Rechtsprechung
| BGH, 22.03.1994 - XI ZB 3/94 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Berufung - Rechtsanwalt - Rücknahme
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Auszüge)
ZPO § 78 Abs. 1, § 515
Zurücknahme einer durch einen nicht zugelassenen Rechtsanwalt eingelegten Berufung
Papierfundstellen
- NJW-RR 1994, 759
- MDR 1995, 411
- VersR 1994, 954
- BB 1994, 966
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (4)
- BGH, 07.06.1990 - III ZR 142/89
Wahrung der Klagefrist durch einen nicht postulationsfähigen Rechtsanwalt; …
Auszug aus BGH, 22.03.1994 - XI ZB 3/94
Eine durch einen nicht postulationsfähigen Rechtsanwalt eingelegte Berufung ist entgegen der Ansicht des Beklagten keine Nichtberufung, sondern eine unwirksame Berufung, die, wenn sie nicht zurückgenommen worden wäre, als unzulässig zu verwerfen gewesen wäre (vgl. BGHZ 111, 339, 342; BGH, Beschluß vom 4. Februar 1992 - X ZB 18/91, NJW 1992, 1700, 1701; BAGE 42, 303, 307). - BGH, 04.02.1992 - X ZB 18/91
Einspruchsfrist gegen Versäumnisurteil bei widersprüchlichen Angaben über …
Auszug aus BGH, 22.03.1994 - XI ZB 3/94
Eine durch einen nicht postulationsfähigen Rechtsanwalt eingelegte Berufung ist entgegen der Ansicht des Beklagten keine Nichtberufung, sondern eine unwirksame Berufung, die, wenn sie nicht zurückgenommen worden wäre, als unzulässig zu verwerfen gewesen wäre (vgl. BGHZ 111, 339, 342; BGH, Beschluß vom 4. Februar 1992 - X ZB 18/91, NJW 1992, 1700, 1701; BAGE 42, 303, 307). - BAG, 29.04.1983 - 7 AZR 148/81
Rechtsmittelbelehrung - Prozeßvertretung
Auszug aus BGH, 22.03.1994 - XI ZB 3/94
Eine durch einen nicht postulationsfähigen Rechtsanwalt eingelegte Berufung ist entgegen der Ansicht des Beklagten keine Nichtberufung, sondern eine unwirksame Berufung, die, wenn sie nicht zurückgenommen worden wäre, als unzulässig zu verwerfen gewesen wäre (vgl. BGHZ 111, 339, 342; BGH, Beschluß vom 4. Februar 1992 - X ZB 18/91, NJW 1992, 1700, 1701; BAGE 42, 303, 307). - LG Bremen, 21.08.1978 - 7 S 293/78
Auszug aus BGH, 22.03.1994 - XI ZB 3/94
In Rechtsprechung und Literatur herrscht deshalb Einigkeit darüber, daß ein beim Berufungsgericht nicht zugelassener Anwalt eine von ihm eingelegte Berufung wirksam zurücknehmen kann (vgl. BVerGE 14, 19, 20 f.; BFH BB 1978, 487, 488; BFH BB 1978, 1104 f.; LG Bremen NJW 1979, 987 [LG Bremen 21.08.1978 - 7 S 293/78];… Wieczorek/Rössler, ZPO 2. Aufl. § 515 Anm. C I;… Stein/Jonas/Grunsky, ZPO 20. Aufl. § 515 Rdn. 8 FN 29;… MünchKomm-ZPO/Rimmelspacher, § 515 Rdn. 11;… Zöller/Schneider, ZPO 18. Aufl. § 515 Rdn. 21;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO 52. Aufl. § 515 Rdn. 10;… AK-ZPO/Ankermann § 515 Rdn. 2).
