Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 18.11.1994 - 8 S 1470/94 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Fehlendes Sachbescheidungsinteresse für einen Bauantrag wegen offensichtlich entgegenstehenden privaten Rechten Dritter
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Stuttgart, 12.04.1994 - 14 K 305/94
- VGH Baden-Württemberg, 17.11.1994 - 8 S 1470/94
- VGH Baden-Württemberg, 18.11.1994 - 8 S 1470/94
Papierfundstellen
- NVwZ-RR 1995, 563
- VBlBW 1995, 318
- UPR 1995, 278
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 17.12.1964 - I C 130.63
Rechtmäßigkeit der Klage gegen die Versagung einer Baugenehmigung - …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 18.11.1994 - 8 S 1470/94
Rn. 42 In Rechtsprechung und Literatur ist jedoch andererseits anerkannt, daß ein Bauantrag im Hinblick auf entgegenstehende private Rechte Dritter wegen fehlenden Sachbescheidungsinteresses bzw. Antragsinteresses als unzulässig abgelehnt werden kann (grundlegend BVerwG, Urt. v. 17.1.1964 - I C 130.63 - BVerwGE 20, 124;… Urt. v. 23.3.1973 - IV C 49.71 - BVerwGE 42, 115; vgl. Urt. des erk. Gerichtshofs v. 8.5.1969 - III 655/67 - BRS 22 Nr. 146), um die Baurechtsbehörde von unnötiger und nutzloser Verwaltungstätigkeit zu entlasten.Die in § 59 Abs. 3 LBO zum Ausdruck kommende grundsätzliche Trennung des Baugenehmigungsverfahrens von den privatrechtlichen Aspekten der Verwirklichung des Bauvorhabens selbst läßt eine (ausnahmsweise) Berücksichtigung entgegenstehender privater Rechte Dritter im Rahmen des Sachbescheidungs- oder Antragsinteresses für das Verwaltungsverfahren jedoch nur dann zu, wenn die entgegenstehenden privaten Rechte Dritter offensichtlich sind und d e s h a l b die Baugenehmigung für den Bauantragsteller ersichtlich nutzlos wäre (vgl. BVerwG, Urt. v. 17.1.1964 - a.a.O - Urt. des erk. Gerichtshofs v. 8.5.1969 - a.a.O.-).
- BVerwG, 23.03.1973 - IV C 49.71
Bau- oder Bebauungsgenehmigung für den Nichteigentümer eines Grundstücks
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 18.11.1994 - 8 S 1470/94
Rn. 42 In Rechtsprechung und Literatur ist jedoch andererseits anerkannt, daß ein Bauantrag im Hinblick auf entgegenstehende private Rechte Dritter wegen fehlenden Sachbescheidungsinteresses bzw. Antragsinteresses als unzulässig abgelehnt werden kann (…grundlegend BVerwG, Urt. v. 17.1.1964 - I C 130.63 - BVerwGE 20, 124; Urt. v. 23.3.1973 - IV C 49.71 - BVerwGE 42, 115; vgl. Urt. des erk. Gerichtshofs v. 8.5.1969 - III 655/67 - BRS 22 Nr. 146), um die Baurechtsbehörde von unnötiger und nutzloser Verwaltungstätigkeit zu entlasten. - VGH Baden-Württemberg, 21.06.1993 - 5 S 874/93
Baurechtliche Nachbarklage - keine nachbarschützende Wirkung der …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 18.11.1994 - 8 S 1470/94
Unzulässig sind die dort genannten Anlagen nur dann, wenn sie sowohl länger als 5 m als auch höher als 2, 5 m sind (vgl. auch Beschl. des erk. Gerichtshofs v. 21.6.1993 - 5 S 874/93 - Sauter, LBO, § 6, RdNr. 71 b). - VGH Baden-Württemberg, 30.09.1994 - 8 S 1763/94
Keine Verweisung an das zuständige Gericht bei anderweitiger Rechtshängigkeit; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 18.11.1994 - 8 S 1470/94
Auch wenn die konkrete Vereinbarung im Rahmen eines Widerspruchsverfahrens des Beigeladenen zu 2 gegen die dem Kläger erteilte Baugenehmigung erfolgt war, so sind, wie der Senat in jüngster Zeit wiederholt entschieden hat (vgl. Beschl. v. 26.5.1993 - 8 S 1023/93 - NJW 1994, 211, Urt. v. 12.11.1993 - 8 S 2348/93 - u. Urt. v. 29.9.1990 - 8 S 1763/94 -), derartige Vereinbarungen, in denen ein Grundstückseigentümer mit seinem Nachbarn bestimmte Regelungen über eine künftige Bebauung seines Grundstücks trifft, grundsätzlich als privatrechtlich zu qualifizieren, auch wenn an der Vereinbarung die Baurechtsbehörde deshalb beteiligt ist, weil sie im Rahmen eines Widerspruchsverfahrens getroffen wird und zudem auch öffentlich-rechtlich zu beurteilende Rechtsbeziehungen mit der Baurechtsbehörde zum Gegenstand hat. - VGH Baden-Württemberg, 26.05.1993 - 8 S 1023/93
Bedeutung privatrechtlicher Vereinbarungen zwischen Bürgerverein, Anliegern und …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 18.11.1994 - 8 S 1470/94
Auch wenn die konkrete Vereinbarung im Rahmen eines Widerspruchsverfahrens des Beigeladenen zu 2 gegen die dem Kläger erteilte Baugenehmigung erfolgt war, so sind, wie der Senat in jüngster Zeit wiederholt entschieden hat (vgl. Beschl. v. 26.5.1993 - 8 S 1023/93 - NJW 1994, 211, Urt. v. 12.11.1993 - 8 S 2348/93 - u. Urt. v. 29.9.1990 - 8 S 1763/94 -), derartige Vereinbarungen, in denen ein Grundstückseigentümer mit seinem Nachbarn bestimmte Regelungen über eine künftige Bebauung seines Grundstücks trifft, grundsätzlich als privatrechtlich zu qualifizieren, auch wenn an der Vereinbarung die Baurechtsbehörde deshalb beteiligt ist, weil sie im Rahmen eines Widerspruchsverfahrens getroffen wird und zudem auch öffentlich-rechtlich zu beurteilende Rechtsbeziehungen mit der Baurechtsbehörde zum Gegenstand hat.
- VGH Baden-Württemberg, 19.07.2010 - 8 S 77/09
Genehmigungsfähigkeit eines Mobilfunkmasten im Landschaftsschutzgebiet
Gleichwohl kann ausnahmsweise das Sachbescheidungsinteresse fehlen, wenn die Baugenehmigung wegen offensichtlicher privatrechtlicher Hindernisse, die schlechthin nicht ausräumbar sind, nutzlos wäre (BVerwG, Urteil vom 24.10.1980 - 4 C 3.78 -, BVerwGE 61, 128 ; Senatsurteil vom 18.11.1994 - 8 S 1470/94 - VBlBW 1995, 318 m.w.N.). - VGH Bayern, 27.01.2017 - 15 B 16.1834
Schutz "klassischer Gewerbenutzung" vs. Teilumnutzung einer Lagerhalle für das …
Dennoch kann ein Bauantrag zur Entlastung der Behörde von unnötiger und nutzloser Verwaltungstätigkeit wegen fehlenden Sachbescheidungsinteresses - als Pendant zum fehlenden Rechtsschutzinteresse im verwaltungsgerichtlichen Verfahren - u. a. dann als unzulässig angelehnt werden, wenn von vornherein feststeht, dass der Bauherr aus privatrechtlichen Gründen definitiv nicht in der Lage sein wird, das Bauvorhaben auszuführen (vgl. VGH BW, U. v. 18.11.1994 - 8 S 1470/94 - NVwZ-RR 1995, 563 f. = juris Rn. 42;… U. v. 11.8.1997 - 5 S 3509/95 - BauR 1998, 526 f. = juris Rn. 17;… Molodovsky in Molodovsky/Famers, Bayerische Bauordnung, Stand: März 2016, Art. 68 Rn. 40j;… Schwarzer/König, Bayerische Bauordnung, 4. Aufl. 2012, Art. 68 Rn. 52 - jeweils m. w. N.).Die in Art. 68 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 4 BayBO zum Ausdruck kommende grundsätzliche Trennung des Baugenehmigungsverfahrens vom Privatrecht lässt ausnahmsweise eine Berücksichtigung entgegenstehender privater Rechte Dritter im Rahmen des Sachbescheidungsinteresses und damit auch des Rechtsschutzinteresses nur dann zu, wenn entgegenstehende private Rechte Dritter offensichtlich bestehen und deshalb die Baugenehmigung für den Bauantragsteller ersichtlich nutzlos wäre (vgl. VGH BW, U. v. 18.11.1994 a. a. O. m. w. N.;… speziell im Fall einer rechtskräftigen zivilgerichtlichen Klärung: BVerwG, U. v. 17.12.1964 - I C 130.63 - BVerwGE 20, 124 ff. = juris Rn. 8 f.;… vgl. auch Jäde in Jäde/Dirnberger/Bauer, Die neue Bayerische Bauordnung, Stand: Oktober 2016, Art. 68 Rn. 52;… Lechner in Simon/Busse, Bayerische Bauordnung, Stand: August 2016, Art. 68 Rn. 167).
