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| OVG Niedersachsen, 25.08.2023 - 4 MN 128/22 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
BauGB § 35 Abs. 1 Nr. 1; BNatSchG § ... 20 Abs. 2; BNatSchG § 22 Abs. 1 S. 2; BNatSchG § 22 Abs. 3 S. 1; BNatSchG § 22 Abs. 3 S. 2; BNatSchG § 22 Abs. 3 S. 2; BNatSchG § 22 Abs. 3 S. 3; BNatSchG § 22 Abs. 3 S. 4; BNatSchG § 22 Abs. 3 S. 5; BNatSchG § 23 Abs. 2 S. 1; BNatSchG § 32 Abs. 2; BNatSchG § 33; BNatSchG § 33 Abs. 1 S. 1; BNatSchG § 34; BNatSchG § 34 Abs. 2; BNatSchG § 34 Abs. 3; FFH-Richtlinie Art. 6 Abs. 3; GG Art. 14; NNatSchG § 14 Abs. 8 S 1 Nr. 1; NNatSchG § 32 Abs. 2; SUP-Richtlinie Art. 3 Abs. 2 Buchst b; VwGO § 47 Abs. 2 S. 2; VwGO § 47 Abs. 6
Abgrenzung; Absicht; einstweilige Anordnung; Ermessen; FFH-Gebiet; Folgenabwägung; Freistellung; Naturschutzgebiet; Neuabgrenzung; Neumeldung; Normenkontroll-Eilverfahren; Normenkontrollverfahren; Normsetzungsermessen; Plan; Programm; Projekt; Prüfungsmaßstab; ... - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Abgrenzung; Absicht; einstweilige Anordnung; Ermessen; FFH-Gebiet; Folgenabwägung; Freistellung; Naturschutzgebiet; Neuabgrenzung; Neumeldung; Normenkontroll-Eilverfahren; Normenkontrollverfahren; Normsetzungsermessen; Plan; Programm; Projekt; Prüfungsmaßstab; ...
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Wann besteht die Absicht zur Unterschutzstellung eines Naturschutzgebiets?
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Zweckdienlichkeit der Übertragung einer naturschutzrechtlichen Zuständigkeit auf eine andere Landesbehörde
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (34)
- OVG Niedersachsen, 01.04.2008 - 4 KN 57/07
Normenkontrollantrag gegen die Verordnung über das Naturschutzgebiet "Cuxhavener …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 25.08.2023 - 4 MN 128/22
Allerdings ist dann, wenn sich nach dem Erlass der Rechtsvorschrift die Zuständigkeit zum Erlass der Norm ändert, der Antrag gegen die Körperschaft, Anstalt oder Stiftung zu richten, die zur Änderung oder Aufhebung der Norm befugt ist (vgl. Senatsurt. v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, juris Rn. 20 m.w.N.).Allerdings folgt aus diesem rechtlichen Handlungsspielraum nicht, dass eine unzureichende Ermittlung und Zusammenstellung der bei der Abwägung zu berücksichtigenden Umstände allein die Nichtigkeit einer Schutzgebietsverordnung nach sich zieht (Senatsurt. v. 30.10.2017 - 4 KN 275/17 -, v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 - u. v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, Senatsbeschl. v. 30.8.2016 - 4 LA 352/15 - Nds. OVG, Urt. v. 25.9.2003 - 8 KN 2072/01 -, v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 - u. v. 14.12.2000 - 3 K 4802/99 -), weil die Anforderungen, die an die Rechtmäßigkeit planerischer Entscheidungen gestellt werden (…vgl. dazu BVerwG, Urt. v. 7.7.1978 - 4 C 79.76 u.a. -, BVerwGE 56, 110, 122 f., m.w.N.), für naturschutzrechtliche Schutzgebietsverordnungen nicht gelten.
Denn die dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verpflichtete Würdigung der sich gegenüberstehenden Interessen, die bei Vorliegen der Voraussetzungen für den Erlass einer Landschaftsschutzgebietsverordnung den Handlungsspielraum der Naturschutzbehörde prägt (BVerwG, Beschl. v. 16.6.1988 - 4 B 102.88 -), ist - auch wenn sie als "Abwägung" bezeichnet wird - mit der Abwägung aller in Betracht kommenden Belange bei einer Planungsentscheidung nicht identisch (BVerwG, Beschl. v. 20.12.2017 - 4 BN 8.17 -, Beschl. v. 16.6.1988 - 4 B 102.88 - Senatsurt. v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 - Nds. OVG, Urt. v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 - u. Urt. v. 14.12.2000 - 3 K 4802/99 -).
