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Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 06.12.2001 - 13 S 1824/01   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2001,1378
VGH Baden-Württemberg, 06.12.2001 - 13 S 1824/01 (https://dejure.org/2001,1378)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 06.12.2001 - 13 S 1824/01 (https://dejure.org/2001,1378)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 06. Dezember 2001 - 13 S 1824/01 (https://dejure.org/2001,1378)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de

    Abänderung einer einstweiligen Anordnung von Amts wegen

  • Judicialis

    VwGO § 123; ; VwGO § 80 Abs. 7; ; ZPO § 927

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    VwGO § 80 Abs. 7; VwGO § 123; ZPO § 927
    Aufschiebende Wirkung, einstweilige Anordnung - Abänderungsverfahren bei einstweiliger Anordnung; Prüfungsumfang im Beschwerdeverfahren

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Analoge Anwendung des § 80 Abs. 7 VwGO hinsichtlich Abänderungsverfahren bei einstweiliger Anordnung; Anfechtbarkeit der Ablehnung der Änderung oder Aufhebung einer verwaltungsgerichtlichen Entscheidung von Amts wegen mit der Beschwerde; Einreise mit einem Touristenvisum ...

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ESVGH 52, 181 (Ls.)
  • NVwZ-RR 2002, 908
  • VBlBW 2002, 480
  • DVBl 2002, 355 (Ls.)
  • DÖV 2002, 486
 
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Wird zitiert von ... (95)Zitiert selbst (12)

  • OVG Hamburg, 03.02.1995 - Bs VII 2/95

    Abänderungsbefugnis; Beschlußaufhebung; Entscheidungsbefugnis des …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 06.12.2001 - 13 S 1824/01
    Eine dann erforderliche entsprechende erneute Sachprüfung durch das Beschwerdegericht im Verfahren gemäß § 80 Abs. 7 Satz 1 VwGO widerspräche der Systematik der Beschränkungen des Satzes 2 und würde der mit dessen Einfügung intendierten Entlastungsfunktion zuwiderlaufen (vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 3.2.1995 - Bs VII 2/95 -, NVwZ 1995, 1004; J. Schmidt in Eyermann, VwGO, RdNr. 108a zu § 89).

    Das Abänderungs- bzw. Aufhebungsrecht des § 80 Abs. 7 Satz 1 VwGO steht aufgrund der ausdrücklichen (vgl. BT-Drucks. 11/7030 S. 25) Klarstellung durch das 4. VwGOÄndG "nur" dem Gericht der Hauptsache zu (vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 3.2.1995 - Bs VII 2/95 - ,NVwZ 1995, 1004; J. Schmidt in Eyermann, VwGO, RdNr. 108a zu § 89; Schon, NVwZ 1991 S. 1123).

  • VGH Baden-Württemberg, 08.11.1995 - 13 S 494/95

    Zum Abänderungsverfahren nach VwGO § 80 Abs 7 - Abänderung von Amts wegen

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 06.12.2001 - 13 S 1824/01
    Das Abänderungsverfahren ist demzufolge kein Rechtsmittelverfahren, sondern ein gegenüber dem Ausgangsverfahren selbständiges und neues Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes, in dem eine abweichende Entscheidung (nur) mit Wirkung für die Zukunft getroffen werden kann (ständige Senatsrechtssprechung zu § 80 Abs. 7 VwGO, vgl. Beschluss vom 8.11.1995 - 13 S 494/95 -, NVwZ-RR 1996, S. 603 m.w.N.).

    Dies ist bei Entscheidungen nach § 80 Abs. 5 VwGO im Hinblick darauf gerechtfertigt, dass sie auf der Grundlage einer nur summarischen Prüfung der Sach- und Rechtslage ergehen, die auch ohne das Vorliegen veränderter Umstände überprüfbar sein muss (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 8.11.1995 - 13 S 494/95 -, a.a.O.).

  • BVerwG, 03.06.1997 - 1 C 1.97

    Ausländerrecht - Erforderlichkeit der Durchführung des Sichtvermerksverfahrens …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 06.12.2001 - 13 S 1824/01
    Wie der Senat bereits im Beschluss vom 26.2.2001 im damaligen Zulassungsverfahren (13 S 1126/00) ausgeführt hat, gilt nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 3.6.1997 - 1 C 1.97 -, NVwZ 1998, 187), der sich der Senat angeschlossen hat (vgl. die Nachweise S. 9/10), die grundsätzliche Visumspflicht auch für Ausländer, die zunächst als Asylbewerber in das Bundesgebiet eingereist sind, soweit sie nach unanfechtbarer Ablehnung ihres Asylbegehrens ein von der politischen Verfolgung unabhängiges Aufenthaltsrecht erstreben.
  • BVerfG, 23.03.1995 - 2 BvR 492/95

    Asylfolgeverfahren

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 06.12.2001 - 13 S 1824/01
    Deshalb wird von der inzwischen überwiegenden Ansicht eine analoge Anwendung des § 80 Abs. 7 VwGO befürwortet (…vgl. Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner a.a.O.;… Happ in Eyermann, 11. Aufl., RdNr. 77 ff zu § 123;… Kopp, VwGO, 12. Aufl., RdNr. 35 zu § 123; vgl. auch den Senatsbeschluss vom 10.3.2000 - 13 S 1026/99 - sowie BVerfG, Beschluss vom 23.3.1995 - 2 BvR 492/95 und 493/95 -, InfAuslR 1995, 246, 251).
  • BVerwG, 29.01.1999 - 11 VR 13.98
    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 06.12.2001 - 13 S 1824/01
    Ein Anspruch eines Beteiligten auf eine erneute gerichtliche Sachentscheidung soll dabei nur unter den Voraussetzungen des § 80 Abs. 7 Satz 2 VwGO bestehen; danach ist ein Abänderungsantrag eines Beteiligten nach § 80 Abs. 7 Satz 2 VwGO nur zulässig, wenn veränderte oder im ursprünglichen Verfahren ohne Verschulden nicht geltend gemachte Umstände vorgetragen werden, die geeignet sind, eine Änderung der Entscheidung herbeizuführen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 29.1.1999, - 11 VR 13/98 - ).
  • BVerfG, 17.09.1998 - 2 BvR 1278/98

    Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde im Hinblick auf eine …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 06.12.2001 - 13 S 1824/01
    Da somit dem Prozessbevollmächtigten die Bedeutung der Vorlage eines Einreisevisums für die Rechtslage des Antragstellers bekannt war, stellt der hier angelegte Verschuldensmaßstab auch keine überspannten Anforderungen an die Darlegungspflicht bezüglich eines Antrags nach § 80 Abs. 7 Satz 2 VwGO im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfG, Beschluss vom 17.9.1998, - 2 BvR 1278/98 - ).
  • VGH Baden-Württemberg, 10.03.2000 - 13 S 1026/99

    Sicherungsfähigkeit eines Anspruchs auf ermessensfehlerfreie Entscheidung durch …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 06.12.2001 - 13 S 1824/01
    Deshalb wird von der inzwischen überwiegenden Ansicht eine analoge Anwendung des § 80 Abs. 7 VwGO befürwortet (…vgl. Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner a.a.O.;… Happ in Eyermann, 11. Aufl., RdNr. 77 ff zu § 123;… Kopp, VwGO, 12. Aufl., RdNr. 35 zu § 123; vgl. auch den Senatsbeschluss vom 10.3.2000 - 13 S 1026/99 - sowie BVerfG, Beschluss vom 23.3.1995 - 2 BvR 492/95 und 493/95 -, InfAuslR 1995, 246, 251).
  • BVerfG, 19.04.1994 - 1 BvR 87/94

    Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde - Beseitigung der Rechtsverletzung im …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 06.12.2001 - 13 S 1824/01
    Im einstweiligen Anordnungsverfahren nach § 123 VwGO kann ein die Abänderungsbefugnis des Gerichts begründendes Bedürfnis ebenfalls bestehen, etwa dann, wenn das Gericht bei gleichbleibender Sach- und Rechtslage seine Rechtsauffassung geändert hat (für § 80 Abs. 5 VwGO anerkannt vgl. BVerfG, Beschluss vom 19.4.1994 - 1 BvR 87/94 -, GewArch 1994, 330) oder die Entscheidung nach § 123 VwGO nachträglich korrekturbedürftig erscheint, weil dem Gericht - wie hier - Umstände bekannt werden, die ihm vor Erlass der - ursprünglichen - Entscheidung nicht bekannt waren und wegen der Rechtskraftbindung einem neuen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung nicht zugänglich sind (s.o.).
  • VGH Baden-Württemberg, 05.05.1992 - 11 S 3162/91

    Zum vorläufigen Rechtsschutz bei Versagung der Erteilung einer …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 06.12.2001 - 13 S 1824/01
    Da der Antragsteller den von ihm begehrten Eilrechtsschutz wegen Nichteintritts einer der Fiktionen des § 69 Abs. 3 oder 2 AuslG nicht im Aussetzungsverfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO, sondern nur durch eine einstweilige Anordnung nach § 123 VwGO erhalten kann (ständige Rechtsprechung des Senats, vgl. u.a. den Senatsbeschluss vom 6.3.2000 - 13 S 1542/99 - a.A. VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 5.5.1992 - 11 S 3162/91 - vgl. auch VG Stuttgart, Beschluss vom 14. April 2000 - 16 K 925/00 -, bestätigt durch den Senatsbeschluss vom 26. Februar 2001 - 13 S 1126/00 -, ist sein Antrag dahingehend sachdienlich auszulegen, dass er eine Abänderung der früheren, im Verfahren nach § 123 VwGO ergangenen Entscheidung in analoger Anwendung von § 80 Abs. 7 VwGO begehrt.
  • VGH Baden-Württemberg, 12.05.1995 - 1 S 1310/95

    Abänderung/Aufhebung einer einstweiligen Anordnung wegen veränderter Umstände …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 06.12.2001 - 13 S 1824/01
    Der in Literatur und Rechtsprechung (früher u.a. auch VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 12.5.1995 - 1 S 1310/95 -, DVBl. 1995, 929) vertretenen Auffassung, die bei der Abänderung von Beschlüssen nach § 123 VwGO bestehende Regelungslücke müsse - zumindest auch - über eine analoge Anwendung des § 927 ZPO geschlossen werden (…vgl. Redeker/von Oertzen, VwGO, 13. Aufl., RdNrn. 26 u. 29 zu § 123 m.w.N.), vermag der Senat nicht zu folgen.
  • VGH Baden-Württemberg, 08.05.1991 - 8 S 210/91

