Rechtsprechung
| BGH, 04.07.1969 - V ZR 69/66 |
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Papierfundstellen
- BGHZ 52, 239
- NJW 1969, 1760
- NJW 1969, 2237 (Ls.)
- NJW 1970, 378 (Ls.)
- MDR 1969, 917
- DNotZ 1970, 21
- DB 1969, 1644
Wird zitiert von ... (36) Zitiert selbst (12)
- RG, 03.03.1906 - V 372/05
Ausländische Grundstücke. Vertragsform.
Auszug aus BGH, 04.07.1969 - V ZR 69/66
Dem stehe die Entscheidung des Reichsgerichts RGZ 63, 18 nicht entgegen; es sei nicht erkennbar, dass die Parteien in jenem Fall an das deutsche Recht hatten anknüpfen wollen.Allerdings geht das Reichsgericht in seinem Urteil vom 3. März 1906 (RGZ 63, 18 = JW 1906, 219) und ihm folgend das Schrifttum (…RGRK BGB 11. Aufl. § 313 Anm. 78;… Palandt/Lauterbach BGB 28. Aufl. § 313 Anm. 1;… Soergel/Siebert/R. Schmidt, BGB 10. Aufl. § 313 Anm. 3;… Staudinger/Kaduk, BGB 10. und 11. Aufl. § 313 Anm. 3; Nussbaum, Internationales Privatrecht S. 93 mit Fußnoten 1 und 2;… Kegel, Internationales Privatrecht, 4. Aufl. § 18 c;… Erman/Arndt, BGB 4. Aufl. Art. 11 EGBGB Anm. 7 a.E.;… Raape aaO S. 220 mit Fußnote 13; vgl. auch OLG 44, 152, 153) davon aus, dass § 313 BGB für den Verkauf ausländischer Grundstücke nicht gelte; das deutsche Recht sehe für diesen Verkauf keine Form vor.
Dieser, in der erwähnten Reichsgerichtsentscheidung (RGZ 63, 18) bereits anklingenden Auffassung vermag sich der Senat in Übereinstimmung mit dem Berufungsgericht nicht anzuschließen.
- BGH, 11.07.1957 - VII ZR 226/56
Enteignung und Überleitungsvertrag
Auszug aus BGH, 04.07.1969 - V ZR 69/66
Es kommt also für die Frage, welches Recht zur Anwendung zu kommen hat, in erster Linie auf den tatsächlichen, hilfsweise auf den hypothetischen Willen der Vertragsteile und äußerstenfalls auf den Erfüllungsort an (Urteile des Bundesgerichtshofs vom 11. Juli 1957, VII ZR 226/56, WM 1957, 1047, 1048 und vom 23. Juni 1967, V ZR 109/64, WM 1967, 1042, 1043; BGHZ 9, 221, 223; 17, 89, 92; 19, 110, 111; vgl. ferner die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 30. Juli 1954, VI ZR 32/53, JZ 1955, 702 und vom 16. Oktober 1958, VII ZR 141/57, WM 1959, 354).Wenn die Revision meint, es wäre von den Parteien weder redlich noch vernünftig gewesen, einen privatschriftlichen Vertrag über Grundstücke einer Rechtsordnung zu unterstellen, die seine öffentliche Beurkundung vorschreibt und ihn bei Nichtbeachtung dieser Form der Wirksamkeit entkleidet, verkennt sie, dass der Parteiwille auch dann maßgebend ist, wenn die gewollte Rechtsordnung zur Nichtigkeit des Vertrages oder einzelner Vertragsbestimmungen führt (…Soergel/Siebert/Kegel, aaO Anm. 176 vor Art. 7 EGBGB;… Raape, aaO S. 493; Urteil des Bundesgerichtshofs vom 11. Juli 1957, VII ZR 226/56, WM 1957, 1047/1048).
