Rechtsprechung
| OVG Berlin-Brandenburg, 16.02.2010 - 5 S 3.10 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- openjur.de
- Entscheidungsdatenbank Berlin
Umfang der Mitgliedschaft eines Studierenden an der TU Berlin; keine Gleichwertigkeit eines iranischen Studiums mit deutschem Studiengang; Rahmenordnung und Bewertungsvorschläge sind antizipierte Sachverständigengutachten
- Entscheidungsdatenbank Brandenburg
§ 14 Abs 1 HSchulG BE, § 61 Abs 1 S 2 SchulG BE
Umfang der Mitgliedschaft eines Studierenden an der TU Berlin; keine Gleichwertigkeit eines iranischen Studiums mit deutschem Studiengang; Rahmenordnung und Bewertungsvorschläge sind antizipierte Sachverständigengutachten - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (2)
- BVerwG, 06.01.1999 - 6 B 19.98
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 16.02.2010 - 5 S 3.10
Sie setzen kein Recht, sondern geben Empfehlungen für eine einheitliche Verwaltungspraxis (Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 6. Januar 1999 - BVerwG 6 B 19.98 -, Juris Rn. 3). - OVG Berlin-Brandenburg, 05.04.2006 - 8 N 55.04
Anerkennung eines russischen mittleren Schulabschlusses als der deutschen …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 16.02.2010 - 5 S 3.10
Die Rahmenordnung und die Bewertungsvorschläge sind jedoch bei der Prüfung der gem. § 61 Abs. 1 Satz 2 SchulG bzw. der gem. § 3 Abs. 1 Satz 2 Ordnung TU maßgeblichen Gleichwertigkeit als sogenanntes "antizipiertes Sachverständigengutachten" von einer Behörde oder einem Gericht grundsätzlich zu beachten (vgl. Beschluss des ehemals für Hochschulrecht zuständigen 8. Senats des Oberverwaltungsgerichts Berlin vom 5. April 2006 - OVG 8 N 55.04 - unter Hinweis auf den Beschluss des VGH Mannheim vom 13. Oktober 2000 - 9 S 2236.00 -, Juris Rn. 16).
- OVG Bremen, 30.09.2020 - 2 B 196/20 Der Begriff des "antizipierten" Sachverständigengutachtens, der in der Rechtsprechung für Bewertungsvorschläge der ZAB diskutiert wird (vgl. einerseits OVG Bln-Bbg, Beschl. v. 16.02.2010 - 5 S 3.10, juris Rn. 6;… Hess. VGH , Urt. v. 25.01.2008 - 7 UE 533/06, juris Rn. 34;… VGH B-W, Beschl. v. 13.10.2000 - 9 S 2236/00, juris Rn. 16;… VG Düsseldorf, Urt. v. 12.12.2018 - 7 K 12179/16, juris Rn. 57;… VG Magdeburg, Urt. v. 26.09.2018 - 7 A 750/16, juris Rn. 35;… VG Köln, Urt. v. 26.04.2012 - 6 K 730/10, juris Rn. 24 und andererseits Nds. OVG, Beschl. v. 30.11.2004 - 8 LA 123/04, juris Rn. 8;… VG Karlsruhe, Urt. v. 21.08.2018 - 1 K 4390/17, juris Rn. 61;… VG Hannover, Urt. v. 16.02.2005 - 5 A 2871/02, juris Rn. 36), passt auf die Stellungnahme vom 25.11.2019 schon deshalb nicht, weil die Stellungnahme nicht unabhängig vom und vor der Entstehung des konkreten Rechtsstreits verfasst wurde, sondern nach Stellung des Eilantrags in Bezug auf den konkreten Fall des Antragstellers.
- VG Düsseldorf, 08.06.2022 - 15 K 1562/20
Doktorgrad Befugnis Führen Nordzypern Europäische Union Mitgliedstaat Türkei
Rn. 93 Vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 2. März 2021, 4 M 26/21 , juris Rdnr. 11; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 16. Februar 2010, OVG 5 S 3.10, juris Rdnr. 6; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 13. Oktober 2000, 9 S 2236/00, juris Rdnr. 16. - OVG Sachsen-Anhalt, 02.03.2021 - 4 M 26/21
Zulassung zum Hochschulstudium mit ausländischem Bildungsabschluss
Sie binden damit als "antizipiertes Sachverständigengutachten" in dem Sinne, dass sich die Behörde oder das Gericht über sie nur hinwegsetzen können, wenn sie entweder als methodisch zweifelhaft oder sachlich überholt widerlegt werden oder aber wenn im jeweiligen Einzelfall Besonderheiten auftreten, die von ihnen erkennbar nicht bedacht worden sind (vgl. VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 13. Oktober 2000 - 9 S 2236/00 -, juris, Rn. 16; dem folgend OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 16. Februar 2010 - OVG 5 S 3.10 -, juris, Rn. 6; VG Magdeburg…, Urteil vom 26. September 2018 - 7 A 750/16 -, juris, Rn. 35 ).
- VG Halle, 02.10.2025 - 6 B 398/24 Sie binden damit als "antizipiertes Sachverständigengutachten" in dem Sinne, dass sich die Behörde oder das Gericht über sie nur hinwegsetzen können, wenn sie entweder als methodisch zweifelhaft oder sachlich überholt widerlegt werden oder aber wenn im jeweiligen Einzelfall Besonderheiten auftreten, die von ihnen erkennbar nicht bedacht worden sind (vgl. OVG Sachsen-Anhalt…, Beschluss vom 2. März 2021 - 4 M 26/21 -, juris Rn. 11 ; VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 13. Oktober 2000 - 9 S 2236/00 - , juris, Rn. 16; dem folgend OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 16. Februar 2010 - OVG 5 S 3.10 -, juris, Rn. 6; VG Magdeburg…, Urteil vom 26. September 2018 - 7 A 750/16 - , juris, Rn. 35 ).
