Rechtsprechung
| BGH, 05.12.2017 - VIII ZR 204/16 |
Volltextveröffentlichungen (13)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
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- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Wirksamkeit des Erlasses eines Urteils bei Verkündungsmängeln: Verstoß gegen elementare Formerfordernisse; Mindestanforderungen an eine Verlautbarung
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 310 Abs 1 S 1 ZPO, § 169 S 1 GVG
Wirksamkeit des Erlasses eines Urteils bei Verkündungsmängeln: Verstoß gegen elementare Formerfordernisse; Mindestanforderungen an eine Verlautbarung - IWW
§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ZPO, § 311 Abs. 4 ZPO, § 310 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 169 Satz 1 GVG, § 544 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbs. ZPO
- Wolters Kluwer
Urteilsverkündung im Dienstzimmer des Richters; Ordnungsgemäße Verlautbarung eines Urteils; Verstöße gegen zwingende Formerfordernisse bzgl. des Erlasses eines Urteils; Klage auf Räumung einer Mietwohnung und Ersatz vorgerichtlicher Kosten
- grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
ZPO § 310 Abs. 1 Satz 1; GVG § 169 Abs. 1 Satz 1
Mängel bei der Urteilsverkündung kein Revisionsgrund - ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ZPO § 310 Abs. 1 S. 1; GVG § 169 Abs. 1 S. 1
Urteilsverkündung im Dienstzimmer des Richters; Ordnungsgemäße Verlautbarung eines Urteils; Verstöße gegen zwingende Formerfordernisse bzgl. des Erlasses eines Urteils; Klage auf Räumung einer Mietwohnung und Ersatz vorgerichtlicher Kosten - datenbank.nwb.de
Wirksamkeit des Erlasses eines Urteils bei Verkündungsmängeln: Verstoß gegen elementare Formerfordernisse; Mindestanforderungen an eine Verlautbarung
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Verkündungsmängel stehen wirksamen Erlass eines Urteils nicht per se entgegen
- otto-schmidt.de (Kurzinformation)
Auswirkungen von Mängeln bei der Urteilsverkündung
Verfahrensgang
- AG Essen, 27.11.2015 - 15 C 708/14
- LG Essen, 18.08.2016 - 10 S 9/16
- BGH, 05.12.2017 - VIII ZR 204/16
Papierfundstellen
- NJW 2018, 559
- NJW-RR 2018, 127
- MDR 2018, 169
- MDR 2018, 458
- FamRZ 2018, 367
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (6)
- BGH, 14.06.1954 - GSZ 3/54
Verkündung eines Urteils in einem den Parteien nicht bekannt gegebenen Termin
Auszug aus BGH, 05.12.2017 - VIII ZR 204/16
Zu den Mindestanforderungen gehört, dass die Verlautbarung vom Gericht beabsichtigt war oder von den Parteien derart verstanden werden durfte und die Parteien von dem Erlass und dem Inhalt der Entscheidung förmlich unterrichtet wurden (Bestätigung von BGH, Beschlüsse vom 14. Juni 1954, GSZ 3/54, BGHZ 14, 39, 44;… vom 8. Februar 2012, XII ZB 165/11, NJW 2012, 1591 Rn. 13;… Urteile vom 31. Mai 2007, X ZR 172/04, BGHZ 172, 298 Rn. 12 und vom 12. März 2004, V ZR 37/03, NJW 2004, 2019, unter II 1 b).Sind deren Mindestanforderungen hingegen gewahrt, hindern auch Verstöße gegen zwingende Formerfordernisse das Entstehen eines wirksamen Urteils nicht (BGH, Beschlüsse vom 14. Juni 1954 - GSZ 3/54, BGHZ 14, 39, 44;… vom 8. Februar 2012 - XII ZB 165/11, NJW 2012, 1591 Rn. 13; Urteil vom 12. März 2004 - V ZR 37/03, NJW 2004, 2019 unter II 1 b).
Diese Rechtsprechung beruht auf der Überlegung, dass aus Gründen der Rechtssicherheit nicht jeder Verkündungsmangel dazu führen kann, ein Urteil als bloßes Schein- oder Nichturteil einzuordnen, das als solches nicht in Rechtskraft erwachsen kann und dessen Nichtexistenz somit auch noch nach vielen Jahren unabhängig von Rechtsmittelfristen geltend gemacht werden könnte (BGH, Beschluss vom 14. Juni 1954 - GSZ 3/54, aaO S. 48 ff.).
