Rechtsprechung
| BGH, 16.11.1954 - I ZR 40/53 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1955, 541
- NJW 1955, 789 (Ls.)
- GRUR 1955, 286
- DB 1955, 168
Wird zitiert von ... (20) Zitiert selbst (5)
- RG, 11.06.1932 - I 362/31
Über Begriff, Voraussetzung und Wirkung der Gesellschafter-Erfindung.
Auszug aus BGH, 16.11.1954 - I ZR 40/53
Die Revision hat auf Grund dieses Vorbringens der Klägerin erstmalig den Versuch unternommen, unter Bezugnahme auf die Entscheidung RGZ 136, 415 [418-419] den unmittelbaren Übergang des Rechts an dieser Erfindung zu Gunsten der Klägerin zu begründen.In der angeführten Entscheidung RGZ 136, 415 [418-419] hat das Reichsgericht auf eine Gesellschaftererfindung die Grundsätze der Diensterfindung angewandt und ausgeführt, für die im Betriebe tätigen Gesellschafter eines Unternehmens müßten die Grundsätze der Diensterfindung sogar in erhöhtem Maße gelten.
Mag dem Gesellschafter in gewissem Sinne auch eine erhöhte, umfassendere Treupflicht obliegen (vgl. für die Diensterfindung und die Gesellschaftererfindung die bereits erwähnte Entscheidung RGZ 136, 415; zur Frage der Wahrung des Betriebsgeheimnisses RG GRUR 1939, 706 [708]), so kann einem Gesellschafter, der bereits von jeder Mitarbeit zur Förderung und Erreichung des Gesellschaftszwecks ausgeschlossen ist und auch rein rechtlich mit dem alsbaldigen Ausscheiden aus dem Gesellschaftsverhältnis rechnen muß, nicht verwehrt werden, sich um den Aufbau einer neuen Existenz zu bemühen, auch wenn sich dies später für die fortbestehende Gesellschaft wirtschaftlich nachteilig auswirken könnte.
- RG, 22.12.1939 - III 30/39
1. Zum Begriff der Diensterfindung. 2. Inwieweit wird die Auswirkung von …
Auszug aus BGH, 16.11.1954 - I ZR 40/53
Das Reichsgericht hat in der Entscheidung vom 22. Dezember 1939 (RGZ 163, 112 [115-116]) die Frage, ob nach dem Inkrafttreten des neuen Patentgesetzes eine dem Dienstherrn nach dem Dienstvertrag "gehörende" Diensterfindung dem Dienstherrn ohne weiteres zufalle oder ihm besonders zu übertragen sei, offengelassen. - BGH, 23.05.1952 - I ZR 149/51
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 16.11.1954 - I ZR 40/53
Für Diensterfindungen wurde durch die Verordnung über die Behandlung von Erfindungen von Gefolgschaftsmitgliedern vom 12. Juli 1942 (RGBl 1, 466) und die hierzu erlassene Durchführungsverordnung vom 20. März 1943 (RGBl 1, 257) eine im ganzen noch geltende Sonderregelung getroffen (Urt des BGH v. 23. Mai 1952 - I ZR 149/51 - in GRUR 1952, 573; Reimer, Das Recht der Arbeitnehmererfindung, GRUR 1950, 350), die von dem in der Person des Erfinders entstehenden Recht auf das Patent ausgeht (§ 3 Satz 1 PatG) und unter bestimmten Voraussetzungen dem Unternehmer die Möglichkeit gibt, die Erfindung in Anspruch zu nehmen. - RG, 19.12.1940 - 3 D 236/40
1. Die Treupflicht, die in dem Anstellungsvertrage begründet ist, verbietet dem …
Auszug aus BGH, 16.11.1954 - I ZR 40/53
Die Treupflicht, die in einem Anstellungsverhältnis begründet ist, verbietet dem Angestellten nicht, schon während der Dauer des Anstellungsverhältnisses ein Wettbewerbsunternehmen vorzubereiten, das er nach Beendigung seines Angestelltenverhältnisses betreiben will (RGSt 75, 75 [82 f]; RAG in Arbeitsrechtssammlung 35, 168 mit zustimmender Anmerkung von Hueck). - RG, 25.02.1933 - I 139/32
1. Kann der Dienstherr, nach Überlassung der Kenntnis einer Angestelltenerfindung …
Auszug aus BGH, 16.11.1954 - I ZR 40/53
Jede der hiernach möglichen rechtlichen Würdigungen setzt aber in tatsächlicher Hinsicht voraus, daß bereits vor dem 1. April 1950 eine "fertige Erfindung" vorgelegen hat (RGZ 140, 53 [58-60]).