- OVG Bremen, 27.11.2020 - 2 PA 192/20 Hinsichtlich der Feststellung von Tatsachen, die die Bildungsbehörden und Gerichte zur Beurteilung der Gleichwertigkeit eines ausländischen mit einem deutschen Bildungsabschluss benötigen, kommt der ZAB aufgrund ihrer umfangreichen Erfahrungen auf diesem Gebiet zwar eine spezifische Sachkunde zu (…vgl. BVerwG, Urt. v. 11.12.2008 - 3 C 33/07, juris Rn. 22), die es erlaubt, die Bewertungsempfehlungen jedenfalls als amtliche Auskünfte zu verwerten (…BVerwG, Beschl. v. 18.07.1997 - 5 B 156/96, juris Rn. 9;… Nds. OVG, Beschl. v. 30.11.2004 - 8 LA 123/04, juris Rn. 8;… VG Karlsruhe, Urt. v. 21.08.2018 - 1 K 4390/17, juris Rn. 61;… VG Hannover, Urt. v. 16.02.2005 - 5 A 2871/02, juris Rn. 36; zur Behandlung sogar als antizipierte Sachverständigengutachten vgl. OVG Bln-Bbg, Beschl. v. 16.02.2010 - 5 S 3.10, juris Rn. 6;… Hess. VGH , Urt. v. 25.01.2008 - 7 UE 533/06, juris Rn. 34;… VGH B-W, Beschl. v. 13.10.2000 - 9 S 2236/00, juris Rn. 16;… VG Düsseldorf, Urt. v. 12.12.2018 - 7 K 12179/16, juris Rn. 57;… VG Magdeburg, Urt. v. 26.09.2018 - 7 A 750/16, juris Rn. 35;… VG Köln, Urt. v. 26.04.2012 - 6 K 730/10, juris Rn. 24).
- VG Magdeburg, 26.09.2018 - 7 A 750/16
Anerkennung eines ausländischen (englischen) Bildungsabschlusses
Sie haben jedoch die Bedeutung eines sog. antizipierten Sachverständigengutachtens (so bereits OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 16.02.2010 - OVG 5 S 3.10 - zitiert nach juris, und Beschluss vom 05.04.2006 - OVG 8 N 55.04 - unter Hinweis auf VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 13.10.2000 - 9 S 2236/00 - zitiert nach juris). - OVG Berlin-Brandenburg, 09.07.2018 - 5 S 1.18
Beschwerde; Hochschulzulassung; -zugang; Abitur; Vereinigtes Königreich: Wales, …
Die Antragstellerin, die diese Voraussetzung unstreitig nicht erfüllt, stellt - zu Recht - nicht die Verwendung der Bewertungsvorschläge als so genannte antizipierte Sachverständigengutachten grundsätzlich in Frage (vgl. dazu Beschluss des Senats vom 16. Februar 2010 - OVG 5 S 3.10 -, juris Rn. 6), hält jedoch die Bewertung im Einzelfall für unzutreffend. - VG Berlin, 17.06.2025 - 12 K 227.23
Genehmigung zum Führen der Berufsbezeichnung "Ingenieur": Gleichwertigkeit eines …
Insoweit liegt es anders als bei - abstrakt-generellen - Beschlüssen der Kultusministerkonferenz oder - ebenfalls abstrakt-generellen - Bewertungsvorschlägen der ZAB, welche als sogenannte 'antizipierte Sachverständigengutachten' einzuordnen sein mögen (hierzu OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 16. Februar 2010 - 5 S 3.10 - juris Rn. 6;… zuvor Beschluss vom 5. April 2006 - 8 N 55.04 - juris Rn. 21; VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 13. Oktober 2000 - 9 S 2236/00 - juris Rn. 16). - VG München, 18.11.2024 - M 3 E 24.6521
Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung mittels in den USA erworbenen …
Rn. 21 Diese in der Datenbank "anabin" für das jeweilige Land aufgelisteten Vorgaben binden als antizipiertes Sachverständigengutachten in dem Sinne, dass sich die Hochschule und/oder die Zeugnisanerkennungsstelle bzw. das Gericht bei der Beurteilung der Gleichwertigkeit des ausländischen Schulabschlusses über sie nur hinwegsetzen können, wenn die den Vorgaben zugrundeliegenden Bewertungen entweder als methodisch zweifelhaft oder sachlich überholt widerlegt werden oder aber, wenn im jeweiligen Einzelfall Besonderheiten auftreten, die erkennbar nicht bedacht worden sind (…BayVGH, B.v. 25.1.2022 - 7 CE 21.2684 - juris Rn. 6;… B.v. 7.3.2022 - 7 ZB 20.197 - juris Rn. 13;… B.v. 19.4.2023 - 7 ZB 21.1292 - juris Rn. 25; OVG Berlin-Bbg, B.v. 16.10.2010 - OVG 5 S 3.10 - juris Rn. 6;… OVG LSA, B.v. 2.3.2021 - 4 M 26/21 - juris Rn. 11;… VGH BW, B.v. 14.3.2024 - 9 S 1099/23 - juris Rn. 6 m.w.N.;… vgl. auch: Dieterich in: Fischer/Jeremias/Dieterich, Prüfungsrecht, 8. Aufl. 2022, Rn. 753; andere Rechtslage wohl in NW aufgrund § 7 Abs. 3 GlVO: "Die Bewertungsvorschläge der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen sind für Nordrhein-Westfalen verbindlich, soweit das für Schulen zuständige Ministerium im Einzelfall nichts anderes bestimmt.";… vgl. dazu VG Köln, B.v. 18.3.2024 - 6 L 2300/23 - juris Rn. 10). - VG Berlin, 02.08.2023 - 12 K 187.22 Sie haben jedoch die Bedeutung eines antizipierten Sachverständigengutachtens (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 16. Februar 2010 - OVG 5 S 3.10 -, juris Rn. 6; VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 13. Oktober 2000 - 9 S 2236/00 -, juris Rn. 16).
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Rechtsprechung
| LG Bonn, 03.11.2010 - 5 S 3/10 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
Gaspreisanpassungsklausel, Sondervertragskunden, Rückforderungsanspruch
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
§§ 306, 307, 812, 820 BGB
Gaspreisanpassungsklausel, Sondervertragskunden, Rückforderungsanspruch - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Begründung eines stillschweigend vereinbarten neuen Gaspreises mit Sondervertragskunden durch den Weiterbezug von Gas bei Unwirksamkeit einer Gaspreisanpassungsklausel; Anforderungen an die Wirksamkeit einer Gaspreisanpassungsklausel als Vertragsbestandteil; Verwirkung ...
