Rechtsprechung
| OLG Saarbrücken, 08.02.2011 - 4 U 200/10 - 60, 4 U 200/10 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Rechtsprechungsdatenbank Saarland
§ 254 BGB, § 847 BGB, § 25 StVO, § 412 ZPO, § 7 StVG
Schadenersatz aus Verkehrsunfall: Haftungsabwägung bei einem Unfall zwischen einem Fußgänger und einem Kraftfahrzeug; Voraussetzungen der Einholung eines Obergutachtens - verkehrslexikon.de
Zur vollen Haftung des Fußgängers, der die Fahrbahn bei Fußgänger-Rot überquert
- RA Kotz (Volltext/Leitsatz)
Fußgänger in dunkler Kleidung angefahren
- rabüro.de
Zur vollen Haftung des Fußgängers, der die Fahrbahn nachts bei Fußgänger-Rot überquert
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 254; StVG § 7 Abs. 1; StVO § 1 Abs. 2
Haftungsverteilung bei Kollision eines Pkw mit einem nachts in dunkler Kleidung unter Missachtung einer Rotlicht zeigenden Fußgängerampel außerhalb der Fußgängerfurt eine innerstädtische Straße überquerenden Fußgänger - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (12)
- ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)
Zum Zurücktreten der Betriebsgefahr bei Verkehrsunfall
- heise.de (Pressebericht, 15.07.2011)
Fußgänger dürfen auch nachts keine Ampel ignorieren
- anwaltonline.com (Kurzinformation)
Wer leichtsinnig über die Straße geht, ist selber schuld!
- mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)
Leichtsinniger Fußgänger haftet allein
- bleil.de (Kurzinformation)
Grob fahrlässiges Handeln eines Fußgängers
- aerztezeitung.de (Pressemeldung)
Kein Schadensersatz für leichtsinnigen Fußgänger
- schadenfixblog.de (Kurzinformation)
Mithaftung des Autofahrers bei Fußgängerunfall bei Nacht?
- haufe.de (Kurzinformation)
Zu dunkel gekleidet: Kein Schadensersatz für Fußgänger bei Verkehrsunfall
- anwalt.de (Kurzinformation)
Fußgänger überquert Straße bei Rot - kein Schadensersatz
- anwalt.de (Kurzinformation)
Straße bei Rot überquert - Kein Schadensersatz für Fußgänger
- kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)
Kein Schadensersatz bei Leichtsinn: Straßenüberquerung in dunkler Kleidung - Fußgänger müssen dafür sorgen, dass Autofahrer sie sehen können - ansonsten können sie ihre Schadensersatzansprüche verlieren
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Haftungsverteilung bei Kollision eines Pkw mit einem nachts in dunkler Kleidung unter Missachtung einer Rotlicht zeigenden Fußgängerampel außerhalb der Fußgängerfurt eine innerstädtische Straße überquerenden Fußgänger
Verfahrensgang
- LG Saarbrücken, 25.03.2010 - 2 O 203/06
- OLG Saarbrücken, 08.02.2011 - 4 U 200/10 - 60, 4 U 200/10
Papierfundstellen
- MDR 2011, 537
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (13)
- OLG Koblenz, 11.12.2006 - 12 U 1184/04
Fußgängerunfall: Betreten der Fahrbahn bei auf rot geschalteter Fußgängerampel; …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 08.02.2011 - 4 U 200/10
Hierbei kann die Abwägung zum vollständigen Ausschluss des Ersatzanspruchs führen, wenn das Verschulden des Geschädigten derart überwiegt, dass die vom Schädiger ausgehende Ursache völlig zurücktritt (…Hentschel/König/Dauer, aaO, Rdnr. 9;… Greger, Haftungsrecht des Straßenverkehrs, 4. Aufl., § 22 Rdnr. 239;… Jagow/Burmann/Heß, Straßenverkehrsrecht, 21. Aufl., § 9 StVG Rdnr. 18 f.; OLG Koblenz, Urt. v. 11.12.2006 - 12 U 1184/04).In gleichem Sinne haben sich die Oberlandesgerichte Hamm (…Urt. vom 21.2.2002 - 27 U 178/01) und Koblenz (Urt. v. 11.12.2006 - 12 U 1184/04) geäußert (…zustimmend Budewig/Gehrlein/Leipold, Der Unfall im Straßenverkehr, Rdnr. 99).
