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Rechtsprechung
   OLG Köln, 19.07.2024 - 6 U 101/23   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,17125
OLG Köln, 19.07.2024 - 6 U 101/23 (https://dejure.org/2024,17125)
OLG Köln, Entscheidung vom 19.07.2024 - 6 U 101/23 (https://dejure.org/2024,17125)
OLG Köln, Entscheidung vom 19. Juli 2024 - 6 U 101/23 (https://dejure.org/2024,17125)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zahlungsansprüche eines Verkäufers aus einem mit dem Käufer im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Wege des sog. Open-House-Verfahrens abgeschlossenen Vertrages über die Lieferung von Schutzmasken; Unwirksamkeit des erklärten Rücktritts mangels Nachfristsetzung; ...

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Zeitdruck ist kein Grund für AGB-widrige Verträge!

Kurzfassungen/Presse (6)

  • nrw.de (Pressemitteilung)

    Beschaffung von Schutzmasken im Wege des Open-House-Verfahrens

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Corona-Schutzmasken - und ihre Beschaffung im Open-House-Verfahren

  • mdr-recht.de (Kurzinformation)

    Beschaffung von Schutzmasken im Wege des Open-House-Verfahrens: Rücktritt unwirksam

  • beck-aktuell.de (Kurzinformation)

    Maskenkauf war kein Fixgeschäft: Bund muss 86 Millionen Euro zahlen

  • deutschlandfunk.de (Pressemeldung, 19.07.2024)

    Bund muss FFP2-Masken-Hersteller 86 Millionen Euro zahlen

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    Unwirksame Vereinbarung eines absoluten Fixgeschäfts

Besprechungen u.ä.

  • vergabeblog.de (Entscheidungsbesprechung)

    Beschaffung von Schutzmasken im Wege des Open-House-Verfahrens: Kein Fixgeschäft!

Sonstiges

  • nrw.de PDF (Sonstiges)

    Beschaffung von Schutzmasken im Wege des Open-House-Verfahrens

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Verfahrensgang

Corona: Rechtsprechungsübersichten

 
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Wird zitiert von ... (21)Zitiert selbst (27)

  • OLG Köln, 24.05.2022 - 15 U 116/21
    Auszug aus OLG Köln, 19.07.2024 - 6 U 101/23
    Wie der 15. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln im Beschluss vom 24. Mai 2022 - 15 U 116/21 - (…BeckRS 2022, 56111 Rn. 10) zutreffend ausgeführt hat, bestand zwar ein für die Klägerin erkennbares Interesse der Beklagten an einer raschen Vertragsabwicklung.

    Denn auch aus zeitnah zu erwartenden Preissenkungen folgt kein Interesse der Beklagten daran, der Klägerin nicht wenigstens eine kurze Nacherfüllungsfrist setzen zu müssen (vgl. OLG Köln Beschl. v. 24. Mai .2022 - 15 U 116/21, BeckRS 2022, 56111 Rn. 12).

    Insofern hat der BGH bereits entschieden, dass eine Formularbestimmung, die der Vereinbarung den Charakter des Fixhandelskaufs beimisst, ebenso überraschend im Sinne von § 3 AGB-Gesetz (jetzt § 305c BGB) wie unangemessen im Sinne von § 9 AGB-Gesetz (jetzt § 307 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB) ist, wenn nicht die Voraussetzungen eines Fixgeschäftes auf der Grundlage der individualvertraglichen Abrede vorliegen (vgl. BGH, Urteil vom 17.01.1990 - VIII ZR 292/88), da sie mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung nicht vereinbar ist (vgl. auch bereits BGH NJW 1990, 2065 und OLG Köln Beschl. v. 24.5.2022 - 15 U 116/21, BeckRS 2022, 56111 Rn. 14).

    Diese Auffassung wird auch nach der Schuldrechtsreform jedenfalls im Grundsatz nahezu einhellig in der Rechtsprechung (vgl. OLG Köln Beschluss vom 24.5.2022 - 15 U 116/21, BeckRS 2022, 56111 Rn. 15; OLG Hamburg…, Urteil vom 23. Januar 2013 - 13 U 198/10, juris Rn. 70 f.; LG Bamberg…, Urteil vom 11. Februar 2020 - 13 O 117/19, GRUR-RS 2020, 3372 Rn. 70; LG Bonn…, Urteil vom 19. Januar 2022 - 20 O 191/20, juris Rn. 80; nur bezüglich der unangemessenen Benachteiligung a.A. OLG Bamberg…, Urteil vom 5. März 2021 - 3 U 68/20, WRP 2021, 653 Rn. 67, 75) und im Schrifttum (…vgl. MüKo-BGB/Fornasier, 9. Aufl., § 305c Rn. 15;… MüKo-BGB/Wurmnest, 9. Aufl., § 309 Nr. 4 Rn. 15;… BeckOGK/Weiler, § 309 Nr. 4 BGB Rn. 72 [Stand: 1. April 2022];… MüKo-HGB/Grunewald, 5. Aufl., § 376 Rn. 14;… EBJS/Achilles, HGB, 4. Aufl., § 376 Rn. 14;… Oetker/Koch, HGB, 7. Aufl., § 376 Rn. 20;… nur bezüglich der unangemessenen Benachteiligung a.A. BeckOK-HGB/Schwartze, § 376 Rn. 5 [Stand: 15. April 2022]) vertreten.

    Soweit die Beklagte sich ferner darauf beruft, § 5 des Kaufvertrags ordne eine schnelle Bezahlung der Verkäufer an, übersieht sie, dass § 5.1 eine Vorleistungspflicht für den Verkäufer vorsieht und der Kaufpreis abweichend vom gesetzlichen Leitbild nicht einmal Zug um Zug gegen Erhalt der Ware gezahlt werden muss (vgl. LG Bonn…, Urteil vom 19. Januar 2022 - 20 O 191/20, juris Rn. 81; OLG Köln Beschl. v. 24. Mai 2022 - 15 U 116/21, BeckRS 2022, 56111 Rn. 18).

