Rechtsprechung
| EuG, 07.12.2022 - T-709/21 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Europäischer Gerichtshof
WhatsApp Ireland/ Europäischer Datenschutzausschuss
Nichtigkeitsklage - Schutz personenbezogener Daten - Beschlussentwurf der federführenden Aufsichtsbehörde - Beilegung der Streitigkeiten zwischen Aufsichtsbehörden durch den Europäischen Datenschutzausschuss - Verbindlicher Beschluss - Art. 60 Abs. 4 und Art. 65 Abs. 1 ...
- Europäischer Gerichtshof
"Nichtigkeitsklage - Schutz personenbezogener Daten - Beschlussentwurf der federführenden Aufsichtsbehörde - Beilegung der Streitigkeiten zwischen Aufsichtsbehörden durch den Europäischen Datenschutzausschuss - Verbindlicher Beschluss - Art. 60 Abs. 4 und Art. 65 Abs. 1 ...
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Nichtigkeitsklage - Schutz personenbezogener Daten - Beschlussentwurf der federführenden Aufsichtsbehörde - Beilegung der Streitigkeiten zwischen Aufsichtsbehörden durch den Europäischen Datenschutzausschuss - Verbindlicher Beschluss - Art. 60 Abs. 4 und Art. 65 Abs. 1 ...
Kurzfassungen/Presse (3)
- Europäischer Gerichtshof
(Pressemitteilung)
Institutionelles Recht - The General Court dismisses as inadmissible the action brought by WhatsApp against a decision of the European Data Protection Board
- Europäischer Gerichtshof (Kurzinformation)
WhatsApp Ireland/ Comité européen de la protection des données
- dr-bahr.com (Kurzinformation und Auszüge)
Keine Direktklagemöglichkeit gegen Beschlüsse des Europäischen Datenschutzausschusses
Sonstiges
- Europäischer Gerichtshof (Verfahrensdokumentation)
WhatsApp Ireland/ Comité européen de la protection des données
Verfahrensgang
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (24)
- EuGH, 11.11.1981 - 60/81
IBM / Kommission
Auszug aus EuG, 07.12.2022 - T-709/21
Rn. 38 Ist ein Kläger jedoch nicht einer der sogenannten "privilegierten", in Art. 263 Abs. 2 AEUV einzeln namentlich genannten Kläger, so muss nach ständiger Rechtsprechung die Handlung, um eine von diesem Kläger anfechtbare Handlung darzustellen, verbindliche Rechtswirkungen erzeugen, die die Interessen des Klägers durch eine qualifizierte Änderung seiner Rechtsstellung berühren (Urteil vom 11. November 1981, 1BM/Kommission, 60/81, EU:C:1981:264, Rn. 9;… siehe auch Urteil vom 18. November 2010, NDSHT/Kommission, C-322/09 P, EU:C:2010:701, Rn. 45 und die dort angeführte Rechtsprechung).Rn. 43 In dieser Hinsicht ist wiederholt entschieden worden, dass bei der Ausarbeitung von Rechtsakten in mehrphasigen Verfahren Zwischenmaßnahmen, die den endgültigen Beschluss vorbereiten sollen, grundsätzlich keine anfechtbaren Handlungen darstellen (vgl. in diesem Sinne Urteile vom 11. November 1981, 1BM/Kommission, 60/81, EU:C:1981:264, Rn. 10, …und vom 26. Januar 2010, 1nternationaler Hilfsfonds/Kommission, C-362/08 P, EU:C:2010:40, Rn. 52 und die dort zitierte Rechtsprechung).
Rn. 44 Ausnahmen von dem oben unter Rn. 43 dargelegten Grundsatz betreffen Fälle, in denen die Zwischenmaßnahme eigenständige Rechtswirkungen entfaltet, hinsichtlich deren kein ausreichender Rechtsschutz im Rahmen einer Klage gegen den das Verfahren abschließenden Beschluss gewährleistet ist (vgl. in diesem Sinne Urteile vom 11. November 1981, 1BM/Kommission, 60/81, EU:C:1981:264, Rn. 11 und 12, …und vom 13. Oktober 2011, Deutsche Post und Deutschland/Kommission, C-463/10 P und C-475/10 P, EU:C:2011:656, Rn. 53 und 54).