- BGH, 17.02.1970 - III ZR 139/67
Anastasia - Anforderungen an die Überzeugungsbildung des Gerichts
Auszug aus OLG Saarbrücken, 08.02.2011 - 4 U 200/10
Dagegen ist die Einholung eines Obergutachtens erst dann zwingend geboten, wenn das gerichtliche Gutachten Widersprüche enthält, von unzutreffenden tatsächlichen Voraussetzungen ausgeht oder wenn der als Obergutachter in Betracht kommende neue Sachverständige über Erkenntnismöglichkeiten verfügt, die denen des zunächst beauftragten Sachverständigen überlegen erscheinen (st. Rspr. BGHZ 53, 245, 248 f.;… BGH, Urt. v. 9.1.2002 - VIII ZR 304/00, NJW 2002, 1651;… Urt. v. 21.1.1997 - VI ZR 86/96, BGHR ZPO § 286 Abs. 1 Sachverständigenbeweis 26;… Urt. v. 5.5.1987 - VI ZR 181/86, BGHR ZPO § 412 Obergutachten 1;… Beschl. v. 22.9.1988 - III ZR 158/87, BGHR ZPO § 402 Parteibefragung 1;… Urt. v. 23.9.1986 - VI ZR 261/85, BGHR ZPO § 286 Abs. 1 Sachverständigenbeweis 1;… P/G/Katzenmeier, ZPO, 2. Aufl., § 412 Rdnr. 4). - BGH, 21.11.2006 - VI ZR 115/05
Abwägung der Verursachungsanteile bei Fehlen der Fahrerlaubnis; Umfang des …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 08.02.2011 - 4 U 200/10
Hierbei folgt die Haftungsabwägung den zu § 17 Abs. 1 StVG entwickelten Rechtsgrundsätzen: Bei der Abwägung der beiderseitigen Verursacherbeiträge sind nur solche Umstände einzubeziehen, die erwiesenermaßen ursächlich für den Schaden geworden sind (…Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 40. Aufl., § 9 StVG Rdnr. 7; BGH, Urt. v. 21.11.2006 - VI ZR 115/05, NJW 2007, 506;… Urt. v. 24.6.1975 - VI ZR 159/74, VersR 1975, 1121).
- BGH, 09.01.2002 - VIII ZR 304/00
Zustandekommen und Inhalt eines Vertrages nach UN-Kaufrecht; Aufklärungspflicht …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 08.02.2011 - 4 U 200/10
Dagegen ist die Einholung eines Obergutachtens erst dann zwingend geboten, wenn das gerichtliche Gutachten Widersprüche enthält, von unzutreffenden tatsächlichen Voraussetzungen ausgeht oder wenn der als Obergutachter in Betracht kommende neue Sachverständige über Erkenntnismöglichkeiten verfügt, die denen des zunächst beauftragten Sachverständigen überlegen erscheinen (st. Rspr. BGHZ 53, 245, 248 f.; BGH, Urt. v. 9.1.2002 - VIII ZR 304/00, NJW 2002, 1651;… Urt. v. 21.1.1997 - VI ZR 86/96, BGHR ZPO § 286 Abs. 1 Sachverständigenbeweis 26;… Urt. v. 5.5.1987 - VI ZR 181/86, BGHR ZPO § 412 Obergutachten 1;… Beschl. v. 22.9.1988 - III ZR 158/87, BGHR ZPO § 402 Parteibefragung 1;… Urt. v. 23.9.1986 - VI ZR 261/85, BGHR ZPO § 286 Abs. 1 Sachverständigenbeweis 1;… P/G/Katzenmeier, ZPO, 2. Aufl., § 412 Rdnr. 4). - BGH, 21.01.1997 - VI ZR 86/96
Nachweis eigener Sachkunde durch das Gericht; Feststellung an …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 08.02.2011 - 4 U 200/10
Dagegen ist die Einholung eines Obergutachtens erst dann zwingend geboten, wenn das gerichtliche Gutachten Widersprüche enthält, von unzutreffenden tatsächlichen Voraussetzungen ausgeht oder wenn der als Obergutachter in Betracht kommende neue Sachverständige über Erkenntnismöglichkeiten verfügt, die denen des zunächst beauftragten Sachverständigen überlegen erscheinen (st. Rspr. BGHZ 53, 245, 248 f.;… BGH, Urt. v. 9.1.2002 - VIII ZR 304/00, NJW 2002, 1651; Urt. v. 21.1.1997 - VI ZR 86/96, BGHR ZPO § 286 Abs. 1 Sachverständigenbeweis 26;… Urt. v. 5.5.1987 - VI ZR 181/86, BGHR ZPO § 412 Obergutachten 1;… Beschl. v. 22.9.1988 - III ZR 158/87, BGHR ZPO § 402 Parteibefragung 1;… Urt. v. 23.9.1986 - VI ZR 261/85, BGHR ZPO § 286 Abs. 1 Sachverständigenbeweis 1;… P/G/Katzenmeier, ZPO, 2. Aufl., § 412 Rdnr. 4). - OLG Saarbrücken, 27.07.2010 - 4 U 585/09
