Rechtsprechung
| OLG München, 19.09.2024 - 33 W 1507/24 e |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- BAYERN | RECHT
BGB § 143 Abs. 1, 883 Abs. 1, § 885 Abs. 1, § 2079, § 2082; ZPO § 294, § 920
Pflichtteilsberechtigter, Abkömmlinge des Erblassers, Erblasserwillens, Übergehung eines Pflichtteilsberechtigten, Antragsgegner, Testamentserrichtung, Miteigentumsanteil, Sofortige Beschwerde, Handschriftliches Testament, Einstweilige Verfügung, Anfechtungsgründe, ... - IWW
- erbrechtsiegen.de
Vermächtnis Anspruch Sicherung: Warum die unbekannte Tochter die Wohnung trotzdem bekam?
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 2079 S. 1, 2; BGB § 2174 Abs. 1
Eintragung einer Vormerkung im Grundbuch hinsichtlich eines Miteigentumsanteils an einer Immobilie im Wege der einstweiligen Verfügung; Anfechtung einer letztwilligen Verfügung wegen Übergehens einer Person aus dem engen Kreis der Pflichtteilsberechtigten
Kurzfassungen/Presse
- anwaltonline.com (Kurzinformation)
Testamentsanfechtung bei Übergehen eines Pflichtteilsberechtigten
Besprechungen u.ä.
- heckschen-vandeloo.de (Entscheidungsbesprechung)
Testamentsanfechtung wegen Übergehung eines spätgeborenen Pflichtteilsberechtigten
Verfahrensgang
- LG Kempten, 05.08.2024 - 23 O 1097/24
- OLG München, 19.09.2024 - 33 W 1507/24
Papierfundstellen
- FamRZ 2025, 1752
- Rpfleger 2025, 37
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (9)
- BGH, 10.01.1983 - VIII ZR 231/81
Erfordernis der Zustimmung des Testamentsvollstreckers bei Änderung eines …
Auszug aus OLG München, 19.09.2024 - 33 W 1507/24
Der Ausschluss von der Erbschaft darf kein Resultat bewusster Willensbildung sein (BGH, Urteil vom 10.01.1983, VIII ZR 231/81, NJW 1983, 2247 ff., 2249). - BayObLG, 20.12.2000 - 1Z BR 133/00
Voraussetzungen der Selbstanfechtung eines gemeinschaftlichen Testaments durch …
Auszug aus OLG München, 19.09.2024 - 33 W 1507/24
Danach wird im Gegensatz zur Testamentsanfechtung wegen Irrtums gem. § 2078 BGB von Gesetzes wegen als Regelfall vermutet, dass der Erblasser bei Kenntnis der Sachlage den Pflichtteilsberechtigten nicht übergangen hätte (BayObLG, Beschluss vom 26.03.2004, 1 Z BR 114/03, NJW-RR 2005, 91 ff., 93; BayObLG, Beschluss vom 20.12.2000, 1 Z BR 133/00, ZEV 2001, 314 ff., 315). - BayObLG, 21.12.1993 - 1Z BR 49/93
"Übergehen" des Ehegatten i.S.v. § 2079 BGB
Auszug aus OLG München, 19.09.2024 - 33 W 1507/24
Ein ungewolltes Ausschließen setzt dabei voraus, dass der Pflichtteilsberechtigte weder enterbt noch als Erbe eingesetzt oder mit einem Vermächtnis bedacht wurde (BayObLG, Beschluss vom 09.03.1995, 1 Z BR 19/95, FamRZ 1995, 1174; BayObLG, Beschluss vom 21.12.1993, 1 Z BR 49/93, NJW-RR 1994, 590).
