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Rechtsprechung
   BGH, 18.04.2024 - 1 StR 106/24   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,8063
BGH, 18.04.2024 - 1 StR 106/24 (https://dejure.org/2024,8063)
BGH, Entscheidung vom 18.04.2024 - 1 StR 106/24 (https://dejure.org/2024,8063)
BGH, Entscheidung vom 18. April 2024 - 1 StR 106/24 (https://dejure.org/2024,8063)
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Volltextveröffentlichungen (10)

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  • HRR Strafrecht

    § 34 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 KCanG; § 2 Abs. 1 Nr. 4 KCanG; § 29 BtMG; § 29a BtMG; Art. 103 Abs. 2 GG
    Besonders schwerer Fall des unerlaubten Handeltreibens mit Cannabis (Grenzwert der nicht geringen Menge: Bestimmung; Begriff des Handeltreibens: Übertragung der bisherigen Grundsätze zu den §§ 29 ff. BtMG)

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsinformationen.bund.de

    Neues Konsumcannabisgesetz: Grenzwert der nicht geringen Menge für Tetrahydrocannabinol

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 1 Nr 2 KCanG, § 34 Abs 3 S 2 Nr 4 KCanG
    Neues Konsumcannabisgesetz: Grenzwert der nicht geringen Menge für Tetrahydrocannabinol

  • IWW

    § 349 Abs. 2 StPO, § ... 2 Abs. 3 StGB, § 354a StPO, § 2 Abs. 1 Nr. 1 KCanG, § 2 Abs. 1 Nr. 4 KCanG, § 27 StGB, § 1 Nr. 4 KCanG, § 34 Abs. 1 KCanG, §§ 29 ff. BtMG, § 34 Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 KCanG, § 34 Abs. 3 Satz 1 KCanG, § 29a Abs. 1 BtMG, § 1 Nr. 2 KCanG, § 29a BtMG, § 34 KCanG, § 2 KCanG, § 2 Abs. 3 KCanG, § 3 KCanG, § 38 Abs. 2 StGB, § 267 Abs. 3 Satz 1 StPO, § 337 Abs. 1 StPO, § 353 Abs. 2 StPO, § 260 Abs. 5 Satz 1 StPO

  • ra.de
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    KCanG § 2 Abs. 1 Nr. 1, 4; KCanG § 34 Abs. 1 Nr. 4
    Verbotener Besitz von mehr als drei lebenden Cannabispflanzen; Beihilfe zum verbotenen Handeltreiben mit Cannabis

  • datenbank.nwb.de

    Neues Konsumcannabisgesetz: Grenzwert der nicht geringen Menge für Tetrahydrocannabinol

Kurzfassungen/Presse (9)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Konsumcannabisgesetz - Bundesgerichtshof setzt Grenzwert der nicht geringen Menge für Tetrahydrocannabinol (THC) auf 7,5 g fest

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation und Auszüge)

    KCanG: Definition der "nicht geringen Menge" durch den Bundesgerichtshof

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation und Entscheidungsanmerkung)

    KCanG: "Nicht geringe Menge" bleibt bei 7,5 g

  • lto.de (Kurzinformation)

    Unveränderte Schwelle für nicht geringe Menge Cannabis: THC-Grenzwert von 7,5 Gramm bleibt

  • beck-aktuell.NACHRICHTEN (Kurzinformation)

    BGH setzt Grenzwert der nicht geringen Menge für THC auf 7,5 g fest - BGH setzt Grenzwert der nicht geringen Menge für THC auf 7,5 g fest

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Cannabis - und der Grenzwert für eine nicht geringe Menge

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Grenzwert der nicht geringen Menge für Tetrahydrocannabinol (THC) liegt bei 7,5 g

  • Akte Recht (Lehrstuhl Prof. Safferling) PDF (Kurzinformation)

    Nicht geringe Menge von THC

  • tp-presseagentur.de (Kurzinformation)

    Konsumcannabisgesetz - Grenzwert der nicht geringen Menge für Tetrahydrocannabinol (THC) auf 7,5 g festgesetzt

Besprechungen u.ä. (3)

  • De-legibus-Blog (Entscheidungsanmerkung)

    Der Bundesgerichtshof hat keinen Grenzwert für THC "festgesetzt"

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation und Entscheidungsanmerkung)

    KCanG: "Nicht geringe Menge" bleibt bei 7,5 g

  • lto.de (Entscheidungsbesprechung)

