Rechtsprechung
| BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17 |
Volltextveröffentlichungen (14)
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Einl Pr ALR §§ 74, 75
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Allgemeiner Aufopferungsanspruch wegen eines hoheitlichen Eingriffs in die körperliche Unversehrtheit: Ersatz nichtvermögensrechtlicher Nachteile des Betroffenen
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 253 Abs 2 BGB, § 839 BGB, Art 34 GG, § 74 ALR PR, § 75 ALR PR
Allgemeiner Aufopferungsanspruch wegen eines hoheitlichen Eingriffs in die körperliche Unversehrtheit: Ersatz nichtvermögensrechtlicher Nachteile des Betroffenen - IWW
§ 253 Abs. 2 BGB, § ... 253 BGB, §§ 847, 1300 BGB, Art. 2 Nr. 2 des Zweiten Gesetzes zur Änderung schadensersatzrechtlicher Vorschriften, § 7 Abs. 1 des Gesetzes über die Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen (StrEG), § 60 Abs. 2 ASOG Bln, § 70 Abs. 2 SOG LSA, § 198 GVG, § 60 IfSG, §§ 249 ff BGB, § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB, § 562 Abs. 1 ZPO, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO
- Wolters Kluwer
Erstreckung des allgemeinen Aufopferungsanspruchs wegen eines hoheitlichen Eingriffs in die körperliche Unversehrtheit auf nichtvermögensrechtliche Nachteile des Betroffenen; Materielles und immaterielles Schadenersatzbegehren wegen eines Polizeieinsatzes; ...
- ra.de
- degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Erstreckung des allgemeinen Aufopferungsanspruchs wegen eines hoheitlichen Eingriffs in die körperliche Unversehrtheit auf nichtvermögensrechtliche Nachteile des Betroffenen; Materielles und immaterielles Schadenersatzbegehren wegen eines Polizeieinsatzes; ...
- datenbank.nwb.de
Allgemeiner Aufopferungsanspruch wegen eines hoheitlichen Eingriffs in die körperliche Unversehrtheit: Ersatz nichtvermögensrechtlicher Nachteile des Betroffenen
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (14)
- bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)
Schmerzensgeld auch für Verletzungen bei rechtmäßigen Behördenmaßnahmen möglich
- Burhoff online Blog (Kurzinformation und Auszüge)
Schmerzensgeld für vermeintlichen Attentäter?: Jetzt ja
- beckmannundnorda.de (Kurzinformation)
Schmerzensgeld-Anspruch auch bei rechtmäßigen Behördenmaßnahmen und Polizeieinsätzen möglich
- lto.de (Pressebericht, 11.09.2017)
Änderung Rechtsprechung zur Aufopferung: Vermeintlicher Attentäter bekommt Schmerzensgeld
- beck-aktuell.NACHRICHTEN (Kurzinformation)
BGH ändert Rechtsprechung - Schmerzensgeld auch für Verletzungen bei rechtmäßigen Behördenmaßnahmen möglich
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Schmerzensgeld - für Verletzungen bei rechtmäßigen Behördenmaßnahmen
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Schmerzensgeld wegen rechtmäßigen Behördenhandelns
- versr.de (Kurzinformation)
Schmerzensgeld auch für Verletzungen bei rechtmäßigen Behördenmaßnahmen möglich
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Allgemeiner Aufopferungsanspruch kann auch Schmerzensgeld umfassen
- spiegel.de (Pressemeldung, 11.09.2017)
Künftig Schmerzensgeld nach Polizeiirrtum möglich
- haerlein.de (Kurzinformation)
Entschädigungsanspruch aus sog. Aufopferung
- rechtstipp24.de (Kurzinformation)
Aufopferung umfasst Ersatz immateriellen Schadens - Schmerzensgeld nach rechtmäßigem Polizeieinsatz
- otto-schmidt.de (Kurzinformation)
Der Staat zahlt jetzt auch für Schmerzen
- tp-presseagentur.de (Kurzinformation)
Entschädigungsanspruch aus Aufopferung umfasst auch Schmerzensgeld
Besprechungen u.ä.
