Rechtsprechung
| BGH, 14.03.2023 - X ZB 4/22 |
Volltextveröffentlichungen (11)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Zulässigkeit der Berufung bei unzutreffender Angabe des Verkündungsdatums und Aktenzeichens des angefochtenen Urteils
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 519 Abs 2 Nr 1 ZPO
Zulässigkeit der Berufung bei unzutreffender Angabe des Verkündungsdatums und Aktenzeichens des angefochtenen Urteils - IWW
§ 522 Abs. 1 Satz 4 ZPO, § 574 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ZPO, Art. 2 Abs. 1, Art. 19 Abs. 3 GG, § 519 Abs. 2 Nr. 1 ZPO, § 577 Abs. 4 Satz 1 ZPO
- Wolters Kluwer
Zweifelsfreie Bestimmung des angefochtenen Urteils anhand der innerhalb der Berufungsfrist eingereichten Unterlagen durch das Berufungsgericht und die gegnerische Partei
- Betriebs-Berater
Fehlende Beifügung des angefochtenen Urteil nebst Aktenzeichen und Verkündungsdatum in Berufungsschrift
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ZPO § 519 Abs. 2 Nr. 1
Zweifelsfreie Bestimmung des angefochtenen Urteils anhand der innerhalb der Berufungsfrist eingereichten Unterlagen durch das Berufungsgericht und die gegnerische Partei - datenbank.nwb.de
Zulässigkeit der Berufung bei unzutreffender Angabe des Verkündungsdatums und Aktenzeichens des angefochtenen Urteils
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Aktenzeichen und Verkündungsdatum falsch: Berufung trotzdem zulässig?!
Kurzfassungen/Presse (2)
- mdr-recht.de (Kurzinformation)
Zulässige Berufung trotz falschem Aktenzeichen und Verkündungsdatum
- beck-aktuell.de (Kurzinformation)
Identifizierbarkeit des angegriffenen Urteils - Identifizierbarkeit des angegriffenen Urteils
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Aktenzeichen und Verkündungsdatum falsch: Berufung kann trotzdem zulässig sein! (IBR 2023, 437)
Verfahrensgang
- LG Frankfurt/Main, 26.08.2021 - 30 O 154/20!
- OLG Frankfurt, 07.02.2022 - 9 U 84/21
- OLG Frankfurt, 14.04.2022 - 9 U 84/21
- BGH, 14.03.2023 - X ZB 4/22
Papierfundstellen
- ZIP 2023, 1216
- MDR 2023, 934
- MDR 2023, 961
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (7)
- BGH, 25.02.1993 - VII ZB 22/92
Unbeachtlichkeit fehlerhafter Urteilsbezeichnung
Auszug aus BGH, 14.03.2023 - X ZB 4/22
Wenn in einer Berufungsschrift, der das angefochtene Urteil nicht beigefügt ist, das Aktenzeichen und das Verkündungsdatum nicht oder nicht zutreffend angegeben sind, steht dies der Zulässigkeit des Rechtsmittels nicht entgegen, sofern das Berufungsgericht und die gegnerische Partei anhand der innerhalb der Berufungsfrist eingereichten Unterlagen das angefochtene Urteil dennoch zweifelsfrei bestimmen können (Bestätigung von BGH, Beschluss vom 25. Februar 1993 - VII ZB 22/92, NJW 1993, 1719).Rn. 19 Fehlerhafte oder unvollständige Angaben schaden nicht, wenn aufgrund der sonstigen erkennbaren Umstände für Gericht und Prozessgegner nicht zweifelhaft bleibt, welches Urteil angefochten wird (BGH, Beschluss vom 24. April 2003 - III ZB 94/02, NJW 2003, 1950; Beschluss vom 25. Februar 1993 - VII ZB 22/92, NJW 1993, 1719, 1720; Urteil vom 11. Januar 2001 - III ZR 113/00, NJW 2001, 1070).
Rn. 20 a) Wenn das Aktenzeichen nicht oder nicht zutreffend angegeben ist, so kommt dem keine ausschlaggebende Bedeutung zu, sofern das Berufungsgericht und die gegnerische Partei anhand der innerhalb der Berufungsfrist eingereichten Unterlagen das angefochtene Urteil dennoch zweifelsfrei bestimmen können (BGH, Beschluss vom 25. Februar 1993 - VII ZB 22/92, NJW 1993, 1719 zu II 2).
- BGH, 24.04.2003 - III ZB 94/02
Bezeichnung des angefochtenen erstinstanzlichen Urteils in der Berufungsschrift
Auszug aus BGH, 14.03.2023 - X ZB 4/22
Rn. 16 2. Für die vollständige Bezeichnung eines Urteils ist grundsätzlich die Angabe der Parteien, des Gerichts, das das angefochtene Urteil erlassen hat, des Verkündungsdatums und des Aktenzeichens erforderlich (BGH, Beschluss vom 24. April 2003 - III ZB 94/02, NJW 2003, 1950).Rn. 19 Fehlerhafte oder unvollständige Angaben schaden nicht, wenn aufgrund der sonstigen erkennbaren Umstände für Gericht und Prozessgegner nicht zweifelhaft bleibt, welches Urteil angefochten wird (BGH, Beschluss vom 24. April 2003 - III ZB 94/02, NJW 2003, 1950; Beschluss vom 25. Februar 1993 - VII ZB 22/92, NJW 1993, 1719, 1720; Urteil vom 11. Januar 2001 - III ZR 113/00, NJW 2001, 1070).