Vielmehr läge - ebenso wie bei einer Verkündung nicht in dem anberaumten Verkündungstermin, sondern in einem anderen, den Parteien nicht bekannt gegebenen Termin (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Juni 1954 - GSZ 3/54, aaO) oder im Falle der fehlerhaften Ersetzung der Verkündung des Urteils durch dessen Zustellung (BGH…, Urteil vom 12. März 2004 - V ZR 37/03 aaO; vgl. ferner BGH, Urteil vom 2. April 1955 - IV ZR 261/54, BGHZ 17, 118, 122) - auch (nur) ein solcher Verkündungsmangel vor, der die Mindestanforderungen an das Existentwerden eines Urteils nicht in Frage stellt.
- BGH, 08.02.2012 - XII ZB 165/11
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Mindestanforderungen an die förmliche …
Auszug aus BGH, 05.12.2017 - VIII ZR 204/16
Zu den Mindestanforderungen gehört, dass die Verlautbarung vom Gericht beabsichtigt war oder von den Parteien derart verstanden werden durfte und die Parteien von dem Erlass und dem Inhalt der Entscheidung förmlich unterrichtet wurden (Bestätigung von BGH, Beschlüsse vom 14. Juni 1954, GSZ 3/54, BGHZ 14, 39, 44; vom 8. Februar 2012, XII ZB 165/11, NJW 2012, 1591 Rn. 13;… Urteile vom 31. Mai 2007, X ZR 172/04, BGHZ 172, 298 Rn. 12 und vom 12. März 2004, V ZR 37/03, NJW 2004, 2019, unter II 1 b).Sind deren Mindestanforderungen hingegen gewahrt, hindern auch Verstöße gegen zwingende Formerfordernisse das Entstehen eines wirksamen Urteils nicht (BGH, Beschlüsse vom 14. Juni 1954 - GSZ 3/54, BGHZ 14, 39, 44; vom 8. Februar 2012 - XII ZB 165/11, NJW 2012, 1591 Rn. 13; Urteil vom 12. März 2004 - V ZR 37/03, NJW 2004, 2019 unter II 1 b).
Zu den Mindestanforderungen gehört, dass die Verlautbarung vom Gericht beabsichtigt war oder von den Parteien derart verstanden werden durfte und die Parteien vom Erlass und Inhalt der Entscheidung förmlich unterrichtet wurden (…BGH, Urteile vom 12. März 2004 - V ZB 37/03, aaO;… vom 31. Mai 2007 - X ZR 172/04, BGHZ 172, 298 Rn. 12; Beschluss vom 8. Februar 2012 - XII ZB 165/11, aaO).
- BGH, 12.03.2004 - V ZR 37/03
Erlass eines Anerkenntnisurteils im schriftlichen Verfahren vor dem anberaumten …
Auszug aus BGH, 05.12.2017 - VIII ZR 204/16
Zu den Mindestanforderungen gehört, dass die Verlautbarung vom Gericht beabsichtigt war oder von den Parteien derart verstanden werden durfte und die Parteien von dem Erlass und dem Inhalt der Entscheidung förmlich unterrichtet wurden (Bestätigung von BGH, Beschlüsse vom 14. Juni 1954, GSZ 3/54, BGHZ 14, 39, 44;… vom 8. Februar 2012, XII ZB 165/11, NJW 2012, 1591 Rn. 13;… Urteile vom 31. Mai 2007, X ZR 172/04, BGHZ 172, 298 Rn. 12 und vom 12. März 2004, V ZR 37/03, NJW 2004, 2019, unter II 1 b).Sind deren Mindestanforderungen hingegen gewahrt, hindern auch Verstöße gegen zwingende Formerfordernisse das Entstehen eines wirksamen Urteils nicht (BGH, Beschlüsse vom 14. Juni 1954 - GSZ 3/54, BGHZ 14, 39, 44;… vom 8. Februar 2012 - XII ZB 165/11, NJW 2012, 1591 Rn. 13; Urteil vom 12. März 2004 - V ZR 37/03, NJW 2004, 2019 unter II 1 b).
