Rechtsprechung
| RG, 18.11.1924 - VI 164/24 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
Dinglicher Übereignungsvertrag; Urteilsgründe
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- RGZ 109, 201
Wird zitiert von ... (19)
- BGH, 21.12.1962 - I ZB 27/62
"Nicht mit Gründen versehen"
Nicht mit Gründen versehen ist eine Entscheidung aber nicht nur, wenn sie als solche überhaupt nicht begründet ist, sondern bereits auch dann, wenn auf einzelne Ansprüche im Sinne der §§ 145, 322 ZPO oder auf einzelne selbständige Angriffs- und Verteidigungsmittel im Sinne der §§ 146, 303 ZPOüberhaupt nicht eingegangen ist (vgl. RGZ 109, 201, 204; 163, 292, 295; 170, 328, 332).Demgegenüber liegt ein Mangel im Sinne des § 551 Nr. 7 ZPO nicht vor, wenn die Gründe zu den einzelnen Ansprüchen und Angriffs- und Verteidigungsmitteln oder auch die Beweiswürdigung nur sachlich unvollständig, unzureichend, unrichtig oder sonst rechtsfehlerhaft sind (RGZ 65, 93; 86, 113, 114; 109, 201, 204; 120, 398, 400).
Für die Frage, ob ein die Anwendung des § 551 Nr. 7 ZPO rechtfertigender "grober Formfehler" vorliegt (RGZ 109, 201, 203; RG WarnRspr 1929 Nr. 12; RG JW 1927, 990 Nr. 23), kommt es letztlich entscheidend immer darauf an, ob erkennbar ist, welcher Grund - mag dieser tatsächlich vorgelegen haben oder nicht, mag er rechtsfehlerhaft beurteilt worden sein oder nicht - für die Entscheidung über die einzelnen Ansprüche und Verteidigungsmittel maßgebend gewesen ist; dies kann auch bei lückenhaften und unvollständigen Begründungen, der Fall sein.
- BGH, 29.01.1988 - V ZR 310/86
Untersagung des Lagerns und Ausschenkens von Getränken durch eine Dienstbarkeit
12. Januar 1973, V ZR 98/71, NJW 1973, 613, 615;v. 24. Mai 1985, V ZR 47/84, NJW 1985, 3006, 3007; RGZ 109, 201, 202; 145, 152, 154). - BGH, 12.01.1973 - V ZR 98/71
Antrag auf Einwilligung in die Berichtigung des Grundbuchs - Voraussetzungen für …
Ist ein schuldrechtlicher Vertrag wegen Verstoßes gegen die guten Sitten nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, so hat dies - anders als die Nichtigkeit nach § 138 Abs. 2 BGB - in der Regel nicht ohne weiteres die Nichtigkeit auch des Erfüllungsgeschäfts zur Folge (vgl. RGZ 109, 201, 202;… BGB RGRK, 11. Aufl. § 138 Anm. 8 und § 125 Anm. 16-18;… Soergel/Hefermehl, BGB 10. Aufl. § 138 Nr. 31/32 und Soergel/Mühl, BGB 10. Aufl. § 929 Nr. 11;… Palandt/Heinrichs, BGB 31. Aufl. § 138 Anm. 3 und Überblick 3 e vor § 104).
- OLG Düsseldorf, 06.12.2022 - 23 U 60/22
Rückabwicklung eines "sale and rent back"-Vertrages über ein Kraftfahrzeug
Das Erfüllungsgeschäft des Bewucherten ist ebenso wie das ihm zugrunde liegende Geschäft unwirksam, da das Gesetz auch die vom Bewucherten gewährte Leistung ("oder sich…. gewähren lässt'") für nichtig erklärt (RG, Urteil vom 18. November 1924 - VI 164/24 -, RGZ 109, 201-206; BGH, Urteil vom 27. Mai 1974 - II ZR 32/73; Staudinger/Fischinger (2021) § 138 BGB Rn 302;… Jauernig/Mansel, Kommentar zum BGB, 18. Aufl 2021, § 138 Rn 25;… Münchener Kommentar zum BGB/Armbrüster, 9. Auflage 2021, § 138 BGB Rn 292. Die vom Landgericht im Urteil auf Seite 12 zitierte Randnummer 293 betrifft § 138 Abs. 1 BGB und nicht den hier vorliegenden § 138 Abs. 2 BGB).Einem Anspruch des Wucherers gegen den Bewucherten aus § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB steht § 817 Satz 2 BGB entgegen (RG, Urteil vom 18. November 1924 - VI 164/24 -, RGZ 109, 201-206; BGH, Urteil vom 2. Dezember 1982 - III ZR 90/81).
