Rechtsprechung
| BSG, 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R |
Volltextveröffentlichungen (8)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - Sozialgerichtsbarkeit.de
Entschädigungs-/Schwerbehindertenrecht
- lexetius.com
Pflegezulage - Versorgung - Hilflosigkeit - Verrichtungen des täglichen Lebens - zeitlicher Umfang des Hilfebedarfs - wirtschaftlicher Wert der erforderlichen Pflege
- Judicialis
BVG § 35
- REHADAT Informationssystem (Volltext/Leitsatz/Kurzinformation)
Pflegezulage - Hilflosigkeit - Verrichtungen des täglichen Lebens - zeitlicher Umfang des Hilfebedarfs - wirtschaftlicher Wert der erforderlichen Pflege
- Wolters Kluwer
Voraussetzungen eines Anspruchs auf Gewährung einer Pflegezulage nach Stufe I - Begriff der Hilflosigkeit - Hauswirtschaftliche Verrichtungen - Wesentliche Bedürfnisse des Betroffenen - Geistige Anregung und Kommunikation - Erheblichkeit des Hilfebedarfs - Täglicher ...
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Hilflosigkeit im Sinne von § 35 Abs. 1 BVG
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- datenbank.nwb.de (Leitsatz)
Versorgungsrecht; Pflegezulage wegen Hilflosigkeit nach § 35 Abs. 1 BVG
Verfahrensgang
- SG Lübeck, 01.12.1998 - S 11 V 432/96
- LSG Schleswig-Holstein, 15.01.2001 - L 2 V 25/99
- BSG, 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R
- BSG, 17.02.2003 - B 9 V 3/01 R
Papierfundstellen
- BSGE 90, 185
- SGb 2003, 157
Wird zitiert von ... (41) Zitiert selbst (9)
- BSG, 02.07.1997 - 9 RV 19/95
Hilflosigkeit iS. von § 35 Abs. 1 BVG
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R
Zu den von § 35 Abs. 1 BVG erfassten Verrichtungen zählt nach der ständigen Rechtsprechung des BSG (vgl zB BSG, Urteil vom 2. Juli 1997 in SozR 3-3100 § 35 Nr. 6) nicht der Hilfebedarf bei hauswirtschaftlichen Verrichtungen.Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl BSG SozR 3-3100 § 35 Nr. 6; Urteil vom 2. Juli 1997 - 9 RVs 9/96 in VersorgVerw 1997, 94; vgl auch BT-Drucks 12/5262 S 164) ist darüber hinaus ein Hilfebedarf erheblichen Umfangs erforderlich.
Dazu hat er bereits entschieden, dass derjenige nicht iS von § 35 BVG bzw § 33b EStG hilflos ist, der nur in relativ geringem Umfange, täglich etwa eine Stunde, auf fremde Hilfe angewiesen ist (…vgl BSGE 67, 204, 207 = SozR 3-3870 § 4 Nr. 1;… BSG SozR 3-3870 § 4 Nr. 12; BSG SozR 3-3100 § 35 Nr. 6; Senatsurteil vom 10. September 1997 - 9 RV 8/96 -).
- BSG, 08.03.1995 - 9 RVs 5/94
Nachteilsausgleich 'H' - Hilflosigkeit - geistige Behinderung - …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R
Dazu hat er bereits entschieden, dass derjenige nicht iS von § 35 BVG bzw § 33b EStG hilflos ist, der nur in relativ geringem Umfange, täglich etwa eine Stunde, auf fremde Hilfe angewiesen ist (…vgl BSGE 67, 204, 207 = SozR 3-3870 § 4 Nr. 1; BSG SozR 3-3870 § 4 Nr. 12;… BSG SozR 3-3100 § 35 Nr. 6; Senatsurteil vom 10. September 1997 - 9 RV 8/96 -).Da die Begriffe der Pflegebedürftigkeit (vgl §§ 14, 15 SGB XI) und der Hilflosigkeit (vgl § 35 BVG, § 33b EStG) nicht völlig übereinstimmen (vgl dazu BSG SozR 3-3870 § 4 Nr. 12), können im vorliegenden Zusammenhang die zeitlichen Grenzwerte der sozialen Pflegeversicherung zwar nicht unmittelbar übernommen werden, sie lassen sich jedoch als gewisse Orientierungspunkte nutzen.
- BSG, 10.09.1997 - 9 RV 8/96
Bewilligung der Pflegezulage nach § 35 BVG (Bundesversorgungsgesetz) auf Dauer - …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R
Auch in seinem Urteil vom 10. September 1997 - 9 RV 8/96 - sei das BSG davon ausgegangen, dass Hilflosigkeit nicht vorliege, wenn der Zeitaufwand für den Hilfebedarf unter einer Stunde täglich liege.Dazu hat er bereits entschieden, dass derjenige nicht iS von § 35 BVG bzw § 33b EStG hilflos ist, der nur in relativ geringem Umfange, täglich etwa eine Stunde, auf fremde Hilfe angewiesen ist (…vgl BSGE 67, 204, 207 = SozR 3-3870 § 4 Nr. 1;… BSG SozR 3-3870 § 4 Nr. 12;… BSG SozR 3-3100 § 35 Nr. 6; Senatsurteil vom 10. September 1997 - 9 RV 8/96 -).
- BSG, 29.08.1990 - 9a/9 RVs 7/89
Begriff der Hilflosigkeit bei Kindern im Schwerbehindertenrecht, wesentliche …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R
Dazu hat er bereits entschieden, dass derjenige nicht iS von § 35 BVG bzw § 33b EStG hilflos ist, der nur in relativ geringem Umfange, täglich etwa eine Stunde, auf fremde Hilfe angewiesen ist (vgl BSGE 67, 204, 207 = SozR 3-3870 § 4 Nr. 1;… BSG SozR 3-3870 § 4 Nr. 12;… BSG SozR 3-3100 § 35 Nr. 6; Senatsurteil vom 10. September 1997 - 9 RV 8/96 -). - BSG, 23.06.1993 - 9a RVs 1/91
Nachteilsausgleich - Merkzeichen H - Gehörlosigkeit - Kommunikationsstörung - …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R
Hinzu kommen nach der Rechtsprechung des BSG (vgl BSGE 72, 285 = SozR 3-3870 § 4 Nr. 6; ähnlich auch Nr. 21 Abs. 3 der Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem SchwbG, hrsg vom BMA, 1996 ) Maßnahmen zur psychischen Erholung, geistige Anregungen und Kommunikation (Sehen, Hören, Sprechen und Fähigkeit zu Interaktionen). - BSG, 26.11.1998 - B 3 P 13/97 R
Pflegeversicherung - Bemessung - Pflegebedarf - geistig Behinderter - …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R
Im Rahmen des § 35 BVG kommt noch der Bereich der geistigen Anregung und Kommunikation hinzu, außerdem sind hier - anders als grundsätzlich in der Pflegeversicherung (vgl BSG SozR 3-3300 § 14 Nr. 8) - auch Anleitung, Überwachung und Bereitschaft zu berücksichtigen (vgl § 35 Abs. 1 Satz 3 BVG). - BSG, 02.07.1997 - 9 RVs 9/96
Vorliegen der gesundheitlichen Voraussetzungen für den Nachteilsausgleich H - …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R
Nach der Rechtsprechung des Senats (…vgl BSG SozR 3-3100 § 35 Nr. 6; Urteil vom 2. Juli 1997 - 9 RVs 9/96 in VersorgVerw 1997, 94; vgl auch BT-Drucks 12/5262 S 164) ist darüber hinaus ein Hilfebedarf erheblichen Umfangs erforderlich. - BSG, 09.04.1997 - 9 RV 15/95
Lieferung von Hilfsmitteln iS. der gesetzlichen Krankenversicherung im Rahmen der …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R
Zur Begründung trägt sie ua vor: Das BSG habe mit Urteil vom 2. Juli 1997 - 9 RV 15/95 - bezogen auf den Hilfebedarf von einer Mindestgrenze von einer Stunde täglich gesprochen. - BSG, 10.12.1975 - 9 RV 162/75
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R
Erforderlich ist stets, dass die anerkannten Schädigungsfolgen jedenfalls eine annähernd gleichwertige Mitursache für den Gesamtzustand bilden, der bei der Prüfung von Hilflosigkeit von Bedeutung ist (vgl insoweit bereits BSGE 41, 80, 83 f = SozR 3100 § 35 Nr. 2).
- BSG, 12.02.2003 - B 9 SB 1/02 R
Schwerbehindertenrecht - Hilflosigkeit - Merkzeichen H - Hilfebedarf - …
Diese Fassung des Begriffs der Hilflosigkeit geht auf Umschreibungen zurück, die von der Rechtsprechung im Schwerbehindertenrecht bezüglich der steuerlichen Vergünstigung und im Versorgungsrecht hinsichtlich der gleich lautenden Voraussetzungen für Pflegezulage nach § 35 BVG (vgl dazu das Senatsurteil vom 10. Dezember 2002 - B 9 V 3/01 R -, zur Veröffentlichung in BSGE und SozR vorgesehen) entwickelt worden sind.Was das Ausmaß des in § 33b EStG angesprochenen Hilfebedarfs anbelangt, geht der Senat von folgenden Grundsätzen aus (vgl dazu Senatsurteil vom 10. Dezember 2002 - B 9 V 3/01 R -, zur Veröffentlichung in BSGE und SozR vorgesehen):.
