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| VerfGH Sachsen, 15.06.2023 - 68-IV-22 |
Volltextveröffentlichung
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (37)
- BVerfG, 12.05.2022 - 2 BvR 354/21
Nichtannahmebeschluss: Zu den Substantiierungsanforderungen im Falle der Rüge …
Auszug aus VerfGH Sachsen, 15.06.2023 - 68-IV-22
aa) Neben der Erschöpfung des formellen Rechtsweges erfordert der Grundsatz der materiellen Subsidiarität, dass ein Beschwerdeführer vor Erhebung der Verfassungsbeschwerde alle nach Lage der Sache zur Verfügung stehenden prozessualen Möglichkeiten ergreift, um die geltend gemachte Grundrechtsverletzung in dem unmittelbar mit ihr zusammenhängenden sachnächsten Verfahren zu verhindern oder zu beseitigen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 2; Beschluss vom 9. November 2004, BVerfGE 112, 50 [60]).Hieran fehlt es, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Gericht bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs zu einer anderen Beurteilung des Sachverhalts oder in einem wesentlichen Punkt zu einer anderen Würdigung gelangt wäre oder im Ganzen zu einer anderen, günstigeren Entscheidung gekommen wäre (SächsVerfGH, Beschluss vom 11. April 2018 - Vf. 120- IV-17; vgl. BVerfG, Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8; Beschluss vom 25. Januar 2005, BVerfGE 112, 185 [206]; Beschluss vom 17. Februar 1970, BVerfGE 28, 17 [19 f.]).
Daher ist der Substantiierungspflicht bei der Rüge eines Gehörsverstoßes nur dann genügt, wenn der Begründung der Verfassungsbeschwerde entnommen werden kann, was der Beschwerdeführer bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte (SächsVerfGH, Beschluss vom 23. Februar 2023 - Vf. 116-IV-21; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 30. September 2022 - 2 BvR 2222/21 - juris Rn. 36; Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8; Beschluss vom 25. Januar 2005, BVerfGE 112, 185 [216]; Beschluss vom 16. März 1994, BVerfGE 91, 1 [25 f.]; Beschluss vom 18. Juni 1986, BVerfGE 72, 122 [132]) und welche Folgen sich daraus für die angegriffene Entscheidung ergeben hätten (SächsVerfGH, Beschluss vom 23. Februar 2023 - Vf. 116-IV-21; vgl. BVerfG, Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8;… Beschluss vom 25. Oktober 2019 - 2 BvR 498/19 - juris Rn. 18;… Beschluss vom 7. Februar 2018 - 2 BvR 549/17 - juris Rn. 7).
- BVerfG, 25.01.2005 - 2 BvR 656/99
Recht auf ein faires Verfahren (Waffengleichheit; unterschiedliche Behandlung der …
Auszug aus VerfGH Sachsen, 15.06.2023 - 68-IV-22
Hieran fehlt es, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Gericht bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs zu einer anderen Beurteilung des Sachverhalts oder in einem wesentlichen Punkt zu einer anderen Würdigung gelangt wäre oder im Ganzen zu einer anderen, günstigeren Entscheidung gekommen wäre (SächsVerfGH, Beschluss vom 11. April 2018 - Vf. 120- IV-17; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8; Beschluss vom 25. Januar 2005, BVerfGE 112, 185 [206]; Beschluss vom 17. Februar 1970, BVerfGE 28, 17 [19 f.]).Daher ist der Substantiierungspflicht bei der Rüge eines Gehörsverstoßes nur dann genügt, wenn der Begründung der Verfassungsbeschwerde entnommen werden kann, was der Beschwerdeführer bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte (SächsVerfGH, Beschluss vom 23. Februar 2023 - Vf. 116-IV-21; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 30. September 2022 - 2 BvR 2222/21 - juris Rn. 36;… Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8; Beschluss vom 25. Januar 2005, BVerfGE 112, 185 [216]; Beschluss vom 16. März 1994, BVerfGE 91, 1 [25 f.]; Beschluss vom 18. Juni 1986, BVerfGE 72, 122 [132]) und welche Folgen sich daraus für die angegriffene Entscheidung ergeben hätten (SächsVerfGH, Beschluss vom 23. Februar 2023 - Vf. 116-IV-21; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8;… Beschluss vom 25. Oktober 2019 - 2 BvR 498/19 - juris Rn. 18;… Beschluss vom 7. Februar 2018 - 2 BvR 549/17 - juris Rn. 7).