- RG, 02.10.1935 - V 22/35
Kann eine im Jahre 1930 beim Verkauf eines inländischen Grundstücks vereinbarte …
Auszug aus BGH, 04.07.1969 - V ZR 69/66
Haben die Vertragsteile aber die Anwendung deutschen Rechts vereinbart, so unterstehen ihre Vertragsbeziehungen auch der Formvorschrift des § 313 BGB (…Wolff, Das internationale Privatrecht Deutschlands, 3. Aufl. S. 126 und 145;… Staudinger/Kaduk, BGB 10. und 11. Aufl. § 313 Anm. 151; Haberstumpf, BayNotZ 1913, 217/218;… Lewald, Das deutsche internationale Privatrecht, 1931, S. 67; RG WarnRspr 1937 Nr. 86; RGZ 149, 1, 3; 159, 34, 44 f; OLG 16, 363; OLG Stuttgart Die Justiz 1965, 272;… vgl. ferner Soergel/Siebert/Kegel, BGB 9. Aufl. Anm. 200 vor Art. 7 EGBGB mit Fußnote 70) und zwar selbst dann, wenn die Vertragsteile sich dessen nicht bewusst waren.
- BGH, 22.11.1955 - I ZR 218/53
Verlagsvertrag mit Ausländer
Auszug aus BGH, 04.07.1969 - V ZR 69/66
Es kommt also für die Frage, welches Recht zur Anwendung zu kommen hat, in erster Linie auf den tatsächlichen, hilfsweise auf den hypothetischen Willen der Vertragsteile und äußerstenfalls auf den Erfüllungsort an (Urteile des Bundesgerichtshofs vom 11. Juli 1957, VII ZR 226/56, WM 1957, 1047, 1048 und vom 23. Juni 1967, V ZR 109/64, WM 1967, 1042, 1043; BGHZ 9, 221, 223; 17, 89, 92; 19, 110, 111; vgl. ferner die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 30. Juli 1954, VI ZR 32/53, JZ 1955, 702 und vom 16. Oktober 1958, VII ZR 141/57, WM 1959, 354). - BGH, 30.07.1954 - VI ZR 32/53
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 04.07.1969 - V ZR 69/66
Es kommt also für die Frage, welches Recht zur Anwendung zu kommen hat, in erster Linie auf den tatsächlichen, hilfsweise auf den hypothetischen Willen der Vertragsteile und äußerstenfalls auf den Erfüllungsort an (Urteile des Bundesgerichtshofs vom 11. Juli 1957, VII ZR 226/56, WM 1957, 1047, 1048 und vom 23. Juni 1967, V ZR 109/64, WM 1967, 1042, 1043; BGHZ 9, 221, 223; 17, 89, 92; 19, 110, 111; vgl. ferner die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 30. Juli 1954, VI ZR 32/53, JZ 1955, 702 und vom 16. Oktober 1958, VII ZR 141/57, WM 1959, 354). - BGH, 30.03.1955 - IV ZR 210/54
Schuldstatut und Währungsstatut
Auszug aus BGH, 04.07.1969 - V ZR 69/66
Es kommt also für die Frage, welches Recht zur Anwendung zu kommen hat, in erster Linie auf den tatsächlichen, hilfsweise auf den hypothetischen Willen der Vertragsteile und äußerstenfalls auf den Erfüllungsort an (Urteile des Bundesgerichtshofs vom 11. Juli 1957, VII ZR 226/56, WM 1957, 1047, 1048 und vom 23. Juni 1967, V ZR 109/64, WM 1967, 1042, 1043; BGHZ 9, 221, 223; 17, 89, 92; 19, 110, 111; vgl. ferner die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 30. Juli 1954, VI ZR 32/53, JZ 1955, 702 und vom 16. Oktober 1958, VII ZR 141/57, WM 1959, 354). - BGH, 23.06.1967 - V ZR 109/64
Auszug aus BGH, 04.07.1969 - V ZR 69/66
Es kommt also für die Frage, welches Recht zur Anwendung zu kommen hat, in erster Linie auf den tatsächlichen, hilfsweise auf den hypothetischen Willen der Vertragsteile und äußerstenfalls auf den Erfüllungsort an (Urteile des Bundesgerichtshofs vom 11. Juli 1957, VII ZR 226/56, WM 1957, 1047, 1048 und vom 23. Juni 1967, V ZR 109/64, WM 1967, 1042, 1043; BGHZ 9, 221, 223; 17, 89, 92; 19, 110, 111; vgl. ferner die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 30. Juli 1954, VI ZR 32/53, JZ 1955, 702 und vom 16. Oktober 1958, VII ZR 141/57, WM 1959, 354). - BGH, 14.04.1953 - I ZR 152/52