- BSG, 24.11.2005 - B 9a SB 1/05 R
Schwerbehindertenrecht - Hörsprachschädigung - Hilflosigkeit - Merkzeichen H - …
Der vorliegend auch vom BSG anzuwendende, seit 1995 nicht mehr geänderte Gesetzeswortlaut (das Gesetz vom 15. Dezember 2003, BGBl I 2645 nahm nur eine redaktionelle Änderung vor: § 33b Abs. 6 Satz 3 und 4 - statt Satz 2 und 3 EStG;… vgl zur Anwendung des neuen Rechts auch im Revisionsverfahren: BSG SozR 3-3870 § 4 Nr. 12 S 47 mwN) geht auf die Kriterien zurück, die von der Rechtsprechung im Schwerbehindertenrecht bezüglich der steuerlichen Vergünstigung und im Versorgungsrecht hinsichtlich der gleich lautenden Voraussetzungen für Pflegezulage nach § 35 BVG entwickelt worden sind (vgl Senatsurteil vom 10. Dezember 2002, BSGE 90, 185 = SozR 3-3100 § 35 Nr. 12).bb) Hinsichtlich des Ausmaßes des in § 33b EStG angesprochenen Hilfebedarfs in Bezug auf die genannten Verrichtungen geht der Senat davon aus (…vgl BSG aaO; BSGE 90, 185 = SozR 3-3100 § 35 Nr. 12), dass die tatbestandlich vorausgesetzte "Reihe von Verrichtungen" regelmäßig erst dann angenommen werden kann, wenn es sich um mindestens drei Verrichtungen handelt, die einen Hilfebedarf in erheblichem Umfang erforderlich machen (…vgl zur Abgrenzung BSG SozR 3100 § 35 Nr. 16; Senatsurteile vom 8. Oktober 1987 - 9a RVs 75/85 - und vom 23. Februar 1987 - 9a RVs 6/85 -: keine Hilflosigkeit bei einer drei Mal in der Woche notwendigen Heimdialyse).
Soweit der Präsenzunterricht als zweiter wesentlicher Teil der beruflichen Weiterbildung - neben dem Selbststudium - im Umfange von insgesamt 490 Unterrichtsstunden jeweils an Samstagen sowie zusätzlich in Kompaktseminaren gehalten wird, kann hier offen bleiben, ob einer Berücksichtigung des damit verbundenen Hilfebedarfs nicht bereits entgegen steht, dass insoweit von einem "täglichen Zeitaufwand" nicht gesprochen werden kann (vgl BSGE 90, 185, 187 = SozR 3-3100 § 35 Nr. 12;… ebenso wiederum die og Senatsurteile zur Dialyse: BSG SozR 3100 § 35 Nr. 16; vom 8. Oktober 1987 - 9a RVs 75/85 - vom 23. Februar 1987 - 9a RVs 6/85 -).
- LSG Baden-Württemberg, 05.12.2016 - L 6 VG 184/14 Bei einem täglichen Zeitaufwand für fremde Hilfe zwischen einer und zwei Stunden ist Hilflosigkeit dann anzunehmen, wenn der wirtschaftliche Wert der erforderlichen Pflege wegen der Zahl der Verrichtungen bzw. ungünstiger zeitlicher Verteilung der Hilfeleistungen besonders hoch ist (BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002 - B 9 V 3/01 R -, BSGE 90, 185-189, SozR 3-3100 § 35 Nr. 12, juris, Rz. 26).
Zu den von § 35 Abs. 1 BVG erfassten Verrichtungen zählt nach der ständigen Rechtsprechung des BSG (vgl. BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002, a.a.O., juris, Rz. 18;… Urteil vom 2. Juli 1997 - 9 RV 19/95 -, SozR 3-3100 § 35 Nr. 6) nicht der Hilfebedarf bei hauswirtschaftlichen Verrichtungen.
Hinzu kommen nach der Rechtsprechung des BSG Maßnahmen zur psychischen Erholung, geistige Anregungen und Kommunikation (Sehen, Hören, Sprechen und Fähigkeit zu Interaktionen - BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002, a.a.O, juris, Rz. 18).
Der Maßstab für den Inhalt des Begriffs "hilflos" hat sich dadurch jedoch nicht geändert (vgl. BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002, a.a.O., juris, Rz. 17).
Hilfe des Sohnes bei der hauswirtschaftlichen Versorgung (z.B. Einkaufen, Kochen, Putzen) hat dabei nach der Rechtsprechung des BSG (Urteil vom 10. Dezember 2002, a.a.O.) und nach VG, Teil A, Nr. 4d unberücksichtigt zu bleiben.
Maßnahmen, die bei der Pflegezulage, nicht jedoch bei der Pflegeversicherung Berücksichtigung finden, nämlich solche zur psychischen Erholung, geistigen Anregungen und Kommunikation (BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002, a.a.O., juris, Rz. 18; VG, Teil A, Nr. 4 c), sind bei der Klägerin nicht notwendig bzw. erhöhen den Hilfebedarf nicht relevant.
Bei einem täglichen Zeitaufwand für fremde Hilfe zwischen einer und zwei Stunden ist Hilflosigkeit dann anzunehmen, wenn der wirtschaftliche Wert der erforderlichen Pflege besonders hoch ist (vgl. BSG…, Urteil vom 12. Februar 2003 - B 9 SB 1/02 R -, juris, Rz. 18; Urteil vom 10. Dezember 2002, a.a.O., juris, Rz. 26).
Denn eine Hilfsperson kann regelmäßig nur für zusammenhängende Zeitabschnitte, nicht jedoch für einzelne Handreichungen herangezogen bzw. beschäftigt werden (vgl. BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002 a.a.O., juris, Rz. 26).
- LSG Baden-Württemberg, 29.08.2005 - L 6 V 2307/04
Kriegsopferversorgung - Pflegezulage nach § 35 Abs 1 BVG - Abgrenzung der …
Erforderlich ist stets, dass die anerkannten Schädigungsfolgen jedenfalls eine annähernd gleichwertige Mitursache für den Gesamtzustand bilden, der bei der Prüfung von Hilflosigkeit von Bedeutung ist (BSGE 41, 80, 83 f; 90, 185 f.).Hinzu kommen nach der Rechtsprechung des BSG (vgl. BSGE 72, 285) Maßnahmen zur psychischen Erholung, geistige Anregungen und Kommunikation (Sehen, Hören, Sprechen und Fähigkeit zu Interaktionen - vgl. zuletzt BSG vom 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R = SozR 3-3100 § 35 Nr. 12).
Im Urteil vom 10.12.2002 - B 9 V 3/01 R hat das BSG ferner entschieden, bei einem Überschreiten der Mindestgrenze von einer Stunde könne nicht in jedem Fall Hilflosigkeit bejaht werden.
Es hat jedoch in den Urteilen vom 10.12.2002 (SozR 3-3100 § 35 Nr. 12) und vom 12.02.2003 - B 9 SB 1/02 R (…= SozR 4-3250 § 69 Nr. 1) jeweils ganz allgemein ausgeführt, die zeitlichen Grenzwerte der sozialen Pflegeversicherung könnten zwar nicht unmittelbar übernommen werden, sie ließen sich jedoch als Orientierungspunkte nutzen.
zusätzlich berücksichtigt und in Betracht zieht, dass der wirtschaftliche Wert der einzelnen, ausschließlich von der Ehefrau geleisteten Hilfeleistungen wegen der ungünstigen zeitlichen Verteilung möglicherweise besonders hoch war, entspricht dieser Pflegeaufwand nach der Überzeugung des Senats ausgehend von den Grundsätzen, die das BSG im Urteil vom 10.12.2002 aaO aufgestellt hat, im Rahmen des § 35 Abs. 1 BVG der Pflegestufe I.
Im Hinblick auf diese Bereitschaftszeiten dürfte hier auch einer der Fälle gegeben sein, in denen im Sinne der Entscheidung des BSG vom 10.12.2002 (SozR 3-3100 § 35 Nr. 12) davon auszugehen ist, dass der wirtschaftliche Wert der erforderlichen Pflege besonders hoch ist.
- SG Freiburg, 20.03.2017 - S 7 SB 2419/14
Keine Zuerkennung des Merkzeichen 'H' bei fehlenden gesundheitlichen …
Rn. 26 Nach diesen Grundsätzen ist eine Person hilflos, wenn sie für eine Reihe von häufig und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen zur Sicherung ihrer persönlichen Existenz im Ablauf eines jeden Tages dauernd fremder Hilfe bedarf (BSG, Urteil vom 12.2.2003, Az. B 9 SB 1/02 R - juris). Die Voraussetzungen sind auch erfüllt, wenn die Hilfe in Form einer Überwachung oder Anleitung zu den genannten Verrichtungen erforderlich ist oder wenn die Hilfe zwar nicht dauernd geleistet werden muss, jedoch eine ständige Bereitschaft zur Hilfeleistung erforderlich ist (BSG, Urteil vom 10.12.2002, Az. B 9 V 3/01 R - juris).Rn. 27 Zu den zu berücksichtigenden Verrichtungen zählen hierbei alle Verrichtungen der Grundpflege im Sinne der Pflegeversicherung (Körperpflege: Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Haarpflege, Rasieren, Toilettengang; Ernährung: mundgerechtes Zubereiten und Aufnahme der Nahrung; Mobilität: Aufstehen, Zubettgehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppen steigen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung) (BSG, Urteil vom 12.2.2003, Az. B 9 SB 1/02 R - juris; Urteil vom 10.12.2002, Az. B 9 V 3/01 R - juris).