Vielmehr läge - ebenso wie bei einer Verkündung nicht in dem anberaumten Verkündungstermin, sondern in einem anderen, den Parteien nicht bekannt gegebenen Termin (vgl. BGH…, Beschluss vom 14. Juni 1954 - GSZ 3/54, aaO) oder im Falle der fehlerhaften Ersetzung der Verkündung des Urteils durch dessen Zustellung (BGH, Urteil vom 12. März 2004 - V ZR 37/03 aaO; vgl. ferner BGH, Urteil vom 2. April 1955 - IV ZR 261/54, BGHZ 17, 118, 122) - auch (nur) ein solcher Verkündungsmangel vor, der die Mindestanforderungen an das Existentwerden eines Urteils nicht in Frage stellt.
- BGH, 31.05.2007 - X ZR 172/04
Zerfallszeitmessgerät
Auszug aus BGH, 05.12.2017 - VIII ZR 204/16
Zu den Mindestanforderungen gehört, dass die Verlautbarung vom Gericht beabsichtigt war oder von den Parteien derart verstanden werden durfte und die Parteien von dem Erlass und dem Inhalt der Entscheidung förmlich unterrichtet wurden (Bestätigung von BGH, Beschlüsse vom 14. Juni 1954, GSZ 3/54, BGHZ 14, 39, 44;… vom 8. Februar 2012, XII ZB 165/11, NJW 2012, 1591 Rn. 13; Urteile vom 31. Mai 2007, X ZR 172/04, BGHZ 172, 298 Rn. 12 und vom 12. März 2004, V ZR 37/03, NJW 2004, 2019, unter II 1 b).Zu den Mindestanforderungen gehört, dass die Verlautbarung vom Gericht beabsichtigt war oder von den Parteien derart verstanden werden durfte und die Parteien vom Erlass und Inhalt der Entscheidung förmlich unterrichtet wurden (…BGH, Urteile vom 12. März 2004 - V ZB 37/03, aaO; vom 31. Mai 2007 - X ZR 172/04, BGHZ 172, 298 Rn. 12;… Beschluss vom 8. Februar 2012 - XII ZB 165/11, aaO).
- BGH, 21.04.2015 - VI ZR 132/13
Urteilsverkündung: Beweiskraft des Protokolls für die Vorlesung einer schriftlich …
Auszug aus BGH, 05.12.2017 - VIII ZR 204/16
Dass das Berufungsurteil bei der Verkündung bereits vorlag (zur Notwendigkeit des Vorliegens zumindest der schriftlich niedergelegten Urteilsformel im Zeitpunkt der Verkündung vgl. nur BGH, Beschluss vom 21. April 2015 - VI ZR 132/13, NJW 2015, 2342 Rn. 10 mwN) ist durch das Sitzungsprotokoll bewiesen und wird auch durch die von der Beschwerde vorgetragenen Umstände nicht in Frage gestellt. - BGH, 02.04.1955 - IV ZR 261/54
Schriftliches Verfahren nach Verhandlung
Auszug aus BGH, 05.12.2017 - VIII ZR 204/16
Vielmehr läge - ebenso wie bei einer Verkündung nicht in dem anberaumten Verkündungstermin, sondern in einem anderen, den Parteien nicht bekannt gegebenen Termin (vgl. BGH…, Beschluss vom 14. Juni 1954 - GSZ 3/54, aaO) oder im Falle der fehlerhaften Ersetzung der Verkündung des Urteils durch dessen Zustellung (BGH…, Urteil vom 12. März 2004 - V ZR 37/03 aaO; vgl. ferner BGH, Urteil vom 2. April 1955 - IV ZR 261/54, BGHZ 17, 118, 122) - auch (nur) ein solcher Verkündungsmangel vor, der die Mindestanforderungen an das Existentwerden eines Urteils nicht in Frage stellt.