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Begründung eines stillschweigend vereinbarten neuen Gaspreises mit Sondervertragskunden durch den Weiterbezug von Gas bei Unwirksamkeit einer Gaspreisanpassungsklausel; Anforderungen an die Wirksamkeit einer Gaspreisanpassungsklausel als Vertragsbestandteil; Verwirkung ...
Verfahrensgang
- AG Euskirchen, 04.12.2009 - 17 C 430/09
- LG Bonn, 03.11.2010 - 5 S 3/10
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (29)
- BGH, 17.12.2008 - VIII ZR 274/06
Unwirksame Preisanpassungsklausel in einem Gasversorgungs-Sondervertrag
Auszug aus LG Bonn, 03.11.2010 - 5 S 3/10
Nach Bekanntwerden des Inhaltes des Urteils des Bundesgerichtshofes vom 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - fordert er nunmehr von der Beklagten unter dem Gesichtspunkt der ungerechtfertigten Bereicherung die Rückzahlung der aufgrund der unter Hinweis auf § 3 des Gasversorgungsvertrages durchgeführten Gaspreiserhöhungen vereinnahmten Mehrbetrages zurück.Als Ergebnis dieser Kontrolle ist sie gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 und 2 BGB unwirksam, weil sie hinsichtlich des Umfangs der Preisänderung nicht klar und verständlich ist und die Kunden deswegen unangemessen benachteiligt (BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff.; vgl. dazu auch OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.;… AG Hamburg-Bergehof Urt. v. 15.05.2009 - 409 C 10/09 -ZMR 2009, 692ff.;… LG Köln Urt. v. 16.09.2009 - 90 O 50/09 - RdE 2009, 386).
Denn der Preisanpassungsklausel lässt sich auch im Wege der Auslegung nicht entnehmen, in welchem Umfang der Gaspreis bei einer Änderung der allgemeinen Tarife erhöht oder gesenkt wird (BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff.; OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.).
Der Kläger durfte daher davon ausgehen, dass § 3 des Sondervertrags eine abschließende Regelung zu Preiserhöhungen enthält (vgl. BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - NJW 2009, 578f.).
Aus der unwirksamen Klausel wird lediglich deutlich, dass die Gaspreise sich jeweils in der gleichen Richtung wie die Tarifpreise ändern sollen, dass also bei einer Senkung der allgemeinen Tarifpreise nur eine Senkung, nicht aber eine Erhöhung des Gaspreises in Betracht kommt und umgekehrt (so BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff., Juris Rdnr. 15 zu der hier in Rede stehenden Klausel aus § 3 des Gaslieferungsvertrages).
Die Frage nach dem Umfang der jeweiligen Erhöhung oder Senkung war aber bereits hinsichtlich der unwirksamen Klausel auch im Wege der Auslegung nicht hinreichend zu klären (so BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff., Juris Rdnr. 15 ebenfalls zu der hier in Rede stehenden Klausel).
Der Bundesgerichtshof hatte zur Auslegung der hier in Rede stehenden Klausel ausgeführt, es sei nicht feststellbar, welche denkbare Lösungsmöglichkeit die kundenfreundlichste sei, und hatte hierzu die nachfolgenden Beispiele gebildet ( BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff., Juris Rdnr. 15):.
Rn. 51 Ein unzumutbares Ergebnis zu Lasten des Gasversorgers wird daher dann nicht angenommen, wenn dieser sich nach Ablauf einer Mindestvertragslaufzeit vom Vertrag lösen kann; wenn er bis zu diesem Zeitpunkt an den vertraglich vereinbarten Preis gebunden bleibt, führt bereits dies nicht ohne Weiteres zu einem unzumutbaren Ergebnis (vgl. dazu auch BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff.;… BGH Urt. v. 28.10.2009 - VII ZR 320/07 - WM 2010, 228ff.;… BGH Urt. v. 15.07.2009 - VIII ZR 225/07 - BGHZ 182, 59ff.;… BGH Urt. v. 29.04.2008 - KZR 2/07 - BGHZ 176, 244ff.; OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - nicht veröffentlicht;… OLG Hamm Urt. v. 29.05.2009 - 19 U 52/08 - VuR 2009, 316;… OLG Oldenburg Urt. v. 05.09.2008 - 12 U 49/07 - OLGR Oldenburg 2008, 885, zitiert in Juris Rdnr. 92;… AG Hamburg-Bergehof Urt. v. 15.05.2009 - 409 C 10/09 -ZMR 2009, 692ff.).
Die Beklagte hätte dieses Risiko durch Kündigung des Gaslieferungsvertrages ab Erhalt des ersten Widerspruches im Oktober 2005 begrenzen können (vgl. dazu zu der hier in Rede stehenden Klausel auch BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff. sowie in Juris Rdnr. 24f.), wobei das wirtschaftliche Gesamtrisiko für die Beklagte ohnehin auf die verjährungsfreie Zeit der Gaslieferung begrenzt ist.
Zwar kommt es für die Frage der Wirksamkeit der in Rede stehenden Preisanpassungen entgegen der von dem Kläger in seinen Schreiben geäußerten Auffassung nicht darauf an, ob die Preiserhöhungen einer Billigkeitskontrolle gemäß § 315 Abs. 3 BGB standhielten (BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff. sowie in Juris Rdnr. 12.).
- OLG Köln, 19.02.2010 - 19 U 143/09
Wirksamkeit einer formularmäßigen Preisanpassungsklausel für die Versorgung mit …
Auszug aus LG Bonn, 03.11.2010 - 5 S 3/10
Als Ergebnis dieser Kontrolle ist sie gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 und 2 BGB unwirksam, weil sie hinsichtlich des Umfangs der Preisänderung nicht klar und verständlich ist und die Kunden deswegen unangemessen benachteiligt (…BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff.; vgl. dazu auch OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.;… AG Hamburg-Bergehof Urt. v. 15.05.2009 - 409 C 10/09 -ZMR 2009, 692ff.;… LG Köln Urt. v. 16.09.2009 - 90 O 50/09 - RdE 2009, 386).Denn der Preisanpassungsklausel lässt sich auch im Wege der Auslegung nicht entnehmen, in welchem Umfang der Gaspreis bei einer Änderung der allgemeinen Tarife erhöht oder gesenkt wird (…BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff.; OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.).
