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Rechtsprechung
   BFH, 28.03.2001 - VI B 256/00   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2001,1160
BFH, 28.03.2001 - VI B 256/00 (https://dejure.org/2001,1160)
BFH, Entscheidung vom 28.03.2001 - VI B 256/00 (https://dejure.org/2001,1160)
BFH, Entscheidung vom 28. März 2001 - VI B 256/00 (https://dejure.org/2001,1160)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • Judicialis

    FGO § 68; ; EStG § 64 Abs. 1; ; AO 1977 § 37 Abs. 2; ; BGB § 818 Abs. 3

  • Wolters Kluwer

    Kindergeld - Zählkindervorteil - Mitwirkungspflicht - Haushaltswechsel - Rückforderung - Wegfall der Bereicherung - Prozesskostenhilfe

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Kindergeld; Änderung der maßgeblichen Verhältnisse durch Haushauswechsel; Rückforderung

  • datenbank.nwb.de
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
 
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Wird zitiert von ... (54)Zitiert selbst (16)

  • BFH, 06.12.1988 - VII R 206/83

    Bei einer Abtretung richtet sich ein etwaiger Rückforderungsanspruch des FA - …

    Auszug aus BFH, 28.03.2001 - VI B 256/00
    Es entspricht ständiger Rechtsprechung, dass ein Dritter als tatsächlicher Empfänger einer Zahlung dann nicht Leistungsempfänger i.S. des § 37 Abs. 2 AO 1977 ist, wenn das Finanzamt (FA) u.a. aufgrund einer Zahlungsanweisung des Erstattungs- bzw. Vergütungsberechtigten an einen Dritten auszahlt (…vgl. BFH-Urteile vom 13. Juni 1997 VII R 62/96, BFH/NV 1998, 143, 144; vom 13. Februar 1996 VII R 89/95, BFHE 180, 1, BStBl II 1996, 436, 438; Beschluss vom 8. April 1986 VII B 128/85, BFHE 146, 229, BStBl II 1986, 511, Urteil vom 6. Dezember 1988 VII R 206/83, BFHE 155, 40, BStBl II 1989, 223; Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 37 AO 1977 Tz. 31).

    Da der durch die Anweisung begünstigte Zahlungsempfänger den Zahlungsanspruch nicht aus eigenem Recht geltend machen kann und das FA seine Leistung mit dem Willen erbringt, eine Forderung gegenüber dem tatsächlichen Rechtsinhaber mit befreiender Wirkung zu erfüllen, ist nicht der Zahlungsempfänger, sondern der nach materiellem Steuerrecht Erstattungs- bzw. Vergütungsberechtigte als Leistungsempfänger i.S. des § 37 Abs. 2 AO 1977 anzusehen (BFH-Beschluss in BFHE 146, 229, BStBl II 1986, 511, Urteil in BFHE 155, 40, BStBl II 1989, 223; vgl. auch FG Düsseldorf, Urteil vom 11. August 1999 9 K 1075/99 Kg, Entscheidungen der Finanzgerichte --EFG-- 1999, 1206).

  • BFH, 08.04.1986 - VII B 128/85

    Finanzamt - Steuererstattung - Zahlungsanweisung - Rückforderungsanspruch

    Auszug aus BFH, 28.03.2001 - VI B 256/00
    Es entspricht ständiger Rechtsprechung, dass ein Dritter als tatsächlicher Empfänger einer Zahlung dann nicht Leistungsempfänger i.S. des § 37 Abs. 2 AO 1977 ist, wenn das Finanzamt (FA) u.a. aufgrund einer Zahlungsanweisung des Erstattungs- bzw. Vergütungsberechtigten an einen Dritten auszahlt (…vgl. BFH-Urteile vom 13. Juni 1997 VII R 62/96, BFH/NV 1998, 143, 144; vom 13. Februar 1996 VII R 89/95, BFHE 180, 1, BStBl II 1996, 436, 438; Beschluss vom 8. April 1986 VII B 128/85, BFHE 146, 229, BStBl II 1986, 511, Urteil vom 6. Dezember 1988 VII R 206/83, BFHE 155, 40, BStBl II 1989, 223; Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 37 AO 1977 Tz. 31).

