Rechtsprechung
| OLG Köln, 03.11.2023 - 6 U 58/23 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
DSGVO Art. 6 Abs. 1 Unterabsatz 1 lit. f); 46; 49 Abs. 1 S. 1 lit. b); BGB § 307 Abs. 2 Nr. 1
- Betriebs-Berater
Drittlandübermittlung
- Verbraucherzentrale NRW
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- rechtsportal.de
- wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Datenschutzrecht/Zivilrecht: Drittlandübermittlung
Kurzfassungen/Presse (4)
- ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)
Cookie-Einsatz und Drittlandübermittlung: Strikte Anforderungen für Online-Unternehmen
- computerundrecht.de (Kurzinformation)
Zulässigkeit der Datenübertragung in die USA nach Inkrafttreten des neuen Angemessenheitsbeschlusses DPF
- delegedata.de (Kurzinformation)
Hat das OLG Köln das EU-US Data Privacy Framework für unzulässig erklärt? Natürlich nicht.
- shopbetreiber-blog.de (Kurzinformation und Auszüge)
Unzulässige Übermittlung personenbezogener Daten in die USA
Sonstiges
- Verbraucherzentrale NRW (Äußerung von Verfahrensbeteiligten)
Klauselkontrolle bei Cookie-Bannern und Drittstaatenstransfer
Verfahrensgang
- LG Köln, 23.03.2023 - 33 O 376/22
- LG Köln, 05.05.2023 - 33 O 376/22
- OLG Köln, 03.11.2023 - 6 U 58/23
- BGH - VI ZR 375/23 (anhängig)
Papierfundstellen
- MDR 2024, 154
- K&R 2024, 146
Wird zitiert von ... (37) Zitiert selbst (34)
- EuGH, 16.07.2020 - C-311/18
EU-US-Datenschutzschild genügt nicht den Vorgaben der DSGVO und ist ungültig
Auszug aus OLG Köln, 03.11.2023 - 6 U 58/23
In den USA sei kein angemessenes Datenschutzniveau gewährleistet, weil der EU-US Angemessenheitsbeschluss ("Privacy Shield") nach dem Urteil des EuGH in der Sache "Schrems II" (Urteil vom 16.07.2020, Rs. C-311/18 - Facebook Ireland u. Schrems) ungültig sei.Die Anforderungen, die der EuGH in der Rs. C-311/18 ("Schrems II") gestellt habe, seien daher erfüllt.
Rn. 110 Zum Zeitpunkt der Abmahnung bzw. der konkreten Verletzungsform fehlte es zunächst an einer entsprechenden Grundlage, nachdem der EuGH den zuvor geltenden Beschluss, der auf dem "Privacy Shield" basierte (eine Übereinkunft der USA mit der EU betreffend die Gewährleistung eines bestimmten Datenschutzniveaus), in seinem Urteil "Schrems II" (Urteil vom 16.07.2020, Rs. C-311/18 - Facebook Ireland u. Schrems, NJW 2020, 2613) für nichtig erklärt hatte, so dass sich Unternehmen wie die Beklagte hierauf allein nicht mehr berufen konnten (hierzu Klein K&R 2023, 553).
Denn der EuGH hat in seiner Entscheidung "Schrems II" (Urteil vom 16.07.2020, Rs. C-311/18 = NJW 2020, 2613) zunächst klargestellt, dass die Verwendung von Standardvertragsklauseln zwar im Verhältnis der Vertragsparteien relevant sei, aber keinen Schutz vor Maßnahmen der Behörden von Drittstaaten biete, weil diese durch die vertragliche Vereinbarung nicht gebunden seien.
- BGH, 29.06.2006 - I ZR 235/03
Anschriftenliste
Auszug aus OLG Köln, 03.11.2023 - 6 U 58/23
Dies ergibt sich zwar nicht unmittelbar aus deren Wortlaut, wohl aber aus der Klagebegründung bzw. dem vorprozessualen Schriftverkehr, die insoweit ebenfalls zur Auslegung herangezogen werden können (vgl. BGH GRUR 2006, 960, 961 Rn. 15 - Anschriftenliste m.w.N.).Eine solche Entscheidung spricht nicht lediglich weniger zu als beantragt, sondern an Stelle des Beantragten etwas anderes (vgl. BGH GRUR 2006, 960, 961 Rn. 15 f. - Anschriftenliste).