- BGH, 14.07.1952 - IV ZR 1/52
Sicherungsübereignung
Denn in den Füllen des Knebelungsvertrages - wie auch in denjenigen der Gläubigergefährdung oder Kredittäuschung - ist in der Regel auch die Übereignung selbst ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstösst, weil sie die durch das Grundgeschäft eingeleitete Knebelung und Kredittäuschung verstärkt oder erst endgültig bewirkt (vgl auch RGZ 109, 201 [202]; Warn Rspr 1931 Nr. 100;… BGB RGRK 9. Aufl. Anm. 6 c zu § 930). - BGH, 28.11.1963 - Ia ZB 202/63
Rechtsmittel
Nach § 551 Nr. 7 ZPO ist eine Entscheidung dann als "nicht mit Gründen versehen" angesehen worden, wenn auf einzelne selbständige Angriffs- und Verteidigungsmittel im Sinne der §§ 146, 303 ZPO überhaupt nicht eingegangen war (RGZ 109, 201, 204; 163, 292, 295; 170, 328, 332).Ein Mangel im Sinne von § 551 Nr. 7 ZPO und damit im Sinne von § 41 p Abs. 3 Nre 5 PatG liegt jedoch nicht vor, wenn die Gründe zu den einzelnen Angriffs- und Verteidigungsmitteln nur sachlich unvollständig, unzureichend, unrichtig oder sonst rechtsfehlerhaft sind (RGZ 65, 93; 86, 113, 114; 109, 201, 204; 120, 398, 400).
- BGH, 29.04.1958 - VIII ZR 211/57 Dieser Umstand allein kann aber die erhobene Rüge nicht rechtfertigen, da die Übergehung die tragenden Gründe der Entscheidung nicht berührt (RGZ 109, 201, 203; Wieczorek ZPO, 1957, § 551 B VII c 2 und 3).
- BGH, 28.11.1963 - Ia ZB 204/63
Rechtsmittel
Nach § 551 Nr. 7 ZPO ist eine Entscheidung u.a. dann als "nicht mit Gründen versehen" betrachtet worden, wenn auf einzelne selbständige Angriffs- und Verteidigungsmittel im Sinne der §§ 146, 303 ZPO, sofern sie rechtlich erheblich sein können, überhaupt nicht eingegangen worden ist (RGZ 109, 201, 204; 163, 292, 295; 170, 328, 332).Ein Mangel im Sinne von § 551 Nr. 7 ZPO und damit im Sinne von § 41 p Abs. 3 Nr. 5 PatG liegt jedoch nicht vor, wenn die Gründe zu den einzelnen Angriffs- und Verteidigungsmitteln nur sachlich unvollständig, unzureichend, unrichtig oder sonst rechtsfehlerhaft sind (RGZ 65, 93; 86, 113, 114; 109, 201, 204; 120, 398, 400).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 21.06.1988 - 8 A 1416/86
Zur Nichtigkeit eines Überlassungsvertrages wegen Schädigungsabsicht gegenüber …
Vgl. RG, Urt. v. 18.11.1924 - VI 164/24 -, RGZ 109, 201 (202); Urt. v. 17.9.1934 - IV 74/34 -, RGZ 145, 152 (153 f.); BGH, Urt. v. 12.1.1973 V ZR 98/71 -, NJW 1973, 613 (615); Urt. v. 24.5.1985 - V ZR 47/84 -, NJW 1985, 3006 (3007); Erman-Westermann, Handkomm. z. BGB, 6. Aufl. 1975, § 138 Rdnr. 21; Mayer-Maly in: Münchener Komm. z. BGB, 2. Aufl. 1984, § 138 Rdnr. 140; Palandt-Heinrichs, BGB-Komm., 47. Aufl. 1988, § 138 Anm. 1 e; Soergel-Wolf, BGB, 12. Aufl. 1988, § 138 Rdnr. 52; Staudinger-Dilcher, Komm. z. BGB, 12. Aufl. 1985, § 138 Rdnr. 112. Ein derartiger Fall ist hier gegeben. - BGH, 17.12.1956 - II ZR 47/56
Betriebspensionskasse
Ein solcher Mangel liegt nämlich nicht schon dann vor, wenn die Begründung des Urteils in irgendeiner Beziehung lückenhaft oder unvollständig ist, es sei denn, daß erhebliche Streitpunkte, wie insbesondere einzelne Ansprüche oder selbständige Angriffs- oder Verteidigungsmittel, in den Gründen völlig übergangen sind und auch aus dem Zusammenhang nicht zu entnehmen ist, wie das Gericht den betreffenden Rechtsbehelf beurteilt hat (BGHZ 7, 238 [240]; RGZ 109, 201; RG JW 1934, 2140;… Stein-Jonas ZPO 18. Aufl. § 551 Anm. II 7). - BGH, 04.12.1953 - V ZR 108/52
Rechtsmittel
- BGH, 21.12.1984 - V ZR 66/83
Voraussetzungen für das Vorliegen eines Feststellungsinteresses - Vorliegen eines …
- BGH, 19.05.1976 - X ZB 8/75
Versagung eines Patents wegen fehlender Erfindungshöhe - Voraussetzungen für die …
- BGH, 18.02.1975 - X ZB 1/74
Versagung eines Patents wegen Fehlens der Erfindungshöhe - Anmeldung einer …
- BGH, 11.12.1973 - X ZB 18/72
Beweisantrag als selbstständiges Angriffsmittel oder Verteidigungsmittel - …
- BVerwG, 09.11.1961 - II B 48.60
Voraussetzungen der Begründetheit einer Nichtzulassungsbeschwerde - Anspruch …
- BGH, 11.04.1956 - V ZR 175/55
Rechtsmittel
- BGH, 13.06.1962 - IV ZR 278/61
Rechtsmittel
- BGH, 23.12.1955 - V ZR 152/55
Rechtsmittel
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