    Da der durch die Anweisung begünstigte Zahlungsempfänger den Zahlungsanspruch nicht aus eigenem Recht geltend machen kann und das FA seine Leistung mit dem Willen erbringt, eine Forderung gegenüber dem tatsächlichen Rechtsinhaber mit befreiender Wirkung zu erfüllen, ist nicht der Zahlungsempfänger, sondern der nach materiellem Steuerrecht Erstattungs- bzw. Vergütungsberechtigte als Leistungsempfänger i.S. des § 37 Abs. 2 AO 1977 anzusehen (BFH-Beschluss in BFHE 146, 229, BStBl II 1986, 511, Urteil in BFHE 155, 40, BStBl II 1989, 223; vgl. auch FG Düsseldorf, Urteil vom 11. August 1999 9 K 1075/99 Kg, Entscheidungen der Finanzgerichte --EFG-- 1999, 1206).

  • BFH, 18.12.1998 - VI B 215/98

    Aufhebung der Kindergeldfestsetzung bei Haushaltswechsel

    Auszug aus BFH, 28.03.2001 - VI B 256/00
    Denn er hat seine im Rahmen des Kindergeldrechtsverhältnisses bestehende Mitwirkungspflicht (vgl. § 68 Abs. 1 EStG) verletzt, indem er den Haushaltswechsel der Kinder nicht unverzüglich der Familienkasse mitgeteilt hat (…vgl. u.a. Senatsbeschlüsse vom 19. Mai 1999 VI B 259/98, BFH/NV 1999, 1331; vom 18. Dezember 1998 VI B 215/98, BFHE 187, 559, BStBl II 1999, 231).
  • BFH, 13.02.1996 - VII R 89/95

    Wird bei Zusammenveranlagung der Erstattungsanspruch nur eines Ehegatten …

    Auszug aus BFH, 28.03.2001 - VI B 256/00
    Es entspricht ständiger Rechtsprechung, dass ein Dritter als tatsächlicher Empfänger einer Zahlung dann nicht Leistungsempfänger i.S. des § 37 Abs. 2 AO 1977 ist, wenn das Finanzamt (FA) u.a. aufgrund einer Zahlungsanweisung des Erstattungs- bzw. Vergütungsberechtigten an einen Dritten auszahlt (…vgl. BFH-Urteile vom 13. Juni 1997 VII R 62/96, BFH/NV 1998, 143, 144; vom 13. Februar 1996 VII R 89/95, BFHE 180, 1, BStBl II 1996, 436, 438; Beschluss vom 8. April 1986 VII B 128/85, BFHE 146, 229, BStBl II 1986, 511, Urteil vom 6. Dezember 1988 VII R 206/83, BFHE 155, 40, BStBl II 1989, 223; Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 37 AO 1977 Tz. 31).
  • BFH, 27.04.1998 - VII B 296/97

    Rückforderung vom Abtretungsempfänger

    Auszug aus BFH, 28.03.2001 - VI B 256/00
    § 818 Abs. 3 des Bürgerlichen Gesetzbuches ist nicht anwendbar und enthält auch keinen allgemeinen Rechtsgedanken, der bei einer Rückforderung zu Unrecht gezahlten Kindergeldes zu berücksichtigen ist (…vgl. auch BFH-Beschlüsse vom 13. März 2000 VI B 286/99, BFH/NV 2000, 1088; vom 27. April 1998 VII B 296/97, BFH/NV 1998, 1150; vom 27. April 1998 VII B 296/97; BFHE 185, 364, BStBl II 1998, 499;… vom 19. September 1997 V B 39/97, BFH/NV 1998, 280;… Boeker in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 10. Aufl., § 37 AO 1977 Rz. 93, m.w.N.;… Greite in Korn, a.a.O., § 64 Rz. 15;… Klein/Brockmeyer, a.a.O., § 37 Rz. 36;… Tipke/Kruse, a.a.O., § 37 AO 1977 Tz. 25).
  • BFH, 10.11.1998 - VI B 125/98

    Kindergeldauszahlung bei mehreren Berechtigten

    Auszug aus BFH, 28.03.2001 - VI B 256/00
    Haben sich die für die Zahlung des Kindergeldes maßgeblichen Verhältnisse durch einen Haushaltswechsel des Kindes geändert, so ist die --nicht mehr der Rechtslage entsprechende-- Festsetzung des Kindergeldes vom Zeitpunkt der Veränderung der Verhältnisse an aufzuheben (ständige Rechtsprechung des Senats;… vgl. Beschlüsse vom 30. Juni 2000 VI B 93/99, BFH/NV 2001, 33;… vom 30. März 2000 VI B 53/99, BFH/NV 2000, 1190; vom 10. November 1998 VI B 125/98, BFHE 187, 477, BStBl II 1999, 137;… vom 7. Februar 2000 VI B 254/99, BFH/NV 2000, 948, m.w.N.).
  • BFH, 30.06.2000 - VI B 93/99