Hinzu kommen können ferner auch Maßnahmen zur psychischen Erholung, geistigen Anregung und Kommunikation (Sehen, Hören, Sprechen und Fähigkeit zu Interaktionen) (BSG, Urteil vom 12.2.2003, Az. B 9 SB 1/02 R - juris; Urteil vom 10.12.2002, Az. B 9 V 3/01 R - juris).
Rn. 28 Hinsichtlich des für das Merkzeichen "H" notwendigen Ausmaßes des Hilfebedarfs geht die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts davon aus, dass es sich um wenigstens drei häufig und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen handeln muss (BSG, Urteil vom 12.2.2003, Az. B 9 SB 1/02 R - juris; Urteil vom 10.12.2002, Az. B 9 V 3/01 R - juris), die einen Hilfebedarf in erheblichem Umfang erforderlich machen (BSG, Urteil vom 2.7.1997, Az. 9 RVs 9/96 - juris).
Dies entspricht dem Grundpflegeerfordernis für die Pflegestufe II der Pflegeversicherung (entsprechend der geltenden Pflegestufendefinition zum Zeitpunkt der letzten Begutachtung des Klägers am 7.10.2013) (BSG, Urteil vom 12.2.2003, Az. B 9 SB 1/02 R - juris; Urteil vom 10.12.2002, Az. B 9 V 3/01 R - juris). Liegt der Mindestaufwand dagegen zwischen ein und zwei Stunden (Fallgruppe 2), sind zusätzlich die Zahl der Verrichtungen und ihr wirtschaftlicher Wert zu betrachten (BSG, Urteil vom 12.2.2003, Az. B 9 SB 1/02 R - juris; Urteil vom 10.12.2002, Az. B 9 V 3/01 R - juris).
Der wirtschaftliche Wert bestimmt sich im Wesentlichen danach, wann - über den Tag verteilt - die jeweiligen Hilfestellungen nötig sind (je ungünstiger die Verteilung, desto höher der Wert) (BSG, Urteil vom 12.2.2003, Az. B 9 SB 1/02 R - juris; Urteil vom 10.12.2002, Az. B 9 V 3/01 R - juris).
- BSG, 02.12.2010 - B 9 V 2/10 R
Kriegsopferversorgung - Beschädigtenversorgung - Blinder - Pflegepauschale - …
Rn. 50 Hauswirtschaftliche Hilfeleistungen gehören - anders als bei der Pflegebedürftigkeit iS des § 14 SGB XI - nicht zum Pflegebedarf eines Hilflosen iS des § 35 Abs. 1 BVG (…vgl etwa BSG SozR 3-3100 § 35 Nr. 6 S 10 ff; BSGE 90, 185, 186 = SozR 3-3100 § 35 Nr. 12 S 31 f;… BSG SozR 4-3100 § 35 Nr. 1 RdNr 15). Soweit sie von einer fremden Pflegekraft während anfallender notwendiger Zwischenzeiten im Rahmen des Arbeitsvertrags erbracht werden, werden sie allerdings - wie alles, was in solche Zwischenzeiten fällt - von den angemessenen Kosten im Sinne des § 35 Abs. 2 BVG erfasst. - LSG Baden-Württemberg, 16.03.2023 - L 6 SB 3065/22
Schwerbehindertenrecht - Merkzeichen H - Begriff der Hilflosigkeit - keine …
Dabei ist § 35 BVG seit seinem Inkrafttreten mehrfach neu gefasst worden, ohne dass sich der Maßstab für den Begriff "hilflos" dadurch geändert hat (vgl. BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002 - B 9 V 3/01 R -, juris, Rz. 17).Nicht umfasst werden indessen die hauswirtschaftliche Versorgung (§ 14 Abs. 4 Nr. 5 SGB XI [a. F.] - vgl. BSG, Urteil vom 2. Juli 1997 - 9 RV 19/95), während Maßnahmen zur psychischen Erholung, geistigen Anregung und Kommunikation (Sehen, Hören, Sprechen, Fähigkeit zur Interaktion) zusätzlich zu berücksichtigen sind (vgl. BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002 - B 9 V 3/01 R -, juris, Rz. 18; BSG…, Urteil vom 23. Juni 1993 - 9/9a RVs 1/91 -, juris, Rz. 19).
Da im Hinblick auf den insoweit erweiterten Maßstab bei der Prüfung von Hilflosigkeit leichter ein größerer Zeitaufwand für fremde Betreuungsleistungen erreicht wird, als im Bereich der Grundpflege bei der Pflegeversicherung, liegt es nahe, hier von einer Zwei-Stunden-Grenze auszugehen, was dem Grundpflegeerfordernis für die - vormalige - Pflegestufe II der Pflegeversicherung entspricht (BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002 - B 9 V 3/01 R -, juris, Rz. 24 ff.).
- BSG, 18.09.2003 - B 9 SB 11/03 B
Würdigung von Beweisanträgen im sozialgerichtlichen Verfahren
Bei seiner weiteren Behandlung der Sache wird das LSG auch die neuere Rechtsprechung des erkennenden Senats zu den Voraussetzungen der streitigen Merkmale zu berücksichtigen haben (…zum Merkzeichen "aG": Urteil vom 10. Dezember 2002 - B 9 SB 7/01 R -, zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen ; zum Merkzeichen "H": Urteile vom 10. Dezember 2002, - B 9 V 3/01 R -, zur Veröffentlichung in BSGE und SozR vorgesehen;… 12. Februar 2003 - B 9 SB 1/02 R -, zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen). - LSG Baden-Württemberg, 05.10.2023 - L 6 SB 1577/23
Schwerbehindertenrecht - Adipositas per magna - erhebliches Übergewicht - keine …
Dabei ist § 35 BVG seit seinem Inkrafttreten mehrfach neu gefasst worden, ohne dass sich der Maßstab für den Begriff "hilflos" dadurch geändert hat (vgl. BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002 - B 9 V 3/01 R -, juris, Rz. 17).Nicht umfasst werden indessen die hauswirtschaftliche Versorgung (§ 14 Abs. 4 Nr. 5 SGB XI [a. F.] - vgl. BSG, Urteil vom 2. Juli 1997 - 9 RV 19/95), während Maßnahmen zur psychischen Erholung, geistigen Anregung und Kommunikation (Sehen, Hören, Sprechen, Fähigkeit zur Interaktion) zusätzlich zu berücksichtigen sind (vgl. BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002 - B 9 V 3/01 R -, juris, Rz. 18; BSG…, Urteil vom 23. Juni 1993 - 9/9a RVs 1/91 -, juris, Rz. 19).
Da im Hinblick auf den insoweit erweiterten Maßstab bei der Prüfung von Hilflosigkeit leichter ein größerer Zeitaufwand für fremde Betreuungsleistungen erreicht wird, als im Bereich der Grundpflege bei der Pflegeversicherung, liegt es nahe, hier von einer Zwei-Stunden-Grenze auszugehen, was dem Grundpflegeerfordernis für die - vormalige - Pflegestufe II der Pflegeversicherung entspricht (BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002 - B 9 V 3/01 R -, juris, Rz. 24 ff.).
- BSG, 30.11.2006 - B 9a V 9/05 R
Kriegsopferversorgung - Pflegezulage - außergewöhnliche Pflege - Stufe II - …
Der dort geforderte Hilfebedarf liegt nach der Rechtsprechung des Senats in jedem Falle dann vor, wenn sein Umfang mindestens zwei Stunden täglich erreicht (BSGE 90, 185 = SozR 3-3100 § 35 Nr. 12;… SozR 4-3250 § 69 Nr. 1).Er wendet damit seine Rechtsprechung zum Begriff der Hilflosigkeit (BSGE 90, 185 = SozR 3-3100 § 35 Nr. 12;… SozR 4-3250 § 69 Nr. 1) auch auf die Abgrenzung zwischen den Stufen I und II der Pflegezulage an und sieht die Schwelle zu letzterer bei einem täglichen Zeitaufwand von vier Stunden überschritten.
