Rechtsprechung
| OLG Stuttgart, 03.12.1992 - 8 W 185/92 |
Volltextveröffentlichung
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Kurzfassungen/Presse (2)
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Möglichkeit der Scheidung einer Ehe nach Tod eines Eheteils
Verfahrensgang
- LG Stuttgart, 25.02.1992 - 2 T 590/91
- OLG Stuttgart, 03.12.1992 - 8 W 185/92
- BVerfG, 15.02.1995 - 1 BvR 71/93
Papierfundstellen
- Rpfleger 1993, 244
- OLGZ 1993, 263
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (6)
- BGH, 06.06.1990 - IV ZR 88/89
Ausschluß des Ehegattenerbrechts
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OLG Saarbrücken, 18.07.1991 - 5 W 16/91
Wirksamkeit einer vertragsmäßigen Zuwendung an den Ehegatten des Erblassers im …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OLG Zweibrücken, 20.12.1982 - 3 W 208/82 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- OLG Frankfurt, 06.04.1989 - 12 U 143/88
Ausschluss eines Ehegattenerbrechts wegen Vorliegens der Voraussetzungen für …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OLG Bremen, 23.05.1986 - 1 W 142/85
Zurückweisung eines Beschlusses zur erneuten Behandlung und Entscheidung auf …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OLG Hamburg, 02.06.1979 - 15 WF 38/79 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- OLG Köln, 11.03.2013 - 2 Wx 64/13
Anforderungen an die Zustimmung des Erblassers zur Scheidung der Ehe
Dies folge entsprechend einer Entscheidung des OLG Stuttgart vom 03.12.1992 (8 W 185/92) aus § 630 Abs. 2 i. V. m. § 78 Abs. 3 ZPO.Zu dieser Vorschrift war anerkannt, dass die darin enthaltene Aufzählung nicht abschließend war, so dass die in § 1933 S. 1 BGB in Bezug genommene Zustimmung im Sinne des § 1566 Abs. 1 BGB über die darin genannten Fälle hinaus auch in einem Schriftsatz des bevollmächtigten Rechtsanwalts erfolgen konnte (…BayObLG, FamRZ 1983, 96 [juris-Rz. 16];… OLG Frankfurt/Main, MDR 1990, 246 [juris-Rz. 24]; OLG Stuttgart, OLGZ 1993, 263 [juris-Rz. 9]; OLG München, NJW-RR 1994, 201).
- OLG Zweibrücken, 25.11.1994 - 3 W 165/94
Folgen der Zustimmung des Erblassers zur Scheidung im …
Es entspricht allerdings inzwischen herrschender Meinung, der sich auch der Senat angeschlossen hat, daß die erbrechtlichen Wirkungen eines Scheidungsverfahrens nur eintreten, wenn dieses Verfahren rechtshängig geworden ist und der Erblasser - im Falle der zweiten Alternative des § 1933 Satz 1 BGB - der Scheidung in prozessual wirksamer Form zugestimmt hatte (§ 630 ZPO; vgl. nur BGHZ 111, 329; Senat OLGZ 1983, 160; OLG Stuttgart OLGZ 1993, 263;… MünchKomm/Leipold, 2. Aufl., Rdnr. 7 zu § 1933 BGB;… Palandt/Edenhofer, BGB 53. Aufl., Rdnr. 4 zu § 1933 mit weit. Nachw.).Die veröffentlichten Entscheidungen befassen sich entweder mit Fallkonstellationen, in denen es überhaupt nur zur Einreichung und nicht zur Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags gekommen ist (so BGHZ 111, 329), oder mit der Frage, in welcher Form die Zustimmungserklärung abgegeben werden kann (Senat OLGZ 1983, 160; OLG Frankfurt am Main OLGZ 1990, 215; OLG Stuttgart OLGZ 1993, 263).
Daran ändert auch die Formulierung der Erklärung im Futur nichts, die sich vorliegend aus der Ankündigung des eigenen Antrags für die mündliche Verhandlung erklären läßt (zur Unmaßgeblichkeit des tempus im übrigen OLG Stuttgart OLGZ 1993, 263, 265).
