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Rechtsprechung
   LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 60/23   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2023,37945
LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 60/23 (https://dejure.org/2023,37945)
LG Düsseldorf, Entscheidung vom 16.11.2023 - 3 O 60/23 (https://dejure.org/2023,37945)
LG Düsseldorf, Entscheidung vom 16. November 2023 - 3 O 60/23 (https://dejure.org/2023,37945)
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Volltextveröffentlichung

Kurzfassungen/Presse

  • juraforum.de (Kurzinformation)

    Keine Haftung für Biontech und Moderna bei Impfschäden

Corona: Rechtsprechungsübersichten

 
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Wird zitiert von ... (10)Zitiert selbst (20)

  • LG Mainz, 14.11.2023 - 9 O 37/23

    Corona-Schutzimpfung; kein Entschädigungsanspruch gegen Arzneimittelhersteller

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 60/23
    Die Nutzen-Risiko-Abwägung findet jeweils für die gesamte durch die Indikationsangabe vom pharmazeutischen Unternehmer anvisierte Patientenpopulation statt (…LG Mainz, aaO, Rn. 32; LG Mainz, Urt. v. 14.11.2023, Az.: 9 O 37/23, Anlage B12, Bl. 168 ff. Anlagenband BV;… LG Kleve Urt. v. 25.1.2023 - 2 O 83/22, BeckRS 2023, 828, Rn. 28 ff.;… Brock, aaO. Rn. 82).

    In diesem Zusammenhang hat der Ausschuss für Humanarzneimittel bei der EMA zuletzt mit frei zugänglicher und hier als Anlage B4 vorgelegter Entscheidung vom 15.09.2022 das positive Risiko-Nutzen-Verhältnis des Impfstoffes bestätigt und die Umwandlung in eine Standardzulassung empfohlen (vgl. ebenso LG Mainz, Urt. v. 14.11.2023, Az.: 9 O 37/23;… LG Kleve, aaO., Rn. 32).

    Es obliegt dem Kläger konkret darzulegen, aus welchen Gründen die Europäische Kommission bzw. EMA auf der Grundlage der verfügbaren medizinischen Forschungslage und Studienergebnissen getroffene Bewertung nicht den Kenntnissen der medizinischen Wissenschaft entsprechen soll (vgl. ebenso LG Mainz, Urt. v. 14.11.2023 - 9 O 37/23).

    Vielmehr dürfte es in der medizinischen Fachwelt weitestgehend einen Konsens dahingehend geben, dass der Impfstoff in erheblichem Umfang vor einem potenziell schweren Verlauf der Corona-Infektion schützt (vgl. LG Mainz, Urt. v. 14.11.2023 - 9 O 37/23).

    Rein subjektive und medizinisch nicht überprüfte Berichte eines oder mehrere Geimpfter führen daher nicht zu einer rechtlichen Verpflichtung, die geschilderten Symptome in die Fach- und Gebrauchsinformationen oder das Aufklärungsmerkblatt aufzunehmen (vgl. LG Mainz, Urt. v. 14.11.2023 - 9 O 37/23).

    Gleichzeitig bestand ein hohes gesellschaftliches und politisches Interesse an der Bereitstellung des Impfstoffes zur Eindämmung der Pandemie und zum Schutz der Bevölkerung (so auch LG Mainz, Urt. vom 14.11.2023 - 9 O 37/23).

    Unterstellt es wären unzutreffende Informationen über die Risiken der Impfung seitens staatlicher Stellen verbreitet worden, so kämen hier allenfalls Amtshaftungsansprüche in Betracht (so auch LG Mainz, Urt. v. 14.11.2023 - 9 O 37/23).

  • LG Hof, 03.01.2023 - 15 O 22/21

    Keine Arzneimittelhaftung von AstraZeneca für COVID-19-Impfung mit dem Impfstoff …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 60/23
    Das Nutzen-Risikoverhältnis umfasst eine Bewertung der positiven therapeutischen Wirkung im Vergleich zum Risiko des Arzneimittels (…LG Mainz Urt. v. 21.8.2023 - 1 O 192/22, BeckRS 2023, 21094 Rn. 31; LG Hof, Urt. v. 3.1.2023, Az.: 15 O 22/21, r+s 2023, 275, Rn. 18 ff.;… Brock, aaO, Rn. 78).

