Rechtsprechung
| OLG Hamm, 16.06.2015 - I-4 U 32/14 |
Volltextveröffentlichungen (8)
- openjur.de
Tasche "Le Pliage, wettbewerbliche Eigenart, nahezu identische Nachahmung, Herkunftstäuschung, Verkehrsbefragung
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
§ 4 Nr. 9 a) UWG
Tasche "Le Pliage, wettbewerbliche Eigenart, nahezu identische Nachahmung, Herkunftstäuschung, Verkehrsbefragung - damm-legal.de (Kurzinformation und Volltext)
Zur wettbewerblichen Eigenart von Taschen im Sinne von § 4 Nr. 9a UWG
- kanzlei.biz
Verkauf von nachgeahmten "Le-Pliage"-Taschen unzulässig
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
§ 4 Nr. 9 a ) UWG
Anforderungen an die Feststellung der wettbewerblichen Eigenart eines nachgeahmten Produkts - wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Le Pliage
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (19)
- beckmannundnorda.de (Kurzinformation)
Le-Pliage-Taschen des Hersteller Longchamp weisen wettbewerbliche Eigenart auf und sind so durch das Wettbewerbsrecht vor Nachahmungen geschützt
- ratgeberrecht.eu (Kurzinformation)
Verkauf nachgeahmter "Le-Pliage"-Taschen unzulässig
- ip-rechtsberater.de (Kurzinformation)
Verkauf nachgeahmter Taschen unzulässig
- wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)
"Le-Pliage"-ähnliche Taschen dürfen nicht verkauft werden
- wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)
Verkauf nachgeahmter Taschen unzulässig
- onlineurteile.de (Kurzmitteilung)
Verkaufsverbot für Taschen-Plagiat - Hersteller der "Le-Pliage"-Handtasche setzt sich gegen Einzelhändlerin durch
- beck-aktuell.de (Kurzinformation)
"Le-Pliage"-Serie ähnelnde Taschen dürfen nicht verkauft werden
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Verkauf nachgeahmter Taschen unzulässig
- shopbetreiber-blog.de (Kurzinformation)
Le Pliage-ähnliche Taschen dürfen nicht verkauft werden
- haufe.de (Kurzinformation)
Nachgeahmte "Le Pliage" - Taschen dürfen nicht verkauft werden
- anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)
Verkauf nachgeahmter "Le-Pliage"-Handtaschen untersagt
- haerlein.de (Kurzinformation)
Taschenverkaufsverbot für Einzelhändlerin
- anwalt24.de (Kurzinformation)
Verkauf nachgeahmter Le-Pliage-Handtaschen untersagt
- anwalt24.de (Kurzinformation)
Verkauf wettbewerbswidrig nachgeahmter Handtaschen verboten
- kpw-law.de (Kurzinformation)
Verkaufsverbot für "Le-Pliage"-ähnliche Taschen?
- anwalt.de (Kurzinformation)
Verkauf nachgeahmter Le Pliage-Handtaschen untersagt
- medienrecht-krefeld.de (Kurzinformation)
Le-Pliage-ähnliche Taschen dürfen nicht verkauft werden
- kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)
Verkauf von Nachahmungen der "Le-Pliage"-Handtaschen untersagt - Dortmunder Einzelhändlerin muss für bisherige Verkaufsgeschäfte Schadensersatz leisten
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Anforderungen an die Feststellung der wettbewerblichen Eigenart eines nachgeahmten Produkts; Voraussetzungen einer Herkunftstäuschung
Verfahrensgang
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (30)
- BGH, 11.01.2007 - I ZR 198/04
Handtaschen
Auszug aus OLG Hamm, 16.06.2015 - 4 U 32/14
Rn. 121 Von einem Fortbestand der wettbewerblichen Eigenart ist trotz des Vertriebs von Nachahmungen im großen Umfang auszugehen, solange die angesprochenen Verkehrskreise zwischen Original und Kopie unterscheiden und die Kopie ohne weiteres oder nach näherer Prüfung als solche erkennbar ist (BGH, GRUR 1998, 830, 833 - Les-Paul-Gitarren; BGH, GRUR 2007, 795 - Handtaschen).Rn. 144 Dabei kommt es darauf an, ob gerade die übernommenen Gestaltungsmittel diejenigen sind, die die wettbewerbliche Eigenart des Produkts ausmachen, für das Schutz beansprucht wird (BGH, GRUR 2007, 795 - Handtaschen).
Dabei treten regelmäßig die übereinstimmenden Merkmale mehr hervor, so dass es auch mehr auf die Übereinstimmungen als die Unterschiede ankommt (BGH, GRUR 2007, 795 - Handtaschen; BGH, GRUR 2010, 80 - LIKEaBIKE).
Eine Herkunftstäuschung scheidet aus, wenn der Verkehr bereits bei geringer Aufmerksamkeit die Unterschiedlichkeit von Original und Nachahmung wahrnimmt (BGH GRUR 2007, 795 - Handtaschen).
Vielmehr kommt es darauf an, dass gerade die übernommenen Gestaltungsmerkmale geeignet sind, im Verkehr auf die betriebliche Herkunft hinzuweisen (BGH, GRUR 1999, 923, 926 - Tele-Info-CD; BGH, GRUR 2001, 251, 253 - Messerkennzeichnung; BGH, GRUR 2005, 166, 168 - Puppenausstattungen; BGH, GRUR 2007, 795 - Handtaschen; OLG Köln, GRUR-RR 2007, 100, 101; OLG Düsseldorf, MarkenR 2015, 102;… Köhler/Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 4 Rn. 9.43).