- BVerfG, 24.01.2012 - 1 BvR 1819/10
Stattgebender Kammerbeschluss: Ungerechtfertigtes Übergehen eines Beweisangebots …
Auszug aus VerfGH Sachsen, 15.06.2023 - 68-IV-22
Einem erheblichen Beweisangebot muss nach den Bestimmungen des Zivilprozessrechts dann nicht nachgegangen werden, wenn das angebotene Beweismittel ungeeignet ist, weil es im Einzelfall zur Beweisbehauptung erkennbar keine sachdienlichen Ergebnisse erbringen kann (vgl. BVerfG, Beschluss vom 24. Januar 2012 - 1 BvR 1819/10 - juris Rn. 15;… Beschluss vom 28. Februar 1992 - 2 BvR 1179/91 - juris Rn. 10).Nicht erhoben werden muss weiter ein Beweis, wenn die Partei ohne greifbare Anhaltspunkte für das Vorliegen eines bestimmten Sachverhalts willkürlich Behauptungen "aufs Geratewohl" oder "ins Blaue hinein" aufstellt, so dass der Beweisantritt nicht dem Beweis vorgetragener Tatsachen zu dienen bestimmt ist, sondern stattdessen die Ausforschung von Tatsachen bezweckt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 24. Januar 2012 - 1 BvR 1819/10 - juris Rn. 15;… Beschluss vom 10. Februar 2009 - 1 BvR 1232/07 - juris Rn. 26).
- VerfGH Sachsen, 08.12.2022 - 33-IV-22
Anordnung der Nutzung einer alkoholempfindlichen Wegfahrsperre als milderes …
Auszug aus VerfGH Sachsen, 15.06.2023 - 68-IV-22
Entscheidungen, mit denen Gerichte Anhörungsrügen zurückweisen, sind nicht mit der Verfassungsbeschwerde angreifbar, wenn sie keine eigenständige Beschwer schaffen, sondern allenfalls die bereits durch die Ausgangsentscheidung eingetretene Grundrechtsverletzung durch unterbliebene fachgerichtliche "Selbstkorrektur" fortbestehen lassen (SächsVerfGH, Beschluss vom 8. Dezember 2022 - Vf. 33-IV-22; Beschluss vom 10. November 2021 - Vf. 55-IV-21; Beschluss vom 9. September 2021 - Vf. 222-IV-20; Beschluss vom 26. März 2015 - Vf. 55-IV-14; st. Rspr.; vgl. auch BVerfG…, Beschluss vom 3. Mai 2021 - 2 BvR 1176/20 - juris Rn. 30;… Beschluss vom 28. April 2021 - 2 BvR 1451/18 - juris Rn. 9 m.w.N.).Hierzu muss er den Lebenssachverhalt, aus dem er die Grundrechtsverletzung ableitet, aus sich heraus verständlich wiedergeben und im Einzelnen aufzeigen, welchen verfassungsrechtlichen Anforderungen die angegriffene Maßnahme nicht gerecht werden soll (SächsVerfGH, Beschluss vom 8. Dezember 2022 - Vf. 33-IV-22; Beschluss vom 10. September 2020 - Vf. 87-IV-20; Beschluss vom 23. Februar 2010 - Vf. 114-IV-09; st. Rspr.).