    Auch steht die Entscheidung des Senats nicht in Divergenz, sondern vielmehr im Einklang mit anderer obergerichtlicher Rechtsprechung, nachdem namentlich der 15. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln seine vorher anderslautende Rechtsprechung betreffend die Vereinbarung eines relativen Fixgeschäfts zwischenzeitlich aufgegeben hat, wie aus dem Beschluss vom 24.05.2022 (15 U 116/21, Rn. 1 - juris) hervorgeht.

  • OLG Bamberg, 05.03.2021 - 3 U 68/20

    Zum Verwenden Allgemeiner Geschäftsbedingungen bzgl. einer …

    Auszug aus OLG Köln, 19.07.2024 - 6 U 101/23
    Diese Auffassung wird auch nach der Schuldrechtsreform jedenfalls im Grundsatz nahezu einhellig in der Rechtsprechung (…vgl. OLG Köln Beschluss vom 24.5.2022 - 15 U 116/21, BeckRS 2022, 56111 Rn. 15; OLG Hamburg…, Urteil vom 23. Januar 2013 - 13 U 198/10, juris Rn. 70 f.; LG Bamberg…, Urteil vom 11. Februar 2020 - 13 O 117/19, GRUR-RS 2020, 3372 Rn. 70; LG Bonn…, Urteil vom 19. Januar 2022 - 20 O 191/20, juris Rn. 80; nur bezüglich der unangemessenen Benachteiligung a.A. OLG Bamberg, Urteil vom 5. März 2021 - 3 U 68/20, WRP 2021, 653 Rn. 67, 75) und im Schrifttum (…vgl. MüKo-BGB/Fornasier, 9. Aufl., § 305c Rn. 15;… MüKo-BGB/Wurmnest, 9. Aufl., § 309 Nr. 4 Rn. 15;… BeckOGK/Weiler, § 309 Nr. 4 BGB Rn. 72 [Stand: 1. April 2022];… MüKo-HGB/Grunewald, 5. Aufl., § 376 Rn. 14;… EBJS/Achilles, HGB, 4. Aufl., § 376 Rn. 14;… Oetker/Koch, HGB, 7. Aufl., § 376 Rn. 20;… nur bezüglich der unangemessenen Benachteiligung a.A. BeckOK-HGB/Schwartze, § 376 Rn. 5 [Stand: 15. April 2022]) vertreten.

    Rn. 88 Sofern die Beklagte die Ausführungen in dem Urteil des OLG Bamberg vom 05.03.2021 - 3 U 68/20- dahin gehend verstanden haben will, dass es auf die Branchenüblichkeit nicht ankomme, sondern hiernach Fixklauseln unabhängig von einer "Branchenüblichkeit" auch dann zulässig sein könnten, wenn gewichtige, für den Belasteten bei den Vertragsverhandlungen erkennbare Gründe für eine solche Vertragsgestaltung sprechen, kann dies vorliegend ebenfalls dahin gestellt bleiben, da derartige Gründe - wie sich aus den obigen Ausführungen ergibt - hier bereits nicht ersichtlich sind und insbesondere nicht alleine mit Blick auf die Corona-Pandemie begründet werden können.

    Insbesondere bedarf es - entgegen den Ausführungen der Beklagten im Schriftsatz vom 28.06.2024 - nicht der Zulassung der Revision im Hinblick auf die Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg vom 05.03.2021 zum Aktenzeichen 3 U 68/20 (BeckRS 2021, 3523, Rn. 80).

    Im dortigen Fall wurde in den AGB eine pauschale Nachfrist gesetzt, so dass bereits keine Vergleichbarkeit zum hier zu entscheidenden Sachverhalt vorliegt (vgl. OLG Bamberg, Urteil vom 05.03.2021, 3 U 68/20, Rn. 80, BeckRS 2021, 3523).

  • BGH, 16.05.1968 - VII ZR 40/66

    Rechte des Unternehmers bei grundloser Erfüllungsverweigerung durch den Besteller

    Auszug aus OLG Köln, 19.07.2024 - 6 U 101/23
    So etwa, wenn - wie im vorliegenden Fall - die vorleistungsberechtigte Vertragspartei durch Berufung auf einen von ihr zu Unrecht erklärten Rücktritt eindeutig und unmissverständlich zum Ausdruck bringt, sie wolle die ihr obliegende Leistung nicht mehr erbringen (BGHZ 50, 175 (177) = NJW 1968, 1873; BGH, WM 1978, 731).

    Demgemäß kann die Einrede gemäß § 320 BGB nicht erheben, wer sich vertragswidrig endgültig von dem Vertrag lossagt und die Annahme der Gegenleistung schlechthin ablehnt (BGH 16.5.1968 - VIII ZR 40/66, BGHZ 50, 175, 177; BGH 17.7.2013 - VIII ZR 163/12, NJW-RR 2013, 1458; siehe auch Seidel JZ 1994, 383, 387 f.;… so auch Staudinger/Schwarze (2020) BGB § 320, Rn. 38).

    Die Fälligkeit der Kaufpreisforderung ist zwar durch den Wegfall der Vorleistungspflicht in Folge des unberechtigten Rücktritts eingetreten (…vgl. hierzu Grüneberg/Grüneberg, BGB, 83. Auflage, § 320 Rn. 18; BGH, Urteil vom 16. Mai 1968 - VII ZR 40/66 -, BGHZ 50, 175-179), dies allerdings nicht bereits am 28.05.2020, sondern erst mit Ablauf des 04.06.2020.