Liegegeld im Binnenschiffahrtsrecht
Auszug aus BGH, 04.07.1969 - V ZR 69/66
Es kommt also für die Frage, welches Recht zur Anwendung zu kommen hat, in erster Linie auf den tatsächlichen, hilfsweise auf den hypothetischen Willen der Vertragsteile und äußerstenfalls auf den Erfüllungsort an (Urteile des Bundesgerichtshofs vom 11. Juli 1957, VII ZR 226/56, WM 1957, 1047, 1048 und vom 23. Juni 1967, V ZR 109/64, WM 1967, 1042, 1043; BGHZ 9, 221, 223; 17, 89, 92; 19, 110, 111; vgl. ferner die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 30. Juli 1954, VI ZR 32/53, JZ 1955, 702 und vom 16. Oktober 1958, VII ZR 141/57, WM 1959, 354). - BGH, 12.07.1967 - V ZR 136/64
Geschäftsbesorgungsvertrag eines Wohnungsbauunternehmers zur Beschaffung eines …
Auszug aus BGH, 04.07.1969 - V ZR 69/66
Dann könnte die Nichtwahrung der Form des § 313 BGB unschädlich sein, da sich die Pflicht zur Verschaffung des Eigentums an dem in Betracht kommenden Grundstück unmittelbar aus dem Gesetz ergäbe (vgl. die Senatsentscheidungen vom 24. Februar 1967, V ZR 109/65, WM 1967, 531, vom 12. Juli 1967, V ZR 136/64, WM 1967, 1037 und vom 20. September 1967, V ZR 127/66) Die unter diesem rechtlichen Gesichtspunkt vorgenommene Würdigung des Sachverhaltes ergibt jedoch keine ausreichenden Anhaltspunkte für das Vorliegen eines Auftrages oder Geschäftsbesorgungsvertrages. - BGH, 20.09.1967 - V ZR 127/66
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 04.07.1969 - V ZR 69/66
Dann könnte die Nichtwahrung der Form des § 313 BGB unschädlich sein, da sich die Pflicht zur Verschaffung des Eigentums an dem in Betracht kommenden Grundstück unmittelbar aus dem Gesetz ergäbe (vgl. die Senatsentscheidungen vom 24. Februar 1967, V ZR 109/65, WM 1967, 531, vom 12. Juli 1967, V ZR 136/64, WM 1967, 1037 und vom 20. September 1967, V ZR 127/66) Die unter diesem rechtlichen Gesichtspunkt vorgenommene Würdigung des Sachverhaltes ergibt jedoch keine ausreichenden Anhaltspunkte für das Vorliegen eines Auftrages oder Geschäftsbesorgungsvertrages. - BGH, 24.02.1967 - V ZR 109/65
Pflicht zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung - Frist zur …
- BGH, 16.10.1958 - VII ZR 141/57
Rechtsmittel
- BGH, 25.06.2021 - V ZR 218/19
Der treuhänderische Auftrag, im eigenen Namen für Rechnung des Auftraggebers ein …
Rn. 10 bb) Die Annahme des Berufungsgerichts, es sei deutsches Recht vereinbart, begegnet auch nicht deshalb Bedenken, weil die Parteien auf diese Weise ein materielles Recht vereinbart hätten, dessen Form nicht gewahrt worden wäre (vgl. Senat, Urteil vom 6. Februar 1970 - V ZR 158/66, BGHZ 53, 189, 192; Urteil vom 4. Juli 1969 - V ZR 69/66, BGHZ 52, 239, 241; Urteil vom 9. März 1979 - V ZR 85/77, BGHZ 73, 391, 394).Die Parteien konnten jedenfalls darauf vertrauen, dass ein etwaiger Formmangel gemäß § 313 Satz 2 BGB aF dadurch geheilt wird, dass die Beklagte nach dem dafür maßgeblichen österreichischen Recht durch Eintragung in das Grundbuch (§ 431 ABGB: Einverleibung oder Intabulation) Eigentümerin des Grundstücks wird (zur Heilung eines nach deutschem Recht formnichtigen Grundstückskaufvertrags durch Eigentumserwerb nach ausländischem Recht vgl. Senat, Urteil vom 4. Juli 1969 - V ZR 69/66, BGHZ 52, 239, 243; Urteil vom 9. März 1979 - V ZR 85/77, BGHZ 73, 391, 394).
