Rechtsprechung
| BFH, 09.08.2005 - VI B 12/05 |
Volltextveröffentlichungen (5)
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EStG § 2 Abs. 5; ; EStG § 53; ; FGO § 96 Abs. 1 Satz 3; ; FGO § 105 Abs. 2 Nr. 5; ; FGO § 115 Abs. 2 Nr. 2 1. Alternative; ; FGO § 119 Nr. 6
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Verfassungsmäßigkeit des § 53 EStG
- datenbank.nwb.de
Verfassungsmäßigkeit des § 53 EStG
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- FG Rheinland-Pfalz, 17.12.2004 - 3 K 2254/02
- BFH, 09.08.2005 - VI B 12/05
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (9)
- BVerfG, 10.11.1998 - 2 BvL 42/93
Kinderexistenzminimum I
Auszug aus BFH, 09.08.2005 - VI B 12/05
Der Senat hat in ständiger Rechtsprechung entschieden, dass § 53 EStG eine zutreffende Umsetzung der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) in den Beschlüssen vom 10. November 1998 2 BvL 42/93, 2 BvR 1220/93 und 2 BvR 1852, 1853/97 (BVerfGE 99, 246, 268, 273, BStBl II 1999, 174, 193, 194) darstellt (…vgl. BFH-Beschluss vom 9. September 2003 VI B 114, 115/02, BFH/NV 2004, 180, m.w.N.).Dabei verkennen sie jedoch --worauf der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt --FA--) und das Finanzgericht (FG) zu Recht hingewiesen haben--, dass der Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) in seiner Ausprägung als horizontale Steuergleichheit eine gleich hohe Besteuerung von Steuerpflichtigen mit gleicher Leistungsfähigkeit gebietet (vgl. BVerfGE in BVerfGE 99, 246, BStBl II 1999, 174, unter C. I. 2.).
Deshalb muss der existenznotwendige Mindestbedarf für Kinder aller Steuerpflichtigen unabhängig von ihrem individuellen Grenzsteuersatz steuerfrei belassen werden (BVerfG in BVerfGE 99, 246, BStBl II 1999, 174, unter C. I. 5. c).
Diese Ansicht lässt sich jedoch mit den Entscheidungen des BVerfG in den Beschlüssen in BVerfGE 99, 246, 268, 273, BStBl II 1999, 174, 193, 194 nicht vereinbaren.
Denn die von den Klägern beanstandete Kompliziertheit der Regelung beruht darauf, dass der Gesetzgeber das Kindergeld unter Berücksichtigung der Vorgaben des Einkommensteuerrechts in einen Kinderfreibetrag umrechnen muss, wenn er den Kinderleistungsausgleich nach dem dualen System durch Kombination von Kinderfreibetrag und Kindergeld gestaltet (vgl. BVerfG in BVerfGE 99, 246, BStBl II 1999, 174, unter C. I. 5. c bb und cc).
- BVerfG, 10.11.1998 - 2 BvR 1220/93
Kinderexistenzminimum II
Auszug aus BFH, 09.08.2005 - VI B 12/05
Der Senat hat in ständiger Rechtsprechung entschieden, dass § 53 EStG eine zutreffende Umsetzung der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) in den Beschlüssen vom 10. November 1998 2 BvL 42/93, 2 BvR 1220/93 und 2 BvR 1852, 1853/97 (BVerfGE 99, 246, 268, 273, BStBl II 1999, 174, 193, 194) darstellt (…vgl. BFH-Beschluss vom 9. September 2003 VI B 114, 115/02, BFH/NV 2004, 180, m.w.N.).Ein Widerspruch zu den Anforderungen des BVerfG im Beschluss in BVerfGE 99, 268, BStBl II 1999, 182, unter C. III. besteht nicht, weil die dort angesprochene kindbedingte Minderung der einkommensteuerlichen Leistungsfähigkeit durch den Abzug der in § 53 EStG genannten Freibeträge erfolgt.
- BVerfG, 10.11.1998 - 2 BvR 1057/91
Familienlastenausgleich II
Auszug aus BFH, 09.08.2005 - VI B 12/05
Ein Widerspruch zu den Anforderungen des BVerfG im Beschluss in BVerfGE 99, 268, BStBl II 1999, 182, unter C. III. besteht nicht, weil die dort angesprochene kindbedingte Minderung der einkommensteuerlichen Leistungsfähigkeit durch den Abzug der in § 53 EStG genannten Freibeträge erfolgt.
