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Rechtsprechung
   BGH, 18.03.1976 - VII ZR 35/75   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1976,63
BGH, 18.03.1976 - VII ZR 35/75 (https://dejure.org/1976,63)
BGH, Entscheidung vom 18.03.1976 - VII ZR 35/75 (https://dejure.org/1976,63)
BGH, Entscheidung vom 18. März 1976 - VII ZR 35/75 (https://dejure.org/1976,63)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Freistellung - Verjährungsunterbrechung - Unterbrechung der Verjährung - Aufwendungsersatz - Nachbesserung - Mangelbeseitigung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 633 Abs. 3
    Unterbrechung der Verjährung der Gewährleistungsansprüche durch Erhebung einer Klage auf Ersatz der Kosten einer erfolgreichen Teil-Nachbesserung

Papierfundstellen

  • BGHZ 66, 142
  • NJW 1976, 960
  • MDR 1976, 655
  • WM 1976, 616
  • WM 1976, 616 f.
  • BB 1976, 956
  • DB 1976, 911
  • DB 1976, 912
  • BauR 1976, 202
 
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Wird zitiert von ... (66)Zitiert selbst (19)

  • BGH, 20.12.1971 - VII ZR 97/70

    Verjährungsverlängerung nach § 13 Nr. 5 VOB (B)

    Auszug aus BGH, 18.03.1976 - VII ZR 35/75
    Durch die schriftliche Aufforderung zur Mängelbeseitigung nach § 13 Nr. 5 VOB/B (1952) wird auch dann nur die in § 13 Nr. 4 enthaltene Regelfrist einmal erneut in Lauf gesetzt, wenn die Parteien vertraglich eine längere als die in § 13 Nr. 4 vorgesehene Verjährungsfrist - hier die fünfjährige des § 638 BGB - vereinbart haben (im Anschluß an BGHZ 58, 7 = NJW 1972, 530).*).

    Nach ständiger Rechtsprechung des Senats setzt eine gem. § 13 Nr. 5 VOB/B (1952) vor Ablauf der Verjährung vom Auftraggeber an den Auftragnehmer gerichtete schriftliche Aufforderung zur Mängelbeseitigung von ihrem Zugang an eine erneute Verjährungsfrist in Lauf, allerdings nur einmal (BGHZ 53, 122 [126] = NJW 1970, 561; BGHZ 58, 7 [10 f.] = NJW 1972, 530; BGHZ 58, 332 [335 ff.] = NJW 1972, 1280; BGHZ 59, 202 [204] = NJW 1972, 1753; BGHZ 59, 323 [324] = NJW 1973, 38; BGHZ 62, 293 [294] = NJW 1974, 1188; BGH, NJW 1957, 344; 1959, 142; 1963, 810; 1970, 421 [422]).

    Das gilt auch, wenn die Vertragspartner eine längere als die in § 13 Nr. 4 VOB/B vorgesehene Frist vereinbart haben (BGHZ 58, 7 [11 f.] = NJW 1972, 530; vgl. auch BGHZ 58, 332 [335 f.] = NJW 1972, 1280).

    Die Fristverlängerung bemißt sich, wenn für die Verjährungsfrist keine von § 13 Nr. 4 VOB/B abweichende Regelung getroffen worden ist, nach der in dieser Bestimmung bezeichneten Dauer (BGH, NJW 1963, 810, und im Anschluß daran BGHZ 53, 122 [126] = NJW 1970, 561; BGHZ 58, 7 [10] = NJW 1972, 530; BGHZ 59, 323 [324] = NJW 1973, 38; BGHZ 62, 292 [294] = NJW 1974, 1188).

    Wie sie zu bemessen ist, wenn die Parteien eine längere Frist vereinbart haben, hat der Senat bisher offen gelassen (BGHZ 58, 7 [14] = NJW 1972, 530).

    Dafür soll der Bauherr auf einfache Weise ohne gerichtliche Schritte die Wirkungen dieser Verkürzung abmildern können (BGHZ 53, 122 [126] = NJW 1970, 561; BGHZ 58, 7 [10 f.] = NJW 1972, 530; BGHZ 58, 332 [335] = NJW 1972, 1280; BGH, NJW 1963, 810).