- EuGH, 29.07.2019 - C-40/17
Der Betreiber einer Website, in der der "Gefällt mir"-Button von Facebook …
Auszug aus OLG Köln, 03.11.2023 - 6 U 58/23
Rn. 105 In der Entscheidung "Fashion ID" hat der EuGH sodann ausgeführt, dass jede natürliche oder juristische Person, die aus Eigeninteresse auf die Verarbeitung personenbezogener Daten Einfluss nimmt und damit an der Entscheidung über die Zwecke und Mittel dieser Verarbeitung mitwirkt, als für die Verarbeitung Verantwortlicher anzusehen ist (vgl. EuGH, Urteil vom 29.07.2019, Rs. C-40/17 Rn. 68 = BeckRS 2019, 15831).Denn gemeinsame Kontrolle liegt auch vor, wenn die Verantwortlichen zwar unterschiedliche Zwecke verfolgen, die Verfolgung der Zwecke aber gemeinsam erfolgt, also z.B. eine Partei die Daten für den Betrieb eines Rabattsystems benutzt, die andere sie für einen Zahlungsdienst einsetzt (…Spoerr, in: BeckOK DatenschutzR, 44. Ed. 01.05.2022, Art. 26 DSGVO Rn. 33; vgl. auch EuGH, Urteil vom 29.07.2019, Rs. C-40/17 Rn. 82 - Fashion ID und dort Rn. 80 zu den Vorteilen für den Empfänger der Daten [dort Facebook]).
- BGH, 16.05.2017 - VI ZR 135/13
Speicherung von dynamischen IP-Adressen
Auszug aus OLG Köln, 03.11.2023 - 6 U 58/23
Sie können daher personenbezogene Daten sein (BGH NJW 2017, 2416, 2417 Rn. 18).Dies ergebe sich daraus, dass diese Betreiber sich insbesondere im Fall von Cyberattacken an die zuständige Behörde wenden könnten, damit diese die nötigen Schritte unternehme, um die fraglichen Informationen vom Internetzugangsanbieter zu erlangen und die Strafverfolgung einzuleiten (BGH NJW 2017, 2416, 2417 Rn. 25).
- EuG, 26.04.2023 - T-557/20
SRB/ EDSB - Schutz personenbezogener Daten - Verfahren zur Entschädigung von …
Auszug aus OLG Köln, 03.11.2023 - 6 U 58/23
Rn. 99 Soweit die Beklagte sich auf das Urteil des EuG vom 26.04.2023 in der Rs. T-557/20 (= ZD 2023, 399) stützt, um ihre Auffassung zu belegen, handelt es sich nicht um einen vergleichbaren Sachverhalt, weil dort das Verhältnis zwischen einem Abwicklungsausschuss für eine Bank einerseits und einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft andererseits in Rede stand und sich die Frage stellte, ob in deren "Innenverhältnis" eine Möglichkeit bestand, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von dem Abwicklungsausschuss bestimmte Zusatzinformationen verlangen konnte, die eine Zuordnung von bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorhandenen Daten zu konkreten Personen ermöglichten (…vgl. EuG, a.a.O., Rn. 99 ff.).Gerade mit Blick auf das Schutzbedürfnis für personenbezogene Daten wäre eine solche relative Auslegung, die zudem zu einer auch für die verarbeitenden Stellen unzuträglichen Rechtsunsicherheit führte, nicht zu befürworten (daher nicht überzeugend Baumgartner, Anmerkung zu der EuG-Entscheidung in der Rs. T-557/20, ZD 2023, 403 f.).