Daher kommt es bei der gerichtlichen Kontrolle einer Schutzgebietsverordnung lediglich darauf an, ob die aufgrund der Abwägung getroffene Entscheidung über die Unterschutzstellung des Gebiets und die Verbote im Ergebnis zu beanstanden sind (BVerwG, Beschl. v. 20.12.2017 - 4 BN 8.17 - Senatsurt. v. 30.10.2017 - 4 KN 275/17 -, v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 - und v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, Senatsbeschl. v. 30.8.2016 - 4 LA 352/15 - Nds. OVG, Urt. v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 - u. Urt. v. 14.12.2000 - 3 K 4802/99 -).
Wenn die natürlichen oder landschaftsräumlichen Gegebenheiten eines Grundstücks im Interesse der Allgemeinheit erhaltenswert sind und des Schutzes bedürfen, so ergibt sich daraus eine immanente, dem Grundstück selbst anhaftende Beschränkung der Eigentümerbefugnisse, die durch natur- und landschaftsschutzrechtliche Regelungen - wie die Verordnung des Antragsgegners - lediglich nachgezeichnet wird (Senatsurt. v. 25.5.2021 - 4 KN 407/17 -, juris Rn. 68, v. 30.10.2017 - 4 KN 275/17 -, juris Rn. 151, v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 -, juris Rn. 88 u. v. 1.4.2007 - 4 KN 57/07 -, juris Rn. 46;… ferner BVerwG, Urt. v. 24.6.1993 - 7 C 26.92 -, juris Rn. 37 ff. m. w. N.).
- OVG Niedersachsen, 04.07.2023 - 4 KN 204/20
Vorlage zur Vorabentscheidung an den EuGH zur Klärung der Frage, ob bestimmte …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 25.08.2023 - 4 MN 128/22
Der Senat hat mit Beschluss vom 4. Juli 2023 (- 4 KN 204/20 -, juris) ein bei ihm anhängiges Normenkontrollverfahren ausgesetzt und dem Gerichtshof der Europäischen Union gemäß Art. 267 AEUV Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt, die im Wesentlichen damit in Zusammenhang stehen, ob und ggf. unter welchen näheren Voraussetzungen vor dem Erlass einer naturschutzrechtlichen Schutzgebietsverordnung, mit der ein FFH-Gebiet unter Schutz gestellt wird, eine Pflicht zur Durchführung einer strategischen Umweltprüfung gemäß Art. 3 Abs. 2 b der Richtlinie 2001/42/EG (SUP-Richtlinie) besteht.Bis zu einer Entscheidung des Gerichtshofs über dieses Vorabentscheidungsersuchen sieht es der Senat bei anderen anhängigen zulässigen Normenkontrollverfahren, die einen mit dem Streitgegenstand des Verfahrens 4 KN 204/20 vergleichbaren Sachverhalt betreffen, als offen an, ob das Fehlen einer strategischen Umweltprüfung einen Verfahrensfehler begründet, der zur Rechtswidrigkeit und Unwirksamkeit der Schutzgebietsverordnung führt.
Denn in vergleichbarer Weise wie die im Verfahren 4 KN 204/20 angegriffene Landschaftsschutzgebietsverordnung enthält auch die Sicherstellungsverordnung in § 5 Abs. 2 VO einen weitreichenden Katalog von Handlungen oder Nutzungen, die von den in § 4 VO normierten Verboten freigestellt sind.
Bei den freigestellten Handlungen, die unter anderem im Rahmen der ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Bodennutzung und Forstwirtschaft ausgeführt werden dürfen (vgl. § 5 Abs. 2 Nrn. 6 und 7 VO), kann es sich aber um Projekte handeln, die nach Art. 6 Abs. 3 der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) einer Verträglichkeitsprüfung im Hinblick auf die Erhaltungsziele des FFH-Gebiets bedürfen (vgl. Senatsbeschl. v. 4.7.2023 - 4 KN 204/20 -, juris Rn. 206 m.w.N.).
Daher stellt sich ebenso wie im Verfahren 4 KN 204/20 auch hier die Frage, ob die fehlende Verträglichkeitsprüfung im Einzelfall durch die Durchführung einer strategischen Umweltprüfung gemäß Art. 3 Abs. 2 b der SUP-Richtlinie vor Erlass der Verordnung hätte kompensiert werden müssen.