Schadensersatz wegen Verkehrsunfall: Vorteilsausgleich bei einer …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 08.02.2011 - 4 U 200/10
Rn. 59 Soweit der Senat im Urteil vom 27.7.2010 - 4 U 585/09 einem betagten Radfahrer, der unter grober Missachtung der Verkehrslage mit seinem Rad eine viel befahrene Straße überqueren wollte, eine Haftungsquote von immerhin 25% zubilligte, unterscheidet sich der dort entschiedene Fall vom vorliegenden Sachverhalt in einem wesentlichen Detail. - BGH, 23.09.1986 - VI ZR 261/85
Sachaufklärung und Beweiswürdigung bei widerstreitenden Sachverständigengutachten
Auszug aus OLG Saarbrücken, 08.02.2011 - 4 U 200/10
Dagegen ist die Einholung eines Obergutachtens erst dann zwingend geboten, wenn das gerichtliche Gutachten Widersprüche enthält, von unzutreffenden tatsächlichen Voraussetzungen ausgeht oder wenn der als Obergutachter in Betracht kommende neue Sachverständige über Erkenntnismöglichkeiten verfügt, die denen des zunächst beauftragten Sachverständigen überlegen erscheinen (st. Rspr. BGHZ 53, 245, 248 f.;… BGH, Urt. v. 9.1.2002 - VIII ZR 304/00, NJW 2002, 1651;… Urt. v. 21.1.1997 - VI ZR 86/96, BGHR ZPO § 286 Abs. 1 Sachverständigenbeweis 26;… Urt. v. 5.5.1987 - VI ZR 181/86, BGHR ZPO § 412 Obergutachten 1;… Beschl. v. 22.9.1988 - III ZR 158/87, BGHR ZPO § 402 Parteibefragung 1; Urt. v. 23.9.1986 - VI ZR 261/85, BGHR ZPO § 286 Abs. 1 Sachverständigenbeweis 1;… P/G/Katzenmeier, ZPO, 2. Aufl., § 412 Rdnr. 4). - KG, 26.10.2006 - 22 U 193/05
Überqueren einer Straße durch Fußgänger trotz Rotphase der Fußgängerampel als …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 08.02.2011 - 4 U 200/10
Rn. 58 b) Das vollständige Zurücktreten der Betriebsgefahr steht mit der Kasuistik in Einklang: So hat das Kammergericht in der Entscheidung VersR 2008, 797 die Rechtsauffassung vertreten, dass einem Fußgänger, der die ihm aus § 25 Abs. 3 StVO obliegende Verkehrspflicht verletzt, indem er bei Rotlicht auf die Fahrbahn tritt, ein grobes Verschulden zur Last falle, hinter dem die nicht durch ein Mitverschulden erhöhte Betriebsgefahr vollständig zurücktrete. - BGH, 05.05.1987 - VI ZR 181/86
Schleswig-Holsteinische GaragenVO als Schutzgesetz
Auszug aus OLG Saarbrücken, 08.02.2011 - 4 U 200/10
Dagegen ist die Einholung eines Obergutachtens erst dann zwingend geboten, wenn das gerichtliche Gutachten Widersprüche enthält, von unzutreffenden tatsächlichen Voraussetzungen ausgeht oder wenn der als Obergutachter in Betracht kommende neue Sachverständige über Erkenntnismöglichkeiten verfügt, die denen des zunächst beauftragten Sachverständigen überlegen erscheinen (st. Rspr. BGHZ 53, 245, 248 f.;… BGH, Urt. v. 9.1.2002 - VIII ZR 304/00, NJW 2002, 1651;… Urt. v. 21.1.1997 - VI ZR 86/96, BGHR ZPO § 286 Abs. 1 Sachverständigenbeweis 26; Urt. v. 5.5.1987 - VI ZR 181/86, BGHR ZPO § 412 Obergutachten 1;… Beschl. v. 22.9.1988 - III ZR 158/87, BGHR ZPO § 402 Parteibefragung 1;… Urt. v. 23.9.1986 - VI ZR 261/85, BGHR ZPO § 286 Abs. 1 Sachverständigenbeweis 1;… P/G/Katzenmeier, ZPO, 2. Aufl., § 412 Rdnr. 4). - BGH, 24.06.1975 - VI ZR 159/74
Unterlassen eines Hupzeichens während einer Vollbremsung; Erhöhung der …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 08.02.2011 - 4 U 200/10