Der Formmangel der nicht beurkundeten Erwerbspflicht wäre aber dadurch geheilt worden, dass die Beklagte nach österreichischem Recht durch Eintragung in das Grundbuch Eigentümerin geworden ist (§ 431 ABGB: Einverleibung oder Intabulation; zur Heilung nach ausländischem Recht vgl. Senat, Urteil vom 4. Juli 1969 - V ZR 69/66, BGHZ 52, 239, 243; Urteil vom 9. März 1979 - V ZR 85/77, BGHZ 73, 391, 394).
- BGH, 09.03.1979 - V ZR 85/77
Heilung des Formmangels beim Verkauf eines ausländischen Grundstücks
Das Berufungsgericht geht zutreffend davon aus, daß nach ständiger Rechtsprechung das für den schuldrechtlichen Vertrag maßgebliche Recht in erster Linie durch den ausdrücklichen oder stillschweigenden Parteiwillen bestimmt wird (Senatsurteile BGHZ 52, 239, 241; 53, 189, 191; vom 22. Dezember 1971, V ZR 130/68, WM 1972, 238, 239), wobei hilfsweise der hypothetische Wille der Vertragsparteien und äußerstenfalls auch der Erfüllungsort heranzuziehen sind (BGHZ 52, 239, 241 m.w.N.).Deshalb stellt sich auch nicht die Frage, ob die Parteien durch eine solche - hier nicht Vertrag gewordene - Bestimmung bei grundsätzlicher Unterwerfung ihrer Rechtsbeziehungen unter das deutsche Recht die dort bestehenden Formvorschriften von ihrer Anwendung ausschließen wollten (BGHZ 52, 239, 243;… Soergel/Siebert/Kegel, EGBGB 10. Aufl. vor Art. 7 Rdn. 229, Fußn. 20).
Die Vereinbarung deutschen Rechts durch die Parteien begegnet, wie das Berufungsgericht zutreffend ausführt, auch nicht deshalb Bedenken, weil die Parteien auf diese Weise ein materielles Recht vereinbart hätten, dessen Formerfordernissen sie - unter Umständen bewußt - nicht genügt hätten (BGHZ 52, 239, 241; 53, 189, 191 f).
Diese Vereinbarung bedurfte weder der Form, der der abgeschlossene Vertrag mit dem vereinbarten Vertrags- und Formstatut zu seiner Wirksamkeit genügen muß (BGHZ 53, 189, 191; 57, 337, 338/9), noch macht die etwaige Nichtigkeit des Vertrags (dazu unten 3 b) ihrerseits die Rechtswahl ungültig (…BGH Urt. vom 29. November 1961, VIII ZR 146/60, JZ 1963, 167, 168 [BGH 29.11.1961 - VIII ZR 146/60]; Lorenz, AcP 159 (1960/61), 193, 216; Samtleben, NJW 1970, 378).
Haben die Parteien mithin Anwendung des deutschen Rechts vereinbart, so unterstehen, wie das Berufungsgericht zutreffend ausführt, ihre Vertragsbeziehungen über das im Ausland gelegene Grundstück der Formvorschrift des § 313 Satz 1 BGB i.V.m. § 4 Abs. 3 WEG (Senatsurteile BGHZ 52, 239, 241 m.w.N.; 53, 189, 195; 57, 337, 339; WM 1972, 238, 239; OLG München OLGZ 1974, 19, 20;… Soergel/Siebert/Kegel, EGBGB Art. 11 Rdn. 12; Samtleben, NJW 1970, 378; a.A. Wengler, NJW 1969, 2237 (hiergegen bereits BGHZ 53, 189, 194)).
Das Berufungsgericht hat in diesem Zusammenhang zutreffend ausgeführt, daß für die Frage des Übergangs des Eigentums an einem Grundstück nach internationalem Sachenrecht die lex rei sitae, hier das spanische Liegenschaftsrecht, maßgeblich sei (Senatsurteile BGHZ 52, 239, 240; WM 1972, 238, 239;… Raape, IPR 5. Aufl. S. 629; vgl. zum italienischen Recht OLG München OLGZ 1974, 19, 20).