  • BGH, 04.07.2002 - I ZR 313/99

    "Hotelvideoanlagen"; Annahmeverzug bei Gebrauchmachen von einem Bestimmungsrecht; …

    Auszug aus OLG Köln, 19.07.2024 - 6 U 101/23
    Dazu zählt auch die (unberechtigte) Geltendmachung von Rechten, die - wie hier der von der Beklagten erklärte Rücktritt - auf die Beendigung des Vertrages zielen (BGH, Urteil vom 4. Juli 2002 - I ZR 313/99 -, Rn. 27, juris).

    Dagegen kann sich derjenige, der deutlich gemacht hat, dass er an dem Vertrag nicht festzuhalten gedenke, die Einrede nicht zunutze machen (BGH, Urteil vom 4. Juli 2002 - I ZR 313/99 -, Rn. 27, juris).

  • BGH, 01.07.1968 - VIII ZR 40/66

    Beendigung eines Mietvertrages - Überprüfung der Auslegung eines …

    Auszug aus OLG Köln, 19.07.2024 - 6 U 101/23
    Zwar weist die Beklagte zu Recht darauf hin, dass der Entfall der Vorleistungspflicht nicht endgültig sein muss, sondern diese wiederaufleben kann, wenn der Vorleistungsberechtigte seine eigenen vertraglichen Verpflichtungen nach früherem Leugnen vorbehaltlos wieder anerkennt (vgl. BGH, Urteil vom 08.07.1983, V ZR 53/22; Urteil vom 16.05.1968, VIII ZR 40/66).

    Demgemäß kann die Einrede gemäß § 320 BGB nicht erheben, wer sich vertragswidrig endgültig von dem Vertrag lossagt und die Annahme der Gegenleistung schlechthin ablehnt (BGH 16.5.1968 - VIII ZR 40/66, BGHZ 50, 175, 177; BGH 17.7.2013 - VIII ZR 163/12, NJW-RR 2013, 1458; siehe auch Seidel JZ 1994, 383, 387 f.;… so auch Staudinger/Schwarze (2020) BGB § 320, Rn. 38).

  • LG Bonn, 19.01.2022 - 20 O 191/20

    Kein Fixgeschäft durch AGB!

    Auszug aus OLG Köln, 19.07.2024 - 6 U 101/23
    Diese Auffassung wird auch nach der Schuldrechtsreform jedenfalls im Grundsatz nahezu einhellig in der Rechtsprechung (…vgl. OLG Köln Beschluss vom 24.5.2022 - 15 U 116/21, BeckRS 2022, 56111 Rn. 15; OLG Hamburg…, Urteil vom 23. Januar 2013 - 13 U 198/10, juris Rn. 70 f.; LG Bamberg…, Urteil vom 11. Februar 2020 - 13 O 117/19, GRUR-RS 2020, 3372 Rn. 70; LG Bonn, Urteil vom 19. Januar 2022 - 20 O 191/20, juris Rn. 80; nur bezüglich der unangemessenen Benachteiligung a.A. OLG Bamberg…, Urteil vom 5. März 2021 - 3 U 68/20, WRP 2021, 653 Rn. 67, 75) und im Schrifttum (…vgl. MüKo-BGB/Fornasier, 9. Aufl., § 305c Rn. 15;… MüKo-BGB/Wurmnest, 9. Aufl., § 309 Nr. 4 Rn. 15;… BeckOGK/Weiler, § 309 Nr. 4 BGB Rn. 72 [Stand: 1. April 2022];… MüKo-HGB/Grunewald, 5. Aufl., § 376 Rn. 14;… EBJS/Achilles, HGB, 4. Aufl., § 376 Rn. 14;… Oetker/Koch, HGB, 7. Aufl., § 376 Rn. 20;… nur bezüglich der unangemessenen Benachteiligung a.A. BeckOK-HGB/Schwartze, § 376 Rn. 5 [Stand: 15. April 2022]) vertreten.

    Soweit die Beklagte sich ferner darauf beruft, § 5 des Kaufvertrags ordne eine schnelle Bezahlung der Verkäufer an, übersieht sie, dass § 5.1 eine Vorleistungspflicht für den Verkäufer vorsieht und der Kaufpreis abweichend vom gesetzlichen Leitbild nicht einmal Zug um Zug gegen Erhalt der Ware gezahlt werden muss (vgl. LG Bonn, Urteil vom 19. Januar 2022 - 20 O 191/20, juris Rn. 81;… OLG Köln Beschl. v. 24. Mai 2022 - 15 U 116/21, BeckRS 2022, 56111 Rn. 18).

  • BGH, 21.02.2017 - XI ZR 467/15

    Verbraucherdarlehen - Feststellungsklage im Widerrufsfall unzulässig

    Auszug aus OLG Köln, 19.07.2024 - 6 U 101/23
    Rn. 102 Allerdings ist nach der Rechtsprechung des BGH auch ein wörtliches Angebot nicht mehr erforderlich, wenn offenkundig ist, dass der Gläubiger auf seine Weigerung beharrt und damit das Angebot lediglich eine leere Form wäre (vgl. BGH, Versäumnisurteil vom 21.2.2017 - XI ZR 467/15, NJW 2017, 1823 sowie auch BAG, Urteil vom 16.04.2013 - 9 AZR 554/11, NJW 2013, 2460;… vgl. insoweit auch Grüneberg/Grüneberg, BGB, 83. Auflage, § 295 Rn. 4).
  • BGH, 17.07.2013 - VIII ZR 163/12

    Einrede des nicht erfüllten Vertrags bei endgültiger Ablehnung der …

    Auszug aus OLG Köln, 19.07.2024 - 6 U 101/23
    Demgemäß kann die Einrede gemäß § 320 BGB nicht erheben, wer sich vertragswidrig endgültig von dem Vertrag lossagt und die Annahme der Gegenleistung schlechthin ablehnt (BGH 16.5.1968 - VIII ZR 40/66, BGHZ 50, 175, 177; BGH 17.7.2013 - VIII ZR 163/12, NJW-RR 2013, 1458; siehe auch Seidel JZ 1994, 383, 387 f.;… so auch Staudinger/Schwarze (2020) BGB § 320, Rn. 38).
  • BGH, 28.09.2007 - V ZR 139/06