    Es bedarf zur Aufnahme mithin einen zumindest ernst zu nehmenden Verdacht, dass zwischen der Arzneimittelanwendung und einer unerwünschten schädlichen Wirkung ein Zusammenhang besteht (vgl. BGH, NJW 1989, 1542, 1544 (Asthma-Spray); vgl. OLG Schleswig, JW-RR 2014, 805 [807]; vgl. LG Hof, Urteil vom 3.1.2023 - 15 O 22/21; vgl. LG Aachen, JZ 1971, 507, 516 (Contergan);… Brock aaO., Rn. 102).

    Auf der Grundlage des Klägervorbringens ist nach den vorstehenden Maßstäben schon nicht ersichtlich, dass die entsprechende Kennzeichnung, Fach- oder Gebrauchsinformation entgegen der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft unzureichend war, wobei es dahinstehen kann, ob insoweit auf den Zeitpunkt des Inverkehrbringens der Charge oder aber den Zeitpunkt der Impfungen abzustellen ist (vgl. zum Streitstand OLG Bamberg, Beschluss vom 14.08.2023 - 4 U 15/23 e; LG Hof, Urt. v. 3.1.2023 - 15 O 22/21 m.w.N.;… Franzki, aaO., Rn. 103).

    Unzulässig wird ein solches prozessuales Vorgehen indes dann, wenn die Partei ohne greifbare Anhaltspunkte für das Vorliegen eines bestimmten Sachverhalts willkürlich Behauptungen "aufs Geratewohl" oder "ins Blaue hinein" aufstellt (vgl. BGH, Schluss vom 16.04.2015 - IX ZR 195/14; vgl. LG Hof, Urteil vom 03.01.2023 - 15 O 22/21).

  • BGH, 17.03.1981 - VI ZR 286/78

    Sicherungspflichten des Herstellers eines Pflanzenschutzmittels

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 60/23
    Er muss seine Produkte auf noch nicht bekannte schädliche Eigenschaften hin beobachten und über deren sonstige, eine Gefahrenlage schaffende Verwendungsfolgen informieren (BGH, Urteil vom 17.03.1981 - VI ZR 286/78).

    Allein aufgrund eines eingetretenen Schadens kann nicht darauf rückgeschlossen werden, dass auch eine Warnpflicht besteht (vgl. BGH, Urteil vom 17.03.1981 - VI ZR 286/78).

  • BVerwG, 07.07.2022 - 1 WB 2.22

    Aufnahme der Covid-19-Impfung in die Liste der für alle aktiven Soldatinnen und …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 60/23
    Soweit der Kläger meint, der Impfstoff hätte als Gentherapeutikum beurteilt und geprüft werden müssen, steht dem eine klare und eindeutige Regelung in der Richtlinie 2009/120/EG der Kommission vom 14. September 2009 zur Änderung der Richtlinie 2001/83/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Humanarzneimittel im Hinblick auf Arzneimittel für neuartige Therapien (…ABl. L 242 vom 15. September 2009, S. 4) entgegen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 7. Juli 2022 - 1 WB 2/22 -, juris Rn. 219).

    Die Kammer hat zudem in den Blick genommen, dass die Frage, ob der Impfstoff Comirnaty® ein Arzneimittel oder ein Gentherapeutikum darstellt, Gegenstand der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 07.07.2022 gewesen ist (BVerwG, Beschluss vom 7. Juli 2022 - 1 WB 2/22 -, juris).