- BGH, 11.06.2024 - X ZB 5/22
DABUS - Künstliche Intelligenz kann nicht Erfinder sein
Rn. 25 (1) Mit der Einführung der zuletzt genannten Vorschrift im Jahr 1936 und der damit verbundenen Abkehr von dem zuvor geltenden Anmelderprinzip haben die in der Rechtsprechung des Reichsgerichts entwickelten Grundsätze über so genannte Betriebs-, Dienst- und Gesellschaftererfindungen ihre Grundlage verloren (BGH, Urteil vom 16. November 1954 - I ZR 40/53, GRUR 1955, 286, 288 f. - Schnellkopiergerät; Urteil vom 5. Mai 1966 - Ia ZR 110/64, GRUR 1966, 558, 560 - Spanplatten). - OLG Düsseldorf, 28.02.2014 - 2 U 39/12
Pflicht des Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH zur unentgeltlichen …
Fehlt es an einer ausdrücklichen Regelung, bieten vor allem der Sinn des betreffenden Dienstverhältnisses oder der Zweck der den Geschäftsführer anstellenden Gesellschaft, die vom Geschäftsführer in der Gesellschaft im Einzelnen übernommenen Funktionen, seine Treuepflicht der Gesellschaft gegenüber sowie die rechtliche Behandlung früherer Erfindungen taugliche Anhaltspunkte für das mit der Anstellung tatsächlich als gewollt Erklärte (vgl. BGH, GRUR 2000, 788, 790 - Gleichstromsteuerschaltung; GRUR 1955, 286, 289 - Schnellkopiergerät; GRUR 1965, 302, 304 - Schellenreibungskupplung; Jestaedt, FS für Rudolf Nirk, 1992, 493, 500 f.).Ebenso kann der Sinn und Zweck der Gesellschaft für eine dahingehende Verpflichtung sprechen (vgl. BGH, GRUR 1955, 286, 289 - Schnellkopiergerät; GRUR 2000, 788, 790 - Gleichstromsteuerschaltung; GRUR 1991, 127, 129 - Objektträger;… Bartenbach/Volz, a.a.O., § 1 Rdnr. 74 m. w. Nachw.;… vgl. a. Benkard/Melullis, a.a.O., § 6 PatG Rdnr. 27e;… Busse/Keukenschrijver, PatG, 7. Aufl., § 6 PatG Rdnr. 30).
Auch kann sich - je nach den Umständen des Einzelfalles - aus der Treuepflicht mitunter eine Pflicht des Gesellschafters zur Übertragung bzw. Rechtseinräumung ergeben (BGH, GRUR 1955, 286, 289 - Schnellkopiergerät; GRUR 2000, 788, 790 - Gleichstromsteuerschaltung;… Bartenbach/Volz, a.a.O., § 1 Rdnr. 74 m. w. Nachw.), insbesondere wenn die Erfindung überwiegend auf Mitteln, Erfahrungen und Vorarbeiten des Unternehmens beruht (…Bartenbach/Volz, a.a.O., § 1 Rdnr. 74 m. w. Nachw.;… vgl. a. Benkard/Melullis, a.a.O., § 6 PatG Rdnr. 27e).
Selbst der persönlich haftende Gesellschafter einer Personengesellschaft ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs aber nicht ausnahmslos verpflichtet, über die Erfindung zugunsten der Gesellschaft zu verfügen (vgl. BGH, GRUR 1955, 286, 289 - Schnellkopiergerät; GRUR 1991, 127, 129 - Objektträger).