- BGH, 13.05.1981 - IVa ZR 171/80
Voraussetzungen des Erbersatzanspruchs
Auszug aus OLG München, 19.09.2024 - 33 W 1507/24
Bei der Prüfung, ob die Voraussetzungen des § 2079 S. 2 BGB vorliegen, kommt es auf den zu ermittelnden hypothetischen Erblasserwillen im Zeitpunkt der Errichtung der letztwilligen Verfügung an (BGH, Urteil vom 13.05.1981, IVa ZR 171/80, NJW 1981, 1735 ff., 1736). - BayObLG, 26.03.2004 - 1Z BR 114/03
Erbstatut und internationale Zuständigkeit der deutschen Nachlassgerichte - …
Auszug aus OLG München, 19.09.2024 - 33 W 1507/24
Danach wird im Gegensatz zur Testamentsanfechtung wegen Irrtums gem. § 2078 BGB von Gesetzes wegen als Regelfall vermutet, dass der Erblasser bei Kenntnis der Sachlage den Pflichtteilsberechtigten nicht übergangen hätte (BayObLG, Beschluss vom 26.03.2004, 1 Z BR 114/03, NJW-RR 2005, 91 ff., 93; BayObLG, Beschluss vom 20.12.2000, 1 Z BR 133/00, ZEV 2001, 314 ff., 315). - OLG Hamburg, 20.12.1989 - 5 U 164/89
Ausschluss von der Erbfolge ; Anfechtung eines Testementes durch den Adoptivsohn; …
Auszug aus OLG München, 19.09.2024 - 33 W 1507/24
Für die Annahme eines "geflissentlich Bestehenlassens" reicht allerdings die bloße Untätigkeit des Erblassers nicht aus, weil diese sich auch aus anderen Umständen, wie zB Vergessen oder körperliche Hinfälligkeit des Erblassers, ergeben kann (OLG Hamburg, 5 U 130/89, FamRZ 1990, 910 ff., 912). - BayObLG, 09.03.1995 - 1Z BR 19/95
Auslegungsbedürftigkeit eines Testaments; Auslegung eines Testaments; Antrag auf …
Auszug aus OLG München, 19.09.2024 - 33 W 1507/24
Ein ungewolltes Ausschließen setzt dabei voraus, dass der Pflichtteilsberechtigte weder enterbt noch als Erbe eingesetzt oder mit einem Vermächtnis bedacht wurde (BayObLG, Beschluss vom 09.03.1995, 1 Z BR 19/95, FamRZ 1995, 1174; BayObLG, Beschluss vom 21.12.1993, 1 Z BR 49/93, NJW-RR 1994, 590). - RG, 06.10.1904 - IV 97/04
Anfechtung aus § 2079 B.G.B.
Auszug aus OLG München, 19.09.2024 - 33 W 1507/24
Vielmehr muss die Absicht des Erblassers bereits bei Testamentserrichtung irgendwie zum Ausdruck gekommen sein, dem später Pflichtteilsberechtigten nichts zuwenden zu wollen (…BGH aaO; RG, RGZ 59, 60 ff., 62). - OLG Düsseldorf, 06.11.1998 - 7 U 42/98
Auszug aus OLG München, 19.09.2024 - 33 W 1507/24
So kann zur Ermittlung des hypothetischen Erblasserwillens auch der Umstand herangezogen werden, dass der Erblasser das Testament "geflissentlich", also absichtlich hat weiter bestehen lassen, nach Kenntnis von dem Erbrecht des Pflichtteilsberechtigten (OLG Düsseldorf, 7 U 42/98, FamRZ 1999, 1024).
- OLG München, 07.10.2025 - 33 Wx 5/25
Testamentsanfechtung, Pflichtteilsberechtigung, Erwachsenenadoption, Übergehen …
Rn. 12 i) Nach der Rechtsprechung ist ein Pflichtteilsberechtigter übergangen, wenn der Erblasser ihn in der Verfügung entweder nicht als Erbe oder Vermächtnisnehmer eingesetzt oder ihn aber ausdrücklich enterbt hat (RG, Urteil vom 06.10.1904, IV 97/04, juris; BayObLG, Beschluss vom 21.12.1993, 1Z BR 49/93, NJW-RR 1994, 590; OLG Celle, 10 Wx 6/68 NJW 1969, 101, Senat, 33 W 1507/24e, ZEV 2024, 817;… MüKoBGB/Leipold, 9. Aufl. 2022, § 2079 Rn. 5 ff.).
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