    Rückforderung von Kindergeld bei Haushaltswechsel

    Auszug aus BFH, 28.03.2001 - VI B 256/00
    Haben sich die für die Zahlung des Kindergeldes maßgeblichen Verhältnisse durch einen Haushaltswechsel des Kindes geändert, so ist die --nicht mehr der Rechtslage entsprechende-- Festsetzung des Kindergeldes vom Zeitpunkt der Veränderung der Verhältnisse an aufzuheben (ständige Rechtsprechung des Senats; vgl. Beschlüsse vom 30. Juni 2000 VI B 93/99, BFH/NV 2001, 33;… vom 30. März 2000 VI B 53/99, BFH/NV 2000, 1190; vom 10. November 1998 VI B 125/98, BFHE 187, 477, BStBl II 1999, 137;… vom 7. Februar 2000 VI B 254/99, BFH/NV 2000, 948, m.w.N.).
  • BFH, 13.06.1997 - VII R 62/96
    Auszug aus BFH, 28.03.2001 - VI B 256/00
    Es entspricht ständiger Rechtsprechung, dass ein Dritter als tatsächlicher Empfänger einer Zahlung dann nicht Leistungsempfänger i.S. des § 37 Abs. 2 AO 1977 ist, wenn das Finanzamt (FA) u.a. aufgrund einer Zahlungsanweisung des Erstattungs- bzw. Vergütungsberechtigten an einen Dritten auszahlt (vgl. BFH-Urteile vom 13. Juni 1997 VII R 62/96, BFH/NV 1998, 143, 144; vom 13. Februar 1996 VII R 89/95, BFHE 180, 1, BStBl II 1996, 436, 438; Beschluss vom 8. April 1986 VII B 128/85, BFHE 146, 229, BStBl II 1986, 511, Urteil vom 6. Dezember 1988 VII R 206/83, BFHE 155, 40, BStBl II 1989, 223; Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 37 AO 1977 Tz. 31).
  • BFH, 12.04.2000 - VI B 113/99

    Kindergeld; sog. Weiterleitungsfälle

    Auszug aus BFH, 28.03.2001 - VI B 256/00
    Da aufgrund der rechtmäßigen Aufhebung der Kindergeldfestsetzung der rechtliche Grund für die Zahlung des Kindergeldes an den Antragsteller weggefallen ist, konnte die Familienkasse gemäß § 37 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO 1977) das gezahlte Kindergeld in Höhe von 960 DM zurückfordern (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 12. April 2000 VI B 113/99, BFH/NV 2000, 1192).
  • BFH, 19.05.1999 - VI B 259/98

    Kindergeld; getrenntlebende Eltern; Änderung des ursprünglichen …

    Auszug aus BFH, 28.03.2001 - VI B 256/00
    Denn er hat seine im Rahmen des Kindergeldrechtsverhältnisses bestehende Mitwirkungspflicht (vgl. § 68 Abs. 1 EStG) verletzt, indem er den Haushaltswechsel der Kinder nicht unverzüglich der Familienkasse mitgeteilt hat (vgl. u.a. Senatsbeschlüsse vom 19. Mai 1999 VI B 259/98, BFH/NV 1999, 1331; vom 18. Dezember 1998 VI B 215/98, BFHE 187, 559, BStBl II 1999, 231).
  • BFH, 13.03.2000 - VI B 286/99

    Kindergeld; Weiterleitung

  • BFH, 21.02.2000 - VII B 157/99

    Auszahlung von Erstattungsbeträgen

  • BFH, 19.09.1997 - V B 39/97

    Voraussetzung der Bewilligung von Prozesskostenhilfe

  • BFH, 07.02.2000 - VI B 254/99

    Grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache

  • BFH, 30.03.2000 - VI B 53/99

    Kindergeld; Rückforderung wegen Haushaltswechsel

  • FG Düsseldorf, 11.08.1999 - 9 K 1075/99

    Rückzahlung des überzahlten Kindergeldes; Anspruch auf Erstattung der …

  • BFH, 22.09.2011 - III R 82/08

    Zum Einwand der Weiterleitung beim Berechtigtenwechsel - Rückforderung von …

    Rn. 16 Nach ständiger Rechtsprechung des BFH, der der erkennende Senat folgt, ist ein Dritter als tatsächlicher Empfänger einer Zahlung dann nicht Leistungsempfänger i.S. des § 37 Abs. 2 AO, wenn die Behörde u.a. aufgrund einer Zahlungsanweisung des Erstattungs- bzw. Vergütungsberechtigten an den Dritten zahlt (vgl. BFH-Beschluss vom 28. März 2001 VI B 256/00, BFH/NV 2001, 1117, m.w.N.;… BFH-Urteil vom 16. März 2004 VIII R 48/03, BFH/NV 2004, 1218).
  • FG Hessen, 04.09.2025 - 11 K 566/21