- LG Berlin, 16.01.2018 - 16 O 341/15
Datenschutz: Facebook darf keine Klarnamen fordern
Auszug aus OLG Köln, 03.11.2023 - 6 U 58/23
Diese Verbindung rechtfertigt es - im Sinne der zitierten Entscheidungen des Bundesgerichtshofs - von einem vergleichbaren Schutzbedürfnis des Verbrauchers auszugehen, das die Anwendung der §§ 305 ff. BGB erfordert (vgl. in diese Richtung auch LG Berlin, Urteil vom 16.01.2018, 16 O 341/15, BeckRS 2018, 1060 Rn. 67 f.; bestätigt durch KG MMR 2020, 239 - betreffend Facebook-Nutzungsbedingungen).Insofern kann auch offenbleiben, ob die von der Beklagten erteilten Informationen für sich genommen ausreichend wären oder ob noch spezifischere Ausführungen erforderlich gewesen wären, wie der Kläger (S. 16 f. des Schriftsatzes vom 05.12.2022, Bl. 186 f. GA) meint (vgl. auch LG Berlin MMR 2018, 328, 331 Rn. 65 zu einer entsprechenden von Facebook verwendeten Einwilligungserklärung).
- BGH, 09.04.2014 - VIII ZR 404/12
AGB-Kontrollklage gegen eine Kraftfahrzeugleasinggesellschaft: Abgrenzung …
Auszug aus OLG Köln, 03.11.2023 - 6 U 58/23
Dabei ist - ebenso wie bei der Auslegung des Inhalts von Allgemeinen Geschäftsbedingungen - auf den rechtlich nicht vorgebildeten Durchschnittskunden und die dabei typischerweise gegebenen Verhältnisse abzustellen (vgl. BGH, Urteil vom 09.04.2014, VIII ZR 404/12 Rn. 24 - juris = BGHZ 200, 362 ff.).Für das Vorliegen von AGB spricht es insbesondere, wenn mit den Hinweisen erkennbar die Zielsetzung verfolgt wird, ein rechtliches Fundament für die im Einzelnen abzuschließenden Verträge zu schaffen (BGH, Urteil vom 09.04.2014, VIII ZR 404/12 Rn. 27 - juris).
- BGH, 11.04.2002 - I ZR 317/99
Vossius.de
Auszug aus OLG Köln, 03.11.2023 - 6 U 58/23
Soweit der Bundesgerichtshof in der Entscheidung "vossius.de" angenommen hat, dass eine bestimmte Einschränkung in den Klageantrag aufzunehmen sei, betraf dies einen Fall eines abstrakt begehrten Verbots und nicht eine - wie im Streitfall - angegriffene konkrete Verletzungsform (BGH GRUR 2002, 706, 708 - vossius.de).Die im Antrag vorgenommenen Einschränkungen, die sich auf die Art. 45, 46 und 49 DSGVO beziehen, waren ersichtlich lediglich dem Umstand geschuldet, dass der Kläger in der Klageschrift noch ein abstraktes Verbot ohne die Nennung der konkreten Verletzungsform begehrt hatte, weshalb die Hinzufügung der Ausnahmetatbestände dazu diente, dem Einwand eines zu weit gefassten und erlaubtes Verhalten einschließenden Antrags zu begegnen (vgl. hierzu BGH GRUR 2002, 706, 708 - vossius.de).
- LG München I, 25.04.2023 - 33 O 5976/22
Unzulässige Übermittlung von sogenannten Positivdaten an Auskunfteien
Auszug aus OLG Köln, 03.11.2023 - 6 U 58/23
Demgegenüber sei das Landgericht München in seinem Urteil vom 25.04.2023 (Az. 33 O 5976/22, S. 35 bis S. 37, vorgelegt als Anlage K16) zutreffend davon ausgegangen, dass die Übermittlung von Positivdaten an Wirtschaftsauskunfteien durch ein Telekommunikationsunternehmen nicht auf Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f) DSGVO gestützt werden könne.Der Verweis des Klägers auf das Urteil des Landgerichts München (Urteil vom 25.04.2023, Az. 33 O 5976/22, S. 35 bis S. 37, vorgelegt als Anlage K16, Bl. 350 ff. eA), verhilft der Berufung bereits deshalb nicht zum Erfolg, weil in jenem Verfahren eine konkrete Verletzungsform streitgegenständlich war (vgl. S. 2 ff. des Urteils, Bl. 351 ff. eA).
