Rechtsprechung
| OLG Saarbrücken, 10.02.2012 - 6 WF 8/12 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Rechtsprechungsdatenbank Saarland
§ 1666 Abs 3 Nr 1 BGB, § 1666 Abs 3 Nr 2 BGB, § 1666a BGB, § 78 Abs 2 FamFG, § 157 Abs 1 S 1 FamFG
Verfahrenskostenhilfe in Sorgerechtsverfahren: Anwaltsbeiordnung in einem wegen Kindeswohlgefährdung eingeleiteten Verfahren - ra.de
- kanzleibeier.eu
Zur Anwaltsbeiordnung in einem wegen Kindeswohlgefährdung eingeleiteten Verfahren
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- AG Saarlouis, 29.12.2011 - 22 F 431/11
- OLG Saarbrücken, 10.02.2012 - 6 WF 8/12
Papierfundstellen
- NJW-RR 2012, 518
- FamRZ 2012, 1157
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (6)
- BGH, 23.06.2010 - XII ZB 232/09
Beiordnung eines Rechtsanwalts im Rahmen der bewilligten Verfahrenskostenhilfe in …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 10.02.2012 - 6 WF 8/12
Rn. 3 Dies hängt nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BGH FamRZ 2010, 1427), der beide Familiensenate des Saarländischen Oberlandesgerichts beigetreten sind (vgl. Senatsbeschlüsse vom 15. September 2010 - 6 WF 88/10 -, vom 16. September 2010 - 6 WF 90/10 - und vom 20. September 2011 - 6 WF 98/11 - Beschlüsse des 9. Zivilsenats des Saarländischen Oberlandesgerichts vom 30. März 2011 - 9 WF 32/11 -, vom 22. Dezember 2011 - 9 WF 134/11 - und vom 4. Januar 2012 - 9 WF 129/11 -), davon ab, ob ein Bemittelter in der Lage des unbemittelten Beteiligten vernünftigerweise einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt hätte.Mithin lässt sich weder generell noch als Regel herleiten, dass kindschaftsrechtliche Streitigkeiten besondere Schwierigkeiten tatsächlicher oder rechtlicher Art mit sich bringen und deshalb ausnahmslos oder doch im Regelfall die Beiordnung eines Rechtsanwalts erfordern (vgl. zum Ganzen BGH FamRZ 2010, 1427 m.w.N. zu einer Umgangsstreitigkeit).
Als Verfahrenssubjekt mit persönlichen Rechten und Pflichten muss er seine Mitwirkungs- und Verfahrensförderungsmöglichkeiten wahrnehmen können; denn er verfolgt und verteidigt auch seine eigenen Rechte von Verfassungsrang (vgl. BGH FamRZ 2010, 1427).
- BVerfG, 19.12.2007 - 1 BvR 2681/07
Verfassungsmäßigkeit einer Sorgerechtsentziehung
Auszug aus OLG Saarbrücken, 10.02.2012 - 6 WF 8/12
Eine solche einstweilige Anordnung kann Gebote nach § 1666 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 BGB umfassen, aber auch deutlich eingriffsintensivere Maßnahmen zum Inhalt haben, bis hin zur Trennung des Kindes von seinem sorgeberechtigten Elternteil als dem stärksten vorstellbaren staatlichen Eingriff in das Elternrecht (BVerfG NJW 2011, 3355 m.w.N.), mit dem zugleich die Feststellung des Gerichts verbunden ist, dass der betroffene Elternteil als Erziehungsberechtigter versagt hat; diese Beurteilung seiner Persönlichkeit berührt den Elternteil daher auch in seinem Grundrecht aus Art. 2 Abs. 1 GG (BVerfG FamRZ 2008, 492 m.w.N.). - BVerfG, 20.06.2011 - 1 BvR 303/11
Stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung des Elternrechts durch …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 10.02.2012 - 6 WF 8/12
Eine solche einstweilige Anordnung kann Gebote nach § 1666 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 BGB umfassen, aber auch deutlich eingriffsintensivere Maßnahmen zum Inhalt haben, bis hin zur Trennung des Kindes von seinem sorgeberechtigten Elternteil als dem stärksten vorstellbaren staatlichen Eingriff in das Elternrecht (BVerfG NJW 2011, 3355 m.w.N.), mit dem zugleich die Feststellung des Gerichts verbunden ist, dass der betroffene Elternteil als Erziehungsberechtigter versagt hat; diese Beurteilung seiner Persönlichkeit berührt den Elternteil daher auch in seinem Grundrecht aus Art. 2 Abs. 1 GG (BVerfG FamRZ 2008, 492 m.w.N.).