- OVG Niedersachsen, 29.11.2016 - 4 KN 93/14
Acker; Biotop; Biotopschutz; Gestaltungsermessen; Puffer; schutzbedürftig; …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 25.08.2023 - 4 MN 128/22
Auch wenn § 22 Abs. 3 Satz 5 BNatSchG nur auf Abs. 2 dieser Norm verweist und somit die inhaltlichen Anforderungen, die § 22 Abs. 1 Satz 2 BNatSchG unter anderem hinsichtlich der Bestimmung des Schutzzwecks an die Schutzerklärung stellt (vgl. dazu: Senatsurt. v. 23.2.2022 - 4 KN 252/19 -, juris Rn. 66 u. v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 -, juris Rn. 248;… Nds. OVG, Urt. v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 -, juris Rn. 19), für die einstweilige Sicherstellung nicht unmittelbar gelten, muss in der Sicherstellungsverordnung das angestrebte Schutzziel zumindest angemessen umrissen sein (…vgl. OVG Lüneburg, Urt. v. 23.8.1990 - 3 L 209/89 -, juris Rn. 13).Allerdings folgt aus diesem rechtlichen Handlungsspielraum nicht, dass eine unzureichende Ermittlung und Zusammenstellung der bei der Abwägung zu berücksichtigenden Umstände allein die Nichtigkeit einer Schutzgebietsverordnung nach sich zieht (Senatsurt. v. 30.10.2017 - 4 KN 275/17 -, v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 - u. v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, Senatsbeschl. v. 30.8.2016 - 4 LA 352/15 - Nds. OVG, Urt. v. 25.9.2003 - 8 KN 2072/01 -, v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 - u. v. 14.12.2000 - 3 K 4802/99 -), weil die Anforderungen, die an die Rechtmäßigkeit planerischer Entscheidungen gestellt werden (…vgl. dazu BVerwG, Urt. v. 7.7.1978 - 4 C 79.76 u.a. -, BVerwGE 56, 110, 122 f., m.w.N.), für naturschutzrechtliche Schutzgebietsverordnungen nicht gelten.
Daher kommt es bei der gerichtlichen Kontrolle einer Schutzgebietsverordnung lediglich darauf an, ob die aufgrund der Abwägung getroffene Entscheidung über die Unterschutzstellung des Gebiets und die Verbote im Ergebnis zu beanstanden sind (BVerwG, Beschl. v. 20.12.2017 - 4 BN 8.17 - Senatsurt. v. 30.10.2017 - 4 KN 275/17 -, v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 - und v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, Senatsbeschl. v. 30.8.2016 - 4 LA 352/15 - Nds. OVG, Urt. v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 - u. Urt. v. 14.12.2000 - 3 K 4802/99 -).
Wenn die natürlichen oder landschaftsräumlichen Gegebenheiten eines Grundstücks im Interesse der Allgemeinheit erhaltenswert sind und des Schutzes bedürfen, so ergibt sich daraus eine immanente, dem Grundstück selbst anhaftende Beschränkung der Eigentümerbefugnisse, die durch natur- und landschaftsschutzrechtliche Regelungen - wie die Verordnung des Antragsgegners - lediglich nachgezeichnet wird (Senatsurt. v. 25.5.2021 - 4 KN 407/17 -, juris Rn. 68, v. 30.10.2017 - 4 KN 275/17 -, juris Rn. 151, v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 -, juris Rn. 88 u. v. 1.4.2007 - 4 KN 57/07 -, juris Rn. 46;… ferner BVerwG, Urt. v. 24.6.1993 - 7 C 26.92 -, juris Rn. 37 ff. m. w. N.).
- OVG Niedersachsen, 24.08.2001 - 8 KN 209/01
Abwägung; Naturschutzgebiet; Naturschutzgebietsverordnung; Normenkontrollantrag; …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 25.08.2023 - 4 MN 128/22
Auch wenn § 22 Abs. 3 Satz 5 BNatSchG nur auf Abs. 2 dieser Norm verweist und somit die inhaltlichen Anforderungen, die § 22 Abs. 1 Satz 2 BNatSchG unter anderem hinsichtlich der Bestimmung des Schutzzwecks an die Schutzerklärung stellt (…vgl. dazu: Senatsurt. v. 23.2.2022 - 4 KN 252/19 -, juris Rn. 66 u. v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 -, juris Rn. 248; Nds. OVG, Urt. v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 -, juris Rn. 19), für die einstweilige Sicherstellung nicht unmittelbar gelten, muss in der Sicherstellungsverordnung das angestrebte Schutzziel zumindest angemessen umrissen sein (…vgl. OVG Lüneburg, Urt. v. 23.8.1990 - 3 L 209/89 -, juris Rn. 13).Allerdings folgt aus diesem rechtlichen Handlungsspielraum nicht, dass eine unzureichende Ermittlung und Zusammenstellung der bei der Abwägung zu berücksichtigenden Umstände allein die Nichtigkeit einer Schutzgebietsverordnung nach sich zieht (Senatsurt. v. 30.10.2017 - 4 KN 275/17 -, v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 - u. v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, Senatsbeschl. v. 30.8.2016 - 4 LA 352/15 - Nds. OVG, Urt. v. 25.9.2003 - 8 KN 2072/01 -, v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 - u. v. 14.12.2000 - 3 K 4802/99 -), weil die Anforderungen, die an die Rechtmäßigkeit planerischer Entscheidungen gestellt werden (…vgl. dazu BVerwG, Urt. v. 7.7.1978 - 4 C 79.76 u.a. -, BVerwGE 56, 110, 122 f., m.w.N.), für naturschutzrechtliche Schutzgebietsverordnungen nicht gelten.