  • BGH, 16.12.2008 - VI ZR 170/07

    Grenzen außervertraglicher Herstellerpflichten bei Produkten mit …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 60/23
    Ein Hersteller, der mit dem Inverkehrbringen eines fehlerhaften Produkts eine Gefahrenquelle schafft, muss im Rahmen des technisch Möglichen und wirtschaftlich Zumutbaren dafür sorgen, dass seine Kunden, Benutzer des Produkts und sonstige Dritte nicht in ihren von § 823 Abs. 1 BGB geschützten Rechtsgütern beeinträchtigt werden (BGH, NJW 2009, 1080; BGH, NJW 2007, 762).
  • BGH, 31.10.2006 - VI ZR 223/05

    Einzelhändler haftet nicht für explodierte Limonadenflasche

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 60/23
    Ein Hersteller, der mit dem Inverkehrbringen eines fehlerhaften Produkts eine Gefahrenquelle schafft, muss im Rahmen des technisch Möglichen und wirtschaftlich Zumutbaren dafür sorgen, dass seine Kunden, Benutzer des Produkts und sonstige Dritte nicht in ihren von § 823 Abs. 1 BGB geschützten Rechtsgütern beeinträchtigt werden (BGH, NJW 2009, 1080; BGH, NJW 2007, 762).
  • LG Aachen, 18.12.1970 - 4 KMs 1/68

    Gerichtsverfahren im Contergan-Fall

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 60/23
    Es bedarf zur Aufnahme mithin einen zumindest ernst zu nehmenden Verdacht, dass zwischen der Arzneimittelanwendung und einer unerwünschten schädlichen Wirkung ein Zusammenhang besteht (vgl. BGH, NJW 1989, 1542, 1544 (Asthma-Spray); vgl. OLG Schleswig, JW-RR 2014, 805 [807]; vgl. LG Hof, Urteil vom 3.1.2023 - 15 O 22/21; vgl. LG Aachen, JZ 1971, 507, 516 (Contergan);… Brock aaO., Rn. 102).
  • OLG Bamberg, 14.08.2023 - 4 U 15/23

    Arzneimittelhaftungsprozess AstraZeneca

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 60/23
    Auf der Grundlage des Klägervorbringens ist nach den vorstehenden Maßstäben schon nicht ersichtlich, dass die entsprechende Kennzeichnung, Fach- oder Gebrauchsinformation entgegen der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft unzureichend war, wobei es dahinstehen kann, ob insoweit auf den Zeitpunkt des Inverkehrbringens der Charge oder aber den Zeitpunkt der Impfungen abzustellen ist (vgl. zum Streitstand OLG Bamberg, Beschluss vom 14.08.2023 - 4 U 15/23 e;… LG Hof, Urt. v. 3.1.2023 - 15 O 22/21 m.w.N.;… Franzki, aaO., Rn. 103).
  • BGH, 16.04.2015 - IX ZR 195/14

    Beweisvorbringen im Zivilprozess: Nichtberücksichtigung wegen "ins Blaue hinein" …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 60/23
    Unzulässig wird ein solches prozessuales Vorgehen indes dann, wenn die Partei ohne greifbare Anhaltspunkte für das Vorliegen eines bestimmten Sachverhalts willkürlich Behauptungen "aufs Geratewohl" oder "ins Blaue hinein" aufstellt (vgl. BGH, Schluss vom 16.04.2015 - IX ZR 195/14; vgl. LG Hof, Urteil vom 03.01.2023 - 15 O 22/21).
  • BGH, 23.01.2006 - II ZR 306/04

    Grenze für Nachschusspflicht muss auch bei Publikumsgesellschaften im voraus …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 16.11.2023 - 3 O 60/23
    Die Bezugnahme auf Anlagen kann insoweit den schriftsätzlichen Vortrag lediglich ergänzen, diesen aber nicht ersetzen (vgl. BGH, Beschluss vom 27.09.2001 - V ZB 29/01 = BeckRS 2001, 30208659; BGH, NJW-RR 2006, 827).
  • BGH, 02.12.2015 - I ZR 239/14

    Markenrechtsschutz: Parallelimport eines Arzneimittels mit durch Verwaltungsakt …

