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Rechtsprechung
   LAG Rheinland-Pfalz, 27.06.2014 - 7 Sa 112/14   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2014,27655
LAG Rheinland-Pfalz, 27.06.2014 - 7 Sa 112/14 (https://dejure.org/2014,27655)
LAG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 27.06.2014 - 7 Sa 112/14 (https://dejure.org/2014,27655)
LAG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 27. Juni 2014 - 7 Sa 112/14 (https://dejure.org/2014,27655)
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Volltextveröffentlichungen (8)

  • arbeitsrechtsiegen.de

    Arbeitsunfall - Haftungsausschluss und Schadensersatzumfang

  • ra.de
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    SGB-VII § 104 Abs. 1 S. 1
    Ausschluss der Fahrtkostenerstattung bei Arbeitsunfall

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (2)Zitiert selbst (9)

  • BGH, 08.03.2012 - III ZR 191/11

    Haftungsprivileg bei Schulunfall: Begriff des Personenschadens, der vorsätzlichen …

    Auszug aus LAG Rheinland-Pfalz, 27.06.2014 - 7 Sa 112/14
    Eine Vermögensbeeinträchtigung ist dann ein Personenschaden, wenn sie durch die Verletzung oder Tötung eines Menschen verursacht wird; hierunter fällt nicht nur der immaterielle Schaden (Schmerzensgeld), sondern auch jeder mittelbare materielle Vermögensschaden als Folge der Körperverletzung (BGH, Urteil vom 8. März 2012 - III ZR 191/11 - NZS 2012, 546, Rz. 89).

    Dessen ungeachtet ist dieses System, auch soweit es im Einzelfall zu einer Benachteiligung des Geschädigten führt, verfassungsgemäß (BGH, Urteil vom 8. März 2012 - III ZR 191/11 - NZS 2012, 546, 547, Rz. 10; BVerfG, Beschluss vom 27. Februar 2009 - 1 BvR 3505/08 - NZA 2009, 509, 510 unter Bezugnahme auf BVerfG, Beschluss vom 7. November 1972 - 1 BvL 4 und 17/71, 1 BvR 355/71 - NJW 1973, 502 ff. und BVerfG [2.

    Der Umstand, dass nach dem Vortrag des Klägers nicht seine vollständigen Fahrtkosten von der gesetzlichen Unfallversicherung übernommen worden sind, begründet daher keine verfassungsrechtlichen Bedenken (vgl. BGH, Urteil vom 8. März 2012 - III ZR 191/11 - NZS 2012, 546, 547, Rz. 12).

    Dabei genügt es nicht, dass sich der Vorsatz nur auf die Verletzungshandlung bezieht, sondern dieser muss sich auch auf den Verletzungserfolg, den Personenschaden erstrecken (vgl. nur BGH, Urteil vom 8. März 2012 - III ZR 191/11 - NZS 2012, 546, 548, Rz. 14 m. w. N.).

    Der bedingte Vorsatz unterscheidet sich hierbei von der bewussten Fahrlässigkeit dadurch, dass der bewusst fahrlässig handelnde Täter darauf vertraut, der als möglich vorausgesehene Erfolg werde nicht eintreten, und aus diesem Grund die Gefahr in Kauf nimmt, während der bedingt vorsätzlich handelnde Täter sie deshalb in Kauf nimmt, weil er, wenn er sein Ziel nicht anders erreichen kann, es auch durch das unerwünschte Mittel verwirklichen will (BGH, Urteil vom 8. März 2012 - III ZR 191/11 - NZS 2012, 546, 548, Rz. 14).

  • BAG, 28.04.2011 - 8 AZR 769/09

    Schadensersatz - Asbestbelastung

    Auszug aus LAG Rheinland-Pfalz, 27.06.2014 - 7 Sa 112/14
    Selbst wenn ihrer gesetzlichen Vertreterin oder gegebenenfalls Erfüllungsgehilfen (§ 278 S. 1 BGB, vgl. hierzu BAG, Urteil vom 28. April 2011 - 8 AZR 769/09 - NZA-RR 2012, 290, 292 f., Rz. 41 ff.) bekannt gewesen sein sollte, dass der vom Kläger verwendete Wagenheber nicht geprüft war, lässt dies nicht den Schluss auf eine (bedingt) vorsätzliche Herbeiführung des Arbeitsunfalls zu.