- OLG Schleswig, 28.10.2011 - 10 WF 185/11
Notwendigkeit der Beiordnung eines Rechtsanwalts für den sorgeberechigten …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 10.02.2012 - 6 WF 8/12
Rn. 8 Dies bedeutet indes zugleich, dass der Sorgeberechtigte - dessen persönliches Erscheinen zu einem solchen Erörterungstermin anzuordnen (§ 157 Abs. 2 S. 1 FamFG) und erzwingbar ist (§ 35 FamFG) - davon ausgehen muss, dass - unter Umständen schon im oder im unmittelbaren Anschluss an diesen Termin im Wege einstweiliger Anordnung - in sein Sorgerecht eingegriffen werden wird (vgl. auch OLG Schleswig, Beschluss vom 28. Oktober 2011 - 10 WF 185/11 -, juris;… Völker/Clausius, Sorge- und Umgangsrecht in der Praxis, 4. Aufl., § 8, Rz. 21), zumal § 157 Abs. 3 FamFG dem Familiengericht diese Prüfung ausdrücklich aufgibt. - OLG Saarbrücken, 15.09.2010 - 6 WF 88/10
Beiordnung eines Rechtsanwalts im Verfahren vor den Familiengerichten
Auszug aus OLG Saarbrücken, 10.02.2012 - 6 WF 8/12
Rn. 3 Dies hängt nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BGH FamRZ 2010, 1427), der beide Familiensenate des Saarländischen Oberlandesgerichts beigetreten sind (vgl. Senatsbeschlüsse vom 15. September 2010 - 6 WF 88/10 -, vom 16. September 2010 - 6 WF 90/10 - und vom 20. September 2011 - 6 WF 98/11 - Beschlüsse des 9. Zivilsenats des Saarländischen Oberlandesgerichts vom 30. März 2011 - 9 WF 32/11 -, vom 22. Dezember 2011 - 9 WF 134/11 - und vom 4. Januar 2012 - 9 WF 129/11 -), davon ab, ob ein Bemittelter in der Lage des unbemittelten Beteiligten vernünftigerweise einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt hätte. - OLG Saarbrücken, 15.09.2010 - 6 WF 90/10
Beiordnung eines Rechtsanwalts im Verfahren vor den Familiengerichten
Auszug aus OLG Saarbrücken, 10.02.2012 - 6 WF 8/12
Rn. 3 Dies hängt nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BGH FamRZ 2010, 1427), der beide Familiensenate des Saarländischen Oberlandesgerichts beigetreten sind (vgl. Senatsbeschlüsse vom 15. September 2010 - 6 WF 88/10 -, vom 16. September 2010 - 6 WF 90/10 - und vom 20. September 2011 - 6 WF 98/11 - Beschlüsse des 9. Zivilsenats des Saarländischen Oberlandesgerichts vom 30. März 2011 - 9 WF 32/11 -, vom 22. Dezember 2011 - 9 WF 134/11 - und vom 4. Januar 2012 - 9 WF 129/11 -), davon ab, ob ein Bemittelter in der Lage des unbemittelten Beteiligten vernünftigerweise einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt hätte.
- OLG Saarbrücken, 12.10.2018 - 6 WF 130/18
Besorgnis der Befangenheit wegen Verweigerung einer Terminsverlegung
Zum einen entspricht es der obergerichtlichen Rechtsprechung, auch des Senats, dass einem Beteiligten, dem Verfahrenskostenhilfe bewilligt wird, in einem Verfahren nach § 1666 BGB in aller Regel gemäß § 78 Abs. 2 FamFG ein Rechtsanwalt beizuordnen ist (Senatsbeschluss vom 10. Februar 2012 - 6 WF 8/12 -, FamRZ 2012, 1157;… Völker/Clausius, a.a.O., § 8, Rz. 30, jeweils m.z.w.N.). - OLG Saarbrücken, 17.07.2012 - 6 WF 358/12
Verfahrenskostenhilfe in Sorgerechtsverfahren: Mutwilligkeit eines …
Dies gilt grundsätzlich auch in Verfahren über die elterliche Sorge oder den Umgang (vgl. Beschluss des 9. Zivilsenats des Saarländischen Oberlandesgerichts vom 25. August 2009 - 9 WF 77/09 -, FamRZ 2010, 310), wobei allerdings in solchen vom Amtsermittlungsgrundsatz beherrschten und am allüberstrahlenden Kindeswohl ausgerichteten Verfahren kein zu enger Maßstab anzulegen ist (vgl. Senatsbeschluss vom 3. Dezember 2011 - 6 WF 97/01 -, OLGR 2002, 230), zumal diese häufig mit einer hohen emotionalen Betroffenheit der Beteiligten einhergehen (vgl. dazu auch Senatsbeschluss vom 10. Februar 2012 - 6 WF 8/12 -, NJW-RR 2012, 518). - OLG Karlsruhe, 17.03.2017 - 5 UF 137/16
Erforderlichkeit einer Anwaltsbeiordnung für minderjährige Kinder im Verfahren …
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Aufklärungs- und Beratungspflicht des Rechtsanwalts über die Reichweite der Amtsermittlungspflicht des Richters hinausgeht; insbesondere kann der Anwalt verpflichtet sein, auch solche tatsächlichen Ermittlungen anzuregen und zu fördern, die für den Richter aufgrund des Beteiligtenvorbringens nicht veranlasst sind (vgl. OLG Saarbrücken vom 10.02.2012 - 6 WF 8/12, juris Rn. 9).