Denn die dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verpflichtete Würdigung der sich gegenüberstehenden Interessen, die bei Vorliegen der Voraussetzungen für den Erlass einer Landschaftsschutzgebietsverordnung den Handlungsspielraum der Naturschutzbehörde prägt (BVerwG, Beschl. v. 16.6.1988 - 4 B 102.88 -), ist - auch wenn sie als "Abwägung" bezeichnet wird - mit der Abwägung aller in Betracht kommenden Belange bei einer Planungsentscheidung nicht identisch (BVerwG, Beschl. v. 20.12.2017 - 4 BN 8.17 -, Beschl. v. 16.6.1988 - 4 B 102.88 - Senatsurt. v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 - Nds. OVG, Urt. v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 - u. Urt. v. 14.12.2000 - 3 K 4802/99 -).
Daher kommt es bei der gerichtlichen Kontrolle einer Schutzgebietsverordnung lediglich darauf an, ob die aufgrund der Abwägung getroffene Entscheidung über die Unterschutzstellung des Gebiets und die Verbote im Ergebnis zu beanstanden sind (BVerwG, Beschl. v. 20.12.2017 - 4 BN 8.17 - Senatsurt. v. 30.10.2017 - 4 KN 275/17 -, v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 - und v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, Senatsbeschl. v. 30.8.2016 - 4 LA 352/15 - Nds. OVG, Urt. v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 - u. Urt. v. 14.12.2000 - 3 K 4802/99 -).
- OVG Schleswig-Holstein, 21.12.2017 - 1 KN 8/17
Sicherstellung geplanter Landschaftsschutzgebiete ist unwirksam
Auszug aus OVG Niedersachsen, 25.08.2023 - 4 MN 128/22
Das ist insbesondere dann regelmäßig unproblematisch zu bejahen, wenn es bereits zu derartigen negativen Einwirkungen gekommen ist (vgl. OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 21.12.2017 - 1 KN 8/17 -, juris Rn. 144;… Hendrischke in: Schlacke, GK-BNatSchG, 2. Aufl. 2017, § 22 Rn. 52 m.w.N.).Entsprechend können sich die Antragsteller nicht mit Erfolg darauf berufen, dass dem Antragsgegner bei der Entscheidung über die einstweilige Sicherstellung Abwägungsfehler unterlaufen seien (a. A. wohl OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 21.12.2017 - 1 KN 8/17 -, juris Rn. 178 f.).
Wie ein derartiges Totalverbot eines im Außenbereich privilegierten Vorhabens in einem Schutzgebiet zu bewerten wäre und welche Maßstäbe hier für gelten, bedarf daher hier keiner Entscheidung (vgl. zu einem vollständigen Verbot der Windkraftnutzung in einem einstweilig sichergestellten Gebiet: OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 21.12.2017 - 1 KN 8/17 -, juris Rn. 173 ff.).
- OVG Niedersachsen, 30.10.2017 - 4 KN 275/17
Ackernutzung; Antragsbefugnis; Antragsteller; Eigenart; FFH-Gebiet; …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 25.08.2023 - 4 MN 128/22
Allerdings folgt aus diesem rechtlichen Handlungsspielraum nicht, dass eine unzureichende Ermittlung und Zusammenstellung der bei der Abwägung zu berücksichtigenden Umstände allein die Nichtigkeit einer Schutzgebietsverordnung nach sich zieht (Senatsurt. v. 30.10.2017 - 4 KN 275/17 -, v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 - u. v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, Senatsbeschl. v. 30.8.2016 - 4 LA 352/15 - Nds. OVG, Urt. v. 25.9.2003 - 8 KN 2072/01 -, v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 - u. v. 14.12.2000 - 3 K 4802/99 -), weil die Anforderungen, die an die Rechtmäßigkeit planerischer Entscheidungen gestellt werden (…vgl. dazu BVerwG, Urt. v. 7.7.1978 - 4 C 79.76 u.a. -, BVerwGE 56, 110, 122 f., m.w.N.), für naturschutzrechtliche Schutzgebietsverordnungen nicht gelten.Daher kommt es bei der gerichtlichen Kontrolle einer Schutzgebietsverordnung lediglich darauf an, ob die aufgrund der Abwägung getroffene Entscheidung über die Unterschutzstellung des Gebiets und die Verbote im Ergebnis zu beanstanden sind (BVerwG, Beschl. v. 20.12.2017 - 4 BN 8.17 - Senatsurt. v. 30.10.2017 - 4 KN 275/17 -, v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 - und v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, Senatsbeschl. v. 30.8.2016 - 4 LA 352/15 - Nds. OVG, Urt. v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 - u. Urt. v. 14.12.2000 - 3 K 4802/99 -).