    Verlässt ein volljähriges Enkelkind sein innerhalb der Wohnung der Großmutter …

    Erfasst ist damit auch eine Änderung der für die Zahlung des Kindergelds maßgeblichen Verhältnisse durch einen Haushaltswechsel des Kinds (ständige Rechtsprechung, vgl. statt aller nur BFH-Beschluss vom 28.03.2001 - VI B 256/00, BFH/NV 2001, 1117, mit zahlreichen Nachweisen).

    Es handelt sich m.a.W. um eine gebundene Entscheidung, welche sowohl für die Zukunft als auch - in den Grenzen der Festsetzungsverjährung (§ 169 AO) - ggf. für die Vergangenheit (rückwirkend bis zum Zeitpunkt der Änderung der Verhältnisse) zwingend vorzunehmen ist (vgl. BFH-Beschluss vom 28.03.2001 - VI B 256/00, BFH/NV 2001, 1117, mit zahlreichen Nachweisen;… Janda in Kirchhof/Kube/Mellinghoff, EStG, § 70 Rn. C 17;… Selder in Brandis/Heuermann, Ertragsteuerrecht, § 70 EStG Rn. 29;… Avvento in Kirchhof/Seer, EStG, 24. Aufl. 2025, § 64 Rn. 4; V 14.3 S. 1 DA-KG).

    Haben sich die für die Zahlung des Kindergelds maßgeblichen Verhältnisse durch einen Haushaltswechsel des Kinds geändert, so ist daher die - nicht mehr der Rechtslage entsprechende - Festsetzung des Kindergelds vom Zeitpunkt der Veränderung der Verhältnisse an aufzuheben (ständige Rechtsprechung, vgl. statt aller nur BFH-Beschluss vom 28.03.2001 - VI B 256/00, BFH/NV 2001, 1117, m.w.N.).

    Überdies kann sich, wer sich - wie die Klägerin [s. oben 1.b)cc)] - dadurch selbst nicht rechtstreu verhält, dass er seine Mitwirkungspflichten gemäß § 68 Abs. 1 S. 1 EStG verletzt, nach allgemeinen Grundsätzen - unabhängig von den sonstigen, strengen Voraussetzungen der Verwirkung schon per se - weder auf Treu und Glauben (…vgl. nur BFH-Beschluss vom 28.12.2009 - III B 108/08, BFH/NV 2010, 641, m.w.N.; BFH-Urteil vom 22.09.2011 - III R 82/08, BStBl II 2012, 734) noch auf Gesichtspunkte des Vertrauensschutzes berufen (vgl. nur BFH-Beschluss vom 28.03.2001 - VI B 256/00, BFH/NV 2001, 1117, m.w.N.;… BFH-Urteil vom 01.07.2003 - VIII R 94/01, BFH/NV 2004, 25).

    Denn § 818 Abs. 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist im Rahmen des öffentlich-rechtlichen Rückforderungsanspruchs nach § 37 Abs. 2 AO nicht anwendbar und enthält auch keinen allgemeinen Rechtsgedanken, der bei einer Rückforderung zu Unrecht gezahlten Kindergelds zu berücksichtigen ist (ständige Rechtsprechung, vgl. statt aller nur BFH-Beschluss vom 28.03.2001 - VI B 256/00, BFH/NV 2001, 1117, mit zahlreichen weiteren Nachweisen).

  • BFH, 24.08.2001 - VI R 83/99

    Wegfall des Kindergelds wegen zu hoher Einkünfte und Bezüge

    Denn in diesen Fällen erbringt die Behörde ihre Leistung mit dem Willen, eine Forderung des (ursprünglichen) Rechtsinhabers zu erfüllen; der Zahlungsempfänger hat lediglich die Funktion einer Zahlstelle (vgl. BFH-Beschluss vom 21. Februar 2000 VII B 157/99, BFH/NV 2000, 941, und Senatsbeschluss vom 28. März 2001 VI B 256/00, BFH/NV 2001, 1117, m.w.N.).
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