Diese Vorschrift kann, worauf der Senat bereits in dem in BGHZ 52, 239, 243 abgedruckten Urteil hingewiesen hat, bei ausländischem Recht, das die in § 313 Satz 2 BGB genannten Rechtsinstitute der, Auflassung und Eintragung in das Grundbuch nicht kennt, nur entsprechend angewendet werden.
- OLG München, 10.03.1988 - 24 U 474/87
Bungalow auf Teneriffa - § 313 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 311b …
Danach entscheidet über dingliche Rechte und Pflichten das Recht des Staates, in dem sich die Sache befindet, bei Grundstücken also das Recht des Belegenheitslandes (vgl. BGHZ 52, 239/240).e) Haben die Parteien, wovon aus den genannten Gründen auszugehen ist, die Anwendung deutschen Rechts vereinbart, so unterstehen ihre Vertragsbeziehungen auch der Formvorschrift des § 313 Satz 1 BGB (BGHZ 52, 239/241).
Es ist nicht ersichtlich, warum der mit der Vorschrift bezweckte Schutz des Grundstücksverkäufers sich nur auf den Verkauf inländischer Grundstücke beziehen sollte (vgl. BGHZ 73, 391/394; 52, 239/242 f.).
Der Eigentumsübergang an einem Grundstück erfolgt nach internationaler Sachenrecht, wie ausgeführt, entsprechend dem Recht der belegenen Sache (vgl. BGHZ 52, 239 f.).
- BGH, 03.12.1971 - V ZR 126/69
Vereinbarung des Formstatuts
Diese Anwendung entspricht der Rechtsprechung des Senats (BGHZ 52, 239; 53, 189, 194 [BGH 06.02.1970 - V ZR 158/66];… ebenso Soergel/Siebert/Kegel, BGB 10. Aufl., EGBGB Art. 11 Rdn. 12; Samtleben, NJW 1970, 378).Die Revision vermag gegen diese Rechtsprechung keine neuen Gesichtspunkte anzuführen (zu der von ihr angezogenen gegenteiligen Meinung Wenglers - NJW 1969, 2237 - hat der Senat schon in dem BGHZ 53, 189 abgedruckten Urteil Stellung genommen).
Die Revision geht, soweit sie auf die Anmerkung Wenglers (NJW 1969, 2237 zum Urteil des Senats vom 4. Juli 1969, BGHZ 52, 239) zurückgreift, von vornherein von einem Sachverhalt aus, der im vorliegenden Fall nicht gegeben ist.
Der Grundsatz der Freiheit der Parteien bei der Wahl des für ein Schuldverhältnis anzuwendenden Rechts (Parteiautonomie) im internationalen Schuldrecht ist vielmehr in der Rechtsprechung entwickelt worden (BGHZ 52, 239, 241 [BGH 04.07.1969 - V ZR 69/66] mit Nachweisen der Rechtsprechung;… weitere Nachweise der Rechtsprechung des Reichsgerichts vgl. Haudeck, Die Bedeutung des Parteiwillens im internationalen Privatrecht, S. 46 ff und zur Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs Gamillscheg, AcP 1957 (1958/59) S. 304 Anm. 7 und Raape, Internationales Privatrecht, 5. Aufl. § 40, II, 2 S. 458).
- OLG Celle, 20.11.1991 - 20 U 26/91
Gesellschaftsrecht; Übertragung eines Geschäftsanteils an einer ausländischen …
Nach ständiger Rechtsprechung auch des Bundesgerichtshofs ist das für einen schuldrechtlichen Vertrag maßgebliche Recht in erster Linie durch den ausdrücklichen oder stillschweigenden Parteiwillen bestimmt (BGHZ 52, 239, 241; 53, 189, 191; 73, 391, 394 = NJW 1979, 1773 [BGH 09.03.1979 - V ZR 85/77]; OLG München NJW-RR 1989, 663 ff - für den in Deutschland geschlossenen Kaufvertrag zwischen einem deutschen Käufer und einem deutschen Verkäufer über ein im Ausland gelegenes Grundstück).In diesem Sinne sind trotz der für Grundstückskäufe geltenden Vermutung des Artikel 28 Abs. 3 EGGBG selbst bei Grundstückskaufverträgen vom Bundesgerichtshof Vertragsauslegungen der Oberlandesgerichte nicht beanstandet worden, die aus dem Abschluß eines Grundstückskaufvertrages über ein ausländisches Grundstück unter deutschen Vertragsparteien im Inland auf eine stillschweigende Vereinbarung deutschen Rechts geschlossen haben (BGHZ 52, 239, 241; 53, 189, 191; 73, 391, 394 = NJW 1979, 1773 [BGH 09.03.1979 - V ZR 85/77];… vgl. auch Palandt/Heldrich, BGB, 50. Auflage, Artikel 28 EGBGB, Rdnr. 5).