- LSG Berlin-Brandenburg, 23.07.2015 - L 11 SB 157/11
Schwerbehindertenrecht - Merkzeichen "H" - Hilflosigkeit bei Kindern und …
- LSG Bayern, 08.07.2026 - L 2 SB 105/23
Merkzeichen H, Hilflosigkeit, Anfechtungsklage, wesentliche Änderung, Pflegegrad, …
- BSG, 18.09.2003 - B 9 V 12/01 R
Pflegezulage - erhöhte Pflegezulage - Blindheit - hilflos - fremde Hilfe - …
- LSG Berlin-Brandenburg, 06.02.2025 - L 11 SB 117/22
Schwerbehindertenrecht - geistige Behinderung - GdB-Feststellung - Merkzeichen H …
- BSG, 12.02.2003 - B 9 SB 4/01 R
Schwerbehindertenrecht - Merkzeichen H - Beurteilung der Hilflosigkeit - …
- LSG Bayern, 29.09.2015 - L 15 VK 7/11
Vertagungsantrag eines unvertretenen Klägers, Bestimmung des Streitgegenstands
- LSG Berlin-Brandenburg, 14.06.2022 - L 13 SB 83/21
- LSG Baden-Württemberg, 17.09.2009 - L 6 V 465/08
- LSG Berlin-Brandenburg, 27.11.2008 - L 11 SB 150/08
Schwerbehindertenrecht - Merkzeichen H - geistige Behinderung und psychische …
- LSG Baden-Württemberg, 14.10.2021 - L 6 VG 4002/20
- BSG, 14.07.2026 - B 9 SB 19/26 B
- LSG Bayern, 20.05.2026 - L 3 SB 53/23
Hilfslosigkeit, Merkzeichen H, hochgradige Sehbehinderung, Nachteilsausgleich, …
- BVerwG, 25.11.2004 - 2 C 24.03
Beihilfe bei Pflegebedürftigkeit; Gesetzesvorbehalt; Nachrang; Pauschalbeihilfe, …
- LSG Bayern, 28.02.2013 - L 15 SB 137/12
Zur Höhe des GdB und den gesundheitelichen Voraussetzungen für das Merkzeichen H
- BSG, 05.05.2009 - B 9 V 2/10 R
- LSG Berlin-Brandenburg, 05.04.2006 - L 26 SB 22/03
- BSG, 12.02.2003 - B 9 V 13/01 R
Hilflosigkeit im Sinne von § 35 Abs. 1 BVG
- LSG Berlin-Brandenburg, 25.10.2012 - L 13 SB 90/11
Vorraussetzungen für die Anerkennung der Merkzeichen 'G' und 'H'
- LSG Niedersachsen-Bremen, 30.06.2009 - L 13 SB 62/04
Zuerkennung des Merkzeichens "B1" (Blindheit) nach Maßgabe der in den …
- LSG Baden-Württemberg, 13.05.2005 - L 8 VG 1018/04
Soziales Entschädigungsrecht - Opferentschädigung - Beschädigtenversorgung - …
- LSG Baden-Württemberg, 23.06.2016 - L 6 VK 2079/15
Soziales Entschädigungsrecht - Kriegsopferversorgung - Pflegezulage nach Stufe …
- LSG Saarland, 04.03.2016 - L 5 SB 14/15
Sozialgerichtliches Verfahren - Einhaltung der Klagefrist - Zugang des …
- SG Fulda, 22.10.2018 - S 6 SB 52/17
- LSG Baden-Württemberg, 11.08.2017 - L 8 SB 3195/16
- LSG Thüringen, 05.04.2012 - L 5 SB 249/09
Schwerbehindertenrecht: Voraussetzung der Zuerkennung des Merkzeichens "H" bei …
- LSG Niedersachsen-Bremen, 21.07.2003 - L 13 VG 3/02
Erstattung von Leistungen der Pflegeversicherung; Entschädigungsleistungen wegen …
- LSG Berlin, 14.12.2004 - L 11 B 25/04
Zuerkennung des Merkzeichens "H" (Hilflosigkeit); Recht auf Feststellung der …
- SG Stuttgart, 27.04.2011 - S 24 SB 2757/09
Schwerbehindertenrecht - Hilflosigkeit - Merkeichen H - gesundheitliche …
- LSG Niedersachsen-Bremen, 13.06.2003 - L 5 V 1/01
Anspruch auf erneute Pflegezulage nach Bundesversorgungsgesetz (BVG); …
- SG Magdeburg, 23.09.2024 - S 9 SB 309/20
- SG Dortmund, 12.06.2024 - S 40 SB 1685/21
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R |
Volltextveröffentlichungen (9)
- Doctrine
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - Sozialgerichtsbarkeit.de
Entschädigungs-/Schwerbehindertenrecht
- lexetius.com
Gewaltopferentschädigung - tätlicher Angriff und primäre Schädigung im Ausland - sekundäre Schädigung eines nahen Angehörigen im Inland - Geltungsbereich - Territorialitätsprinzip - Gleichbehandlungsgrundsatz - Härteausgleich
- Judicialis
OEG § 1 Abs 1
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Voraussetzungen eines Anspruchs auf Leistungen der Opferentschädigung wegen eines Schockschadens - Geltungsbereich des Opferentschädigungsgesetzes (OEG) - Unmittelbarkeit einer Schädigung - Primärschädigung im Ausland - Sekundärschädigung im Inland - Nachricht über die ...
- rechtsportal.de
Gewaltopferentschädigung bei Angriff und Schädigung im Ausland
- datenbank.nwb.de
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- 123recht.net (Pressemeldung)
Für Schockopfer keine Entschädigung nach Gewalt im Ausland // Mann vergiftete Kinder im Urlaub - kein Geld für Mutter
Verfahrensgang
- SG Freiburg, 08.09.1998 - S 5 VG 559/98
- LSG Baden-Württemberg, 27.09.2001 - L 6 VG 3894/98
- BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R
Papierfundstellen
- BSGE 90, 190
- NJW 2003, 2700
- NVwZ 2003, 1551 (Ls.)
- SGb 2003, 157
Wird zitiert von ... (27) Zitiert selbst (14)
- BSG, 18.06.1996 - 9 RVg 4/94
Anspruch auf Hinterbliebenenversorgung - Prüfungspflicht bei Versorgungsanträgen …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R
Die Tatsache, dass der Staat es im Einzelfall nicht vermocht hat, durch den Schutz der Rechtsordnung den Bürger vor einem gewaltsamen Angriff zu bewahren, lässt das Bedürfnis nach einem Eintreten der Gesellschaft für Schäden aus einem solchen Angriff hervortreten (vgl BT-Drucks 7/2506 S 7, 10;… BSG Urteile vom 8. August 2001, BSGE 88, 240, 244 = SozR 3-3800 § 1 Nr. 20 S 83, 88;… 18. April 2001, SozR 3-3800 § 1 Nr. 19 S 74, 80;… 21. Oktober 1998, SozR 3-3800 § 2 Nr. 9; 18. Juni 1996 - 9 RVg 4/94 - USK 9663;… 18. Oktober 1995, SozR 3-3800 § 1 Nr. 6 S 21, 24).Demgemäß hat ein im Ausland stationierter deutscher Soldat, dessen Ehefrau außerhalb des dortigen NATO-Stützpunktes einer Gewalttat zum Opfer fiel, für sich und seine Kinder keinen Hinterbliebenenrentenanspruch (Senatsurteil vom 18. Juni 1996 aaO).
Ein seelischer Sekundärschaden, der auf eine im Ausland erfolgte Primärschädigung zurückzuführen ist, kann auch nicht im Wege eines Härteausgleichs (§ 1 OEG iVm § 89 BVG) entschädigt werden (Urteil vom 18. Juni 1996, aaO).
Die Beschränkung des Schutzes von Gewaltopfern auf im Geltungsbereich des OEG begangene Gewalttaten beruht gerade auf einer grundsätzlichen und ausnahmslosen Wertung des Gesetzgebers (so bereits Senatsurteil vom 18. Juni 1996, aaO mwN).
- BSG, 07.11.1979 - 9 RVg 1/78
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R
Die von der Rechtsprechung des BSG (Hinweis auf BSGE 49, 98, 101 f) gestellten Anforderungen an den Nachweis eines eigenen seelischen Schadens seien im Falle der Klägerin gegeben.Sie betrifft eine Vorfrage der Kausalität und begrenzt den berechtigten Personenkreis (Senatsurteil vom 7. November 1979, BSGE 49, 98, 103 = SozR 3800 § 1 Nr. 1 S 1, 6).
Auf dieser Grundlage schützt § 1 Abs. 1 Satz 1 OEG auch sog "Sekundäropfer"; im Anschluss an die Rechtsprechung zur Kriegsopferversorgung zählen hierzu auch solche Personen, deren Schädigung und Schädigungsfolgen psychischer Natur sind (BSG vom 7. November 1979, aaO).
Im Ergebnis werden die psychischen Auswirkungen einer schweren Gewalttat als mit dieser so unmittelbar verbunden betrachtet, dass beide eine natürliche Einheit bilden (vgl dazu Urteil vom 7. November 1979, aaO).
- BSG, 18.10.1995 - 9 RVg 4/93
Gewalttaten im Sinne des OEG , Gesundheitsstörungen als mögliche Folge schwerer …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R
Die Tatsache, dass der Staat es im Einzelfall nicht vermocht hat, durch den Schutz der Rechtsordnung den Bürger vor einem gewaltsamen Angriff zu bewahren, lässt das Bedürfnis nach einem Eintreten der Gesellschaft für Schäden aus einem solchen Angriff hervortreten (vgl BT-Drucks 7/2506 S 7, 10;… BSG Urteile vom 8. August 2001, BSGE 88, 240, 244 = SozR 3-3800 § 1 Nr. 20 S 83, 88;… 18. April 2001, SozR 3-3800 § 1 Nr. 19 S 74, 80;… 21. Oktober 1998, SozR 3-3800 § 2 Nr. 9; 18. Juni 1996 - 9 RVg 4/94 - USK 9663; 18. Oktober 1995, SozR 3-3800 § 1 Nr. 6 S 21, 24).Insofern stellt sich der Ausschluss einer Entschädigung bei der vorliegenden Fallkonstellation nach dem Sinn und Zweck des OEG nicht als unbefriedigendes, nicht hinnehmbares Ergebnis dar (vgl Urteil vom 18. Oktober 1995, SozR 3-3800 § 1 Nr. 6 S 21, 23).
