Rechtsprechung
| OLG Rostock, 04.04.2008 - 5 U 10/08 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
Amtshaftung: Passivlegitimation einer Gemeinde; Pflicht zum Streuen einer Fahrbahn
- Judicialis
StrWG MV § 14; ; StrWG MV § 50 Abs. 1; ; StrWG MV § 50 Abs. 2; ; StrWG MV § 50 Abs. 3; ; StrWG MV § 50 Abs. 4; ; KV MV § 127 Abs. 1 S. 6; ; BGB § 839 Abs. 1
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
StrWG MV § 14; StrWG MV § 50; BGB § 839 Abs. 1
Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde hinsichtlich des Fußgängerverkehrs: Umfang der Streupflicht auf glatter Fahrbahn - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Geltendmachung von Amtshaftungsansprüchen gegen eine Gemeinde aufgrund eines Sturzes auf einer nicht abgestreuten Fahrbahn; Umfang der Verkehrssicherungspflicht einer Gemeinde unter Berücksichtigung der Wetterlage und Gefahrensituation
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Rostock, 26.04.2007 - 4 O 260/06
- OLG Rostock, 04.04.2008 - 5 U 10/08
Papierfundstellen
- MDR 2008, 974
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (8)
- BGH, 20.12.1990 - III ZR 21/90
Straßenverkerhssicherungspflicht - Öffentliche Hand - Allgemeine …
Auszug aus OLG Rostock, 04.04.2008 - 5 U 10/08
Für Fußgänger sind innerhalb der geschlossenen Ortschaft auf der Fahrbahn nur die belebten, über die Fahrbahn führenden unentbehrlichen Fußgängerüberwege zu bestreuen, soweit dafür ein Bedürfnis des Verkehrs besteht (BGH, VersR 1991, 665 " belebt" oder "gefährlich" , OLG Rostock, Urteil des 1. Zivilsenates, 1 U 11/01).An verkehrsunwichtigen Orten besteht hingegen nicht einmal dann eine Streupflicht, wenn der Fußgänger gezwungen ist, infolge einer Baustellenabsperrung die Straße zu betreten (BGH,VersR 1991, 665).
- LG Rostock, 26.04.2007 - 4 O 260/06
Amtshaftungsanspruch: Passivlegitimation eines Amtes in Mecklenburg-Vorpommern …
Auszug aus OLG Rostock, 04.04.2008 - 5 U 10/08
Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Landgerichts Rostock vom 26.04.2007 - Az.: 4 O 260/06 - wird zurückgewiesen.das Urteil des Landgerichts Rostock vom 26.04.2007 - Az.: 4 O 260/06- aufzuheben und die Beklagte zu verurteilen,.
- OLG Hamm, 30.09.2003 - 9 U 86/03
Verkehrssicherungspflicht einer Gemeinde bei winterlichen Straßenverhältnissen …
Auszug aus OLG Rostock, 04.04.2008 - 5 U 10/08
Das OLG Hamm hat die Anforderungen dahingehend näher konkretisiert, dass aus dem Kreis der zu bestreuenden Gehflächen tatsächlich entbehrliche Wege, für die ein echtes, jederzeit zu befriedigendes Verkehrsbedürfnis nicht besteht, herauszunehmen sind; dem streupflichtigen Gehwegen muss eine notwendige Erschließungsfunktion in dem Sinne zukommen, dass die nach der Verkehrsauffassung für die Lebensführung wesentlichen Orte (Wohnungen, Schulen, Arbeitsstätten, Geschäfte etc.) für Fußgänger zu jeder Jahreszeit erreichbar sind, d.h. diejenigen Wege, die bei vernünftiger Beurteilung nach Verkehrsbedeutung und äußerer Anlage auch im Winter als die wesentlichen Verbindungen erscheinen (OLG Hamm, NZV 2004, 645).