- OLG Frankfurt, 13.04.2017 - 6 U 69/16
Andienungspflicht des Gesellschafters hinsichtlich einer von ihm gemachten …
c) Wenn der Gesellschaftsvertrag keine ausdrückliche Abrede über eine Andienungspflicht der Gesellschafter enthält, dann kann nicht ausnahmslos von einer Pflicht zur Übertragung bzw. Rechtseinräumung des Schutzrechts ausgegangen werden (BGH GRUR 1955, 286, 289 - Schnell-Kopiergerät; BGH GRUR 1991m 127, 129 - Objektträger).
- BGH, 24.10.1989 - X ZR 58/88
Vergütungsanspruch für eine Erfindung des Geschäftsführers der Komplementär-GmbH …
Es findet auf Erfindungen eines Geschäftsführers einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung weder unmittelbar noch im Wege einer erweiterten Auslegung Anwendung, weil der Geschäftsführer die Gesellschaft gesetzlich vertritt (§§ 35, 36, 37 Abs. 2 GmbHG) und infolgedessen nicht zu den sozial abhängigen Arbeitnehmern zählt, deren Schutz das ArbEG beabsichtigt (BGH GRUR 1965, 302, 303 - Schellenreibungskupplung; vgl. auch BGHZ 31, 162 - Malzflocken; BGH GRUR 1955, 286, 289 - Schnellkopiergerät;… Reimer/Schade/Schippel, ArbEG, 1975, § 1 Rdn. 4;… Bartenbach, ArbEG, 1980, § 1 Rdn. 68 f.;… Gaul/Bartenbach, Handbuch des gewerblichen Rechtsschutzes, Bd. I C Rz. 120 ff.; Gaul, GRUR 1977, 686, 690;… Volmer/Gaul, ArbEG, § 1 Rdn. 108 ff.; ders., GmbH-Rundschau 1982, 101). - BGH, 11.04.2000 - X ZR 185/97
Gleichstromsteuerschaltung
Wenn es, wie das Berufungsgericht hinsichtlich des Anstellungsvertrages des Beklagten angenommen hat, an einer ausdrücklichen Regelung fehlt, bieten vor allem der Sinn des betreffenden Dienstverhältnisses oder der Zweck der den Geschäftsführer anstellenden Gesellschaft, die vom Geschäftsführer in der Gesellschaft im einzelnen übernommenen Funktionen, seine Treuepflicht der Gesellschaft gegenüber sowie die rechtliche Behandlung früherer Erfindungen taugliche Anhaltspunkte des mit der Anstellung tatsächlich als gewollt Erklärten (vgl. BGH, Urt. v. 16.11.1954 - I ZR 40/53, GRUR 1955, 286, 289 - Schnellkopiergerät;… Urt. v. 22.10.1964 - Ia ZR 8/64, GRUR 1965, 302, 304 - Schellenreibungskupplung;… Bartenbach/Volz, ArbEG, 3. Aufl., § 1 Rdn. 74;… Jestaedt, Festschrift für Rudolf Nirk, 1992, 493, 500 f.; auch Gaul, GmbHR 1982, 101, 102 f.). - BFH, 31.05.2001 - IV R 53/00
GbR - Nichtselbständige Tätigkeit - Ingenieure im öffentlichen Dienst - …
Das in der Revisionsbegründung zitierte Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 16. November 1954 I ZR 40/53 (Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1955, 541) steht dem nicht entgegen.In diesem Fall bestimmt sich nach Inhalt und Zweck des Gesellschaftsvertrages, ob und in welchem Umfang die Rechte an der Erfindung der Gesellschaft gebühren (BGH in NJW 1955, 541).