    Grundwasserverunreinigung - zum Auswahlermessen bei Inanspruchnahme des …

  • VGH Baden-Württemberg, 06.03.2000 - 13 S 1542/99

    Aufenthaltsgenehmigung zur Arbeitsaufnahme - Ermessenserwägungen im Falle …

  • LSG Baden-Württemberg, 11.10.2010 - L 7 SO 3392/10

    Sozialgerichtliches Verfahren - Abänderbarkeit von Eilentscheidungen

    Dennoch besteht in Rechtsprechung und Schrifttum weitgehend Einigkeit darüber, dass auch bei einstweiligen Anordnungen, die der formellen und materiellen Rechtskraft fähig sind (vgl. hierzu Senatsbeschluss vom 8. September 2010 - L 7 SO 3038/10 ER-B - ), dem im Einzelfall bestehenden Bedürfnis nach Aufhebung oder Abänderung aus Gründen der Effektivität des Rechtsschutzes (Art. 19 Abs. 4 des Grundgesetzes) Rechnung zu tragen ist (vgl. Bundesverfassungsgericht BVerfGE 92, 245, 260; Landessozialgericht Berlin, Beschlüsse vom 10. Juli 2002 - L 15 B 39/02 KR ER - NZS 202, 670 und vom 26. Oktober 2004 - L 15 B 88/04 KR ER - Bay. LSG, Beschluss vom 16. Juli 2009 - L 8 SO 85/09 B ER - ;… Krodel, Das sozialgerichtliche Eilverfahren, 2. Auflage, Rdnr. 335;… Keller in Meyer-Ladewig u.a., SGG, 9. Auflage, § 86b Rdnr. 45;… Binder in Hk-SGG, 3. Auflage, § 86b Rdnr. 53;… Hommel in Peters/Sautter/Wolff, Kommentar zur Sozialgerichtsbarkeit, § 86b SGG Rdnr. 106; zu § 123 VwGO vgl. nur Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Beschluss vom 6. Dezember 2001 - 13 S 1824/01 - NVwZ-RR 2002, 908;… Niedersächs.

    Dies ist jedenfalls für zusprechende einstweilige Anordnungen (vgl. hierzu etwa Keller in Meyer-Ladewig u.a., a.a.O., Rdnr. 45;… Binder in Hk-SGG, a.a.O., Rdnr. 5; ferner BVerfGE 92, 245, 260; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 6. Dezember 2001 a.a.O.;… Funke-Kaiser in Bader u.a., VwGO, 4. Auflage, § 123 Rdnrn. 64, 67) - wie hier - nicht umstritten, fraglich vielmehr nur, wie diese vom Gesetzgeber ersichtlich übersehene Gesetzeslücke zu schließen ist.

    Diese Verfahrensregelung kann jedoch nach Auffassung des Senats entgegen einer verbreiteten Meinung (vgl. Keller in Meyer-Ladewig u.a., a.a.O.; zu § 123 VwGO Hamb. OVG, Beschluss vom 20. Juni 1994 - Bs IV 122/94 - FEVS 45, 189; VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 12. Mai 1995 - 1 S 1310/95 - DVBl. 1995, 929) für einstweilige Anordnungen schon deswegen nicht herangezogen werden, weil die Bestimmung des § 86b Abs. 2 Satz 4 SGG, die die entsprechende Anwendung von Vorschriften der ZPO über den Arrest und die einstweilige Verfügung anordnet (vgl. auch BT-Drucks. 14/5943 a.a.O.), § 927 ZPO ausdrücklich aus der Verweisungskette ausnimmt (so auch Krodel, a.a.O.; zu § 123 Abs. 3 VwGO ferner VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 6. Dezember 2001 a.a.O.; Niedersächs. OVG…, Beschluss vom 18. Mai 2010 a.a.O.;… Finkelnburg/Dombert/Külpmann, a.a.O., Rdnr. 491;… Schoch in Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, § 123 Rdnr. 176;… Kopp/Schenke, VwGO, 16. Auflage, § 123 Rdnr. 35;… Funke-Kaiser in Bader u.a., a.a.O., Rdnr. 64).

    Rn. 4 Aus den oben genannten Gründen hält der Senat - gerade auch unter dem Gesichtspunkt der Vermeidung unterschiedlicher Rechtsschutzstandards in Anfechtungssachen einerseits und Vornahmesachen andererseits (so zu § 123 VwGO auch VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 6. Dezember 2001 a.a.O.; Niedersächs. OVG…, Beschluss vom 18. Mai 2010 a.a.O.; Verwaltungsgericht Sigmaringen, Beschluss vom 28. Mai 2002 - 4 K 259/02 - ;… Finkelnburg/Dombert/Külpmann, a.a.O., Rdnr. 491;… Schoch in Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, a.a.O., Rdnr. 177;… Puttler in Sodan/Ziekow, a.a.O., § 123 Rdnrn. 128 f.) - eine analoge Anwendung des § 86b Abs. 1 Satz 4 SGG in Anordnungsverfahren nach § 86b Abs. 2 SGG für geboten (im Ergebnis ebenso Bay. LSG…, Beschluss vom 16. Juli 2009 a.a.O.;… Krodel, a.a.O.;… Adolf in Hennig, SGG, § 86b Rdnr. 101;… wohl auch LSG Berlin, Beschlüsse vom 10. Juli 2002 und 26. Oktober 2004 a.a.O.; vgl. ferner BVerfGE 92, 245, 260).

    Zu prüfen ist im Abänderungsverfahren, das ein selbständiges Verfahren darstellt, vielmehr allein, ob die Ausgangsentscheidung - gemessen am Maßstab des § 86b Abs. 1 Satz 4 SGG - auch in Zukunft fortbestehen kann oder aber abzuändern ist (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschlüsse vom 6. Dezember 2001 a.a.O. und vom 6. Mai 2002 - 11 S 616/02 - NVwZ-RR 2002, 911; Niedersächs.