- BGH, 01.10.1959 - III ZR 59/58
Rechtsmittel
Auszug aus OLG Rostock, 04.04.2008 - 5 U 10/08
Innerhalb geschlossener Ortschaften sind grundsätzlich alle diejenigen für den Fußgängerverkehr wichtigen Gehwege zu sichern, auf denen ein nicht unbedeutender Verkehr stattfindet (BGH, NJW 1960, 41; OLG Köln, VersR 1979, 551). - BGH, 02.07.1970 - III ZR 45/67
Verkehrssicherungspflichten bei Glatteis auf einer Autobahn
Auszug aus OLG Rostock, 04.04.2008 - 5 U 10/08
Die Räum- und Streupflicht auf öffentlichen Straßen bildet einen Unterfall der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht (BGH,VersR 1970, 904). - OLG Rostock, 24.09.1998 - 1 U 174/97
Auszug aus OLG Rostock, 04.04.2008 - 5 U 10/08
Angesichts der klaren Bestimmung des StrWG kommt eine Verkehrssicherungspflicht des Amtes jedenfalls nicht in Betracht, auch wenn sich die Gemeinde zur Wahrnehmung ihrer Pflichten der Verwaltungsorganisation des übergeordneten Amtes bedient bzw. letzteres die Aufgaben der Gemeinde wahrnimmt (so schon 1. Zivilsenat, 1 U 174/97 für Straßenverkehrs-sicherungspflichten; 1 W 286/98 für sonstige Verkehrssicherungspflichten (dort: Phosphorfunde am Strand)). - OLG Köln, 19.02.1979 - 7 U 144/78
Auszug aus OLG Rostock, 04.04.2008 - 5 U 10/08
Innerhalb geschlossener Ortschaften sind grundsätzlich alle diejenigen für den Fußgängerverkehr wichtigen Gehwege zu sichern, auf denen ein nicht unbedeutender Verkehr stattfindet (BGH, NJW 1960, 41; OLG Köln, VersR 1979, 551). - OLG Naumburg, 24.09.2001 - 1 U 11/01
Auszug aus OLG Rostock, 04.04.2008 - 5 U 10/08
Für Fußgänger sind innerhalb der geschlossenen Ortschaft auf der Fahrbahn nur die belebten, über die Fahrbahn führenden unentbehrlichen Fußgängerüberwege zu bestreuen, soweit dafür ein Bedürfnis des Verkehrs besteht (BGH, VersR 1991, 665 " belebt" oder "gefährlich" , OLG Rostock, Urteil des 1. Zivilsenates, 1 U 11/01).
- BGH, 25.07.2017 - VI ZR 433/16
Regressanspruch des Unfallversicherungsträgers bei Arbeitsunfall: Beginn der …
Rn. 38 b) Es kann dahingestellt bleiben, ob - wie die Revision meint - das Amt nach der Regelung von § 127 Abs. 1 KV M-V selbst Träger von Verkehrssicherungspflichten aufgrund des Eigentums der verwalteten Gemeinde an Grundstücken, Gebäuden und Freifläche mit Spielgerät sein kann (so F. von Mutius in Kommunalverfassungsrecht Mecklenburg-Vorpommern, Stand März 2015, § 127 KV M-V, Anm. 8.1 f.) oder dies - so das Berufungsgericht unter Berufung auf seine Rechtsprechung zur Straßenverkehrssicherungspflicht und zur Verkehrssicherung an einem Strand - nur die amtsangehörige Gemeinde selbst sein kann (vgl. OLG Rostock, OLGR 2001, 235; OLG Rostock, MDR 2008, 974; OLG Rostock, Beschluss vom 20. April 2010 - 5 W 14/10, juris; VerkMitt 2011, Nr. 3). - OLG Rostock, 26.08.2016 - 5 U 94/13
Gesetzliche Unfallversicherung - Verjährung von Schadenersatzansprüchen
Dies gilt auch, wenn sich die Gemeinde zur Wahrnehmung ihrer Pflichten der Verwaltungsorganisation des übergeordneten Amtes bedient bzw. letzteres die Aufgaben der Gemeinde wahrnimmt (Urteil des Senats vom 14.03.2008, 5 U 10/08 zur Straßenverkehrssicherungspflicht, 1. Zivilsenat, 1 U 170/98, OLGR Rostock 2001, 235-237, Haftung der Gemeinde für Verkehrssicherung des Strandes). - OLG Rostock, 10.12.2025 - 6 U 12/23
Haftung für Amtspflichtverletzungen von Amts-Mitarbeitern
Rn. 27 Zwar hat das Oberlandesgericht Rostock bereits mehrfach entschieden, dass für Amtspflichtverletzungen bei Erfüllung der Straßenverkehrssicherungspflichten amtsangehöriger Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern diese und nicht die Ämter haften (u.a. OLG Rostock…, Urt. vom 24.09.1998 - 1 U 174/97, OLGR 1999, 112; Urt. vom 04.04.2008 - 5 U 10/08, juris; OLG Rostock, Beschluss vom 20. April 2010 - 5 W 14/10, juris).Die Entscheidungen des OLG Rostock vom 24. September 1998 (1 U 174/97) und vom 4. April 2008 (5 U 10/08) verhalten sich zu den Anstellungsverhältnissen nicht und stellen entgegen der ständigen Rechtsprechung des BGH (s.o.) allein auf die Zuständigkeit für die wahrgenommene hoheitliche Aufgabe ab.