- OLG Köln, 07.03.2014 - 6 U 160/13
Kennzeichnung eines Produkts durch von außen nicht erkennbare Eigenschaften
Auszug aus OLG Hamm, 16.06.2015 - 4 U 32/14
Die wettbewerbliche Eigenart muss sich nicht notwendigerweise auf ein bestimmtes Produkt beziehen, sondern kann sich auch aus den übereinstimmenden Merkmalen verschiedener Exemplare einer Modellreihe ergeben (OLG Köln, GRUR-RR 2014, 287, 289;… Köhler/Bornkamm, a. a. O.).Rn. 104 Nach den vorgenannten Maßstäben kommt den Taschen der Modellreihe "M" eine hochgradige wettbewerbliche Eigenart zu (…OLG Düsseldorf, a. a. O.; OLG Köln, GRUR-RR 2014, 287; OLG Frankfurt, WRP 2013, 1227; LG Düsseldorf, Urteil vom 20.02.2014 - 14c O 83/13 und LG Düsseldorf, Urteil vom 20.11.2014 - 14c O 186/13).
Maßgebend ist die Sichtweise des durchschnittlich informierten, situationsadäquat aufmerksamen und verständigen Durchschnittsverbrauchers (oder sonstigen Marktteilnehmers), der sich für das Produkt interessiert (BGH, GRUR 2010, 1125 - Femur-Teil; OLG Köln, GRUR-RR 2014, 287;… Köhler/Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 4 Rn. 9.42).
Durch die bestehenden Unterschiede in Details der Taschen wird die Gefahr einer Herkunftstäuschung nicht beseitigt (vgl. OLG Köln, GRUR-RR 2014, 287).
Denn in Bezug auf Handtaschen besteht eine weitreichende Gestaltungsfreiheit und -möglichkeit (vgl. OLG Köln, GRUR-RR 2014, 287).
- BGH, 15.09.2005 - I ZR 151/02
Jeans
Auszug aus OLG Hamm, 16.06.2015 - 4 U 32/14
Rn. 102 Das Gericht kann die wettbewerbliche Eigenart regelmäßig aus eigener Sachkunde feststellen, auch wenn die Richter nicht zu den angesprochenen Verkehrskreisen gehören (BGH, GRUR 2006, 79 - Jeans I; OLG Düsseldorf, MarkenR 2015, 102).Rn. 157 Voraussetzung für eine Herkunftstäuschung ist, dass das nachgeahmte Erzeugnis eine gewisse Bekanntheit bei nicht unerheblichen Teilen der angesprochenen Verkehrskreise erlangt hat, so dass sich in relevantem Umfang die Gefahr der Herkunftstäuschung ergeben kann, wenn Nachahmungen vertrieben werden (BGH, GRUR 2005, 166, 167 - Puppenausstattungen; BGH, GRUR 2006, 79 - Jeans I; BGH, GRUR 2007, 339 - Stufenleitern; BGH, GRUR 2007, 984 - Gartenliege).
Eine Verkehrsgeltung im Sinne von § 4 Nr. 2 MarkenG muss nicht erreicht sein (BGH, GRUR 2002, 275, 277 - Noppenbahnen; BGH, GRUR 2006, 79 - Jeans I), sondern es reicht eine gewisse Bekanntheit auf dem inländischen Markt im Zeitpunkt der Markteinführung der Nachahmung aus (BGH, GRUR 2009, 79 - Gebäckpresse).
Rn. 158 Bekanntheit setzt nur Kenntnis des nachgeahmten Originals, nicht auch die Kenntnis des Namens des Originalherstellers voraus (BGH, GRUR 2006, 79 - Jeans I;… OLG Düsseldorf, a. a. O.;… Köhler/Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 4 Rn. 9.41b).
- BGH, 24.05.2007 - I ZR 104/04
Gartenliege
Auszug aus OLG Hamm, 16.06.2015 - 4 U 32/14
Die wettbewerbliche Eigenart geht nur verloren, wenn die prägenden Gestaltungsmerkmale des nachgeahmten Originals (beispielsweise durch eine Vielzahl von Nachahmungen) Allgemeingut geworden sind, der Verkehr sie also nicht mehr einem bestimmten Hersteller oder einer bestimmten Ware zuordnet (BGH, GRUR 2007, 984 - Gartenliege; OLG Frankfurt, WRP 2013, 1069, 1070;… OLG Düsseldorf, a. a. O.).Rn. 157 Voraussetzung für eine Herkunftstäuschung ist, dass das nachgeahmte Erzeugnis eine gewisse Bekanntheit bei nicht unerheblichen Teilen der angesprochenen Verkehrskreise erlangt hat, so dass sich in relevantem Umfang die Gefahr der Herkunftstäuschung ergeben kann, wenn Nachahmungen vertrieben werden (BGH, GRUR 2005, 166, 167 - Puppenausstattungen; BGH, GRUR 2006, 79 - Jeans I; BGH, GRUR 2007, 339 - Stufenleitern; BGH, GRUR 2007, 984 - Gartenliege).
Die Bekanntheit kann sich nicht nur aus entsprechenden Werbeanstrengungen, sondern auch aus der Dauer der Marktpräsenz, den hohen Absatzzahlen des Originals oder dem hohen Marktanteil ergeben (BGH, GRUR 2007, 339 - Stufenleitern; BGH, GRUR 2007, 984 - Gartenliege; BGH, WRP 2013, 1189 - Regalsystem;… Köhler/Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 4 Rn. 9.41a).
- BGH, 28.05.2009 - I ZR 124/06
LIKEaBIKE
Auszug aus OLG Hamm, 16.06.2015 - 4 U 32/14
Maßgeblich ist der Gesamteindruck des Erzeugnisses, nicht etwa eine zergliedernde und auf einzelne Elemente abstellende Betrachtung (BGH, GRUR 2010, 80 - LIKEaBIKE).Denn der Verkehr nimmt ein Produkt in seiner Gesamtheit mit allen seinen Bestandteilen wahr, ohne es einer analysierenden Betrachtung zu unterziehen (BGH, GRUR 2010, 80 - LIKEaBIKE).
Dabei treten regelmäßig die übereinstimmenden Merkmale mehr hervor, so dass es auch mehr auf die Übereinstimmungen als die Unterschiede ankommt (BGH, GRUR 2007, 795 - Handtaschen; BGH, GRUR 2010, 80 - LIKEaBIKE).