  • OVG Niedersachsen, 18.05.2010 - 8 ME 111/10

    Abänderung oder Aufhebung eines im einstweiligen Anordnungsverfahren ergangenen …

    Denn die explizite Anordnung der Geltung lediglich einzelner Bestimmungen des zivilprozessualen Arrest- und einstweiligen Verfügungsverfahrens in § 123 Abs. 3 VwGO bietet gerade nach der Neuregelung der Abänderungsbefugnis in § 80 Abs. 7 VwGO durch das 4. Gesetz zur Änderung der Verwaltungsgerichtsordnung vom 17. Dezember 1990 (BGBl. I S. 2809) keine Anhaltspunkte für eine vom Gesetzgeber übersehene Regelungslücke, die Grundvoraussetzung für eine analoge Anwendung des § 927 ZPO wäre (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 6.12.2001 - 13 S 1824/01 -, NVwZ-RR 2002, 908, 909).

    Eine Abänderung oder Aufhebung eines im einstweiligen Anordnungsverfahren ergangenen, rechtskräftigen Beschlusses ist aber auf der Grundlage des analog anzuwendenden § 80 Abs. 7 VwGO möglich (vgl. BVerfG, Beschl. v. 23.3.1995 - 2 BvR 492/95 u.a. -, BVerfGE 92, 245, 260; VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 6.12.2001, a.a.O.;… Finkelnburg/Jank, Vorläufiger Rechtsschutz im Verwaltungsstreitverfahren, 5. Aufl., Rn. 491;… Sodan/Ziekow, a.a.O., Rn. 129 jeweils m.w.N.).

    Im Abänderungsverfahren wird allein die Fortdauer der im Anordnungsverfahren getroffenen Entscheidung geprüft, nicht deren ursprüngliche Richtigkeit oder die Feststellung sonstiger behördlicher Befugnisse (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 6.12.2001 - 13 S 1824/01 -, NVwZ-RR 2002, 908, 909;… Posser/Wolff, VwGO, § 80 Rn. 198;… Sodan/Ziekow, a.a.O., § 80 Rn. 183;… wohl weitergehend: Eyermann, VwGO, 12. Aufl., § 80 Rn. 103;… Bader/Funke-Kaiser, VwGO, 3. Aufl., § 80 Rn. 155).

    11/7030, S. 25) Klarstellung durch das 4. VwGOÄndG ausschließlich dem Gericht der Hauptsache zu (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 6.12.2001 - 13 S 1824/01 -, NVwZ-RR 2002, 908, 910; OVG Hamburg, Beschl. v. 3.2.1995 - Bs VII 2/95 -, NVwZ 1995, 1004, 1005).

  • OVG Niedersachsen, 07.12.2011 - 8 ME 184/11

    Zulässigkeit der Abänderung eines Beschlusses nach § 123 VwGO nach Eintritt der …

    Eine Abänderung oder Aufhebung eines im einstweiligen Anordnungsverfahren ergangenen, rechtskräftigen Beschlusses ist aber auf der Grundlage des analog anzuwendenden § 80 Abs. 7 VwGO möglich (vgl. BVerfG, Beschl. v. 23.3.1995 - 2 BvR 492/95 u.a. -, BVerfGE 92, 245, 260; VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 6.12.2001, a.a.O.;… Finkelnburg/Dombert/Külpmann, Vorläufiger Rechtsschutz im Verwaltungsstreitverfahren, 5. Aufl., Rn. 491;… Sodan/Ziekow, a.a.O., Rn. 129 jeweils m.w.N.).

    Im Abänderungsverfahren wird allein die Fortdauer der im Anordnungsverfahren getroffenen Entscheidung geprüft, nicht deren ursprüngliche Richtigkeit oder die Feststellung sonstiger behördlicher Befugnisse (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 6.12.2001 - 13 S 1824/01 -, NVwZ-RR 2002, 908, 909;… Posser/Wolff, VwGO, § 80 Rn. 198;… Sodan/Ziekow, a.a.O., § 80 Rn. 183;… wohl weitergehend: Eyermann, VwGO, 12. Aufl., § 80 Rn. 103;… Bader/Funke-Kaiser, VwGO, 3. Aufl., § 80 Rn. 155).

    11/7030, S. 25) Klarstellung durch das 4. VwGOÄndG ausschließlich dem Gericht der Hauptsache zu (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 6.12.2001 - 13 S 1824/01 -, NVwZ-RR 2002, 908, 910; OVG Hamburg, Beschl. v. 3.2.1995 - Bs VII 2/95 -, NVwZ 1995, 1004, 1005).

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   VGH Baden-Württemberg, 07.12.2001 - 3 S 334/01   

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Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de

    Kein umfassender Auskunftsanspruch eines Mitbewerbers um Linienverkehrsgenehmigung; Auskunft ist Realakt

  • Judicialis

    EGV Art. 43; ; EGV Art. 48; ; EGV Art. 49; ; EGV Art. 55; ; GG Art. 19 Abs. 4; ; GG Art. ... 12 Abs. 1; ; GG Art. 3 Abs. 1; ; LVwVfG § 25 Satz 2; ; LVwVfG § 29 Abs. 1 Satz 1; ; PBefG § 14 Abs. 1; ; PBefG § 12 Abs. 4 (a. F.)

  • rechtsportal.de

    Akteneinsicht, Auskunft, Ermessen, Realaktm, Rechtsschutzbedürfnis, vorbeugender Rechtsschutz: Antragsbefugnis, Klagebefugnis, Rechtsschutzbedürfnis, richtiger Beklagter; Sonstiges Verwaltungshandeln (Auskunft, öffentlich-rechtlicher Vertrag, Zusicherung); Gewerblicher ...