  • BGH, 24.01.1989 - VI ZR 112/88

    Warnhinweise in Gebrauchsinformation eines Arzneimittels

  • OLG Karlsruhe, 08.10.2008 - 7 U 200/07

    Arzneimittelhaftung: bestimmungsgemäßer Gebrauch trotz Überdosierung; Haftung …

  • BGH, 27.09.2001 - V ZB 29/01

    Anforderungen an die Berufungsbegründung

  • OLG Schleswig, 20.12.2013 - 4 U 121/11

    Haftung für Arzneimittel: Nutzen-Risiko-Abwägung im Rahmen der Haftungsprüfung

  • OLG Frankfurt, 03.03.2023 - 19 U 222/22

    Dieselskandal: Kein Anspruch auf Rückabwicklung eines Kaufvertrages über einen im …

  • OLG Hamm, 09.12.2020 - 3 U 82/19

    Schadensersatz wegen der behaupteten Einnahme eines Haarwuchsmittels und der …

  • LG Mainz, 21.08.2023 - 1 O 192/22

    Klageabweisung im Verfahren gegen die AstraZeneca AB wegen möglicher Impfschäden …

  • EuGH, 20.11.2014 - C-310/13

    Novo Nordisk Pharma - Vorlage zur Vorabentscheidung - Richtlinie 85/374/EWG - …

  • LG Kleve, 25.01.2023 - 2 O 83/22
  • LG Wuppertal, 28.03.2024 - 16 O 104/23
    So ist kontrollierten klinischen Prüfungen ein höherer Wert beizumessen als Einzelfallberichten und Verdachtsmeldungen (vgl. LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23 m.w.N.).

    Rn. 82 Die Kammer ist - den zutreffenden Ausführungen des Landgerichts Düsseldorf in seinen Urteilen vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23 folgend - auch nicht gehindert, sich bei der Feststellung eines positiven Nutzen-Risiko-Verhältnisses des streitgegenständlichen Impfstoffs der Beklagten auf die insoweit durchgeführten Prüfungsverfahren vor der EMA und die diesbezüglichen Zulassungsentscheidungen der Europäischen Kommission zu stützen, da diese Tatbestandswirkung entfalten und demnach von einer rechtswirksamen Zulassung ausgegangen werden kann (vgl. auch LG Arnsberg, Urteil vom 21.12.2023, Az. 1 O 39/23; zuletzt auch LG Frankfurt, Urteil vom 14.02.2024, Az. 12 O 264/22).

    Rn. 84 Dass der streitgegenständliche Impfstoff ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweist, wurde im Übrigen auch von der überwiegenden Anzahl der Gerichte bestätigt, die bislang mit Verfahren gegen die Beklagte wegen etwaiger Impfschäden im Zusammenhang mit dem streitgegenständlichen Impfstoff befasst waren (vgl. z.B. LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023, Az. 9 O 37/23; LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23; LG Hannover, Urteil vom 04.12.2023, Az. 2 O 76/23; LG Rottweil, Urteil vom 06.12.2023, Az. 2 O 325/22; LG Arnsberg, Urteil vom 21.12.2023, Az. 1 O 39/23; LG Darmstadt, Urteil vom 23.12.2023, Az. 7 O 94/22; zuletzt auch LG Bamberg, Urteil vom 26.01.2024, Az. 45 O 183/23; LG Mainz, Urteil vom 30.01.2024, Az. 5 O 323/22; LG Detmold, Urteil vom 13.02.2024, Az. 2 O 85/23 und LG Frankfurt, Urteil vom 14.02.2024, Az. 12 O 264/22).

    Dabei trägt die Klägerin auch insbesondere nicht vor, dass die Beklagte zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens bzw. der streitgegenständlichen Impfungen einen ernstzunehmenden Verdacht eines gehäuften Auftretens der klägerseits aufgeführten Folgen nach einer Impfung mit dem hier in Rede stehenden Impfstoff gehabt hat, auf den hinzuweisen gewesen wäre (vgl. LG Rottweil, Urteil vom 06.12.2023, Az. 2 O 325/22; LG Arnsberg, Urteil vom 21.12.2023, Az. 1 O 39/23; LG Hannover, Urteil vom 04.12.2023, Az. 2 O 76/23; LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23).

    Rn. 99 Da die Beklagte vorliegend bereits nicht gemäß § 84 Abs. 1 AMG haftet, kommt es auf den Haftungsausschluss des § 3 Abs. 4 MedBVSV und auf die etwaige Verfassungswidrigkeit dieser Vorschrift nicht an (vgl. LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23).