    Voraussetzungen des Verzuges bei grundloser Erfüllungsverweigerung

    Auszug aus OLG Köln, 19.07.2024 - 6 U 101/23
    Auch dies führt jedoch nicht dazu, dass die Leistung des Schuldners unabhängig von der hierfür vereinbarten Zeit oder unabhängig von den hierfür vereinbarten Umständen fällig wird und der Gläubiger von dem Schuldner neben der Leistung den Ersatz eines Verzugsschadens oder eine für den Fall des Verzugs vereinbarte Vertragsstrafe verlangen könnte (BGH, Urteil vom 13.11.2018, WM 2019, 1462-1467; Urteil vom 28. September 2007 = WM 2007, 2305 = NJW-RR 2008, 210 Rdn. 11;… Grüneberg/Grüneberg, BGB, 83. Auflage, § 286 Rn. 24).
  • BAG, 16.04.2013 - 9 AZR 554/11

    Vergütung von Lehrern - Annahmeverzug

    Auszug aus OLG Köln, 19.07.2024 - 6 U 101/23
    Rn. 102 Allerdings ist nach der Rechtsprechung des BGH auch ein wörtliches Angebot nicht mehr erforderlich, wenn offenkundig ist, dass der Gläubiger auf seine Weigerung beharrt und damit das Angebot lediglich eine leere Form wäre (vgl. BGH, Versäumnisurteil vom 21.2.2017 - XI ZR 467/15, NJW 2017, 1823 sowie auch BAG, Urteil vom 16.04.2013 - 9 AZR 554/11, NJW 2013, 2460;… vgl. insoweit auch Grüneberg/Grüneberg, BGB, 83. Auflage, § 295 Rn. 4).
  • BGH, 13.11.2018 - EnZR 39/17

    Netzanbindungszusage - Energiewirtschaft: Entschädigungsanspruch des …

  • LG Bonn, 12.07.2023 - 20 O 49/22
  • BGH, 25.01.1982 - VIII ZR 310/80

    Einrede des nicht erfüllten Vertrages - Rechtmäßigkeit der EInrede des …

  • OLG Köln, 27.04.2022 - 21 U 52/21

    Zahlungsanspruch für die Lieferung von FFP2-Masken; Vermeintlich mangelhafte …

  • BGH, 20.01.1978 - V ZR 171/75

    Anspruch auf Zustimmung zur Eigentumsumschreibung - Finanzierung der Errichtung …

  • BGH, 18.11.2015 - VII ZB 2/15

    Nebenintervention im selbständigen Beweisverfahren: Rechtliches Interesse eines …

  • BGH, 18.11.2015 - VII ZB 57/12

    Nebenintervention im selbständigen Beweisverfahren: Beschlussentscheidung über …

  • BGH, 10.02.2011 - I ZB 63/09

    Parallelverwendung - Nebenintervention: Rechtliches Interesse wegen …

  • BGH, 17.01.1990 - VIII ZR 292/88

    Fixe Geltung von Lieferterminen- und fristen

  • OLG Köln, 28.11.2014 - 19 U 87/14

    Voraussetzungen des Beitritts eines Nebenintervenienten

  • LG Bonn, 28.06.2023 - 1 O 221/22
  • OLG Hamburg, 23.01.2013 - 13 U 198/10

    Handelskauf: Umfang der Untersuchungspflicht bei Beauftragung des Lieferanten mit …

  • OLG Karlsruhe, 15.09.2017 - 6 W 31/17

    Patentverletzungsverfahren: Zulässigkeit der isolierten Anfechtung der zum …

  • LG Bamberg, 11.02.2020 - 13 O 117/19

    Verwendung unzulässiger Geschäftsbedingungen durch Einkaufsverband

  • LG Bonn, 20.12.2023 - 1 O 156/21

    Absolutes Fixgeschäft; relatives Fixgeschäft; Open-House-Vertrag; …

  • OLG Koblenz, 14.04.2009 - 5 U 309/09

    Zulässigkeit der Nebenintervention einer gesetzlichen Krankenkasse im …

  • OLG Düsseldorf, 28.04.1966 - 6 U 182/65
  • OLG Köln, 09.01.2025 - 8 U 46/23

    Anspruch auf Zahlung des Kaufpreises für gelieferte Covid-Schutzmasken; Anspruch …

    Ein solcher Ausnahmefall ist unter Berücksichtigung der konkreten Interessenlage nicht gegeben, da - für alle Beteiligten ersichtlich und vorhersehbar - die Pandemie nicht mit Ablauf der Lieferfrist endete und daher das Vertragsinteresse der Beklagten auch über den vereinbarten Liefertermin hinaus fortbestand (vgl. zum deutschen autonomen Sachrecht bereits OLG Köln, Urteil v. 21.06.2024 - 6 U 112/23 -, NJW 2024, 2183; Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23 -, BeckRS 2024, 17342).

    Für die Lieferanten war im Zeitpunkt des Vertragsschlusses mangels Einblicksmöglichkeit nicht ansatzweise erkennbar, dass und welche Probleme sich bei der Abwicklung stellen würden (vgl. bereits zum deutschen autonomen Sachrecht OLG Köln, Urteil v. 21.06.2024 - 6 U 112/23 -, NJW 2024, 2183; Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23 -, BeckRS 2024, 17342).

    Im Übrigen würde angesichts des klaren Wortlauts der Klausel, die nicht nur die Vereinbarung eines absoluten Fixgeschäfts als Klammerzusatz erwähnt, sondern auch dessen Rechtsfolgen ausdrücklich nennt, bezogen auf die an dieser Stelle unterstellte Auslegung der Klausel ohnehin das Verbot geltungserhaltender Reduktion greifen, weil diese Auslegung das unzulässig vereinbarte automatische Entfallen von Vertragspflichten in einen Vertragsaufhebungsgrund umwandeln würde (vgl. zum deutschen autonomen Recht bereits OLG Köln, Urteil v. 21.06.2024 - 6 U 112/23 -, NJW 2024, 2183; Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23 -, BeckRS 2024, 17342).