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Erteilung einer Auskunft und die Gewährung von Akteneinsicht als Realakte; Rechtsschutzbedürfnis für vorbeugenden Rechtsschutz hinsichtlich eines drohenden behördlichen Realaktes; Rechtsschutzinteresse für die Klärung einer abstrakten Rechtsfrage außerhalb eines ...

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ESVGH 52, 181 (Ls.)
  • VBlBW 2002, 306
 
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Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (3)

  • BVerwG, 20.02.1990 - 1 C 42.83

    Verfassungsunmittelbarer Auskunftsanspruch - Pesonenbezogene Daten - …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.12.2001 - 3 S 334/01
    Beide Rechte stehen jedoch nur den "Beteiligten" eines "Verwaltungsverfahrens" zu und gewähren mithin lediglich formelle Rechte im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens, nicht jedoch materielle Ansprüche außerhalb eines solchen (vgl. BVerwG, Urteil vom 20.2.1990 - 1 C 42/83 -, BVerwGE 84, 375 m.w.N.).

    Die Gewährleistung des effektiven Rechtsschutzes wirkt sich aber auf die Ausformung eines sich aus anderen Rechtsnormen ergebenden Auskunfts- und Akteneinsichtsrechts aus und ist für die Ausübung des Ermessens bei der Auskunftserteilung und Akteneinsicht (vgl. unten Ziff. 2.5) von Bedeutung (vgl. BVerwG, Urteil vom 20.2.1990 - a.a.O. - zur Auskunft).

    Soweit nicht ein gesetzliches Auskunfts- bzw. Akteneinsichtsverbot eingreift - wofür vorliegend keine Anhaltspunkte bestehen -, stehen sie vielmehr im pflichtgemäßen Ermessen der Behörde (vgl. BVerwG, Urteil vom 20.2.1990, a.a.O., zur Auskunft).

  • BVerwG, 16.09.1980 - 1 C 52.75

    Anspruch eines Rechtsanwalts auf Bekanntgabe ausländerrechtlicher …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.12.2001 - 3 S 334/01
    Ansprüche auf behördliche Leistungen ergeben sich unmittelbar aus dem Grundrecht allenfalls ausnahmsweise, wenn die begehrte und der Behörde mögliche Leistung zum Schutz des grundrechtlich gesicherten Freiheitsraumes unerlässlich ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 16.9.1980 - 1 C 52.75 -, BVerwGE 61, 15).
  • BVerwG, 26.05.1992 - 3 B 87.91

    Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 07.12.2001 - 3 S 334/01
    Ob eine behördliche Auskunft und die Gewährung von Akteneinsicht als Verwaltungsakte zu qualifizieren sind, ist in Rechtsprechung und Literatur umstritten und hängt von den näheren Umständen des Einzelfalles ab (so BVerwG, Beschluss vom 26.5.1992 - 3 B 87/91 -, Buchholz 316, § 35 VwVfG Nr. 34, für die Auskunft).
  • VG Berlin, 19.02.2025 - 4 L 847.24

    Nutzung von Wanddrucker kein zulassungspflichtiges Handwerk

    Grundsätzlich können Auskünfte sowohl als Verwaltungsakt als auch als Realakt ergehen, es bedarf einer näheren Prüfung der Umstände des Einzelfalls (VGH Mannheim, Urteil vom 7. Dezember 2001 - 3 S 334/01 - juris, Rn. 19).

    Für die Einordnung als Realakt ist von besonderem Gewicht, ob der Auskunft unmittelbare Rechtswirkung zu kommen soll (VGH Mannheim, Urteil vom 7. Dezember 2001 - 3 S 334/01 - juris, Rn. 19).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.06.2010 - 13 A 1047/08

    Arzneimittel mit bekannten Wirkstoffen bei Nachzulassungsarzneimitteln - …

    Rn. 41 Vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 7. Dezember 2001 - 3 S 334/01 - , juris; Kopp/Schenke, VwGO, Kommentar, 16. Aufl., Anh § 42 Rdnr. 37 m.w.N.; Kopp/Ramsauer, § 35 Rdnr. 91.
  • AGH Baden-Württemberg, 12.10.2011 - AGH 10/11

    Auskunftserteilung über die Daten einer Berufshaftpflichtversicherung

    In der Regel sind Auskünfte Realakte und nicht Verwaltungsakte (vgl. VGH Bad.-Württ., VBlBW 2002, 306;… Kopp/Schenke, VwGO, 17. Aufl., Anh § 42 Rn 37).
  • VG Karlsruhe, 27.10.2009 - 5 K 949/08

    Auskunftsverlangen über Sozialdaten nach abgeschlossenem …

    Denn die Entscheidung darüber, ob - ggf. nach Ermessen - Aktenbestandteile zur Einsicht oder als Kopie überlassen werden, ist wie die Entscheidung darüber, ob eine Auskunft gewährt wird, eine Regelung und erfüllt auch die weiteren Erfordernisse an das Vorliegen eines Verwaltungsakts im Sinne von § 35 (L)VwVfG bzw. § 31 SGB X. Dem lässt sich nach Auffassung der Kammer (…vgl. BVerwG, Urt. v. 25.02.1969 - 1 C 65.67 - BVerwGE 31, 301; Beschl. v. 26.05.1992 - 3 B 87.91 -, Buchholz 316 § 35 VwVfG Nr. 34, für eine Auskunft; allgemein a. A. wohl VGH Bad.-Württ., Urt. v. 07.12.2001 - 3 S 334/01 - VBlBW 2002, 306) nicht entgegen halten, dass praktisch jeder tatsächlichen Handlung eine Entscheidung über das "ob" und "wie" vorausgeht.
  • VG Sigmaringen, 28.07.2015 - 4 K 3506/14