Umgekehrt kann nach ständiger Rechtsprechung die Rechtswidrigkeit einer nicht anfechtbaren Handlung der Union, die als Grundlage für eine andere Handlung dient, bei einer Klage gegen diese zweite Handlung geltend gemacht werden (Urteil vom 11. November 1981, 1BM/Kommission, 60/81, EU:C:1981:264, Rn. 12 und im Umkehrschluss die vorstehenden Rechtsprechungsnachweise).
- EuGH, 24.06.1986 - 53/85
AKZO Chemie / Kommission
Auszug aus EuG, 07.12.2022 - T-709/21
Denn anders als der endgültige Beschluss der irischen Aufsichtsbehörde kann er WhatsApp nicht unmittelbar entgegengehalten werden und stellt für WhatsApp eine vorbereitende Handlung oder eine Zwischenmaßnahme in einem Verfahren dar, das nach den oben in den Rn. 23 bis 26 sowie Rn. 31 genannten Art. 58 Abs. 2, 60, 63 und 65 der Verordnung 2016/679 mit dem Erlass eines an das Unternehmen gerichteten, endgültigen Beschlusses einer nationalen Aufsichtsbehörde abgeschlossen werden muss (vgl. in diesem Sinne und entsprechend Urteil vom 24. Juni 1986, AKZO Chemie und AKZO Chemie UK/Kommission, 53/85, EU:C:1986:256, Rn. 19).Derartige Ausnahmen sind etwa im Rahmen eines Verfahrens zur Kontrolle der Einhaltung der für Unternehmen geltenden Wettbewerbsregeln (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 24. Juni 1986, AKZO Chemie und AKZO Chemie UK/Kommission, 53/85, EU:C:1986:256, Rn. 20), im Rahmen eines Verfahrens zur Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften über staatliche Beihilfen (…vgl. in diesem Sinne Urteil vom 9. Oktober 2001, 1talien/Kommission, C-400/99, EU:C:2001:528, Rn. 55 bis 63) und im Vorfeld einer endgültigen Verfügung bei einer akzessorischen oder Sicherungsmaßnahme zur vorläufigen Dienstenthebung eines von einem Disziplinarverfahren betroffenen Beamten bejaht worden (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 5. Mai 1966, Gutmann/Kommission, 18/65 und 35/65, EU:C:1966:24, S. 174).
Rn. 46 Darüber hinaus hat der angefochtene Beschluss gegenüber WhatsApp keine eigenständige Rechtswirkung im Vergleich zum endgültigen Beschluss der irischen Aufsichtsbehörde: Alle in dem ersten Beschluss enthaltenen Beurteilungen werden im zweiten Beschluss übernommen, und der erste Beschluss hat keine vom Inhalt des zweiten unabhängige Wirkung, im Gegensatz zu den Konstellationen, zu den die oben in Rn. 44 erwähnten Urteile vom 5. Mai 1966, Gutmann/Kommission (18/65 und 35/65, EU:C:1966:24), vom 24. Juni 1986, AKZO Chemie und AKZO Chemie UK/Kommission (53/85, EU:C:1986:256), und vom 9. Oktober 2001, 1talien/Kommission (C-400/99, EU:C:2001:528), ergangen sind.