- BGH, 05.03.1998 - I ZR 250/95
"Potmusikproduzenten"; Wirksamkeit eines Gesellschaftsvertrages zweier Künstler …
Die Vereinbarung kann deshalb nur so verstanden werden, daß die Nutzungsrechte an den im Rahmen der Zusammenarbeit geschaffenen Werken - unabhängig von der Frage der Urheberschaft in die Gesellschaft bürgerlichen Rechts zur Verwertung einzubringen waren (vgl. dazu auch - zum Patentrecht - BGH, Urt. v. 16.11.1954 - I ZR 40/53, GRUR 1955, 286, 289 - Schnellkopiergerät;… vgl. weiter Schricker/Loewenheim, Urheberrecht, § 8 Rdn. 12; Orth, Die Besonderheiten der BGB-Gesellschaften im Urheberrecht, S. 125 f.). - BGH, 22.02.1974 - I ZR 128/72
Rechte an Hummel-Figuren
Diesen berechtigten Belangen ist jedoch nicht durch ein (fiktives) originäres Urheberrecht des Dienstherrn (vgl. § 5 KUG für von juristischen Personen des öffentlichen Rechts ohne Verfasserangabe herausgegebene Werke; siehe ferner für Diensterfindungen nach der älteren patentrechtlichen Rechtsprechung RGZ 136, 415, 418; dazu kritisch BGH GRUR 1955, 286, 288, 289 - Schnellkopiergerät), sondern bei der Frage Rechnung getragen worden, ob und in welchem Umfang der angestellte Werkschöpfer zu einer Urheberrechts- bzw. Nutzungsrechtsübertragung auf seinen Dienstherrn verpflichtet ist (…RG und BGH a.a.O. sowie die nachfolgende Rspr.; vgl. auch die Auslegungsregel des § 2 GeschmMG nach der der Dienstherr als Rechtsinhaber angesehen wird). - BGH, 22.10.1964 - Ia ZR 8/64
Rechtsmittel
Beide Verordnungen sind, wie bereits das Berufungsgericht ausgeführt hat, ebenso wie das ab 1. Oktober 1957 an ihre Stelle getretene Gesetz über Arbeitnehmererfindungen vom 25. Juli 1957 (…vgl. §§ 43 Abs. 1, 49 a.a.O.) auf die Erfindungen von Geschäftsführern einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung weder unmittelbar noch im Wege einer erweiternden Auslegung anzuwenden, weil diese die Gesellschaft gesetzlich vertreten (§§ 35, 36, 37 Abs. 2 Satz 1 GmbHG) und infolgedessen nicht zu den sozial abhängigen Arbeitnehmern rechnen, deren Schutz die Regelung durch den Gesetzgeber bezweckt (vgl. hierzu das Urteil des erkennenden Senats vom 21. Mai 1963 - Ia ZR 104/63 - Chlorator;… ferner BGH Urt. vom 11. November 1959 - KZR 1/59 - Malzflocken, nur teilweise veröffentlicht u.a. in BGHZ 31, 162 und GRUR 1960, 350 für den gleichliegenden Fall der Erfindung des Vorstandsmitglieds einer Aktiengesellschaft; BGH GRUR 1955, 286, 289 Schnellkopiergerät - für die Erfindung des persönlich haftenden Gesellschafters einer Kommanditgesellschaft; ferner Riemschneider/Barth, Die Gefolgschaftserfindung, 1943, Vorbem. 1 zu den §§ 3 ff DVO, S. 59; Volmer, Arbeitnehmererfindungsgesetz, § 1 Bem.Dies schließt aber nicht aus, daß sich die Verpflichtung des Klägers, seine Erfindungen auf die Beklagte zu übertragen, aus seinen dienstvertraglichen Beziehungen (§§ 611 ff BGB) und der damit verbundenen Treuepflicht ergeben kann, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob die Parteien eine ausdrückliche Vereinbarung über Erfindungen getroffen haben oder nicht (vgl. hierzu BGH GRUR 1953, 29, 30 - Plattenspieler I; GRUR 1955, 286, 289 - Schnellkopiergerät;… ferner Reimer/Schade/Schippel, a.a.O., ArbEG § 1 Anm. 4, § 5 Anm. 11;… Volmer, a.a.O., § 1 Bem. 25, 26 und 28;… Benkard, a.a.O., § 3 PatG Rdn. 10 bis 12).