    Angesichts der Grundtendenz des CISG, der Vertragserhaltung im Zweifel den Vorrang einzuräumen, war es der Beklagten daher zumutbar, zunächst eine - ggf. auch kurze, vgl. zum deutschen autonomen Recht OLG Köln, Urteil v. 21.06.2024 - 6 U 112/23 -, NJW 2024, 2183; Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23 -, BeckRS 2024, 17342 - Frist zur Nachlieferung zu setzen.

    Damit entfällt die Vorleistungspflicht der Klägerin (vgl. zum deutschen autonomen Recht insoweit OLG Köln, Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23 -, BeckRS 2024, 17342).

    Dies ist aufgrund der in § 5.1 OHV vereinbarten gestaffelten Vorleistungspflichten eine Woche nach der unberechtigten Vertragsaufhebung der Fall gewesen (vgl. OLG Köln, Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23 -, BeckRS 2024, 17342), mithin ab dem 10.07.2020, da die Beklagte die unberechtigte Vertragsaufhebung mit E-Mail vom 02.07.2020 erklärt hatte.

    Betreffend die Rechtsprechung des 6. Zivilsenats hat ferner die Klägerin mit Schriftsatz vom 22.10.2024 ausdrücklich auf die am 21.06.2024 (6 U 112/23) und 19.07.2024 (6 U 101/23) ergangenen Entscheidungen hingewiesen und diese im Duplikschriftsatz vom 04.12.2024 auch inhaltlich im Kontext des CISG gewürdigt.

    Auch steht die Entscheidung des Senats nicht in Divergenz, sondern vielmehr im Ergebnis im Einklang mit anderer, im Themenkomplex der Open-House-Verfahren zum deutschen autonomen Sachrecht ergangener obergerichtlicher Rechtsprechung (s. OLG Köln, Beschluss v. 27.04.2022 - 21 U 52/21 -, BeckRS 2022, 57488; Beschluss v. 24.05.2022 - 15 U 116/21 -, BeckRS 2022, 56111; Urteil v. 21.06.2024 - 6 U 112/23 -, NJW 2024, 2183; Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23 - BeckRS 2024, 17342).

  • OLG Köln, 12.11.2025 - 26 U 49/24

    Kaufpreiszahlung aus einem i.R.d. Corona-Pandemie geschlossenen sog. …

    Die Kammer schließe sich insoweit nicht der Ansicht des 6. Zivilsenates des Oberlandesgerichts Köln im Urteil vom 19. Juli 2024 - 6 U 101/23 an.

    Ausgehend von der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zum Aluminiumkapsel-Fall sei eine formularmäßige Vereinbarung eines Fixgeschäftes überraschend im Sinne von § 305c BGB sowie unangemessen im Sinne von § 307 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB, wenn nicht die Voraussetzungen eines Fixgeschäftes auf der Grundlage einer individualvertraglichen Abrede vorlägen; insoweit schließe sich die Klägerin der Rechtsprechung des 6. Zivilsenates des Oberlandesgerichts Köln im Urteil vom 19. Juli 2024 - 6 U 101/23 an.

    Aufgrund des von der Beklagten erklärten Rücktritts verbunden mit der beharrlichen Weigerung, die vertragsgegenständlichen Masken anzunehmen, sei die Vorleistungspflicht der Klägerin nach § 242 BGB entfallen und die Beklagte könne sich nicht mehr auf die Einrede des nichterfüllten Vertrages nach § 320 BGB berufen; insoweit schließe sich die Klägerin den Ausführungen des 6. Zivilsenates des Oberlandesgerichts Köln im Urteil vom 19. Juli 2024 - 6 U 101/23 an.

    Dies gilt auch in Anbetracht der auf den 19.07.2024 anstehenden Verkündung einer weiteren Berufungsentscheidung des 6. Zivilsenates in dem vor der Kammer unter 1 O 221/22 geführten Rechtsstreit (Berufungsaktenzeichen 6 U 101/23)" (Bl. 859 LG-Akte).

    Die Beklagte hält vielmehr weiter an der Wirksamkeit des von ihr erklärten Rücktritts fest und erkennt demgemäß ihre vertraglichen Verpflichtungen gerade nicht vorbehaltlos, sondern nur "hilfsweise" an (zum Ganzen OLG Köln, Urteil vom 19. Juli 2024 - I-6 U 101/23, juris Rn. 87; BGH…, Urteil vom 16. Mai 1968 - VII ZR 40/66, BGHZ 50, 175-179, juris Rn. 24).

    Sodann war die Beklagte wiederum verpflichtet, den Kaufpreis innerhalb kurzer Frist unter dem Vorbehalt der späteren Rückforderung wegen Nichtleistung oder mangelhafter Leistungen zu begleichen (OLG Köln, Urteil vom 19. Juli 2024 - I-6 U 101/23, juris Rn. 90).

    Demgemäß ist Verzug erst mit Ablauf der Woche nach Wegfall der Vorleistungspflicht und damit mit Ablauf des 04.06.2020 eingetreten, dies dann sowohl nach § 286 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 3 BGB (so auch OLG Köln, Urteil vom 19. Juli 2024 - I-6 U 101/23, juris Rn. 90 f.).

