Rechtsprechung
| BFH, 24.10.1984 - II R 30/81 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Simons & Moll-Simons
AO 1977 § 124 Abs. 1 Satz 2, § 129; FGO § 68
- Wolters Kluwer
Anfechtung eines Steuerbescheids - Aufhebungsbescheid - Schreiben des Sachgebietsleiters - Abweichung von Aktenverfügung - Erledigung der Hauptsache - Entfall der Erledigung - Berichtigung eines Schreibens - Revision - Prüfungsumfang - Prüfung von Amts wegen - ...
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Kurzfassungen/Presse
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Verfahrensgang
- BFH, 15.06.1983 - II R 30/81
- BFH, 24.10.1984 - II R 30/81
Papierfundstellen
- BFHE 142, 357
- BB 1985, 1843
- BStBl II 1985, 218
Wird zitiert von ... (21) Zitiert selbst (7)
- BFH, 15.06.1983 - II R 30/81
Verzicht auf die Einlegung der Revision - Erklärung des Verzichtwillens - …
Auszug aus BFH, 24.10.1984 - II R 30/81
Durch Zwischenurteil hat der erkennende Senat dahin erkannt, daß die Revision des FA zulässig sei (vgl. Urteil vom 15. Juni 1983 II R 30/81, BFHE 138, 517, BStBl II 1983, 680). - BFH, 15.02.1968 - V B 46/67
Übereinstimmende Erledigungserklärungen - Erledigung der Hauptsache - …
Auszug aus BFH, 24.10.1984 - II R 30/81
Bleibt der Prozeß trotz Erledigung der Hauptsache und trotz des einseitigen Erledigungsantrages anhängig, so kann eine einseitige Erledigungserklärung jederzeit widerrufen werden (vgl. die Beschlüsse des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 23. Oktober 1968 VII B 7/66, BFHE 94, 46, BStBl II 1969, 80; vom 29. September 1967 VI B 69/67, BFHE 90, 259, BStBl II 1968, 35, und vom 15. Februar 1968 V B 46/67, BFHE 91, 514, BStBl II 1968, 413). - BFH, 19.01.1971 - VII R 32/69
Einseitige Erledigungserklärung - Erledigungsfrage - Feststellung der Erledigung
Auszug aus BFH, 24.10.1984 - II R 30/81
d) Die Erledigung der Hauptsache ist durch Urteil bzw. Vorbescheid festzustellen (vgl. das BFH-Urteil vom 19. Januar 1971 VII R 32/69, BFHE 101, 201, BStBl II 1971, 307), da das FA der Erledigungserklärung der Klägerin widersprochen hat.
- BFH, 25.10.1968 - III 142/65
Erklärung der Erledigung der Hauptsache durch nur einen Prozessbeteiligten in der …
Auszug aus BFH, 24.10.1984 - II R 30/81
Anders als bei beiderseitigen Erledigungserklärungen (vgl. den BFH-Beschluß vom 25. Oktober 1968 III 142/65, BFHE 94, 302, BStBl II 1969, 167) wird das Urteil des FG nicht von selbst wirkungslos. - BFH, 23.10.1968 - VII B 7/66
Erledigung der Hauptsache - Erklärung des Klägers - Widerruf der …
Auszug aus BFH, 24.10.1984 - II R 30/81
Bleibt der Prozeß trotz Erledigung der Hauptsache und trotz des einseitigen Erledigungsantrages anhängig, so kann eine einseitige Erledigungserklärung jederzeit widerrufen werden (vgl. die Beschlüsse des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 23. Oktober 1968 VII B 7/66, BFHE 94, 46, BStBl II 1969, 80; vom 29. September 1967 VI B 69/67, BFHE 90, 259, BStBl II 1968, 35, und vom 15. Februar 1968 V B 46/67, BFHE 91, 514, BStBl II 1968, 413). - BFH, 29.09.1967 - VI B 69/67
Klagebegehren - Erledigung in der Hauptsache - Änderung angefochtener Bescheide - …
Auszug aus BFH, 24.10.1984 - II R 30/81
Bleibt der Prozeß trotz Erledigung der Hauptsache und trotz des einseitigen Erledigungsantrages anhängig, so kann eine einseitige Erledigungserklärung jederzeit widerrufen werden (vgl. die Beschlüsse des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 23. Oktober 1968 VII B 7/66, BFHE 94, 46, BStBl II 1969, 80; vom 29. September 1967 VI B 69/67, BFHE 90, 259, BStBl II 1968, 35, und vom 15. Februar 1968 V B 46/67, BFHE 91, 514, BStBl II 1968, 413). - BFH, 28.11.1952 - III 258/51 S