- BGH, 20.09.2022 - IX ZR 118/22
Elektronischer Rechtsverkehr: Anforderungen an die Übermittlung elektronischer …
Hat allerdings die Partei selbst oder - wie hier - durch einen postulationsunfähigen Vertreter ein (unzulässiges) Rechtsmittel eingelegt, so kann sie es in derselben Art wieder zurücknehmen (vgl. BGH, Beschluss vom 22. März 1994 - XI ZB 3/94, NJW-RR 1994, 759 zur Berufung;… Musielak/Voit/Weth, ZPO, 19. Aufl., § 78 Rn. 17;… MünchKomm-ZPO/Hamdorf, 6. Aufl., § 569 Rn. 23). - BFH, 15.12.1999 - XI R 75/97
Unwirksame Revision; Ablaufhemmung der Festsetzungsfrist
a) Eine durch einen nach Art. 1 Nr. 1 Satz 1 BFHEntlG nicht Postulationsfähigen eingelegte Revision ist zwar unwirksam, sie ist aber "kein unbeachtliches Nichts", das zu keiner gerichtlichen Amtshandlung Anlass gäbe, sondern ein tatsächliches Geschehen; sie ist lediglich wegen fehlender Postulationsfähigkeit des Rechtsmittelführers als unzulässig zu verwerfen (…vgl. BFH-Beschlüsse vom 18. Februar 1987 II R 7/87, BFH/NV 1988, 238, und vom 31. Januar 1978 VII K 2/77, BFHE 124, 156, BStBl II 1978, 232;… Rüsken in Beermann, a.a.O., § 120 FGO Rz. 42; für Rücknahme der Berufung eines nicht postulationsfähigen Rechtsanwalts Beschluss des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 22. März 1994, XI ZB 3/94, NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht --NJW-RR-- 1994, 759 unter 2.). - BGH, 14.09.2020 - IX ZB 20/20
Auslegung eines Schreibens als Gegenvorstellung
Indes durfte das ohne Postulationsfähigkeit vorgenommene Rechtsmittel nicht unbeachtet bleiben, sondern war als unzulässig zu verwerfen (vgl. BGH, Beschluss vom 22. März 1994 - XI ZB 3/94, NJW-RR 1994, 759;… Stein/Jonas/ Jacoby, ZPO, 23. Aufl., § 78 Rn. 93;… MünchKomm-ZPO/Touissant, 6. Aufl., § 78 Rn. 71) .
- BGH, 31.05.2017 - XII ZB 170/17
Abschluss des Verfahrens mit der Rücknahme der Rechtsbeschwerde; Einlegung der …
Da er bereits die Rechtsbeschwerde ohne Beachtung dieses Vertretungszwangs eingelegt hatte, liegt es in seiner Rechtsmacht, den Rechtsbehelf in derselben Weise, also persönlich, zurückzunehmen (vgl. BGH Beschluss vom 22. März 1994 - XI ZB 3/94 - NJW-RR 1994, 759; BVerwG NVwZ 2009, 192). - BGH, 10.04.2014 - I ZB 4/14
Wirksamkeit der Zurücknahme eines Rechtsmittels durch einen nicht …
Ein beim angerufenen Gericht nicht postulationsfähiger Rechtsanwalt kann ein von ihm eingelegtes Rechtsmittel aber wirksam zurücknehmen (BVerwG, NJW 1962, 1170; BGH, Urteil vom 22. März 1994 - XI ZB 3/94, NJW-RR 1994, 759; MünchKomm. - OLG Brandenburg, 19.08.2019 - 13 WF 57/19
Richterablehnung im Familienverfahren: Anwaltszwang für Beschwerde gegen die …
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Rechtsprechung
| OLG Köln, 04.01.1995 - 27 W 20/94 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- rechtsportal.de
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- EVERS.OK(Abodienst) (Leitsatz)
Telefax, Nachweis über Zugang, Zugangsnachweis
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Rechtsmittel; Frist; Versäumnis; Wiedereinsetzung
Verfahrensgang
- LG Köln, 25.10.1994 - 27 O 178/94
- OLG Köln, 04.01.1995 - 27 W 20/94
Papierfundstellen
- NJW 1995, 1228
- MDR 1995, 411
- FamRZ 1996, 174
- VersR 1995, 852
- BB 1995, 748
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (3)
- OLG München, 26.06.1992 - 23 U 2229/92
Anscheinsbeweis; Zugang per Telefax; Beweis der Absendung
Auszug aus OLG Köln, 04.01.1995 - 27 W 20/94
Der Gegenansicht, die den Beweis des ersten Anscheins für den Zugang der Mitteilung befürwortet (so OLG München in NJW 1994, 527), vermag der Senat nicht zu folgen. - OLG München, 16.12.1992 - 7 U 5553/92
Telefax
Auszug aus OLG Köln, 04.01.1995 - 27 W 20/94
Wegen des Risikos von technisch bedingten Übertragungsfehlern, die sich nicht im Sendeprotokoll niederschlagen, bringt der Sendebericht eines Telefaxgerätes über die Absendung keinen Beweis für den Zugang der Mitteilung beim Empfänger (OLG München NJW 1993, 2447; KG NJW 1994, 3172). - KG, 04.03.1994 - 5 W 7083/93
Beweiskraft des Telefaxsendeberichts für den Zugang des übermittelten …
Auszug aus OLG Köln, 04.01.1995 - 27 W 20/94
Wegen des Risikos von technisch bedingten Übertragungsfehlern, die sich nicht im Sendeprotokoll niederschlagen, bringt der Sendebericht eines Telefaxgerätes über die Absendung keinen Beweis für den Zugang der Mitteilung beim Empfänger (OLG München NJW 1993, 2447; KG NJW 1994, 3172).