    Akteneinsichtsrecht wegen beabsichtigten Ansprüchen aufgrund rechtswidrigen …

    Bei der begehrten Akteneinsicht handelt es sich nicht um einen Verwaltungsakt sondern um einen Realakt, so dass eine Verpflichtungsklage nicht in Betracht kommt (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 7.12.2001 - 3 S 334/01 -, Juris).
  • VG Stuttgart, 29.02.2012 - 8 K 1644/11

    Fehlendes Taxiunternehmerinteresse am Unterbleiben der Verbreitung von …

    Über ein Auskunftsersuchen dieser Personen hat die Behörde nach pflichtgemäßem Ermessen zu entscheiden (vgl. zum Auskunftsanspruch eines Mitbewerbers um eine Linienverkehrsgenehmigung: VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 07.12.2001 - 3 S 334/01 -, VBlBW 2002, 306 - 309).
  • VG Karlsruhe, 27.10.2009 - 5 K 358/09

    Auskunftsverlangen durch Adoptionsbewerber über Sozialdaten nach abgeschlossenem …

    Dem lässt sich nach Auffassung der Kammer (…vgl. BVerwG, Urt. v. 25.02.1969 - 1 C 65.67 - BVerwGE 31, 301 [BVerwG 25.02.1969 - I C 65/67] ; Beschl. v. 26.05.1992 - 3 B 87.91 -, Buchholz 316 § 35 VwVfG Nr. 34, für eine Auskunft; allgemein a. A. wohl VGH Bad.-Württ., Urt. v. 07.12.2001 - 3 S 334/01 - VBlBW 2002, 306) nicht entgegen halten, dass praktisch jeder tatsächlichen Handlung eine Entscheidung über das "ob" und "wie" vorausgeht.
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Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 12.12.2001 - 1 S 2410/01   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2001,4822
VGH Baden-Württemberg, 12.12.2001 - 1 S 2410/01 (https://dejure.org/2001,4822)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 12.12.2001 - 1 S 2410/01 (https://dejure.org/2001,4822)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 12. Dezember 2001 - 1 S 2410/01 (https://dejure.org/2001,4822)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de

    Rechtsweg: Unterlassung ehrenrühriger Äußerungen einer Fraktion

  • Judicialis

    BGB § 1004; ; GemO Bad.-Württ. § 36 Abs. 2; ; GemO Bad.-Württ. § 20 Abs. 1; ; GVG § 17 a Abs. 4 Satz 4; ; VwGO § 40

  • rechtsportal.de

    Anspruch (u. a. Erstattungsanspruch, Folgenbeseitigungsanspruch, Unterlassungsanspruch), Zinsen; Rechtsweg, Zuständigkeit, Verweisung - Verweisung; Verwaltungsrechtsweg; Religionsgemeinschaft; Unterlassungsanspruch; Abwehransprüche; Äußerungen, Gemeinderatsfraktion

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • treffpunkt-kommune.de (Kurzinformation)

    Im Amtsblatt

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Verwaltungsrechtsweg für einen Unterlassungsanspruch wegen Äußerungen einer Gemeinderatsfraktion in der Rubrik des nichtamtlichen Teils eines Amtsblattes; Voraussetzungen der öffentlich-rechtlichen Natur von Klagen auf Unterlassen ehrverletzender Äußerungen; Kritische ...

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ESVGH 52, 181 (Ls.)
  • NVwZ-RR 2002, 525
  • VBlBW 2002, 251
  • DÖV 2002, 348
 
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Wird zitiert von ... (22)Zitiert selbst (4)

  • VGH Baden-Württemberg, 09.10.1989 - 1 S 5/88

    Widerruf von Äußerungen im Gemeinderat/Abgrenzung Tatsachenbehauptung - …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.12.2001 - 1 S 2410/01
    Nach den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 09.10.1989 - 1 S 5/88 -, NJW 1990, 1808 ff.) sind öffentlich-rechtlicher Natur nur solche Klagen entsprechend § 1004 BGB auf Unterlassen ehrverletzender Äußerungen, die von einem Träger öffentlicher Verwaltung bei Erfüllung öffentlicher Aufgaben gestützt auf vorhandene oder vermeintliche öffentlich-rechtliche Befugnisse gegenüber einem außerhalb der Verwaltung stehenden Bürger abgegeben werden.
  • OLG München, 22.06.1988 - 21 U 2954/88

    Unterlassungsanspruch wegen Äußerungen im Pressedienst; Passivlegitimation nach …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.12.2001 - 1 S 2410/01
    Dementsprechend ist die Rechtsprechung in einem ähnlich gelagerten Fall bei einem Unterlassungsanspruch wegen Äußerungen in der Pressemitteilung einer Landtagsfraktion von einer zivilrechtlichen Streitigkeit ausgegangen (vgl. OLG München, Urteil vom 22.06.1988, NJW 1989, 910 ff.; vgl. ferner OLG Köln, Beschluss vom 29.04.1999, NVwZ 2000, 351 f.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 23.11.994, JURIS); Gleiches muss für Äußerungen einer Gemeinderatsfraktion in der Rubrik des nichtamtlichen Teils eines Amtsblattes gelten, die Fraktionen des Gemeinderats vorbehalten ist.
  • OLG Köln, 29.04.1999 - 15 W 28/99