- VerfGH Sachsen, 09.09.2021 - 222-IV-20
Auszug aus VerfGH Sachsen, 15.06.2023 - 68-IV-22
Entscheidungen, mit denen Gerichte Anhörungsrügen zurückweisen, sind nicht mit der Verfassungsbeschwerde angreifbar, wenn sie keine eigenständige Beschwer schaffen, sondern allenfalls die bereits durch die Ausgangsentscheidung eingetretene Grundrechtsverletzung durch unterbliebene fachgerichtliche "Selbstkorrektur" fortbestehen lassen (SächsVerfGH, Beschluss vom 8. Dezember 2022 - Vf. 33-IV-22; Beschluss vom 10. November 2021 - Vf. 55-IV-21; Beschluss vom 9. September 2021 - Vf. 222-IV-20; Beschluss vom 26. März 2015 - Vf. 55-IV-14; st. Rspr.; vgl. auch BVerfG…, Beschluss vom 3. Mai 2021 - 2 BvR 1176/20 - juris Rn. 30;… Beschluss vom 28. April 2021 - 2 BvR 1451/18 - juris Rn. 9 m.w.N.).Auch die bloße Behauptung, das Gericht habe einem tatsächlichen Umstand nicht die richtige Bedeutung für weitere tatsächliche oder rechtliche Folgerungen beigemessen oder das Gericht habe es versäumt, (weiteren) Beweis zu erheben, vermag einen Verstoß nicht zu begründen (SächsVerfGH, Beschluss vom 9. September 2021 - Vf. 222-IV-20; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 8. Dezember 2020 - 1 BvR 117/16 - juris Rn. 12;… Beschluss vom 15. Februar 2017 - 2 BvR 395/16 - juris Rn. 5 m.w.N.).
- OLG Dresden, 18.10.2022 - 6 U 580/22
Streit zwischen Nachbarn um Parken kann teuer werden
Auszug aus VerfGH Sachsen, 15.06.2023 - 68-IV-22
Mit seiner am 6. Dezember 2022 bei dem Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen eingegangenen Verfassungsbeschwerde wendet sich der Beschwerdeführer gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Dresden vom 18. Oktober 2022 sowie dessen Beschluss vom 8. November 2022 (jeweils 6 U 580/22).Mit angegriffenem Urteil vom 18. Oktober 2022 (6 U 580/22) änderte das Oberlandesgericht das landgerichtliche Urteil dahingehend ab, dass der Beschwerdeführer verurteilt wurde, an die Klägerin 8.850,00 EUR zu zahlen.
- BVerfG, 07.12.2011 - 2 BvR 2500/09
Verwertungsverbot Wohnraumüberwachung
Auszug aus VerfGH Sachsen, 15.06.2023 - 68-IV-22
Liegt zu den mit der Verfassungsbeschwerde aufgeworfenen Verfassungsfragen bereits Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes vor, so ist der behauptete Grundrechtsverstoß in Auseinandersetzung mit den durch dieses Gericht entwickelten Maßstäben zu begründen (SächsVerfGH, Beschluss vom 8. Dezember 2022 - Vf. 33-IV- 22; Beschlüsse vom 16. August 2019 - Vf. 75-IV-19 und Vf. 93-IV-19 [HS]/Vf. 94-IV- 19 [e.A.]; vgl. BVerfG, Beschluss vom 18. Juli 2019 - 2 BvR 1301/19 - juris; Beschluss vom 7. Dezember 2011, BVerfGE 130, 1 [21] m.w.N.). - BVerfG, 30.09.2022 - 2 BvR 2222/21
Verfassungsbeschwerde betreffend den NSU-Prozess erfolglos
Auszug aus VerfGH Sachsen, 15.06.2023 - 68-IV-22
Daher ist der Substantiierungspflicht bei der Rüge eines Gehörsverstoßes nur dann genügt, wenn der Begründung der Verfassungsbeschwerde entnommen werden kann, was der Beschwerdeführer bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte (SächsVerfGH, Beschluss vom 23. Februar 2023 - Vf. 116-IV-21; vgl. BVerfG, Beschluss vom 30. September 2022 - 2 BvR 2222/21 - juris Rn. 36;… Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8; Beschluss vom 25. Januar 2005, BVerfGE 112, 185 [216]; Beschluss vom 16. März 1994, BVerfGE 91, 1 [25 f.]; Beschluss vom 18. Juni 1986, BVerfGE 72, 122 [132]) und welche Folgen sich daraus für die angegriffene Entscheidung ergeben hätten (SächsVerfGH, Beschluss vom 23. Februar 2023 - Vf. 116-IV-21; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8;… Beschluss vom 25. Oktober 2019 - 2 BvR 498/19 - juris Rn. 18;… Beschluss vom 7. Februar 2018 - 2 BvR 549/17 - juris Rn. 7). - BVerfG, 16.03.1994 - 2 BvL 3/90