- VG Karlsruhe, 12.11.2020 - 10 K 5902/18
Klage auf Baugenehmigung zur Errichtung einer weiteren Zufahrt; fehlendes …
Rn. 28 Das Sachbescheidungsinteresse als ungeschriebene formelle Voraussetzung für die Erteilung einer Baugenehmigung ist bei solchen Bauanträgen zu verneinen, die erkennbar nutzlos oder rechtsmissbräuchlich sind, weil der Antragsteller aus Gründen, die jenseits des Verfahrensgegenstandes liegen, an einer Verwertung der begehrten Genehmigung gehindert ist (…vgl. dazu BVerwG, Urt. v. 23.03.1973 - IV C 49.71 - juris, Rn. 14; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 18.11.1994 - 8 S 1470/94 - juris, Rn. 42;… Bay.VGH, Urt. v. 27.01.2017 - 15 B 16.1834 - juris, Rn. 15;… Schlotterbeck, in: Schlotterbeck/Hager/Busch/Gammerl, Kommentar LBO, 6. Aufl. 2011, § 58 Rn. 12).
- VGH Baden-Württemberg, 11.08.1997 - 5 S 3509/95
Zulässigkeit eines Schafstalls im Außenbereich unabhängig vom Bestehen eines …
Damit soll der Baurechtsbehörde überflüssige Arbeit erspart werden, wenn feststeht, daß die erstrebte Baugenehmigung für den Bauherrn wegen des dem Vorhaben entgegenstehenden Eigentumsrechts ersichtlich nutzlos ist (…vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 08.08.1984 - 3 S 352/84 -, BRS 42 Nr. 193;… Urt. v. 23.11.1990 - 8 S 2244/90 -, VBlBW 1991, 186; Urt. v. 17.11.1994 - 8 S 1470/94 -, VBlBW 1995, 318). - VG Aachen, 08.10.2019 - 3 K 1888/14
Aufhebung von drei Baugenehmigungsbescheiden?
Rn. 76 Vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 20. Juli 1993 - 4 B 110.93 -, juris, Rn. 3; vom 31. Juli 1992 - 4 B 140.92 -, juris Rn. 5; Urteile vom 24. Oktober 1980 - 4 C 3.78 -, juris, Rn. 16; vom 23. März 1973 - IV C 49.71 -, juris, Rn. 14; BayVGH, Urteil vom 19. Januar 2009 - 2 BV 08.2567 -, juris, Rn. 17; VGH BW, Urteil vom 18. November 1994 - 8 S 1470/94 -, juris, Rn. 42. - VG Würzburg, 04.09.2018 - W 4 S 18.722
Erweiterung einer Fläche für den Sand- und Kiesabbau
Rn. 44 Es ist anerkannt, dass etwa ein Bauantrag zur Entlastung der Behörde von unnötiger und nutzloser Verwaltungstätigkeit wegen fehlenden Sachbescheidungsinteresses - als Pendant zum fehlenden Rechtsschutzinteresse im verwaltungsgerichtlichen Verfahren - u.a. dann als unzulässig abgelehnt werden kann, wenn von vornherein feststeht, dass der Bauherr aus privatrechtlichen Gründen definitiv nicht in der Lage sein wird, das Bauvorhaben auszuführen (vgl. VGH BW, U.v. 18.11.1994 - 8 S 1470/94 - NVwZ-RR 1995, 563 f. = juris Rn. 42;… U.v. 11.8.1997 - 5 S 3509/95 - BauR 1998, 526 f. = juris Rn. 17;… Molodovsky in Molodovsky/Famers, Bayerische Bauordnung, Stand: März 2016, Art. 68 Rn. 40j m.w.N.).
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Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 27.10.1994 - 8 S 2223/94 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
Normenkontrolle eines Bebauungsplans: Festsetzung privater Verkehrsflächen aufgrund BauGB § 9 Abs 1 Nr 11
- Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
§§ 1 Abs. 3 und 6, 9 Abs. 1 Nr. 11, 10 Abs. 4, 123 Abs. 1 BauGB.
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Bauplanungsrecht: Festsetzung von Verkehrsflächen
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Ermächtigung zur Festsetzung privater Verkehrsflächen durch § 9 Abs. 1 Nr. 11 Baugesetzbuch (BauGB); Pflicht einer Gemeinde zur Festsetzung von als Zufahrt dienenden Verkehrsflächen auf großen Grundstücken als öffentliche Verkehrsflächen
Papierfundstellen
- ESVGH 45, 234 (Ls.)
- NVwZ-RR 1995, 485
- VBlBW 1995, 66 (Ls.)
- UPR 1995, 278
- ZfBR 1995, 111
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (6)
- BVerwG, 05.07.1974 - IV C 50.72
Flachglas - § 1 Abs. 6 BauGB, Abwägungsfehlerlehre, Abwägungsausfall, …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.10.1994 - 8 S 2223/94
Rn. 22 Nach ständiger Rechtsprechung (grundlegend BVerwG, U. v. 5.7.1974 - 4 C 50.72 - BVerwGE 45, 309) ist die vom Satzungsgeber gemäß § 1 Abs. 6 BauGB vorzunehmende Abwägung der öffentlichen und privaten Belange gerichtlich nur darauf überprüfbar, ob eine Abwägung überhaupt stattgefunden hat, ob in sie an Belangen eingestellt worden ist, was nach Lage der Dinge in sie eingestellt werden mußte, ob die Bedeutung der betroffenen öffentlichen und privaten Belange verkannt worden ist und ob der Ausgleich zwischen den von der Planung berührten öffentlichen und privaten Belangen in einer Weise vorgenommen worden ist, die zur objektiven Gewichtigkeit einzelner Belange außer Verhältnis steht. - BVerwG, 15.04.1988 - 4 N 4.87
Gültiger Bebauungsplan nach rechtswidrigem Aufstellungsbeschluss
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.10.1994 - 8 S 2223/94
Das Vorliegen eines ordnungsgemäßen Aufstellungsbeschlusses ist im übrigen keine Wirksamkeitsvoraussetzung für den späteren Bebauungsplan (BVerwG, Beschl. v. 15.4.1988 - 4 N 4.87 - NVwZ 1988, 916). - BVerwG, 18.12.1990 - 4 NB 8.90
Bauleitplanung zur Verhinderung von Fehlentwicklungen und unzulässige …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.10.1994 - 8 S 2223/94
Auch hat der Senat keine Anhaltspunkte dafür, daß die getroffenen Festsetzungen tatsächlich nicht dem planerischen Willen der Antragsgegnerin entsprechen, sondern nur vorgeschoben sind, um eine andere Nutzung zu verhindern (vgl. hierzu BVerwG, Beschl. v. 18.12.1990 - 4 NB 8.90 - NVwZ 1991, 875).