  • OLG Köln, 06.02.2025 - 8 U 38/23

    Durchführung eines sog. Open-House-Verfahrens zur Beschaffung von Schutzmaterial …

    Rn. 190 Ein solcher Ausnahmefall ist unter Berücksichtigung der konkreten Interessenlage nicht gegeben, da - für alle Beteiligten ersichtlich und vorhersehbar - die Pandemie nicht mit Ablauf der Lieferfrist endete und daher das Vertragsinteresse der Beklagten auch über den vereinbarten Liefertermin hinaus fortbestand (Senatsurteil vom 09.01.2025 - 8 U 46/23, juris; vgl. zum deutschen autonomen Sachrecht: OLG Köln, Urteil vom 21.06.2024 - 6 U 112/23, NJW 2024, 2183; OLG Köln, Urteil vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342).

    Für die Lieferanten war im Zeitpunkt des Vertragsschlusses mangels Einblicksmöglichkeit nicht ansatzweise erkennbar, dass und welche Probleme sich bei der Abwicklung stellen würden (vgl. bereits Senatsurteil vom 09.01.2025 - 8 U 46/23, juris; zum deutschen autonomen Sachrecht: OLG Köln, Urteil vom 21.06.2024 - 6 U 112/23, NJW 2024, 2183; OLG Köln, Urteil vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342).

    Damit entfällt die Vorleistungspflicht der Klägerin (…vgl. Senatsurteil vom 09.01.2025 - 8 U 46/23, juris Rn. 110 ff.; vgl. zum deutschen autonomen Recht: OLG Köln, Urteil vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342).

    Dies ist aufgrund der in § 5.1 OHV vereinbarten gestaffelten Vorleistungspflichten eine Woche nach der unberechtigten Vertragsaufhebung der Fall gewesen (vgl. Senatsurteil vom 09.01.2025 - 8 U 46/23, juris; OLG Köln, Urteil vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342), mithin ab dem 30.07.2020, da die Beklagte die unberechtigte Vertragsaufhebung mit Schreiben vom 23.07.2020 erklärt hatte.

    Auch steht die Entscheidung des Senats nicht in Divergenz, sondern vielmehr im Ergebnis im Einklang mit anderer, im Themenkomplex der Open-House-Verfahren zum deutschen autonomen Sachrecht ergangener obergerichtlicher Rechtsprechung (vgl. OLG Köln, Beschluss vom 27.04.2022 - 21 U 52/21, BeckRS 2022, 57488; OLG Köln, Beschluss vom 24.05.2022 - 15 U 116/21, BeckRS 2022, 56111; OLG Köln, Urteil vom 21.06.2024 - 6 U 112/23, NJW 2024, 2183; OLG Köln, Urteil vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342).

  • OLG Köln, 12.03.2026 - 8 U 17/25
    Die Kammer schließe sich insoweit der Ansicht des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts (OLG) Köln im Urteil vom 19.07.2024, Aktenzeichen 6 U 101/23, nicht an.

    Rn. 172 Ein solcher Ausnahmefall ist unter Berücksichtigung der konkreten Interessenlage nicht gegeben, da - für alle Beteiligten ersichtlich und vorhersehbar - die Pandemie nicht mit Ablauf der Lieferfrist endete und daher das Vertragsinteresse der Beklagten auch über den vereinbarten Liefertermin hinaus fortbestand (…Senat, Urteile vom 09.01.2025 - 8 U 46/23, Rn. 91, …und vom 06.02.2025 - 8 U 38/23, Rn. 172, zitiert nach juris; vgl. zum deutschen autonomen Sachrecht: OLG Köln, Urteil vom 21.06.2024 - 6 U 112/23, NJW 2024, 2183; OLG Köln, Urteil vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342).

    Für die Lieferanten war im Zeitpunkt des Vertragsschlusses mangels Einblicksmöglichkeit nicht ansatzweise erkennbar, dass und welche Probleme sich bei der Abwicklung stellen würden (vgl. bereits Senatsurteil vom 09.01.2025 - 8 U 46/23, zitiert nach juris; zum deutschen autonomen Sachrecht: OLG Köln, Urteil vom 21.06.2024 - 6 U 112/23, NJW 2024, 2183; OLG Köln, Urteil vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342).

    Damit entfällt die Vorleistungspflicht der Klägerin (…vgl. Senatsurteil vom 09.01.2025 - 8 U 46/23, juris Rn. 110 ff.; vgl. zum deutschen autonomen Recht: OLG Köln, Urteil vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342).

    Dies ist aufgrund der in § 5.1 des OH-Vertrages vereinbarten gestaffelten Vorleistungspflichten eine Woche nach der unberechtigten Vertragsaufhebung der Fall gewesen (vgl. Senatsurteil vom 09.01.2025 - 8 U 46/23, juris; OLG Köln, Urteil vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342), mithin ab dem 16.07.2020, da die Beklagte die unberechtigte Vertragsaufhebung mit Schreiben vom 08.07.2020 erklärt hatte.

    Rn. 279 Auch steht die Entscheidung des Senats nicht in Divergenz, sondern vielmehr im Ergebnis im Einklang mit anderer, im Themenkomplex der Open-House-Verfahren zum deutschen autonomen Sachrecht ergangener obergerichtlicher Rechtsprechung (vgl. OLG Köln, Beschluss vom 27.04.2022 - 21 U 52/21, BeckRS 2022, 57488; OLG Köln, Beschluss vom 24.05.2022 - 15 U 116/21, BeckRS 2022, 56111; OLG Köln, Urteil vom 21.06.2024 - 6 U 112/23, NJW 2024, 2183; OLG Köln, Urteil vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342). Es besteht auch keine Divergenz zu der Entscheidung des 18. Zivilsenates des Oberlandesgerichts Köln im Urteil vom 15.05.2025 - 18 U 97/23.

  • LG Bonn, 21.05.2025 - 1 O 184/21
    Ein solcher Ausnahmefall ist unter Berücksichtigung der konkreten Interessenlage nicht gegeben, da - für alle Beteiligten ersichtlich und vorhersehbar - die Pandemie nicht mit Ablauf der Lieferfrist endete und daher das Vertragsinteresse der Beklagten auch über den vereinbarten Liefertermin hinaus fortbestand (vgl. zum deutschen autonomen Sachrecht bereits OLG Köln, Urteil v. 21.06.2024 - 6 U 112/23, NJW 2024, 2183; Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342).