Entziehungsanstalt
Auszug aus VerfGH Sachsen, 15.06.2023 - 68-IV-22
Daher ist der Substantiierungspflicht bei der Rüge eines Gehörsverstoßes nur dann genügt, wenn der Begründung der Verfassungsbeschwerde entnommen werden kann, was der Beschwerdeführer bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte (SächsVerfGH, Beschluss vom 23. Februar 2023 - Vf. 116-IV-21; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 30. September 2022 - 2 BvR 2222/21 - juris Rn. 36;… Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8; Beschluss vom 25. Januar 2005, BVerfGE 112, 185 [216]; Beschluss vom 16. März 1994, BVerfGE 91, 1 [25 f.]; Beschluss vom 18. Juni 1986, BVerfGE 72, 122 [132]) und welche Folgen sich daraus für die angegriffene Entscheidung ergeben hätten (SächsVerfGH, Beschluss vom 23. Februar 2023 - Vf. 116-IV-21; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8;… Beschluss vom 25. Oktober 2019 - 2 BvR 498/19 - juris Rn. 18;… Beschluss vom 7. Februar 2018 - 2 BvR 549/17 - juris Rn. 7). - BVerfG, 18.06.1986 - 1 BvR 857/85
Minderjährigenbeschwerde
Auszug aus VerfGH Sachsen, 15.06.2023 - 68-IV-22
Daher ist der Substantiierungspflicht bei der Rüge eines Gehörsverstoßes nur dann genügt, wenn der Begründung der Verfassungsbeschwerde entnommen werden kann, was der Beschwerdeführer bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte (SächsVerfGH, Beschluss vom 23. Februar 2023 - Vf. 116-IV-21; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 30. September 2022 - 2 BvR 2222/21 - juris Rn. 36;… Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8; Beschluss vom 25. Januar 2005, BVerfGE 112, 185 [216]; Beschluss vom 16. März 1994, BVerfGE 91, 1 [25 f.]; Beschluss vom 18. Juni 1986, BVerfGE 72, 122 [132]) und welche Folgen sich daraus für die angegriffene Entscheidung ergeben hätten (SächsVerfGH, Beschluss vom 23. Februar 2023 - Vf. 116-IV-21; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8;… Beschluss vom 25. Oktober 2019 - 2 BvR 498/19 - juris Rn. 18;… Beschluss vom 7. Februar 2018 - 2 BvR 549/17 - juris Rn. 7). - BVerfG, 15.02.2017 - 2 BvR 395/16
Nichtannahmebeschluss: Zu den Anforderungen des Art 103 Abs 1 GG an die Gewährung …
- BVerfG, 10.02.2009 - 1 BvR 1232/07
Aufhebung einer zivilgerichtlichen Entscheidung wegen Verletzung des rechtlichen …
- BVerfG, 07.02.2018 - 2 BvR 549/17
Nichtannahmebeschluss: Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen zivilprozessuale …
- BVerfG, 18.07.2019 - 2 BvR 1301/19
Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen Entscheidung des sächsischen …
- BVerfG, 08.12.2020 - 1 BvR 117/16
Entscheidungen zur menschenunwürdigen Unterbringung von Gefangenen …
- BVerfG, 17.02.1970 - 2 BvR 608/69
Substantiierungspflicht
- VerfGH Sachsen, 10.09.2020 - 87-IV-20
Unzulässigkeit der Verfassungsbeschwerde wegen mangelnder Begründung
- BVerfG, 28.02.1992 - 2 BvR 1179/91
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör und des Grundrechts auf effektiven …
- VerfGH Sachsen, 23.02.2010 - 114-IV-09
- VerfGH Sachsen, 16.08.2019 - 93-IV-19
Unzulässige Verfassungsbeschwerde der Partei FREIE WÄHLER Sachsen
- VerfGH Sachsen, 19.07.2012 - 68-IV-11
- VerfGH Sachsen, 18.01.2019 - 61-IV-18
Gewährung von Prozesskostenhilfe für eine Vollstreckungsabwehrklage gegen den …
- VerfGH Sachsen, 10.09.2020 - 92-IV-19
Unzulässigkeit einer Verfassungsbeschwerde wegen mangelhafter Begründung der …