- BVerwG, 29.09.1978 - 4 C 30.76
Entwicklung des Bebauungsplanes aus dem Flächennutzungsplan; Zulässigkeit der …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.10.1994 - 8 S 2223/94
Zweifel an der Wirtschaftlichkeit der in einem Bebauungsplan festgesetzten Nutzung führen vielmehr nur dann zu dessen Nichtigkeit, wenn nach Lage der Dinge eine Rentabilität der Nutzung auf Dauer nicht erwartet werden kann (BVerwG, U. v. 29.9.1978 - 4 C 30.76 - DÖV 1979, 214). - BVerwG, 23.01.1992 - 4 NB 2.90
Verwaltungsprozessrecht: Antragsbefugnis im Normenkontrollverfahren; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.10.1994 - 8 S 2223/94
Rn. 29 Ein Grundstück ist wegemäßig in der Regel nur dann erschlossen, wenn an die Grundstücksgrenze herangefahren werden kann, weil - im Grundsatz - nur so gesichert ist, daß es für Kraftfahrzeuge, besonders auch solche der Polizei, der Feuerwehr, des Rettungswesens und der Ver- und Entsorgung erreichbar ist (BVerwG, Beschl. v. 23.1.1992 - 4 NB 2.90 - NvWZ 1992, 974, 976 m.w.N.). - VGH Hessen, 08.01.1992 - 3 N 1880/87
Festsetzung nichtöffentlicher landwirtschaftlicher Verkehrsflächen durch …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 27.10.1994 - 8 S 2223/94
Ein generelles Regelungsbedürfnis ist daher nicht zu bestreiten (…ebenso Ernst/Zinkahn/Bielenberg, BauGB, 2. Aufl., § 9 RdNr. 83; Gierke in Brügelmann, BauGB, § 9 RdNr. 217;… Battis/Krautzberger/Löhr, BauGB, 4. Aufl., § 9 RdNr. 41; Hess.VGH, Beschl. v. 8.1.1992 - 3 N 1880/87 - UPR 1992, 390;… BayVGH, Urt. v. 3.2.1987 - Nr. 1 N 83 A 3104 - BRS 47 Nr. 18).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 12.03.2003 - 7a D 20/02
Voraussetzungen der Mangelhaftigkeit eines Bebauungsplans wegen Mitwirkung eines …
Rn. 61 Vgl. Bay. VGH, Urteil vom 3. Februar 1987 - Nr. 1 N 83 A.3104 -, BRS 47 Nr. 18; Hess. VGH, Beschluss vom 8. Januar 1992 - 3 N 1880/87 -, UPR 1992, 390; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27. Oktober 1994 - 8 S 2223/94 -, BRS 56 Nr. 23; Brügelmann u.a., BauGB, Stand: November 2001, § 9 Rdnr. 217; Ernst u.a., BauGB, Stand: Januar 2002, § 9 Rdnr. 104; Berliner Kommentar zum Baugesetzbuch, 3. Auflage, 2002, § 9 Rdnr. 33. - BGH, 10.04.1997 - III ZR 104/96
Schadensersatzansprüche von Grundstückseigentümern wegen einer Änderung der …
Ein solcher Verstoß gegen Bundesrecht kommt hier - was die Revision der Beteiligten zu 1 der Sache nach auch rügt - deshalb in Betracht, weil die Ausführungen des Berufungsgerichts nahelegen, daß das Berufungsgericht insoweit keine eigene freie Auslegung vorgenommen, sondern sich an die diesbezügliche Auslegung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg in dem Urteil vom 27. Oktober 1994 - 8 S 2223/94 - im Normenkontrollverfahren, durch das der Antrag der Beteiligten zu 1 und ihres Ehemannes auf Erklärung der Ungültigkeit des Bebauungsplans 1994 zurückgewiesen wurde, gebunden gefühlt hat. - OVG Schleswig-Holstein, 23.01.1998 - 1 K 14/94
Festsetzungen des Bebauungsplans; Zweckbestimmung zur Freizeitnutzung; …
Dabei kann dahingestellt bleiben, ob § 9 Abs. 1 Nr. 11 BauGB, auf die die Festsetzung gestützt ist, nur zur Festsetzung öffentlicher Verkehrsflächen oder auch - und inwieweit - zur Festsetzung privater Verkehrsflächen berechtigt (…Festsetzung privater Verkehrsflächen nicht zulässig: Gelzer/Birk, Bauplanungsrecht, 5. Aufl., Rdnrn. 135 u. 136; Festsetzung privater Verkehrsflächen unter bestimmten Voraussetzungen zulässig: BayVGH, Urt. v. 03.02.1987 - Nr. 1 N 83 A.3104 -, BRS 47 Nr. 18, HessVGH, Beschl. v. 08.01.1992 - 3 N 1880/87 -, BRS 54 Nr. 2, VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 27.10.1994 - 8 S 2223/94 -, BRS 56 Nr. 23).
- OVG Berlin-Brandenburg, 12.05.2009 - 10 A 4.08
Normenkontrolle eines Bebauungsplans - Ausweisung eines allgemeinen Wohngebiets, …
Dies wäre bei einer Belassung oder Festsetzung nur einer privaten Verkehrsfläche und der damit verbundenen Beschränkung auf einen bestimmten oder zumindest bestimmbaren Benutzerkreis nicht möglich gewesen (vgl hierzu NdsOVG, Urteil vom 29. April 2004, 1 KN 194/02 - zit. n. juris; VGH BW, Urteil vom 27. Oktober 1994, BRS 56 Nr. 23), zumal nicht mit dem Einverständnis der Miteigentümer zu rechnen war, den Durchgangsverkehr zu dulden, wie das vorliegende Normenkontrollverfahren zeigt. - OVG Mecklenburg-Vorpommern, 24.10.2023 - 3 K 431/16
Bekanntmachung eines Bebauungsplans; Verweis auf DIN-Vorschriften; Auslegung; …
Die Ausweisung einer privaten Verkehrsfläche wird gerechtfertigt durch die Beschränkung auf einen bestimmten oder zumindest bestimmbaren Benutzerkreis (VGH Mannheim, Urteil vom 27. Oktober 1994 - 8 S 2223/94 -, juris Rn. 34 f.). - OVG Niedersachsen, 29.04.2004 - 1 KN 194/02
Wirksamkeit der Änderung eines Bebauungsplans; Verstoß eines Flächennutzungsplans …
Die Ausweisung einer privaten Verkehrsfläche wird aber gerechtfertigt durch die Beschränkung auf einen bestimmten oder zumindest bestimmbaren Benutzerkreis (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 27.10.1994 - 8 S 2223/94 -, BRS 56 Nr. 23). - VG Gießen, 02.03.1998 - 1 E 228/96
Klage auf Genehmigung der Änderung eines Flächennutzungsplans - gemeindliche …
Ein Bauleitplan ist erforderlich, wenn er von der erkennbaren städteplanerischen Konzeption der Gemeinde getragen ist (vgl. BVerwG, BRS 50 Nr. 9; BRS 24 Nr. 15; VGH Baden-Württemberg, NVwZ-RR 1995, 485; OVG Lüneburg BRS 50 Nr. 1).
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Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 07.11.1994 - 8 S 976/94 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Baugenehmigung für Außenbereichsvorhaben: landwirtschaftlicher Betrieb auf überwiegend gepachteten Flächen - Dauerhaftigkeit
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- hessen.de (Kurzinformation)
Tierschutz - Baurecht - Pferde
Verfahrensgang
- VG Stuttgart, 23.12.1993 - 6 K 314/93
- VGH Baden-Württemberg, 07.11.1994 - 8 S 976/94
Papierfundstellen
- VBlBW 1995, 108 (Ls.)
- UPR 1995, 278
- ZfBR 1995, 224
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (14)
- VGH Baden-Württemberg, 16.03.1994 - 8 S 1716/93
Vergrößerung einer Reithalle im Außenbereich; Voraussetzungen für die Annahme …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.11.1994 - 8 S 976/94
Eine Pferdezucht, die auf überwiegend hinzugepachteten Futterflächen betrieben wird, ist beim Fehlen besonderer, ausnahmsweise für die Dauerhaftigkeit des Betriebs sprechender Anhaltspunkte kein landwirtschaftlicher Betrieb (Fortführung der Senatsrechtsprechung, Urt v 21.6.1993 - 8 S 2970/92 - u Urt v 16.3.1994 - 8 S 1716/93 -).Zwar ist eine Pferdezucht, die auf überwiegend eigener Futtergrundlage betrieben wird, dem Begriff der Landwirtschaft in Form der Wiesen- und Weidewirtschaft nach § 201 BauGB zuzurechnen (…BVerwG, Urt. v. 19.4.1985 - 4 C 13.82 - NVwZ 1986, 201; Senatsurt. v. 25.6.1991 - 8 S 2110/90 - RdL 1991, 287 u. v. 16.3.1994 - 8 S 1716/93 -).
Wichtige Indizien für die Nachhaltigkeit sind die Ernsthaftigkeit des Vorhabens, die Absicht und die objektive Möglichkeit der Gewinnerzielung (…BVerwG, Urt. v. 11.4.1986 - 4 C 67.82 - BauR 1986, 419; Senatsurt. v. 16.3.1994 - 8 S 1716/93 -) sowie den gesicherten Zugriff auf die den Gegenstand der Bodennutzung bildenden Nutz- und Ertragsflächen (…VGH Bad.-Württ., Urt. v. 7.8.1991 a.a.O.).
Es spielt daher grundsätzlich keine Rolle, ob der Betrieb dem Haupt- oder Nebenerwerb dient (Senatsurt. v. 16.3.1994 a.a.O.;… vgl. auch BVerwG, Urt. v. 24.8.1979 - 4 C 3.77 - DÖV 1979, 905 = BauR 1979, 481).