- OLG Stuttgart, 20.03.2001 - 20 W 33/00
Eigentumserwerb durch Verarbeitung - künstlerisches Werk - Entwicklungsstufen
Auch ist eine antizipierte Eigentumsübertragung möglich (…Staudinger/Wiegand, a.a.O., Rn. 41 zu § 950; BGH NJW 1955, 541 für das Recht an einer Erfindung).Auch dann bedurfte es einer entsprechenden Absprache und einer entsprechenden Rechtsübertragung (BGH NJW 1955, 541).
- BGH, 28.11.1958 - I ZR 90/57
Rechtsmittel
- BGH, 30.10.1990 - X ZR 16/90
Zulässigkeit von Einwendungen gegenüber dem auf Übertragung bzw. Abtretung …
- BGH, 05.12.1980 - I ZR 179/78
Wettbewerblicher Unterlassungsanspruch - Tatsächliche Vermutung für das Vorliegen …
- BFH, 26.06.1970 - VI R 193/67
Erfindervergütung - Alleinaktionär - Vorstandsvorsitzender einer AG - …
- BGH, 09.05.1962 - VIII ZR 45/61
- BGH, 10.10.1994 - II ZR 2/94
- LG Düsseldorf, 24.02.2004 - 4a O 463/03
Konsequenzen einer Übertragung von Patentrechten von Privatpersonen auf eine …
- BGH, 14.11.1974 - VII ZR 34/73
Wichtiger Grund, Vorbereitung nachvertraglicher Wettbewerbstätigkeit, …
- BGH, 27.10.1961 - I ZR 34/60
Rechtsmittel
- BGH, 15.06.1965 - Ia ZR 19/64
Auslegung eines Lizenzvertrages - Eintritt eines Rechtsnachfolgers in einen …
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Rechtsprechung
| BVerfG, 25.01.1955 - 1 BvR 522/53 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- drik-archivalien
Befangenheitsantrag wegen Hinweis des Berichterstatters
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BVerfGG § 19 Abs. 1; ZPO § 42
Besorgnis der Befangenheit eines Bundesverfassunsgrichters - juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BVerfGE 4, 143
- NJW 1955, 541 (Ls.)
- DÖV 1955, 350
Wird zitiert von ... (41)
- BVerfG, 11.10.2011 - 2 BvR 1010/10
Befangenheitsantrag gegen den Richter des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Dr. …
Rn. 19 Berechtigte Zweifel an der Unvoreingenommenheit eines Richters werden ferner nicht dadurch begründet, dass er im verfassungsgerichtlichen Verfahren auf rechtliche Bedenken gegen das Vorbringen eines Beteiligten hinweist (BVerfGE 4, 143 ; 42, 88 ). - BVerfG, 23.01.1957 - 2 BvE 2/56
5%-Sperrklausel II
Rn. 29 An dieser seiner grundsätzlichen Auffassung, die der Senat bereits in der Entscheidung vom 5. April 1952 (vgl. BVerfGE 1, 248 [256]) vertreten hat, die er in den Entscheidungen vom 11. August 1954 (BVerfGE 4, 40) und vom 6. Februar 1956 (BVerfGE 4, 380) aufrechterhalten hat, und der sich der Erste Senat in den Entscheidungen vom 3. Juni 1954 (BVerfGE 3, 394), 21. Januar 1955 (BVerfGE 4, 143) und vom 13. Juni 1956 (BVerfGE 5, 83) angeschlossen hat, und die auch von Landesverfassungsgerichten vertreten wird (Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs vom 10. Juni 1949, BayVGHE n. F. Bd. 2 Teil II S. 45; Urteil des Vorläufigen Staatsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 28. Oktober 1953, Nr. 1/52) hält der Senat auch nach erneuter Prüfung fest. - BVerfG, 19.05.2020 - 2 BvC 11/19
Unbegründetes Ablehnungsgesuch im Wahlprüfungsverfahren: keine Besorgnis der …
Der Beschwerdeführer verkennt, dass mit dem Berichterstatterschreiben nur rechtliche Hinweise im Hinblick auf § 24 Satz 2 BVerfGG im Interesse einer sachgerechten Verfahrensgestaltung gegeben werden (vgl. BVerfGE 4, 143 ; 42, 88 ;… BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 15. August 2017 - 2 BvC 67/14 -, Rn. 3) und dabei nur auf die aus der Sicht des Berichterstatters wesentlichen Fragen eingegangen werden muss, hingegen nicht auf jedwede Argumentation.Ein solcher Hinweis des Richters Müller, der der rechtlichen Klärung dient, liegt im Rahmen einer zulässigen richterlichen Aufklärung und ist nicht geeignet, eine Besorgnis der Befangenheit zu begründen (vgl. BVerfGE 4, 143 ; 42, 88 ; 142, 182 ).