    Für die Lieferanten war im Zeitpunkt des Vertragsschlusses mangels Einblicksmöglichkeit nicht ansatzweise erkennbar, dass und welche Probleme sich bei der Abwicklung stellen würden (vgl. bereits zum deutschen autonomen Sachrecht OLG Köln, Urteil v. 21.06.2024 - 6 U 112/23, NJW 2024, 2183; Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342).

    Im Übrigen würde angesichts des klaren Wortlauts der Klausel, die nicht nur die Vereinbarung eines absoluten Fixgeschäfts als Klammerzusatz erwähnt, sondern auch dessen Rechtsfolgen ausdrücklich nennt, bezogen auf die an dieser Stelle unterstellte Auslegung der Klausel ohnehin das Verbot geltungserhaltender Reduktion greifen, weil diese Auslegung das unzulässig vereinbarte automatische Entfallen von Vertragspflichten in einen Vertragsaufhebungsgrund umwandeln würde (vgl. zum deutschen autonomen Recht bereits OLG Köln, Urteil v. 21.06.2024 - 6 U 112/23, NJW 2024, 2183; Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342).

    Angesichts der Grundtendenz des CISG, der Vertragserhaltung im Zweifel den Vorrang einzuräumen, war es der Beklagten daher zumutbar, zunächst eine - ggf. auch kurze, vgl. zum deutschen autonomen Recht OLG Köln, Urteil v. 21.06.2024 - 6 U 112/23, NJW 2024, 2183; Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342 - Frist zur Nachlieferung zu setzen.

    Damit entfällt die Vorleistungspflicht der Klägerin (vgl. zum deutschen autonomen Recht insoweit OLG Köln, Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342).

  • OLG Köln, 14.05.2025 - 26 U 17/24

    Kaufpreiszahlung für im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gelieferte …

    Die Beklagte hält vielmehr weiter an der Wirksamkeit des von ihr erklärten Rücktritts fest und erkennt demgemäß ihre vertraglichen Verpflichtungen gerade nicht vorbehaltlos, sondern nur "hilfsweise" an (zum Ganzen OLG Köln, Urteil vom 19. Juli 2024 - I-6 U 101/23, juris Rn. 87).

    Sodann war die Beklagte wiederum verpflichtet, den Kaufpreis innerhalb kurzer Frist unter dem Vorbehalt der späteren Rückforderung wegen Nichtleistung oder mangelhafter Leistungen zu begleichen (OLG Köln, Urteil vom 19. Juli 2024 - I-6 U 101/23, juris Rn. 90).

    Auch steht die Entscheidung des Senats nicht in Divergenz, sondern vielmehr im Ergebnis im Einklang mit anderer, im Themenkomplex der Open-House-Verfahren zum deutschen autonomen Sachrecht ergangener obergerichtlicher Rechtsprechung (OLG Köln, Beschluss vom 27. April 2022 - 21 U 52/21, Beschluss vom 24. Mai 2022 - 15 U 116/21; Urteil vom 21.Juni 2024 -6 U 112/23; Urteil vom 19. Juli 2024 - 6 U 101/23; Urteil vom 9. Januar 2025 - 8 U 46/23; Urteil vom 6. Feburar 2025 - 8 U 38/23, alle abrufbar bei juris ).

  • OLG Köln, 28.05.2026 - 8 U 14/25

    Anspruch auf Kaufpreiszahlung und Schadensersatz aus mehreren mit der Beklagten …

    Hieran hält der Senat nach erneuter Prüfung auch für nationale Kaufverträge fest (vgl. hierzu im Übrigen: OLG Köln…, Urteil vom 21.06.2024 - 6 U 112/23, Rn. 64 ff.; Urteil vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, Rn. 78 ff.;… Urteil vom 14.05.2025 - 26 U 17/24, Rn. 95 ff.; jeweils zitiert nach juris).

    Denn die Beklagte hat durch ihre unberechtigte Rücktrittserklärung die nicht vorgenommene Nachlieferung der Klägerin verursacht und ist daher nicht schutzwürdig gemäß § 242 BGB (vgl. Urteil des OLG Köln vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, BeckRS 2024, 17342, Rn. 112f.).

  • LG Bonn, 16.04.2025 - 1 O 204/20
    Die Kammer schließt sich insoweit der Ansicht des 6. Zivilsenats des OLG Köln im Urteil vom 19.07.2024, 6 U 101/23, dort Rn. 85 ff., nicht an.

    Folgt man der Auffassung des 6. Zivilsenats zur gestaffelten Vorleistungspflicht (Urt. v. 19.07.2024, 6 U 101/23, Rn. 97), würde diese Fälligkeit und Durchsetzbarkeit des Anspruchs auf den Kaufpreis selbst bei Lieferung von sich als mangelhaft herausstellender Ware eintreten, da gemäß § 5 Ziffer 5.1 des Vertrages nach dortiger Auffassung auch Zahlung und Mangelbeseitigung/Nacherfüllung nicht nach dem gesetzlichen Leitbild Zug-um-Zug erfolgen sollten.

    Rn. 319 Indes kann den Regelungen der §§ 3 und 5 des Vertrages eine weitere - gestaffelte - Vorleistungspflicht der Beklagten nach Erfüllung der primären Leistungspflicht durch den Lieferanten nicht entnommen werden, insbesondere nicht den Ziffern 5.1 und 5.2 (a.A. LG Bonn, 20. Zivilkammer, Urt. v. 12.07.2023, 20 O 49/22, juris, Rn. 101 und OLG Köln, Urt. v. 19.07.2024, 6 U 101/23, juris, Rn. 90).