    Eine Privilegierung des Arbeitgebers muss deshalb gegenüber dem geschädigten Arbeitnehmer in einem solchen Fall ausscheiden (BAG, Urteil vom 28. April 2011 - 8 AZR 769/09 - NZA-RR 2012, 290, 292).

    Rn. 33 Demgemäß genügt die gegebenenfalls vorsätzliche Missachtung von Unfallverhütungsvorschriften allein nicht, um ein vorsätzliches Handeln zu anzunehmen (BAG, Urteil vom 28. April 2011 - 8 AZR 769/09 - NZA-RR 2012, 290, 293, Rz. 50; vom 10. Oktober 2002 - 8 AZR 103/02 - NJW 2003, 1890, 1891; LAG Köln, Urteil vom 29. September 1994 - 6 Sa 763/94 - NZA 1995, 470;… BeckOK SozR/Stelljes, SGB VII, § 104 Rn. 24).

  • BAG, 22.04.2004 - 8 AZR 159/03

    Haftungsausschluss bei Streit unter Arbeitskollegen

    Auszug aus LAG Rheinland-Pfalz, 27.06.2014 - 7 Sa 112/14
    Der Haftungsausschluss bezweckt, den Arbeitgeber von der Haftung wegen Personenschäden insgesamt freizustellen (BAG, Urteil vom 22. April 2004 - 8 AZR 159/03 - NJW 2004, 3360, 3362).

    Insoweit handelt es sich gerade nicht um Sach-, sondern vielmehr um Personenschäden, da diese erst und nur durch die Verletzung des Klägers verursacht worden sind (vgl. BAG, Urteil vom 22. April 2004 - 8 AZR 159/03 - NJW 2004, 3360, 3362).

    Rn. 32 Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (Urteil vom 22. April 2004 - 8 AZR 159/03 - NJW 2004, 3360, 3364 m. w. N.) ist Vorsatz das Wissen und Wollen des rechtswidrigen Erfolgs.

  • BVerfG, 07.11.1972 - 1 BvL 4/71

    Verfassungsmäßigkeit des Schmerzensgeldausschlusses durch § 636 RVO

    Auszug aus LAG Rheinland-Pfalz, 27.06.2014 - 7 Sa 112/14
    Dessen ungeachtet ist dieses System, auch soweit es im Einzelfall zu einer Benachteiligung des Geschädigten führt, verfassungsgemäß (BGH, Urteil vom 8. März 2012 - III ZR 191/11 - NZS 2012, 546, 547, Rz. 10; BVerfG, Beschluss vom 27. Februar 2009 - 1 BvR 3505/08 - NZA 2009, 509, 510 unter Bezugnahme auf BVerfG, Beschluss vom 7. November 1972 - 1 BvL 4 und 17/71, 1 BvR 355/71 - NJW 1973, 502 ff. und BVerfG [2.
  • BVerfG, 08.02.1995 - 1 BvR 753/94

    Verfassungsmäßigkeit des Asschlusses von schmerzensgeld durch die gesetzliche …

    Auszug aus LAG Rheinland-Pfalz, 27.06.2014 - 7 Sa 112/14
    Kammer des 1. Senats], Beschluss vom 8. Februar 1995 - 1 BvR 753/94 - NJW 1995, 1607, beide zur Verfassungsmäßigkeit der §§ 636 Abs. 1 S. 1 und 637 Abs. 1 RVO, insoweit als sie den bürgerlich-rechtlichen Anspruch auf Ersatz des Nichtvermögensschadens [Schmerzensgeld] ausgeschlossen haben).
  • BVerfG, 27.02.2009 - 1 BvR 3505/08

    Verfassungsmäßigkeit der Beschränkung der zivilrechtlichen Haftung bei …

    Auszug aus LAG Rheinland-Pfalz, 27.06.2014 - 7 Sa 112/14
    Dessen ungeachtet ist dieses System, auch soweit es im Einzelfall zu einer Benachteiligung des Geschädigten führt, verfassungsgemäß (BGH, Urteil vom 8. März 2012 - III ZR 191/11 - NZS 2012, 546, 547, Rz. 10; BVerfG, Beschluss vom 27. Februar 2009 - 1 BvR 3505/08 - NZA 2009, 509, 510 unter Bezugnahme auf BVerfG, Beschluss vom 7. November 1972 - 1 BvL 4 und 17/71, 1 BvR 355/71 - NJW 1973, 502 ff. und BVerfG [2.
  • BAG, 18.04.2002 - 8 AZR 348/01