Bei einer einseitigen Erhöhung von Gaspreisen durch den Gasversorger gegenüber Sondervertragskunden wird der von dem Versorger veröffentlichte Gaspreis auch dann nicht zum individuell vereinbarten Preis, wenn der Kunde auf die ihm individuell bekannt gegebene Preiserhöhung weiterhin widerspruchslos Gas bezieht, ohne zum Ausdruck zu bringen, dass er das vom Gasversorger gewünschte erhöhte Entgelt nicht entrichten möchte (…vgl. BGH Urt. v. 14.07.2010 - VIII ZR 246/08 - MDR 2010, 1096f. und Juris Rdnr. 57;… OLG Hamm Urt. v. 29.05.2009 - 19 U 52/08 - VuR 2009, 316; a.A. OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.;… OLG Frankfurt/Main Urt. v. 13.10.2009 - 11 U 28/09 (Kart) - RdE 2010, 104;… LG Bonn Urt. v. 24.03.2010 - 1 O 226/09 - nicht veröffentlicht;… LG Köln Urt. v. 16.09.2009 - 90 O 50/09 - RdE 2009, 386;… LG Dresden Urt. v. 11.09.2008 - 6 O 1981/07 - RdE 2009, 33ff.;… OLG Oldenburg Urt. v. 05.09.2008 - 12 U 49/07 - OLGR Oldenburg 2008, 885, zitiert in Juris Rdnr. 94).
Rn. 39 Eine ergänzende Vertragsauslegung kommt jedenfalls dann in Betracht, wenn sich die mit dem Wegfall einer unwirksamen Klausel entstehende Lücke nicht durch dispositives Gesetzesrecht füllen lässt und dies zu einem Ergebnis führt, das den beiderseitigen Interessen nicht mehr in vertretbarer Weise Rechnung trägt, sondern das Vertragsgefüge einseitig zugunsten des Kunden verschiebt (…BGH Urt. v. 28.10.2009 - VII ZR 320/07 - WM 2010, 228ff.;… BGH Urt. v. 15.07.2009 - VIII ZR 225/07 - BGHZ 182, 59ff.;… BGH Urt. v. 01.02.1984 - VIII ZR 54/83 - BGHZ 90, 69ff.; OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.).
Aus gleichen Gründen scheidet daher auch eine Anwendung des § 315 BGB aus (vgl. dazu auch OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - OLG Köln Urt. v. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff., zitiert Juris Rdnr. 41).
Rn. 51 Ein unzumutbares Ergebnis zu Lasten des Gasversorgers wird daher dann nicht angenommen, wenn dieser sich nach Ablauf einer Mindestvertragslaufzeit vom Vertrag lösen kann; wenn er bis zu diesem Zeitpunkt an den vertraglich vereinbarten Preis gebunden bleibt, führt bereits dies nicht ohne Weiteres zu einem unzumutbaren Ergebnis (…vgl. dazu auch BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff.;… BGH Urt. v. 28.10.2009 - VII ZR 320/07 - WM 2010, 228ff.;… BGH Urt. v. 15.07.2009 - VIII ZR 225/07 - BGHZ 182, 59ff.;… BGH Urt. v. 29.04.2008 - KZR 2/07 - BGHZ 176, 244ff.; OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - nicht veröffentlicht;… OLG Hamm Urt. v. 29.05.2009 - 19 U 52/08 - VuR 2009, 316;… OLG Oldenburg Urt. v. 05.09.2008 - 12 U 49/07 - OLGR Oldenburg 2008, 885, zitiert in Juris Rdnr. 92;… AG Hamburg-Bergehof Urt. v. 15.05.2009 - 409 C 10/09 -ZMR 2009, 692ff.).
Bei der Leistungskondiktion ist daher maßgeblich, wer nach den Vorschriften des fehlgeschlagenen Geschäftes das Entreicherungsrisiko zu tragen hat (…BGH Urt. v. 12.05.1998 - XI ZR 79/97 - NJW 1998, 2429ff., Juris Rdnr. 19;… BGH Urt. v. 25.10.1989 - VIII ZR 105/88 - NJW 1990, 314ff., Juris Rdnr. 18; OLG Köln Urt. v. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.;… Palandt/Sprau, BGB, 69. Auflage, § 818 Rdnr. 43 m.w.N.).
Hat sie für den Zeitraum der ihr zumutbaren Bindung höhere Erwerbskosten zu zahlen, fällt deshalb auch dies in ihren Risikobereich (ebenso in einem vergleichbaren Fall OLG Köln Urt. v. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff., zitiert Juris Rdnr. 72ff.).
- BGH, 14.07.2010 - VIII ZR 246/08
Zu Preiserhöhungen in Erdgas-Sonderverträgen
Auszug aus LG Bonn, 03.11.2010 - 5 S 3/10
Bei einer einseitigen Erhöhung von Gaspreisen durch den Gasversorger gegenüber Sondervertragskunden wird der von dem Versorger veröffentlichte Gaspreis auch dann nicht zum individuell vereinbarten Preis, wenn der Kunde auf die ihm individuell bekannt gegebene Preiserhöhung weiterhin widerspruchslos Gas bezieht, ohne zum Ausdruck zu bringen, dass er das vom Gasversorger gewünschte erhöhte Entgelt nicht entrichten möchte (vgl. BGH Urt. v. 14.07.2010 - VIII ZR 246/08 - MDR 2010, 1096f. und Juris Rdnr. 57;… OLG Hamm Urt. v. 29.05.2009 - 19 U 52/08 - VuR 2009, 316; a.A. OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.;… OLG Frankfurt/Main Urt. v. 13.10.2009 - 11 U 28/09 (Kart) - RdE 2010, 104;… LG Bonn Urt. v. 24.03.2010 - 1 O 226/09 - nicht veröffentlicht;… LG Köln Urt. v. 16.09.2009 - 90 O 50/09 - RdE 2009, 386;… LG Dresden Urt. v. 11.09.2008 - 6 O 1981/07 - RdE 2009, 33ff.;… OLG Oldenburg Urt. v. 05.09.2008 - 12 U 49/07 - OLGR Oldenburg 2008, 885, zitiert in Juris Rdnr. 94).Jedoch ist dies auf Sondervertragskunden nicht übertragbar (BGH Urt. v. 14.07.2010 - VIII ZR 246/08 - MDR 2010, 1096f. und in Juris Rdnr. 57).