- BGH, 15.04.2010 - I ZR 145/08
Femur-Teil
Auszug aus OLG Hamm, 16.06.2015 - 4 U 32/14
Denn es handelt sich nicht um ein technisch zwingend notwendiges Merkmal, sondern nur um ein solches, das zwar technisch bedingt, aber - ohne dass damit Qualitätseinbußen verbunden sind - frei austauschbar ist (vgl. BGH, GRUR 2010, 1125 - Femur-Teil).Rn. 143 Eine nahezu identische Nachahmung liegt vor, wenn nach dem Gesamteindruck der sich gegenüberstehenden Erzeugnisse die Nachahmung nur geringfügige Abweichungen vom Original aufweist (BGH, GRUR 2010, 1125 - Femur-Teil).
Maßgebend ist die Sichtweise des durchschnittlich informierten, situationsadäquat aufmerksamen und verständigen Durchschnittsverbrauchers (oder sonstigen Marktteilnehmers), der sich für das Produkt interessiert (BGH, GRUR 2010, 1125 - Femur-Teil; OLG Köln, GRUR-RR 2014, 287;… Köhler/Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 4 Rn. 9.42).
- BGH, 24.01.2013 - I ZR 136/11
Regalsystem
Auszug aus OLG Hamm, 16.06.2015 - 4 U 32/14
Je größer die wettbewerbliche Eigenart und je größer der Grad der Übernahme sind, desto geringere Anforderungen sind an die besonderen Umstände zu stellen, die die Unlauterkeit der Nachahmung begründen (BGH, WRP 2013, 1188 - Regalsystem - m. w. N.).Für das Ausmaß der Bekanntheit kann es eine Rolle spielen, welchen Marktanteil und welche werbliche Präsenz das Produkt hat, wie lange es auf dem Markt ist, ob der Originalhersteller eine Pionierleistung erbracht hat und ob er sein Produkt aktiv gegen Nachahmer verteidigt hat (BGH, WRP 2013, 1189 - Regalsystem;… Köhler/Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 4 Rn. 9.33).
Die Bekanntheit kann sich nicht nur aus entsprechenden Werbeanstrengungen, sondern auch aus der Dauer der Marktpräsenz, den hohen Absatzzahlen des Originals oder dem hohen Marktanteil ergeben (BGH, GRUR 2007, 339 - Stufenleitern; BGH, GRUR 2007, 984 - Gartenliege; BGH, WRP 2013, 1189 - Regalsystem;… Köhler/Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 4 Rn. 9.41a).
- LG Düsseldorf, 20.02.2014 - 14c O 83/13
Wettbewerbswidrigkeit des Angebots der Nachahmung eines Taschenmodells (hier: "Le …
Auszug aus OLG Hamm, 16.06.2015 - 4 U 32/14
Rn. 52 Die Klägerin verweist hinsichtlich des von ihr ebenfalls angegriffenen Nachfolgemodells der hier beanstandeten Tasche auf das im Verfahren zum Erlass einer einstweiligen Verfügung ergangene Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 20.02.2014 - 14c O 83/13 - (Anlage K 29) und das im nachfolgenden Berufungsverfahren ergangene Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 11.12.2014 - 15 U 92/14 - (Anlage K 34) sowie auf das Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 20.11.2014 - 14c O 186/13 - im diesbezüglichen Hauptsacheverfahren (Anlage K 39).Rn. 104 Nach den vorgenannten Maßstäben kommt den Taschen der Modellreihe "M" eine hochgradige wettbewerbliche Eigenart zu (…OLG Düsseldorf, a. a. O.; OLG Köln, GRUR-RR 2014, 287; OLG Frankfurt, WRP 2013, 1227; LG Düsseldorf, Urteil vom 20.02.2014 - 14c O 83/13 und LG Düsseldorf, Urteil vom 20.11.2014 - 14c O 186/13).
Vielmehr liegt die Verbrauchervorstellung, es handele sich um eine günstigere, komplett aus Nylon bestehende Modellvariante aus dem Hause der Klägerin oder um ein günstigeres Lizenzprodukt, durchaus nahe (vgl. LG Düsseldorf, Urteil vom 20.02.2014 - 14c O 83/13).
- BGH, 02.04.2009 - I ZR 144/06
Knoblauchwürste
Auszug aus OLG Hamm, 16.06.2015 - 4 U 32/14
Rn. 162 Die Angabe eines anderen Herstellers auf dem Produkt ist nur dann beachtlich, wenn diese deutlich erkennbar ist (vgl. BGH, GRUR 2001, 251, 254 - Messerkennzeichnung; BGH, GRUR 2009, 1069 - Knoblauchwürste;… OLG Düsseldorf, a. a. O.).Eine (als solche erkennbare) Handelsmarke auf dem nachgeahmten Produkt räumt die Gefahr der Herkunftstäuschung nicht notwendig aus (BGH, GRUR 2009, 1069 - Knoblauchwürste).
- BGH, 28.10.2004 - I ZR 326/01
Puppenausstattungen
Auszug aus OLG Hamm, 16.06.2015 - 4 U 32/14
Rn. 157 Voraussetzung für eine Herkunftstäuschung ist, dass das nachgeahmte Erzeugnis eine gewisse Bekanntheit bei nicht unerheblichen Teilen der angesprochenen Verkehrskreise erlangt hat, so dass sich in relevantem Umfang die Gefahr der Herkunftstäuschung ergeben kann, wenn Nachahmungen vertrieben werden (BGH, GRUR 2005, 166, 167 - Puppenausstattungen; BGH, GRUR 2006, 79 - Jeans I; BGH, GRUR 2007, 339 - Stufenleitern; BGH, GRUR 2007, 984 - Gartenliege).Vielmehr kommt es darauf an, dass gerade die übernommenen Gestaltungsmerkmale geeignet sind, im Verkehr auf die betriebliche Herkunft hinzuweisen (BGH, GRUR 1999, 923, 926 - Tele-Info-CD; BGH, GRUR 2001, 251, 253 - Messerkennzeichnung; BGH, GRUR 2005, 166, 168 - Puppenausstattungen; BGH, GRUR 2007, 795 - Handtaschen; OLG Köln, GRUR-RR 2007, 100, 101; OLG Düsseldorf, MarkenR 2015, 102;… Köhler/Bornkamm, UWG, 33. Aufl., § 4 Rn. 9.43).