    Grenzen des Rechts der Ratsfraktionen zur Öffentlichkeitsarbeit

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.12.2001 - 1 S 2410/01
    Dementsprechend ist die Rechtsprechung in einem ähnlich gelagerten Fall bei einem Unterlassungsanspruch wegen Äußerungen in der Pressemitteilung einer Landtagsfraktion von einer zivilrechtlichen Streitigkeit ausgegangen (vgl. OLG München, Urteil vom 22.06.1988, NJW 1989, 910 ff.; vgl. ferner OLG Köln, Beschluss vom 29.04.1999, NVwZ 2000, 351 f.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 23.11.994, JURIS); Gleiches muss für Äußerungen einer Gemeinderatsfraktion in der Rubrik des nichtamtlichen Teils eines Amtsblattes gelten, die Fraktionen des Gemeinderats vorbehalten ist.
  • VGH Baden-Württemberg, 12.03.1993 - 8 S 2555/93

    Anwendbarkeit des GVG § 17a auf das verwaltungsgerichtliche Eilverfahren - …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 12.12.2001 - 1 S 2410/01
    Eine Entscheidung über die Zulassung der - weiteren Beschwerde - an das Bundesverwaltungsgericht war nicht zu treffen, da die Vorschrift des § 17 a Abs. 4 Satz 4 GVG in Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes nicht anzuwenden ist (VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 26.03.1991, BWVT 1991, 163; Beschluss vom 12.03.1993, ESVGH 43, 313).
  • VG Berlin, 16.04.2019 - 6 K 13.19

    Böhmermann unterliegt im Streit um Äußerungen der Bundeskanzlerin

    Die Unterlassung einer Äußerung, die von einem Amtsträger in dienstlicher Eigenschaft abgegeben worden ist, sowie die Feststellung ihrer Rechtswidrigkeit, sind nach öffentlichem Recht zu beurteilen (vgl. VGH Hessen…, Urteil vom 9. Dezember 1993 - 6 UE 571/93 -, juris Rn. 28; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 12. Dezember 2001 - 1 S 2410/01 -, juris Rn. 3 f.).
  • VG Stuttgart, 22.09.2022 - 1 K 3675/22

    Vereinbarkeit einer amtlichen Äußerung des Beauftragten der Landesregierung …

    (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 12.12.2001 - 1 S 2410/01 -, juris Rn. 3;… OVG Bln.-Bbg., Beschl. v. 25.05.2020 - 10 L 49.17 -, juris Rn. 10, jeweils m.w.N.).
  • VGH Bayern, 28.10.2024 - 4 C 24.1657

    Presseerklärung einer Gemeinderatsfraktion, Rechtsschutzbegehren eines …

    Aus der anerkannten Möglichkeit, in rechtsgeschäftlicher Form am Privatrechtsverkehr teilzunehmen, darf jedoch nicht der Schluss gezogen werden, dass die Rechtsbeziehungen von Fraktionen zu außenstehenden Dritten stets nach zivilrechtlichen Vorschriften zu beurteilen wären (so aber VGH BW, B.v. 12.12.2001 - 1 S 2410/01 - NVwZ-RR 2002, 525; Papsthart, BayVBl 2016, 361/363).
  • VG Düsseldorf, 21.05.2021 - 1 K 5973/20
    Rn. 44 Vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 25. Mai 2020 - OVG 10 L 49.17 -, juris, Rn. 10; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 12. Dezember 2001 - 1 S 2410/01 -, juris, Rn. 3; VG Aachen, Beschluss vom 10. Januar 2017 - 4 L 968/16 -, juris, Rn. 8.
  • OVG Berlin-Brandenburg, 25.05.2020 - 10 L 49.17

    Rechtsweg bei Streitigkeit wegen einer Äußerung eines Mitglieds der …

    Rn. 10 Vom rechtlichen Ansatz geht das Verwaltungsgericht der Sache nach zutreffend davon aus, dass nach den von der Rechtsprechung und Literatur (vgl. BVerwG…, Urteil vom 4. Februar 1988 - BVerwG 5 C 88.85 -, juris Rn. 11 f.; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 12. Dezember 2001 - 1 S 2410/01 -, juris Rn. 3; siehe auch BVerfG…, Urteil vom 27. Februar 2018 - 2 BvE 1/16 -, juris Rn. 66 zum Neutralitätsgebot;… Albedyll, in: Bader/Funke-Kaiser/Stuhlfauth/von Albedyll, VwGO, 7. Aufl. 2018, § 40 Rn. 59;… Ehlers, in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO 37. EL Juli 2019, VwGO § 40 Rn. 434) entwickelten Grundsätzen sich der Rechtsweg nach der Natur des Rechtsverhältnisses, aus dem der Klageanspruch hergeleitet wird, ergibt.
  • VG Augsburg, 03.07.2017 - Au 7 K 16.327

    Kein Anspruch auf Widerruf bzw. Unterlassen einer Meinungsäußerung

    Dagegen ist der Rechtsweg zu den Zivilgerichten eröffnet, wenn die beanstandeten Äußerungen nicht in amtlicher Eigenschaft, sondern nur gelegentlich einer nach öffentlichem Recht zu beurteilenden Tätigkeit gemacht werden, wenn sie allein Ausdruck einer persönlichen Meinung oder Einstellung sind (s. auch VGHBW, B.v. 12.12.2001, VBlBW 2002, 251 = FSt. 18/2002 Nr. 273).
  • VG Aachen, 10.01.2017 - 4 L 968/16

    Unterlassung von Äußerungen; Hoheitsträger; Eröffnung des Verwaltungsrechtswegs; …

    Rn. 14 Vgl. BVerwG, Urteil vom 4. Februar 1988, - 5 C 88.85-, NJW 1988, 2399 = juris, Rn. 11; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 12. Dezember 2001 - 1 S 2410/01 -, DÖV 2002, 348 = juris, Rn. 3; VGH Hessen, Urteil vom 9. Dezember 1993 - 6 UE 571/93 -, NVwZ-RR 1994, 700 = juris, Rn. 28.
  • VG Regensburg, 10.12.2009 - RO 3 K 08.1960