- BGH, 12.09.2019 - IX ZR 262/18
Zustellung "demnächst" bei einer Verzögerung von über vier Monaten; Tatsächlicher …
Diese Rechtsprechung beruht auf der Überlegung, dass aus Gründen der Rechtssicherheit nicht jeder Verkündungsmangel dazu führen kann, ein Urteil als bloßes Schein- oder Nichturteil einzuordnen, das als solches nicht in Rechtskraft erwachsen kann und dessen Nichtexistenz somit auch noch nach vielen Jahren unabhängig von Rechtsmittelfristen geltend gemacht werden könnte (BGH, Beschluss vom 5. Dezember 2017 - VIII ZR 204/16, NJW-RR 2018, 127 Rn. 7 mwN). - LG Berlin, 13.02.2020 - 67 S 369/18
Wohnraummiete: Erlangung der Informationen des Vermieters zum Kündigungsgrund auf …
Die von den Beklagten damit in Abrede gestellte Herstellung der Öffentlichkeit indes stellt keinen Verlautbarungsmangel dar, der die Wirksamkeit der Urteilsverkündung hindert (vgl. BGH, Beschl. v. 5. Dezember 2015 - VIII ZR 204/16, MDR 2018, 169, beckonline Tz. 10). - OLG Hamm, 05.07.2022 - 11 UF 14/22
Grundsätzlich keine erstmalige Hinzuziehung zur Aufnahme des Verzeichnisses nach …
Rn. 65 Verkündungsmängel stehen dem wirksamen Erlass einer Endentscheidung i.S.d. § 38 Abs. 1 S. 1 FamFG nur entgegen, wenn gegen grundlegende, zum Wesen der Verlautbarung gehörende Formerfordernisse verstoßen wird, so dass von einer Verlautbarung im Rechtssinne nicht mehr gesprochen werden kann (vgl. zuletzt Bundesgerichtshof, FamRZ 2018, 367, juris-Rz. 7, zum Urteil gem. §§ 300 ff. ZPO).Rn. 145 Verkündungsmängel stehen dem wirksamen Erlass einer Endentscheidung i.S.d. § 38 Abs. 1 S. 1 FamFG nur entgegen, wenn gegen grundlegende, zum Wesen der Verlautbarung gehörende Formerfordernisse verstoßen wird, so dass von einer Verlautbarung im Rechtssinne nicht mehr gesprochen werden kann (vgl. zuletzt Bundesgerichtshof, FamRZ 2018, 367, juris-Rz. 7, zum Urteil gem. §§ 300 ff. ZPO).
- BGH, 11.10.2022 - KZB 57/21
Mindestanforderungen an das Entstehen eines wirksamen Urteils; Ersatz …
Zu diesen Mindestanforderungen gehört, dass die Verlautbarung vom Gericht beabsichtigt war oder von den Parteien derart verstanden werden durfte und die Parteien vom Erlass und Inhalt der Entscheidung förmlich unterrichtet wurden (BGH, Beschluss vom 14. Juni 1954 - GSZ 3/54, BGHZ 14, 39, 44;… Urteil vom 12. März 2004 - V ZR 37/03, NJW 2004, 2019 [juris Rn. 10];… Urteil vom 31. Mai 2007 - X ZR 172/04, BGHZ 172, 298 Rn. 12;… Beschluss vom 8. Februar 2012 - XII ZB 165/11, NJW 2012, 1591 Rn. 13; Beschluss vom 5. Dezember 2017 - VIII ZR 204/16, NJW-RR 2018, 127 Rn. 7). - BGH, 03.03.2020 - VIII ZB 50/19
Zulässigkeitsvoraussetzungen des § 574 Abs. 2 ZPO einer Rechtsbeschwerde gegen …
Der darin zu sehende Verkündungsmangel steht dem wirksamen Erlass des Urteils hier jedoch nicht entgegen, da die nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs erforderlichen Mindestanforderungen an die Verlautbarung eines Urteils (…siehe hierzu BGH, Beschlüsse vom 8. Februar 2012 - XII ZB 165/11, NJW 2012, 1591 Rn. 11 ff.; vom 5. Dezember 2017 - VIII ZR 204/16, NJW-RR 2018, 127 Rn. 7;… Urteil vom 12. September 2019 - IX ZR 262/18, NZG 2020, 70 Rn. 14 ff.; jeweils mwN) erfüllt sind und insbesondere der Verkündungswille der erkennenden Richterin (vgl. hierzu BGH, Urteile vom 12. März 2004 - V ZR 37/03, NJW 2004, 2019 unter II 1 b;… vom 9. Februar 2015 - AnwZ (Brfg) 51/13, juris Rn. 7;… vom 12. September 2019 - IX ZR 262/18, aaO Rn. 16;… Beschlüsse vom 8. Februar 2012 - XII ZB 165/11, aaO Rn. 15 f.;… vom 13. Juni 2012 - XII ZB 592/11, NJW-RR 2012, 1025 Rn. 17; vom 5. Dezember 2017 - VIII ZR 204/16, aaO Rn. 8) außer Zweifel steht. - OLG Hamm, 19.02.2024 - 4 UF 142/21
Anspruch in der dem Scheidungsverfahren nachfolgenden Güterrechtsache auf …
Zu den Mindestanforderungen gehört, dass die Verlautbarung vom Gericht beabsichtigt war oder von den Parteien derart verstanden werden durfte und die Parteien von dem Erlass und dem Inhalt der Entscheidung förmlich unterrichtet wurden (BGH FamRZ 2018, 367 bezüglich eines Urteils). - OLG Düsseldorf, 12.01.2022 - U (Kart) 4/21 Darüber hinaus setzt eine wirksame Verkündung voraus, dass die Verlautbarung eindeutig und mit hinreichender Bestimmtheit erfolgt ist (vgl. zum Ganzen BGH, Beschluss vom 05.12.2017 - VIII ZR 204/16, Rn. 7 bei juris m.w.N.;… Urteil vom 24.09.2013 - I ZR 133/12, Rn. 11 f. bei juris m.w.N.).