Verfahrensgang
- LG Wiesbaden, 26.11.2014 - 5 O 109/13
- OLG Frankfurt, 26.01.2017 - 1 U 31/15
- BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17
Papierfundstellen
- BGHZ 215, 335
- NJW 2017, 3384
- MDR 2017, 1242
- NVwZ 2018, 438
- NJ 2018, 17
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (17)
- BGH, 19.02.1953 - III ZR 208/51
Aufopferungsanspruch bei Impfschäden
Auszug aus BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17
Der Grundsatz, der in dieser Vorschrift seinen gesetzlichen Ausdruck gefunden hat, hat über den Bereich der früheren altpreußischen Provinzen hinaus allgemeine Geltung erlangt (vgl. nur Senat, Urteil vom 19. Februar 1953 - III ZR 208/51, BGHZ 9, 83, 85 f).Dieser im Wesentlichen auf die preußische Kabinetsorder vom 4. Dezember 1831 (Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten, S. 255, 257) gestützten, den Rechtsgrundsatz des § 75 EinlALR begrenzenden Auffassung ist der Senat allerdings in ständiger Rechtsprechung nicht gefolgt (vgl. nur Urteil vom 19. Februar 1953 aaO S. 86 ff; siehe auch bereits Urteil vom 14. Juli 1952 - III ZR 95/51, BGHZ 7, 96, 99 f).
Vielmehr ist auch ein Sonderopfer, das der Einzelne an immateriellen Rechtsgütern zum Wohl der Allgemeinheit zu erbringen genötigt wird, zu ersetzen (vgl. Senat, Urteil vom 19. Februar 1953 aaO S. 88 f).
- BGH, 23.10.1952 - III ZR 231/51
Streitwert eines Rentenanspruchs aus Aufopferung
Auszug aus BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17
Der Anspruch aus Aufopferung geht auf Leistung eines angemessenen beziehungsweise billigen Ausgleichs für das dem Betroffenen hoheitlich auferlegte Sonderopfer (vgl. nur Senat, Urteile vom 23. Oktober 1952 - III ZR 231/51, BGHZ 7, 331, 334; vom 15. Oktober 1956 - III ZR 226/55, BGHZ 22, 43, 48; vom 3. November 1958 - III ZR 139/57, BGHZ 28, 297, 301 und vom 31. Januar 1966 - III ZR 118/64, BGHZ 45, 58, 77).Der Anspruch auf Entschädigung kann insoweit - wie in der Senatsrechtsprechung verschiedentlich im Zusammenhang mit Vermögensschäden ausgeführt worden ist (vgl. nur Urteil vom 23. Oktober 1952 aaO; siehe auch BGH, Beschluss vom 10. Juni 1952 - GSZ 2/52, BGHZ 6, 270, 293, 295) - zwar im Einzelfall darin bestehen, dem Geschädigten vollen Schadensersatz zuzubilligen, aber die Kriterien der Angemessenheit und Billigkeit können auch Einschränkungen rechtfertigen.
- BGH, 15.10.1956 - III ZR 226/55
Begriff des Rechtsverhältnisses
Auszug aus BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17
Rn. 8 An dieser Auffassung hat der Senat in der Folgezeit in seiner älteren Rechtsprechung festgehalten (vgl. nur Urteile vom 15. Oktober 1956 - III ZR 226/55, BGHZ 22, 43, 48, 50; vom 3. November 1958 - III ZR 139/57, BGHZ 28, 297, 301; vom 31. Januar 1966 - III ZR 118/64, BGHZ 45, 58, 77; vom 6. Juni 1966 - III ZR 167/64, NJW 1966, 1859, 1861, insoweit in BGHZ 45, 290 nicht abgedruckt; vom 8. Juli 1971 - III ZR 67/68, NJW 1971, 1881, 1883 und vom 27. Mai 1993 - III ZR 59/92, BGHZ 122, 363, 368).Der Anspruch aus Aufopferung geht auf Leistung eines angemessenen beziehungsweise billigen Ausgleichs für das dem Betroffenen hoheitlich auferlegte Sonderopfer (vgl. nur Senat, Urteile vom 23. Oktober 1952 - III ZR 231/51, BGHZ 7, 331, 334; vom 15. Oktober 1956 - III ZR 226/55, BGHZ 22, 43, 48; vom 3. November 1958 - III ZR 139/57, BGHZ 28, 297, 301 und vom 31. Januar 1966 - III ZR 118/64, BGHZ 45, 58, 77).