    Umstrittener Cannabis-Beschluss zur "nicht geringen Menge": BGH-Entscheidung ist verfassungswidrig

Sonstiges (2)

  • lto.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 26.04.2024)

    Beschluss nach Veröffentlichung heimlich geändert?: BGH bezeichnet Korrektur von Cannabis-Beschluss als "Versehen"

  • lto.de (Pressebericht mit Bezug zur Entscheidung, 21.06.2024)

    Fünf Senate bei Cannabis-THC-Grenzwert einig: BGH bleibt bei "nicht geringer Menge" streng

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2024, 1968
  • NStZ 2024, 420
  • StV 2024, 456
 
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Wird zitiert von ... (164)Zitiert selbst (35)

  • BGH, 18.07.1984 - 3 StR 183/84

    Nicht geringe Menge bei Cannabisprodukten

    Auszug aus BGH, 18.04.2024 - 1 StR 106/24
    (1) Bei der Festlegung der Grenzwerte stellt der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung nicht auf die Gewichtsmenge des jeweiligen Suchtstoffes, sondern auf die darin enthaltene Wirkstoffmenge ab (vgl. BGH, Urteile vom 14. Januar 2015 - 1 StR 302/13, BGHSt 60, 134; vom 17. November 2011 - 3 StR 315/10, BGHSt 57, 60; vom 3. Dezember 2008 - 2 StR 86/08, BGHSt 53, 89; vom 24. April 2007 - 1 StR 52/07, BGHSt 51, 318; vom 9. Oktober 1996 - 3 StR 220/96, BGHSt 42, 255; vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179; vom 1. September 1987 - 1 StR 191/87, BGHSt 35, 43; vom 11. April 1985 - 1 StR 507/84, BGHSt 33, 169; vom 1. Februar 1985 - 2 StR 685/84, BGHSt 33, 133; vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84, BGHSt 33, 8; Beschlüsse vom 20. Dezember 1995 - 3 StR 245/95, BGHSt 42, 1 und vom 7. November 1983 - 1 StR 721/83, BGHSt 32, 162).

    Lassen sich auch zum Konsumverhalten keine ausreichenden Erkenntnisse gewinnen, so entscheidet ein Vergleich mit verwandten Wirkstoffen (st. Rspr.;… vgl. nur BGH, Urteile vom 10. August 2023 - 3 StR 462/22 Rn. 7;… vom 14. Januar 2015 - 1 StR 302/13, BGHSt 60, 134 Rn. 35;… vom 5. November 2015 - 4 StR 124/14 Rn. 14;… vom 10 17. November 2011 - 3 StR 315/10, BGHSt 57, 60 Rn. 10;… vom 3. Dezember 2008 - 2 StR 86/08, BGHSt 53, 89 Rn. 13;… vom 24. April 2007 - 1 StR 52/07, BGHSt 51, 318 Rn. 12 f.;… vom 28. Oktober 2004 - 4 StR 59/04 Rn. 18 f.; vom 1. September 1987 - 1 StR 191/87, BGHSt 35, 43, 44 f.; vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179 f.; vom 1. Februar 1985 - 2 StR 685/84, BGHSt 33, 133, 136 f.; vom 11. April 1985 - 1 StR 507/84, BGHSt 33, 169, 170 f.; vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84, BGHSt 33, 8, 9 f.;… Beschlüsse vom 11. Dezember 2023 - 1 StR 276/23 Rn. 8;… vom 8. März 2022 - 3 StR 136/21 Rn. 12;… vom 27. Januar 2022 - 3 StR 155/21 Rn. 9; vom 20. Dezember 1995 - 3 StR 245/95, BGHSt 42, 1, 10 f. und vom 7. November 1983 - 1 StR 721/83, BGHSt 32, 162, 163 f.).

    (2) Für Tetrahydrocannabinol (THC) hat der Bundesgerichtshof den Grenzwert der nicht geringen Menge unter Anwendung dieser Maßgaben auf 7, 5 g festgesetzt und dies infolge fehlender Bestimmbarkeit einer lebensbedrohlichen Einzeldosis (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84, BGHSt 33, 8, 10) auf dessen konkrete Wirkweise und Gefährlichkeit gestützt.

    Er ist auf der Grundlage öffentlich zugänglicher sachverständiger Bewertungen, darunter einer 11 Analyse von sachkundigen Chemikern der Landeskriminalämter und des Bundeskriminalamtes (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84, BGHSt 33, 8, 12), zu dem Ergebnis gelangt, dass zur Erzielung eines Rauschzustandes durch Rauchen einer Zubereitung von Cannabisprodukten im Durchschnitt 15 mg THC erforderlich seien (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84, BGHSt 33, 8, 11 f.).