    Verschulden bei Arbeitnehmerhaftung

    Auszug aus LAG Rheinland-Pfalz, 27.06.2014 - 7 Sa 112/14
    Vorsatz ist nur dann zu bejahen, wenn der Schädiger den als möglich vorgestellten Erfolg in seinen Willen aufnimmt und mit ihm für den Fall seines Eintritt einverstanden ist (BAG, Urteil vom 18. April 2002 - 8 AZR 348/01 - AP Nr. 122 zu § 611 BGB Haftung des Arbeitnehmers m. w. N.).
  • BAG, 10.10.2002 - 8 AZR 103/02

    Haftungsausschluß bei Arbeitsunfall

    Auszug aus LAG Rheinland-Pfalz, 27.06.2014 - 7 Sa 112/14
    Rn. 33 Demgemäß genügt die gegebenenfalls vorsätzliche Missachtung von Unfallverhütungsvorschriften allein nicht, um ein vorsätzliches Handeln zu anzunehmen (BAG…, Urteil vom 28. April 2011 - 8 AZR 769/09 - NZA-RR 2012, 290, 293, Rz. 50; vom 10. Oktober 2002 - 8 AZR 103/02 - NJW 2003, 1890, 1891; LAG Köln, Urteil vom 29. September 1994 - 6 Sa 763/94 - NZA 1995, 470;… BeckOK SozR/Stelljes, SGB VII, § 104 Rn. 24).
  • LAG Köln, 29.09.1994 - 6 Sa 763/94

    Arbeitgeber; Haftungsprivileg; Verfassungsmäßigkeit; Vereinbarkeit; Europarecht; …

    Auszug aus LAG Rheinland-Pfalz, 27.06.2014 - 7 Sa 112/14
    Rn. 33 Demgemäß genügt die gegebenenfalls vorsätzliche Missachtung von Unfallverhütungsvorschriften allein nicht, um ein vorsätzliches Handeln zu anzunehmen (BAG…, Urteil vom 28. April 2011 - 8 AZR 769/09 - NZA-RR 2012, 290, 293, Rz. 50; vom 10. Oktober 2002 - 8 AZR 103/02 - NJW 2003, 1890, 1891; LAG Köln, Urteil vom 29. September 1994 - 6 Sa 763/94 - NZA 1995, 470;… BeckOK SozR/Stelljes, SGB VII, § 104 Rn. 24).
  • LAG Rheinland-Pfalz, 02.08.2018 - 5 Sa 298/17

    Haftungsausschluss für Personenschäden - Vorsatz

    Für den Ausschlusstatbestand des Vorsatzes ist - entgegen der Rechtsansicht der Berufung - der Anspruchsteller darlegungs- und beweisbelastet (vgl. LAG Rheinland-Pfalz 27.06.2014 - 7 Sa 112/14 - Rn. 32 mwN;… BeckOK SozR/Stelljes SGB VII § 104 Rn. 38 mwN.), also hier die Klägerin.

    Rn. 60 Allein die ggf. vorsätzliche Missachtung von Unfallverhütungsvorschriften - oder hier der Lastenhandhabungsverordnung - genügt nicht, um ein vorsätzliches Handeln anzunehmen (…vgl. BAG 28.04.2011 - 8 AZR 769/09 - Rn. 50; BAG 10.10.2002 - 8 AZR 103/02; LAG Rheinland-Pfalz 27.06.2014 - 7 Sa 112/14 - Rn. 33 mwN).

  • ArbG Siegburg, 24.02.2021 - 4 Ca 1651/20

    Arbeitsunfall wegen vorsätzlicher Missachtung von Unfallverhütungsvorschriften

    Für den Ausschlusstatbestand des Vorsatzes ist der Anspruchsteller darlegungs- und beweisbelastet (LAG Rheinlandpfalz 27.06.2014 - 7 Sa 112/14, JURIS), hier also der Kläger.
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