Wertfortschreibung von Grundbesitz - Übernormale Abnutzung durch Besatzungsmacht …
Auszug aus BFH, 24.10.1984 - II R 30/81
Ob diese Auffassung, die der früheren Rechtsprechung entspricht (vgl. das BFH-Urteil vom 28. November 1952 III 258/51 S, BFHE 57, 14, BStBl III 1953, 6), richtig ist oder ob vielmehr der im Schrifttum weitgehend vertretenen Auffassung zu folgen ist, daß die Unrichtigkeit auch bei Abweichungen von der Aktenverfügung für den Empfänger offenbar sein muß (vgl. dazu u. a. Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 129 AO 1977 Tz. 6; Friedrich, Deutsche Steuer-Zeitung/Ausgabe A - DStZ/A - 1984, 112; Hering, DStZ/A 1984, 220; Nothnagel, Steuer und Wirtschaft - StuW - 1984, 61), bedarf im vorliegenden Fall keiner Entscheidung.
- BFH, 22.01.2001 - IV B 64/00
Zulässigkeit der Nichtzulassungsbeschwerde - Divergenz zu einem Urteil des BFH - …
Es bestehen bereits Zweifel, ob die Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde, die sich auf eine Divergenz zu dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 24. Oktober 1984 II R 30/81 (BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218) beruft, den Erfordernissen des § 115 Abs. 3 Satz 3 FGO a.F. entspricht.Den Bedenken daran, ob die Beschwerdeschrift mit hinreichender Deutlichkeit voneinander abweichende Rechtssätze des angegriffenen Urteils und der zitierten BFH-Entscheidung in BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218 gegenüberstellt, braucht der Senat nicht weiter nachzugehen, da die Nichtzulassungsbeschwerde jedenfalls unbegründet ist.
Bei einer derartigen Änderung sei nach dem im BFH-Urteil in BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218 herausgearbeiteten Rechtssatz aber kein Antrag nach § 68 FGO a.F. erforderlich.
Dem Urteil in BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218 lässt sich jedoch nicht der (stillschweigend) von der Klägerin angenommene Rechtssatz entnehmen, immer dann, wenn eine Änderung materiell-rechtlich die Voraussetzungen des § 129 AO 1977 erfülle, sei kein Antrag nach § 68 FGO erforderlich.
Mithin kann dahingestellt bleiben, ob das angeführte BFH-Urteil in BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218 überhaupt den Rechtssatz aufgestellt hat, dass immer dann, wenn ein Änderungsbescheid auf § 129 AO 1977 gestützt wird, kein Antrag nach § 68 FGO erforderlich ist (…in diesem Sinne wird das Urteil z.B. im BFH-Urteil vom 19. September 1991 IX R 1/88, BFH/NV 1992, 363 zitiert;… ebenso Stöcker in Beermann, Steuerliches Verfahrensrecht, § 68 FGO Rz. 13, und Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 16. Aufl., § 68 FGO Tz. 7).
- BFH, 15.02.2001 - III R 130/95
Investitionszulage - Mietvertrag - Telekommunikationsanlagen - Kauf - …
Insoweit handelt es sich auch nach der Erklärung des Vertreters des FA in der mündlichen Verhandlung um einen wegen eines Berechnungsfehlers gemäß § 129 AO 1977 erlassenen Berichtigungsbescheid, der nach der insoweit im Jahr 1994 maßgebenden Rechtslage ohne einen Antrag gemäß § 68 FGO vom FG von Amts wegen zu berücksichtigen war (vgl. BFH-Urteil vom 24. Oktober 1984 II R 30/81, BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218, unter Abschn. II. 2. b der Gründe). - BFH, 14.11.1989 - VIII R 102/87
Hauptsacheerledigung, wenn FA nach Revisionseinlegung Bescheid über die Auflage …
Diese Frage ist getrennt von der Frage der Zulässigkeit der Revision zu entscheiden (§ 126 der Finanzgerichtsordnung - FGO - BFH-Zwischenurteil vom 15. Juni 1983 II R 30/81, BFHE 138, 517, BStBl II 1983, 680).Auf Antrag der Kläger ist vielmehr die Erledigung der Hauptsache festzustellen (BFH-Urteil vom 24. Oktober 1984 II R 30/81, BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218).