Wenn die natürlichen oder landschaftsräumlichen Gegebenheiten eines Grundstücks im Interesse der Allgemeinheit erhaltenswert sind und des Schutzes bedürfen, so ergibt sich daraus eine immanente, dem Grundstück selbst anhaftende Beschränkung der Eigentümerbefugnisse, die durch natur- und landschaftsschutzrechtliche Regelungen - wie die Verordnung des Antragsgegners - lediglich nachgezeichnet wird (Senatsurt. v. 25.5.2021 - 4 KN 407/17 -, juris Rn. 68, v. 30.10.2017 - 4 KN 275/17 -, juris Rn. 151, v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 -, juris Rn. 88 u. v. 1.4.2007 - 4 KN 57/07 -, juris Rn. 46;… ferner BVerwG, Urt. v. 24.6.1993 - 7 C 26.92 -, juris Rn. 37 ff. m. w. N.).
- OVG Niedersachsen, 30.10.2009 - 4 MN 346/08
Materielle Rechtmäßigkeit der Verordnung nach §§ 24 bis 28 Niedersächsisches …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 25.08.2023 - 4 MN 128/22
Die Rechtmäßigkeit der einstweiligen Sicherstellung hängt gleichwohl nicht davon ab, ob die Voraussetzungen für die spätere Ausweisung eines Naturschutzgebietes nach § 23 Abs. 1 BNatSchG erfüllt sind, insbesondere die Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit des betreffenden Landschaftsteils bereits abschließend feststehen und das nach dieser Norm bestehende Ermessen zugunsten der Ausweisung eines Naturschutzgebietes ausgeübt werden darf (vgl. Senatsbeschl. v. 30.10.2009 - 4 MN 346/08 -, juris Rn. 50 m.w.N.).Eine Gefährdung des beabsichtigten Schutzzwecks liegt vor, wenn eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass es zu Handlungen oder Störungen kommen wird, die das Schutzobjekt in einer für den Schutzzweck relevanten Weise beeinträchtigen können (vgl. Senatsbeschl. v. 30.10.2009 - 4 MN 346/08 -, juris Rn. 65 m.w.N.).
Die in der Sicherstellungsverordnung geregelten Verbote dürfen aber nicht erkennbar mehr anordnen, als mit den Verbotsregelungen im Rahmen der endgültigen Unterschutzstellung erreicht werden kann (vgl. Senatsbeschl. v. 30.10.2009 - 4 MN 346/08 -, juris Rn. 68 m.w.N.).
- BVerwG, 18.07.1997 - 4 BN 5.97
Naturschutzgebiet - Erforderlichkeit eines besonderen Schutzes von Natur und …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 25.08.2023 - 4 MN 128/22
Regelungen des Naturschutzes, die die Nutzung von Grundstücken aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes beschränken, sind daher keine Enteignungen im Sinne des Art. 14 Abs. 3 GG, sondern Bestimmungen von Inhalt und Schranken des Eigentums, die als Ausdruck der Sozialpflichtigkeit des Eigentums grundsätzlich hinzunehmen sind (…vgl. BVerwG, Urt. v. 31.1.2001 - 6 CN 2.00 -, juris Rn. 12 ff.; Beschl. v. 18.7.1997 - 4 BN 5.97 -, juris Rn. 12 ff.).Als unzumutbare Beschränkungen der Eigentümerbefugnisse erweisen sie sich erst dann, wenn nicht genügend Raum für einen privatnützigen Gebrauch des Eigentums oder eine Verfügung über den Eigentumsgegenstand verbleibt oder wenn eine Nutzung, die bisher ausgeübt worden ist oder sich nach der Lage der Dinge objektiv anbietet, ohne jeglichen Ausgleich unterbunden wird (vgl. BVerwG, Beschl. v. 17.1.2000 - 6 BN 2.99 -, juris Rn. 11, Beschl. v. 18.7.1997, - 4 BN 5.97 -, juris Rn. 16).