- BSG, 21.10.1998 - B 9 VG 6/97 R
Gewaltopferentschädigung - Ausschluß - Tatbeitrag - Mitverursachung - …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R
Die Tatsache, dass der Staat es im Einzelfall nicht vermocht hat, durch den Schutz der Rechtsordnung den Bürger vor einem gewaltsamen Angriff zu bewahren, lässt das Bedürfnis nach einem Eintreten der Gesellschaft für Schäden aus einem solchen Angriff hervortreten (vgl BT-Drucks 7/2506 S 7, 10;… BSG Urteile vom 8. August 2001, BSGE 88, 240, 244 = SozR 3-3800 § 1 Nr. 20 S 83, 88;… 18. April 2001, SozR 3-3800 § 1 Nr. 19 S 74, 80; 21. Oktober 1998, SozR 3-3800 § 2 Nr. 9; 18. Juni 1996 - 9 RVg 4/94 - USK 9663;… 18. Oktober 1995, SozR 3-3800 § 1 Nr. 6 S 21, 24).Allerdings führt der Umstand, dass die Gewalttat innerhalb eines staatsfreien Innenraumes wie dem der Familie oder vergleichbarer Beziehungen stattgefunden hat, nicht zur Versagung der Entschädigung, obwohl dieser Bereich den staatlichen Sicherheitskräften nur beschränkt zugänglich ist (Urteil vom 21. Oktober 1998, SozR 3-3800 § 2 Nr. 9 S 42;… vgl auch Urteil vom 7. November 2001, BSGE 89, 75, 78 = SozR 3-3800 § 2 Nr. 11 S 51, 54; stRspr), und zwar auch dann nicht, wenn der innerfamiliäre Zustand die Gefahr einer Gewalttat in sich barg (…zum Leistungsausschluss wegen Mitverursachung bei vermeidbarer Selbstgefährdung vgl Urteil vom 15. August 1996, SozR 3-3800 § 2 Nr. 5 S 14, 16 mwN).
- BSG, 17.12.1997 - 9 BVg 5/97
Schockschaden im Opferentschädigungsrecht
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R
Wie der Senat bereits dargelegt hat, liegt in der Anerkennung von Schockschadensopfern keine Erweiterung des Personenkreises gegenüber dem BVG (…Urteil vom 8. August 2001, BSGE aaO S 243 = SozR aaO S 87 mwN; zum Ausschluss der Entschädigung psychischer Beeinträchtigungen von nahen Familienangehörigen infolge der nach Eintritt der Primärschädigung veränderten Lebensumstände vgl Senatsbeschluss vom 17. Dezember 1997 - 9 BVg 5/97 -), wenngleich darin ein weites Verständnis des Begriffs der Unmittelbarkeit zum Ausdruck kommt (…vgl zuletzt Senatsurteil vom 16. April 2002, BSGE 89, 199, 202 = SozR 3-3800 § 1 Nr. 21 S 91, 95).Der Senat hat den insoweit gebotenen engen Zusammenhang bejaht, wenn das Sekundäropfer am Tatort unmittelbar Zeuge der Tat gewesen ist, als der seelische Schock eintrat (…BSGE aaO S 243 = SozR aaO S 87 mwN), und es zudem aus Gründen einer sachgerechten Fassung des Schutzbereichs des OEG als erforderlich angesehen, die Unmittelbarkeit jedenfalls bei nahen Angehörigen auch dann anzunehmen, wenn eine solche Person die Nachricht von der vorsätzlichen Tötung des Primäropfers erhält und dadurch einen Schock erleidet, ohne dass eine Tatzeugenschaft vorliegt (zur Schockwirkung der Nachricht vgl auch Senatsbeschluss vom 17. Dezember 1997, aaO).
- BVerfG, 17.11.1992 - 1 BvL 8/87
Einkommensanrechnung
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R
Eine solche Zielstellung ist angesichts des gesetzgeberischen Gestaltungsspielraums nicht willkürlich (BVerfGE 87, 234, 262 ff mwN). - BSG, 16.04.2002 - B 9 VG 1/01 R
Gewaltopferentschädigungsanspruch - schwerstbehindertes Kind aus Inzestbeziehung …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R
Wie der Senat bereits dargelegt hat, liegt in der Anerkennung von Schockschadensopfern keine Erweiterung des Personenkreises gegenüber dem BVG (…Urteil vom 8. August 2001, BSGE aaO S 243 = SozR aaO S 87 mwN; zum Ausschluss der Entschädigung psychischer Beeinträchtigungen von nahen Familienangehörigen infolge der nach Eintritt der Primärschädigung veränderten Lebensumstände vgl Senatsbeschluss vom 17. Dezember 1997 - 9 BVg 5/97 -), wenngleich darin ein weites Verständnis des Begriffs der Unmittelbarkeit zum Ausdruck kommt (vgl zuletzt Senatsurteil vom 16. April 2002, BSGE 89, 199, 202 = SozR 3-3800 § 1 Nr. 21 S 91, 95). - BSG, 07.11.1979 - 9 RVg 2/78
Verursachung der Schädigung - Versorgungsrechtliche Kausalitätstheorie - …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R
Nach der Intention des OEG habe der Staat seine Bürger nur dann zu entschädigen, wenn er mit seinen Organen im Einzelfall nicht in der Lage gewesen sei, sie vor einer Gewalttat zu schützen (Hinweis auf BSG vom 7. November 1979 - 9 RVg 2/78). - BSG, 18.10.1995 - 9a RVg 4/92
Ursächlicher Zusammenhang zwischen einer seelischen Krankheit und einem seelisch …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R
Soweit in diesem Zusammenhang eine Eingrenzung der Entschädigung von Schockschäden geboten ist, dürfte diese schon hinreichend durch die Prüfung bewirkt werden, ob die Voraussetzungen der Kausalitätslehre der wesentlichen Bedingung erfüllt sind (…vgl Urteile vom 7. November 2001, BSGE aaO S 78 f = SozR aaO S 54 f mwN; 18. Oktober 1995, SozR 3-3800 § 1 Nr. 4;… 26. Januar 1994 aaO Nr. 3). - BSG, 08.08.2001 - B 9 VG 1/00 R
Gewaltopferentschädigung - Schockschaden - unmittelbare Schädigung - Primäropfer …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R
Die Tatsache, dass der Staat es im Einzelfall nicht vermocht hat, durch den Schutz der Rechtsordnung den Bürger vor einem gewaltsamen Angriff zu bewahren, lässt das Bedürfnis nach einem Eintreten der Gesellschaft für Schäden aus einem solchen Angriff hervortreten (vgl BT-Drucks 7/2506 S 7, 10; BSG Urteile vom 8. August 2001, BSGE 88, 240, 244 = SozR 3-3800 § 1 Nr. 20 S 83, 88;… 18. April 2001, SozR 3-3800 § 1 Nr. 19 S 74, 80;… 21. Oktober 1998, SozR 3-3800 § 2 Nr. 9; 18. Juni 1996 - 9 RVg 4/94 - USK 9663;… 18. Oktober 1995, SozR 3-3800 § 1 Nr. 6 S 21, 24). - BSG, 15.08.1996 - 9 RVg 6/94
Leistungsausschluß wegen Mitverursachung im Recht der Gewaltopferentschädigung
- BSG, 07.11.2001 - B 9 VG 2/01 R
Gewaltopferentschädigung - Schockschaden - Kausalität - wesentliche Bedingung - …
- BSG, 18.04.2001 - B 9 VG 5/00 R
Opferentschädigung - türkischer Geschädigter - tätliche Auseinandersetzung …
- BSG, 06.03.1996 - 9 RVg 4/95
Entschädigung ausländischer Gewaltopfer verfassungsgemäß, Stichtagsregelung des § …
- BSG, 12.06.2003 - B 9 VG 1/02 R
Gewaltopferentschädigung - Schockschaden - Sekundäropfer - Primäropfer - …
(1) Nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats sind auch Sekundäropfer in den Schutzbereich des § 1 Abs. 1 OEG einbezogen (…vgl dazu BSGE 49, 98, 103 = SozR 3800 § 1 Nr. 1 S 4;… BSGE 88, 240, 243 f = SozR 3-3800 § 1 Nr. 20 S 85 f; so nunmehr auch Rundschreiben des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung vom 26. November 2002, - IVc 2-62039/3 - BArbBl 2003, Heft 1, 111; vgl dazu zuletzt Senatsurteile vom 10. Dezember 2002 - B 9 VG 7/01 R -, SozR 3-3800 § 1 Nr. 23, und vom 12. Juni 2003 - B 9 VG 8/01 R - zur Veröffentlichung vorgesehen).Voraussetzung hierfür ist - ebenso wie bei Primäropfern - eine unmittelbare Schädigung, also ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Schädigungstatbestand und der schädigenden Einwirkung iS einer engen, untrennbaren Verbindung beider Tatbestandselemente (vgl dazu BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002, aaO;… BSGE 88, 240, 242 f = SozR 3-3800 § 1 Nr. 20 S 86).