- OLG Brandenburg, 08.10.2018 - 13 UF 155/17
Verkündung eines Scheidungsausspruches
Allein die verfahrensrechtswidrige Zustellung einer Entscheidung statt ihrer Verkündung berührt die Wirksamkeit danach nicht (…BGHZ 172, 298, Rdnr. 12; BGH, NJW-RR 2018, 127, Rdnr. 7;… NJW 2012, 1591, Rdnr. 13; 2004, 2019, 2020). - OLG Düsseldorf, 05.09.2019 - 26 W 6/18
Barabfindung eines ausgeschiedenen Aktionärs Unangemessenheit einer geplanten …
Sie sind nach dem Meistbegünstigungsprinzip als Rechtsmittel gegen den - tatsächlich gemeinten - Beschluss vom 14.07.2017 zu werten, der als solcher allein Rechtswirkungen für die Beteiligten entfalten kann (vgl. BGH, Urteile v. 18.09.1963 - V ZR 192/61, NJW 1964, 248;… v. 4.02.1999 - IX ZR 7/98 Rn. 4 m.w.N., ZIP 1999, 499 f.; Beschluss v. 5.12.2017 - VIII ZR 204/16 Rn. 6 f., NJW-RR 2018, 127 f.). - KG, 08.01.2018 - 3 UF 187/17
Scheinentscheidung wegen fehlenden Nachweises der Verkündung
Es kommt daher hier nicht darauf an, ob die Mindestanforderungen einer Verlautbarung im Rechtssinne erfüllt sind (vgl. hierzu BGH, Beschluss vom 5. Dezember 2017 - VIII ZR 204/16 -, juris), da bereits der Nachweis der Verlautbarung durch das Protokoll nicht geführt ist. - OLG Brandenburg, 16.12.2019 - 13 UF 136/19
Beschwerde gegen einen vermeintlichen Scheidungsausspruch
- OLG Düsseldorf, 21.09.2022 - U (Kart) 1/22
Wirksamkeit der Beendigung eines auf Zeit abgeschlossenen …
- KG, 09.01.2018 - 3 UF 187/17
Scheinentscheidung wegen fehlenden Nachweises der Verkündung
- OLG Brandenburg, 06.11.2018 - 13 UF 56/18
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Rechtsprechung
| OLG Schleswig, 28.08.2017 - 8 UF 131/17 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- ra.de
- rechtsportal.de
BGB § 1684
Rechtmäßigkeit der bloßen Ablehnung einer gerichtlichen Umgangsregelung - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Keine bloße Ablehnung einer gerichtlichen Umgangsregelung
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Rechtmäßigkeit der bloßen Ablehnung einer gerichtlichen Umgangsregelung
Papierfundstellen
- NJW 2018, 559
- FamRZ 2018, 696
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (9)
- BGH, 17.02.2010 - XII ZB 68/09
Verweigerung der Mitwirkung eines Elternteils an einer psychiatrischen …
Auszug aus OLG Schleswig, 28.08.2017 - 8 UF 131/17
Das Gericht darf von weiteren Ermittlungen erst absehen, wenn von einer weiteren Beweisaufnahme ein sachdienliches, die Entscheidung beeinflussendes Ergebnis nicht mehr zu erwarten ist (BGH FamRZ 2010, 720 juris Rn. 28;… Prütting/Helms, a.a.O. Rn. 27;… Zöller a.a.O.). - BVerfG, 26.09.2006 - 1 BvR 1827/06
Verfassungsrechtliche Prüfung einer Umgangsregelung, die keine Übernachtung und …
Auszug aus OLG Schleswig, 28.08.2017 - 8 UF 131/17