- BVerwG, 20.12.2017 - 4 BN 8.17
Maßstab für die gerichtliche Überprüfung einer Schutzgebietsausweisung
Auszug aus OVG Niedersachsen, 25.08.2023 - 4 MN 128/22
Denn die dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verpflichtete Würdigung der sich gegenüberstehenden Interessen, die bei Vorliegen der Voraussetzungen für den Erlass einer Landschaftsschutzgebietsverordnung den Handlungsspielraum der Naturschutzbehörde prägt (BVerwG, Beschl. v. 16.6.1988 - 4 B 102.88 -), ist - auch wenn sie als "Abwägung" bezeichnet wird - mit der Abwägung aller in Betracht kommenden Belange bei einer Planungsentscheidung nicht identisch (BVerwG, Beschl. v. 20.12.2017 - 4 BN 8.17 -, Beschl. v. 16.6.1988 - 4 B 102.88 - Senatsurt. v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 - Nds. OVG, Urt. v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 - u. Urt. v. 14.12.2000 - 3 K 4802/99 -).Daher kommt es bei der gerichtlichen Kontrolle einer Schutzgebietsverordnung lediglich darauf an, ob die aufgrund der Abwägung getroffene Entscheidung über die Unterschutzstellung des Gebiets und die Verbote im Ergebnis zu beanstanden sind (BVerwG, Beschl. v. 20.12.2017 - 4 BN 8.17 - Senatsurt. v. 30.10.2017 - 4 KN 275/17 -, v. 29.11.2016 - 4 KN 93/14 - und v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, Senatsbeschl. v. 30.8.2016 - 4 LA 352/15 - Nds. OVG, Urt. v. 24.8.2001 - 8 KN 209/01 - u. Urt. v. 14.12.2000 - 3 K 4802/99 -).
- OVG Niedersachsen, 19.10.2021 - 4 KN 174/17
ABA; Abwägung; Abwägungsfehler; Anflugverfahren; Auslegung, erneute; Auslegung, …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 25.08.2023 - 4 MN 128/22
Dieser Handlungsspielraum ist in erster Linie durch eine nach Maßgabe des naturschutzrechtlichen Abwägungsgebots im Sinne des § 2 Abs. 3 BNatSchG erfolgende, dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verpflichtete Würdigung der sich gegenüberstehenden Interessen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auf der einen und der Nutzungsinteressen der Grundeigentümer und der übrigen Beteiligten auf der anderen Seite geprägt (Senatsurt. v. 19.10.2017 - 4 KN 174/17 -, juris Rn. 78 m.w.N.).(2.) Dahinstehen lassen kann der Senate dabei, ob in einem Fall wie dem vorliegenden, bei dem ein gemeldetes und gelistetes FFH-Gebiet noch nicht gemäß § 32 Abs. 2 i.V.m. § 20 Abs. 2 BNatSchG endgültig unter Schutz gestellt werden kann, weil die Naturschutzverwaltung zunächst eine Neuabgrenzung und Neumeldung des FFH-Gebiets als erforderlich betrachtet, das von § 22 Abs. 3 Satz 1 BNatSchG eröffnete Ermessen eingeschränkt ist und sich hinsichtlich des "Ob" der einstweiligen Sicherstellung zu einer Rechtspflicht verdichtet (vgl. zur entsprechenden Beschränkung des Normsetzungsermessens bei der endgültigen Unterschutzstellung von FFH-Gebieten und europäischen Vogelschutzgebieten: Senatsurt. v. 19.10.2021 - 4 KN 174/17 -, juris Rn. 78 m.w.N.).
- OVG Niedersachsen, 25.05.2021 - 4 KN 407/17
Amtsblatt; Basiserfassung; Bestimmtheit, hinreichende; Bestimmtheitsgebot; …
- BVerwG, 25.02.2015 - 4 VR 5.14
Einstweiliger Rechtsschutz im Normenkontrollverfahren; ungeklärte Erschließung im …
- BVerwG, 30.04.2019 - 4 VR 3.19
Erlass einer einstweiligen Anordnung zur Abwehr schwerer Nachteile hinsichtlich …
- OVG Niedersachsen, 02.05.2022 - 4 KN 300/19
Düngemittel; Düngung; Entwässerung; Gewässerrandstreifen; Gewässerunterhaltung; …
- BVerwG, 31.01.2001 - 6 CN 2.00
Abwägungsgebot; Anpassungspflicht; Ausgleichsregelungen; Bebauungsplan; …
- BVerwG, 24.06.1993 - 7 C 26.92
Naturschutzverordnung
- BVerwG, 07.07.1978 - 4 C 79.76
Startbahn West
- BVerwG, 17.01.2000 - 6 BN 2.99
Bestimmungen von Inhalt und Schranken des Eigentums durch Regelungen über den …
- OVG Niedersachsen, 19.10.2021 - 4 KN 292/16
ABA; Anflugverfahren; Ausnahme; Brutvogel; Bundeswehr; Darstellung, …
- BVerwG, 16.06.1988 - 4 B 102.88
Voraussetzungen für die Planung und Festsetzung von Landschaftsschutzgebieten
- OVG Niedersachsen, 26.03.2021 - 4 KN 129/18
Auslegung; Auslegungsbekanntmachung; Bekanntmachung; Bestimmtheit; …
- OVG Niedersachsen, 03.11.2020 - 4 KN 214/17
Anpassungsgebot; Befreiung; Benehmen; Bestimmtheit; Einvernehmen; FFH-Gebiet; …
- OVG Niedersachsen, 04.03.2020 - 4 KN 226/17