- BFH, 10.09.2003 - X B 132/02
NZB: Hinweispflicht, Urkundenbeweis
Auszug aus BFH, 09.08.2005 - VI B 12/05
a) Grundsätzliche Bedeutung kommt einer Rechtssache nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zu, wenn die für die Beurteilung des Streitfalls maßgebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts berührt (vgl. BFH-Beschluss vom 10. September 2003 X B 132/02, BFH/NV 2004, 495). - BFH, 10.04.2003 - X B 109/02
NZB: grundsätzliche Bedeutung, Rechtsfortbildung
Auszug aus BFH, 09.08.2005 - VI B 12/05
Außerdem muss die Rechtsfrage klärungsbedürftig und in einem künftigen Revisionsverfahren klärungsfähig sein (vgl. u.a. BFH-Beschluss vom 10. April 2003 X B 109/02, BFH/NV 2003, 1082, m.w.N.; Seer in Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 115 FGO Tz. 52). - BFH, 18.06.2003 - I B 172/02
"Nicht mit Gründen versehenes" Urteil
Auszug aus BFH, 09.08.2005 - VI B 12/05
Dementsprechend genügt es, wenn das Urteil den Gedankengang erkennen lässt, aufgrund dessen das FG zu dem von ihm gefundenen Ergebnis gelangt ist; das gilt auch, wenn die Begründung des Urteils inhaltlich angreifbar wäre (BFH-Beschluss vom 18. Juni 2003 I B 172/02, BFH/NV 2004, 491). - BFH, 09.09.2003 - VI B 114/02
Existenzminimum von Kindern: VZ 1983 bis 1985
Auszug aus BFH, 09.08.2005 - VI B 12/05
Der Senat hat in ständiger Rechtsprechung entschieden, dass § 53 EStG eine zutreffende Umsetzung der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) in den Beschlüssen vom 10. November 1998 2 BvL 42/93, 2 BvR 1220/93 und 2 BvR 1852, 1853/97 (BVerfGE 99, 246, 268, 273, BStBl II 1999, 174, 193, 194) darstellt (vgl. BFH-Beschluss vom 9. September 2003 VI B 114, 115/02, BFH/NV 2004, 180, m.w.N.). - BFH, 19.03.2001 - VI B 37/01
Unterhaltszahlungen an nicht eheliche Kinder
Auszug aus BFH, 09.08.2005 - VI B 12/05
Die gegen den entsprechenden Beschluss des Senats vom 19. März 2001 VI B 37/01 (BFH/NV 2001, 1239) eingelegte Verfassungsbeschwerde wurde vom BVerfG nicht zur Entscheidung angenommen (2 BvR 1085/01). - BVerfG, 09.01.2003 - 2 BvR 1085/01
Auszug aus BFH, 09.08.2005 - VI B 12/05
Die gegen den entsprechenden Beschluss des Senats vom 19. März 2001 VI B 37/01 (…BFH/NV 2001, 1239) eingelegte Verfassungsbeschwerde wurde vom BVerfG nicht zur Entscheidung angenommen (2 BvR 1085/01).
- BFH, 22.01.2013 - IX R 18/12
Verfahrensrechtliche Auswirkungen eines Änderungsbescheids nach mündlicher …
Vielmehr genügt es, wenn das Urteil den Gedankengang erkennen lässt, aufgrund dessen das FG zu dem von ihm gefundenen Ergebnis gelangt ist (vgl. BFH-Beschluss vom 9. August 2005 VI B 12/05, BFH/NV 2005, 2005, unter 2.a). - BFH, 06.12.2010 - XI B 27/10
Keine Berufung auf Verletzung der Sachaufklärungspflicht des FG bei Rügeverzicht …
Ein FG ist nicht verpflichtet, im Urteil sämtliche Argumente abzuhandeln, die es nicht für maßgeblich hält (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 9. August 2005 VI B 12/05, BFH/NV 2005, 2005, m.w.N.). - BFH, 21.09.2009 - I B 7/09
Rückstellung für die Verpflichtung zur Rückzahlung von Subventionen
Denn eine Verletzung der Begründungspflicht (§ 105 Abs. 2 Nr. 5 FGO) liegt nur vor, wenn es entweder an Urteilsgründen überhaupt fehlt oder das FG ein selbständiges Angriffs- oder Verteidigungsmittel mit Stillschweigen übergangen hat oder wenn die gegebene Begründung so substanzlos ist, dass es die maßgeblichen Feststellungen und Erwägungen des FG nicht erkennen lässt (…Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 2. Oktober 2001 IX R 25/99, BFH/NV 2002, 363;… BFH-Beschlüsse vom 18. Juni 2003 I B 172/02, BFH/NV 2004, 491; vom 9. August 2005 VI B 12/05, BFH/NV 2005, 2005).
- BFH, 06.11.2006 - I B 29/06
NZB: fehlende Urteilsbegründung, Divergenz
Er ist vielmehr nur dann gegeben, wenn es entweder an Urteilsgründen überhaupt fehlt oder das FG ein selbständiges Angriffs- oder Verteidigungsmittel mit Stillschweigen übergangen hat oder wenn die gegebene Begründung so substanzlos ist, dass es die maßgeblichen Feststellungen und Erwägungen des FG nicht erkennen lässt (…BFH-Urteil vom 2. Oktober 2001 IX R 25/99, BFH/NV 2002, 363;… BFH-Beschlüsse vom 18. Juni 2003 I B 172/02, BFH/NV 2004, 491; vom 9. August 2005 VI B 12/05, BFH/NV 2005, 2005). - BFH, 02.11.2006 - I B 22/06
VGA; tatrichterliche Schätzung
Ein zur Zulassung der Revision führender Mangel in der Urteilsbegründung liegt nur vor, wenn die gegebene Begründung so substanzlos ist, dass sie die maßgeblichen Feststellungen und Erwägungen des FG nicht erkennen lässt (…BFH-Urteil vom 2. Oktober 2001 IX R 25/99, BFH/NV 2002, 363;… BFH-Beschlüsse vom 18. Juni 2003 I B 172/02, BFH/NV 2004, 491; vom 9. August 2005 VI B 12/05, BFH/NV 2005, 2005). - BVerfG, 18.04.2006 - 2 BvR 1660/05 Die Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss des BFH vom 2005-08-09 (VI B 12/05, BFH/NV 2005, 2005) und das Urteil des FG Neustadt (Weinstraße) vom 2004-12-17 (3 K 2254/02) ist vom BVerfG nicht zur Entscheidung angenommen worden.
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