    Rn. 101 Ein Anspruch der Klägerin ergibt sich auch nicht aus § 823 Abs. 1 BGB, § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. §§ 223, 224, 230 StGB, §§ 5, 95 AMG, § 826 BGB, § 1 ProdHaftG oder § 32 GenTG (vgl. hierzu LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23).

  • LG Nürnberg-Fürth, 25.06.2024 - 7 O 5263/23

    Keine Schadensersatzansprüche bei Covid-19 Impfstoff Comirnaty

    So ist kontrollierten klinischen Prüfungen ein höherer Wert beizumessen als Einzelfallberichten und Verdachtsmeldungen (vgl. LG Düsseldorf, Urteile vom 16.1 1 .2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23 m.w.N.).

    Die Kammer ist den zutreffenden Ausführungen des Landgerichts Düsseldorf in seinen Urteilen vom 16.1 1 .2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23 folgend - auch nicht gehindert, sich bei der Feststellung eines positiven Nutzen-Risiko-Verhältnisses des streitgegenständlichen Impfstoffs der Beklagten auf die insoweit durchgeführten Prüfungsverfahren vor der EMA und die diesbezüglichen Zulassungsentscheidungen der Europäischen Kommission zu stützen, da diese Tatbestandswirkung entfalten und demnach von einer rechtswirksamen Zulassung ausgegangen werden kann (vgl. auch LG Arnsberg, Urteil vom 21 .12.2023, Az. 1 O 39/23; zuletzt auch LG Frankfurt, Urteil vom 14.02.2024, Az. 12 O 264/22).

    Dass der streitgegenständliche Impfstoff ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweist, wurde im Übrigen auch von der überwiegenden Anzahl der Gerichte bestätigt, die bislang mit Verfahren gegen die Beklagte wegen etwaiger Impfschäden im Zusammenhang mit dem streitgegenständlichen Impfstoff befasst waren (vgl. z.B. LG Mainz, Urteil vom 14.1 1 .2023, Az. 9 O 37/23; LG Düsseldorf, Urteile vom 16.1 1 .2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23; LG Hannover, Urteil vom 04.12.2023, Az. 2 O 76/23; LG Rottweil, Urteil vom 06.12.2023, Az. 2 O 325/22; LG Arnsberg, Urteil vom 21 .12.2023, Az. 1 O 39/23; LG Darmstadt, Urteil vom 23.12.2023, Az. 7 O 94/22; zuletzt auch LG Bamberg, Urteil vom 26.01 .2024, Az. 45 O 183/23; LG Mainz, Urteil vom 30.01 .2024, Az. 5 O 323/22; LG Detmold, Urteil vom 13.02.2024, Az. 2 O 85/23 und LG Frankfurt, Urteil vom 14.02.2024, Az. 12 O 264/22).

    Dabei trägt die Klägerin auch insbesondere nicht vor, dass die Beklagte zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens bzw. der streitgegenständlichen Impfungen einen ernstzunehmenden Verdacht eines gehäuften Auftretens der klägerseits aufgeführten Folgen nach einer Impfung mit dem hier in Rede stehenden Impfstoff gehabt hat, auf den hinzuweisen gewesen wäre (vgl. LG Rottweil, Urteil vom 06.12.2023, Az. 2 O 325/22; LG Arnsberg, Urteil vom 21 .12.2023, Az. 1 O 39/23; LG Hannover, Urteil vom 04.12.2023, Az. 2 O 76/23; LG Düsseldorf, Urteile vom 16.1 1 .2023, Az. 3 O 141/22, 3 0 1 51/22 und 3 O 60/23).

  • LG Nürnberg-Fürth, 25.06.2024 - 7 O 1536/23

    Nutzen-Risiko-Verhältnis, Inverkehrbringen, Gesundheitsbeeinträchtigung, …

    So ist kontrollierten klinischen Prüfungen ein höherer Wert beizumessen als Einzelfallberichten und Verdachtsmeldungen (vgl. LG Düsseldorf, Urteile vom 16.1 1 2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23 m.w.N.).