- VerfGH Sachsen, 27.05.2010 - 6-IV-10
- VerfGH Sachsen, 10.09.2020 - 88-IV-20
- VerfGH Sachsen, 28.05.2020 - 119-IV-19
Unzulässigkeit einer Verfassungsbeschwerde wegen mangelhafter Begründung einer …
- VerfGH Sachsen, 29.05.2009 - 36-IV-09
- VerfGH Sachsen, 12.05.2022 - 63-IV-21
- VerfGH Sachsen, 23.02.2023 - 116-IV-21
- VerfGH Sachsen, 16.08.2019 - 75-IV-19
- VerfGH Sachsen, 28.04.2022 - 67-IV-21
- VerfGH Sachsen, 28.05.2020 - 126-IV-19
- BVerfG, 09.11.2004 - 1 BvR 684/98
Opferentschädigungsgesetz
- BVerfG, 28.04.2021 - 2 BvR 1451/18
Teilweise stattgebender Kammerbeschluss: Zugang des Betroffenen im …
- BVerfG, 03.05.2021 - 2 BvR 1176/20
Nichtannahmebeschluss: Erfolglose, da nicht hinreichend substantiierte …
- VerfGH Sachsen, 26.03.2015 - 55-IV-14
Zum Teil erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen Kostenentscheidung
- VerfGH Sachsen, 10.11.2021 - 55-IV-21
- VerfGH Sachsen, 29.02.2024 - 10-IV-23 Hierzu muss er den Lebenssachverhalt, aus dem er die Grundrechtsverletzung ableitet, aus sich heraus verständlich wiedergeben und im Einzelnen aufzeigen, welchen verfassungsrechtlichen Anforderungen die angegriffene Maßnahme nicht gerecht werden soll (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 10. September 2020 - Vf. 87-IV-20; Beschluss vom 23. Februar 2010 - Vf. 114-IV-09; st. Rspr.).
Liegt zu den mit der Verfassungsbeschwerde aufgeworfenen Verfassungsfragen bereits Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes vor, so ist der behauptete Grundrechtsverstoß in Auseinandersetzung mit den durch dieses Gericht entwickelten Maßstäben zu begründen (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschlüsse vom 16. August 2019 - Vf. 75-IV-19 und Vf. 93-IV-19 [HS]/Vf. 94-IV-19 [e.A.]; vgl. BVerfG, Beschluss vom 18. Juli 2019 - 2 BvR 1301/19 - juris; Beschluss vom 7. Dezember 2011, BVerfGE 130, 1 [21] m.w.N.).
aa) Das in Art. 78 Abs. 2 SächsVerf verfassungsrechtlich verankerte Gebot rechtlichen Gehörs verpflichtet die Gerichte, Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen, in Erwägung zu ziehen und - soweit entscheidungserheblich - zu berücksichtigen (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 12. Mai 2022 - Vf. 63-IV-21; Beschluss vom 10. September 2020 - Vf. 88-IV- 20; Beschluss vom 18. Januar 2019 - Vf. 61-IV-18; Beschluss vom 27. Mai 2010 - Vf. 6-IV-10; st. Rspr.).
Die Tatsachenfeststellung und die Beweiswürdigung können im Verfahren über eine Verfassungsbeschwerde nur daraufhin überprüft werden, ob sie spezifisches Verfassungsrecht verletzen (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 28. April 2022 - Vf. 67-IV- 21; Beschluss vom 10. September 2020 - Vf. 92-IV-19; Beschluss vom 28. Mai 2020 - Vf. 119-IV-19; Beschluss vom 19. Juli 2012 - Vf. 68-IV-11; st. Rspr.).
Auch die bloße Behauptung, das Gericht habe einem tatsächlichen Umstand nicht die richtige Bedeutung für weitere tatsächliche oder rechtliche Folgerungen beigemessen oder das Gericht habe es versäumt, (weiteren) Beweis zu erheben, vermag einen Verstoß nicht zu begründen (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 9. September 2021 - Vf. 222-IV-20; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 8. Dezember 2020 - 1 BvR 117/16 - juris Rn. 12;… Beschluss vom 15. Februar 2017 - 2 BvR 395/16 - juris Rn. 5 m.w.N.).
Die Grenze des verfassungsrechtlich Zulässigen wird erst dann überschritten, wenn die Ablehnung oder Nichtberücksichtigung eines Beweisantrages im Prozessrecht keine Stütze findet (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 28. Mai 2020 - Vf. 126-IV-19 m.w.N.).