- BFH, 18.03.2014 - VIII R 9/10
Keine wirksame Bekanntgabe einer im Wege des sog. Ferrari-Fax-Verfahrens …
Rn. 41 (1) Dabei kann nach der BFH-Rechtsprechung nicht allein wegen des Sendeberichts des Sendegeräts (sog. "OK"-Vermerk) und eines Eingangsvermerks im Empfangsprotokoll des angewählten Geräts nach den Grundsätzen des Anscheinsbeweises davon ausgegangen werden, dass der betroffene Bescheid ordnungsgemäß übermittelt und ausgedruckt worden ist (BFH-Urteil in BFHE 186, 491, BStBl II 1999, 48, unter Bezugnahme auf das BGH-Urteil vom 7. Dezember 1994 VIII ZR 153/93, NJW 1995, 665; ebenso Urteil des Oberlandesgerichts --OLG-- München vom 16. Dezember 1992 7 U 5553/92, NJW 1993, 2447; Beschluss des Kammergerichts Berlin vom 4. März 1994 5 W 7083/93, NJW 1994, 3172; Beschluss des OLG Köln vom 4. Januar 1995 27 W 20/94, Monatsschrift für Deutsches Recht --MDR-- 1995, 411; zur Notwendigkeit eines Ausdrucks als Voraussetzung einer wirksamen Bekanntgabe Urteil des Verwaltungsgerichts Cottbus vom 25. Juli 2013 1 K 759/09, juris; Schmittmann, MDR 1994, 1081; Laghzaoui/Wirges, MDR 1996, 230; Pape/Notthoff, NJW 1996, 417, 425; Marly in Lindenmaier/Möhring, Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs, § 144 ZPO Nr. 12; Schmid, Wirtschaftsrechtliche Beratung 1995, 355; a.A. z.B. Urteil des Landgerichts Frankfurt a.M. vom 12. Januar 1993 3/8 0 208/91, Recht der internationalen Wirtschaft 1994, 778; Burgard, Betriebs-Berater 1995, 222, und in Archiv für die civilistische Praxis 195, 74, 132). - BFH, 08.07.1998 - I R 17/96
Bekanntgabe von Einspruchsentscheidungen per Telefax
b) Zutreffend ist das FG davon ausgegangen, daß der ihm vom FA in Kopie vorgelegte Sendebericht nicht ausreicht, im Wege des Anscheinsbeweises den Eingang der Einspruchsentscheidung bei der Postfiliale in K zu beweisen (ebenso z.B. BGH-Urteil in NJW 1995, 665; Oberlandesgericht --OLG-- München, Urteil vom 16. Dezember 1992 7 U 5553/92, NJW 1993, 2447; Kammergericht, Beschluß vom 4. März 1994 5 W 7083/93, NJW 1994, 3172; OLG Köln, Beschluß vom 4. Januar 1995 27 W 20/94, Monatsschrift für Deutsches Recht --MDR-- 1995, 411; Schmittmann, MDR 1994, 1081; Laghzaoui/Wirges, MDR 1996, 230; Pape/Notthoff, NJW 1996, 417, 425; Marly in Lindenmaier/Möhring, Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs, § 144 ZPO Nr. 12; Schmid, Wirtschaftsrechtliche Beratung 1995, 355; a.A. z.B. Landgericht Frankfurt a.M., Urteil vom 12. Januar 1993 3/8 0 208/91, Recht der internationalen Wirtschaft 1994, 778; Burgard, Betriebs-Berater 1995, 222 und in AcP 195, 74, 132). - OLG München, 08.10.1998 - 15 W 2631/98
OK-Vermerk im Faxprotokoll - § 130 BGB, § 286 ZPO, Anscheinsbeweis für Zugang …
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- OLG Frankfurt, 09.06.2005 - 9 U 25/05
Fristablauf: Übermittlungsrisiko bei Versendung eines Schriftsatzes