- BGH, 21.09.2006 - I ZR 270/03
Stufenleitern
- BGH, 15.06.2000 - I ZR 90/98
Messerkennzeichnung
- OLG Frankfurt, 27.06.2013 - 6 U 27/13
Ergänzender Leistungsschutz für Damenhandtasche; Wiederholungsgefahr für im …
- LG Düsseldorf, 20.11.2014 - 14c O 186/13
Schadensersatzanspruch wegen Vertriebs der Handtasche aus Nylon mit der …
- BGH, 09.10.2008 - I ZR 126/06
Gebäckpresse
- BGH, 28.09.2011 - I ZR 92/09
Sportwetten im Internet
- BGH, 06.05.1999 - I ZR 199/96
Tele-Info-CD
- BGH, 05.03.1998 - I ZR 13/96
Les-Paul-Gitarren
- BGH, 18.09.2014 - I ZR 138/13
Vorabentscheidungsersuchen zur Auslegung der Datenbankrichtlinie: Vorliegen einer …
- BGH, 06.04.2000 - I ZR 114/98
Mehrfachverfolgung von Wettbewerbsverstößen; Wettbewerbsklagen von …
- BGH, 08.11.2001 - I ZR 199/99
Noppenbahnen
- OLG München, 10.11.2011 - 29 U 1614/11
Unlauterer Wettbewerb: Fehlende Meisterpräsenz im Ladengeschäft eines …
- OLG Köln, 16.08.2013 - 6 U 13/13
Aufmachung von Waffelschnitten - "Knoppers"
- BGH, 06.03.2001 - KZR 32/98
Werbung für Remailing
- OLG Frankfurt, 25.04.2013 - 6 U 204/11
Ergänzender Leistungsschutz für ehemals patentgeschütztes Erzeugnis
- OLG Karlsruhe, 23.09.2009 - 6 U 52/09
Schadenersatzanspruch wegen eines Wettbewerbsverstoßes: Anspruch auf Erstattung …
- OLG Köln, 13.10.2006 - 6 U 59/06
Keine Benutzungsmarke an grafisch nicht darstellbaren Zeichen - Sekundenkleber
- BGH, 22.03.2012 - I ZR 21/11
Sandmalkasten
- OLG Düsseldorf, 11.12.2014 - 15 U 92/14
Unterlassungsansprüche wegen Nachahmung einer Leder-Nylontasche
- BGH, 30.04.2015 - I ZR 85/14
Anforderungen an die Darlegung eines Gehörsverstoßes; Zulässigkeit einer …
- OLG Hamm, 15.09.2020 - 4 U 177/19
Wettbewerbsrecht: Stopfaggregate
Dennoch kann der ständig und überwiegend mit Wettbewerbssachen befasste Senat unter Berücksichtigung des dargelegten Sach- und Streitstandes die entsprechende Feststellung wettbewerblicher Eigenart aus eigener Sachkunde feststellen, obwohl die Mitglieder des Spruchkörpers ersichtlich nicht unmittelbar zu den angesprochenen Verkehrskreisen gehören (…vgl. dazu: BGH GRUR 2006, 79 Rn. 27 - Jeans I; Senat, Urteil vom 16.06.2015 - 4 U 32/14 = WRP 2015, 1374 - Le Pliage, OLG Köln GRUR-RR 2014, 336 (339)).Unerheblich ist es, wenn das Original und die Nachahmung unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, die beim bestimmungsgemäßen Gebrauch des Produkts von außen nicht erkennbar sind (Senat, Urteil vom 16.06.2015 - 4 U 32/14 = WRP 2015, 1374 - Le Pliage;… OLG Köln GRUR-RR 2014, 287 (290), Köhler a.a.O. Rn. 3.37a).
- OLG Düsseldorf, 03.03.2016 - 15 U 30/15
Ansprüche wegen Nachahmung einer faltbaren Handtasche aus Nylon
Rn. 62 Maßgebend ist die Verkehrsauffassung (BGH WRP 2012, 1179 Rn 19 - Sandmalkasten), wobei auch (vgl. oben) insoweit gilt, dass das Gericht diese regelmäßig aus eigener Sachkunde feststellen kann (BGH GRUR 2006, 79 Rn 27 - Jeans I; OLG Hamm WRP 2015, 1374 Rn. 58;… Köhler/Bornkamm, a.a.O., § 4 Rn. 3.33).Rn. 75 Diese Sichtweise wurde vom Senat sowie von weiteren Obergerichten mehrfach geteilt (vgl. die Entscheidung des Senats im parallelen einstweiligen Verfügungsverfahren: MarkenR 2015, 105; vgl. die Entscheidung des 20. Zivilsenats des OLG Düsseldorf gemäß Anlage K 11.6; vgl. OLG Köln GRUR-RR 2014, 287 - L.; vgl. OLG Frankfurt a.M. GRUR-RR 2014, 34 - Falttasche und GRUR-RR 2015, 381- Falttasche; vgl. OLG Hamm BeckRS 2015, 15145).
Ein sehr niedriger Marktanteil muss nicht notwendig gegen die Bekanntheit sprechen (OLG Hamm WRP 2015, 1374 Rn 109).