Einem erheblichen Beweisangebot muss nach den Bestimmungen des Zivilprozessrechts dann nicht nachgegangen werden, wenn das angebotene Beweismittel ungeeignet ist, weil es im Einzelfall zur Beweisbehauptung erkennbar keine sachdienlichen Ergebnisse erbringen kann (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 24. Januar 2012 - 1 BvR 1819/10 - juris Rn. 15;… Beschluss vom 28. Februar 1992 - 2 BvR 1179/91 - juris Rn. 10).
Überdies muss ein Beweis nicht erhoben werden, wenn die Partei ohne greifbare Anhaltspunkte für das Vorliegen eines bestimmten Sachverhalts willkürlich Behauptungen "aufs Geratewohl" oder "ins Blaue hinein" aufstellt, sodass der Beweisantritt nicht dem Beweis vorgetragener Tatsachen zu dienen bestimmt ist, sondern stattdessen die Ausforschung von Tatsachen bezweckt (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 24. Januar 2012 - 1 BvR 1819/10 - juris Rn. 15;… Beschluss vom 10. Februar 2009 - 1 BvR 1232/07 - juris Rn. 26).
Dies ist der Fall, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Gericht bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs zu einer anderen Beurteilung des Sachverhalts oder in einem wesentlichen Punkt zu einer anderen Würdigung gelangt wäre oder im Ganzen zu einer anderen, günstigeren Entscheidung gekommen wäre (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 11. April 2018 - Vf. 120-IV-17; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8; Beschluss vom 25. Januar 2005, BVerfGE 112, 185 [206]; Beschluss vom 17. Februar 1970, BVerfGE 28, 17 [19 f.]).
Daher ist der Substantiierungspflicht bei der Rüge eines Gehörsverstoßes nur dann genügt, wenn der Begründung der Verfassungsbeschwerde entnommen werden kann, was der Beschwerdeführer bei ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte (SächsVerfGH, Beschluss vom 23. Februar 2023 - Vf. 116-IV-21; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 30. September 2022 - 2 BvR 2222/21 - juris Rn. 36;… Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8; Beschluss vom 25. Januar 2005, BVerfGE 112, 185 [216]; Beschluss vom 16. März 1994, BVerfGE 91, 1 [25 f.]; Beschluss vom 18. Juni 1986, BVerfGE 72, 122 [132]) und welche Folgen sich daraus für die angegriffene Entscheidung ergeben hätten (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 23. Februar 2023 - Vf. 116-IV-21; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 8;… Beschluss vom 25. Oktober 2019 - 2 BvR 498/19 - juris Rn. 18;… Beschluss vom 7. Februar 2018 - 2 BvR 549/17 - juris Rn. 7).
Insoweit bedarf es auch Ausführungen dazu, was eine übergangene Beweisaufnahme aus Sicht des Beschwerdeführers ergeben hätte (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 29. Mai 2009 - Vf. 36-IV-09).
- VerfGH Sachsen, 10.07.2025 - 17-IV-25 Neben der Erschöpfung des formellen Rechtsweges erfordert der Grundsatz der materiellen Subsidiarität, dass ein Beschwerdeführer vor Erhebung der Verfassungsbeschwerde alle nach Lage der Sache zur Verfügung stehenden prozessualen Möglichkeiten ergreift, um die geltend gemachte Grundrechtsverletzung in dem unmittelbar mit ihr zusammenhängenden sachnächsten Verfahren zu verhindern oder zu beseitigen (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 12. Mai 2022 - 2 BvR 354/21 - juris Rn. 2; Beschluss vom 9. November 2004, BVerfGE 112, 50 [60]; Beschluss vom 24. Oktober 1996, BVerfGE 95, 96 [127]).
Dies umfasst auch die Pflicht zur Stellung von Anträgen im fachgerichtlichen Verfahren, die der Verhinderung der Grundrechtsverletzung dienlich sind (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22;… vgl. Henke in: Burkiczak/Dollinger/Schorkopf, BVerfGG, 2. Aufl., § 90 Rn. 176).