- BVerwG, 03.02.1989 - 4 B 14.89
Nebenerwerbsbetrieb - Eigentumsfläche - Pachtland - Reithalle
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.11.1994 - 8 S 976/94
Die vorausgesetzte planmäßige und eigenverantwortliche Bewirtschaftung hängt davon ab, daß dem Landwirt die für seine Ertragserzielung benötigten Flächen dauernd zur Verfügung stehen (BVerwG, Beschl. v. 3.2.1989 - 4 B 14.89 - BRS 49, Nr. 92).Demgemäß genügt also regelmäßig eine landwirtschaftliche Betätigung, die ausschließlich oder weit überwiegend auf fremdem Grund und Boden verwirklicht wird, nicht den Voraussetzungen für eine Privilegierung nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB (BVerwG, Beschl. v. 3.2.1989 a.a.O.;… Senatsurteile v. 21.6.1993 u. v. 25.6.1991 a.a.O.).
Sie verbessert die Stellung des Pächters zwar nachhaltig, durch die verbleibende Kündigungsmöglichkeit bei überwiegenden Interessen des Verpächters ist es aber bei der prinzipiellen Abhängigkeit des Pachtgrundes geblieben (vgl. BVerwG, Beschl. v. 3.2.1989 a.a.O.;… VGH Bad.-Württ., Urt. v. 7.8.1991 a.a.O.).
- VGH Baden-Württemberg, 07.08.1991 - 3 S 1075/90
Eine Pferdepension mit weit auseinanderliegenden Pachtflächen genügt nicht den …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.11.1994 - 8 S 976/94
Rn. 4 Eine Pferdezucht dient jedoch nur dann einem landwirtschaftlichen Betrieb im Sinne des § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB, wenn deren Betreiber als Landwirt über die persönliche Eignung und über gesicherte wirtschaftliche Verhältnisse zur Führung des Betriebes verfügt (…BVerwG, Urt. v. 27.1.1967 - IV C 41.65 - BVerwGE 26, 121; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 7.8.1991 - 3 S 1075/90 - BauR 1992, 208 = BRS 52, Nr. 73), und eine gewisse Nachhaltigkeit für das Betreiben eines auf Dauer angelegten landwirtschaftlichen Betriebs gewährleistet ist.Wichtige Indizien für die Nachhaltigkeit sind die Ernsthaftigkeit des Vorhabens, die Absicht und die objektive Möglichkeit der Gewinnerzielung (…BVerwG, Urt. v. 11.4.1986 - 4 C 67.82 - BauR 1986, 419; Senatsurt. v. 16.3.1994 - 8 S 1716/93 -) sowie den gesicherten Zugriff auf die den Gegenstand der Bodennutzung bildenden Nutz- und Ertragsflächen (VGH Bad.-Württ., Urt. v. 7.8.1991 a.a.O.).
Sie verbessert die Stellung des Pächters zwar nachhaltig, durch die verbleibende Kündigungsmöglichkeit bei überwiegenden Interessen des Verpächters ist es aber bei der prinzipiellen Abhängigkeit des Pachtgrundes geblieben (…vgl. BVerwG, Beschl. v. 3.2.1989 a.a.O.; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 7.8.1991 a.a.O.).
- VGH Baden-Württemberg, 25.06.1991 - 8 S 2110/90
Zur Zulässigkeit einer Reithalle, die einem landwirtschaftlichen Betrieb mit …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.11.1994 - 8 S 976/94
Zwar ist eine Pferdezucht, die auf überwiegend eigener Futtergrundlage betrieben wird, dem Begriff der Landwirtschaft in Form der Wiesen- und Weidewirtschaft nach § 201 BauGB zuzurechnen (…BVerwG, Urt. v. 19.4.1985 - 4 C 13.82 - NVwZ 1986, 201; Senatsurt. v. 25.6.1991 - 8 S 2110/90 - RdL 1991, 287 u. v. 16.3.1994 - 8 S 1716/93 -).Der Ertrag der ca. 14, 9 ha als Wiesen- und Weideflächen bewirtschafteten Grundstücke dürfte dann auch zur Deckung von mehr als der Hälfte des Futterbedarfs von ca. 40 Pferden in dem zu errichtenden Betrieb des Klägers ausreichen, wenn man für die ausgewachsenen Pferde sowie für die Fohlen einheitlich ein Jahresbedarf von 0, 5 ha der Wiesen oder der Weideflächen als Berechnungsgrundlage zugrunde legen würde (vgl. Senatsurt. v. 25.6.1991 a.a.O.; OVG Lüneburg, BRS 46 Nr. 85).
Demgemäß genügt also regelmäßig eine landwirtschaftliche Betätigung, die ausschließlich oder weit überwiegend auf fremdem Grund und Boden verwirklicht wird, nicht den Voraussetzungen für eine Privilegierung nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB (…BVerwG, Beschl. v. 3.2.1989 a.a.O.; Senatsurteile v. 21.6.1993 u. v. 25.6.1991 a.a.O.).
- VGH Baden-Württemberg, 21.06.1993 - 8 S 2970/92
Baugenehmigung für Außenbereichsvorhaben: landwirtschaftlicher Betrieb auf …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.11.1994 - 8 S 976/94
Eine Pferdezucht, die auf überwiegend hinzugepachteten Futterflächen betrieben wird, ist beim Fehlen besonderer, ausnahmsweise für die Dauerhaftigkeit des Betriebs sprechender Anhaltspunkte kein landwirtschaftlicher Betrieb (Fortführung der Senatsrechtsprechung, Urt v 21.6.1993 - 8 S 2970/92 - u Urt v 16.3.1994 - 8 S 1716/93 -).Rn. 6 Von den Schwächen der Pacht kann allenfalls dann abgesehen werden, wenn besondere Umstände ohne weiteres und verläßlich den Makel ausräumen (…vgl. BVerwG, Urt. v. 13.4.1983 - 4 C 62.78 - BRS 40 Nr. 76; Senatsurt. v. 21.6.1993 a.a.O.).
So sind z.B. keine Gründe ersichtlich, weshalb für die Pächter kein Anlaß bestehen sollte, die Pachtverhältnisse zu beenden (vgl. zu einem derartig gelagerten Fall die Entscheidung des Senats v. 21.6.1993 a.a.O.).
- BVerwG, 03.11.1972 - IV C 9.70
Begriff der Landwirtschaft und des "Dienens"
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.11.1994 - 8 S 976/94
Die mit dem Wesen der Pacht zusammenhängenden Unsicherheiten in bezug auf die Dauerhaftigkeit können auch nicht deshalb vernachlässigt werden, weil langfristige Verträge bestehen, etwa mit gesicherten Kauf- oder Verlängerungsoptionen (BVerwG, Urt. v. 3.11.1972 - iV C 9.70 - BRS 25 Nr. 60;… VGH Bad.-Württ., Urt. v. 25.3.1988 - 5 S 2611/87 - NVwZ-RR 1989, 8).Rn. 7 Ob das Vorhaben des Klägers auch deshalb nicht zugelassen werden kann, weil es - wie die Beklagte meint - das Gebot der größtmöglichen Schonung des Außenbereichs (vgl. dazu BVerwG, Urt. v. 3.11.1972 a.a.O) verletzt, kann danach offen bleiben.
- BVerwG, 19.04.1985 - 4 C 13.82
Pferdezucht einschließlich reiterlicher Erstausbildung als "Landwirtschaft" i.S. …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.11.1994 - 8 S 976/94
Zwar ist eine Pferdezucht, die auf überwiegend eigener Futtergrundlage betrieben wird, dem Begriff der Landwirtschaft in Form der Wiesen- und Weidewirtschaft nach § 201 BauGB zuzurechnen (BVerwG, Urt. v. 19.4.1985 - 4 C 13.82 - NVwZ 1986, 201; Senatsurt. v. 25.6.1991 - 8 S 2110/90 - RdL 1991, 287 u. v. 16.3.1994 - 8 S 1716/93 -).Deshalb kann eine Reit- und Bewegungshalle grundsätzlich einem landwirtschaftlichen Betrieb dienen (BVerwG, Urt. v. 19.4.1985 a.a.O.;… OVG Lüneburg a.a.O.).