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Rechtsprechung
| OLG Hamm, 27.03.2012 - II-9 WF 33/12 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mutwilligkeit einer Unterhaltsklage
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Mutwilligkeit einer Unterhaltsklage
Verfahrensgang
- AG Castrop-Rauxel, 19.12.2011 - 8 F 825/11
- OLG Hamm, 27.03.2012 - II-9 WF 33/12
Papierfundstellen
- NJW-RR 2012, 968
- FamRZ 2012, 1157
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (1)
- OLG Hamm, 11.12.2007 - 2 WF 227/07
Bewilligung von Prozesskostenhilfe für Klage auf Zahlung des gesamten …
Auszug aus OLG Hamm, 27.03.2012 - 9 WF 33/12
2. Senat für Familiensachen, Beschluss vom 11.12.2007 - 2 WF 227/07 -, FamRZ 2008, 1260 f.).Das ist bei einer Leistungsklage auf den Kindesunterhalt zum Beispiel dann der Fall, wenn der Kindesunterhalt ganz oder teilweise freiwillig gezahlt wird und der Berechtigte nicht versucht, den Verpflichteten insoweit zu einer kostenfreien Titulierung in einer Jugendamtsurkunde gem. § 60 SGB VIII zu veranlassen, sondern unmittelbar den Rechtsweg vor dem Familiengericht beschreitet und damit Kosten verursacht, die bei vernünftiger Betrachtung nicht notwendig gewesen wären (vgl. OLG Hamm FamRZ 2008, 1260).
- OLG Hamm, 30.01.2013 - 9 WF 256/12
Kostenentscheidung im Unterhaltsprozess
Rn. 15 Zwar hat der Senat im Zusammenhang mit der Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe zur Frage der Mutwilligkeit der Anhängigmachung eines gerichtlichen Verfahrens zum Kindesunterhalt entschieden, dass eine Verpflichtung zur vorgerichtlichen Titulierung des Kindesunterhalts dann nicht besteht, wenn die Voraussetzungen für die Berechnung der Unterhaltshöhe nicht vorliegen, weil der vertretungsberechtigte Elternteil die Auskunft zur Höhe der Einkünfte des unterhaltsberechtigten Kindes verweigert (vgl. Senat NJW-RR 2012, 968).
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Rechtsprechung
| OLG Saarbrücken, 15.12.2011 - 9 WF 113/11 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Rechtsprechungsdatenbank Saarland
§ 26 FamFG, § 76 Abs 1 FamFG, § 76 Abs 2 FamFG, § 114 ZPO, § 127 ZPO
Verfahrenskostenhilfe: Anspruchsvoraussetzungen in einem Sorgerechtsverfahren - ra.de
- rechtsportal.de
ZPO § 114 S. 1
Erfolgsaussichten der Rechtsverfolgung in einem Sorgerechtsverfahren - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Erfolgsaussichten der Rechtsverfolgung in einem Sorgerechtsverfahren
Verfahrensgang
- AG Völklingen, 13.07.2011 - 8 F 160/11
- AG Völklingen, 14.07.2011 - 8 F 160/11
- OLG Saarbrücken, 05.12.2011 - 9 UF 135/11
- OLG Saarbrücken, 15.12.2011 - 9 WF 113/11
Papierfundstellen
- FamRZ 2012, 1157
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (1)
- OLG Karlsruhe, 06.05.2011 - 5 WF 79/11
Auszug aus OLG Saarbrücken, 15.12.2011 - 9 WF 113/11
Rn. 2 Grundsätzlich gilt, dass eine hinreichende Aussicht auf Erfolg für die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe (§ 76 Abs. 1 FamFG i. V. m. § 114 ZPO) in einem vom Amtsermittlungsgrundsatz (§ 26 FamFG) beherrschten Sorgerechtsverfahren bereits dann gegeben ist, wenn das Familiengericht auf Grund des eingeleiteten Verfahrens den Sachverhalt zu ermitteln hat und ggf. eine Regelung treffen muss und sich nicht darauf beschränken kann, den Antrag ohne Weiteres, also ohne jede Ermittlung und ohne jede Anhörung der Beteiligten, zurückzuweisen (OLG Karlsruhe, FamRZ 2011, 1528, m.w.N.).
