsamer Gerichtsstand wegen Bezugnahme auf öffentliche …
Das vorlegende Oberlandesgericht will seiner Entscheidung die Auffassung zugrunde legen, dass ein gemeinschaftlicher besonderer Gerichtsstand für alle Beklagten nach § 32 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO nicht gegeben ist, da die Vorschrift weder auf Schadensersatzansprüche aufgrund von fehlerhaften öffentlichen Kapitalmarktinformationen bei Vermögensanlagen des ungeregelten ("grauen") Kapitalmarkts (s. auch OLG München, ZIP 2006, 1699) noch auf vertragliche Schadensersatzansprüche gegen Anlagevermittler - wie im Streitfall die Beklagte zu 2 - anwendbar sei. - OLG Schleswig, 04.09.2008 - 5 U 168/07
Bejahung der Zuständigkeit auf der Grundlage einer Mindermeinung
Das Landgericht hat der Klage stattgegeben und zur Begründung ausgeführt, es sei örtlich zuständig weil - im Anschluss einer Rechtsprechung des OLG München vom 27.7.2006, 31 AR 70/06 - die Vorschrift des § 32 b ZPO über die ausschließliche Zuständigkeit hier nicht anwendbar sei.Abweichend von der vom Landgericht zitierten Entscheidung des OLG München vom 27.7.2006, ZIP 2006, 1699, habe der BGH mit zwei Beschlüssen vom 30.1.2007 und 7.2.2007 entschieden, dass der ausschließliche Gerichtsstand des § 32 b I Satz 1 Nr. 1 ZPO auch auf öffentliche Kapitalmarktinformationen anzuwenden sei, die den sog. grauen Kapitalmarkt betreffen würden.
Im Rahmen der Auslegung des § 32 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO hat das OLG München in zwei Beschlüssen aus dem Jahr 2006 (ZIP 2006, 1699 und NJW 2007, 163) entgegen der Auffassung einiger anderer Oberlandesgerichte mit ausführlicher Begründung entschieden, dass der ausschließliche Gerichtsstand des § 32 b ZPO nicht für Klagen gilt, die Kapitalanlagen des grauen Kapitalmarktes betreffen.
- OLG München, 10.11.2006 - 31 AR 114/06
Zuständigkeitsbestimmung durch Oberlandesgericht - Verweisung bei Unzuständigkeit …
Im Gegensatz zu den Oberlandesgerichten Nürnberg und Koblenz möchte der Senat an seiner Rechtsprechung festhalten, wonach diese Frage zu verneinen ist (Senatsbeschluss vom 27.7.2006, 31 AR 70/06 = ZIP 2006, 1699 = AG 2006, 722 = OLGR München 2006, 800).Für die aus diesen Kapitalanlagen resultierenden Schadensersatzansprüche gilt § 32b ZPO nach Auffassung des Senats nicht (Senatsbeschluss vom 27.7.2006 a.a.O; zustimmend Weck, AG 2006, R470).
- OLG Düsseldorf, 08.09.2006 - 5 Sa 88/06
Zur Gerichtsstandsbestimmung durch höheres Gericht bei besonderem Gerichtsstand …
Das Oberlandesgericht München (Beschluss vom 27.7.2006 - 31 AR 70/06) hält § 32b ZPO für nicht anwendbar. - OLG Koblenz, 12.10.2006 - 4 SmA 21/06
Örtliche Zuständigkeit: Ausschließlicher Gerichtsstand bei falschen, …
b) Der Anwendbarkeit des § 32b ZPO steht nicht entgegen, dass die von den Klägern gezeichneten Beteiligungen an den beiden Medienfonds solche des damals noch nicht geregelten grauen Kapitalmarkts sind (anders: OLG München, Beschluss vom 27.07.2006 - 31 AR 70/06, Leitsatz und Gründe in ZIP 2006, 1799; Leitsatz in DB 2006, 1728, Volltext in Juris). - OLG Hamburg, 13.10.2006 - 13 AR 32/06
Gerichtsstand für Klagen gegen Anlagevermittler; Voraussetzungen eines …
Aus dem bloßen Regelungszusammenhang kann mangels ausdrücklicher gesetzlicher Anordnung nicht geschlossen werden, dass der Gesetzgeber Kapitalanlagen der hier streitgegenständlichen Art - jeweils vor Inkrafttreten des Anlegerschutzverbesserungsgesetzes vom 28. Oktober 2004 (BGBl I S. 2630) erfolgten Altemissionen des so genannten grauen Kapitalmarkts - aus dem Anwendungsbereich des § 32b ZPO auszunehmen beabsichtigte (so aber OLG München, Beschluss v. 27.7.2006, Az. 31 AR 70/06 - zitiert nach juris). - OLG Hamburg, 13.10.2006 - 13 AR 34/06
Möglichkeit einer Anwendung des Bestimmungsverfahrens gemäß § 36 Abs. 1 Nr. 3 …
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