Luftverkehrsrechtliche Erlaubnis; Nutzung des Luftraums
- OVG Niedersachsen, 25.09.2003 - 8 KN 2072/01
Verordnung zum Schutz der Hunte; Einschränkungen des Befahrens der Hunte mit …
- OVG Saarland, 09.12.2005 - 3 N 1/05
Überprüfung der Wirksamkeit einer naturschutzrechtlichen …
- OVG Niedersachsen, 21.06.2022 - 4 KN 195/19
Arrondierung; Bestimmtheit; Einbeziehung (Flächen); Grenze; Puffer; …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 18.06.1998 - 10 A 816/96
Landschaftsplan; Festsetzung; Baumschule; Teil von Natur von Landschaft
- OVG Niedersachsen, 11.05.2018 - 12 MN 40/18
Weiße Flächen in einer gemeindliche Konzentrationsplanung für die …
- OVG Niedersachsen, 17.02.2020 - 2 MN 379/19
Gesamtnote; Modulprüfung; Normenkontrollantrag; Normenkontrolleilantrag; …
- OVG Niedersachsen, 23.03.2022 - 4 KN 252/19
Aarhus-Konvention; Anstoßfunktion; Ausfertigung; Auslegung; Bekanntmachung; …
- OVG Niedersachsen, 21.12.2021 - 13 MN 478/21
Vorläufiger Rechtsschutz gegen die coronabedingte Weihnachts- und Neujahrsuhe im …
- OVG Niedersachsen, 28.02.2020 - 1 MN 153/19
Normenkontrolleilantrag; Normenkontrolleilverfahren
- OVG Niedersachsen, 17.02.2022 - 14 MN 147/22
Corona; Sport; Sportanlage
- OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 23.08.1990 - 3 L 209/89
Kiesabbau im Außenbereich; Kiesabbau; Vorhaben, privilegiertes; Kompensation; …
- OVG Niedersachsen, 27.02.2025 - 4 KN 65/20
Förmliche Unterschutzstellung eines Natura 2000-Gebiets; Rechtmäßigkeit der …
Dabei geht der Senat davon aus, dass das dem Wortlaut nach eingeräumte Ermessen sich zu einem Anspruch auf Erteilung der Befreiung verdichtet, wenn die Realisierung des Plans oder Projekts nach § 34 Abs. 2 BNatSchG zulässig ist oder die Ausnahmevoraussetzungen nach den folgenden Absätzen dieser Norm gegeben sind (vgl. Senatsbeschl. v. 25.8.2023 - 4 MN 128/22 -, juris Rn. 107). - OVG Niedersachsen, 10.12.2024 - 4 KN 122/21
Schutzgebiet Abgrenzung; zeichnerische Bestimmung; FFH-Gebiet; …
Dieser Handlungsspielraum ist in erster Linie durch eine nach Maßgabe des naturschutzrechtlichen Abwägungsgebots im Sinne des § 2 Abs. 3 BNatSchG erfolgende, dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verpflichtete Würdigung der sich gegenüberstehenden Interessen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auf der einen und der Nutzungsinteressen der Grundeigentümer und der übrigen Beteiligten auf der anderen Seite geprägt (…Senatsurt. v. 18.4.2024 - 4 KN 262/20 -, juris Rn. 50; Senatsbeschl. v. 25.8.2023 - 4 MN 128/22 -, juris Rn. 94;… Senatsurt. v. 21.6.2022 - 4 KN 195/19 -, juris Rn. 85 und v. 19.10.2021 - 4 KN 174/17 -, juris Rn. 78 jeweils m.w.N.;… ferner BVerwG, Beschl. v. 20.12.2017 - 4 BN 8.17 -, juris Rn. 9, Beschl. v. 29.1.2007 - 7 B 68.06 -, juris Rn. 15 u. Beschl. v. 16.6.1988 - 4 B 102.88 -, juris Rn. 3). - OVG Niedersachsen, 18.04.2024 - 4 KN 262/20
Normenkontrollantrag gegen eine Naturschutzgebietsverordnung wegen der Regelung …
Dieser Handlungsspielraum ist in erster Linie durch eine nach Maßgabe des naturschutzrechtlichen Abwägungsgebots im Sinne des § 2 Abs. 3 BNatSchG erfolgende, dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verpflichtete Würdigung der sich gegenüberstehenden Interessen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auf der einen und der Nutzungsinteressen der Grundeigentümer und der übrigen Beteiligten auf der anderen Seite geprägt (Senatsbeschl. v. 25.8.2023 - 4 MN 128/22 -, juris Rn. 94;… Senatsurt. v. 21.6.2022 - 4 KN 195/19 - , juris Rn. 85 und v. 19.10.2021 - 4 KN 174/17 -, juris Rn. 78 jeweils m.w.N.;… ferner BVerwG, Beschl. v. 20.12.2017 - 4 BN 8.17 -, juris Rn. 9, Beschl. v. 29.1.2007 - 7 B 68.06 -, juris Rn. 15 u. Beschl. v. 16.6.1988 - 4 B 102.88 -, juris Rn. 3).Daher kommt es lediglich darauf an, ob die aufgrund der Abwägung getroffene Entscheidung im Ergebnis, also die erlassene Vorschrift in ihrer regelnden Wirkung, zu beanstanden ist (Senatsbeschl. v. 25.8.2023 - 4 MN 128/22 -, juris Rn. 95;… Senatsurt. v. 21.6.2022 - 4 KN 195/19 -, juris Rn. 88 und v. 19.10.2021 - 4 KN 174/17 -, juris Rn. 79 jeweils m.w.N.;… ferner BVerwG, Beschl. v. 20.12.2017 - 4 BN 8.17 - , juris Rn. 9, Beschl. v. 29.1.2007 - 7 B 68.06 -, juris Rn. 15 u. Beschl. v. 16.6.1988 - 4 B 102/88 -, juris Rn. 3).