Rn. 34 Die Revision ist gem. § 543 Abs. 2 Nr. 2 ZPO im Hinblick auf die Abweichung zur Rechtsprechung des 5. Zivilsenates des Oberlandesgerichts Rostock in den zitierten Entscheidungen (OLG Rostock…, Urt. vom 24.09.1998 - 1 U 174/97, OLGR 1999, 112; Urt. vom 04.04.2008 - 5 U 10/08; OLG Rostock, Beschluss vom 20.04.2010 - 5 W 14/10; s. auch Urteil vom 21.05.2010 - 5 U 145/09, BeckRS 2010, 17377) zuzulassen.
- LG Stralsund, 07.04.2011 - 6 O 383/10
Gewährleistungsbürgschaft: Herausgabe der Bürgschaftsurkunde an den …
Rn. 18 OVG Greifswald, Urteil vom 20.10.2000 - 4 K 26/98, LKV 2001, 410, hier zitiert nach Juris, dort Rdnr. 26 m.w.N.), ist jedenfalls für den Zivilprozess abzulehnen (so grundlegend OLG Rostock…, Urteil vom 24.09.1998 - 1 U 174/97, LKV 1999, 528, hier zitiert nach Juris, dort Rdnr. 5 ff.; zuletzt ebenso etwa OLG Rostock, Urteil vom 04.04.2008 - 5 U 10/08, MDR 2008, 974, hier zitiert nach Juris, dort Rdnr. 18;… ferner Darsow, in: Schweriner Kommentierung zur Kommunalverfassung für Mecklenburg-Vorpommern, 3. Aufl. 2005, § 127 Rdnr. 9 m.w.N.). - OLG Frankfurt, 09.05.2012 - 14 U 219/11
Zur Frage von Art und Umfang der Winterdienstpflicht von Kommunen
Dies ist bereits deshalb nicht der Fall, weil die winterliche Räum- und Streupflicht unter dem Vorbehalt des Erforderlichen und Zumutbaren steht (vgl. OLG Rostock, Urteil vom 04.04.2008, 5 U 10/08, zitiert nach juris, Rn. 21) und derartiges permanentes Räumen und Streuen gar nicht leistbar wären. - OLG Rostock, 21.05.2010 - 5 U 145/09
Passivlegitimation der Gemeinden bei Verletzung der Verkehrssicherungspflicht …
Angesichts der klaren Bestimmung des StrWG kommt nach ständiger Rechtsprechung des Senats (vgl. 5 U 10/08 für Räum- und Streupflicht) eine Verkehrssicherungspflicht des Amtes auch dann nicht in Betracht, wenn sich die Gemeinde zur Wahrnehmung ihrer Pflichten der Verwaltungsorganisation des übergeordneten Amtes bedient bzw. letzteres die Aufgaben der Gemeinde wahrnimmt (so schon 1. Zivilsenat, 1 U 174/97 für Straßenverkehrssicherungspflichten; 1 W 286/98 für sonstige Verkehrssicherungspflichten). - LG Rostock, 12.11.2008 - 4 O 189/08
Amtshaftung: Passivlegitimation einer Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern im …
Für Amtspflichtverletzungen bei Erfüllung der Straßenverkehrssicherungspflicht im Gebiet amtsangehöriger Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern haftet wegen der in § 127 Abs. 1 S. 2 KV M-V geregelten gesetzlichen Aufgabendelegation deshalb das Amt und nicht die Gemeinde (…vgl. Kammer, Urt. v. 26.04.07 - 4 O 326/06, VersR 2007, 1564 mit zustimmender Anm. Lühmann, NJ 2007, 422;… Darsow/Gentner/Glaser/Meyer, Schweriner Komm. der KV M-V, 3. Aufl., § 127 Rn. 5; Schröter/Willner/Wollenteit/u.a., KV M-V, 17. Lieferung 7/08, § 127 Anm. 7;… [für SH] von Mutius/Rentsch, Kommunalverfassungsrecht SH, Bd. II, 6. Aufl., § 3 AO Rn. 2 u. 6; a.A. OLG Rostock, Urt. v. 4.4.08 - 5 U 10/08, OLGR 2008, 459;… Urt. v. 24.9.98 - 1 U 174/97, OLGR 1999, 112). - OLG Rostock, 20.04.2010 - 5 W 14/10
Passivlegitimation der Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern bei Verletzung der …