- LG Frankfurt/Main, 17.04.2019 - 3 O 296/18
Ergänzender wettbewerbrechtlicher Leistungsschutz, Vermeidbare …
Für das Ausmaß der Bekanntheit kann es eine Rolle spielen, welchen Marktanteil und welche werbliche Präsenz das Produkt hat, wie lange es auf dem Markt ist, ob der Originalhersteller eine Pionierleistung erbracht hat und ob er sein Produkt aktiv gegen Nachahmer verteidigt hat (BGH, WRP 2013, 1189 - Regalsystem; OLG Hamm, WRP 2015, 1374, Rn. 69;… Köhler/Bornkamm/Feddersen/Köhler, UWG, 37. Aufl. 2019, § 4 Rn. 3.33).Ein weiteres Indiz für das Vorliegen der wettbewerblichen Eigenart ist ferner der nicht unerhebliche Kostenaufwand für die Herstellung der Leuchte "..." (so auch OLG Hamm, WRP 2015, 1374, Rn. 69;… Köhler/Bornkamm/Feddersen/Köhler, a.a.O., § 4 Rn. 3.33), der bis zum Prototyp rund 30.000,00 EUR betrug und bis zur Serienreife weitere rund 30.000,00 EUR zuzüglich Entwicklungskosten für elektronische Bauteile (rund 20.000,00 EUR) und Zulassungskosten (30.000,00 EUR).
Vielmehr kommt es darauf an, dass gerade die übernommenen Gestaltungsmerkmale geeignet sind, im Verkehr auf die betriebliche Herkunft hinzuweisen (BGH, GRUR 1999, 923, 926 - Tele-Info-CD; BGH, GRUR 2001, 251, 253 - Messerkennzeichnung; BGH, GRUR 2005, 166, 168 - Puppenausstattungen; BGH, GRUR 2007, 795 - Handtaschen; OLG Köln, GRUR-RR 2007, 100, 101; OLG Düsseldorf, MarkenR 2015, 102; OLG Hamm, WRP 2015, 1374, Rn. 133-135;… Köhler/Bornkamm/Feddersen/Köhler, a.a.O., § 4 Rn. 3.41a).
- OLG München, 12.07.2022 - 29 W 739/22
Unlautere Nachahmung der Aufmachung eines hochwertigen Schaumweingetränks
- LG München I, 16.01.2018 - 33 O 19778/16
Keine unlautere Nachahmung einer Damenhandtasche
Die Tasche "Le Pliage" der Klägerin besitzt hochgradige wettbewerbliche Eigenart (so im Ergebnis auch OLG Hamm, Urteil vom 16.06.2015, Az.: I-4 U 32/14, vorgelegt als Anlage K 7 und OLG Düsseldorf, Urteil vom 03.03.2016, Az.: I-15 U 30/15, vorgelegt als Anlage K 14).Rn. 30 3. Die wettbewerbliche Eigenart der klägerischen "Le Pliage" - Tasche ist auch nicht infolge einer vom Beklagten behaupteten häufigen Nachahmung geschwächt oder gar verloren gegangen (so im Ergebnis auch OLG Hamm, Urteil vom 16.06.2015, Az.: I-4 U 32/14, vorgelegt als Anlage K 7 und OLG Düsseldorf, Urteil vom 03.03.2016, Az.: I-15 U 30/15, vorgelegt als Anlage K 14).
Rn. 37 3. In diesem Punkt weicht die erkennende Kammer daher von der Rechtsprechung des OLG Hamm (Urteil vom 16.06.2015, Az.: I-4 U 32/14, vorgelegt als Anlage K 7) und des OLG Düsseldorf (Urteil vom 03.03.2016, Az.: I-15 U 30/15, vorgelegt als Anlage K 14) ab.
- OLG Hamburg, 12.10.2023 - 5 U 104/22
Buchstabentafel-Klappkiste
Die Bekanntheit kann sich aus entsprechenden Werbeanstrengungen, aus der Dauer der Marktpräsenz und den Absatzzahlen des Originals ergeben, wobei auch ein sehr niedriger Marktanteil nicht gegen die Bekanntheit sprechen muss (…Köhler in Köhler/Bornkamm/Feddersen, UWG, 41. Aufl., § 4 Rn. 3.41a; OLG Hamm BeckRS 2015, 15145 Rn. 127 - Gestreifte Falttasche). - OLG Hamburg, 21.10.2020 - 15 U 86/19
Vermeintlich wettbewerbswidriger Vertrieb von elektrischen Gitarren Nachahmung …
Der Senat kann die wettbewerbliche Eigenart in der Regel aus eigener Sachkunde feststellen, auch wenn die Richter nicht zu den angesprochenen Verkehrskreisen gehören (…BGH GRUR 2006, 79 Rn. 27 - Jeans I; OLG Köln GRUR-RR 2014, 336 (339); OLG Hamm WRP 2015, 1374 Rn. 58). - OLG München, 04.07.2019 - 29 U 533/18
Faltbare Handtasche
Rn. 6 Das Oberlandesgericht Hamm verurteilte eine gewerbliche Abnehmerin des Beklagten mit Entscheidung vom 16. Juni 2015 - 4 U 32/14, WRP 2015, 1374 - Le Pliage wegen des Angebots solcher Taschen zu Unterlassung sowie Auskunft und stellte deren Verpflichtung zum Schadensersatz fest.Insbesondere beruht es lediglich auf einer anderen Sachverhaltswürdigung, dass der Senat die angegriffene Gestaltung anders beurteilt als das Oberlandesgericht Hamm in dessen Urteil vom 16. Juni 2015 - 4 U 32/14; das vermag die Zulassung der Revision nicht zu rechtfertigen (…vgl. BGH NJW-RR 2012, 124 Rn. 13;… Ball in: Musielak/Voit, ZPO, 16. Aufl. 2019, Reichold in: Thomas/Putzo, ZPO, 40. Aufl. 2019, § 543 Rn. 4b;… § 543 Rn. 8a;… Bacher in: Cepl/Voß, Prozesskommentar zum Gewerblichen Rechtsschutz, 2. Aufl. 2018, § 543 Rn. 17a; jeweils m. w. N.).
- LG Dortmund, 31.08.2020 - 19 O 14/19 Das OLG Hamm bejaht in vergleichbaren Fällen das Vorliegen des Feststellungsinteresses nach § 256 Abs. 1 ZPO, wenn eine Bezifferung des Schadens derzeit noch nicht möglich ist (ohne auf die vorrangige Möglichkeit zur Erhebung einer Stufenklage zu verweisen; vgl. u.a. OLG Hamm, Urteil vom 16.06.2015, 4 U 32/14).