Die Erledigung der Hauptsache ist durch Urteil bzw. Vorbescheid festzustellen, da das FA der Erledigungserklärung der Kläger widersprochen hat (vgl. BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218).
Anders als bei beiderseitigen Erledigungserklärungen wird das Urteil des FG nicht von selbst wirkungslos (BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218).
- BFH, 17.07.1986 - V R 96/85
Nichtigkeit eines Steuerbescheids bei nicht hinreichend bestimmtem …
a) Der Senat muß über das Verfahren wegen Umsatzsteuer 1982 durch Urteil entscheiden, weil das FA der Erledigungserklärung durch den Kläger widersprochen hat (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 24. Oktober 1984 II R 30/81, BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218).c) Das Urteil des FG ist insoweit wirkungslos (Urteil in BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218).
- BFH, 03.12.2019 - VIII R 23/17
Verfahrensgegenstand bei Ergehen mehrerer Änderungsbescheide während des …
Gegenstand der Entscheidung ist die Rechtmäßigkeit des Änderungsbescheides vom 13.03.2017, der --wie dargelegt-- nicht nur Gegenstand des Verfahrens geworden ist, sondern auch dazu geführt hat, dass die (zunächst) mit dem Abhilfebescheid vom 18.01.2017 eingetretene Erledigung der Hauptsache wieder entfallen ist (…vgl. z.B. BFH-Urteile vom 31.03.1992 - IX R 2/86, BFH/NV 1992, 759; vom 24.10.1984 - II R 30/81, BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218, m.w.N.). - BFH, 25.03.2021 - VIII R 1/18
Ersetzung eines Haftungsbescheids durch einen Nachforderungsbescheid während des …
Das angefochtene Urteil ist damit gegenstandslos (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 24.10.1984 - II R 30/81, BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218).Tritt die Erledigung der Hauptsache erst im Revisionsverfahren ein und wird die Entscheidung der Vorinstanz dadurch gegenstandslos, spricht der BFH dies im Urteil aus, da diese Rechtsfolge, anders als bei übereinstimmenden Erledigungserklärungen, nicht unmittelbar kraft Gesetzes eintritt (BFH-Urteile in BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218, und vom 05.03.1991 - VIII R 6/88, BFHE 164, 319, BStBl II 1991, 744).
- BFH, 05.03.1991 - VIII R 6/88
Hauptsacheerledigung in Revisionsverfahren, wenn Änderungsbescheid inhaltsgleich …
Danach war hinsichtlich der Streitjahre 1979 und 1980 die Erledigung der Hauptsache festzustellen (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 24. Oktober 1984 II R 30/81, BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218).Anders als bei beiderseitigen Erledigungserklärungen wird das Urteil des FG nicht von selber wirkungslos (BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218).