Nach ständiger Rechtsprechung des OLG Rostock haften für Amtspflichtverletzungen bei Erfüllung der Straßenverkehrssicherungspflichten gebietsangehöriger Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern diese und nicht die Ämter (OLG Rostock…, Urt. vom 24.09.1998 - 1 U 174/97 = OLGR 1999, 112; Urt. vom 04.04.2008 - 5 U 10/08; zuletzt Urteil vom 04.04.2008 - 5 U 10/08). - LG Rostock, 10.06.2009 - 4 O 59/09
Haftung für Amtspflichtverletzungen bei Erfüllung der Räum- und Streupflicht in …
7/08, § 127 Anm. 7; (für SH) von Mutius/Rentsch, Kommunalverfassungsrecht SH, Bd. II, 6. Aufl., § 3 AO Rn. 2 und 6; a.A. OLG Rostock, Urt. v. 4.4.08 - 5 U 10/08, OLGR Rostock 2008, 459; Urt. v. 24.9.98 - 1 U 174/97, OLGR Rostock 1999, 112).
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Rechtsprechung
| OLG Karlsruhe, 10.08.2007 - 16 WF 114/07 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
Richterablehnung: Besorgnis der Befangenheit bei Übesehen von Unterlagen im Prozesskostenhilfeprüfungsverfahren
- Judicialis
ZPO § 42
- ra.de
- rechtsportal.de
ZPO § 42
Besorgnis der Befangenheit eines Richters bei Übersehen von vorgelegten Unterlagen - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Befangenheit eines Richters bei Übersehen von Unterlagen durch diesen bei der Entscheidung über ein Prozesskostenhilfegesuch und sofortigen sachlichen Eingangs einer Beschwerde der Partei; Rechtfertigung des Misstrauens gegen die Unparteilichkeit eines Richters
Verfahrensgang
- AG Heidelberg, 11.06.2007 - 31 F 21/07
- OLG Karlsruhe, 10.08.2007 - 16 WF 114/07
Papierfundstellen
- FamRZ 2008, 1455
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (5)
- OLG Köln, 30.01.1998 - 1 W 4/98
Auszug aus OLG Karlsruhe, 10.08.2007 - 16 WF 114/07
b) Ein Ablehnungsgrund kann darin liegen, dass eine Partei in der Ausübung ihrer Parteirechte behindert und willkürlich benachteiligt wird, indem das Gericht die mangelnde Bereitschaft zeigt, das Prozessvorbringen einer Partei vollständig zur Kenntnis zu nehmen und entsprechend zu würdigen und dies mit einer evident mangelnden Sorgfalt einher geht (OLG Köln, MDR 1998, Seite 432; OLG Oldenburg, FamRZ 1992, Seite 192; OLG Bamberg, FamRZ 1997, Seite 1223;… Zöller/Vollkommer, a. a. O., Rn. 23). - OLG Oldenburg, 07.10.1991 - 3 WF 106/91
Sorgerechtsentscheidung; Familiengericht; Bericht des Jugendamtes; Anhörung; …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 10.08.2007 - 16 WF 114/07
b) Ein Ablehnungsgrund kann darin liegen, dass eine Partei in der Ausübung ihrer Parteirechte behindert und willkürlich benachteiligt wird, indem das Gericht die mangelnde Bereitschaft zeigt, das Prozessvorbringen einer Partei vollständig zur Kenntnis zu nehmen und entsprechend zu würdigen und dies mit einer evident mangelnden Sorgfalt einher geht (OLG Köln, MDR 1998, Seite 432; OLG Oldenburg, FamRZ 1992, Seite 192; OLG Bamberg, FamRZ 1997, Seite 1223;… Zöller/Vollkommer, a. a. O., Rn. 23). - OLG Saarbrücken, 23.07.2003 - 5 W 155/03
Richterablehnung: Dienstliche Stellungnahme bei Ablehnung wegen Rechtsverstößen …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 10.08.2007 - 16 WF 114/07
Etwas anderes gilt nur dann, wenn Gründe dargetan werden, die dafür sprechen, dass die Fehlerhaftigkeit auf Voreingenommenheit des Richters gegenüber der ablehnenden Partei oder auf Willkür beruht (OLG Saarbrücken, Beschluss vom 23.07.2003, OLGR 2003, Seite 362; OLG Schleswig, Beschluss vom 14.05.2002, OLGR 2002, Seite 327;… Zöller, a. a. O., Rn. 28 m. w. N.). - OLG Bamberg, 16.01.1997 - SA - F - 24/96