    Die Zulässigkeit amtlicher Meinungsäußerungen ist am Sachlichkeitsgebot zu …

    Dagegen ist der "Amtsträger" persönlich zu verklagen, wenn die beanstandeten Äußerungen nicht in amtlicher Eigenschaft, sondern allenfalls bei Gelegenheit der Amtsausübung gemacht werden, wenn sie also erkennbar allein Ausdruck einer persönlichen Meinung oder Einstellung sind (vgl. VGH Baden-Württemberg vom 12.12.2001 Az. 1 S 2410/01).
  • VG München, 10.09.2024 - M 7 K 24.4355

    Unterlassungsanspruch wegen der Äußerung in einer Pressemitteilung einer …

    Rn. 25 Werden Fraktionen als solche gegenüber Dritten tätig, tun sie dies grundsätzlich auf Grund jedermann zustehenden Rechts; ihre Rechtsbeziehungen zu diesen sind somit privatrechtlicher Natur (vgl. VGH BW, B.v. 12.12.2001 - 1 S 2410/01 - juris Rn. 3 f. zu Äußerungen einer Gemeinderatsfraktion in der Rubrik des nichtamtlichen Teils eines Amtsblatts, die Fraktionen des Gemeinderats vorbehalten ist, unter Verweis auf OLG München, U.v. 22.6.1988 - 21 U 2954/88 - juris zum Fall eines Unterlassungsanspruchs wegen Äußerungen in der Pressemitteilung einer Landtagsfraktion als zivilrechtliche Streitigkeit;… VG München, B.v. 26.2.2014 - M 7 E 14.546 - juris Rn. 6;… VG Berlin, B.v. 11.1.2023 - 2 L 4/23 - juris Rn. 2;… vgl. auch Bauer/Böhle/Ecker/Kuhne, Bayerische Kommunalgesetze, Stand: Februar 2024, Art. 29 GO Rn. 8;… Friehe in Conrad/Grünewald/Kalscheuer/Milker, Öffentlichrechtliches Äußerungsrecht, 1. Aufl. 2022, § 6 Rn. 139; vgl. auch VG Frankfurt, B.v. 17.4.1991 - VII/2 G 576/91 - NVwZ 1992, 86/87 unter Verweis auf BGH, U.v. 20.6.1961 - VI ZR 210/60 - NJW 1961, 1625 sowie U.v. 6.4.1976 - VI ZR 246/74 - NJW 1976, 1198 zur Beurteilung des Rechtswegs für Ansprüche wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts und der persönlichen Ehre wegen beeinträchtigender Rundfunk- oder Fernsehsendungen;… vgl. hierzu ebenso BVerwG, B.v. 7.6.1994 - 7 B 48/94 - juris Rn. 3 und zu der ebenfalls dem Zivilrechtsweg zuzuordnenden Öffentlichkeitsarbeit einer Kirche B.v. 9.4.2019 - 6 B 162/18 - juris Rn. 11; vgl. auch OLG Köln, B.v. 29.4.1999 - 15 W 28/99 - juris - zu einer Pressemitteilung eines Gemeinderatsmitglieds; OLG Düsseldorf, B.v. 28.3.2000 - 15 W 9/00 - juris - zu ehrverletzenden Äußerungen eines Pfarrers gegenüber einem Wirtschaftsunternehmen).
  • VG Berlin, 24.09.2020 - 6 K 100.20
    Die Unterlassung einer Äußerung, die von einem Amtsträger in dienstlicher Eigenschaft abgegeben worden ist, sowie die Feststellung ihrer Rechtswidrigkeit, sind nach öffentlichem Recht zu beurteilen (vgl. VGH Hessen…, Urteil vom 9. Dezember 1993 - 6 UE 571/93 -, juris Rn. 28; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 12. Dezember 2001 - 1 S 2410/01 -, juris Rn. 3 f.).
  • VG Augsburg, 03.07.2017 - Au 7 K 16.242

    Kommunalverfassungsstreit wegen vermeintlich ehrverletzender Äußerungen eines …

  • VG Regensburg, 10.12.2009 - RO 3 K 08.1832

    Die Zulässigkeit amtlicher Meinungsäußerungen ist am Sachlichkeitsgebot zu …

  • VG Regensburg, 23.09.2009 - RO 3 K 08.1989

    Gericht weist Klage gegen Bischof Müller ab

  • VG München, 18.03.2015 - M 7 K 14.3011

    Klage wegen Unterlassung amtlicher Äußerungen unbegründet wegen fehlender …

  • VG München, 10.09.2024 - M 7 E 24.4356

    Keine Eröffnung des Verwaltungsrechtswegs wegen Unterlassung ehrverletzender …

  • VG Köln, 09.11.2022 - 10 K 3912/19
  • VG Meiningen, 28.03.2018 - 2 E 277/17

    Passivlegitimation einer Fraktion im Fall einer Unterlassungsklage von einer …

  • VG Berlin, 01.02.2026 - 1 L 745.25

    Einstweiliger Rechtschutz gegen Äußerungen der Polizei gegenüber Pressevertretern

  • VG Berlin, 28.09.2017 - 33 K 271.15

    Klage auf Unterlassung gegen die Bundesrepublik wegen einer Äußerung des …

  • LG Münster, 16.12.2019 - 11 O 183/19
  • VG München, 26.02.2014 - M 7 E 14.546

    Verweisung an das Amtsgericht

  • VG Berlin, 11.01.2023 - 2 L 4.23
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