- EuGH, 05.06.2018 - C-210/16
Der Betreiber einer Facebook-Fanpage ist gemeinsam mit Facebook für die …
Auszug aus OLG Köln, 03.11.2023 - 6 U 58/23
Das Ziel der Vorschrift liegt darin, durch eine weite Definition des Begriffs des Verantwortlichen einen wirksamen und umfassenden Schutz der betroffenen Personen zu gewährleisten (vgl. EuGH, Urteil vom 05.06.2018, Rs. C-210/16 Rn. 28 - Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein GmbH = EuZW 2018, 534, 535). - EuGH, 19.10.2016 - C-582/14
Breyer - Der Betreiber einer Website kann ein berechtigtes Interesse daran haben, …
- BGH, 28.05.2020 - I ZR 7/16
Einwilligung in die Speicherung von Cookies
- BGH, 16.07.2008 - VIII ZR 348/06
Zur datenschutzrechtliche Einwilligung - Payback
- BGH, 13.09.2012 - I ZR 230/11
Biomineralwasser
- BGH, 11.10.2017 - I ZB 96/16
Markenverletzung: Auslegung einer Verpflichtung zur Unterlassung einer Handlung …
- BGH, 11.07.2012 - IV ZR 164/11
Zu Schadensersatz- und Erfüllungsansprüchen gegen den englischen …
- BGH, 04.02.2009 - VIII ZR 32/08
Von einem Verbraucherverband beanstandete Hinweise im Katalog eines …
- BGH, 11.11.2009 - VIII ZR 12/08
Happy Digits - Zur datenschutzrechtlichen Einwilligung in AGBs
- EuGH, 11.11.2020 - C-61/19
Keine wirksame datenschutzrechtliche Einwilligung durch bereits vom für die …
- EuGH, 24.11.2011 - C-70/10
Sperrverfügungen gegen Provider
- LG München I, 29.11.2022 - 33 O 14776/19
Unzulässige Speicherung von Cookies in Endgeräten von Webseitennutzern
- BGH, 29.04.2010 - I ZR 202/07
Erinnerungswerbung im Internet
- KG, 27.12.2018 - 23 U 196/13
Inhaltskontrolle für Allgemeinen Geschäftsbedingungen ausländischer Unternehmen …
- BGH, 01.03.2018 - I ZR 264/16
Wettbewerbsverstoß: Meinungsfreiheit für eine Handwerksinnung; Beachtung des …
- BGH, 28.09.2000 - IX ZR 6/99
Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Rechtslage bei …
- KG, 21.03.2019 - 23 U 268/13
Datenschutzerklärung von Google: Qualifizierung als Allgemeine …
- BGH, 19.03.2019 - XI ZR 9/18
Anforderungen an das Aushandeln einer Klausel in allgemeinen Geschäftsbedingungen
- KG, 20.12.2019 - 5 U 9/18
Facebook verstößt gegen Daten- und Verbraucherschutz
- BGH, 08.11.2018 - I ZR 108/17
Wettbewerb zweier Vermarktungsunternehmen für Hörfunkwerbezeiten: …
- BGH, 24.02.2005 - I ZR 128/02
Fördermittelberatung
- BGH, 29.03.2022 - VIII ZR 99/21
Bemessung des Werts der Beschwer des unterlegenen Gegners bei einer im Hinblick …
- OLG Hamburg, 04.12.2014 - 10 U 5/11
eBook-AGB - Allgemeine Geschäftsbedingungen eines Online-Buchhändlers: …
- LG Köln, 23.03.2023 - 33 O 376/22
Unterlassungsanspruch gegen Deutsche Telekom wegen Datenweitergabe an Google …
- BGH, 18.10.2012 - I ZR 137/11
Steuerbüro
- VG Hannover, 19.03.2025 - 10 A 5385/22
Cookie-Banner; Cookies; Einwilligungsbanner; personenbezogene Daten
Ob aus diesen Vorschriften herzuleiten ist, dass die Möglichkeit zur Ablehnung von Cookies in gleicher Weise wie die Einwilligung in das Setzen von Cookies gestaltet sein muss, ist durch die Rechtsprechung noch keiner abschließenden Klärung zugeführt worden (…vgl. Sesing, MMR 2021, S. 544 (547) m.w.N.; OLG Köln, Urteil vom 3. November 2023 - I-6 U 58/23 -, juris Rn. 50). - OLG Köln, 19.01.2024 - 6 U 80/23
Unterlassung der Verwendung der Cookie-Banner wegen Irreführung und Intransparenz …
Der Kläger hat alleine aufgrund des erstmals in der Berufungsinstanz geänderten Klageantrages zu Ziffer a) vollumfänglich obsiegt, anderenfalls wäre er mit diesem Antrag (vgl. insoweit auch das Urteil des Senats vom 03.11.2023 - 6 U 58/23 = GRUR-RS 2023, 34611 - Drittlandübermittlung Rn. 27 ff.) unterlegen, weshalb es gerechtfertigt ist, die Kosten insoweit der Klägerseite aufzuerlegen (…vgl. hierzu Herget in: Zöller, Zivilprozessordnung, 35. Auflage 2024, § 97 ZPO Rn. 11).Denn dies hätte dem Begehren des Klägers widersprochen (vgl. Urteil des Senats vom 03.11.2023 - 6 U 58/23, a.a.O. Rn. 32).