Rn. 21 b) In Bezug auf Kaufverträge über im Ausland gelegene Grundstücke durch deutsche Vertragsparteien ist anerkannt, daß bei der Anwendung deutschen Rechts die Formvorschrift des § 313 BGB zu beachten ist (BGHZ 52, 239, 241; 53, 189, 191; 73, 391.394 = NJW 1979, 1773 [BGH 09.03.1979 - V ZR 85/77]; OLG München NJW-RR 1989, 663, 665).
- BGH, 06.02.1970 - V ZR 158/66
Kauf einer Eigentumswohnung in Holland; Formerfordernisse bei einem notariellen …
Stillschweigende kollisionsrechtliche Verweisung auf eine Rechtsordnung, deren Anwendung zur Formnichtigkeit des materialrechtlichen Vertrags führt, ist auch bei Kenntnis der Vertragsparteien von dieser Folge jedenfalls dann nicht auszuschließen, wenn die Parteien auf die Einhaltung der beiderseitigen Verpflichtungen vertraut haben (Ergänzung zu BGHZ 52, 239).Das Berufungsgericht geht zutreffend davon aus, daß nach ständiger Rechtsprechung das für einen schuldrechtlichen Vertrag maßgebende Recht in erster Linie durch ausdrücklich oder auch nur stillschweigend erklärten Willen der Parteien bestimmt wird (Senatsurteil BGHZ 52, 239, 241 [BGH 04.07.1969 - V ZR 69/66] = NJW 1969, 1760 mit weiteren Nachweisen).
- BGH, 24.11.1988 - III ZR 150/87
Wirksamkeit einer Gerichtsstandvereinbarung
Das Schuldstatut richtet sich in erster Linie nach der Vereinbarung der Parteien (BGHZ 52, 239, 241 m.w.Nachw.; BGH Urteil vom 30. Oktober 1970 - V ZR 58/67 - WM 1970, 1454, 1455). - BGH, 30.03.1976 - VI ZR 143/74
Ermittlung des ausländischen Rechts durch das Gericht
Zutreffend hält das Berufungsgericht, soweit es um das anzuwendende Recht für die geltend gemachten vertraglichen Ansprüche geht, in erster Linie den Parteiwillen für maßgebend (vgl. BGHZ 9, 221, 223 [BGH 14.04.1953 - I ZR 152/52]; 17, 89, 92 [BGH 30.03.1955 - IV ZR 210/54]; 19, 110, 111 [BGH 22.11.1955 - I ZR 218/53]; 52, 239, 241 [BGH 04.07.1969 - V ZR 69/66]; 53, 189, 191 [BGH 06.02.1970 - V ZR 158/66]st.Rspr.). - BGH, 24.11.1989 - V ZR 240/88
Ermittlung ausländischen Rechts
In grundsätzlicher Übereinstimmung mit dem seither geltenden Art. 27 EGBGB war seinerzeit in ständiger Rechtsprechung anerkannt, daß sich das für Verpflichtungsverträge maßgebliche Recht in erster Linie durch den ausdrücklichen oder stillschweigenden Willen der Vertragsparteien bestimmt (Senatsurteile BGHZ 73, 391, 393 [BGH 09.03.1979 - V ZR 85/77]; 52, 239, 240 f [BGH 04.07.1969 - V ZR 69/66], jeweils m.w.N.). - BGH, 23.10.1980 - III ZR 62/79
Wirksamkeit von Darlehensverträgen zur Finanzierung des Baus von …
Demgegenüber ist die Haftungsübernahmeerklärung, auf die sich die Unterwerfungserklärung bezieht, materiellrechtlicher (schuldrechtlicher) Art, so daß sich die Frage, nach welchem Recht sie zu beurteilen ist, in erster Linie nach dem Parteiwillen entscheidet (BGHZ 52, 239, 241 m.w.Nachw.; BGH Urteil vom 15. November 1976 - VIII ZR 76/75 - NJW 1977, 1011 = WM 1976, 1330;… Staudinger/Firsching, BGB, 10./11. Aufl., vor Art. 12 EGBGB, Rdn. 286, 310;… Soergel/Kegel, BGB, 10. Aufl., vor Art. 7 EGBGB, Rdn. 220;… Palandt/Heldrich, aaO, Vorbem. zu Art. 12 EGBGB, Anm. a 2 a). - BGH, 05.11.1970 - VII ZR 31/69