Hierbei folgt die Haftungsabwägung den zu § 17 Abs. 1 StVG entwickelten Rechtsgrundsätzen: Bei der Abwägung der beiderseitigen Verursacherbeiträge sind nur solche Umstände einzubeziehen, die erwiesenermaßen ursächlich für den Schaden geworden sind (…Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 40. Aufl., § 9 StVG Rdnr. 7;… BGH, Urt. v. 21.11.2006 - VI ZR 115/05, NJW 2007, 506; Urt. v. 24.6.1975 - VI ZR 159/74, VersR 1975, 1121). - OLG Hamm, 21.02.2002 - 27 U 178/01
Berücksichtigung des Eigenverschuldens eines Fußgängers durch das Überqueren …
- BGH, 22.09.1988 - III ZR 158/87
- OLG Köln, 28.06.2002 - 19 U 235/01
Voraussetzungen des Vorliegens eines Schadensersatz- und Schmerzensgeldanspruchs …
- OLG München, 31.07.2015 - 10 U 4733/14
Kollision einer 11-jährigen Tretrollerfahrerin mit einem Auto beim Überqueren der …
Angesichts dieser Verpflichtungen kommt eine Bewertung des Mitverschuldens des Fußgängers, die jegliche Haftung des Kraftfahrers ausschließt, lediglich in besonderen Ausnahmefällen und nur dann in Betracht, wenn dieser keinerlei Verkehrsverstöße begangen hat (OLG Köln NZV 2002, 369;… OLG Karlsruhe, Urt. v. 23.06.2009 - 1 U 79/09 [juris];… OLG Frankfurt, Urt. v. 28.09.2010 - 10 U 1/10 [juris]; OLG Saarbrücken, Urt. v. 08.02.2011 - 4 U 200/10 - 60 [juris]; OLG Köln, Beschl. v. 19.03.2012 - I-16 U 169/11, 16 U 169/11 [juris]). - LG Limburg, 22.03.2019 - 2 O 177/18
Verkehrsunfall - Tötung eines anderen Geschädigten
Die vom Beklagten ausgehende Betriebsgefahr tritt dahinter zurück (vgl. OLG Saarbrücken, SVR 2011, 422). - LG Erfurt, 25.05.2012 - 2 S 262/11
Verkehrsunfall mit Beteiligung von Kindern - unaufmerksam überquerende Kinder
Grundsätzlich hat ein Fußgänger zwar für einen Unfallschaden allein einzustehen, wenn seinem groben Eigenverschulden die - nicht erhöhte - Betriebsgefahr des Kraftfahrzeugs des Unfallsgegners gegenüber steht (vgl. KG Berlin, Beschluss vom 04.04.2011, Az: 12 U 105/10; Saarländisches OLG, Urteil vom 08.02.2011, Az: 4 U 200/10).
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Rechtsprechung
| OLG Naumburg, 20.01.2011 - 1 U 72/10 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- Burhoff online
Beifahrer, Mitverschulden, alkoholisierter Fahrer
- openjur.de
- Rechtsprechungsdatenbank Sachsen-Anhalt
§ 254 BGB, § 286 ZPO
Schadensersatz wegen Verkehrsunfall: Mitverschulden des geschädigten Beifahrers bei Alkoholisierung des Fahrers
- verkehrslexikon.de
Zum Mitverschuldenseinwand gegenüber dem durch einen alkoholisierten Kfz-Führer geschädigten Beifahrer
- rechtsportal.de
StVG § 7 Abs. 1; StVG § 18 Abs. 1; BGB § 254
Mitverschulden des Beifahrers bei Kenntnis der Alkoholisierung des Fahrers - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (7)
- ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)
Mitschuld wenn man beim betrunkenen Fahrer einsteigt?
- Burhoff online Blog (Auszüge)
Fahrer betrunken, Beifahrer Mitschuld?
- heise.de (Pressemeldung, 06.09.2011)
Schadensersatz trotz Mitfahrt bei alkoholisiertem Fahrer
- onlineurteile.de (Kurzmitteilung)
Tödlicher Unfall durch Trunkenheit - Ist dem verunglückten Beifahrer ein Mitverschulden anzurechnen?
- schadenfixblog.de (Kurzinformation)
Alkoholisierter Fahrer / Mitverschulden Beifahrer / Beweislast
- schadenfixblog.de (Kurzinformation)
Fahrer und Beifahrer betrunken - Wer haftet?