- VGH Baden-Württemberg, 25.03.1988 - 5 S 2611/87
Begriff des landwirtschaftlichen Betriebs
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.11.1994 - 8 S 976/94
Die mit dem Wesen der Pacht zusammenhängenden Unsicherheiten in bezug auf die Dauerhaftigkeit können auch nicht deshalb vernachlässigt werden, weil langfristige Verträge bestehen, etwa mit gesicherten Kauf- oder Verlängerungsoptionen (…BVerwG, Urt. v. 3.11.1972 - iV C 9.70 - BRS 25 Nr. 60; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 25.3.1988 - 5 S 2611/87 - NVwZ-RR 1989, 8). - BVerwG, 03.06.1977 - 4 C 37.75
Verfestigung oder Erweiterung einer Splittersiedlung im Außenbereich; Keine …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.11.1994 - 8 S 976/94
Es würde also ein Vorgang der Zersiedelung zumindest eingeleitet (vgl. BVerwG, Urt. v. 3.6.1977 - IV C 37.75 - Buchholz 406.11 § 35 BauGB Nr. 136). - BVerwG, 11.04.1986 - 4 C 67.82
Betriebseigenschaft - Landwirtschaftliche Nebenerwerbsstelle - Gewinnerzielung - …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.11.1994 - 8 S 976/94
Wichtige Indizien für die Nachhaltigkeit sind die Ernsthaftigkeit des Vorhabens, die Absicht und die objektive Möglichkeit der Gewinnerzielung (BVerwG, Urt. v. 11.4.1986 - 4 C 67.82 - BauR 1986, 419; Senatsurt. v. 16.3.1994 - 8 S 1716/93 -) sowie den gesicherten Zugriff auf die den Gegenstand der Bodennutzung bildenden Nutz- und Ertragsflächen (…VGH Bad.-Württ., Urt. v. 7.8.1991 a.a.O.). - BVerwG, 27.01.1967 - IV C 41.65
Begriff des landwirtschaftlichen Betriebs i.S. von § 35 Abs. 1 Nr. 1 BBauG
- BVerwG, 13.04.1983 - 4 C 62.78
Wanderschäfer - Landwirtschaftlicher Betrieb - Vertrag - Flugplatz - …
- BVerwG, 24.08.1979 - 4 C 3.77
Teilung eines Grundstücks im Außenbereich; Privilegierte Zulässigkeit von der …
- BVerwG, 13.05.1991 - 4 B 66.91
Zulässigkeit und Begründetheit einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der …
- VGH Baden-Württemberg, 15.12.2010 - 8 S 2517/09
Zum Vorliegen eines landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetriebes i.S.d. § 35 Abs 1 …
So kann von den mit der Pacht zusammenhängenden Ungewissheiten etwa abgesehen werden, wenn Gegenstand eines Pachtvertrags nicht allein der zu bewirtschaftende Grund und Boden, sondern ein bereits bestehender landwirtschaftlicher (Nebenerwerbs)Betrieb ist oder wenn andere Besonderheiten vorliegen, die ausnahmsweise für die Dauerhaftigkeit des Betriebs sprechen (BVerwG, Urteil vom 03.11.1972 - IV C 9.70 - BVerwGE 41, 138; Urteil vom 13.04.1983 - 4 C 62.78 - DÖV 1983, 316; Senatsurteile vom 21.06.1993 - 8 S 2970/92 - BRS 55 Nr. 80, vom 16.03.1994 - 8 S 1716/93 - juris und vom 07.11.1994 - 8 S 976/94 - NuR 1995, 355). - VG Gelsenkirchen, 26.04.2012 - 5 K 2358/09
Außenbereich, Pferdehaltung, Pferdezucht, Pferdepension, Landwirtschaft, …
Rn. 52 Vgl. Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 7. November 1994 - 8 S 976/94 -, NuR 1995, 355 f.; Oberverwaltungsgericht des Saarlandes, Urteil vom 31. Mai 1994 - 2 R 4/93 -, ESLR 4, ÖR 48; Oberverwaltungsgericht Lüneburg, Urteil vom 30. August 1988 - 1 A 164/86 -, BauR 1989, 180 ff. - VGH Baden-Württemberg, 10.10.2003 - 5 S 1692/02
Pferdezucht - Hobbytierhaltung in allgemeinem Wohngebiet
Danach kann offen bleiben, ob die Pferdehaltung auch deshalb kein landwirtschaftlicher (Nebenerwerbs-)Betrieb ist, weil es an einer landwirtschaftlichen Nutzung im Sinne von § 201 BauGB fehlt (vgl. zusammenfassend VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 07.11.1994 - 8 S 976/94 - NuR 1995, 355 = RdL 1995, 90; BVerwG, Beschl. v. 10.01.1995 - 4 B 2.95 - Buchholz 406.11 § 35 BauGB Nr. 306 = BRS 57 Nr. 98).
- VG Minden, 13.12.2021 - 9 L 760/21
Eilantrag gegen die Errichtung einer Pferdepension
Rn. 53 Vgl. zum Verhältnis von eigenen und gepachteten Flächen BVerwG, Urteil vom 11. Oktober 2012 - 4 C 9.11 -, juris, Rn. 10, und Beschluss vom 19. Juli 1994 - 4 B 140.94 -, juris, Rn. 2; OVG NRW, Urteil vom 27. September 2012 - 10 A 611/10 -, juris, Rn. 40: "ein nicht unerheblicher Teil der bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen im Eigentum des Betriebsinhabers"; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 7. August 1991 - 3 S 1075/90 -, juris, Rn. 23 ff.; kritisch hinsichtlich der Nachhaltigkeit bei Pachtverträgen mit Laufzeiten von nur zehn Jahren oder gar kürzer OVG NRW, Beschluss vom 30. Dezember 2002 - 7 A 2400/02 -, juris, Rn. 15; VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 7. November 1994 - 8 S 976/94 -, juris Rn. 5; s.a. Bay. VGH, Beschluss vom 6. August 2018 - 22 CS 18.1097 -, juris, Rn. 35: bei Neugründungen von Nebenerwerbsbetrieben mindestens 12 Jahre. - OVG Nordrhein-Westfalen, 17.05.2002 - 7 B 665/02
Lärmbeeinträchtigung durch Windenergieanlage
BVerwG, Beschluss vom 3.2.1989 - 4 B 14.89 -,BRS 49 Nr. 92; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 7.11.1994 - 8 S 976/94 -, AgrarR 1995, 383 = NuR 1995, 355. - VG Minden, 20.09.2023 - 9 K 5297/21 Rn. 103 vgl. einerseits OVG NRW, Beschluss vom 30. Oktober 2009 - 7 A 2370/08 -, juris, Rn. 7, andererseits Bay. VGH, Beschluss vom 18. Februar 2013 - 1 ZB 11.1389 -, juris, Rn. 16; VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 7. November 1994 - 8 S 976/94 -, juris, Rn. 4,.
- VG Köln, 18.02.2016 - 8 K 3306/15 Rn. 38 Vgl. BVerwG, Beschluss vom 03. Februar 1989 - 4 B 14/89 -, juris; Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 07. November 1994 - 8 S 976/94 -, juris.
Rn. 42 Vgl. zu diesem Gesichtspunkt: Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 07. November 1994 - 8 S 976/94 -, juris; VG Magdeburg, Urteil vom 28. Januar 1997 - 4 A 402/95 -, LKV 1997, 380, 381.
- VG Minden, 20.09.2023 - 9 K 5297/21 Rn. 103 vgl. einerseits OVG NRW, Beschluss vom 30. Oktober 2009 - 7 A 2370/08 -, juris, Rn. 7, andererseits Bay. VGH, Beschluss vom 18. Februar 2013 - 1 ZB 11.1389 -, juris, Rn. 16; VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 7. November 1994 - 8 S 976/94 -, juris, Rn. 4,.
- VG Minden, 10.02.2004 - 1 K 4137/02
Pferdezüchter müssen mit Windenergieanlagen leben
Rn. 37 vgl. BVerwG, Beschluss vom 03.02.1989 - 4 B 14.89 -, BRS 49 Nr. 92; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 07.11.1994 - 8 S 976/94 -, AgrarR 1995, 383 = NuR 1995, 355,. - VG Minden, 10.02.2004 - 1 K 4136/02
Pferdezüchter müssen mit Windenergieanlagen leben
Rn. 32 vgl. BVerwG, Beschluss vom 03.02.1989 - 4 B 14.89 -, BRS 49 Nr. 92; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 07.11.1994 - 8 S 976/94 -, AgrarR 1995, 383 = NuR 1995, 355,.
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Rechtsprechung
| OVG Berlin, 18.11.1994 - 2 B 10.92 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)
§ 2 DSchG Bln.
- denkmalrechtbayern.de
Denkmaleigenschaft Sachkunde
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Denkmalschutz; Unterschutzstellung; Gebäudekomplex; Anlagenorientierung; Bauordnungsrecht; Künstlerische Bedeutung; Typensiedlungshaus
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Denkmaleigenschaft: Muß ein Sachverständiger gehört werden? (IBR 1996, 386)
Papierfundstellen
- NVwZ 1995, 1222 (Ls.)