- EuGH, 25.07.2002 - C-50/00
DER GERICHTSHOF BESTÄTIGT SEINE RECHTSPRECHUNG ZU DEN VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN …
Auszug aus EuG, 07.12.2022 - T-709/21
Rn. 68 Genauer gesagt hat der AEU-Vertrag namentlich mit seinem Art. 263 über direkte Klagen vor dem Gerichtshof der Europäischen Union und mit seinem Art. 267 zu den Fällen, in denen der Gerichtshof insbesondere über die Gültigkeit und die Auslegung von Handlungen der Organe, Einrichtungen und sonstige Stellen der Union im Wege des Vorabentscheidungsverfahrens entscheidet, ein vollständiges System von Rechtsbehelfen geschaffen, das die Kontrolle der Rechtmäßigkeit der Handlungen der Union gewährleisten soll (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 25. Juli 2002, Unión de Pequeños Agricultores/Rat, C-50/00 P, EU:C:2002:462, Rn. 40).In dieser Situation ist es Sache des nationalen Gerichts, wenn es eine Entscheidung darüber zum Erlass seines Urteils für erforderlich hält und Zweifel an der Gültigkeit dieser Handlung hat, dem Gerichtshof der Europäischen Union eine Frage zur Vorabentscheidung vorzulegen (vgl. in diesem Sinne und entsprechend erneut Urteil vom 25. Juli 2002, Unión de Pequeños Agricultores/Rat, C-50/00 P, EU:C:2002:462, Rn. 40).
- EuGH, 09.06.2011 - C-71/09
Die den Unternehmen in Venedig und Chioggia gewährten Sozialbeitrags-entlastungen …
Auszug aus EuG, 07.12.2022 - T-709/21
Hierbei wurde darauf hingewiesen, dass die Begünstigten ab dem Zeitpunkt des Erlasses eines solchen Beschlusses der Wiedereinziehung der von ihnen empfangenen Vorteile ausgesetzt und damit in ihrer Rechtsstellung beeinträchtigt sind (Urteil vom 9. Juni 2011, Comitato "Venezia vuole vivere" u. a./Kommission, C-71/09 P, C-73/09 P und C-76/09 P, EU:C:2011:368, Rn. 56).Mit dieser Logik ließ sich insbesondere die Entscheidung rechtfertigen, dass ein Kläger, der einen Beschluss der Union unmittelbar vor dem Gerichtshof der Europäischen Union hätte anfechten können, die Gültigkeit dieses Beschlusses später nicht mehr in Frage stellen kann, vor allem nicht in einem nachfolgenden Verfahren vor einem nationalen Gericht (…vgl. in diesem Sinne Urteil vom 9. März 1994, TWD Textilwerke Deggendorf, C-188/92, EU:C:1994:90, Rn. 17; vgl. in diesem Sinne auch Urteil vom 9. Juni 2011, Comitato "Venezia vuole vivere" u. a./Kommission, C-71/09 P, C-73/09 P und C-76/09 P, EU:C:2011:368, Rn. 58 und die dort angeführte Rechtsprechung).
- EuGH, 13.10.2011 - C-463/10
Deutsche Post und Deutschland / Kommission - Rechtsmittel - Staatliche Beihilfen …
Auszug aus EuG, 07.12.2022 - T-709/21
Rn. 39 Der Gerichtshof hat außerdem entschieden, dass, wenn ein solcher Kläger nicht Adressat der von ihm angefochtenen Handlung ist, die Voraussetzung, dass durch die Handlung eine qualifizierte Änderung der Rechtsstellung des Klägers erfolgen muss, sich mit den in Art. 263 Abs. 4 AEUV festgelegten Voraussetzungen überschneidet, d. h. - wenn die angefochtene Handlung kein Rechtsakt mit Verordnungscharakter ist, der keine Durchführungsmaßnahmen nach sich zieht - damit, dass der Kläger von dieser Handlung unmittelbar und individuell betroffen sein muss (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 13. Oktober 2011, Deutsche Post und Deutschland/Kommission, C-463/10 P und C-475/10 P, EU:C:2011:656, Rn. 38).Rn. 44 Ausnahmen von dem oben unter Rn. 43 dargelegten Grundsatz betreffen Fälle, in denen die Zwischenmaßnahme eigenständige Rechtswirkungen entfaltet, hinsichtlich deren kein ausreichender Rechtsschutz im Rahmen einer Klage gegen den das Verfahren abschließenden Beschluss gewährleistet ist (…vgl. in diesem Sinne Urteile vom 11. November 1981, 1BM/Kommission, 60/81, EU:C:1981:264, Rn. 11 und 12, und vom 13. Oktober 2011, Deutsche Post und Deutschland/Kommission, C-463/10 P und C-475/10 P, EU:C:2011:656, Rn. 53 und 54).