    Um den Unsicherheitsfaktoren bei der Bestimmung des THC-Gehalts einer durchschnittlichen Konsumeinheit von Cannabisprodukten unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Qualität der in der Drogenszene tatsächlich auftauchenden Stoffe und den unterschiedlichen Konsumformen Rechnung zu tragen und zugleich einen angemessenen Abstand zu der harten Droge Heroin zu schaffen, hat er der Bestimmung des Grenzwerts 500 Konsumeinheiten mit diesem Wirkstoffgehalt zugrunde gelegt (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84, BGHSt 33, 8, 13 f.).

    Denn anders als Heroin führt Tetrahydrocannabinol nicht zur physischen Abhängigkeit und nur zu mäßiger psychischer Abhängigkeit, wenngleich es allerdings Denk- und Wahrnehmungsstörungen, Antriebs- und Verhaltensstörungen, Lethargie, Angstgefühle, Realitätsverlust und Depressionen, zuweilen auch Psychosen hervorruft sowie eine erhöhte Gefahr des Umsteigens auf harte Drogen begründet (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84, BGHSt 33, 8, 12 f.; vgl. auch BVerfG, Beschluss vom 9. März 1994 - 2 BvL 43/92 u.a., BVerfGE 90, 145 ff.).

  • BGH, 20.12.1995 - 3 StR 245/95

    Handeltreiben: Tatbestandsmerkmal der "nicht geringen Menge" bei …

    Auszug aus BGH, 18.04.2024 - 1 StR 106/24
    (1) Bei der Festlegung der Grenzwerte stellt der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung nicht auf die Gewichtsmenge des jeweiligen Suchtstoffes, sondern auf die darin enthaltene Wirkstoffmenge ab (vgl. BGH, Urteile vom 14. Januar 2015 - 1 StR 302/13, BGHSt 60, 134; vom 17. November 2011 - 3 StR 315/10, BGHSt 57, 60; vom 3. Dezember 2008 - 2 StR 86/08, BGHSt 53, 89; vom 24. April 2007 - 1 StR 52/07, BGHSt 51, 318; vom 9. Oktober 1996 - 3 StR 220/96, BGHSt 42, 255; vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179; vom 1. September 1987 - 1 StR 191/87, BGHSt 35, 43; vom 11. April 1985 - 1 StR 507/84, BGHSt 33, 169; vom 1. Februar 1985 - 2 StR 685/84, BGHSt 33, 133; vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84, BGHSt 33, 8; Beschlüsse vom 20. Dezember 1995 - 3 StR 245/95, BGHSt 42, 1 und vom 7. November 1983 - 1 StR 721/83, BGHSt 32, 162).

    Lassen sich auch zum Konsumverhalten keine ausreichenden Erkenntnisse gewinnen, so entscheidet ein Vergleich mit verwandten Wirkstoffen (st. Rspr.;… vgl. nur BGH, Urteile vom 10. August 2023 - 3 StR 462/22 Rn. 7;… vom 14. Januar 2015 - 1 StR 302/13, BGHSt 60, 134 Rn. 35;… vom 5. November 2015 - 4 StR 124/14 Rn. 14;… vom 10 17. November 2011 - 3 StR 315/10, BGHSt 57, 60 Rn. 10;… vom 3. Dezember 2008 - 2 StR 86/08, BGHSt 53, 89 Rn. 13;… vom 24. April 2007 - 1 StR 52/07, BGHSt 51, 318 Rn. 12 f.;… vom 28. Oktober 2004 - 4 StR 59/04 Rn. 18 f.; vom 1. September 1987 - 1 StR 191/87, BGHSt 35, 43, 44 f.; vom 22. Dezember 1987 - 1 StR 612/87, BGHSt 35, 179 f.; vom 1. Februar 1985 - 2 StR 685/84, BGHSt 33, 133, 136 f.; vom 11. April 1985 - 1 StR 507/84, BGHSt 33, 169, 170 f.; vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84, BGHSt 33, 8, 9 f.;… Beschlüsse vom 11. Dezember 2023 - 1 StR 276/23 Rn. 8;… vom 8. März 2022 - 3 StR 136/21 Rn. 12;… vom 27. Januar 2022 - 3 StR 155/21 Rn. 9; vom 20. Dezember 1995 - 3 StR 245/95, BGHSt 42, 1, 10 f. und vom 7. November 1983 - 1 StR 721/83, BGHSt 32, 162, 163 f.).