- BGH, 31.01.1966 - III ZR 118/64
Fehlerhafte Revisionsverwerfung - § 839 BGB; Art. 5 Abs. 5 MRK, Verjährung
Auszug aus BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17
Rn. 8 An dieser Auffassung hat der Senat in der Folgezeit in seiner älteren Rechtsprechung festgehalten (vgl. nur Urteile vom 15. Oktober 1956 - III ZR 226/55, BGHZ 22, 43, 48, 50; vom 3. November 1958 - III ZR 139/57, BGHZ 28, 297, 301; vom 31. Januar 1966 - III ZR 118/64, BGHZ 45, 58, 77; vom 6. Juni 1966 - III ZR 167/64, NJW 1966, 1859, 1861, insoweit in BGHZ 45, 290 nicht abgedruckt; vom 8. Juli 1971 - III ZR 67/68, NJW 1971, 1881, 1883 und vom 27. Mai 1993 - III ZR 59/92, BGHZ 122, 363, 368).Der Anspruch aus Aufopferung geht auf Leistung eines angemessenen beziehungsweise billigen Ausgleichs für das dem Betroffenen hoheitlich auferlegte Sonderopfer (vgl. nur Senat, Urteile vom 23. Oktober 1952 - III ZR 231/51, BGHZ 7, 331, 334; vom 15. Oktober 1956 - III ZR 226/55, BGHZ 22, 43, 48; vom 3. November 1958 - III ZR 139/57, BGHZ 28, 297, 301 und vom 31. Januar 1966 - III ZR 118/64, BGHZ 45, 58, 77).
- BGH, 03.11.1958 - III ZR 139/57
Amtspflichten der Lehrer
Auszug aus BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17
Rn. 8 An dieser Auffassung hat der Senat in der Folgezeit in seiner älteren Rechtsprechung festgehalten (vgl. nur Urteile vom 15. Oktober 1956 - III ZR 226/55, BGHZ 22, 43, 48, 50; vom 3. November 1958 - III ZR 139/57, BGHZ 28, 297, 301; vom 31. Januar 1966 - III ZR 118/64, BGHZ 45, 58, 77; vom 6. Juni 1966 - III ZR 167/64, NJW 1966, 1859, 1861, insoweit in BGHZ 45, 290 nicht abgedruckt; vom 8. Juli 1971 - III ZR 67/68, NJW 1971, 1881, 1883 und vom 27. Mai 1993 - III ZR 59/92, BGHZ 122, 363, 368).Der Anspruch aus Aufopferung geht auf Leistung eines angemessenen beziehungsweise billigen Ausgleichs für das dem Betroffenen hoheitlich auferlegte Sonderopfer (vgl. nur Senat, Urteile vom 23. Oktober 1952 - III ZR 231/51, BGHZ 7, 331, 334; vom 15. Oktober 1956 - III ZR 226/55, BGHZ 22, 43, 48; vom 3. November 1958 - III ZR 139/57, BGHZ 28, 297, 301 und vom 31. Januar 1966 - III ZR 118/64, BGHZ 45, 58, 77).
- BGH, 13.02.1956 - III ZR 175/54
Verhältnis von Wehrdienstbeschädigung und 'Aufopferung'
Auszug aus BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17
Der allgemeine Aufopferungsanspruch wegen eines hoheitlichen Eingriffs in die körperliche Unversehrtheit ist nicht auf den Ersatz materieller Schäden begrenzt, sondern umfasst auch nichtvermögensrechtliche Nachteile des Betroffenen (Aufgabe der früheren Senatsrechtsprechung, Urteil vom 13. Februar 1956, III ZR 175/54, BGHZ 20, 61, 68 ff).Rn. 6 1. Der Senat hat in seinem Urteil vom 13. Februar 1956 (III ZR 175/54, BGHZ 20, 61, 68 ff) seine frühere Auffassung im Wesentlichen wie folgt begründet:.