- EuGH, 09.10.2001 - C-400/99
"Nichtigkeitsklage - Staatliche Beihilfen - Beihilfen für ein Fährunternehmen - …
Auszug aus EuG, 07.12.2022 - T-709/21
Derartige Ausnahmen sind etwa im Rahmen eines Verfahrens zur Kontrolle der Einhaltung der für Unternehmen geltenden Wettbewerbsregeln (…vgl. in diesem Sinne Urteil vom 24. Juni 1986, AKZO Chemie und AKZO Chemie UK/Kommission, 53/85, EU:C:1986:256, Rn. 20), im Rahmen eines Verfahrens zur Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften über staatliche Beihilfen (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 9. Oktober 2001, 1talien/Kommission, C-400/99, EU:C:2001:528, Rn. 55 bis 63) und im Vorfeld einer endgültigen Verfügung bei einer akzessorischen oder Sicherungsmaßnahme zur vorläufigen Dienstenthebung eines von einem Disziplinarverfahren betroffenen Beamten bejaht worden (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 5. Mai 1966, Gutmann/Kommission, 18/65 und 35/65, EU:C:1966:24, S. 174).Rn. 46 Darüber hinaus hat der angefochtene Beschluss gegenüber WhatsApp keine eigenständige Rechtswirkung im Vergleich zum endgültigen Beschluss der irischen Aufsichtsbehörde: Alle in dem ersten Beschluss enthaltenen Beurteilungen werden im zweiten Beschluss übernommen, und der erste Beschluss hat keine vom Inhalt des zweiten unabhängige Wirkung, im Gegensatz zu den Konstellationen, zu den die oben in Rn. 44 erwähnten Urteile vom 5. Mai 1966, Gutmann/Kommission (18/65 und 35/65, EU:C:1966:24), vom 24. Juni 1986, AKZO Chemie und AKZO Chemie UK/Kommission (53/85, EU:C:1986:256), und vom 9. Oktober 2001, 1talien/Kommission (C-400/99, EU:C:2001:528), ergangen sind.
- EuGH, 05.05.1966 - 18/65
Gutmann / Kommission EAG
Auszug aus EuG, 07.12.2022 - T-709/21
Derartige Ausnahmen sind etwa im Rahmen eines Verfahrens zur Kontrolle der Einhaltung der für Unternehmen geltenden Wettbewerbsregeln (…vgl. in diesem Sinne Urteil vom 24. Juni 1986, AKZO Chemie und AKZO Chemie UK/Kommission, 53/85, EU:C:1986:256, Rn. 20), im Rahmen eines Verfahrens zur Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften über staatliche Beihilfen (…vgl. in diesem Sinne Urteil vom 9. Oktober 2001, 1talien/Kommission, C-400/99, EU:C:2001:528, Rn. 55 bis 63) und im Vorfeld einer endgültigen Verfügung bei einer akzessorischen oder Sicherungsmaßnahme zur vorläufigen Dienstenthebung eines von einem Disziplinarverfahren betroffenen Beamten bejaht worden (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 5. Mai 1966, Gutmann/Kommission, 18/65 und 35/65, EU:C:1966:24, S. 174).Rn. 46 Darüber hinaus hat der angefochtene Beschluss gegenüber WhatsApp keine eigenständige Rechtswirkung im Vergleich zum endgültigen Beschluss der irischen Aufsichtsbehörde: Alle in dem ersten Beschluss enthaltenen Beurteilungen werden im zweiten Beschluss übernommen, und der erste Beschluss hat keine vom Inhalt des zweiten unabhängige Wirkung, im Gegensatz zu den Konstellationen, zu den die oben in Rn. 44 erwähnten Urteile vom 5. Mai 1966, Gutmann/Kommission (18/65 und 35/65, EU:C:1966:24), vom 24. Juni 1986, AKZO Chemie und AKZO Chemie UK/Kommission (53/85, EU:C:1986:256), und vom 9. Oktober 2001, 1talien/Kommission (C-400/99, EU:C:2001:528), ergangen sind.