Denn anders als beim Sondervertragskunden ist bei einseitigen Preiserhöhungen in einem Tarifkundenvertrag gemäß § 4 Abs. 1 und 2 AVBGasV nicht zweifelhaft, ob das Versorgungsunternehmen den Preis überhaupt anpassen durfte; es besteht lediglich Ungewissheit darüber, ob die Preisanpassung der Billigkeitskontrolle gemäß § 315 Abs. 3 BGB standhält, welche nur stattfindet, wenn der Kunde die Unbilligkeit der Leistungsbestimmung durch Klage geltend macht oder wenn er gegenüber der Leistungsbestimmung des Versorgers den Einwand der Unbilligkeit erhebt und der Versorger im Wege der Leistungsklage vorgeht (BGH Urt. v. 14.07.2010 - VIII ZR 246/08 - MDR 2010, 1096f. und in Juris Rdnr. 57).
Rn. 37 Ob von einer stillschweigenden Vertragsänderung ausgegangen werden kann, ist daher nach allgemeinen Grundsätzen davon abhängig, ob die Beklagte aufgrund des Verhaltens des jeweiligen Kunden nach den Gesamtumständen davon ausgehen durfte, der Kunde hätte der Änderung des Abrechnungspreises zugestimmt (§§ 133, 157 BGB;… vgl. auch BGH Urt. v. 10.10.2007 - VIII ZR 279/06 - NZM 2008, 81f.; BGH Urt. v. 14.07.2010 - VIII ZR 246/08 - MDR 2010, 1096f. und in Juris Rdnr. 57).
Da es insoweit aber bei der Beklagten aufgrund der Unwirksamkeit der unter § 3 des Vertragsformulars formulierten Klausel überhaupt an einer Gasanpassungsklausel fehlt (s.o.), kommt eine weiter gehende Auslegung des Verhaltens des Klägers dahin, er werde nicht nur die Billigkeit der jeweiligen einseitigen Preisänderung, sondern auch die Berechtigung des Beklagten zur einseitigen Preisänderung akzeptieren, nicht in Betracht (…BGH Urt. v. 10.10.2007 - VIII ZR 279/06 - NZM 2008, 81f.; BGH Urt. v. 14.07.2010 - VIII ZR 246/08 - MDR 2010, 1096f. und in Juris Rdnr. 57).
Dies gilt bereits unabhängig davon, dass Schweigen sowie der widerspruchslose Hinnahme oder auch der Begleichung von Rechnungen im Rechtsverkehr in der Regel kein darüber hinausgehender Erklärungswert entnommen werden kann (vgl. BGH Urt. v. 14.07.2010 - VIII ZR 246/08 - MDR 2010, 1096f. und Juris Rdnr. 57;… OLG Hamm Urt. v. 29.05.2009 - 19 U 52/08 - VuR 2009, 316).
Die Frage des Zustandekommens von vertraglichen Absprachen bei Unwirksamkeit einer einseitigen Preisanpassungsklausel ist durch das Revisionsgericht beantwortet worden (BGH Urt. v. 14.07.2010 - VIII ZR 246/08 - MDR 2010, 1096f. und Juris Rdnr. 57).
- OLG Hamm, 29.05.2009 - 19 U 52/08
Energielieferungsvertrag; Gaslieferungsvertrag; Preisanpassung; Preiserhöhung; …
Auszug aus LG Bonn, 03.11.2010 - 5 S 3/10
Ebenso folgt aus § 315 BGB unmittelbar kein einseitiges Preisanpassungsrecht der Beklagten, da die Parteien eine wirksame Befugnis der Beklagten zur einseitigen Leistungsbestimmung gerade nicht vereinbart haben und sich diese auch nicht kraft Gesetzes ergibt (vgl. OLG Hamm Urt. v. 29.05.2009 - 19 U 52/08 - VuR 2009, 316).Bei einer einseitigen Erhöhung von Gaspreisen durch den Gasversorger gegenüber Sondervertragskunden wird der von dem Versorger veröffentlichte Gaspreis auch dann nicht zum individuell vereinbarten Preis, wenn der Kunde auf die ihm individuell bekannt gegebene Preiserhöhung weiterhin widerspruchslos Gas bezieht, ohne zum Ausdruck zu bringen, dass er das vom Gasversorger gewünschte erhöhte Entgelt nicht entrichten möchte (…vgl. BGH Urt. v. 14.07.2010 - VIII ZR 246/08 - MDR 2010, 1096f. und Juris Rdnr. 57; OLG Hamm Urt. v. 29.05.2009 - 19 U 52/08 - VuR 2009, 316; a.A. OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.;… OLG Frankfurt/Main Urt. v. 13.10.2009 - 11 U 28/09 (Kart) - RdE 2010, 104;… LG Bonn Urt. v. 24.03.2010 - 1 O 226/09 - nicht veröffentlicht;… LG Köln Urt. v. 16.09.2009 - 90 O 50/09 - RdE 2009, 386;… LG Dresden Urt. v. 11.09.2008 - 6 O 1981/07 - RdE 2009, 33ff.;… OLG Oldenburg Urt. v. 05.09.2008 - 12 U 49/07 - OLGR Oldenburg 2008, 885, zitiert in Juris Rdnr. 94).
Dies gilt bereits unabhängig davon, dass Schweigen sowie der widerspruchslose Hinnahme oder auch der Begleichung von Rechnungen im Rechtsverkehr in der Regel kein darüber hinausgehender Erklärungswert entnommen werden kann (…vgl. BGH Urt. v. 14.07.2010 - VIII ZR 246/08 - MDR 2010, 1096f. und Juris Rdnr. 57; OLG Hamm Urt. v. 29.05.2009 - 19 U 52/08 - VuR 2009, 316).