- LG Bonn, 03.06.2025 - 13 O 156/24
Erfolglose Klage gegen Meta (Facebook) wegen Datenübertragung in die USA; …
Rn. 28 Der Klageantrag zu 1) ist unbegründet, weil die Datenübertragung in die USA für den Zeitraum ab dem 10.07.2023 seit dem Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission von diesem Tage gemäß Art. 45 Abs. 1 DSGVO gerechtfertigt war und ist (vgl. OLG Köln, Urteil vom 03.11.2023, 6 U 58/23; LG Traunstein, Urteil vom 08.07.24, 9 O 173/24) und für den Zeitraum ab Geltung der DSGVO bis zum 09.07.2023 gemäß Art. 49 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO gerechtfertigt war - denn die Datenübertragung war für die Erfüllung des Vertrags notwendig (vgl. LG Traunstein…, Urteil vom 08.07.24, 9 O 173/24, Rn. 43, anders bei "B", vgl. OLG Köln, Urteil vom 03.11.2023, 6 U 58/23).
- OLG Frankfurt, 18.12.2024 - 6 U 206/23
Kündigungsfrist von sechs Wochen für Probe-Ermäßigungskarte von …
Die bloße Wiedergabe gesetzlicher Informationspflichten, die nicht auf eine Änderung oder Ausgestaltung bestimmter Regelungen abzielt, stellt ebenfalls keine Allgemeine Geschäftsbedingung dar (vgl. z.B. OLK Köln, Urteil vom 03.11.2023 - 6 U 58/23, WRP 2024, 235 Rn. 49 [juris Rn. 47] - Drittlandübermittlung, unter Verweis auf BGH…, Urteil vom 11.07.2012 - IV ZR 164/11, NJW 2012, 3647 Rn. 33;… G. Baetge, aaO, § 1 UKlaG Rn. 44.1). - OLG Köln, 27.07.2026 - 6 W 57/26
Bonner Reederei-Streit: Werbung für kostenlosen Pendler-Shuttle ist zulässig
Anders kann dies nur sein, wenn die gewählte Einschränkung die einzig denkbare oder die am wenigsten einschneidende Form der Vermeidung weiterer Verletzungen darstellt (vgl. hierzu etwa Senat WRP 2024, 235, 240 Rn. 23 ff. - Drittlandübermittlung). - LG Ellwangen/Jagst, 16.10.2025 - 3 O 480/24 Rn. 62 (1) Der am 10. Juli 2023 gefasste Beschluss der EU-Kommission nach Art. 45 Abs. 3 DSGVO stellt in den USA ein angemessenes Datenschutzniveau fest und entfaltet unmittelbare Wirkung, sodass Datenübermittlungen in das betreffende Land keiner besonderen aufsichtsbehördlichen Genehmigung bedürfen (OLG Köln, Urteil vom 03.11.2023, I-6 U 58/23, juris Rn. 106;… BeckOK DatenschutzR/Juarez, 52. Ed. 01.05.2025, DSGVO Art. 45 Rn. 1-5).