- BVerfG, 18.02.2016 - 2 BvE 6/15
Verwerfung (a-limine-Abweisung) von Anträgen im Organstreitverfahren - Keine …
Die im Berichterstatterschreiben gegebenen rechtlichen Hinweise liegen im Interesse einer sachgerechten Verfahrensgestaltung und sind daher ebenfalls nicht geeignet, eine Besorgnis der Befangenheit zu begründen (vgl. BVerfGE 4, 143 ; 42, 88 ;… BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 19. August 2011 - 2 BvE 3/11 -, juris, Rn. 2). - BVerwG, 19.06.1997 - 3 C 10.97
Lastenausgleich - Rückforderung des Zinszuschlags wegen Rückübertragung des …
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts verbietet der Gleichheitssatz dem Gesetzgeber, wesentlich Gleiches willkürlich ungleich und wesentlich Ungleiches willkürlich gleich zu behandeln (vgl. z.B. BVerfGE 1, 14 (52) [BVerfG 23.10.1951 - 2 BvG 1/51]; 4, 144 (155) [BVerfG 25.01.1955 - 1 BvR 522/53]; 23, 98 (106 f. [BVerfG 07.02.1968 - 1 BvR 628/66]); 42, 64 (72); 49, 148 (165)). - BVerwG, 11.02.1982 - 1 D 2.81
Disziplinarmaßnahmen bei Zugriffen auf den Geldinhalt von Postsendungen - …
Hinweise oder Meinungsäußerungen zur Rechtslage vermögen die Ablehnung eines Richters nicht zu begründen (BVerfGE 4, 143 [144]). - BVerfG, 06.10.2020 - 2 BvC 32/19
Feststellung der ordnungsgemäßen Besetzung des Zweiten Senats - Verwerfung …
Solche im Rahmen einer zulässigen richterlichen Aufklärungstätigkeit getroffenen Maßnahmen sind üblich und nicht geeignet, eine Besorgnis der Befangenheit zu begründen (vgl. BVerfGE 4, 143 ; 42, 88 ). - BVerfG, 02.02.2016 - 2 BvC 26/14
Zurückweisung einer Richterablehnung im Wahlprüfungsverfahren - Hinweise zu …
Solche im Rahmen einer zulässigen richterlichen Aufklärungstätigkeit getroffenen Maßnahmen sind üblich und nicht geeignet, eine Besorgnis der Befangenheit zu begründen (vgl. BVerfGE 4, 143 ; 42, 88 ;… BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 19. August 2011 - 2 BvE 3/11 -, juris, Rn. 2). - BVerfG, 15.08.2017 - 2 BvC 67/14
Verwerfung einer Wahlprüfungsbeschwerde unter Hinweis auf das …
Solche im Rahmen einer zulässigen richterlichen Aufklärungstätigkeit getroffenen Maßnahmen sind üblich und nicht geeignet, eine Besorgnis der Befangenheit zu begründen (vgl. BVerfGE 4, 143 ; 42, 88 ). - StGH Hessen, 07.01.1970 - P.St. 539
Hessen - Grundrechtsklage gegen verkündetes, aber noch nicht in Kraft getretenes …
Nur wenn die äußersten Grenzen dieses Ermessens überschritten sind, wenn für die getroffene Regelung jeder sachlich einleuchtende Grund fehlt, ist der Gleichheitssatz verletzt (vgl. u. a. BVerfGE 4, 143 (155); 9, 201 (206); 11, 105 (123); 11, 245 (253); 11, 283 (287); 12, 326 (333, 337 f); 12, 341 (348); 14, 221 (238); 18, 124). - LSG Berlin-Brandenburg, 21.02.2011 - L 5 AS 2430/10