Überparteilichkeit von Schiedsgerichten
- BGH, 10.03.1978 - V ZR 73/76
Einstellung des Betriebs eines Flughafens wegen Lärmbeeinträchtigungen von …
- BGH, 13.11.1980 - III ZR 96/79
Anspruch auf Rückzahlung eines gewährten Darlehens - Anwendbarkeit der …
- BGH, 27.04.1977 - VIII ZR 184/75
Vorliegen einer internationalen Zuständigkeit der deutschen Gerichte - …
- KG, 25.01.2005 - 13 U 49/04
Anwendbares Recht für einen auf den Erwerb eines ausländischen Grundstücks …
- BGH, 05.10.1971 - X ZR 68/69
Bewertung der internationalen Zuständigkeit als Unterfall der örtlichen …
- BGH, 14.05.1971 - V ZR 6/69
Schadensersatz wegen Nichterfüllung der lastenfreien Übertragung eines Kauf …
- BGH, 23.03.1979 - V ZR 81/77
- BGH, 03.03.1976 - VIII ZR 251/74
Voraussetzungen für die Rechtmäßigkeit einer Gerichtsstandsvereinbarung - …
- OLG Köln, 21.03.1997 - 19 U 180/96
Zulässigkeit und Wirkung einer vorprozessual getroffenen internationalen …
- OLG Hamm, 13.11.1995 - 22 U 170/94
Formstatut und Schuldstatut bei Grundstückskaufvertrag
- OLG Frankfurt, 30.11.1994 - 13 U 180/93
Geltendmachung eines Anspruchs im Wege der gewillkürten Prozessstandschaft ; …
- BGH, 15.11.1976 - VIII ZR 76/75
Wirksamkeit der Vereinbarung deutschen Rechts für eine Bürgschaft - Notwendigkeit …
- BAG, 23.07.1986 - 5 AZR 120/85
Anspruch des Arbeitgebers auf Lohnsteuererstattung durch den Arbeitnehmer bei …
- BGH, 29.04.1970 - VI ZR 97/69
- BGH, 21.12.1973 - I ZR 119/72
Ansprüche wegen Beschädigung eines Guts gegen den Frachtführer - …
- BGH, 29.04.1970 - IV ZR 97/69
Gültigkeit von Vereinbarungen im Hinblick auf die bevorstehende Liquidation eines …
- OLG Köln, 08.06.2001 - 20 U 133/00
- OLG Koblenz, 31.03.1988 - 5 U 1156/87
Bestimmung des für das so genannte Schuldstatut maßgebenden Rechts; Ermittlung …
- OLG Jena, 01.12.1993 - 4 (HS) U 95/93
Voraussetzungen der Entstehung eines Erbbaurechts; Bestimmung der maßgeblichen …
- BGH, 23.10.1980 - III ZR 70/79
Sittenwidrigkeit von Darlehensverträgen wegen der Gefahr für wirtschaftliche …
- OLG München, 23.10.1975 - 1 U 2564/75
Anwendung einer Rechtswahl auf das dingliche Erfüllungsgeschäft zur Übereignung …
- BGH, 30.10.1970 - V ZR 58/67
Beurteilung einer vertraglichen Vereinbarung nach deutschem Recht - Auslegung als …
- BGH, 27.11.1970 - V ZR 14/68
Anwendbarkeit belgischen internationalen Privatrechts bei Kauf eines Grundstückes …
- BGH, 08.12.1969 - VIII ZR 130/69
Ausbeutung eines Grundstücks - Anspruch auf Zahlung einer Ausbeutevergütung - …
- LG Kiel, 02.04.1991 - 6 O 549/86
Nachweis der Abtretung einer Forderung einer dänischen Firma aus dem Bauvertrag …
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