- BGH, 23.07.2010 - V ZR 142/09
Kein Schmerzensgeld bei bergbaubedingten Erderschütterungen
Auszug aus BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17
Rn. 18 c) Zu Unrecht verweist das beklagte Land für seine gegenteilige Rechtsauffassung auf das Urteil des V. Zivilsenats vom 23. Juli 2010 (V ZR 142/09, NJW 2010, 3160). - BGH, 10.06.1952 - GSZ 2/52
Enteignung. Maßnahmen des Wohnungsamts
Auszug aus BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17
Der Anspruch auf Entschädigung kann insoweit - wie in der Senatsrechtsprechung verschiedentlich im Zusammenhang mit Vermögensschäden ausgeführt worden ist (…vgl. nur Urteil vom 23. Oktober 1952 aaO; siehe auch BGH, Beschluss vom 10. Juni 1952 - GSZ 2/52, BGHZ 6, 270, 293, 295) - zwar im Einzelfall darin bestehen, dem Geschädigten vollen Schadensersatz zuzubilligen, aber die Kriterien der Angemessenheit und Billigkeit können auch Einschränkungen rechtfertigen. - BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16
Bemessung einer billigen Entschädigung (wirtschaftliche Verhältnisse des …
Auszug aus BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17
Auch soweit der Senat in diesem Zusammenhang auf die Verschuldenshaftung und den Gedanken der Genugtuung abgestellt hatte, ist dieser Argumentation nach der Einbeziehung der Gefährdungshaftung in die Änderung des Schadensersatzrechts die Grundlage entzogen, abgesehen davon, dass der Gedanke der Genugtuung regelmäßig nur bei besonderen Fallgestaltungen eine Rolle spielt, während für die Bemessung des Schmerzensgeldes der Entschädigungs- oder Ausgleichsgedanke im Vordergrund steht (vgl. nur BGH, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16, VersR 2017, 180 Rn. 48 f mwN; siehe auch Begründung der Bundesregierung zum Entwurf des Zweiten Gesetzes zur Änderung schadensersatzrechtlicher Vorschriften, BT-Drs. 14/7752 S. 15). - OLG Frankfurt, 20.08.2013 - 1 U 69/13
Ausgleich immaterieller Schäden nach allgemeinen Aufopferungsgrundsätzen
Auszug aus BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17
Im Schrifttum wird diese Senatsrechtsprechung regelmäßig ohne nähere Erörterung wiedergegeben (…vgl. nur BeckOGK/Dörr BGB § 839 Rn. 1199 [Stand 1. Juli 2017];… Palandt/Herrler, BGB, 76. Aufl., Überbl. v. § 903 Rn. 16;… Schiemann in Staudinger, BGB, Neubearbeitung 2017, Vorbem zu §§ 249 ff Rn. 20;… Stein/Itzel/Schwall, Praxishandbuch des Amts- und Staatshaftungsrechts, 2. Aufl., Rn. 365), teilweise aber auch eine Abkehr von der als überholt angesehenen Rechtsprechung gefordert (…vgl. Ossenbühl/Cornils, Staatshaftungsrecht, 6. Aufl., S. 147 f;… MüKoBGB/Oetker, 7. Aufl., § 253 Rn. 20; siehe auch OLG Frankfurt, NVwZ-RR 2014, 142, 143). - OLG Frankfurt, 26.01.2017 - 1 U 31/15
Kein Schmerzensgeld bei Aufopferung
- BGH, 27.05.1993 - III ZR 59/92
Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen einer Amtspflichtverletzung, …
- BGH, 06.06.1966 - III ZR 167/64
Mutter des Pockenschutz-Erstimpflings - öffentlich-rechtlicher …
- BGH, 08.07.1971 - III ZR 67/68
Auswirkungen der Verwendung von Sicherheitsglas auf den seelischen Zustand von in …
- BGH, 14.07.1952 - III ZR 95/51
Polizeiliche Beschlagnahme. Schadensersatz
- RG, 19.11.1928 - VI 216/28
Pflichtfeuerwehr; Tödlicher Unfall; Schadensersatz
- RG, 16.11.1937 - VII 200/36
Können Ansprüche auf Ersatz von Vermögensschäden erhoben werden wegen einer …
- BGH, 13.02.2025 - III ZR 63/24
Darlegungs- und Beweislast im Amtshaftungsprozess bei Beschränkungsmaßnahmen nach …
Der Grundsatz, der in dieser Vorschrift seinen gesetzlichen Ausdruck gefunden hat, hat über den Bereich der früheren altpreußischen Provinzen hinaus allgemeine Geltung erlangt (Senat, Urteile vom 7. September 2017 - III ZR 71/17, BGHZ 215, 335 Rn. 16; vom 31. Januar 1966 - III ZR 118/64, BGHZ 45, 58, 76 f und vom 19. Februar 1953 - III ZR 208/51, BGHZ 9, 83, 85 f).Nach ständiger Rechtsprechung des Senats ist auch ein Sonderopfer, das der Einzelne an immateriellen Rechtsgütern zum Wohl der Allgemeinheit zu erbringen genötigt wird, zu ersetzen (Senat, Urteile vom 7. September 2017 aaO;… vom 31. Januar 1966 aaO …und vom 19. Februar 1953 aaO S. 86 ff).