- BFH, 10.10.2002 - VI R 13/01
Antrag auf Lohnsteuerpauschalierung
Die Berichtigung kann --sofern sie im Verlaufe des finanzgerichtlichen Verfahrens erfolgt-- vom FG unmittelbar ohne einen Antrag nach § 68 FGO a.F. geprüft werden (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 24. Oktober 1984 II R 30/81, BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218;… Stöcker in Beermann, Steuerliches Verfahrensrecht, § 68 FGO Rz. 13). - BFH, 31.07.2002 - X R 49/00
Offenbare Unrichtigkeit; Ansatz eines zu hohen Ertraganteils einer …
Eine für alle Beteiligten durchschaubare, eindeutige oder augenfällige (BFH-Urteil vom 24. Oktober 1984 II R 30/81, BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218) offenbare Unrichtigkeit liegt im Streitfall nicht vor. - BFH, 13.05.1987 - II R 140/84
Verwaltungsakt - Schreiben des Finanzamtes - Neuer Fristlauf - Steuerbegünstigte …
Das FA A muß das Schreiben vom 26. April 1979 vielmehr so gegen sich gelten lassen, wie es von der Klägerin verstanden werden mußte (vgl. § 124 Abs. 1 Satz 2 AO 1977; ferner das Senatsurteil vom 24. Oktober 1984 II R 30/81, BFHE 142, 357, BStBl II 1985, 218). - BFH, 22.05.2001 - VII R 71/99
Steuerberaterprüfung: Hauptsacheerledigung durch erfolgreiche Zweitprüfung
- BFH, 31.03.1987 - VIII R 46/83
Steuerbescheid - Berichtigung - Offenbare Unrichtigkeit - Erkennbarkeit aus …
- FG Brandenburg, 22.07.2003 - 3 K 2317/01
Bestimmtheit eines zwei Fonds betreffenden Grunderwerbsteuerbescheids; Umdeutung …
- BFH, 09.01.2001 - IX R 101/97
Einkommensteuer - Erledigung des Rechtsstreits - Ermessensausübung - …
- BFH, 31.03.1992 - IX R 2/86
Aufhebung eines Urteils, wenn sich der angefochtene Verwaltungsakt, über dessen …
- BFH, 24.03.1992 - VII B 62/91
Einseitige Erledigungserklärung des Klägers in der Revisionsinstanz - Rücknahme …
- FG Saarland, 20.08.2002 - 2 K 367/98
Haftung des GmbH-Geschäftsführers für Umsatzsteuerschulden der GmbH; Ermittlung …
- BFH, 25.11.1986 - V R 73/84
Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes auf Lieferungen von selbst …
- FG Hamburg, 07.08.1995 - VII 14/93
Umrechnung des Gewerbeertrags auf einen Jahresbetrag bei der Anwendung der …
- FG Baden-Württemberg, 23.06.1999 - 8 V 53/98
Berichtigungsbescheid als Änderungsbescheid; Tatsächliche ganzjährige Nutzung …
- BFH, 19.09.1991 - IX R 1/88
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Rechtsprechung
| BFH, 29.11.1984 - IV R 86/84 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Simons & Moll-Simons
FGO § 56 Abs. 2, § 120 Abs. 1
- rechtsportal.de
- datenbank.nwb.de
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Revision - Revisionsbegründungsfrist - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Versäumte Rechtshandlung - Antrag auf Fristverlängerung
Papierfundstellen
- BFHE 142, 417
- BB 1985, 385
- BStBl II 1985, 218
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (8)
- BFH, 06.07.1976 - VII R 22/76
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Versäumung der Revisionsbegründungsfrist …
Auszug aus BFH, 29.11.1984 - IV R 86/84
- Der BFH ist dieser Ansicht nicht gefolgt (vgl. z.B. Beschlüsse vom 28. Februar 1969 VI R 215/68 , BFHE 95, 29, BStBl II 1969, 298; vom 4. August 1970 II R 48/70 , BFHE 99, 355, BStBl II 1970, 666, und vom 6. Juli 1976 VII R 22/76 , BFHE 119, 230, BStBl II 1976, 627).Die bei Versäumung der Revisionsbegründungsfrist nachzuholende "versäumte Rechtshandlung" ist nach der bisherigen Auffassung des BFH ausschließlich in der Einreichung der Revisionsbegründung zu sehen (Beschlüsse vom 2. Dezember 1966 IV R 167/66, BFHE 87, 101, BStBl III 1967, 48; in BFHE 95, 29, BStBl II 1969, 298; in BFHE 99, 355, BStBl II 1970, 666; vom 13. Oktober 1972 I R 99/72 , BFHE 107, 107; vom 18. Juli 1974 VIII R 21/74 , nicht veröffentlicht -NV-; in BFHE 119, 230, BStBl II 1976, 627; vom 18. Januar 1979 V R 9-10/78 , NV, und vom 15. Mai 1981 III R 50/81 , NV); die Stellung eines Antrags auf Verlängerung der Revisionsbegründungsfrist (§ 120 Abs. 1 Satz 2 FGO) soll sonach nicht ausreichen.