Dazu gehört nach wohl herrschender Meinung auch die Einigung über die Folgesachen gemäß § 630 Nr. 2 und 3 ZPO (hierzu etwa OLG Bremen FamRZ 1986, 833; OLG Stuttgart OLGZ 1993, 263; Palandt/Edenhofer aaO, Rdnr. 6 zu § 1933 BGB mit weit.
- OLG Zweibrücken, 17.08.2000 - 3 W 103/00
Voraussetzungen für die Scheidung der Ehe zum Todeszeitpunkt
Während zum Teil die Regelung der Scheidungsfolgensachen für das Ehegattenerbrecht als unerheblich angesehen wird (vgl. OLG Frankfurt NJW-RR 1990, 136, 137;… Leipold in MünchKomm, BGB 3. Aufl. § 1933 Rdnr. 8;… Soergel/Loritz, BGB 12. Aufl. § 2077 Rdnr. 8), nimmt die überwiegende Meinung an, dass von der Vermutung des Scheiters der Ehe im Sinne des § 1566 Abs. 1 BGB nur dann ausgegangen werden kann, wenn auch eine Einigung über die Folgesachen gemäß § 630 Nr. 2 und 3 ZPO vorliegt (vgl. OLG Köln FamRZ 1978, 25; OLG Bremen FamRZ 1986, 833, 834; OLG Schleswig NJW 1993, 1082, 1083; OLG Stuttgart OLGZ 1993 263, 264; Dieckmann FamRZ 1979, 389, 396;… Soergel/Stein aaO § 1933 Rdnr. 8;… Staudinger/Werner und Otte BGB 13. Aufl. § 1933 bzw. § 2077 jew. Rdnrn. 10;… Erman/Schlüter, BGB 10. Aufl. § 1933 Rdnr. 3;… Palandt/Edenhofer, BGB 59. Aufl. § 1933 Rdnr. 6).Diese Grundsätze gelten nicht nur für den Erbrechtsausschluss nach § 1933 Satz 1 BGB, sondern auch, wenn es - wie hier beim Erbvertrag - gemäß § 2279 Abs. 2 BGB um die Anwendung des § 2077 Abs. 1 Satz 2 BGB geht (vgl. OLG Bremen FamRZ 1986 833, 834; OLG Stuttgart OLGZ 1993, 263, 264).
- OLG Frankfurt, 11.07.1997 - 20 W 254/95 zu 1 beantragten Scheidung zugestimmt hatte, zumal die Zustimmung zur Scheidung (§ 630 II ZPO) durch einen Schriftsatz des bevollmächtigten Rechtsanwalts erklärt werden kann (BayObLG, FamRZ 1983, 96; OLG Frankfurt a.M., NJW-RR 1990, 136 = OLGZ 1990, 215 = FamRZ 1990, 210; OLG Saarbrücken, FamRZ 1992, 109; OLG Stuttgart, OLGZ 1993, 263; OLG Zweibrücken, NJW 1995, 601 = FamRZ 1995, 570;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 55. Aufl., § 630 Rdnr. 5; Zöller/Philippi, ZPO, 20. Aufl., § 630 Rdnr. und es nicht von entscheidender Bedeutung ist, ob die Zustimmungserklärung grammatikalisch in der Gegenwarts- oder in der Zukunftsform ("wird sich damit einverstanden erklären") formuliert ist (OLG Stuttgart, OLGZ 1993, 263).
- OLG Köln, 22.01.2003 - 2 U 129/02
Zustimmung des Erblassers zum Scheidungsbegehren
Vielmehr kann sie durch einen Schriftsatz der Partei (OLG Saarbrücken, FamRZ 1992, 109 [111]) oder wie - wie hier geschehen - durch die Schriftsätze des Verfahrensbevollmächtigten erklärt werden (OLG Frankfurt, OLGZ 1990, 215 [217] = FamRZ 1990, 210; OLG Stuttgart, OLGZ 1993, 263 [264];… MüKo/Leipold, BGB, 3. Auflage 1997, § 1933 Rn 7). - AG Leverkusen, 04.01.2013 - 9 VI 227/12
Miterbenstellung
Rn. 5 Der Erblasser hat seine Zustimmung in wirksamer Form erteilt, vgl. OLG Stuttgart v. 03.12.1992, 8 W 185/92. - OLG Jena, 09.03.2009 - 9 W 68/09
Pflicht des Familiengerichts zur Überprüfung des Erfordernisses der Bestellung …
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