Rechtsweg: Sozialgerichtsbarkeit oder Verwaltungsgerichtsbarkeit - unstatthafte …
- BVerfG, 08.12.2020 - 2 BvC 64/19
Verwerfung (a-limine-Abweisung) einer Wahlprüfungsbeschwerde unter Hinweis auf …
- BVerfG, 31.03.2020 - 2 BvC 19/19
Verwerfung (a-limine-Abweisung) einer Wahlprüfungsbeschwerde unter Hinweis auf …
- BVerfG, 19.08.2011 - 2 BvE 3/11
Zurückweisung eines Befangenheitsantrags gegen einen Verfassungsrichter - …
- BVerfG, 06.04.1976 - 2 BvR 812/74
Voraussetzungen für die Besorgnis der Befangenheit bei einem …
- BVerfG, 21.04.2016 - 2 BvC 36/14
Zurückweisung eines Ablehnungsgesuchs im Wahlprüfungsverfahren - Äußerung einer …
- BVerfG, 26.02.2007 - 2 BvC 6/04
Besorgnis der Befangenheit eines Verfassungsrichters
- BVerfG, 29.09.2016 - 2 BvC 16/15
Verwerfung (a-limine-Abweisung) einer Wahlprüfungsbeschwerde ohne weitere …
- BVerfG, 29.09.2016 - 2 BvC 52/14
Verwerfung (a-limine-Abweisung) einer Wahlprüfungsbeschwerde ohne weitere …
- BVerwG, 31.05.1994 - 1 C 18.92
Fleischhygiene - Schlachten - Waffenrecht - Bedürfnis - Schießerlaubnis - …
- BVerfG, 26.02.2007 - 2 BvC 1/06
Besorgnis der Befangenheit eines Verfassungsrichters
- BVerfG, 10.06.2021 - 2 BvC 61/19
Verwerfung einer Wahlprüfungsbeschwerde unter Hinweis auf das …
- BVerfG, 28.02.2012 - 2 BvC 10/11
Verwerfung (A-limine-Abweisung) einer Wahlprüfungsbeschwerde sowie eines …
- BVerfG, 26.03.2021 - 2 BvC 55/19
Verwerfung (a-limine-Abweisung) einer Wahlprüfungsbeschwerde ohne weitere …
- FG Niedersachsen, 03.08.2010 - 2 K 70/10
Begründung der Besorgnis der Befangenheit eines Richters im Falle einer bereits …
- BVerfG, 29.07.2020 - 2 BvC 25/19
A-limine-Abweisung einer Wahlprüfungsbeschwerde - Verwerfung eines offensichtlich …
- BFH, 27.06.1996 - X B 84/96
Wirkungen der Meinungsäußerung eines Richters über die Rechtslage und den …
- BVerfG, 22.01.2020 - 2 BvC 52/19
Verwerfung einer Wahlprüfungsbeschwerde unter Hinweis auf das …
- BVerfG, 21.09.2017 - 2 BvC 29/14
Verwerfung einer Wahlprüfungsbeschwerde unter Hinweis auf das …
- BFH, 25.01.1996 - X B 130/95
Ablehnung eines Richters wegen der Besorgnis der Befangenheit - Hinweise auf …
- BVerfG, 23.01.1957 - 2 BvE 1/56
Verfassungsrechtliche Anforderungen an den Grundsatz der gleichen Wahl
- BVerwG, 19.06.1997 - 3 C 26.96
Rückforderung von Lastenausgleichsleistungen - Hauptentschädigungen - …
- BFH, 05.03.1971 - VI B 64/70
Anfrage eines FG-Mitglieds - Rücknahme der Erklärung - Befangenheit des Richters
- BVerwG, 19.06.1997 - 3 C 19.97
Rückforderung von Lastenausgleichsleistungen - Hauptentschädigungen - …
- BVerwG, 18.06.1968 - IV CB 24.68
Richterablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit - Erfordernis eines …
- VGH Hessen, 27.02.1998 - 8 TG 131/97
Abgabepflicht nach dem FischWiG: gleichheitswidrige Differenzierung zwischen …
- BFH, 09.12.1987 - III B 40/86