Auszug aus OLG Karlsruhe, 10.08.2007 - 16 WF 114/07
b) Ein Ablehnungsgrund kann darin liegen, dass eine Partei in der Ausübung ihrer Parteirechte behindert und willkürlich benachteiligt wird, indem das Gericht die mangelnde Bereitschaft zeigt, das Prozessvorbringen einer Partei vollständig zur Kenntnis zu nehmen und entsprechend zu würdigen und dies mit einer evident mangelnden Sorgfalt einher geht (OLG Köln, MDR 1998, Seite 432; OLG Oldenburg, FamRZ 1992, Seite 192; OLG Bamberg, FamRZ 1997, Seite 1223;… Zöller/Vollkommer, a. a. O., Rn. 23). - OLG Schleswig, 14.05.2002 - 16 W 49/02
Richterablehnung bei fehlerhafter Rechtsauffassung
Auszug aus OLG Karlsruhe, 10.08.2007 - 16 WF 114/07
Etwas anderes gilt nur dann, wenn Gründe dargetan werden, die dafür sprechen, dass die Fehlerhaftigkeit auf Voreingenommenheit des Richters gegenüber der ablehnenden Partei oder auf Willkür beruht (OLG Saarbrücken, Beschluss vom 23.07.2003, OLGR 2003, Seite 362; OLG Schleswig, Beschluss vom 14.05.2002, OLGR 2002, Seite 327;… Zöller, a. a. O., Rn. 28 m. w. N.).
- VGH Baden-Württemberg, 30.03.2010 - 6 S 2429/09
Zu den Auswirkungen eines formellen Fehlers des Abhilfeverfahrens oder des …
Ob das Ablehnungsgesuch aus anderen Gründen, etwa weil der Antragsteller das Kollegialgericht als Ganzes mit der erst später abgegebenen Begründung, die Richter hätten den wesentlichen Klageaspekt nicht wahrnehmen wollen, als befangen ablehnt, offensichtlich unzulässig ist (vgl. dazu aber: BVerfG, Beschluss vom 24.02.2006 - 2 BvR 836/04 -, NJW 2006, 3129; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 10.08.2007 - 16 WF 114/07 -, FamRZ 2008, 1455 m.w.N.;… Kopp/Schenke, VwGO, 16. Aufl., § 54 RdNr. 11 m.w.N.), bedarf hier keiner weiteren Vertiefung.
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Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 27.02.2008 - VI-3 Kart 106/07 (V) |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- Judicialis
- rechtsportal.de
EnWG § 23a Abs. 3; EnWG § 29 Abs. 1
Festlegungsbefugnis der Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde für Genehmigungsanträge nach § 23 a Abs. 3 EnWG - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Genehmigung der Entgelte für den Netzzugang zum Stromversorgungsnetz durch die Bundesnetzagentur; Fristgerechte Zustellung der Festlegung über die allgemeinen Bedingungen eines Entgeltgenehmigungsantrages zur Stromversorgung; Pflicht der Betreiber von ...
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (1)
- OLG Rostock, 14.09.2007 - 1 W 28/07
Streitwertfestsetzung im selbstständigen Beweisverfahren bei Beteiligung mehrerer …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 27.02.2008 - 3 Kart 106/07
Nach § 1 Abs. 1 VwZG i.V.m. § 8 VwZG wurde der Zustellungsmangel im Streitfall jedoch dadurch geheilt, dass die Beschwerdeführerin das Amtsblatt der Bundesnetzagentur, in dem die Festlegung veröffentlicht war, erhalten und die Festlegung zur Kenntnis genommen hat und dabei keinen Zweifel daran hatte, dass die Bundesnetzagentur durch die Veröffentlichung der Verfügung die mit der förmlichen Zustellung verbundenen Rechtsfolgen auslösen wollte (vgl. BGH WuW DE-R 2060 - "Auskunftsverlangen"; OLG Naumburg, Beschl. v. 13.12.2007, 1 W 28/07 (EnWG), S. 5, - "Dessauer Stromversorgung").