Rn. 51 Ein unzumutbares Ergebnis zu Lasten des Gasversorgers wird daher dann nicht angenommen, wenn dieser sich nach Ablauf einer Mindestvertragslaufzeit vom Vertrag lösen kann; wenn er bis zu diesem Zeitpunkt an den vertraglich vereinbarten Preis gebunden bleibt, führt bereits dies nicht ohne Weiteres zu einem unzumutbaren Ergebnis (…vgl. dazu auch BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff.;… BGH Urt. v. 28.10.2009 - VII ZR 320/07 - WM 2010, 228ff.;… BGH Urt. v. 15.07.2009 - VIII ZR 225/07 - BGHZ 182, 59ff.;… BGH Urt. v. 29.04.2008 - KZR 2/07 - BGHZ 176, 244ff.; OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - nicht veröffentlicht; OLG Hamm Urt. v. 29.05.2009 - 19 U 52/08 - VuR 2009, 316;… OLG Oldenburg Urt. v. 05.09.2008 - 12 U 49/07 - OLGR Oldenburg 2008, 885, zitiert in Juris Rdnr. 92;… AG Hamburg-Bergehof Urt. v. 15.05.2009 - 409 C 10/09 -ZMR 2009, 692ff.).
- BGH, 15.07.2009 - VIII ZR 225/07
Unwirksame Preisanpassungsklausel in Gasversorgungssondervertrag
Auszug aus LG Bonn, 03.11.2010 - 5 S 3/10
Rn. 39 Eine ergänzende Vertragsauslegung kommt jedenfalls dann in Betracht, wenn sich die mit dem Wegfall einer unwirksamen Klausel entstehende Lücke nicht durch dispositives Gesetzesrecht füllen lässt und dies zu einem Ergebnis führt, das den beiderseitigen Interessen nicht mehr in vertretbarer Weise Rechnung trägt, sondern das Vertragsgefüge einseitig zugunsten des Kunden verschiebt (…BGH Urt. v. 28.10.2009 - VII ZR 320/07 - WM 2010, 228ff.; BGH Urt. v. 15.07.2009 - VIII ZR 225/07 - BGHZ 182, 59ff.;… BGH Urt. v. 01.02.1984 - VIII ZR 54/83 - BGHZ 90, 69ff.; OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.).Auch stellt eine Preisanpassungsklausel, die das im Tarifkundenverhältnis bestehende gesetzliche Preisänderungsrecht nach § 4 Abs. 1 und 2 AVBGasV in einen formularmäßigen Gassondervertrag übernimmt im Grundsatz keine unangemessene Benachteiligung des Sonderkunden im Sinne von § 307 Abs. 1 Satz 1 oder 2 BGB dar (BGH Urt. v. 15.07.2010 - VIII ZR 225/07 - NJW 2009, 2662ff., Juris Rdnr. 24).
Rn. 51 Ein unzumutbares Ergebnis zu Lasten des Gasversorgers wird daher dann nicht angenommen, wenn dieser sich nach Ablauf einer Mindestvertragslaufzeit vom Vertrag lösen kann; wenn er bis zu diesem Zeitpunkt an den vertraglich vereinbarten Preis gebunden bleibt, führt bereits dies nicht ohne Weiteres zu einem unzumutbaren Ergebnis (…vgl. dazu auch BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff.;… BGH Urt. v. 28.10.2009 - VII ZR 320/07 - WM 2010, 228ff.; BGH Urt. v. 15.07.2009 - VIII ZR 225/07 - BGHZ 182, 59ff.;… BGH Urt. v. 29.04.2008 - KZR 2/07 - BGHZ 176, 244ff.; OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - nicht veröffentlicht;… OLG Hamm Urt. v. 29.05.2009 - 19 U 52/08 - VuR 2009, 316;… OLG Oldenburg Urt. v. 05.09.2008 - 12 U 49/07 - OLGR Oldenburg 2008, 885, zitiert in Juris Rdnr. 92;… AG Hamburg-Bergehof Urt. v. 15.05.2009 - 409 C 10/09 -ZMR 2009, 692ff.).
- LG Bonn, 07.09.2006 - 8 S 146/05
Erhöhung der Gaspreise, Billigkeitskontrolle
Auszug aus LG Bonn, 03.11.2010 - 5 S 3/10
Die Unwirksamkeit der Preisanpassungsklausel sei für die Beklagte insbesondere auch im Hinblick auf das Urteil des Landgerichts Bonn vom 07.09.2006 - 8 S 146/05 - nicht vorhersehbar gewesen.Rn. 52 Die Beklagte kann insoweit auch nicht einwenden, die Unwirksamkeit der Preisanpassungsklausel sei für sie insbesondere im Hinblick auf das Urteil des Landgerichts Bonn vom 07.09.2006 - 8 S 146/05 - nicht vorhersehbar gewesen.
und 31.12.2005; zudem hatte das Landgericht Bonn in der genannten Entscheidung die Revision ausdrücklich zugelassen (vgl. LG Bonn Urt. v. 07.09.2006 - 8 S 146/05 - zitiert in Juris).
- BGH, 24.03.2010 - VIII ZR 178/08
BGH erklärt "HEL"-Preisanpassungsklauseln in Erdgas-Sonderkundenverträgen für …
Auszug aus LG Bonn, 03.11.2010 - 5 S 3/10
Auch ist eine Preisänderungsklausel grundsätzlich ein geeignetes und anerkanntes Instrument zur Bewahrung des Gleichgewichts von Preis und Leistung bei langfristigen Verträgen, indem sie einerseits dem Verwender das Risiko langfristiger Kalkulation abnimmt und ihm seine Gewinnspanne trotz nachträglicher ihn belastender Kostensteigerungen sichert und sie andererseits den Vertragspartner davor bewahrt, dass mögliche künftige Kostenerhöhungen vorsorglich schon bei Vertragsschluss durch Risikozuschläge aufgefangen werden (BGH Urt. v. 24.03.2010 - VIII ZR 178/08 - NJW 2010, 1240ff., zitiert Juris Rdnr. 27;… BGH Urt. v. 13.06.2007 - VIII ZR 36/06 - NJW 2007, 2540ff., zitiert Juris Rdnr. 22;… BGH Urt. v. 13.12.2006 - VIII ZR 25/06 - NJW 2007, 1054, zitiert Juris Rdnr. 20 jeweils m.w.N.).Dabei hat der Gasversorger auch ein berechtigtes Interesse, Kostensteigerungen während der Vertragslaufzeit an den Kunden weiterzugeben, mit dem er einen Vertrag mit unbestimmter Laufzeit geschlossen hat (BGH Urt. v. 24.03.2010 - VIII ZR 178/08 - NJW 2010, 1240ff., zitiert Juris Rdnr. 27).