  • OLG Frankfurt, 23.01.2025 - 9 U 57/24

    Kaufvertrag über Neufahrzeug in der Regel kein Fixgeschäft

    Ein relatives Fixgeschäft gemäß § 323 Abs. 2 Nr. 2 BGB setzt auch nach der im Jahr 2014 erfolgten Anpassung des Gesetzeswortlauts voraus, dass die Leistungszeit nach der Parteivereinbarung oder der für den Schuldner erkennbaren Interessenlage des Gläubigers so wesentlich ist, dass eine nachträgliche Erfüllung nicht mehr als ordnungsgemäße Leistung anzusehen ist, das Geschäft also mit der Leistungszeit "stehen oder fallen" soll (Anschluss OLG Köln, Urteil vom 19.07.2024 - 6 U 101/23, juris Rn. 68, OLG Celle…, Urteil vom 18.11.2021 - 11 U 66/21, juris Rn. 26, OLG Sachsen-Anhalt…, Urteil vom 24.09.2015 - 9 U 82/14, juris Rn. 58).

    Bejaht wurde ein absolutes Fixgeschäft in der Rechtsprechung beispielsweise in Bezug auf die Bereitstellung von Räumlichkeiten, die für eine bestimmte Veranstaltung gebucht wurden (BGH…, Urteil vom 10.12.1986 - VIII ZR 349/85, juris Rn. 26) oder für die Nichterfüllung der Pflicht gemäß Art. 9 FluggastrechteVO zur Bereitstellung einer Hotelunterbringung sowie von Mahlzeiten und Getränken für die Zeit bis zur Teilnahme an einem Ersatzflug (BGH…, Urteil vom 28.8.2012 - X ZR 128/11, juris Rn. 38), nicht aber beispielsweise bei der Flugbeförderung als solcher (BGH…, Urteil vom 28.5.2009 - Xa ZR 113/08, juris Rn. 12), der Nichterbringung der in einem Musikproduktionsvertrag enthaltenen Liefermenge (BGH…, Urteil vom 25.1.2001 - I ZR 287/98, juris Rn. 11) oder dem Kauf von Corona-Masken (OLG Köln, Urteil vom 19.7.2024 - 6 U 101/23, juris Rn. 37 ff. m.w.N.).

    § 323 Abs. 2 Nr. 2 BGB setzt - auch nach der im Jahr 2014 erfolgten Anpassung des Gesetzeswortlautes - voraus, dass die Leistungszeit nach der Parteivereinbarung oder nach der für den Schuldner erkennbaren Interessenlage des Gläubigers so wesentlich ist, dass eine nachträgliche Erfüllung nicht mehr als ordnungsgemäße Leistung anzusehen ist, das Geschäft also mit der Leistungszeit "stehen oder fallen" soll (OLG Köln, Urteil vom 19.7.2024 - 6 U 101/23, juris Rn. 69;OLG Celle…, Urteil vom 18.11.2021 - 11 U 66/21, juris Rn. 26;OLG Sachsen-Anhalt…, Urteil vom 24.9.2015 - 9 U 82/14, juris Rn. 58;…Grüneberg/Grüneberg, BGB, 83. Aufl., § 323 Rn. 19;… MünchKommBGB/Ernst, 9. Aufl. 2022, § 323 Rn. 117;… BT-Drs 17/12637, S. 59; vgl. zur alten Rechtslage BGH…, Urteil vom 17.12.1996 - X ZR 74/95, juris Rn. 18; BGH…, Urteil vom 18.4.1989 - X ZR 85/88, juris Rn. 30).

  • LG Bonn, 29.01.2025 - 1 O 461/23
    Rn. 146 Berücksichtigung der konkreten Interessenlage nicht gegeben, da - für alle Beteiligten ersichtlich und vorhersehbar - die Pandemie nicht mit Ablauf der Lieferfrist endete und daher das Vertragsinteresse der Beklagten auch über den vereinbarten Liefertermin hinaus fortbestand (vgl. zum deutschen autonomen Sachrecht bereits OLG Köln, Urteil v. 21.06.2024 - 6 U 112/23 -, NJW 2024, 2183; Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23 -, BeckRS 2024, 17342).

    Für die Lieferanten war im Zeitpunkt des Vertragsschlusses mangels Einblicksmöglichkeit nicht ansatzweise erkennbar, dass und welche Probleme sich bei der Abwicklung stellen würden (vgl. bereits zum deutschen autonomen Sachrecht OLG Köln, Urteil v. 21.06.2024 - 6 U 112/23 -, NJW 2024, 2183; Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23 -, BeckRS 2024, 17342).

    Damit entfällt die Vorleistungspflicht der Klägerin (vgl. zum deutschen autonomen Recht insoweit OLG Köln, Urteil v. 19.07.2024 - 6 U 101/23 -, BeckRS 2024,.

  • LG Bonn, 14.08.2024 - 1 O 471/23
  • OLG Köln, 22.11.2024 - 18 U 97/23

    Lieferungvertrag über 4 Mio. FFP-2-Masken

  • LG Bonn, 18.12.2024 - 1 O 390/23
  • BGH - VIII ZR 131/24 (anhängig)

    Lieferung von Corona-Schutzmasken

  • BGH - VIII ZR 313/25 (anhängig)

    Lieferung von Corona-Schutzmasken

  • LG Bonn, 11.03.2026 - 1 O 219/21
  • BGH - VIII ZR 36/25 (anhängig)

    Lieferung von Corona-Schutzmasken

  • BGH - VIII ZR 152/24 (anhängig)

    Lieferung von Corona-Schutzmasken

  • LG Bonn, 23.07.2025 - 1 O 342/24

    Open-House-Vergabe: Welcher Höchstpreis gilt bei Masken-"Newcomern"?

  • OLG Düsseldorf, 15.01.2025 - 14 U 64/23

    Befugnis zum Rücktritt vom Vertrag ohne weitere Fristsetzung i.R.e. Teilklage auf …

  • LG Bonn, 23.04.2025 - 1 O 78/21
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