- Diese Bedenken hat auch der VII. Senat des BFH in seinem Beschluß in BFHE 119, 230, BStBl II 1976, 627 aufgegriffen; er hat -ohne hierzu allerdings abschließend eine Entscheidung treffen zu müssen- die Frage aufgeworfen, ob § 56 Abs. 2 Satz 3 FGO die durch § 120 Abs. 1 Satz 2 FGO grundsätzlich gewährte Verlängerungsmöglichkeit für die Revisionsbegründungsfrist in der Tat habe ausschließen wollen oder ob die Vorschrift des § 56 Abs. 2 Satz 3 FGO nicht vielmehr dahin auszulegen sei, daß sie die Revisionsbegründungsfrist nach § 120 Abs. 1 Satz 1 FGO für den Fall der Wiedereinsetzung neu festlege, ohne die Verlängerungsmöglichkeit des § 120 Abs. 1 Satz 2 FGO zu beschneiden.
- BFH, 28.02.1969 - VI R 215/68
Revisionsbegründungsfrist - Antrag auf Verlängerung - Wiedereinsetzung in vorigen …
Auszug aus BFH, 29.11.1984 - IV R 86/84
- Der BFH ist dieser Ansicht nicht gefolgt (vgl. z.B. Beschlüsse vom 28. Februar 1969 VI R 215/68 , BFHE 95, 29, BStBl II 1969, 298; vom 4. August 1970 II R 48/70 , BFHE 99, 355, BStBl II 1970, 666, und vom 6. Juli 1976 VII R 22/76 , BFHE 119, 230, BStBl II 1976, 627).Die bei Versäumung der Revisionsbegründungsfrist nachzuholende "versäumte Rechtshandlung" ist nach der bisherigen Auffassung des BFH ausschließlich in der Einreichung der Revisionsbegründung zu sehen (Beschlüsse vom 2. Dezember 1966 IV R 167/66, BFHE 87, 101, BStBl III 1967, 48; in BFHE 95, 29, BStBl II 1969, 298; in BFHE 99, 355, BStBl II 1970, 666; vom 13. Oktober 1972 I R 99/72 , BFHE 107, 107; vom 18. Juli 1974 VIII R 21/74 , nicht veröffentlicht -NV-; in BFHE 119, 230, BStBl II 1976, 627; vom 18. Januar 1979 V R 9-10/78 , NV, und vom 15. Mai 1981 III R 50/81 , NV); die Stellung eines Antrags auf Verlängerung der Revisionsbegründungsfrist (§ 120 Abs. 1 Satz 2 FGO) soll sonach nicht ausreichen.
- BFH, 04.08.1970 - II R 48/70
Revisionsbegründungsfrist - Antrag auf Verlängerung - Fristablauf
Auszug aus BFH, 29.11.1984 - IV R 86/84
- Der BFH ist dieser Ansicht nicht gefolgt (vgl. z.B. Beschlüsse vom 28. Februar 1969 VI R 215/68 , BFHE 95, 29, BStBl II 1969, 298; vom 4. August 1970 II R 48/70 , BFHE 99, 355, BStBl II 1970, 666, und vom 6. Juli 1976 VII R 22/76 , BFHE 119, 230, BStBl II 1976, 627).Die bei Versäumung der Revisionsbegründungsfrist nachzuholende "versäumte Rechtshandlung" ist nach der bisherigen Auffassung des BFH ausschließlich in der Einreichung der Revisionsbegründung zu sehen (Beschlüsse vom 2. Dezember 1966 IV R 167/66, BFHE 87, 101, BStBl III 1967, 48; in BFHE 95, 29, BStBl II 1969, 298; in BFHE 99, 355, BStBl II 1970, 666; vom 13. Oktober 1972 I R 99/72 , BFHE 107, 107; vom 18. Juli 1974 VIII R 21/74 , nicht veröffentlicht -NV-; in BFHE 119, 230, BStBl II 1976, 627; vom 18. Januar 1979 V R 9-10/78 , NV, und vom 15. Mai 1981 III R 50/81 , NV); die Stellung eines Antrags auf Verlängerung der Revisionsbegründungsfrist (§ 120 Abs. 1 Satz 2 FGO) soll sonach nicht ausreichen.