- OVG Niedersachsen, 13.05.2025 - 4 KN 41/22
Antragsgegner; Biotoptypenkartierung; Duldungspflicht; Erlaubnisvorbehalt; …
Ein Fall einer nachträglichen Zuständigkeitsänderung, der auch zu einem Wechsel der Passivlegitimation auf Antragsgegnerseite führt (…vgl. Senatsurt. v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, juris Rn. 20 m.w.N.; Senatsbeschl. v. 25.8.2023 - 4 MN 128/22 -, juris Rn. 41), liegt in dieser Konstellation nicht vor.Zwar ist nach der Rechtsprechung des Senats in dem Fall, dass sich nach dem Erlass einer Naturschutzgebietsverordnung die Zuständigkeit zum Erlass einer der angegriffenen Norm entsprechenden Rechtsvorschrift ändert, der Normenkontrollantrag gegen die Körperschaft zu richten, die zur Änderung oder der Aufhebung der Norm befugt ist (…vgl. Senatsurt. v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, juris Rn. 20 m.w.N.; Senatsbeschl. v. 25.8.2023 - 4 MN 128/22 -, juris Rn. 41).
- OVG Niedersachsen, 03.06.2024 - 10 MN 52/24
Antrag auf Außervollzugsetzung der Niedersächsischen Verordnung über …
Die für den Erlass der einstweiligen Anordnung sprechenden Erwägungen müssen die gegenläufigen Interessen dabei deutlich überwiegen, mithin so schwer wiegen, dass der Erlass der einstweiligen Anordnung - trotz offener Erfolgsaussichten der Hauptsache - dringend geboten ist (zu alledem: BVerwG…, Beschluss vom 30.4.2019 - 4 VR 3.19 -, juris Rn. 4 zur Normenkontrolle eines Bebauungsplans; Bayerischer VGH…, Beschluss vom 30.11.2023 - 14 NE 23.1503, u.a. -, juris Rn. 37; Niedersächsisches OVG, Beschlüsse vom 25.8.2023 - 4 MN 128/22 -, juris Rn. 47…, vom 2.6.2022 - 14 MN 259/22 -, juris Rn. 6 m.w.N. …und vom 23.12.2021 - 13 MN 485/21 -, juris Rn. 9). - OVG Niedersachsen, 01.07.2024 - 4 ME 120/24
Angeordnete Beschränkungen für die Durchführung einer einwöchigen Versammlung …
Abweichend von § 78 VwGO ist die Klage (und somit auch der Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO) aber dann, wenn es nach dem Erlass der behördlichen Sachentscheidung, aber noch vor Klageerhebung zu einem vollständigen Zuständigkeitswechsel kommt, gegen die nunmehr zuständige Behörde zu richten (…zu § 78 Abs. 1 Nr. 1 VwGO: VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 10.2.2011 - 5 S 2285/09 -, juris Rn. 32;… Sächsisches OVG, Beschl. v. 1.7.2019 - 3 B 80/19 -, juris Rn. 9;… Kopp/Schenke, a.a.O., § 78 Rn. 9.; vgl. zu § 47 Abs. 2 Satz 2 VwGO: Senatsbeschl. v. 25.8.2023 - 4 MN 128/22 -, juris Rn. 41;… Senatsurt. v. 1.4.2008 - 4 KN 57/07 -, juris Rn. 20 m.w.N.).
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