Voraussetzungen für das Vorliegen einer außergewöhnlichen Belastung
- BVerwG, 18.06.1968 - IV CB 53.68
- BVerwG, 20.06.1968 - IV CB 25.68
Richterablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit - Erfordernis eines …
- BGH, 27.03.1987 - RiZ(R) 1/87
Misstrauen gegen die Unparteilichkeit eines Richters - Zuständigkeit des …
- BGH, 19.08.1971 - 4 StR 176/71
Überschreitung der zulässigen Höchstdauer der Unterbrechung der Hauptverhandlung …
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Rechtsprechung
| BVerfG, 17.03.1955 - 1 BvR 85/55 |
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de (Leitsatz)
BVerfGG § 32; GG Art. 16 Abs. 2; RHG § 3
Einstweilige Anordnung gegen die Überstellung eines deutschen Staatsangehörigen an das Saarland
Verfahrensgang
- BVerfG, 17.03.1955 - 1 BvR 85/55
- BVerfG, 06.10.1955 - 1 BvR 85/55
Papierfundstellen
- NJW 1955, 541
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Rechtsprechung
| BGH, 21.12.1954 - V ZR 95/53 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BGH, 08.02.1952 - V ZR 82/50
- BGH, 21.12.1954 - V ZR 95/53
Papierfundstellen
- NJW 1955, 541
- DB 1955, 263
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (1)
- BGH, 08.01.1952 - V ZR 80/50
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 21.12.1954 - V ZR 95/53
Er machte geltend (abgesehen von anderen Einwendungen, welche der erkennende Senat schon in seinem Urteil vom 8. Februar 1952 (V ZR 80/50) behandelt und nicht für durchgreifend erachtet hat und auf welche die jetzige Revision auch nicht mehr zurückgekommen ist), der Klägerin sei das streitige Chassis (nebst Zubehörteilen) nicht abhanden gekommen; er habe, als er den unter Verwendung des Chassis (nebst Zubehörteilen) instandgesetzten kreiseigenen Kraftwagen vom Kreis käuflich erworben habe, ohne grobe Fahrlässigkeit an das Eigentum des Kreises geglaubt; folgeweise sei er gemäß §§ 929, 932 BGB selbst dann Eigentümer des streitigen Chassis (nebst Zubehörteilen) geworden, wenn der Kreis lediglich unmittelbarer Besitzer, wenngleich nicht Eigentümer des Chassis gewesen sei.
- BGH, 29.10.1956 - III ZR 65/55
Rechtsmittel
Das alles ist in der Rechtsprechung mehrfach ausgesprochen (vgl. BGH III ZR 142/51 vom 31. Januar 1952, teilweise abgedruckt in NJW 1952, 877; V ZR 95/53 vom 21. Dezember 1954 = NJW 1955, 541; BGHZ 21, 285 [291]). - BGH, 18.03.1955 - V ZR 6/54
Rechtsmittel
Es braucht auch nicht darauf eingegangen zu werden, ob der Kläger diesem gegenüber kraft seiner öffentlich-rechtlichen Verwaltungsbefugnis in der Lage gewesen wäre, sich mit öffentlich-rechtlichem Zwang durchzusetzen (vgl. hierzu BGHZ 12, 380 (389) und Urteil des Senats vom 21. Dezember 1954 - V ZR 95/53 - S 26/27).
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