- EuGH, 20.03.1997 - C-24/95
Land Rheinland-Pfalz / Alcan Deutschland - Staatliche Beihilfen - Rückforderung …
Auszug aus EuG, 07.12.2022 - T-709/21
Dies erklärt sich daraus, dass das Kontrollverfahren in diesem Stadium abgeschlossen ist, dass - da die zurückzufordernden Beträge automatisch gemäß dem Beschluss der Kommission und der den betroffenen Unternehmen zuvor gewährten Beihilfen bestimmt werden - keine zusätzliche inhaltliche Würdigung vorzunehmen ist, dass der Mitgliedstaat verpflichtet ist, die Rückforderung dieser Beihilfen selbst zu veranlassen und sie - außer unter sehr außergewöhnlichen Umständen - erfolgreich durchzuführen (…vgl. in diesem Sinne Urteile vom 7. Juni 1988, Kommission/Griechenland, 63/87, EU:C:1988:285, vom 20. September 1990, Kommission/Deutschland, C-5/89, EU:C:1990:320, Rn. 15 und 16, und vom 20. März 1997, Alcan Deutschland, C-24/95, EU:C:1997:163), und dass Dritte auf der Grundlage des Beschlusses der Kommission vor der betreffenden Verwaltung oder vor nationalen Gerichten die Rückzahlung der entsprechenden Beihilfen verlangen können, ohne selbst die Beweislast dafür tragen zu müssen, dass diese rechtswidrig gewährt wurden (…vgl. entsprechend Urteil vom 12. Februar 2008, CELF und Minister für Kultur und Kommunikation, C-199/06, EU:C:2008:79, Rn. 23 und 39 bis 41). - EuGH, 12.02.2008 - C-199/06
CELF und ministre de la Culture und de la Communication - Staatliche Beihilfen - …
Auszug aus EuG, 07.12.2022 - T-709/21
Dies erklärt sich daraus, dass das Kontrollverfahren in diesem Stadium abgeschlossen ist, dass - da die zurückzufordernden Beträge automatisch gemäß dem Beschluss der Kommission und der den betroffenen Unternehmen zuvor gewährten Beihilfen bestimmt werden - keine zusätzliche inhaltliche Würdigung vorzunehmen ist, dass der Mitgliedstaat verpflichtet ist, die Rückforderung dieser Beihilfen selbst zu veranlassen und sie - außer unter sehr außergewöhnlichen Umständen - erfolgreich durchzuführen (…vgl. in diesem Sinne Urteile vom 7. Juni 1988, Kommission/Griechenland, 63/87, EU:C:1988:285, vom 20. September 1990, Kommission/Deutschland, C-5/89, EU:C:1990:320, Rn. 15 und 16, und vom 20. März 1997, Alcan Deutschland, C-24/95, EU:C:1997:163), und dass Dritte auf der Grundlage des Beschlusses der Kommission vor der betreffenden Verwaltung oder vor nationalen Gerichten die Rückzahlung der entsprechenden Beihilfen verlangen können, ohne selbst die Beweislast dafür tragen zu müssen, dass diese rechtswidrig gewährt wurden (vgl. entsprechend Urteil vom 12. Februar 2008, CELF und Minister für Kultur und Kommunikation, C-199/06, EU:C:2008:79, Rn. 23 und 39 bis 41). - EuGH, 09.03.1994 - C-188/92
TWD / Bundesrepublik Deutschland
Auszug aus EuG, 07.12.2022 - T-709/21
Mit dieser Logik ließ sich insbesondere die Entscheidung rechtfertigen, dass ein Kläger, der einen Beschluss der Union unmittelbar vor dem Gerichtshof der Europäischen Union hätte anfechten können, die Gültigkeit dieses Beschlusses später nicht mehr in Frage stellen kann, vor allem nicht in einem nachfolgenden Verfahren vor einem nationalen Gericht (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 9. März 1994, TWD Textilwerke Deggendorf, C-188/92, EU:C:1994:90, Rn. 17;… vgl. in diesem Sinne auch Urteil vom 9. Juni 2011, Comitato "Venezia vuole vivere" u. a./Kommission, C-71/09 P, C-73/09 P und C-76/09 P, EU:C:2011:368, Rn. 58 und die dort angeführte Rechtsprechung). - EuGH, 24.11.2005 - C-136/04