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Mitverschulden eines Beifahrers hinsichtlich der bei einem alkoholbedingten Unfall erlittenen Verletzungen im Falle der Kenntnis des Beifahrers von der Alkoholisierung des Fahrers
Verfahrensgang
- LG Magdeburg, 21.07.2010 - 10 O 497/10
- OLG Naumburg, 20.01.2011 - 1 U 72/10
Papierfundstellen
- NJW-RR 2011, 896
- MDR 2011, 537
- NZV 2011, 448
- VersR 2012, 202
- AnwBl 2011, 153
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (5)
- KG, 12.01.2006 - 12 U 261/04
Haftung bei Verkehrsunfall: Mitverschulden des Beifahrers eines alkoholbedingt …
Auszug aus OLG Naumburg, 20.01.2011 - 1 U 72/10
Speziell für das Mitverschulden eines Beifahrers bei Alkoholisierung des Fahrers, hat die Rechtsprechung (KG Beschluss vom 12.1.2006 - 12 U 261/04 - [z.B. VRS 111, 10]; Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken Urteil vom 28.8.2001 - 4 U 90/01 - [z.B. MDR 2002, 392]; jeweils zitiert nach juris) dies in gleicher Weise angenommen. - OLG Naumburg, 25.09.2001 - 9 U 121/00
Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines …
Auszug aus OLG Naumburg, 20.01.2011 - 1 U 72/10
Hierbei wird davon ausgegangen, dass aus dem Grad der Blutalkoholkonzentration - jedenfalls im Bereich der relativen Fahruntüchtigkeit - keine zwingenden Rückschlüsse auf erkennbare alkoholbedingte Ausfallerscheinungen gezogen werden können (OLG Naumburg Urteil vom 25.9.2001 - 9 U 121/00 - [z.B. NZV 2002, 459]). - OLG Saarbrücken, 28.08.2001 - 4 U 90/01
Mitverschulden des Beifahrers bei Alkoholisierung des Fahrers
Auszug aus OLG Naumburg, 20.01.2011 - 1 U 72/10
Speziell für das Mitverschulden eines Beifahrers bei Alkoholisierung des Fahrers, hat die Rechtsprechung (KG Beschluss vom 12.1.2006 - 12 U 261/04 - [z.B. VRS 111, 10]; Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken Urteil vom 28.8.2001 - 4 U 90/01 - [z.B. MDR 2002, 392]; jeweils zitiert nach juris) dies in gleicher Weise angenommen. - KG, 03.10.1988 - 12 U 291/88
Mitverschulden; Beifahrer; Mitfahrer; Verkehrsunfall; Tod; Fahruntüchtig
Auszug aus OLG Naumburg, 20.01.2011 - 1 U 72/10
Mitverschulden setzt aber weiter voraus, dass der Beifahrer in Kenntnis der Alkoholisierung Gelegenheit hatte, das Fahrzeug noch zu verlassen (KG Urteil vom 3.10.1989 - 12 U 291/88 - [z.B. DAR 1989, 305]). - KG, 22.05.1995 - 12 U 7441/94
Auszug aus OLG Naumburg, 20.01.2011 - 1 U 72/10
Die Obergerichte haben sich diesem Ansatz dem Grunde nach angeschlossen (z.B. OLG Hamm OLGR 1998, 145; OLG München OLGR 1998, 107; OLG Hamm OLGR 1997, 243; OLG Köln VRS 90, 92; OLG Oldenburg 1998, 277).
- OLG Naumburg, 20.10.2014 - 12 U 79/14
Regressanspruch einer Berufsgenossenschaft: Grob fahrlässige Verursachung eines …
Denn in der Teilnahme eines Beifahrers an einer Autofahrt trotz erkennbarer Trunkenheit des Fahrers liegt regelmäßig ein Verstoß gegen die eigenen Interessen (z. B. OLG Karlsruhe NJW 2009, 2608; KG DAR 2006, 506; OLG Naumburg MDR 2011, 537 ; KG VRS 111, 10).Insbesondere bedarf es keiner Entscheidung des Senates, ob hier ein Anscheinsbeweis für die Erkennbarkeit der Alkoholisierung spricht (ebenfalls offen gelassen: OLG Naumburg MDR 2011, 537 ).
- OLG Celle, 05.10.2011 - 14 U 93/11
Mitverschulden des Beifahrers durch die Teilnahme an einer Autofahrt trotz …
Nach Auffassung des OLG Naumburg (NZV 2011, 448) kommt es entscheidend darauf an, ob und in welchem Umfang der Fahrer in Gegenwart des später Geschädigten alkoholische Getränke zu sich genommen hat und welche Ausfälle, die auf alkoholbedingte Fahrtüchtigkeit schließen lassen, er gezeigt hat.
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