- BGH, 11.01.2001 - III ZR 113/00
Bezeichnung des Urteils in der Berufungsschrift
Auszug aus BGH, 14.03.2023 - X ZB 4/22
Rn. 19 Fehlerhafte oder unvollständige Angaben schaden nicht, wenn aufgrund der sonstigen erkennbaren Umstände für Gericht und Prozessgegner nicht zweifelhaft bleibt, welches Urteil angefochten wird (BGH, Beschluss vom 24. April 2003 - III ZB 94/02, NJW 2003, 1950; Beschluss vom 25. Februar 1993 - VII ZB 22/92, NJW 1993, 1719, 1720; Urteil vom 11. Januar 2001 - III ZR 113/00, NJW 2001, 1070).
- BGH, 22.06.2021 - VI ZB 15/20
Der Rechtsanwalt hat durch organisatorische Vorkehrungen sicherzustellen, dass …
Auszug aus BGH, 14.03.2023 - X ZB 4/22
Danach darf der Zugang zu einer in der Verfahrensordnung vorgesehenen Instanz nicht in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise erschwert werden (vgl. nur BGH, Beschluss vom 22. Juni 2021 - VI ZB 15/20, VersR 2022, 54 Rn. 5). - LG Frankfurt/Main, 26.08.2021 - 30 O 154/20
Auszug aus BGH, 14.03.2023 - X ZB 4/22
Die Angaben zum Aktenzeichen (2-13 O 154/20 statt 2-30 O 154/20), zum Verkündungsdatum (26. Juli statt 26. August 2021) und zum Zustellungsdatum (9. statt 10. September 2021) sind fehlerhaft. - BGH, 08.10.1986 - IVa ZB 12/86
Verwechslung der Münchener Landgerichte - § 518 Abs. 2 Nr. 1 ZPO <Fassung bis …
Auszug aus BGH, 14.03.2023 - X ZB 4/22
Rn. 15 1. Nach § 519 Abs. 2 Nr. 1 ZPO muss die Berufungsschrift die Bezeichnung des angefochtenen Urteils so genau angeben, dass keine Zweifel über die Identität des Urteils entstehen können (BGH, Beschluss vom 8. Oktober 1986 - IVa ZB 12/86, NJW-RR 1987, 319 zu 1.; BAG…, Urteil vom 5. Juli 1976 - 2 AZR 385/75, juris Rn. 5). - BAG, 05.07.1976 - 2 AZR 385/75
Berufung - Ausreichende Bezeichung des angefochtenen Urteils - Ladungsfähige …
Auszug aus BGH, 14.03.2023 - X ZB 4/22
Rn. 15 1. Nach § 519 Abs. 2 Nr. 1 ZPO muss die Berufungsschrift die Bezeichnung des angefochtenen Urteils so genau angeben, dass keine Zweifel über die Identität des Urteils entstehen können (BGH, Beschluss vom 8. Oktober 1986 - IVa ZB 12/86, NJW-RR 1987, 319 zu 1.; BAG, Urteil vom 5. Juli 1976 - 2 AZR 385/75, juris Rn. 5).
- BGH, 12.03.2024 - VI ZR 166/22
Verletzung des Anspruchs auf Gewährung rechtlichen Gehörs bei …
Dem Schriftsatz muss jedoch zweifelsfrei zu entnehmen sein, zu welchem Verfahren er eingereicht werden soll (vgl. für die Berufungsschrift bzw. -begründung BGH, Beschlüsse vom 14. März 2023 - X ZB 4/22, MDR 2023, 934 Rn. 19;… vom 18. November 2015 - IV ZB 22/15, juris Rn. 11; jeweils mwN). - BGH, 13.03.2024 - XII ZR 89/22
Inhaltsanforderungen an die Beschwerdeschrift bei Nichtzulassungsbeschwerde
Unzureichende oder fehlerhafte Angaben in einer Rechtsmittelschrift können daher unschädlich sein, wenn - aufgrund erkennbarer Umstände im Einzelfall (vgl. BGH Beschluss vom 14. März 2023 - X ZB 4/22 - MDR 2023, 934 Rn. 19 mwN zu § 519 ZPO und Urteil vom 11. Januar 2001 - III ZR 113/00 - NJW 2001, 1070, 1071 zu § 518 ZPO aF [jetzt: § 519 ZPO]) - vor Ablauf der Einlegungsfrist im Zusammenhang mit den Prozessakten für das Rechtsmittelgericht nicht zweifelhaft bleibt, welche Entscheidung angefochten wird (vgl. Senatsbeschlüsse BGHZ 165, 371 = FamRZ 2006, 543 f. mwN zu § 519 ZPO …und vom 2. August 2023 - XII ZB 432/22 - FamRZ 2023, 1733 Rn. 10 f. mwN zu § 64 FamFG). - OLG Brandenburg, 26.08.2025 - 6 U 32/24 Fehlerhafte oder unvollständige Angaben schaden nicht, wenn aufgrund der sonstigen erkennbaren Umstände für Gericht und Prozessgegner nicht zweifelhaft bleibt, welches Urteil angefochten wird (vgl. BGH, Beschluss vom 14.03.2023 - X ZB 4/22, BeckRS 2023, 9255, Rn. 15 m.w.N.) und bei verständiger Würdigung des gesamten Vorgangs der Rechtsmitteleinlegung jeder Zweifel an der Person des Rechtsmittelklägers ausgeschlossen ist (BGH…, Beschluss vom 15.03.2022 - VI ZB 20/20, a.a.O.).
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