Insoweit unterscheidet sich der vorliegende Fall auch von dem Fall, der dem von der Klägerseite unter Bl. 15 zitierten Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom 03.11.2023, 6 U 58/23 zu Grunde lag.
Im dortigen Fall diente die Übermittlung der Daten der Optimierung der Umsätze der Beklagten und der Feststellung von Verbesserungsmöglichkeiten bzw. des Nutzerverhaltens und besonders beliebter Interaktionen auf der Seite, also ihren eigenen wirtschaftlichen Zwecken (OLG Köln, Urteil vom 03.11.2023, 6 U 58/23, juris Rn. 67).
- OLG Koblenz, 12.05.2025 - 11 U 1335/24
Positivdaten - Datenschutzrecht: Zulässigkeit der Übermittlung von Positivdaten …
Rn. 54 Die Betrugsprävention kann je nach den Umständen des Einzelfalls ein Rechtfertigungsgrund i. S. d. Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 Lit. f) DS-GVO für eine entsprechende künftige Datenverarbeitung sein (so auch OLG Köln, Urteil vom 03.11.2023 - I-6 U 58/23, 6 U 58/23, juris Rn. 40 ff.). - LG Frankfurt/Main, 19.03.2024 - 10 O 691/23
Kein DSGVO-Schadensersatz, wenn bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages eine …
Denn ein solcher Unterlassungsantrag, der losgelöst von der konkreten Verletzungsform auf ein allgemeines Verbot der Übermittlung sogenannter Positivdaten von Mobilfunknutzern an Wirtschaftsauskunfteien gerichtet ist, erweist sich als zu weitgehend, da jedenfalls nicht ausgeschlossen werden kann, dass eine Datenübermittlung aus Gründen der Betrugsprävention bei datenschutzkonformer Ausgestaltung des Prozesses im berechtigten Interesse des Verantwortlichen im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Unterabsatz 1 lit. f DSGVO liegen kann (vgl. OLG Köln, Urteil v. 03.11.2023 - 6 U 58/23, GRUR-RS 2023, 34611, beck-online).Die Möglichkeit und Notwendigkeit einer Einzelfallbetrachtung hat auch der BfDI zutreffend betont (so auch OLG Köln, Urteil v. 03.11.2023 - 6 U 58/23, GRUR-RS 2023, 34611 Rn. 22, 23, beck-online).
- LG Paderborn, 02.09.2024 - 3 O 96/24
Automatische Übermittlung von Positivdaten an SCHUFA durch berechtigtes Interesse …
Ein Antrag darf nicht so formuliert werden darf, dass er zulässige Handlungen erfassen kann (vgl. OLG Köln, Urteil vom 3. November 2023 - I-6 U 58/23 -, Rn. 41, 43, juris).Die Stattgabe eines solchen Antrages würde zu einem allgemeinen Verbot der Übermittlung von Positivdaten an Kreditauskunfteien führen und würde auch Datenübermittlungen umfassen (also verbieten), die grundsätzlich nach der DSGVO gerechtfertigt sind, beispielsweise weil sie zur Wahrung berechtigter Interessen erforderlich sind, Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO (vgl. OLG Köln, Urteil v. 03.11.2023 - 6 U 58/23, GRUR-RS 2023, 34611; LG Hagen (Westfalen)…, Urteil vom 22. Juli 2024 - 3 O 196/23 -, Rn. 80 - 84;… LG Frankfurt a. M. Urt. v. 19.3.2024 - 2/10 O 691/23, BeckRS 2024, 5840 Rn. 27).