    Denn es handelt sich um eine typisierte Regelung, die für alle Fälle des § 13 Nr. 4 VOB/B ohne Rücksicht auf die Länge der ursprünglichen Verjährungsfrist gilt (BGHZ 58, 7 [11 f.] = NJW 1972, 530; BGHZ 58, 332 [335 f.] = NJW 1972, 1280).

  • BGH, 10.01.1972 - VII ZR 132/70

    Unterbrechung der Verjährung durch Klage auf Ersatz der Mängelbeseitigungskosten

    Auszug aus BGH, 18.03.1976 - VII ZR 35/75
    Zwar unterbricht nach der Rechtsprechung des BGH zu diesen Vorschriften die Klage auf Ersatz von Mängelbeseitigungskosten wie die Mängelbeseitigungsklage die Verjährung auch aller anderen in § 639 BGB bezeichneten Ansprüche, und zwar gegebenenfalls über die Höhe des eingeklagten Anspruchs hinaus (BGHZ 39, 189 = NJW 1963, 1451; BGHZ 39, 287 [293] = NJW 1963, 1452; BGHZ 58, 30 [35 f.] = NJW 1972, 526).

    § 477 III BGB enthält eine Ausnahme von dem Grundsatz, daß eine Klage die Verjährung nur für Ansprüche in der Gestalt und dem Umfang unterbricht, wie sie mit der Klage rechtshängig gemacht sind (BGHZ 39, 287 [293] = NJW 1963, 1452; BGHZ 58, 30 [40] = NJW 1972, 526; vgl. auch BGHZ 48, 108 [115 f.] = NJW 1967, 2005).

    Die von ihr selbst bewirkte Mängelbeseitigung, deren Aufwand sie nach dem im Vorprozeß erstrittenen Urteil von der Bekl. ersetzt erhält, war auch kein Fehlschlag wie im Falle BGHZ 58, 30 (34) = NJW 1972, 526, sondern hatte in dem Teilbereich, in dem sie durchgeführt wurde, vollen Erfolg.

    Es ist nicht einzusehen, warum einer Teilklage, wie sie hier im Vorprozeß erhoben war, Unterbrechungswirkung - über den eingeklagten Betrag hinaus - auch für einen Anspruch auf Ersatz von Aufwendungen für weitere Maßnahmen zur Beseitigung desselben Mangels zukommen sollte, zumal die Kl. (anders als der Kl. in BGHZ 58, 30 [34] = NJW 1972, 526) mit der von ihr veranlaßten Nachbesserung die vorhandenen Mängel nicht endgültig und umfassend für beseitigt hielt.

    Solange soll er der Notwendigkeit enthoben sein, noch während der Mängelbeseitigung auf Schadensersatz (oder Minderung) klagen zu müssen (BGHZ 48, 108 [113 f.] = NJW 1967, 2005; BGHZ 58, 30 [38 f.] = NJW 1972, 526; vgl. auch BGHZ 59, 202 [204 f.] = NJW 1972, 1753).

  • BGH, 27.04.1972 - VII ZR 144/70

    Verjährung des Anspruchs auf Ersatz entfernterer Mängelfolgeschäden

    Auszug aus BGH, 18.03.1976 - VII ZR 35/75
    Nach ständiger Rechtsprechung des Senats setzt eine gem. § 13 Nr. 5 VOB/B (1952) vor Ablauf der Verjährung vom Auftraggeber an den Auftragnehmer gerichtete schriftliche Aufforderung zur Mängelbeseitigung von ihrem Zugang an eine erneute Verjährungsfrist in Lauf, allerdings nur einmal (BGHZ 53, 122 [126] = NJW 1970, 561; BGHZ 58, 7 [10 f.] = NJW 1972, 530; BGHZ 58, 332 [335 ff.] = NJW 1972, 1280; BGHZ 59, 202 [204] = NJW 1972, 1753; BGHZ 59, 323 [324] = NJW 1973, 38; BGHZ 62, 293 [294] = NJW 1974, 1188; BGH, NJW 1957, 344; 1959, 142; 1963, 810; 1970, 421 [422]).