Umgekehrt muss der Mangel eines zeitlichen und örtlichen Zusammenhanges zu dem das Primäropfer schädigenden Vorgang nicht schaden, wenn das Sekundäropfer eine enge personale Beziehung zum Primäropfer hat (vgl dazu Urteil des Senats vom 10. Dezember 2002 - B 9 VG 7/01 R -, aaO).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 26.01.2024 - L 13 VG 9/23
Anforderungen an medizinische Sachverständigengutachten
Rn. 333 Voraussetzung hierfür ist - ebenso wie bei Primäropfern - eine unmittelbare Schädigung, also ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Schädigungstatbestand und der schädigenden Einwirkung im Sinne einer engen, untrennbaren Verbindung beider Tatbestandselemente (BSG, Urteil vom 12.06.2003 - B 9 VG 1/02 R; BSG, Urteil vom 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R;-, zuletzt BSG Beschluss vom 25.09.2017 - B 9 V 30/17 B).Umgekehrt muss der Mangel eines zeitlichen und örtlichen Zusammenhangs zu dem das Primäropfer schädigenden Vorgang nicht schaden, wenn das Sekundäropfer eine enge personale Beziehung zum Primäropfer hat (BSG, Urteil vom 12.06.2003 - B 9 VG 1/02 R; BSG, Urteil vom 10.02.2002 - B 9 VG 7/01 R).
- LSG Bayern, 28.03.2017 - L 20 VG 4/13
Anspruch auf Zahlung einer Versorgungsrente und Anerkennung einer …
Rn. 36 Das OEG räumt zudem grundsätzlich Ansprüche nur unmittelbar Geschädigten ein, wobei "Unmittelbarkeit" grundsätzlich als enger zeitlicher und örtlicher Zusammenhang zwischen dem Schädigungs"tatbestand" und der schädigenden Einwirkung im Sinne einer engen, untrennbaren Verbindung beider Tatbestandselemente ohne örtliche und zeitliche Zwischenglieder verstanden wird (vgl. BSG, Urteil vom 10.12.2002, B 9 VG 7/01 R, juris Rn. 14 m.w.N.).Rn. 38 Auf dieser Grundlage schützt § 1 Abs. 1 Satz 1 OEG auch sog "Sekundäropfer"; im Anschluss an die Rechtsprechung zur Kriegsopferversorgung zählen hierzu auch solche Personen, deren Schädigung und Schädigungsfolgen psychischer Natur sind (vgl. BSG, Urteil vom 10.12.2002, B 9 VG 7/01 R, juris Rn. 15).
Im Ergebnis werden die psychischen Auswirkungen einer schweren Gewalttat als mit dieser so unmittelbar verbunden betrachtet, dass beide eine natürliche Einheit bilden (BSG, Urteil vom 10.12.2002, B 9 VG 7/01 R, juris Rn. 15).
Wie das BSG bereits dargelegt hat, liegt in der Anerkennung von Schockschadensopfern keine Erweiterung des Personenkreises gegenüber dem BVG, wenngleich darin ein weites Verständnis des Begriffs der Unmittelbarkeit zum Ausdruck kommt (BSG, Urteil vom 10.12.2002, B 9 VG 7/01 R, juris Rn. 15).
Eine Einbeziehung aller durch Kenntnisnahme von der Gewalttat psychisch geschädigten Personen in den Kreis der Anspruchsberechtigten würde indessen den Rahmen dieser auf dem Ausnahmetatbestand der "aberratio ictus" beruhenden Erweiterung der zu entschädigenden Fälle sprengen (BSG, Urteil vom 10.12.2002, B 9 VG 7/01 R, juris Rn. 16).
Das BSG hat den insoweit gebotenen engen Zusammenhang bejaht, wenn das Sekundäropfer am Tatort unmittelbar Zeuge der Tat gewesen ist, als der seelische Schock eintrat (zeitliche und örtliche Nähe; Eigenschaft als Augenzeuge), und es zudem aus Gründen einer sachgerechten Fassung des Schutzbereichs des OEG als erforderlich angesehen, die Unmittelbarkeit jedenfalls bei nahen Angehörigen (personale Nähe) auch dann anzunehmen, wenn eine solche Person die Nachricht von der vorsätzlichen Tötung des Primäropfers erhält und "dadurch" einen Schock erleidet, ohne dass eine Tatzeugenschaft vorliegt (vgl. BSG, Urteil vom 10.12.2002, B 9 VG 7/01 R, juris Rn. 16 m.w.N.).
Wie das BSG insoweit aber auch klargestellt hat, erfasst der Schutzbereich des Gesetzes die von Gewalttaten an ihren Angehörigen betroffenen Schockgeschädigten nicht auf Grund familiärer Beziehung, sondern infolge der tatbestandlichen Erstreckung (vgl. BSG, Urteil vom 10.12.2002, B 9 VG 7/01 R, juris Rn. 18).
Dem Beklagten ist darin beizupflichten, dass es vorliegend bereits an der von der höchstrichterlichen Rechtsprechung geforderten "besonders schrecklichen Gewalttat", teilweise auch als "besonders schreckliches Geschehen" bezeichnet (vgl. BSG, Urteile vom 07.11.1979, 9 Rvg 1/78, 08.08.2001, B 9 VG 1/00 R, und 10.12.2002, B 9 VG 7/01 R, m.w.N.), wie sie bei Totschlag und Mord anzunehmen ist, fehlt.
- LSG Nordrhein-Westfalen, 19.05.2022 - L 13 VG 24/21
Anspruch auf Gewaltopferentschädigung nach dem OEG ; Anforderungen an den …
Der Entschädigungsanspruch nach dem OEG setzt eine unmittelbare Schädigung des Opfers voraus, wobei "Unmittelbarkeit" grundsätzlich als enger zeitlicher und örtlicher Zusammenhang zwischen dem Schädigungstatbestand und der schädigenden Einwirkung im Sinne einer engen, untrennbaren Verbindung beider Tatbestandselemente ohne örtliche und zeitliche Zwischenglieder verstanden wird (BSG, Urteil vom 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R, juris Rn. 14 m.w.N.).Im Ergebnis werden die psychischen Auswirkungen einer schweren Gewalttat als mit dieser so unmittelbar verbunden betrachtet, dass beide eine natürliche Einheit bilden (BSG, Urteil vom 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R, juris Rn. 15).
Das BSG hat den insoweit gebotenen engen Zusammenhang bejaht, wenn das Sekundäropfer am Tatort unmittelbar Zeuge der Tat gewesen ist, als der seelische Schock eintrat (zeitliche und örtliche Nähe; Eigenschaft als Augenzeuge), und es zudem aus Gründen einer sachgerechten Fassung des Schutzbereichs des OEG als erforderlich angesehen, die Unmittelbarkeit jedenfalls bei nahen Angehörigen (personale Nähe) auch dann anzunehmen, wenn eine solche Person die Nachricht von der vorsätzlichen Tötung des Primäropfers erhält und "dadurch" einen Schock erleidet, ohne dass eine Tatzeugenschaft vorliegt (vgl. BSG, Urteil vom 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R, juris Rn. 16 m.w.N.).
Rn. 37 Auch wenn es nicht auf das kumulative Vorliegen der zeitlichen, örtlichen und personalen Nähe ankommt, sondern vorliegend die personale Nähe der Klägerin als Mutter des Opfers ausreichend ist, erfasst, wie das BSG klargestellt hat, der Schutzbereich des OEG die von Gewalttaten an ihren Angehörigen betroffenen Schockgeschädigten nicht aufgrund familiärer Beziehung, sondern infolge der tatbestandlichen Erstreckung (vgl. BSG, Urteil vom 10.12.2002 - B 9 VG 7/01 R, juris Rn. 18).