- OLG Stuttgart, 16.02.2009 - 202 EnWG 96/07
Energieversorgung: Zuständigkeit für die Festlegung von Preisindizes zur …
Auch die Rechtsprechung der Obergerichte nimmt eine Anfechtbarkeit nach § 75 Abs. 1 EnWG an (OLG Naumburg…, Beschluss vom 13.12.2007, 1 W 27/07 (EnWG) - Juris unter Rdnr. 15; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 27.2.2008 VI-3 Kart 106/07 (V) - Juris Rdnr. 11).Der Begriff "Netzzugang" ist weit zu verstehen; er umfasst alle technischen und wirtschaftlichen Bedingungen und in Konsequenz dessen auch die Kautelen des Entgeltgenehmigungsverfahrens (OLG Düsseldorf, VI 3 Kart 106/07 (V) - Rdnr. 16 in Juris;… vgl. auch Salje, a.a.O., § 29 Rdnr. 6).
Derartige Festlegungen kann die Beschwerdegegnerin auch nicht losgelöst von § 30 StromNEV unmittelbar gestützt auf § 29 Abs. 1 EnWG treffen, und zwar schon deshalb nicht, weil - entgegen OLG Düsseldorf Beschluss vom 27.02.2008, VI-3 Kart 106/07 (V), Rdnr. 16 in Juris - § 29 Abs. 1 EnWG keine eigenständige Ermächtigungsgrundlage enthält, sondern akzessorisch zu den Ermächtigungen ist, welche die in Abs. 1 genannten Rechtsverordnungen enthalten (…Britz/Hellermann/Hermes-Britz, a.a.O., § 29 Rdnr. 1).
- OLG Düsseldorf, 30.06.2021 - 3 Kart 15/20
Anfechtungsbeschwerde gegen einen Beschluss der Bundesnetzagentur Zuordnung …
Tenorziffer 3. geht damit nicht über die gesetzlich gezogenen Grenzen, die die Regelungsbefugnis der Bundesnetzagentur einschränken (Senat, Beschluss vom 27.02.2008, VI-3 Kart 106/07 [V] Rn. 86, juris;… Wahlhäuser in: Kment, EnWG, 2. Aufl., § 29 Rn. 18), hinaus. - OLG Düsseldorf, 28.04.2021 - 3 Kart 83/20
Die in Tenorziffer 3. der Festlegung der Bundesnetzagentur zu Vorgaben von …
Anders als die Beschwerdeführerin meint, geht Tenorziffer 3. damit nicht über die gesetzlich gezogenen Grenzen, die die Regelungsbefugnis der Bundesnetzagentur einschränken (Senat, Beschluss vom 27.02.2008, VI-3 Kart 106/07 [V] Rn. 86, juris;… Wahlhäuser in: Kment, EnWG, 2. Aufl., § 29 Rn. 18), hinaus.