Das Umgangsrecht eines von den Kindern getrennt lebenden Elternteils soll es diesem aber u.a. auch ermöglichen, sich laufend von der Entwicklung und dem Wohlergehen des Kindes zu überzeugen (BVerfG FamRZ 2007, 105 juris Rn. 12 und FamRZ 2013, 433 juris Rn. 20). - OLG Frankfurt, 10.08.2016 - 5 UF 167/16
Notwendigkeit der Bestimmung des mitwirkungsbereiten Dritten bei begleiteten …
Auszug aus OLG Schleswig, 28.08.2017 - 8 UF 131/17
In einer solchen bloßen Ablehnung liegt eine unzulässige Teilentscheidung (…vgl. OLG Schleswig FamRZ 2015, 1040 juris Rn. 27; OLG Frankfurt FamRZ 2016, 1787 juris Rn. 7).
- BVerfG, 29.11.2012 - 1 BvR 335/12
Nichtannahmebeschluss: Ausschluss des Umgangs zwischen Eltern und in …
Auszug aus OLG Schleswig, 28.08.2017 - 8 UF 131/17
Auf der anderen Seite muss das Gericht dem besonderen verfassungs- und menschenrechtlichen Stellenwert des elterlichen Umgangsrechts mit dem Kind Rechnung tragen (vgl. BVerfG FamRZ 2013, 361 juris Rn. 25 auch zu den verfahrensrechtlichen Anforderungen). - BVerfG, 13.12.2012 - 1 BvR 1766/12
Stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung von Art 6 Abs 2 S 1 GG durch …
Auszug aus OLG Schleswig, 28.08.2017 - 8 UF 131/17
Das Umgangsrecht eines von den Kindern getrennt lebenden Elternteils soll es diesem aber u.a. auch ermöglichen, sich laufend von der Entwicklung und dem Wohlergehen des Kindes zu überzeugen (BVerfG FamRZ 2007, 105 juris Rn. 12 und FamRZ 2013, 433 juris Rn. 20). - OLG Schleswig, 23.03.2015 - 10 UF 6/15
Pflichten des Familiengerichts bei Anordnung von begleiteten Umgangskontakten
Auszug aus OLG Schleswig, 28.08.2017 - 8 UF 131/17
In einer solchen bloßen Ablehnung liegt eine unzulässige Teilentscheidung (vgl. OLG Schleswig FamRZ 2015, 1040 juris Rn. 27;… OLG Frankfurt FamRZ 2016, 1787 juris Rn. 7). - BGH, 13.04.2016 - XII ZB 238/15
Verfahrenskostenhilfe: Mutwilligkeit der Rechtsverfolgung wegen Verursachung des …
- BGH, 27.10.1993 - XII ZB 88/92
Anforderungen an die Regelung des Umgangsrechts durch das Familiengericht
Auszug aus OLG Schleswig, 28.08.2017 - 8 UF 131/17
Demgemäß hat das zur Umgangsregelung angerufene Familiengericht entweder Umfang und Ausübung der Umgangsbefugnis konkret zu regeln oder, wenn Kindeswohlaspekte dies gebieten, die Umgangsbefugnis ebenso konkret einzuschränken oder auszuschließen; es darf sich aber jedenfalls im Regelfall nicht auf die Ablehnung einer gerichtlichen Regelung beschränken (…vgl. BGH a.a.O.; BGH FamRZ 1994, 158 juris Rn. 14). - BGH, 13.12.1968 - IV ZB 1035/68
Regelung des persönlichen Verkehrs mit dem Kinde
Auszug aus OLG Schleswig, 28.08.2017 - 8 UF 131/17
Das Gericht darf eine Regelung künftigen Umgangs im Streitfall aber gerade nicht den Eltern überlassen und sich auf eine Missbrauchskontrolle gemäß § 1666 BGB zurückziehen (vgl. BGHZ 51, 219 juris Rn. 19).