- NVwZ 1995, 1222 L
- UPR 1995, 278
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (6)
- OVG Berlin, 12.11.1993 - 2 B 38.90
Denkmalfähigkeit; Denkmalwürdigkeit; Baudenkmal; Unbestimmter Rechtsbegriff; …
Auszug aus OVG Berlin, 18.11.1994 - 2 B 10.92
Das Gericht kann bei der Entscheidung über die Denkmaleigenschaft einer baulichen Anlage grundsätzlich sowohl die von der Behörde herangezogenen Gutachten, Äußerungen und fachwissenschaftlichen Veröffentlichungen als auch fachkundige Stellungnahmen der Denkmalschutzbehörde selbst verwerten; die Stellung der Behörde als Verfahrensbeteiligte 1 allein begründet nicht den Verdacht mangelnder Unabhängigkeit bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben (Bestätigung des Senatsurteils vom 12.11.1993 2 B 38/90).Die Anforderungen an die Qualität der für die gerichtliche Entscheidung in Denkmalstreitigkeiten notwendigen Beurteilungsgrundlagen und an die Art und den Umfang der gebotenen Sachaufklärung hat der erkennende Senat in Übereinstimmung mit der Rspr. des BVerwG sowie anderer Obergerichte (BVerwG NJW 1988, 505 = DÖV 1988, 425 = BRS 47 Nr. 123, Buchholz 310 § 861 VwGO 3 Nr. 238; OVG Nl NVwZ 1988, 1143, 1144; BW VGH DVBl. 1988, 1119, 1120 und NVwZ 1986, 240) in seinem Urt. vom 12.11.1993 [2 B 38/90]; s. auch das Urt. vom 7.4.1993 2 B 36/90) zusammengefasst.
Die für die Stilphase des "Neuen Bauens" wesentlichen Gestaltungsprinzipien, mit denen sich der erkennende Senat schon im Rahmen der denkmalschutzrechtlichen Streitigkeiten im Urteil vom 12.11.1993 2 B 38/90 (Bootshaus "Havelblick" in Heiligensee) eingehend belasst hat, wurden bei dem im vorliegenden Fall zu beurteilenden Typenwohnhaus durchweg eingesetzt und sind sowohl in den Entwurfszeichnungen als auch bei dem danach errichteten Gebäude in seinem gegenwärtigen Erhaltungszustand unschwer zu erkennen.
Der erkennende Senat hat in st. Rspr. entschieden (zuletzt im Urt. vom 12.11.1993 2 B 38/90 m. w. N.), dass das Erhaltungsinteresse Baudenkmälneben den jeweiligen denkmalrechtlichen Bedeutungskategorien ein zusätzliches Tatbestandsmerkmal darstellt, das als er.
- OVG Berlin, 23.06.1989 - 2 B 45.87
Eintragung von Baudenkmalen auf Antrag der Verfügungsberechtigten in das …
Auszug aus OVG Berlin, 18.11.1994 - 2 B 10.92
Dabei ist nicht erforderlich, dass es sich um ein außerordentliches oder erlesenes Kunstwerk handelt, wenn es nur das ästhetische Empfinden in besonderem Maße anspricht oder zumindest den Eindruck des nicht Alltäglichen erweckt (st. Rspr. des Senats, vgl. etwa OVGE 18, 203 = NJW 1990, 2019 …sowie Urt. vom 12.11.1993 2 B Nr. 14 38/90 m. w. N.). - BVerwG, 10.07.1987 - 4 B 146.87
Denkmalschutzrecht
Auszug aus OVG Berlin, 18.11.1994 - 2 B 10.92
Die Anforderungen an die Qualität der für die gerichtliche Entscheidung in Denkmalstreitigkeiten notwendigen Beurteilungsgrundlagen und an die Art und den Umfang der gebotenen Sachaufklärung hat der erkennende Senat in Übereinstimmung mit der Rspr. des BVerwG sowie anderer Obergerichte (BVerwG NJW 1988, 505 = DÖV 1988, 425 = BRS 47 Nr. 123, Buchholz 310 § 861 VwGO 3 Nr. 238; OVG Nl NVwZ 1988, 1143, 1144; BW VGH DVBl. 1988, 1119, 1120 und NVwZ 1986, 240) in seinem Urt. vom 12.11.1993 [2 B 38/90]; s. auch das Urt. vom 7.4.1993 2 B 36/90) zusammengefasst.
- VGH Baden-Württemberg, 30.07.1985 - 5 S 229/85
Denkmalschutz; bewegliches Kulturdenkmal; keine Abwägung bei Eintragung ins …
Auszug aus OVG Berlin, 18.11.1994 - 2 B 10.92
Die Anforderungen an die Qualität der für die gerichtliche Entscheidung in Denkmalstreitigkeiten notwendigen Beurteilungsgrundlagen und an die Art und den Umfang der gebotenen Sachaufklärung hat der erkennende Senat in Übereinstimmung mit der Rspr. des BVerwG sowie anderer Obergerichte (BVerwG NJW 1988, 505 = DÖV 1988, 425 = BRS 47 Nr. 123, Buchholz 310 § 861 VwGO 3 Nr. 238; OVG Nl NVwZ 1988, 1143, 1144; BW VGH DVBl. 1988, 1119, 1120 und NVwZ 1986, 240) in seinem Urt. vom 12.11.1993 [2 B 38/90]; s. auch das Urt. vom 7.4.1993 2 B 36/90) zusammengefasst. - OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 02.10.1987 - 6 A 71/86
Auszug aus OVG Berlin, 18.11.1994 - 2 B 10.92
Die Anforderungen an die Qualität der für die gerichtliche Entscheidung in Denkmalstreitigkeiten notwendigen Beurteilungsgrundlagen und an die Art und den Umfang der gebotenen Sachaufklärung hat der erkennende Senat in Übereinstimmung mit der Rspr. des BVerwG sowie anderer Obergerichte (BVerwG NJW 1988, 505 = DÖV 1988, 425 = BRS 47 Nr. 123, Buchholz 310 § 861 VwGO 3 Nr. 238; OVG Nl NVwZ 1988, 1143, 1144; BW VGH DVBl. 1988, 1119, 1120 und NVwZ 1986, 240) in seinem Urt. vom 12.11.1993 [2 B 38/90]; s. auch das Urt. vom 7.4.1993 2 B 36/90) zusammengefasst. - OVG Berlin, 07.04.1993 - 2 B 36.90
Denkmalschutz; Erhaltungszustand; Erhaltungsinteresse; Identitätswahrung; …
Auszug aus OVG Berlin, 18.11.1994 - 2 B 10.92
Die Anforderungen an die Qualität der für die gerichtliche Entscheidung in Denkmalstreitigkeiten notwendigen Beurteilungsgrundlagen und an die Art und den Umfang der gebotenen Sachaufklärung hat der erkennende Senat in Übereinstimmung mit der Rspr. des BVerwG sowie anderer Obergerichte (BVerwG NJW 1988, 505 = DÖV 1988, 425 = BRS 47 Nr. 123, Buchholz 310 § 861 VwGO 3 Nr. 238; OVG Nl NVwZ 1988, 1143, 1144; BW VGH DVBl. 1988, 1119, 1120 und NVwZ 1986, 240) in seinem Urt. vom 12.11.1993 [2 B 38/90]; s. auch das Urt. vom 7.4.1993 2 B 36/90) zusammengefasst.
- OVG Berlin, 06.03.1997 - 2 B 33.91
Baudenkmal; Öffentliches Interesse; Erhaltungsinteresse ; Bauliche Veränderungen; …
Bei dem "Zentrum am Zoo" handelt es sich um ein Denkmal i. S. d. Nr. 34 § 2 Abs. 1 DSchG 1995 in der Form eines Denkmalbereichs (§ 2 Abs. 3), denn es besteht aus einer Mehrheit baulicher 2.1.2 Anlagen im Sinn des auch für das DSchG maßgeblichen bauordnungsrechtlichen Gebäudebegriffs des § 2 Abs. 2 BerlBauO i. d. F. vom 1.1.1996 (GVBl. S. 29), vgl. hierzu Senat in LKV 1995, 371 = BRS 56 Nr. 215).Dabei ist nicht erforderlich, dass es sich um ein außerordentliches oder erlesenes Kunstwerk handelt, wenn es nur das ästhetische Empfinden in besonderem Maße anspricht und zumindest den Eindruck des nicht Alltäglichen erweckt (st. Rspr. des erkennenden Senats, vgl. OVGE 18, 203; LKV 1995, 371 = BRS 56 Nr. 215; Urteil vom 3.1.1997, EzD 2.1.3 Nr. 2).