- BGH, 12.05.1998 - XI ZR 79/97
Rückabwicklung von Termingeschäften mit nicht termingeschäftsfähigen Kunden von …
Auszug aus LG Bonn, 03.11.2010 - 5 S 3/10
Bei der Leistungskondiktion ist daher maßgeblich, wer nach den Vorschriften des fehlgeschlagenen Geschäftes das Entreicherungsrisiko zu tragen hat (BGH Urt. v. 12.05.1998 - XI ZR 79/97 - NJW 1998, 2429ff., Juris Rdnr. 19;… BGH Urt. v. 25.10.1989 - VIII ZR 105/88 - NJW 1990, 314ff., Juris Rdnr. 18;… OLG Köln Urt. v. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.;… Palandt/Sprau, BGB, 69. Auflage, § 818 Rdnr. 43 m.w.N.).Das wirtschaftliche Beschaffungsrisiko im Gaslieferungssondervertrag liegt - wie in anderen Lieferverträgen auch (vgl. etwa BGH Urt. v. 12.05.1998 - XI ZR 79/97 - NJW 1998, 2429ff., Juris Rdnr. 19;… BGH Urt. v. 25.10.1989 - VIII ZR 105/88 - NJW 1990, 314ff.) - im Grundsatz beim Lieferanten und damit bei der Beklagten.
- BGH, 28.10.2009 - VIII ZR 320/07
Unwirksame Preisanpassungsklauseln in Erdgas-Sonderverträgen
Auszug aus LG Bonn, 03.11.2010 - 5 S 3/10
Rn. 39 Eine ergänzende Vertragsauslegung kommt jedenfalls dann in Betracht, wenn sich die mit dem Wegfall einer unwirksamen Klausel entstehende Lücke nicht durch dispositives Gesetzesrecht füllen lässt und dies zu einem Ergebnis führt, das den beiderseitigen Interessen nicht mehr in vertretbarer Weise Rechnung trägt, sondern das Vertragsgefüge einseitig zugunsten des Kunden verschiebt (BGH Urt. v. 28.10.2009 - VII ZR 320/07 - WM 2010, 228ff.;… BGH Urt. v. 15.07.2009 - VIII ZR 225/07 - BGHZ 182, 59ff.;… BGH Urt. v. 01.02.1984 - VIII ZR 54/83 - BGHZ 90, 69ff.; OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.).Rn. 51 Ein unzumutbares Ergebnis zu Lasten des Gasversorgers wird daher dann nicht angenommen, wenn dieser sich nach Ablauf einer Mindestvertragslaufzeit vom Vertrag lösen kann; wenn er bis zu diesem Zeitpunkt an den vertraglich vereinbarten Preis gebunden bleibt, führt bereits dies nicht ohne Weiteres zu einem unzumutbaren Ergebnis (…vgl. dazu auch BGH Urt. v. 17.12.2008 - VIII ZR 274/06 - BGHZ 179, 186ff.; BGH Urt. v. 28.10.2009 - VII ZR 320/07 - WM 2010, 228ff.;… BGH Urt. v. 15.07.2009 - VIII ZR 225/07 - BGHZ 182, 59ff.;… BGH Urt. v. 29.04.2008 - KZR 2/07 - BGHZ 176, 244ff.; OLG Köln Urt. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - nicht veröffentlicht;… OLG Hamm Urt. v. 29.05.2009 - 19 U 52/08 - VuR 2009, 316;… OLG Oldenburg Urt. v. 05.09.2008 - 12 U 49/07 - OLGR Oldenburg 2008, 885, zitiert in Juris Rdnr. 92;… AG Hamburg-Bergehof Urt. v. 15.05.2009 - 409 C 10/09 -ZMR 2009, 692ff.).
- BGH, 25.10.1989 - VIII ZR 105/88
Wegfall der Geschäftsgrundlage eines Leasingvertrages wegen rechtskräftiger …
Auszug aus LG Bonn, 03.11.2010 - 5 S 3/10
Bei der Leistungskondiktion ist daher maßgeblich, wer nach den Vorschriften des fehlgeschlagenen Geschäftes das Entreicherungsrisiko zu tragen hat (…BGH Urt. v. 12.05.1998 - XI ZR 79/97 - NJW 1998, 2429ff., Juris Rdnr. 19; BGH Urt. v. 25.10.1989 - VIII ZR 105/88 - NJW 1990, 314ff., Juris Rdnr. 18;… OLG Köln Urt. v. 19.02.2010 - 19 U 143/09 - ZNER 2010, 285ff.;… Palandt/Sprau, BGB, 69. Auflage, § 818 Rdnr. 43 m.w.N.).Das wirtschaftliche Beschaffungsrisiko im Gaslieferungssondervertrag liegt - wie in anderen Lieferverträgen auch (…vgl. etwa BGH Urt. v. 12.05.1998 - XI ZR 79/97 - NJW 1998, 2429ff., Juris Rdnr. 19; BGH Urt. v. 25.10.1989 - VIII ZR 105/88 - NJW 1990, 314ff.) - im Grundsatz beim Lieferanten und damit bei der Beklagten.