- OLG Düsseldorf, 28.04.2021 - 3 Kart 132/20
Die in Tenorziffer 3. der Festlegung der Bundesnetzagentur zu Vorgaben von …
Anders als die Beschwerdeführerin meint, geht Tenorziffer 3. damit nicht über die gesetzlich gezogenen Grenzen, die die Regelungsbefugnis der Bundesnetzagentur einschränken (Senat, Beschluss vom 27.02.2008, VI-3 Kart 106/07 [V] Rn. 86, juris;… Wahlhäuser in: Kment, EnWG, 2. Aufl., § 29 Rn. 18), hinaus. - OLG Düsseldorf, 28.04.2021 - 3 Kart 23/20
Die in Tenorziffer 3. der Festlegung der Bundesnetzagentur zu Vorgaben von …
Anders als die Beschwerdeführerin meint, geht Tenorziffer 3. damit nicht über die gesetzlich gezogenen Grenzen, die die Regelungsbefugnis der Bundesnetzagentur einschränken (Senat, Beschluss vom 27.02.2008, VI-3 Kart 106/07 [V] Rn. 86, juris;… Wahlhäuser in: Kment, EnWG, 2. Aufl., § 29 Rn. 18), hinaus. - LG Hagen, 25.03.2009 - 7 S 84/08
Generelle Spezialzuständigkeit wegen der Unterwerfung der Energieversorger unter …
Dem hat sich das OLG Frankfurt angeschlossen (IR 2008, 135). - OLG Oldenburg, 03.01.2011 - 5 AR 35/10
Anwendbarkeit des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) im …
§ 36 Abs. 1 EnWG gibt dem Haushaltskunden lediglich einen Anspruch auf Grundversorgung, regelt also im Sinne eines Kontrahierungszwangs das "Ob" des Abschlusses eines Versorgungsvertrages, nicht aber die Einzelheiten der Ausgestaltung des Individualvertrages über die Energielieferung und die Höhe der Bezugspreise (OLG Celle 4. ZS RdE 2010, 185; OLG Köln OLGR 2009, 406; OLG Frankfurt IR 2008, 135). - OLG Düsseldorf, 13.12.2010 - W (Kart) 8/10
Sachliche und örtliche Zuständigkeit der Gerichte für Klagen aus …
Eine Rechtsfolge, die für die Entscheidung über die Billigkeit der Preiserhöhung vorgreiflich ist, ergibt sich somit aus § 1 Abs. 1 EnWG nicht (vgl. OLG Celle…, Beschluss vom 1.10.2010, Az. 13 AR 5/10 (Kart), bei juris, Rdnr. 10; OLG Celle, WuW/E DE-R 2955; OLG Celle, IR 2010, 132; OLG Celle NJOZ 2010, 1478, 1479; OLG Zweibrücken, BeckRS 2010, 8400; OLG München, NJOZ 2009, 2532; OLG Frankfurt a.M., IR 2008, 135; OLG Köln ZNER 2008, 58). - OLG Celle, 10.03.2010 - 4 AR 17/10
Sachliche Zuständigkeit der Landgerichte für Klagen eines …
Es entspricht deshalb auch der einhelligen Meinung in der obergerichtlichen Rechtsprechung, dass sachlich zuständiges Gericht in Fällen wie dem vorliegenden das Amtsgericht ist (vgl. die bereits im Beschluss des LG Verden zitierten Entscheidungen OLG München in OLGR 2009, 757; OLG Frankfurt IR 2008, 135; OLG Köln OLGR 2008, 535; KG Berlin Beschluss v. 09.10.2009, 2 AR 48/09). - OLG Düsseldorf, 28.04.2021 - 3 Kart 157/20
Parallelentscheidung zu OLG Düsseldorf 3 Kart 15/20 v. 30.06.2021
Anders als die Beschwerdeführerin meint, geht Tenorziffer 3. damit nicht über die gesetzlich gezogenen Grenzen, die die Regelungsbefugnis der Bundesnetzagentur einschränken (Senat, Beschluss vom 27.02.2008, VI-3 Kart 106/07 [V] Rn. 86, juris;… Wahlhäuser in: Kment, EnWG, 2. Aufl., § 29 Rn. 18), hinaus.
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Rechtsprechung
| OLG Schleswig, 12.10.2007 - 15 WF 259/07 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Judicialis
ZPO § 115
- ra.de
- rechtsportal.de
ZPO § 115
Keine PKH-Aufhebung wegen Einstellung der Ratenzahlung infolge Überschuldung - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Aufhebung einer bewilligten Prozesskostenhilfe bei Nichtzahlung der Raten aufgrund einer Überschuldung
Verfahrensgang
- AG Rendsburg, 02.08.2007 - 19 F 360/04
- OLG Schleswig, 12.10.2007 - 15 WF 259/07
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (1)
- OLG Nürnberg, 04.02.2003 - 10 WF 141/03
Keine Ratenzahlung bei Überschuldung
Auszug aus OLG Schleswig, 12.10.2007 - 15 WF 259/07
Deshalb können in Überschuldungssituationen auch wegen der finanziellen Lage der Partei nicht bediente Schulden für die Berechnung der Ratenzahlung abzusetzen sein (vgl. Senat, Einzelrichterbeschluss vom 25. November 2004 - 15 WF 330/04 - OLG Nürnberg, OLGR Nürnberg 2003, 189).
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