- OLG Brandenburg, 31.01.2020 - 13 UF 207/19
Anordnung begleiteten Umgangs im Umgangsverfahren: Teilentscheidung bei …
Unterlässt das Familiengericht in einem Endbeschluss zu einer Umgangssache unter Verstoß gegen das Konkretisierungsgebot eine vollstreckungsfähige Regelung zu Tag, Ort und Zeit des Umgangs (…vgl. BGH FamRZ 2012, 533 Rn. 18 m.w.N.), so trifft es eine unzulässige Teilentscheidung (§ 69 Abs. 1 S. 2 FamFG), die antragsunabhänig eine Aufhebung und Zurückverweisung durch das Beschwerdegericht ermöglicht (vgl. OLG Schleswig FamRZ 2018, 696; Saarländisches Oberlandesgericht FamRZ 2015, 1928; OLG Schleswig FamRZ 2015, 1040; OLG Frankfurt FamRZ 2013, 1824; OLG Hamm FamRZ 2013, 310 jew. m.w.N.).Rn. 11 Das Amtsgericht hat, was bereits eine Zurückverweisung auch ohne Antrag eines Beteiligten ermöglicht, eine unzulässige Teilentscheidung getroffen (§ 69 Abs. 1 S. 2 FamFG), indem es unter Verstoß gegen das Konkretisierungsgebot eine vollstreckungsfähige Regelung zu Tag, Ort und Zeit des Umgangs (…vgl. BGH FamRZ 2012, 533 Rn. 18 m.w.N.) unterlassen hat (vgl. OLG Schleswig FamRZ 2018, 696; Saarländisches Oberlandesgericht FamRZ 2015, 1928; OLG Schleswig FamRZ 2015, 1040; OLG Frankfurt FamRZ 2013, 1824; OLG Hamm FamRZ 2013, 310 jew. m.w.N.).
- OLG Braunschweig, 18.12.2020 - 3 W 28/20
Auffindung von Erben; Öffentliche Aufforderung zur Anmeldung von Erbrechten; …
Das bedeutet, dass ein Beschluss regelmäßig einen Sachbericht und Rechtsgründe enthalten muss; beides kann knapp gehalten und in einfach gelagerten Fällen auch ineinandergeflochten werden; bloß formelhafte Hinweise genügen jedoch nicht (…Ulrici, in: MüKo FamFG, 3. Auflage 2018, § 38, Rn. 16, 18 f. m.w.N.; vgl. OLG Köln…, Beschluss vom 14. Juli 2010 - 2 Wx 99/10 -, NJW 2011, S. 320 [321]; OLG Schleswig, Beschluss vom 28. August 2017 - 8 UF 131/17 -, juris, Rn. 29). - OLG Brandenburg, 20.08.2020 - 9 UF 119/20
Organisation des Abholens und Zurückverbringens eines Kindes im Rahmen des …
Demgemäß hat das zur Umgangsregelung angerufene Familiengericht entweder Umfang und Ausübung der Umgangsbefugnis konkret zu regeln oder, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist, die Umgangsbefugnis ebenso konkret einzuschränken oder auszuschließen; es darf sich aber jedenfalls im Regelfall nicht auf die (Teil)Ablehnung einer gerichtlichen Regelung beschränken (BGH v. 12.7.2017 - XII ZB 350/16, FamRZ 2017, 1668; BGH v. 13.4.2016 - XII ZB 238/15, FamRZ 2016, 1058; OLG Schleswig v. 28.08.2017 - 8 UF 131/17).