Der Beschwerdeführer muss grundsätzlich im Rahmen jedes Rechtsbehelfs durchgehend nach dem erstmaligen Auftreten des Verstoßes zu dem mit der Verfassungsbeschwerde geltend gemachten Aspekt vorgetragen haben (SächsVerfGH, Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22;… vgl. Hellmann in: Barczak, BVerfGG, 2018, § 90 Rn. 394).
- VerfGH Sachsen, 24.10.2024 - 103-IV-23 aa) Das in Art. 78 Abs. 2 SächsVerf verfassungsrechtlich verankerte Gebot rechtlichen Gehörs verpflichtet die Gerichte, Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen, in Erwägung zu ziehen und - soweit entscheidungserheblich - zu berücksichtigen (SächsVerfGH, Beschluss vom 29. Februar 2024 - Vf. 10-IV-23; Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 12. Mai 2022 - Vf. 63-IV-21; Beschluss vom 10. September 2020 - Vf. 88-IV-20; Beschluss vom 18. Januar 2019 - Vf. 61-IV-18; Beschluss vom 27. Mai 2010 - Vf. 6-IV-10; st. Rspr.).
Die Tatsachenfeststellung und die Beweiswürdigung können im Verfahren über eine Verfassungsbeschwerde nur daraufhin überprüft werden, ob sie spezifisches Verfassungsrecht verletzen (SächsVerfGH, Beschluss vom 29. Februar 2024 - Vf. 10-IV-23; Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 28. April 2022 - Vf. 67-IV- 21; Beschluss vom 10. September 2020 - Vf. 92-IV-19; Beschluss vom 28. Mai 2020 - Vf. 119-IV-19; Beschluss vom 19. Juli 2012 - Vf. 68-IV-11; st. Rspr.).
- VerfGH Sachsen, 10.07.2025 - 15-IV-25
Anspruch auf rechtliches Gehör
Auch die bloße Behauptung, das Gericht habe einem tatsächlichen Umstand nicht die richtige Bedeutung für weitere tatsächliche oder rechtliche Folgerungen beigemessen oder das Gericht habe es versäumt, (weiteren) Beweis zu erheben, vermag einen Verstoß nicht zu begründen (SächsVerfGH, Beschluss vom 29. Februar 2024 - Vf. 10- IV-23; Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 9. September 2021 - Vf. 222-IV-20; vgl. BVerfG…, Beschluss vom 8. Dezember 2020 - 1 BvR 117/16 - juris Rn. 12;… Beschluss vom 15. Februar 2017 - 2 BvR 395/16 - juris Rn. 5 m.w.N., jeweils zu Art. 103 Abs. 1 GG). - VerfGH Sachsen, 24.10.2024 - 75-IV-23
- VerfGH Sachsen, 10.07.2025 - 71-IV-24 (1) Das in Art. 78 Abs. 2 SächsVerf verfassungsrechtlich verankerte Gebot rechtlichen Gehörs verpflichtet die Gerichte, das Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen, in Erwägung zu ziehen und - soweit entscheidungserheblich - zu berücksichtigen (SächsVerfGH, Beschluss vom 24. Oktober 2024 - Vf. 103- IV-23; Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 12. Mai 2022 - Vf. 63-IV-21; Beschluss vom 10. September 2020 - Vf. 88-IV-20; Beschluss vom 18. Januar 2019 - Vf. 61-IV-18; Beschluss vom 27. Mai 2010 - Vf. 6-IV-10; st. Rspr.).
- VerfGH Sachsen, 20.06.2024 - 60-IV-23 a) Das in Art. 78 Abs. 2 SächsVerf verfassungsrechtlich verankerte Gebot rechtlichen Gehörs verpflichtet die Gerichte, Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen, in Erwägung zu ziehen und - soweit entscheidungserheblich - zu berücksichtigen (SächsVerfGH, Beschluss vom 29. Februar 2024 - Vf. 10-IV-23; Beschluss vom 15. Juni 2023 - Vf. 68-IV-22; Beschluss vom 12. Mai 2022 - Vf. 63-IV-21; Beschluss vom 10. September 2020 - Vf. 88-IV-20; Beschluss vom 18. Januar 2019 - Vf. 61-IV-18; Beschluss vom 27. Mai 2010 - Vf. 6-IV-10; st. Rspr.).
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