- BFH, 22.05.1970 - III R 72/69
Vorsitzender des Senats - Verlängerte Revisionsbegründungsfrist - Gesetzliche …
Auszug aus BFH, 29.11.1984 - IV R 86/84
Zu den gesetzlichen Fristen gehört nach übereinstimmender Auffassung auch die Frist für die Begründung der Revision (§ 120 Abs. 1 Satz 1 FGO), und zwar selbst dann, wenn sie gemäß § 120 Abs. 1 Satz 2 FGO verlängert wurde (BFH-Beschluß vom 22. Mai 1970 III R 72/69 , BFHE 99, 298, BStBl II 1970, 642). - BFH, 13.10.1972 - I R 99/72
Auszug aus BFH, 29.11.1984 - IV R 86/84
Die bei Versäumung der Revisionsbegründungsfrist nachzuholende "versäumte Rechtshandlung" ist nach der bisherigen Auffassung des BFH ausschließlich in der Einreichung der Revisionsbegründung zu sehen (Beschlüsse vom 2. Dezember 1966 IV R 167/66, BFHE 87, 101, BStBl III 1967, 48; in BFHE 95, 29, BStBl II 1969, 298; in BFHE 99, 355, BStBl II 1970, 666; vom 13. Oktober 1972 I R 99/72 , BFHE 107, 107; vom 18. Juli 1974 VIII R 21/74 , nicht veröffentlicht -NV-; in BFHE 119, 230, BStBl II 1976, 627; vom 18. Januar 1979 V R 9-10/78 , NV, und vom 15. Mai 1981 III R 50/81 , NV); die Stellung eines Antrags auf Verlängerung der Revisionsbegründungsfrist (§ 120 Abs. 1 Satz 2 FGO) soll sonach nicht ausreichen. - BGH, 21.12.1973 - I ZR 57/73
Voraussetzungen eines Antrags auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei …
Auszug aus BFH, 29.11.1984 - IV R 86/84
So hat der I. Senat des BGH in einem Beschluß vom 21. Dezember 1973 I ZR 57/73 (VersR 1974, 656) -ohne hierüber abschließend zu entscheiden- ausgeführt, der Rechtsanwalt des Rechtsmittelführers wäre bei Zugrundelegung der bisherigen Rechtsprechung u.U. genötigt, die Revisionsbegründung zu fertigen, obwohl er zu ihrer eingehenden Darlegung wegen der kurzen Wiedereinsetzungsfrist gar nicht in der Lage sei. - BFH, 02.12.1966 - IV R 167/66
Voraussetzungen für eine Revisionsbegründung - Voraussetzungen für die …
Auszug aus BFH, 29.11.1984 - IV R 86/84
Die bei Versäumung der Revisionsbegründungsfrist nachzuholende "versäumte Rechtshandlung" ist nach der bisherigen Auffassung des BFH ausschließlich in der Einreichung der Revisionsbegründung zu sehen (Beschlüsse vom 2. Dezember 1966 IV R 167/66, BFHE 87, 101, BStBl III 1967, 48; in BFHE 95, 29, BStBl II 1969, 298; in BFHE 99, 355, BStBl II 1970, 666; vom 13. Oktober 1972 I R 99/72 , BFHE 107, 107; vom 18. Juli 1974 VIII R 21/74 , nicht veröffentlicht -NV-; in BFHE 119, 230, BStBl II 1976, 627; vom 18. Januar 1979 V R 9-10/78 , NV, und vom 15. Mai 1981 III R 50/81 , NV); die Stellung eines Antrags auf Verlängerung der Revisionsbegründungsfrist (§ 120 Abs. 1 Satz 2 FGO) soll sonach nicht ausreichen. - BFH, 15.05.1981 - III R 50/81
Auszug aus BFH, 29.11.1984 - IV R 86/84
Die bei Versäumung der Revisionsbegründungsfrist nachzuholende "versäumte Rechtshandlung" ist nach der bisherigen Auffassung des BFH ausschließlich in der Einreichung der Revisionsbegründung zu sehen (Beschlüsse vom 2. Dezember 1966 IV R 167/66, BFHE 87, 101, BStBl III 1967, 48; in BFHE 95, 29, BStBl II 1969, 298; in BFHE 99, 355, BStBl II 1970, 666; vom 13. Oktober 1972 I R 99/72 , BFHE 107, 107; vom 18. Juli 1974 VIII R 21/74 , nicht veröffentlicht -NV-; in BFHE 119, 230, BStBl II 1976, 627; vom 18. Januar 1979 V R 9-10/78 , NV, und vom 15. Mai 1981 III R 50/81 , NV); die Stellung eines Antrags auf Verlängerung der Revisionsbegründungsfrist (§ 120 Abs. 1 Satz 2 FGO) soll sonach nicht ausreichen.