    Im Ergebnis drückt die nicht geringe Menge damit ein Vielfaches des zum Erreichen eines Rauschzustands erforderlichen jeweiligen Wirkstoffs (Konsumeinheit) aus, wobei die Grenzwerte für die verschiedenen Betäubungsmittel gerade wegen ihrer qualitativ unterschiedlichen Wirkung aufeinander abgestimmt sein müssen (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Dezember 1995 - 3 StR 245/95, BGHSt 42, 1, 10).

  • OLG Hamburg, 09.04.2024 - 5 Ws 19/24

    Strafbarkeit wegen gewerbsmäßigen Handelstreibens mit Cannabis; Maßstab der nicht …

    Auszug aus BGH, 18.04.2024 - 1 StR 106/24
    Vorgaben hinsichtlich eines zu wahrenden "Abstands" zu den erlaubten Besitzmengen ergeben sich aus den Regelungen des Konsumcannabisgesetzes nicht (so auch Hanseatisches OLG Hamburg, Beschluss vom 9. April 2024 - 5 Ws 19/24).

    Wenngleich die Absenkung der in § 34 KCanG vorgesehenen Strafrahmen gegenüber den vormals geltenden Straftatbeständen des Betäubungsmittelgesetzes zeigt, dass der Gesetzgeber die unter Strafe gestellten Handlungen nunmehr für weniger strafwürdig hält als zuvor, ergeben sich daraus keine Folgerungen für die Frage, ab welcher Mengengrenze der Handel mit Cannabis der gegenüber dem Grundtatbestand verschärften Strafandrohung des § 34 Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 KCanG unterliegen soll (so auch Hanseatisches OLG Hamburg, Beschluss vom 9. April 2024 - 5 Ws 19/24).

  • OLG Hamburg, 13.05.2024 - 1 Ws 32/24

    Rechtmäßigkeit der Verwertung von EncroChat-Daten vor dem 1. April 2024 in …

    Dementsprechend ist - wie auch § 354a StPO klarstellt - noch in der Revisionsinstanz im Fall der Erhebung einer zulässigen Sachrüge ein zwischenzeitlich in Kraft getretenes milderes Gesetz zu berücksichtigen (vgl. BGH, Beschluss vom 18. April 2024 - 1 StR 106/24, BeckRS 2024, 7982, Rn. 4; Urteil vom 26. Februar 1975 - 2 StR 681/74, NJW 1975, 1038;… Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 66. Aufl. 2023, § 354a Rn. 2;… KK-StPO/Gericke, 9. Aufl. 2023, StPO § 354a Rn. 9;… weitergehend MüKoStGB/Schmitz, 4. Aufl. 2020, StGB § 2 Rn. 86, MüKoStPO/Knauer/Kudlich, 1. Aufl. 2019, StPO § 354a Rn. 7 f.,HK-GS/Peter Rackow, 5. Aufl. 2022, StPO § 354a Rn. 1-5, wonach auch ohne zulässige Sachrüge nach Einlegung der Revision vom Revisionsgericht das mildere Gesetz von Amts wegen anzuwenden sein soll).

    Vielmehr handelt es sich insoweit offensichtlich um eine Übernahme des Regelungsregimes des BtMG (…vgl. auch BT-Drs. 20/8704, S. 130, wonach sich die Bezeichnung der strafbar bleibenden Handlungsformen im KCanG an der Terminologie des BtMG orientieren soll), so dass die Grundsätze, die von der Rechtsprechung zur Auslegung des Begriffs des Handeltreibens im Sinne des § 29 Abs. 1 S: 1 Nr. 1 Var. 3 BtMG entwickelt wurden, auf § 2 Abs. 1 Nr. 4 KCanG übertragen werden können (…vgl. BT-Drs. 20/8704, S. 94; BGH, Beschluss vom 18. April 2024 - 1 StR 106/24, BeckRS 2024, 7982, Rn. 5; HansOLG Hamburg, Beschluss vom 9. April 2024 - 5 Ws 19/24 , S. 6).