    Das gilt auch, wenn die Vertragspartner eine längere als die in § 13 Nr. 4 VOB/B vorgesehene Frist vereinbart haben (BGHZ 58, 7 [11 f.] = NJW 1972, 530; vgl. auch BGHZ 58, 332 [335 f.] = NJW 1972, 1280).

    Dafür soll der Bauherr auf einfache Weise ohne gerichtliche Schritte die Wirkungen dieser Verkürzung abmildern können (BGHZ 53, 122 [126] = NJW 1970, 561; BGHZ 58, 7 [10 f.] = NJW 1972, 530; BGHZ 58, 332 [335] = NJW 1972, 1280; BGH, NJW 1963, 810).

    Denn es handelt sich um eine typisierte Regelung, die für alle Fälle des § 13 Nr. 4 VOB/B ohne Rücksicht auf die Länge der ursprünglichen Verjährungsfrist gilt (BGHZ 58, 7 [11 f.] = NJW 1972, 530; BGHZ 58, 332 [335 f.] = NJW 1972, 1280).

  • BGH, 12.04.2007 - VII ZR 236/05

    Prozessuale Stellung der Wohnungseigentümergemeinschaft

    (1) Die Unterbrechungswirkung einer Klage bzw. eines Mahnbescheids bezieht sich immer nur auf die Gewährleistungsansprüche wegen des geltend gemachten bestimmten Mangels, nicht auch auf Gewährleistungsansprüche wegen anderer Mängel (BGH, Urteil vom 18. März 1976 - VII ZR 35/75, BGHZ 66, 142, 146).
  • BGH, 25.09.2008 - VII ZR 204/07

    Umfang der Rechtskraft der Verurteilung zur Zahlung eines Vorschusses auf …

    Gegebenenfalls kann eine Nachzahlung verlangt werden (BGH, Urteile vom 18. März 1976 - VII ZR 41/74, BGHZ 66, 138, 141 und VII ZR 35/75, BGHZ 66, 142, 149; vom 20. Februar 1986 - VII ZR 318/84, BauR 1986, 345 = ZfBR 1986, 120 und vom 24. April 1986 - VII ZR 262/85, BauR 1986, 576 = ZfBR 1986, 219).
  • BGH, 29.04.2015 - VIII ZR 180/14

    Pferdekaufvertrag: Verjährungshemmung durch gerichtliche Geltendmachung bei …

    Die in § 213 Alt. 1 BGB angeordnete Wirkungserstreckung gilt auch dann, wenn die wahlweise bestehenden Ansprüche in ihrem Umfang über den mit der Klage geltend gemachten Anspruch hinausgehen (Fortentwicklung von BGH, Urteil vom 10. Januar 1972, VII ZR 132/70, BGHZ 58, 30, 39; und BGH, Urteil vom 18. März 1976, VII ZR 35/75, BGHZ 66, 142, 147).

    Der Bundesgerichtshof hat schon für die Bestimmung des § 477 Abs. 3 BGB aF ausgeführt, diese Vorschrift enthalte eine Ausnahme von dem Grundsatz, dass eine Klage die Verjährung nur für Ansprüche in der Gestalt und in dem Umfang unterbreche, wie sie mit der Klage geltend gemacht würden (…Senatsurteil vom 22. Mai 1963 - VIII ZR 49/62, aaO; BGH, Urteile vom 10. Januar 1972 - VII ZR 132/70, BGHZ 58, 30, 39 f.; vom 18. März 1976 - VII ZR 35/75, BGHZ 66, 142, 147).

    Dementsprechend hat er entschieden, dass eine Klage auf Mängelbeseitigung oder auf Ersatz der hierfür anfallenden Kosten gemäß § 639 Abs. 1, § 477 Abs. 3 BGB aF über die Höhe des eingeklagten Anspruchs hinaus die Verjährung aller anderen in § 638 BGB aF genannten Ansprüche unterbreche (BGH, Urteile vom 18. März 1976 - VII ZR 35/75, aaO;… vom 10. Januar 1972 - VII ZR 132/70, aaO, S. 39).

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