    Die Kammer ist - den zutreffenden Ausführungen des Landgerichts Düsseldorf in seinen Urteilen vom 16.1 1 2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23 folgend - auch nicht gehindert, sich bei der Feststellung eines positiven Nutzen-Risiko-Verhältnisses des streitgegenständlichen Impfstoffs der Beklagten auf die insoweit durchgeführten Prüfungsverfahren vor der EMA und die diesbezüglichen Zulassungsentscheidungen der Europäischen Kommission zu stützen, da diese Tatbestandswirkung entfalten und demnach von einer rechtswirksamen Zulassung ausgegangen werden kann (vgl. auch LG Arnsberg, Urteil vom 21 .12.2023, Az. 1 O 39/23; zuletzt auch LG Frankfurt, Urteil vom 14.02.2024, Az. 12 O 264/22).

    Dass der streitgegenständliche Impfstoff ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis aufweist, wurde im Übrigen auch von der überwiegenden Anzahl der Gerichte bestätigt, die bislang mit Verfahren gegen die Beklagte wegen etwaiger Impfschäden im Zusammenhang mit dem streitgegenständlichen Impfstoff befasst waren (vgl. z.B. LG Mainz, Urteil vom 14.1 1 .2023, Az. 9 O 37/23; LG Düsseldorf, Urteile vom 16.1 1 .2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23; LG Hannover, Urteil vom 04.12.2023, Az. 2 O 76/23; LG Rottweil, Urteil vom 06.12.2023, Az. 2 O 325/22; LG Arnsberg, Urteil vom 21 .12.2023, Az. 1 O 39/23; LG Darmstadt, Urteil vom 23.12.2023, Az. 7 O 94/22; zuletzt auch LG Bamberg, Urteil vom 26.01 2024, Az. 45 O 183/23; LG Mainz, Urteil vom 30.01 .2024, Az. 5 O 323/22; LG Detmold, Urteil vom 13.02.2024, Az. 2 O 85/23 und LG Frankfurt, Urteil vom 14.02.2024, Az. 12 O 264/22).".

    Dabei trägt die Klägerin auch insbesondere nicht vor, dass die Beklagte zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens bzw. der streitgegenständlichen Impfungen einen ernstzunehmenden Verdacht eines gehäuften Auftretens der klägerseits aufgeführten Folgen nach einer Impfung mit dem hier in Rede stehenden Impfstoff gehabt hat, auf den hinzuweisen gewesen wäre (vgl. LG Rottweil, Urteil vom 06.12.2023, Az. 2 O 325/22; LG Arnsberg, Urteil vom 21 .12.2023, Az. 1 O 39/23; LG Hannover, Urteil vom 04.12.2023, Az. 2 O 76/23; LG Düsseldorf, Urteile vom 16.1 1 2023, Az. 3 O 141/22, 3 0 1 51/22 und 3 O 60/23).

  • LG Kempten, 04.06.2024 - 23 O 721/23

    Nutzen-Risiko-Verhältnis, Auskunftsanspruch, Pharmazeutische Unternehmer, …

    Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Erteilung einer Genehmigung nach außen hin und damit mit Feststellungswirkung das positive Nutzen-Risiko-Verhältnis verlautbart (…LG Frankfurt a. M., Urteil vom 14.02.2024 - 2-12 O 264/22 Rz. 70 ff.; LG Düsseldorf, Urteil vom 16.11.2023 - 3 O 60/23 Rz. 39 f.).
  • LG Oldenburg, 27.05.2024 - 16 O 1415/23

    Schmerzensgeld und Auskunft im Zusammenhang mit einer Impfung und vermeintlichen …