    Rn. 31 Die "nicht geringe Menge" im Sinne des § 34 Abs. 4 Nr. 3 KCanG - deren Bestimmung der Gesetzgeber ausdrücklich der Rechtsprechung überlassen hat (…vgl. BT-Drs. 20/8704, S. 132) und die nach höchstrichterlicher Rechtsprechung wie zuvor unter dem Regelungsregime des BtMG bei einer Cannabismenge gegeben ist, deren Wirkstoffgehalt bei mindestens 7, 5 Gramm THC liegt (vgl. BGH, Beschluss vom 18. April 2024 - 1 StR 106/24, BeckRS 2024, 7982, Rn. 7 ff.; siehe auch bereits HansOLG Hamburg, Beschluss vom 9. April 2024 - 6 Ws 19/24, S. 7 ff.) - ist angesichts der hochwahrscheinlichen Handelsmengen von 51 Kilogramm mit einem Wirkstoffgehalt von mindestens 5, 7 Kilogramm Tetrahydrocannabinol (THC) (Fall 4) bzw. 226, 84 Kilogramm mit einem Wirkstoffgehalt von mindestens 23, 7 Kilogramm THC (Fall 5) bzw. 209, 169 Kilogramm mit einem Wirkstoffgehalt von mindestens 21, 9 Kilogramm THC (Fall 8) in den genannten Fällen jeweils deutlich überschritten.

    Aufgrund der dargestellten engen Verwandtschaft zwischen dem BtMG und dem KCanG ist vielmehr davon auszugehen, dass der Bundesgerichtshof den Schuldspruch in entsprechender Anwendung des § 354 Abs. 1 StPO zur Anpassung an die am 1. April 2024 in Kraft getretenen rechtlichen Bestimmungen des KCanG abändert und damit rechtskräftig stellt (vgl. auch BGH, Beschluss vom 18. April 2024 - 1 StR 106/24, Rn. 3 ff.).

  • BGH, 06.05.2024 - 4 StR 5/24

    Handeltreiben mit Cannabis (Handeltreiben: Handeltreiben mit Betäubungsmitteln; …

    Der Senat hat seiner Entscheidung gemäß § 2 Abs. 3 StGB, § 354a StPO die durch das Cannabisgesetz eingeführten und für den Angeklagten günstigeren Straftatbestände des § 34 KCanG zugrunde zu legen (vgl. BGH…, Beschluss vom 23. April 2024 - 5 StR 153/24 Rn. 4; Beschluss vom 18. April 2024 - 1 StR 106/24 Rn. 4).

    Der Senat sieht weder Anlass noch Möglichkeit, den bislang unter der Geltung des BtMG für Cannabisprodukte anerkannten Grenzwert abweichend festzusetzen (so bereits BGH…, Beschluss vom 23. April 2024 - 5 StR 153/24 Rn. 11 ff.; Beschluss vom 18. April 2024 - 1 StR 106/24; HansOLG Hamburg, Beschluss vom 9. April 2024 - 5 Ws 19/24).

    Dies hat der Bundesgerichtshof unter ausführlicher Auseinandersetzung mit neueren Erkenntnissen zur Gefährlichkeit von Cannabis insoweit bestätigt gesehen und am Grenzwert festgehalten (vgl. BGH…, Beschluss vom 23. April 2024 - 5 StR 153/24 Rn. 11 ff., 14; Beschluss vom 18. April 2024 - 1 StR 106/24 Rn. 9 ff.; Beschluss vom 20. Dezember 1995 - 3 StR 245/95, BGHSt 42, 1 unter Hinweis auf BVerfG, Beschluss vom 9. März 1994 - 2 BvL 43/92, BVerfGE 90, 145).

    Normative Anknüfungspunkte für die Bewertung von für den illegalen Markt vorgesehenen Handelsmengen - wie hier - enthalten sie nicht (vgl. dazu auch BGH…, Beschluss vom 23. April 2024 - 5 StR 153/24 Rn. 19; Beschluss vom 18. April 2024 - 1 StR 106/24 Rn. 21 ff.; HansOLG Hamburg…, Beschluss vom 9. April 2024 - 5 Ws 19/24, juris Rn. 28 ff.).

  • BGH, 23.04.2024 - 5 StR 153/24

    Beihilfe zum Handeltreiben mit Cannabis nach Inkrafttreten des Gesetzes zum …

    Der Senat sieht keinen Anlass, den bislang unter der Geltung des BtMG für Cannabisprodukte anerkannten Grenzwert abweichend zu bestimmen (so bereits BGH, Beschluss vom 18. April 2024 - 1 StR 106/24; HansOLG Hamburg, Beschluss vom 9. April 2024 - 5 Ws 19/24).
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