- BGH, 13.06.2007 - VIII ZR 36/06
Anwendung von § 315 BGB auf Gaspreise
- OLG Oldenburg, 05.09.2008 - 12 U 49/07
Gangbarkeit der Begründung des Rechts zur einseitigen Preiserhöhung in …
- AG Hamburg-Bergedorf, 15.05.2009 - 409 C 10/09
- BGH, 10.10.2007 - VIII ZR 279/06
Geltendmachung von Einwendungen gegen die Nebenkostenabrechnung
- LG Köln, 16.09.2009 - 90 O 50/09
Anspruch gegen ein Gasversorgungsunternehmen auf Rückzahlung zu viel gezahlter …
- BGH, 29.04.2008 - KZR 2/07
Erdgassondervertrag
- BGH, 01.02.1984 - VIII ZR 54/83
Rechtsfolgen der Unwirksamkeit der Tagespreisklausel in den AGB des …
- BGH, 08.06.1988 - IVb ZR 51/87
Bereicherungsausgleich im Dreiecksverhältnis; Rückabwicklung der Zahlung auf eine …
- BGH, 13.12.2006 - VIII ZR 25/06
Formularmäßige Vereinbarung einer Preisanpassungsklausel für die Belieferung mit …
- BGH, 20.03.2003 - I ZR 225/00
Formularmäßige Preisbindungsbestimmungen in einem Kommissionsvertrag; …
- BGH, 20.10.2005 - III ZR 37/05
Rechte eines Telefonkunden bei Ansprüchen auf Zahlung von Entgelt für …
- BGH, 20.07.2005 - VIII ZR 397/03
Rechtsfolgen der Nichtigkeit der Veräußerung eines GmbH-Geschäftsanteils wegen …
- BGH, 22.02.2002 - V ZR 26/01
Rechtsfolgen der Unwirksamkeit einer AGB-Klausel; Zumutbarkeit des Festhaltens am …
- BGH, 09.05.1996 - III ZR 209/95
Formularmäßige Vereinbarung der Voraussetzungen der Vergütung eines freien …
- BGH, 26.04.1989 - VIII ZR 12/88
Verjährung von Ansprüchen auf Rückzahlung zuviel entrichteter Leistungsentgelte; …
- OLG Frankfurt, 22.09.1994 - 1 U 103/93
Haftungsausschluß für Kaskoschäden an Fremdfahrzeugen ist unwirksam
- BGH, 19.11.2008 - VIII ZR 138/07
Kontrolle des Gaspreises gemäß § 315 BGB nach Tariferhöhung des Gasversorgers
- OLG Frankfurt, 13.10.2009 - 11 U 28/09
Unbeanstandete Hinnahme von Jahresabrechnungen durch Gaskunden
- LG Dresden, 11.09.2008 - 6 O 1981/07
- LG Itzehoe, 28.01.2011 - 9 S 62/10
Unwirksamkeit von Gaspreiserhöhungen anhand einer Preisanpassungsklausel des …
Unabhängig von der Frage, ob in der weiteren Entgegennahme der Leistung allein überhaupt eine Annahmeerklärung durch die Beklagten gesehen werden könnte (…dagegen LG Hannover, Urt. v. 01.12.2009, a.a.O., Rn. 74 [zitiert nach [...]]; LG Bonn, Urt. v. 03.11.2010 - 5 S 3/10), käme dies jedenfalls nur in Betracht, wenn die Kunden nach einer einseitig erklärten Preiserhöhung ihren Gasbezug über einen Zeitraum widerspruchslos fortsetzen, in dem mit einem Widerspruch zu rechnen gewesen wäre, oder wenn sie durch widerspruchslose Zahlung erhöhter Abschläge oder Nachforderungsbeträge die Preiserhöhung anerkennen. - LG Itzehoe, 28.01.2011 - 9 S 89/10
Gasversorgungsvertrag: Preiserhöhungsrecht auf Grund ergänzender …
Unabhängig von der Frage, ob in der weiteren Entgegennahme der Leistung allein überhaupt eine Annahmeerklärung durch die Beklagten gesehen werden könnte (…dagegen LG Hannover, Urt. v. 01.12.2009, aaO, Rn. 74 [zitiert nach juris]; LG Bonn, Urt. v. 03.11.2010 - 5 S 3/10), käme dies jedenfalls nur in Betracht, wenn die Kunden nach einer einseitig erklärten Preiserhöhung ihren Gasbezug über einen Zeitraum widerspruchslos fortsetzen, in dem mit einem Widerspruch zu rechnen gewesen wäre, oder wenn sie durch widerspruchslose Zahlung erhöhter Abschläge oder Nachforderungsbeträge die Preiserhöhung anerkennen. - LG Itzehoe, 28.01.2011 - 9 S 83/10
Zu Unwirksamkeit einer Gaspreiserhöhung; Preisanpassungsklausel
Denn unabhängig von der Frage, ob in der weiteren Entgegennahme der Leistung allein überhaupt eine Annahmeerklärung durch den Beklagten gesehen werden könnte (…dagegen LG Hannover, Urt. v. 01.12.2009, aaO, Rn. 74 [zitiert nach juris]; LG Bonn, Urt. v. 03.11.2010 - 5 S 3/10), käme dies jedenfalls nur in Betracht, wenn dieser nach einer einseitig erklärten Preiserhöhung den Gasbezug über einen Zeitraum widerspruchslos fortgesetzt hätte, in dem mit einem Widerspruch zu rechnen gewesen wäre. - LG Itzehoe, 28.01.2011 - 9 S 98/10
Preisanpassungsrecht in Bezug auf einem Gasbezugsvertrag eines …
Unabhängig von der Frage, ob in der weiteren Entgegennahme der Leistung allein überhaupt eine Annahmeerklärung durch die Beklagten gesehen werden könnte (…dagegen LG Hannover, Urt. v. 01.12.2009, a.a.O., Rn. 74 [zitiert nach [...]]; LG Bonn, Urt. v. 03.11.2010 - 5 S 3/10), käme dies jedenfalls nur in Betracht, wenn die Kunden nach einer einseitig erklärten Preiserhöhung ihren Gasbezug über einen Zeitraum widerspruchslos fortsetzen, in dem mit einem Widerspruch zu rechnen gewesen wäre, oder wenn sie durch widerspruchslose Zahlung erhöhter Abschläge oder Nachforderungsbeträge die Preiserhöhung anerkennen.
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