- BFH, 01.12.1986 - GrS 1/85
Revision - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Frist - Antrag auf …
Der IV. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat durch Beschluß vom 29. November 1984 IV R 86/84 (BFHE 142, 417, BStBl II 1985, 218) dem Großen Senat gemäß § 11 Abs. 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt:. - FG Saarland, 27.05.2008 - 2 K 2391/04
Zerlegungsgesetz; Ausschlussfrist oder bloße Ordnungsfrist bei der Zerlegung der …
Sie sind zwingend und grundsätzlich nicht verlängerbar, sofern nicht im Einzelfall spezielle Fristenregelungen eine Verlängerung zulassen (BFH vom 29. November 1984 IV R 86/84, BStBl II 1985, 218; Söhn in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Kommentar zur Abgabenordnung und Finanzgerichtsordnung, 8.Aufl., Rdnrn.6 und 7 zu § 110 AO und Rdnrn.8 ff. zu § 108 AO). - BFH, 25.11.1986 - VII R 69/86
Berechnung des Zuschlages bei nicht fristgerechter Ausfuhr von Erzeugnissen - …
Da sie innerhalb der maßgebenden Antragsfrist die Revisionsbegründung nachgeholt haben, braucht nicht entschieden zu werden, ob die für die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nachzuholende versäumte Rechtshandlung in dem - hier von den Klägerinnen erstmals mit Schriftsatz vom 14. August 1986 gestellten - Antrag auf Verlängerung der Revisionsbegründungsfrist gesehen werden kann (…verneinend Tipke / Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 12. Aufl., § 120 FGO Tz. 45; § 56 FGO Tz. 5;… Klein-Ruban, Der Zugang zum BFH, 1986, Rdnr. 202; anders BFH, Vorlagebeschluß vom 29. November 1984 IV R 86/84, BFHE 142, 417, BStBl II 1985, 218 - insoweit nicht veröffentlicht -).
- BFH, 08.10.1985 - IX R 111/85
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung einer …
Dabei kann dahinstehen, ob es an einem ordnungsgemäßen Wiedereinsetzungsbegehren des Klägers schon deswegen fehlt, weil er entgegen § 56 Abs. 2 Satz 3 FGO nicht gleichzeitig die versäumte Revisionsbegründung nachgeholt hat, oder ob hierfür der Antrag auf Gewährung einer weiteren Fristverlängerung für die Revisionsbegründung ausreicht (vgl. hierzu Beschluß des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 29. November 1984 IV R 86/84, BFHE 142, 417, BStBl II 1985, 218), in jedem Falle trifft seinen Prozeßbevollmächtigten ein Verschulden an der Versäumung der Revisionsbegründungsfrist, das dem Kläger als Vertretenem nach § 155 FGO i.V.m. § 85 Abs. 2 der Zivilprozeßordnung (ZPO) zuzurechnen ist. - BFH, 24.09.1985 - II R 142/85
Verlängerung der Revisionsbegründungsfrist bei Stellung eines dahingehenden …
Eine andere Beurteilung ergäbe sich selbst dann nicht, wenn man der Auffassung des IV. Senats in seinem Vorlagebeschluß vom 29. November 1984 IV R 86/84 an den Großen Senat folgte. - BFH, 29.07.1986 - IV R 187/85
Einhaltung der Frist durch den Bevollmächtigten zur Begründung der Revision
Auch die Frage, ob der Kläger die versäumte Rechtshandlung, nämlich die Revisionsbegründung, innerhalb der Antragsfrist nachgeholt hat (§ 56 Abs. 2 Satz 1 FGO) oder ob dieses Erfordernis bereits durch einen weiteren Fristverlängerungsantrag erfüllt ist (BFH-Beschluß vom 29. November 1984 IV R 86/84, BFHE 142, 417, BStBl II 1985, 218; anderer Ansicht BFH-Beschluß vom 4. August 1970 II R 48/70, BFHE 99, 355, BStBl II 1970, 666, m.w.N., und Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 31. Oktober 1985 V ZB 5/85, Versicherungsrecht 1986, 166), bedarf im Streitfall keiner Entscheidung durch den Senat.
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