- LSG Bayern, 28.01.2020 - L 20 VG 5/19
Sozialgerichtsverfahren: Begriff der summarischen Prüfung hinreichender …
Eine Entschädigung nach dem OEG als Sekundäropfer setzt daher, unabhängig davon, wie das potentielle Sekundäropfer die Kenntnis von der Gewalttat an einem Dritten erlangt hat - ob als Augenzeuge oder durch Nachricht -, nach der Rechtsprechung des BSG immer voraus, dass es sich um eine besonders schreckliche Gewalttat gehandelt hat (vgl. BSG, Urteil vom 10.12.2002, B 9 VG 7/01 R: "Schockschäden sind insoweit ungewöhnliche Folgen besonders schrecklicher Gewalttaten."). - BSG, 16.12.2004 - B 9 VG 1/03 R
Opferentschädigung - Kriegsopferversorgung - Beschädigtengrundrente - Absenkung - …
Es gilt das Territorialitätsprinzip (vgl BSGE 90, 190, 193, 194 = SozR 3-3800 § 1 Nr. 23). - BSG, 12.06.2003 - B 9 VG 8/01 R
Gewaltopferentschädigung - Schockschaden - schädigender Vorgang - Primäropfer - …
Nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats sind diese zwar auch in den Schutzbereich des § 1 Abs. 1 OEG einbezogen (…vgl dazu BSGE 49, 98 = SozR 3800 § 1 Nr. 1;… BSG SozR 3-3800 § 1 Nr. 20; so nunmehr auch Rundschreiben des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung vom 26. November 2002, IVc 2 62039/3, BArbBl 2003, Nr. 1, 111; zuletzt Urteil vom 10. Dezember 2002 - B 9 VG 7/01 R -, zur Veröffentlichung in BSGE und SozR vorgesehen = VersorgVerw 2003, 27). - BSG, 25.09.2017 - B 9 V 30/17 B
Nichtzulassungsbeschwerde - grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache - soziales …
Entscheidend für den vorliegenden Fall sei auch die Entscheidung des BSG vom "10.12.2002, Az. B 9 VG 7/01 R, Randziffer 16", bei der die enge persönliche Bindung zwischen Primär- und Sekundäropfer in den Mittelpunkt gerückt werde.Zu Recht führt die Klägerin selbst die Entscheidung des BSG vom 10.12.2002 (B 9 VG 7/01 R - BSGE 90, 190 = SozR 3-3800 § 1 Nr. 23) an, in der der Senat bereits ausgeführt hat, dass auf der Grundlage von § 1 Abs. 1 S 1 OEG auch sog "Sekundäropfer" geschützt werden und zwar auch solche Personen, deren Schädigung und Schädigungsfolgen psychischer Natur sind (…BSG, aaO, RdNr 15).
- LSG Bayern, 06.08.2019 - L 15 VG 2/19
Opferentschädigung: Keine Entschädigung bei Nachricht von Amoklauf und bloßer …
Im Ergebnis werden die psychischen Auswirkungen einer schweren Gewalttat als mit dieser so unmittelbar verbunden betrachtet, dass beide eine natürliche Einheit bilden (s. auch BSG, Urteile vom 10.12.2002 - 9 VG 7/01 R - und vom 08.08.2001 - 9 VG 1/00 R).Entgegen dem Vortrag der Klägerseite ist nicht ausreichend, wenn die Angehörigen von einem "Amoklauf" nur derart betroffen sind, dass sie sich in der Nähe des Tatorts - also dort, wo Schüsse fallen etc. - aufhalten und gegebenenfalls sogar psychische Beeinträchtigungen erleiden, ohne selbst Opfer physischer Gewalt zu werden, und wenn der Betroffene (Sekundäropfer) hiervon (ggf. über die Medien - vgl. das Urteil des BSG vom 10.12.2002, a.a.O.) Kenntnis erhält.
- SG Köln, 23.02.2021 - S 28 VG 12/20 Rn. 18 "Nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats sind auch Sekundäropfer in den Schutzbereich des § 1 Abs. 1 OEG einbezogen (…vgl dazu BSGE 49, 98, 103 = SozR 3800 § 1 Nr. 1 S 4;… BSGE 88, 240, 243 f = SozR 3-3800 § 1 Nr. 20 S 85 f; so nunmehr auch Rundschreiben des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung vom 26. November 2002, - IVc 2-62039/3 - BArbBl 2003, Heft 1, 111; vgl dazu zuletzt Senatsurteile vom 10. Dezember 2002 - B 9 VG 7/01 R -, SozR 3-3800 § 1 Nr. 23, und vom 12. Juni 2003 - B 9 VG 8/01 R - zur Veröffentlichung vorgesehen).
Voraussetzung hierfür ist - ebenso wie bei Primäropfern - eine unmittelbare Schädigung, also ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Schädigungstatbestand und der schädigenden Einwirkung iS einer engen, untrennbaren Verbindung beider Tatbestandselemente (vgl dazu BSG, Urteil vom 10. Dezember 2002, aaO;… BSGE 88, 240, 242 f = SozR 3-3800 § 1 Nr. 20 S 86).
Umgekehrt muss der Mangel eines zeitlichen und örtlichen Zusammenhanges zu dem das Primäropfer schädigenden Vorgang nicht schaden, wenn das Sekundäropfer eine enge personale Beziehung zum Primäropfer hat (vgl dazu Urteil des Senats vom 10. Dezember 2002 - B 9 VG 7/01 R -, aaO).
- BSG, 25.03.2004 - B 9 VG 5/02 R
Gewaltopferentschädigung bei Angriff und Schädigung im Ausland
- BSG, 12.02.2020 - B 9 V 45/19 B
Opferentschädigungsansprüche nach dem Amoklauf im Olympia-Einkaufszentrum München
- SG Halle, 10.07.2013 - S 12 VE 15/10
Opferentschädigungsrecht: Ansprüche von Angehörigen eines Gewaltopfers aus …
- LSG Baden-Württemberg, 10.04.2025 - L 6 VG 120/24
- LSG Rheinland-Pfalz, 19.08.2015 - L 4 VG 5/13
Soziales Entschädigungsrecht - Gewaltopfer - sexueller Missbrauch in der Kindheit …
- LSG Rheinland-Pfalz, 09.01.2015 - L 4 VG 5/14
Keine Opferentschädigung nach Biss eines Polizisten
- BSG, 07.11.2022 - B 9 V 28/22 B
Nichtzulassungsbeschwerde - grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache - soziales …
- LSG Rheinland-Pfalz, 03.07.2015 - L 4 VG 14/14
Soziales Entschädigungsrecht - Gewaltopfer - Schockschaden - Tatzeuge als …
- LSG Niedersachsen-Bremen, 28.06.2012 - L 10 VE 56/10
Opferentschädigung; Schockschaden bei Tötung naher Angehöriger; Einzelfallprüfung …
- LSG Sachsen-Anhalt, 21.10.2004 - L 7 (5) VG 2/01
SPÄTE OPFERRENTE FÜR KOPFSCHUSSVERLETZUNG DURCH SOWJETISCHEN WACHSOLDATEN
- LSG Niedersachsen-Bremen, 14.11.2013 - L 10 VE 8/12
Beschädigtenversorgung; Feststellung einer Verschlimmerung der Schädigungsfolge …
- BSG, 16.11.2011 - B 9 V 28/11 B
- LSG Niedersachsen-Bremen, 16.12.2021 - L 10 VE 49/18
Einzelfall eines Schockschadens in dem das Sekundäropfer das Ausmaß der …
- LSG Niedersachsen-Bremen, 30.11.2016 - L 10 VE 41/13
- LSG Niedersachsen-Bremen, 25.03.2019 - L 10 VE 55/16
- SG Aachen, 09.12.2010 - S 12 VG 26/10
Anspruch des Vaters eines durch eine gewaltsame Tötung verstorbenen Sohnes auf …
- BSG, 11.07.2008 - B 9 VG 30/07 B
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 6/01 R |
Volltextveröffentlichungen (9)
- Doctrine
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - Sozialgerichtsbarkeit.de
Entschädigungs-/Schwerbehindertenrecht
- lexetius.com
Kostenerstattung - Erstattungsanspruch - Vorrang-Nachrangverhältnis - Träger der Jugendhilfe - Hinterbliebenengrundrente - Kostenbeitrag - Leistungsbescheid - Schriftformen von Verwaltungsakten
- Judicialis
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Vollzeitpflege nach §§ 27, 33 Sozialgesetzbuch (SGB VIII) - Hinterbliebenenrente nach dem Opferentschädigungsgesetz in Verbindung mit dem Gesetz über die Versorgung der Opfer des Krieges - Vorrangverhältnis und Nachrangverhältnis im Sinne von § 104 Abs. 1 S. 1 ...
- rechtsportal.de
Leistungsbescheid bei Auszahlungsanspruch nach § 104 Abs. 1 S. 4 SGB X, Schriftform eines Leistungsbescheides nach § 93 Abs. 1 S. 2 SGB VIII
- datenbank.nwb.de
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- jugendhilfe-netz.de (Leitsatz)
Zu den Voraussetzungen eines Auszahlungsanspruchs gemäß § 104 Abs. 1 Satz 4 SGB X
Verfahrensgang
- SG Karlsruhe, 10.04.2001 - S 6 VG 3068/00
- LSG Baden-Württemberg, 30.10.2001 - L 11 VG 2160/01
- BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 6/01 R
Papierfundstellen
- SGb 2003, 157
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (2)
- BSG, 22.01.1998 - B 14/10 KG 24/96 R
Kindergeld - Erstattungsanspruch - Zählkindvorteil
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 6/01 R
Mithin ist der Sachverhalt einer einseitigen hoheitlichen Regelung nicht zugänglich (vgl BSG SozR 3-1300 § 104 Nr. 13 S 44 f).Abgesehen davon, dass § 93 Abs. 1 Satz 2 SGB VIII vom Jugendhilfeträger fordert, den Kostenbeitrag nach Maßgabe der Absätze 2 bis 4 dieser Vorschrift sowie des § 94 SGB VIII zu ermitteln und durch Leistungsbescheid festzusetzen (vgl zur Begründung dieser - zunächst in § 81 Abs. 5 SGB VIII enthaltenen - Regelung BT-Drucks 11/5948 S 109), ist - trotz des insoweit etwas undeutlichen Gesetzestextes ("... ein Kostenbeitrag erhoben werden kann") aus Gründen der Rechtssicherheit und eines effektiven Rechtsschutzes des Betroffenen auch im Rahmen des § 104 Abs. 1 Satz 4 SGB X das Vorliegen eines entsprechenden Leistungsbescheides zu verlangen (vgl BSG SozR 3-1300 § 104 Nr. 13 S 45 f).