- OLG Jena, 02.04.2025 - 1 UF 16/25
Zulässigkeit reiner Ablehnung von Umgangsregelung durch Familiengericht
Rn. 29 3. Nach dem eindeutigen Wortlaut des § 69 Abs. 1 Satz 2 FamFG ist ein Zurückverweisungsantrag eines beteiligten Elternteils nicht erforderlich (…Feskorn in: Zöller, Zivilprozessordnung, 35. Auflage 2024, § 69 FamFG, Rn. 8; OLG Zweibrücken…, Beschluss vom 17.02.2011 - 6 UF 14/11 - juris, Rn. 6; OLG Schleswig, Beschluss vom 28.08.2017 - 8 UF 131/17 - juris, Rn. 15). - OLG Frankfurt, 08.01.2024 - 6 UF 196/23
Bedürfnis für gerichtliche Umgangsregelung
Denn somit weiß der Kindesvater nicht, zu welchem Zeitpunkt er berechtigt sein wird, ein neues Verfahren zur gerichtlichen Regelung seines Umgangsrechts anzuregen (OLG Brandenburg, Beschluss vom 31.05.2012 - 9 UF 6/12, FamRZ 2013, 237; OLG Schleswig, Beschluss vom 28. August 2017 - 8 UF 131/17 -, NJW 2018, 559). - OLG Frankfurt, 22.08.2023 - 6 UF 119/23
Unzulässige Teilentscheidung bezüglich Umgangsregelung
Bei der bloßen Feststellung des Amtsgerichts, eine gerichtliche Umgangsregelung sei derzeit nicht möglich, handelt es sich um eine unzulässige Teilentscheidung (vgl. OLG Schleswig, Beschluss vom 28.08.2017 - 8 UF 131/17 = NJW 2018, 559). - OLG Rostock, 13.06.2025 - 10 UF 38/25
Umgangsrecht: Verfahren bei unzulässiger (verdeckter) Teilentscheidung über die …
Rn. 10 a. Eine in diesem Sinne unzulässige Teilentscheidung liegt insbesondere vor, wenn das Familiengericht den Umgangsrechtsantrag eines Elternteils lediglich zurückweist (vgl. OLG Brandenburg…, Beschluss vom 24.08.2022, Az.: 9 UF 97/22, Rn. 16 ff.; OLG Schleswig, Beschluss vom 28.08.2017, Az.: 8 UF 131/17, Rn. 15 ff.; OLG Frankfurt…, Beschluss vom 08.07.2015, Az.: 5 UF 135/15, Rn. 3 ff., jeweils zitiert nach juris und m. w. N.). - OLG Brandenburg, 24.08.2022 - 9 UF 97/22
Zum besonderen verfassungsrechtlichen Schutz des Umgangsrechts
Demgemäß hat das zur Umgangsregelung angerufene Familiengericht entweder Umfang und Ausübung der Umgangsbefugnis konkret zu regeln oder, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist, die Umgangsbefugnis ebenso konkret einzuschränken oder auszuschließen; es darf sich im Regelfall nicht auf die Ablehnung einer gerichtlichen Regelung beschränken (BGH FamRZ 2017, 1668; BGH FamRZ 2016, 1058; Senat NJ 2020, 450; OLG Schleswig v. 28. August 2017 - 8 UF 131/17). - OLG Brandenburg, 20.03.2020 - 9 UF 27/20 Demgemäß hat das zur Umgangsregelung angerufene Familiengericht entweder Umfang und Ausübung der Umgangsbefugnis konkret zu regeln oder, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist, die Umgangsbefugnis ebenso konkret einzuschränken oder auszuschließen; es darf sich im Regelfall nicht auf die Ablehnung einer gerichtlichen Regelung beschränken (BGH v. 12.7.2017 - XII ZB 350/16, FamRZ 2017, 1668; BGH v. 13.4.2016 - XII ZB 238/15, FamRZ 2016, 1058 OLG Schleswig v. 28.08.2017 - 8 UF 131/17).
- AG Flensburg, 12.02.2024 - 90 F 113/22
Herausgabeverlangen der Kindeseltern bezüglich des in Pflegefamilie lebenden …
10 = FamRZ 2005, 1815; BVerfG v. 30.08.2005, 1 BvR 776/05 - juris Rn. 10 = FamRZ 2006, 1005; BGH v. 13.04.2016, XII ZB 238/15 - juris Rn. 17 = FamRZ 2016, 1058; BGH v. 27.10.1993, XII ZB 88/92 - juris Rn. 15 m.w.N. = FamRZ 1994, 158; OLG Schleswig v. 28.08.2017, 8 UF 131/17 - juris Rn. 15 = NJW 2018, 559). - OLG Brandenburg, 13.01.2021 - 13 UF 95/20
- OLG Brandenburg, 22.08.2022 - 9 UF 97/22
Beschwerde gegen den Beschluss in einer Umgangssache; Bloße Zurückweisung eines …
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