- OVG Hamburg, 03.05.2017 - 3 Bf 98/15
Eigenschaft einer Kirche als Denkmal; Anspruch auf Auskunft über die Einschätzung …
Zwar kann die Erhaltungswürdigkeit eines Denkmals - u.U. sogar die Denkmaleigenschaft an sich - auch damit begründet werden, es handele sich um das Werk einer außergewöhnlichen Architektenpersönlichkeit (vgl. OVG Berlin, Urt. v. 18.11.1994, 2 B 10/92, LKV 1995, 371, juris Ls). - OVG Rheinland-Pfalz, 21.08.2012 - 8 A 10229/12
Bauvorhaben in der Umgebung eines Kulturdenkmals; entgegenstehende Belange des …
Die künstlerische Bedeutung setzt eine gesteigerte ästhetische und gestalterische Qualität voraus (vgl. BVerwG, Urteil vom 24. Juni 1960 - VII C 205.59 -, BVerwGE 11, 32, 35; OVG Berlin, Urteil vom 18. November 1994 - 2 B 10.92 -, BRS 56 Nr. 215; VGH BW…, Urteil vom 27. Juni 2005 - 1 S 1674/04 -, VBlBW 2006, 20 und juris, Rn. 25, OVG NRW…, Urteil vom 12. September 2006 - 10 A 10541/05 -, BRS 70 Nr. 196 und juris, Rn. 49).
- OVG Berlin-Brandenburg, 27.10.2011 - 2 B 5.10
Berufungsfrist; Faxübermittlung; Anscheinsbeweis; Sendeprotokoll; …
Entscheidet das Gericht in solchen Fällen auf Grund eigener Sachkunde, muss es erklären, inwieweit es selbst über das erforderliche Fachwissen verfügt (vgl. zusammenfassend OVG Berlin, Urteil vom 18. November 1994 - 2 B 10.92 -, LKV 1995, 371; sowie ferner OVG Berlin, Urteil vom 12. November 1993 - OVG 2 B 38.90 -, BRS 56 Nr. 216; VGH Mannheim, Urteil vom 30. Juli 1985 - 5 S 229/85 -, BRS 44 Nr. 121; OVG Lüneburg, Urteil vom 2. Oktober 1987 - 6 A 71/86 -, NVwZ 1988, 1143, 1144; OVG Münster, Urteil vom 14. März 1991 - 11 A 264/89 -, BRS 52 Nr. 123; Haspel/Martin/Wenz/Drewes, Denkmalschutzrecht in Berlin, Stand Juli 2008, Kommentar zu § 5, Anm. 3.8). - OVG Berlin, 03.01.1997 - 2 B 10.93
Denkmalschutz; Unterschutzstellung; Verfassungsmäßigkeit; Bekanntgabe ; …
Am ehesten mag dies noch hinsichtlich der künstlerischen Bedeutung mit Hilfe einer fachlichen Auskunft über die in den maßgebenden Kreisen der Kunstsachverständigen anerkannte Beurteilung gelingen, zumal die Erfüllung dieser Bedeutungskategorie regelmäßig auch das öffentliche Erhaltungsinteresse indiziert (vgl. das U. des erkennenden Senats v. 23.6.1989, OVGE 18, 203, 205 f. = NJW 1990, 2019 f.); aber selbst das muß nicht notwendig zur vollständigen Klärung führen, wenn berücksichtigt wird, daß das Berliner Denkmalschutzgesetz auf der Grundlage eines weiten Denkmalbegriffs (…vgl. hierzu Kummer, Denkmalschutzrecht als gestaltendes Baurecht, München 1980, S. 24 ff.) mit der Kategorie der künstlerischen Bedeutung nicht nur außerordentliche oder erlesene Kunstwerke erfassen will (vgl. auch das U. des Senats v. 18.11.1994, LKV 1995, 371 = BRS 56 Nr. 215). - VG Halle, 13.02.2002 - 2 A 340/99 Die gutachterliche Stellungnahme des Beigeladenen kann trotz dessen verfahrensrechtlicher Stellung als Beteiligter bei der Entscheidung über die Denkmaleigenschaft einer baulichen Anlage oder einer Mehrheit baulicher Anlagen verwertet werden (vgl. OVG Berlin, Urt. v. 18.11.1994, 2 B 10/92, LKV 1995, 371).
Die Verwertbarkeit findet erst dort ihre Grenzen, wo die von der Behörde selbst erstellten gutachterlichen Äußerungen oder die von ihr herangezogenen fachwissenschaftlichen Stellungnahmen oder Veröffentlichungen für die Überzeugungsbildung des Gerichts ungeeignet oder unzureichend sind (vgl. OVG Berlin, Urt. v. 18.11.1994, aaO).
- VG Halle, 09.11.1999 - A 2 K 2464/97 Die gutachtliche Stellungnahme der Landesdenkmalbehörde kann bei der Entscheidung über die Denkmaleigenschaft einer baulichen Anlage oder einer Mehrheit baulicher Anlagen verwertet werden (OVG Berlin, Urt. v. 18.11.1994, 2 B 10/92; LKV 1995, 371).
Allein die Wahrnehmung der ihm gesetzlich übertragenen Aufgaben vermag den Verdacht mangelnder Unabhängigkeit bei der Bewertung nicht zu begründen; die Verwertbarkeit findet erst dort ihre Grenzen, wo die von der Behörde selbst erstellten gutachtlichen Äußerungen oder die von ihr herangezogenen fachwissenschaftlichen Stellungnahmen oder Veröffentlichungen für die Überzeugungsbildung des Gerichts ungeeignet oder unzureichend sind (OVG Berlin, Urt. v. 18.11.1994, aaO).
- OVG Schleswig-Holstein, 06.07.2007 - 1 LB 5/06
Denkmaleigenschaft eines Kulturdenkmals; Erhaltungszustand; Gemeindeeigentum
Allein die Stellung der Behörde als Verfahrensbeteiligte bzw. ihr im Verwaltungsprozess hervortretender "Gegensatz" zur Position der Klägerin begründet nicht die Annahme, dass ihre fachkundigen Feststellungen inhaltlich fehlerhaft oder sachwidrig sind (Beschl. des Senats vom 10.03.2006, 1 LA 11/06, NordÖR 2006, 321 (Ls.); ebenso: OVG Berlin, Urt. v. 18.11.1994, 2 B 10.92, BRS 56 Nr. 215). - OVG Berlin, 08.07.1999 - 2 B 1.95
Denkmalschutz für Gesamtanlage)
Im Übrigen kommt wegen der hier gegebenen künstlerischen Bedeutung der Werkhalle und der Tatsache, dass sie von einem berühmten Architekten geschaffen worden ist (vgl. einige weitere, bei der Frage der baugeschichtlichen Bedeutung erwähnte Werke von Bruno Buch und OVG Berlin, BRS 56 Nr. 215 = LKV 1995, 371), dem selbständigen tatbestandlichen Erfordernis der Erhaltungswürdigkeit im Interesse der Allgemeinheit nur eine vergleichsweise geringe Korrekturfunktion zu (st. Rspr. des OVG Berlin, vgl. insb. NJW 1990, 2019 = NVwZ 1990, 887 L = OVGE 18, 203, 205 f.). - VG Halle, 25.05.2005 - 2 A 5/05 Die Verwertbarkeit findet dort ihre Grenzen, wo die Äußerungen für die Überzeugungsbildung des Gerichts ungeeignet oder unzureichend sind (vgl. zu diesem Maßstab im Bereich des Denkmalschutzes: OVG A-Stadt: Urteil vom 18. November 1994- 2 B 10/92 - LKV 1995, 371).
- OVG Schleswig-Holstein, 10.03.2006 - 1 LA 11/06
Denkmalschutzkriterien und Feststellung der Denkmalwürdigkeit eines Gebäudes
- VG Halle, 10.11.2004 - 2 A 203/02
- VGH Hessen, 14.11.2001 - 9 TZ 2433/01
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Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 10.11.1994 - 8 S 2252/94 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Verfahrensfehler bei der Bebauungsplanaufstellung - Beteiligung der Bürger; zweite Verlängerung einer Veränderungssperre
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Stuttgart, 19.07.1994 - 6 K 2263/92
- VGH Baden-Württemberg, 10.11.1994 - 8 S 2252/94
Papierfundstellen
- VBlBW 1995, 65 (Ls.)
- UPR 1995, 278
- UPR 1995, 278 ZfBR 1995, 279 (Leitsatz) BWVPr 1996, 18 (Ls.)
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 10.09.1976 - IV C 39.74
Zulässigkeit, Erneuerung und
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 10.11.1994 - 8 S 2252/94
Nach der Rechtsprechung muß die Planung einen Stand erreicht haben, der ein Mindestmaß dessen erkennen läßt, was Inhalt des zu erwartenden Bebauungsplans sein soll (vgl. BVerwG, Urt. v. 10.9.1976 - IV C 39.74 - BVerwGE 51, 121 - NJW 1977, 400; Beschl. v. 27.7.1990 - 4 B 156.89 - BRS 50, 101; Urt. des erk. Gerichtshofs v. 10.12.1993 - 8 S 994/92 -).Erforderlich ist aber nicht, daß der Planaufstellungsbeschluß einschließlich seiner Anlagen selbst unmittelbar Aussagen über den konkreten Inhalt der beabsichtigten Planung macht (vgl. BVerwG, Urt. v. 10.9.1976 - a.a.O. -).