Nicht anders verhält es sich bei dem in § 104 Abs. 1 Satz 4 SGB X vorgesehenen vollstreckungsähnlichen Zugriff auf Sozialleistungen des Kostenpflichtigen (vgl dazu BSG SozR 3-1300 § 104 Nr. 13).
- BSG, 07.11.1979 - 9 RVg 2/78
Verursachung der Schädigung - Versorgungsrechtliche Kausalitätstheorie - …
Auszug aus BSG, 10.12.2002 - B 9 VG 6/01 R
Soweit das BSG in einer Entscheidung aus dem Jahre 1979 (BSGE 49, 104) Funktionsunterschiede zwischen Hinterbliebenenrenten nach dem BVG und solchen nach dem OEG erkannt habe, sei das nur im Hinblick auf den - in jenem Urteil behandelten - Versagungsgrund der Unbilligkeit nach § 2 OEG geschehen.
- BFH, 07.12.2004 - VIII R 59/04
Kindergeld: Erstattungsansprüche des Sozialleistungsträgers
Deshalb sei der Erlass eines Heranziehungsbescheides oder Kostenfestsetzungsbescheides durch den Sozialleistungsträger erforderlich (…BSG-Urteile vom 22. Januar 1998 B 14/10 KG 24/96 R,;…">104%20SGB%20X%20Nr.%2013#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 3-1300 § 104 SGB X Nr. 13; vom 10. Dezember 2002 B 9 VG 6/01 R, SGb 2003, 157, juris; vgl. auch bereits BSG-Urteile in BSGE 64, 96; in ZfJ 1993, 555). Funktional handelt es sich bei der Vorschrift um eine Pfändung einer Sozialleistung, so dass eine verkürzte Form der Zwangsvollstreckung vorliegt (…vgl. BSG-Urteile vom 26. September 1991 4/1 RA 33/90,
;…">52%20SGB%20I%20Nr.%202#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 3-1200 § 52 SGB I Nr. 2;… in ;…">104%20SGB%20X%20Nr.%2013#0 | " style="color:red" title="');">SozR 3-1300 § 104 SGB X Nr. 13; in SGb 2003, 157, juris; vgl. auch Grüner/Dalichau, Sozialgesetzbuch, Kommentar und Rechtssammlung, Stand: 1. Mai 2004, Bd. V, X/3 SGB, § 104 Rn. 72). - BFH, 07.12.2004 - VIII R 57/04
Kindergeld: Erstattungsansprüche des Sozialleistungsträgers
Deshalb sei der Erlass eines Heranziehungsbescheides oder Kostenfestsetzungsbescheides durch den Sozialleistungsträger erforderlich (…BSG-Urteile vom 22. Januar 1998 B 14/10 KG 24/96 R,;…">104%20SGB%20X%20Nr.%2013#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 3-1300 § 104 SGB X Nr. 13; vom 10. Dezember 2002 B 9 VG 6/01 R, SGb 2003, 157, juris; vgl. auch bereits BSG-Urteile in BSGE 64, 96; in ZfJ 1993, 555). Funktional handelt es sich bei der Vorschrift um eine Pfändung einer Sozialleistung, so dass eine verkürzte Form der Zwangsvollstreckung vorliegt (…vgl. BSG-Urteile vom 26. September 1991 4/1 RA 33/90,
;…">52%20SGB%20I%20Nr.%202#0 | " style="color:red" title="');…">SozR 3-1200 § 52 SGB I Nr. 2;… in ;…">104%20SGB%20X%20Nr.%2013#0 | " style="color:red" title="');">SozR 3-1300 § 104 SGB X Nr. 13; vom 10. Dezember 2002 B 9 VG 6/01 R, SGb 2003, 157, juris; vgl. auch Grüner/Dalichau, Sozialgesetzbuch, Kommentar und Rechtssammlung, Stand: 1. Mai 2004, Band V, X/3 SGB, § 104 Rn. 72). - LSG Baden-Württemberg, 09.11.2006 - L 6 VG 2519/05
Gewaltopferentschädigung - Hinterbliebenenrente - Unterhaltsersatzfunktion - …
Rn. 30 Im Übrigen hat auch das BSG in seiner Entscheidung vom 10. Dezember 2002 (B 9 VG 6/01 R - veröffentlicht in SGb 2003, 157 und in juris) angedeutet, dass in einem gleichgelagerten Fall wie dem vorliegenden ein Erstattungsanspruch zu bejahen sei.
- BSG, 08.06.2021 - B 1 KR 29/20 B
Erstattung von Kosten für eine prophylaktische Mastektomie; Grundsatzrüge im …
Abweichendes gilt nur dann, wenn eine bestimmte Form ausdrücklich vorgeschrieben ist (…vgl zB BSG vom 20.3.2013 - B 6 KA 27/12 R - BSGE 113, 123 = SozR 4-2500 § 106 Nr. 40, RdNr 20;… BSG vom 17.2.2011 - B 10 KG 5/09 R - BSGE 107, 239 = SozR 4-5870 § 2 Nr. 1, RdNr 16; BSG vom 10.12.2002 - B 9 VG 6/01 R - juris RdNr 17). - LSG Baden-Württemberg, 30.04.2021 - L 12 AL 3871/19
Voraussetzungen eines Erstattungsanspruchs von zwei Leistungsträgern …
Auf die Voraussetzungen des § 104 Abs. 1 Satz 4 SGB X, insbesondere die dort geforderte Geltendmachung eines Kostenbeitrags bei P, kommt es vorliegend aufgrund des bestehenden Vorrang-/Nachrangverhältnisses im Sinne des § 104 Abs. 1 Satz 1 SGB X schon nicht an (vergleiche BSG, Urteil vom 10.12.2002, B 9 VG 6/01 R, juris). - FG Brandenburg, 13.05.2004 - 6 K 900/01
Anspruch des Sozialleistungsträgers bei Heimunterbringung des schwerbehinderten …
Darüber hinaus dient das Vorliegen eines entsprechenden Leistungsbescheides sowohl der Rechtssicherheit als auch einem effektiven Rechtsschutz (so das BSG Urteil vom 10. Dezember 2002 B 9 VG 6/01 R, RegNr. 25978 (BSG-Intern)). - BSG, 05.07.2021 - B 1 KR 74/20 B
Kostenerstattung für selbstbeschaffte Liposuktionen; Grundsatzrüge im …
Das BSG hat bereits entschieden, dass Verwaltungsakte - wie die Entscheidung über einen Leistungsantrag - gemäß § 33 Abs. 2 Satz 1 SGB X grundsätzlich in jeder Form - also auch mündlich - erlassen werden können und Abweichendes nur dann gilt, wenn eine bestimmte Form ausdrücklich vorgeschrieben ist (…vgl zB BSG vom 20.3.2013 - B 6 KA 27/12 R - BSGE 113, 123 = SozR 4-2500 § 106 Nr. 40, RdNr 20;… BSG vom 17.2.2011 - B 10 KG 5/09 R - BSGE 107, 239 = SozR 4-5870 § 2 Nr. 1, RdNr 16; BSG vom 10.12.2002 - B 9 VG 6/01 R - juris RdNr ) . - FG Münster, 01.07.2004 - 6 K 2517/03
Kindergeldanspruch aufenthaltsrechtlich geduldeter Ausländer; Erfüllungswirkung …
Die Auffassung entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (vgl. zuletzt Urteil vom 10. Dezember 2002 B 9 VG 6/01 R - Juris KSRE012811509; B 14/10 KG 24/96 R, NVwZ-RR 1998, 566 bis 567). - FG Brandenburg, 13.05.2004 - 6 K 183/01
Anspruch des Sozialleistungsträgers bei Heimunterbringung des schwerbehinderten …
Darüber hinaus dient das Vorliegen eines entsprechenden Leistungsbescheides sowohl der Rechtssicherheit als auch einem effektiven Rechtsschutz (so das BSG Urteil vom 10. Dezember 2002 B 9 VG 6/01 R, RegNr. 25978 (BSG-Intern)). - FG Brandenburg, 13.05.2004 - 6 K 1807/01
Anspruch des Sozialhilfeträgers bei Heimunterbringung des schwerbehinderten …
Darüber hinaus dient das Vorliegen eines entsprechenden Leistungsbescheides sowohl der Rechtssicherheit als auch einem effektiven Rechtsschutz (so das BSG Urteil vom 10. Dezember 2002 B 9 VG 6/01 R, RegNr. 25978 (BSG-Intern)). - FG Brandenburg, 13.05.2004 - 6 K 1098/03
Anspruch des Sozialleistungsträgers auf Erstattung des Kindergeldes von der …
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".