- BVerfG, 19.05.2023 - 2 BvR 78/22
Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde eines Strafgefangenen wegen Versagung einer …
Der Bundesgerichtshof hat diese Frage bislang offengelassen (vgl. BGHZ 50, 14 ); seit einer jüngeren Entscheidung können über den Aufopferungsanspruch jedoch auch immaterielle Schäden geltend gemacht werden (vgl. BGHZ 215, 335 ). - LG Flensburg, 13.04.2018 - 2 O 227/17
Entschädigungsleistungen im Zusammenhang mit gegen den Anspruchsteller verhängten …
Rn. 32 aa) Zwar ist dem Kläger zuzugestehen, dass der allgemeine Aufopferungsanspruch wegen eines hoheitlichen Eingriffs in die körperliche Unversehrtheit nach jüngerer Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht (mehr) nur auf den Ersatz materieller Schäden begrenzt ist, sondern auch nichtvermögensrechtliche Nachteile des Betroffenen umfasst (BGH, Urteil v. 7.9.2017, Az. III ZR 71/17, NJW 2017, 3384).Der Bundesgerichtshof stellt in seiner jüngeren Entscheidung fest, dass wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadensersatz zu leisten ist, auch wenn "nur" ein immaterieller Schaden vorliegt (BGH NJW 2017, 3384, 3385 ff.).
Auch wenn im Einklang mit Kritikern dieser Entscheidung, die bemängeln, der Bundesgerichtshof habe aus speziellen einfachgesetzlich geregelten Aufopferungsansprüchen eine allgemeine Regel abgeleitet und somit "vom Speziellen auf das Allgemeine geschlossen" (so Singbartl / Zintl NJW 2017, 3384, 3387), über das Für und Wider dieser Entscheidung trefflich diskutiert werden kann, muss hier keine abschließende Meinung gebildet werden.
- LG Frankfurt/Main, 16.12.2021 - 4 O 165/21
Kein Schmerzensgeld wegen Quarantäne nach Rückreise aus Risikogebiet
Allgemeine Aufopferungsansprüche nach §§ 74, 75 EALR setzen rechtmäßige oder rechtswidrige, hoheitliche, allgemeinwohlbezogene Eingriffe in nicht materielle Rechtsgüter voraus, die bei dem Betroffenen zu einem Sonderopfer führen, wobei auch beim Aufopferungsanspruch die Zahlung eines Schmerzensgeldes möglich ist (BGH, NJW 2017, Seite 3384 Rn. 16-17, beck-online;… Rinze/Schwab, NJW 2020, Seite 1905 Rn. 52, beck-online). - OLG Hamm, 03.05.2024 - 11 U 133/22
Anspruch auf Entschädigung wegen eines mit einer Überwachungsmaßnahme verbundenen …
Denn selbst wenn man den Kläger darin folgen wollte, dass sich aus der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 07.09.2017 (Az.: III ZR 71/17) ergibt, dass sich aus der auf die Gesetzgeber vorgenommenen Neuregelung des § 253 Abs. 2 BGB dessen Wille entnehmen lässt, dass zukünftig auch für eine durch rechtmäßiges Verwaltungshandeln verursachte Persönlichkeitsrechtsverletzung bei Vorliegen eines Sonderopfers aus dem Gesichtspunkt der Aufopferung eine billige Entschädigung verlangt werden kann, und mit den von der Beklagten gegen ihn angeordneten und vollgezogenen Beschränkungsmaßnahmen ein solches Sonderopfer verbunden gewesen ist, würde die damit dem Kläger zubilligende Entschädigung aus den bereits vorstehend dargelegten Gründen jedenfalls nicht die Zahlung eines höheren Betrages als 10.000,- EUR rechtfertigen. - VG Minden, 19.04.2023 - 16 K 1291/21 Rn. 86 vgl. u.a. BGH, Urteil vom 7. September 2017 - III ZR 71/17 -, juris Rn. 16; Eckart/Kruse, in: BeckOK Infektionsschutzrecht, IfSG, 15. Edition 10. Januar 2023, § 56 Rn. 27.1; Gerhardt, in: Gerhardt, Infektionsschutzrecht, IfSG, 6. Auflage 2022, § 56 Rn. 5; Kümper, in: Kießling, IfSG, 3. Auflage 2022, § 56 Rn. 10,.