Auch wenn solchen Ausdrucken Beweiskraft grundsätzlich nur in beschränktem Umfang zukommen kann (BGH NJW 1995, 665; OLG Köln NJW 1995, 1228; KG NJW 1994, 3172), genügen sie für eine Glaubhaftmachung nach § 294 ZPO wegen des dabei herabgesetzten Beweismaßes aus. - KG, 20.09.2016 - 5 W 147/16
Späte Beschwerdebegründung im lauterkeitsrechtlichen Eilverfahren
Es bestätigt nur die Herstellung einer Verbindung, nicht die erfolgreiche Übermittlung bestimmter Erklärungen (vergleiche OLG Köln, NJW 1995, 1228; BGH, NJW 1995, 665;… Zöller/Greger, ZPO, 31. Auflage, Vor § 230 Rn. 2). - OLG Köln, 16.10.2000 - 16 U 95/99
Kaufmännisches Bestätigungsschreiben - Abweichung vom Verhandlungsergebnis - …
Hieraus lässt sich wegen der nicht auszuschließenden Möglichkeit von Störungen im öffentlichen Netz allenfalls ein Indiz für den Zugang der Erklärung herleiten lässt (vgl. BGH MDR 1995, 952 = NJW 1995, 665; OLG Köln, MDR 1995, 411; a.A. OLG München MDR 1999, 286). - OLG Köln, 02.08.2000 - 17 W 170/00 Der von den Beschwerdeführerinnen mit Schriftsatz vom 11.4.2000 in Ablichtung vorgelegte Sendebericht (Bl. 569 d.A.) vermag für sich allein den Eingang der Beschwerdeschrift zwar nicht zu beweisen (vgl. BGH NJW 1995, 665, 666; OLG Köln NJW 1995, 1228; weitere Nachweise bei Pape/Notthoff, Prozeßrechtliche Probleme bei der Verwendung von Telefax, in: NJW 1996, 417, 425 in FN 133), stellt aber ein Indiz für den Zugang des Telefax dar (…BGH, a.a.O.).
- BayObLG, 20.11.1997 - 1Z BR 140/97
Wiedereinsetzung bei Eingang per Telefax abgesandter sofortiger Beschwerde …
abgesehen von den Manipulationsmöglichkeiten - nur die Herstellung einer Verbindung, dagegen nicht die Übermittlung bestimmter Erklärungen (vgl. OLG Köln NJW 1995, 1228 ; BGH NJW 1995, 665/667).
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Rechtsprechung
| OLG Köln, 12.10.1994 - 27 UF 86/94 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de (Leitsatz)
ZPO § 304
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Zwischenurteil über den Grund; Anspruch der Höhe und dem Grund nach; Enger Zusammenhang; Grundurteil; Unterhaltsprozeß; Überschneidung maßgeblicher Gesichtspunkte
Papierfundstellen
- MDR 1995, 411
- FamRZ 1995, 1365
Wird zitiert von ...
- OLG Karlsruhe, 14.12.2004 - 20 UF 99/04
Nachehelicher Unterhalt: Unterhaltsbefristung nach 12jähriger kinderloser Ehe
Die Verflechtung der Lebensverhältnisse (vgl. zu diesem Kriterium bei über 15jähriger Ehedauer OLG Köln FamRZ 1995, 1365) hat somit noch kein Ausmaß erreicht, das einer Befristung des Unterhaltsanspruchs entgegenstünde, zumal es hier lediglich um Aufstockungsunterhalt nach § 1573 Abs. 2 BGB geht, bei dem eine zeitliche Unterhaltsbegrenzung eher in Betracht kommt (vgl. auch Grandel, FF 2004, 237 ff. m.w.N.).
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