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Rechtsprechung
| OLG Saarbrücken, 12.03.2015 - 4 U 32/14 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
- Rechtsprechungsdatenbank Saarland
§ 9 StVG, § 254 Abs 1 BGB
Haftungsverteilung bei Verkehrsunfall: Kollision zwischen einem Motorrad und einem Fußgänger auf der Fahrbahn - juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Saarbrücken, 07.02.2014 - 4 O 502/09
- OLG Saarbrücken, 12.03.2015 - 4 U 32/14
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (24)
- OLG Hamm, 03.03.2000 - 9 U 154/99
Schadensersatzanspruch und Schmerzensgeld infolge eines Verkehrsunfalls; Absolute …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.03.2015 - 4 U 32/14
Dabei ist die zulässige Geschwindigkeit nicht allein "abstrakt" (etwa durch die Reichweite des Abblendlichts, vgl. OLG Hamm, Urteil vom 03. März 2000 - 9 U 154/99 -, Rn. 36, juris) festgelegt, sondern auf die Besonderheiten des erleuchteten Sichtfeldes abzustellen (BGH NJW 1984, 2412).Rn. 75 Fährt der Fahrzeugführer auf ein auf der Fahrbahn befindliches Hindernis auf, gilt zu seinem Nachteil der Beweis des ersten Anscheins, dass entweder sein Bremsweg länger als die Sichtweite oder seine Reaktion auf die rechtzeitig erkennbare Gefahr unzureichend gewesen sein muss (BGH VersR 1965, 88; BGH, VersR 1972, 258, 259; OLG Hamm OLGR 2001, 138;… Heß, in Burmann/Heß/Jahnke/Janker, Straßenverkehrsrecht 21. Aufl., § 25 StPO Rn. 19).
Rn. 76 Abweichendes kann dagegen in den Fällen gelten, in denen der Anhalteweg aufgrund besonderer Umstände ohne Verschulden des Auffahrenden verkürzt worden ist, etwa durch ein von der Seite her in den Anhalteweg geratendes Hindernis, mit dem der Auffahrende nicht rechnen konnte (vgl. etwa BGH NJW-RR 1987, 1235; BGH, VersR 1974, 997, 998 m.w.Nachw; OLG Hamm OLGR 2001, 138 Burmann/Heß/Jahnke/Janker, Straßenverkehrsrecht 21. Aufl., § 25 StPO Rn. 19).
- BGH, 20.03.2001 - VI ZR 325/99
Feststellungsinteresse für immaterielle Zukunftsschäden
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.03.2015 - 4 U 32/14
Ein Feststellungsinteresse (§ 256 Abs. 1 ZPO) ist nur zu verneinen, wenn aus der Sicht des Geschädigten bei verständiger Würdigung kein Grund gegeben ist, mit dem Eintritt eines Schadens wenigstens zu rechnen (BGH VersR 2001, 876; VersR 2001, 874, 875).Rn. 133 Für das erforderliche Feststellungsinteresse im Sinne von § 256 ZPO reicht es aus, dass künftige Schadensfolgen (wenn auch nur entfernt) möglich, ihre Art und ihr Umfang, sogar ihr Eintritt aber noch ungewiss sind (BGH NJW 2001, 3414; BGH NJW-RR 1989, 1367;… Greger in: Zöller, ZPO, 29. Auflage 2012, § 256 Rdn. 8a).
- BGH, 02.07.1992 - IX ZR 256/91
Schadensersatzpflicht des Rechtsanwalts wegen versäumten Vorbehalts beschränkter …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.03.2015 - 4 U 32/14
Jedenfalls eine deutlich überwiegende, auf gesicherter Grundlage beruhende Wahrscheinlichkeit reicht für die richterliche Überzeugungsbildung aus (BGH NJW 1970, 1971; 1976, 1145, 1146; 1992, 2694, 2695).§ 287 ZPO erleichtert dem Geschädigten darüber hinaus auch die Darlegungslast (BGH NJW 1992, 2694, 2695).
- OLG Saarbrücken, 13.04.2010 - 4 U 425/09
Schadenersatz aus Verkehrsunfall: Haftungsverteilung bei dem Sturz eines …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.03.2015 - 4 U 32/14
Rn. 99 Dabei kann, wenn sich ein Verkehrsunfall im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Überqueren der Fahrbahn durch einen Fußgänger ereignet, der Anscheinsbeweis dafür streiten, dass der Fußgänger unter Missachtung der Sorgfaltsanforderungen des § 25 Abs. 3 StVO ohne hinreichende Beachtung des Fahrzeugverkehrs auf die Fahrbahn trat (Senat, NJW 2010, 2525).Rn. 107 Zwar ist das Rechtsinstitut der Wahlfeststellung auch im Bereich des Zivilrechts anwendbar (vgl. nur BGH MDR 1988, 41; siehe auch Senat, NJW 2010, 2525).
- KG, 15.01.2007 - 12 U 205/06
Schadensersatz aus Verkehrsunfall: Haftung bei der Kollision eines in eine …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.03.2015 - 4 U 32/14
Es ist nach der Erfahrung des für Verkehrsunfälle zuständigen Senats für nicht besonders darin geübte Personen ausgeschlossen, die Geschwindigkeit eines anderen Fahrzeugs ohne weitere Orientierungen auch nur annähernd verlässlich zu schätzen (so auch KG Berlin, ZfSch 2011, 508; KG Berlin, VRS 113, 28 = SP 2007, 315 = NZV 2007, 524 = KGR 2007, 814).Für den Beweis einer bestimmten Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ist der Zeugenbeweis deshalb ein grundsätzlich ungeeignetes Beweismittel, wenn nicht die besondere Sachkunde des Zeugen dargelegt oder Bezugstatsachen erläutert werden (vgl. wiederum KG Berlin, ZfSch 2011, 508; KG Berlin, VRS 113, 28 = SP 2007, 315 = NZV 2007, 524 = KGR 2007, 814).