- OLG Koblenz, 23.09.2022 - 9 UF 352/22
Verfahrenskostenhilfe für ein Beschwerdeverfahren gegen den Sorgerechtsentzug
Rn. 5 Eine hinreichende Aussicht auf Erfolg für die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe (76 Abs. 1 FamFG, 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO) ist in einem vom Amtsermittlungsgrundsatz (§ 26 FamFG) beherrschten Sorgerechtsverfahren deshalb bereits dann gegeben, wenn das mit der Sache befasste Gericht auf Grund des eingeleiteten Verfahrens den Sachverhalt zu ermitteln hat, gegebenenfalls eine Regelung treffen muss und sich nicht darauf beschränken kann, dem Begehren des bedürftigen Beteiligten ohne Weiteres, also ohne jede Ermittlung und ohne jede Anhörung der Beteiligten, den Erfolg zu versagen (…vgl. Senat, a.a.O.; OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 6. Februar 2019 - II-3 WF 134/18 -, juris, Rdnr. 12;… Beschluss vom 17. Juli 2013 - II-8 WF 118/13 -, juris, Rdnr. 3; OLG Frankfurt am Main…, Beschluss vom 27. Juli 2018 - 4 WF 98/18 -, juris, Rdnr. 3; OLG Hamm…, Beschluss vom 16. August 2016 - II-2 WF 46/16 -, juris, Rdnr. 10; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 15. Dezember 2011 - 9 WF 113/11 -, juris, Rdnr. 2; OLG Karlsruhe, FamRZ 2011, 1528, 1528, m.w.N.;… BeckOK Hahne/Schlögel/Schlünder-Weber, FamFG, 43. Edition, Stand: 1. Juli 2022, § 76, Rdnr. 3a;… Prütting/Helms-Dürbeck, FamFG, 5. Aufl. 2020, § 76, Rdnr. 22;… Groß-Groß, Beratungshilfe/Prozesskostenhilfe/Verfahrenskostenhilfe, 14. Aufl. 2018, § 76 FamFG, Rdnr. 13, m.w.N.). - OLG Frankfurt, 27.07.2018 - 4 WF 98/18
Verfahrenskostenhilfe: Berücksichtigung des vom Ehepatner bezogenen Elterngeldes
In einem vom Amtsermittlungsgrundsatz (§ 26 FamFG) getragenen Sorgerechtsverfahren ist eine hinreichende Aussicht auf Erfolg für die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe bereits dann gegeben, wenn das Familiengericht - wie hier - auf Grund des eingeleiteten Verfahrens den Sachverhalt zu ermitteln hat und sich nicht darauf beschränken kann, den Antrag ohne Weiteres, also ohne jede Ermittlung und ohne jede Anhörung der Beteiligten, zurückzuweisen (vgl. OLG Karlsruhe FamRZ 2016, 250-251; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 15. Dezember 2011 zu Az. 9 WF 113/11, zit. n. juris = FamRZ 2012, 1157 (LS); OLG Hamm FamRZ 2008, 420). - OLG Naumburg, 12.09.2014 - 4 WF 61/14
Verfahrenskostenhilfebewilligung: Erfolgsaussichten im Umgangsverfahren
In einem vom Amtsermittlungsgrundsatz nach § 26 FamFG beherrschten Umgangsverfahren ist eine derartige hinreichende Erfolgsaussicht bereits dann zu bejahen, wenn das Familiengericht aufgrund des eingelegten Verfahrens den Sachverhalt zu ermitteln hat, um gegebenenfalls eine Regelung zu treffen und sich nicht allein darauf beschränken kann, den Antrag ohne Weiteres, d. h. ohne jede Ermittlung oder jede Anhörung der Beteiligten zurückzuweisen (OLG Hamm, Beschluss vom 23. Oktober 2007, Az.: 1 WF 287/07; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 15. Dezember 2011, Az.: 9 WF 113/11, jeweils zitiert nach juris).
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