Rn. 104 Vgl. BGH, Urteil vom 7. September 2017 - III ZR 71/17 -, juris Rn. 17.
- LG Ellwangen/Jagst, 08.01.2026 - 6 O 56/24
Bemessung der Ansprüche auf Hinterbliebenengeld bzw. Schmerzensgeld im Fall der …
Rn. 147 Während der Gedanke der Genugtuung regelmäßig nur bei besonderen Fallgestaltungen eine Rolle spielt, steht grundsätzlich der Entschädigungs- oder Ausgleichsgedanke im Vordergrund (vgl. BGH…, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16, Rn. 49; BGH, Urteil vom 07. September 2017 - III ZR 71/17, Rn. 11; OLG Hamm…, Beschluss vom 15. Juli 2022 - I-7 U 23/22, Rn. 7; OLG Hamm…, Urteil vom 23. September 2022 - I-7 U 21/21, Rn. 58; OLG München…, Urteil vom 23. Dezember 2022 - 13 U 1972/18, Rn. 146, jew. zit. nach juris). - KG, 02.06.2020 - 4 Ws 21/20
Beschwerdeverfahren: Erfordernis der Begründung einer Nichtabhilfeentscheidung; …
Die Schätzung des Schadens ist Aufgabe des Tatrichters (vgl. BGH wistra 2017, 44; wistra 2015, 63 m.w.N.; wistra 2014, 276). - OLG Stuttgart, 02.10.2025 - 1 U 89/24
Kein Anspruch der Klägerin auf Auskunft und Schadensersatz wegen Impfungen mit …
Die positiven Bewertungen des Nutzen-Risiko-Verhältnisses der mehrfach fachkundig besetzten diversen nationalen und internationalen Expertengremien (insbesondere CHMP, PRAC, PEI und STIKO), die nicht nur regelmäßig die Zulassungen, sondern auch die Empfehlungen der Impfstoffe überprüfen und aktualisieren, stehen einer sachverständigen Begutachtung gleich (so auch BVerwG…, Beschluss vom 07.07.2022 - 1 WB 2/22 -, juris Rn. 138 ff.; BGH, Urteil vom 07.09.2017 - III ZR 71/17 -, juris Rn. 27; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 29.04.2025 - 23 W 25/24 - juris Rn. 50; OLG Frankfurt…, Urteil vom 19.02.2025 - 23 U 13/24 -, juris Rn. 258; OLG Koblenz…, Urteil vom 12.02.2025 - 5 U 738/24 -, juris Rn. 52 ff.; OLG Oldenburg…, Urteil vom 18.12.2024 - 5 U 53/24 - NJW-RR 2025, 343, Rn. 33; OLG München…, Beschluss vom 05.11.2024 - 14 U 2313/24e -, BeckRS 2024, 31623, Rn. 338 ff., 361 ff; OLG Celle…, Beschluss vom 11.10.2024 - 5 U 323/23 -, juris Rn. 21). - OLG Stuttgart, 02.10.2025 - 1 U 70/24
Kein Anspruch der Klägerin auf Auskunft und Schadensersatz wegen Impfungen mit …
Die positiven Bewertungen des Nutzen-Risiko-Verhältnisses der mehrfach fachkundig besetzten diversen nationalen und internationalen Expertengremien (insbesondere CHMP, PRAC, PEI und STIKO), die nicht nur regelmäßig die Zulassungen, sondern auch die Empfehlungen der Impfstoffe überprüfen und aktualisieren, stehen einer sachverständigen Begutachtung gleich (so auch BVerwG…, Beschluss vom 07.07.2022 - 1 WB 2/22 -, juris Rn. 138 ff.; BGH, Urteil vom 07.09.2017 - III ZR 71/17 -, juris Rn. 27; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 29.04.2025 - 23 W 25/24 - juris Rn. 50; OLG Frankfurt…, Urteil vom 19.02.2025 - 23 U 13/24 -, juris Rn. 258; OLG Koblenz…, Urteil vom 12.02.2025 - 5 U 738/24 -, juris Rn. 52 ff.; OLG Oldenburg…, Urteil vom 18.12.2024 - 5 U 53/24 - NJW-RR 2025, 343, Rn. 33; OLG München…, Beschluss vom 05.11.2024 - 14 U 2313/24e -, BeckRS 2024, 31623, Rn. 338 ff., 361 ff; OLG Celle…, Beschluss vom 11.10.2024 - 5 U 323/23 -, juris Rn. 21).
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