- KG, 22.09.2010 - 12 U 203/09
Haftung bei Verkehrsunfall: Zeugenbeweis als geeignetes Beweismittel zum Nachweis …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.03.2015 - 4 U 32/14
Es ist nach der Erfahrung des für Verkehrsunfälle zuständigen Senats für nicht besonders darin geübte Personen ausgeschlossen, die Geschwindigkeit eines anderen Fahrzeugs ohne weitere Orientierungen auch nur annähernd verlässlich zu schätzen (so auch KG Berlin, ZfSch 2011, 508; KG Berlin, VRS 113, 28 = SP 2007, 315 = NZV 2007, 524 = KGR 2007, 814).Für den Beweis einer bestimmten Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ist der Zeugenbeweis deshalb ein grundsätzlich ungeeignetes Beweismittel, wenn nicht die besondere Sachkunde des Zeugen dargelegt oder Bezugstatsachen erläutert werden (vgl. wiederum KG Berlin, ZfSch 2011, 508; KG Berlin, VRS 113, 28 = SP 2007, 315 = NZV 2007, 524 = KGR 2007, 814).
- BGH, 16.01.2001 - VI ZR 381/99
Feststellungsinteresse bei Klage auf Ersatz künftigen Schadens
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.03.2015 - 4 U 32/14
Ein Feststellungsinteresse (§ 256 Abs. 1 ZPO) ist nur zu verneinen, wenn aus der Sicht des Geschädigten bei verständiger Würdigung kein Grund gegeben ist, mit dem Eintritt eines Schadens wenigstens zu rechnen (BGH VersR 2001, 876; VersR 2001, 874, 875). - BGH, 09.01.2007 - VI ZR 133/06
Zulässigkeit einer Klage auf Festsetzung der deliktischen Verpflichtung eines …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.03.2015 - 4 U 32/14
Rn. 135 Ein zulässiger Feststellungsantrag ist begründet, wenn die sachlichen und rechtlichen Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs vorliegen, also ein haftungsrechtlich relevanter Eingriff gegeben ist, der zu möglichen künftigen Schäden führen kann (BGH VersR 2007, 708). - BGH, 23.06.1987 - VI ZR 188/86
Pflichten eines Kraftfahrers bei Dunkelheit; Berechnung des Unterhaltsanspruchs …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.03.2015 - 4 U 32/14
Rn. 76 Abweichendes kann dagegen in den Fällen gelten, in denen der Anhalteweg aufgrund besonderer Umstände ohne Verschulden des Auffahrenden verkürzt worden ist, etwa durch ein von der Seite her in den Anhalteweg geratendes Hindernis, mit dem der Auffahrende nicht rechnen konnte (vgl. etwa BGH NJW-RR 1987, 1235; BGH, VersR 1974, 997, 998 m.w.Nachw;… OLG Hamm OLGR 2001, 138 Burmann/Heß/Jahnke/Janker, Straßenverkehrsrecht 21. Aufl., § 25 StPO Rn. 19). - BGH, 02.12.1975 - VI ZR 79/74
Verkehrssicherungspflicht des Krankenhausträgers; Zutritt zur Säuglings- und …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 12.03.2015 - 4 U 32/14
Jedenfalls eine deutlich überwiegende, auf gesicherter Grundlage beruhende Wahrscheinlichkeit reicht für die richterliche Überzeugungsbildung aus (BGH NJW 1970, 1971; 1976, 1145, 1146; 1992, 2694, 2695). - BGH, 28.04.1982 - IVa ZR 8/81
Nachweis der Verursachung eines Vermögensschadens durch eine Vertragsverletzung
- OLG Rostock, 21.10.2005 - 8 U 88/04
Haftungsverteilung bei Anfahren eines die Fahrbahn überquerenden Fußgängers
- BGH, 20.02.1975 - VI ZR 129/73
Schuldhafte Verletzung eines Anwaltsvertrages - Anspruch auf Schadensersatz - …
- BGH, 23.11.1971 - VI ZR 105/70
Pflichten des Fußgängers bei Herannahen von Fahrzeugen zur Nachtzeit
- LG Gera, 19.07.2011 - 2 O 930/10
Regress - Forderungsaufstellung einer Krankenkasse gegenüber einem …
- BGH, 14.05.1974 - VI ZR 106/73
Haftungsverteilung bei Kollision eines überholenden Fahrzeugs mit einem …
- KG, 28.10.1976 - 12 U 3210/76
Fußgänger; Umweg; Überweg; Ampel; Unfall; Verschulden; Betriebsgefahr
- BGH, 21.11.2006 - VI ZR 115/05
Abwägung der Verursachungsanteile bei Fehlen der Fahrerlaubnis; Umfang des …
- BGH, 15.05.1984 - VI ZR 161/82
Pflichten des Kraftfahrers auf Autobahnen bei Dunkelheit
- OLG Hamm, 27.05.1998 - 13 U 29/98
Schadensersatz wegen eines Sturzes als Fahrgast eines Linienbusses; Scharfes …
- OLG Koblenz, 11.12.2006 - 12 U 1184/04
Fußgängerunfall: Betreten der Fahrbahn bei auf rot geschalteter Fußgängerampel; …
- KG, 24.06.2010 - 12 U 178/09
Haftung bei Verkehrsunfall: Kollision mit einem Fußgänger beim rückwärts …
- OLG Schleswig, 09.02.2011 - 7 U 44/10
Haftungsverteilung bei Kollision eines angepasst fahrenden Pkw mit einem …
- BGH, 24.06.1975 - VI ZR 159/74
Unterlassen eines Hupzeichens während einer Vollbremsung; Erhöhung der …
- BGH, 09.07.2024 - VI ZR 252/23