    Soweit ersichtlich wird in der erstinstanzlichen Rechtsprechung in vergleichbaren Fällen ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis einhellig angenommen (vgl. z.B. LG Mainz, Urteil vom 14.11.2023, Az. 9 O 37/23; LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, 3 O 151/22 und 3 O 60/23; LG Hannover, Urteil vom 04.12.2023, Az. 2 O 76/23; LG Rottweil, Urteil vom 06.12.2023, Az. 2 O 325/22; LG Arnsberg, Urteil vom 21.12.2023, Az. 1 O 39/23; LG Darmstadt, Urteil vom 23.12.2023, Az. 7 O 94/22; LG Wuppertal, Urteil vom 23. Januar 2024, Az. 16 O 104/23; LG Bamberg, Urteil vom 26.01.2024, Az. 45 O 183/23; LG Mainz, Urteil vom 30.01.2024, Az. 5 O 323/22; LG Detmold, Urteil vom 13.02.2024, Az. 2 O 85/23 und LG Frankfurt, Urteil vom 14.02.2024, Az. 12 O 264/22).
  • LG Amberg, 26.02.2025 - 22 O 321/23

    Auskunftserteilung, Erfüllung des Auskunftsanspruchs, Vorabentscheidungsersuchen, …

    So ist kontrollierten klinischen Prüfungen ein höherer Wert beizumessen als Einzelfallberichten und Verdachtsmeldungen (so auch LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az. 3 O 141/22, BeckRS 2023, 38491; Az. 3 O 60/23, BeckRS 2023, 38498; Az. 3 O 151/22, BeckRS 2023, 38539 m.w.N.).
  • LG Memmingen, 19.08.2024 - 35 O 348/23

    Streitwertfestsetzung, Erfüllung des Auskunftsanspruchs, Nicht …

    Gleiches dürfte gelten, wenn im Einzelnen begründet wird, dass ein Ermessensfehler bei der Nutzen-Risiko-Abwägung vorliegt, d.h. das Ermessen nicht ausgeübt oder überschritten wurde oder das Ermessen wider die gesetzlichen Bestimmungen erfolgte oder ein Verstoß gegen Denkgesetze und anerkannte Erfahrungssätze vorliegt (so überzeugend OLG Koblenz, Urteil vom 10.07.2024, Az.: 5 U 1375/23, sowie LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az.: 3 O 141/22, 3 O 60/23, 3 O 151/22).
  • LG Memmingen, 16.08.2024 - 33 O 638/23

    Streitwertfestsetzung, Erfüllung des Auskunftsanspruchs, Nicht …

    Gleiches dürfte gelten, wenn im Einzelnen begründet wird, dass ein Ermessensfehler bei der Nutzen-Risiko-Abwägung vorliegt, d.h. das Ermessen nicht ausgeübt oder überschritten wurde oder das Ermessen wider die gesetzlichen Bestimmungen erfolgte oder ein Verstoß gegen Denkgesetze und anerkannte Erfahrungssätze vorliegt (so überzeugend OLG Koblenz, Urteil vom 10.07.2024, Az.: 5 U 1375/23, sowie LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az.: 3 O 141/22, 3 O 60/23, 3 O 151/22).
  • LG Hannover, 04.11.2024 - 2 O 98/23

    Streit um Ansprüche wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit …

    Gleiches dürfte gelten, wenn im Einzelnen begründet wird, dass ein Ermessensfehler bei der Nutzen-Risiko-Abwägung vorliegt, d.h. das Ermessen nicht ausgeübt oder überschritten wurde oder das Ermessen wider die gesetzlichen Bestimmungen erfolgte oder ein Verstoß gegen Denkgesetze und anerkannte Erfahrungssätze vorliegt (so überzeugend OLG Koblenz, Urteil vom 10.07.2024, Az.: 5 U 1375/23, sowie LG Düsseldorf, Urteile vom 16.11.2023, Az.: 3 O 141/22, 3 O 60/23, 3 O 151/22).
  • LG Landshut, 24.06.2025 - 72 O 2788/23

    Nutzen-Risiko-Verhältnis, Feststellungsinteresse, Elektronisches Dokument, …

    Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Erteilung einer Genehmigung nach außen hin und damit mit Feststellungswirkung das positive Nutzen-Risiko-Verhältnis verlautbart (…LG Frankfurt a. M., Urteil vom 14.02.2024 - 2-12 O 264/22 Rz. 70 ff.; LG Düsseldorf, Urteil vom 16.11.2023 - 3 O 60/23 Rz. 39 f.).
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Rechtsprechung
   LG Flensburg, 08.03.2024 - 3 O 60/23   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,4866
LG Flensburg, 08.03.2024 - 3 O 60/23 (https://dejure.org/2024,4866)
LG Flensburg, Entscheidung vom 08.03.2024 - 3 O 60/23 (https://dejure.org/2024,4866)
LG Flensburg, Entscheidung vom 08. März 2024 - 3 O 60/23 (https://dejure.org/2024,4866)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • RA Kotz

    Anspruch auf Notwegeerweiterung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Anspruch auf Erweiterung eines Notweges?