Rn. 28 Die gem. § 17 Abs. 3 BauGB mit Zustimmung der Verwaltungsbehörde beschlossene Veränderungssperre war auch mit einer Gesamtgeltungsdauer in das vierte Jahr hinein durch besondere Umstände gerechtfertigt (vgl. hierzu BVerwG, Urt. v. 10.9.1976 - a.a.O. - Normenkontrollbeschl. des erk. Senats v. 17.1.1994 - 8 S 1853/93 -).
Das Erfordernis, daß besondere Umstände vorliegen müssen, setzt mit dem Ablauf des dritten Sperrjahres ein und steigert sich im Maß des Zeitablaufs (vgl. BVerwG, Urt. v. 10.9.1976 - a.a.O. -).
- BVerwG, 27.07.1990 - 4 B 156.89
Rechtmäßigkeit der Nichtzulassung einer Revision - Voraussetzungen für die …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 10.11.1994 - 8 S 2252/94
Nach der Rechtsprechung muß die Planung einen Stand erreicht haben, der ein Mindestmaß dessen erkennen läßt, was Inhalt des zu erwartenden Bebauungsplans sein soll (…vgl. BVerwG, Urt. v. 10.9.1976 - IV C 39.74 - BVerwGE 51, 121 - NJW 1977, 400; Beschl. v. 27.7.1990 - 4 B 156.89 - BRS 50, 101; Urt. des erk. Gerichtshofs v. 10.12.1993 - 8 S 994/92 -). - BVerwG, 20.01.1992 - 4 B 71.90
Bauplanungsrecht: Gemengelage und Grundsatz der Trennung von Wohnen und Gewerbe; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 10.11.1994 - 8 S 2252/94
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (zuletzt: Beschluß v. 20.1.1992 - 4 NB 71.90 - NVwZ 1992, 663 = BauR 1992, 663) kann ein offensichtlicher Mangel auf das Abwägungsergebnis nur dann von Einfluß gewesen sein, wenn nach den Umständen des Einzelfalls die konkrete Möglichkeit eines solchen Einflusses besteht. - VGH Baden-Württemberg, 17.01.1994 - 8 S 1853/93
Voraussetzungen für die Erneuerung einer abgelaufenen Veränderungssperre
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 10.11.1994 - 8 S 2252/94
Rn. 28 Die gem. § 17 Abs. 3 BauGB mit Zustimmung der Verwaltungsbehörde beschlossene Veränderungssperre war auch mit einer Gesamtgeltungsdauer in das vierte Jahr hinein durch besondere Umstände gerechtfertigt (vgl. hierzu BVerwG, Urt. v. 10.9.1976 - a.a.O. - Normenkontrollbeschl. des erk. Senats v. 17.1.1994 - 8 S 1853/93 -). - VGH Baden-Württemberg, 10.12.1993 - 8 S 994/92
Zulässigkeit einer Veränderungssperre im Falle einer Änderungsplanung - …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 10.11.1994 - 8 S 2252/94
Nach der Rechtsprechung muß die Planung einen Stand erreicht haben, der ein Mindestmaß dessen erkennen läßt, was Inhalt des zu erwartenden Bebauungsplans sein soll (…vgl. BVerwG, Urt. v. 10.9.1976 - IV C 39.74 - BVerwGE 51, 121 - NJW 1977, 400; Beschl. v. 27.7.1990 - 4 B 156.89 - BRS 50, 101; Urt. des erk. Gerichtshofs v. 10.12.1993 - 8 S 994/92 -).
- VGH Baden-Württemberg, 03.03.2005 - 3 S 1998/04
Veränderungssperre bei geplanten Branchenausschlüssen, besondere Umstände
Das Erfordernis, dass besondere Umstände vorliegen müssen, setzt mit dem Ablauf des dritten Sperrjahres ein und steigert sich im Maß des Zeitablaufs (vgl. BVerwG, Urteil vom 10.9.1976 - IV C 39.74 - = NJW 1977, 400; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 10.11.1994 - 8 S 2252/94 -, UPR 1995, 278; OVG Lüneburg, Urteil vom 5.12.2001 - 1 K 2682/98 - = BRS 64 Nr. 112). - VGH Baden-Württemberg, 19.12.2000 - 8 S 399/00
Teilgenehmigung eines Bebauungsplans; ortsübliche Bekanntmachung; Abwägung - …
Ihre Nichtbeachtung bedeutet daher keine gemäß § 214 Abs. 1 Nr. 1 BauGB für die Rechtswirksamkeit des Bebauungsplans beachtliche Verletzung der Beteiligungsvorschriften (VGH Bad.-Württ., Urt. v. 10.11.1994 - 8 S 2252/94 - UPR 1995, 278 ;… Ernst/Zinkahn/Bielenberg, BauGB, § 3 Rn. 61;… Schrödter, BauGB, 6. Aufl., § 3 Rn. 42;… Jäde in: Jäde/Dirnberger/Weiß, BauGB, 2. Aufl., § 10 Rn. 30;… a.A.: Gaentzsch, in: Berliner-Kommentar, 2. Aufl., § 3 Rn. 28;… Battis/Krautzberger/Löhr, BauGB, 7. Aufl., § 3 Rn. 19). - OVG Mecklenburg-Vorpommern, 30.01.2008 - 3 K 32/03
Normenkontrollverfahren - Feststellung der Unwirksamkeit einer außer Kraft …
Das Erfordernis, dass besondere Umstände vorliegen müssen, setzt mit dem Ablauf des dritten Sperrjahres ein und steigert sich im Maß des Zeitablaufs (vgl. BVerwG, U. v. 10.09.1976 - IV C 39.74 - = NJW 1977, 400; VGH Mannheim., U. v. 10.11.1994 - 8 S 2252/94 -, UPR 1995, 278; U. v. 03.03.2005 - 3 S 1998/04 -, BauR 2005, 1895). - VG Sigmaringen, 16.03.2005 - 4 K 200/04
Veränderungssperre; Voraussetzung für eine zweite Verlängerung.
Gerade die Ungewöhnlichkeit des Falls muss ursächlich dafür sein, dass die Aufstellung des Plans mehr als die übliche Zeit erfordert (BVerwG, Urteil vom 10.9.1976 - 4 C 39.74 - BVerwGE 51, 121; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 10.11.1984 - 8 S 2252/94 -, UPR 1995, 278).
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Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 03.11.1994 - 8 S 2861/93 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
(Zum Vorhaben iSd BauGB § 29 - bodenrechtliche (bauplanungsrechtliche) Relevanz; hier: bei Unterkellerung eines bestehenden (Ferien-)Hauses verneint)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Stuttgart, 09.09.1993 - 6 K 2069/91
- VGH Baden-Württemberg, 03.11.1994 - 8 S 2861/93
Papierfundstellen
- VBlBW 1995, 60 (Ls.)
- UPR 1995, 278
- ZfBR 1995, 112
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (2)
- BVerwG, 16.12.1993 - 4 C 22.92
Zeitpunkt der Ausfertigung eines Bebauungsplanes; Errichtung von Dachgauben
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 03.11.1994 - 8 S 2861/93
Die von § 29 BauGB vorausgesetzte bauplanungsrechtliche Relevanz einer baugenehmigungspflichtigen Maßnahme setzt voraus, daß die betreffende Maßnahme auch tatsächlich Gegenstand bauplanerischer Festsetzungen nach § 9 Abs. 1 BauGB sein kann (wie BVerwG, Urt v 16.12.1993 - 4 C 22/92 -, NVwZ 1994, 1010).Ein solches Bedürfnis kann jedoch nur bestehen, wenn das Vorhaben auch tatsächlich Gegenstand bauplanerischer Festsetzungen sein kann und damit überhaupt bauplanerisch beurteilungsfähig ist (BVerwG, Urt. v. 16.12.1993 - 4 C 22.92 - NVwZ 1994, 1010).
Eine (nur) bauordnungsrechtlich regelbare Maßnahme unterfällt auch dann nicht dem bundesrechtlichen Begriff des Bauvorhabens im Sinne des § 29 BauGB, wenn eine solche landesrechtliche Regelung über § 9 Abs. 4 BauGB im Einzelfall in den Bebauungsplan aufgenommen werden könnte (BVerwG, Urt. v. 16.12.1993, a.a.O.).
- BVerwG, 23.12.1993 - 4 B 212.92
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 03.11.1994 - 8 S 2861/93
Wie das Bundesverwaltungsgericht in seinem - die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Senats vom 15.6.1992 zurückweisenden - Beschluß vom 23.12.1993 - 4 B 212/92 - klargestellt hat, folgt hieraus allerdings noch nicht zwingend, daß die Erschließung "gesichert" ist.
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