Regress durch GKV: Abweichungen von zivilrechtlicher Beweislast durch …
Rn. 17 aa) Ausgehend von dem Grundgedanken, dass die Rechtsposition des Schuldners durch einen Forderungsübergang nicht verschlechtert werden darf (…vgl. Senatsurteil vom 24. April 2012 - VI ZR 329/10, VersR 2012, 924 Rn. 21;… Erman/Martens, BGB, 17. Aufl., § 412 Rn. 2), und dem Grundsatz, dass der Anspruchssteller die anspruchsbegründenden Tatsachen darzulegen und zu beweisen hat (…Senatsurteil vom 4. Dezember 2012 - VI ZR 381/11, NJW-RR 2013, 536 Rn. 10), treffen den Sozialversicherungsträger, der den auf ihn übergegangenen Schadensersatzanspruch geltend macht, im Grundsatz die gleichen Anforderungen an die Darlegungs- und Beweislast wie den Geschädigten, würde er den Schadensersatzanspruch selbst geltend machen (…vgl. Senatsurteile vom 23. Juni 2020 - VI ZR 435/19, VersR 2021, 1497 Rn. 10 [zu § 6 EFZG];… vom 23. Februar 2010 - VI ZR 331/08, VersR 2010, 550 Rn. 13; OLG Karlsruhe…, Beschluss vom 30. Januar 2024 - 1 W 24/23, juris Rn. 19;… OLG Hamm, NZV 2024, 133 Rn. 35 f.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 12. März 2015 - 4 U 32/14, juris Rn. 120; OLG Jena, Urteil vom 15. Mai 2012 - 4 U 661/11, BeckRS 2012, 12085;… Giesen in Henssler/Willemsen/Kalb, Arbeitsrecht, 11. Aufl., SGB X § 116 Rn. 28a;… von Koppenfels-Spies in Rolfs/Giesen/Meßling/Udsching, BeckOK Sozialrecht, 72. Ed. 2024, SGB X § 116 Rn. 6; Seiler, VersR 2024, 195, 198; Möhlenkamp, VersR 2024, 209, 210 ff.;… Drewes, NZV 2024, 136 Rn. 10; Lang, r+s 2023, 930; Werner, NJW-Spezial 2022, 9; Wieland, NZV 2022, 178, 179; aA Prelinger, NZV 2024, 233). - OLG Karlsruhe, 30.01.2024 - 1 W 24/23
Entscheidung über die Kosten des Rechtsstreits nach übereinstimmender …
Dabei hat der gesetzliche Forderungsübergang auf die Darlegungs- und Beweislast für den geltend gemachten Schaden weder bezüglich haftungsbegründender noch haftungsausfüllender Kausalität grundsätzlich Einfluss (arg. §§ 412, 404 BGB;… vgl. auch BGH, Urt. v. 23.06.2020 - VI ZR 435/19 [juris Rn. 10];… Urt. v. 24.04.2012 - VI ZR 329/10 [juris Rn. 21]; OLG Saarbrücken, Urt. v. 12.03.2015 - 4 U 32/14 [juris Rn. 120];… OLG Jena, Urt. v. 15.05.2012 - 4 U 661/11 [juris Rn. 60];… Ruland/Becker/Axer - Plagemann/Fischer, SRH, 7. Aufl. 2022, § 10 Rn. 5;… Wussow - Schneider, UnfallhaftpflichtR, 17. Aufl. 2021, § 36 Rn. 44; Werner, NJW-Spezial 2022, 9 [9]; Wieland, NZV 2022, 178 [180]; Lang, RuS 2023, 930 [930]; Burmann/Jahnke, RuS 2023, 145 [148] m. w. N.).Eine Bindung des Schädigers oder des Gerichts an die Abrechnung des Leistungserbringers - hier des Krankenhauses - besteht insoweit nicht; für eine analoge Anwendung der gesetzlich angeordneten Bindung der (Zivil-)Gerichte an eine unanfechtbare (sozialrechtliche) Entscheidung, dass und in welchem Umfang der Leistungsträger zur Leistung verpflichtet ist (§ 118 SGB X;… vgl. dazu im Übrigen auch BGH, Urt. v. 16.03.2021 - VI ZR 773/20 [juris Rn. 20];… Urt. v. 20.10.2011 - III ZR 252/10 [juris Rn. 9];… Urt. v. 05.05.2009 - VI ZR 208/08 [juris Rn. 13];… jurisPK/SGB - Peters-Lange, 01.12.2017, § 118 SGB X Rn. 14;… jurisPK/StVR - Halbach, 03.05.2023, § 118 SGB X Rn. 13 und 15 f.), besteht - schon angesichts der im Rahmen des übergegangenen Anspruches grundsätzlich nach zivilrechtlichen Maßstäben zu beurteilenden Haftung des Schädigers (…vgl. dazu auch BGH, Urt. v. 23.02.2010 - VI ZR 331/08 [juris Rn. 12 ff.]) - weder Anlass noch Raum (…vgl. auch OLG Oldenburg, Urt. v. 19.01.2011 - 5 U 113/10 [juris Rn. 27]; OLG Saarbrücken, Urt. v. 12.03.2015 - 4 U 32/14 [juris Rn. 120];… LG Heilbronn, Urt. v. 02.02.2023 - Rt 6 S 12/22 [juris Rn. 32]; Burmann/Jahnke, RuS 2023, 145 [148]; Lang, RuS 2023, 930 [931];… a. A. OLG Naumburg, Urt. v. 06.07.2023 - 9 U 125/22 [juris Rn. 73 ff.]; Prelinger , VersR 2022, 1337 [1345]).
- LG Würzburg, 04.05.2020 - 14 O 1455/19
Tierhalterhaftung nach Sturz von schreckendem Pferd
Die Vorlage von weiteren Zahlungsbelegen wie Kontoauszügen war nicht erforderlich, zumal es nicht nur unwahrscheinlich, sondern nachgerade abwegig erscheint, dass die Klägerin als Körperschaft des öffentlichen Rechts Zahlungen an Versicherungsnehmer ersetzt verlangen soll, die sie tatsächlich nicht erbracht hat (vgl. Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken, Urteil vom 12. März 2015 - 4 U 32/14 -, juris).
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