- LG Traunstein, 03.06.2024 - 9 O 2353/23
Kein Schadensersatzanspruch wegen Weitergabe von Daten betreffend …
Denn ein solcher Unterlassungsantrag, der losgelöst von der konkreten Verletzungsform auf ein allgemeines Verbot der Übermittlung sogenannter Positivdaten von Mobilfunknutzern an Wirtschaftsauskunfteien gerichtet ist, erweist sich als zu weitgehend, da jedenfalls nicht ausgeschlossen werden kann, dass eine Datenübermittlung aus Gründen der Betrugsprävention bei datenschutzkonformer Ausgestaltung des Prozesses im berechtigten Interesse des Verantwortlichen im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Unterabsatz 1 lit. F DSGVO liegen kann (vgl. OLG Köln, Urteil v, 03, 112023 - 6 U 58/23, GRUR-RS 2023, 34611, beck-online).Der Beklagten ist ein ihr nach der DSGVO eingeräumter Gestaltungsspielraum beim Umgang mit Positivdaten zu belassen, den sie in den bestehenden Grenzen gestalten kann, Die Möglichkeit und Notwendigkeit einer Einzelfallbetrachtung hat auch der BfDl zutreffend betont (so auch OLG Köln, Urteil v. 03.11.2023 - 6 U 58/23, GRUR-RS 2023, 3461 1 Rn. 22, 23, beck-online).".
- LG Memmingen, 13.06.2024 - 24 O 1624/23
Kein allgemeines Verbot der Übermittlung von Positivdaten an Auskunfteien
- LG Coburg, 20.12.2024 - 13 O 149/24
Berechtigtes Interesse, Personenbezogene Daten, Dsgvo, Mobilfunkvertrag, …
- LG Regensburg, 04.11.2024 - 72 O 72/24
Dsgvo, Feststellungsinteresse, Streitwert, Unterlassungsantrag, Personenbezogene …
- LG Hanau, 28.03.2025 - 9 O 1286/23
- LG Stade, 30.04.2024 - 4 O 316/23
Kein Anspruch auf Schmerzensgeld wegen eines behaupteten Verstoßes gegen die …
- LG Landshut, 18.12.2024 - 23 O 952/24
Unzureichender Tatsachenvortrag zu behauptetem immateriellen Schaden aufgrund …
- AG Lüdenscheid, 25.06.2025 - 93 C 11/25
Positivdaten, SCHUFA, Telekommunikationsvertrag, Berechtigtes Interesse
- LG München II, 21.11.2024 - 6 O 31/24
Dsgvo, Unterlassungsanspruch, Elektronisches Dokument, Feststellungsinteresse, …
- LG Bamberg, 06.11.2024 - 12 O 44/24
Dsgvo, Vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten, Elektronisches Dokument, Vorläufige …
- LG Offenburg, 31.07.2024 - 2 O 21/24
- LG Aschaffenburg, 23.12.2024 - 62 O 194/23
Dsgvo, Berechtigtes Interesse, Personenbezogene Daten, Telekommunikationsvertrag, …
- LG Bonn, 06.11.2024 - 9 O 30/24
Schadenersatz nach Schufa-Eintrag nur bei konkretem Nachteil
- LG Freiburg, 07.11.2024 - 8 O 56/24
- LG Flensburg, 23.12.2024 - 8 O 100/23
Datenschutzgrundverordnung: Schadensersatz- und Unterlassungsanspruch bei der …
- LG Köln, 10.04.2024 - 28 O 395/23
- LG Freiburg, 07.11.2024 - 8 O 24/24
- LG Hof, 21.02.2025 - 32 O 85/24
Datenschutzgrundverordnung, Klageantrag, Dsgvo, Berechtigtes Interesse, …
- LG Hof, 19.02.2025 - 12 O 144/24
Auskunftserteilung, Nichtvermögensrechtliche Angelegenheit, …
- LG Trier, 20.12.2024 - 2 O 66/24
- LG Ulm, 27.05.2024 - 2 O 8/24
DSGVO-Schmerzensgeld wegen Datenweitergabe an Kreditauskunftei?
- LG Nürnberg-Fürth, 06.03.2025 - 13 O 59/24
Dsgvo, Mobilfunkvertrag, Personenbezogene Daten, Feststellungsantrag, …
- LG Dessau-Roßlau, 02.08.2024 - 2 O 67/24
Verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung: Darlegungsanforderungen bei …
- LG Aachen, 21.05.2024 - 12 O 69/24
- LG Trier, 10.01.2025 - 2 O 36/24
- LG Dessau-Roßlau, 12.12.2024 - 2 O 19/24
- LG Wuppertal, 06.11.2024 - 6 O 31/24
- LG Köln, 06.12.2024 - 4 O 12/24
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