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Anspruch auf Erweiterung eines Notweges? (IBR 2024, 1017)

 
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Wird zitiert von ... (0)Zitiert selbst (4)

  • BGH, 24.01.2020 - V ZR 155/18

    Kein gewohnheitsrechtliches Wegerecht aufgrund jahrzehntelanger Duldung durch den …

    Auszug aus LG Flensburg, 08.03.2024 - 3 O 60/23
    Verstößt jedoch die beabsichtigte Nutzung eines Grundstücks gegen öffentliches Baurecht - hier gegen die Anforderungen des § 4 Abs. 1 LBO - ist die Inanspruchnahme eines Notwegs nicht gerechtfertigt, da dieser nicht zum Zweck einer ordnungsmäßigen Nutzung des Grundstücks dient (…OLG Schleswig aaO; BGH, Urteil vom 22-06-1990 - V ZR 59/89, NJW 1991, 176, beck-online; BGH, Urteil vom 24.1.2020 - V ZR 155/18, NJW 2020, 1360 Rn. 27, beck-online).
  • BGH, 18.10.2013 - V ZR 278/12

    Notwegerecht: Anforderungen an eine notwendige Verbindung eines Wohngrundstücks …

    Auszug aus LG Flensburg, 08.03.2024 - 3 O 60/23
    Im Übrigen grundsätzlich erforderlich, aber auch ausreichend, ist die Erreichbarkeit mittels Kfz (BGH, Urteil vom 18.10.2013 - V ZR 278/12, NJW-RR 2014, 398, beck-online), wobei nicht einmal die Erreichbarkeit bis zum Hauseingang erforderlich ist (…BGH aaO.).
  • BGH, 22.06.1990 - V ZR 59/89

    Entstehung eines Notleitungsrechts

    Auszug aus LG Flensburg, 08.03.2024 - 3 O 60/23
    Verstößt jedoch die beabsichtigte Nutzung eines Grundstücks gegen öffentliches Baurecht - hier gegen die Anforderungen des § 4 Abs. 1 LBO - ist die Inanspruchnahme eines Notwegs nicht gerechtfertigt, da dieser nicht zum Zweck einer ordnungsmäßigen Nutzung des Grundstücks dient (…OLG Schleswig aaO; BGH, Urteil vom 22-06-1990 - V ZR 59/89, NJW 1991, 176, beck-online; BGH…, Urteil vom 24.1.2020 - V ZR 155/18, NJW 2020, 1360 Rn. 27, beck-online).
  • OLG Schleswig, 27.04.2011 - 5 U 16/11

    Duldung eines Notwegerechts bei beabsichtigter Bebauung eines "abgeschnittenen" …

    Auszug aus LG Flensburg, 08.03.2024 - 3 O 60/23
    Das Privatinteresse des Eigentümers des verbindungslosen Grundstücks setzt sich nur dann durch, wenn es aufgrund einer vorhandenen Notsituation überwiegt (vgl. OLG Schleswig Hinweisbeschluss v. 27.4.2011 - 5 U 16/11, BeckRS 2011, 18373, beck-online).
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Rechtsprechung
   LG Karlsruhe, 04.05.2023 - 3 O 60/23   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2023,52946
LG Karlsruhe, 04.05.2023 - 3 O 60/23 (https://dejure.org/2023,52946)
LG Karlsruhe, Entscheidung vom 04.05.2023 - 3 O 60/23 (https://dejure.org/2023,52946)
LG Karlsruhe, Entscheidung vom 04. Mai 2023 - 3 O 60/23 (https://dejure.org/2023,52946)
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Verfahrensgang

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