Deutsches Milch-Kontor - Ausfuhrerstattungen - Verordnungen (EWG) Nrn. 804/68, …
- EuGH, 20.09.1990 - C-5/89
Kommission / Deutschland
- EuG, 26.10.2017 - T-704/14
Marine Harvest/ Kommission - Wettbewerb - Zusammenschlüsse - Beschluss zur …
- EuGH, 19.10.2000 - C-15/98
Italien und Sardegna Lines / Kommission - Staatliche Beihilfen - Beihilfen der …
- EuGH, 07.06.1988 - 63/87
Kommission / Griechenland
- EuGH, 04.06.1992 - C-157/90
Infortec / Kommission
- EuGH, 23.04.1986 - 294/83
Les Verts / Parlament
- EuGH, 05.05.1998 - C-386/96
Dreyfus / Kommission - Nothilfe der Gemeinschaft für die Staaten der ehemaligen …
- EuGH, 26.01.2010 - C-362/08
Internationaler Hilfsfonds / Kommission - Rechtsmittel - Zugang zu Dokumenten der …
- EuGH, 13.05.1971 - 41/70
International Fruit Company u.a. / Kommission
- EuGH, 18.11.2010 - C-322/09
NDSHT / Kommission - Rechtsmittel - Staatliche Beihilfe - Beschwerde eines …
- EuGH, 30.10.1975 - 23/75
Rey Soda / Cassa Conguaglio Zucchero
- EuGH, 17.09.2009 - C-519/07
Kommission / Koninklijke FrieslandCampina - Rechtsmittel - Staatliche Beihilfen - …
- EuG, 20.03.2018 - T-442/16
Šroubárna Ždánice/ Rat - Antrag auf Erstattung von …
- EuGH, 10.02.2026 - C-97/23
DSGVO: Die Klage von WhatsApp Ireland gegen den verbindlichen Beschluss 1/2021 …
Rn. 1 Mit ihrem Rechtsmittel beantragt die WhatsApp Ireland Ltd (im Folgenden: WhatsApp) die Aufhebung des Beschlusses des Gerichts der Europäischen Union vom 7. Dezember 2022, WhatsApp Ireland/Europäischer Datenschutzausschuss (T-709/21, im Folgenden: angefochtener Beschluss, EU:T:2022:783), mit dem das Gericht ihre Klage auf Nichtigerklärung des verbindlichen Beschlusses 1/2021 des Europäischen Datenschutzausschusses (im Folgenden: Ausschuss) vom 28. Juli 2021 zur Streitigkeit zwischen den betroffenen Aufsichtsbehörden (im Folgenden: streitiger Beschluss) im Nachgang zu dem von der Data Protection Commission (DPC) (Datenschutzbehörde, Irland) (im Folgenden: irische Aufsichtsbehörde) erstellten und WhatsApp betreffenden Beschlussentwurf als unzulässig abgewiesen hat.Der Beschluss des Gerichts der Europäischen Union vom 7. Dezember 2022, WhatsApp Ireland/Europäischer Datenschutzausschuss (T-709/21, EU:T:2022:783), wird aufgehoben..
- EuGH, 21.07.2023 - C-97/23
WhatsApp Ireland/ Europäischer Datenschutzausschuss - Rechtsmittel - Antrag auf …
Rn. 1 Mit ihrem Rechtsmittel beantragt die Rechtsmittelführerin, die WhatsApp Ireland Ltd, die Aufhebung des Beschlusses des Gerichts der Europäischen Union vom 7. Dezember 2022, WhatsApp Ireland/Europäischer Datenschutzausschuss (T-709/21, EU:T:2022:783).Rn. 6 Dem betroffenen Unternehmen das Recht zu verweigern, eine Klage beim Unionsgericht zu erheben, wie es das Gericht im Beschluss vom 7. Dezember 2022, WhatsApp Ireland/Europäischer Datenschutzausschuss (T-709/21, EU:T:2022:783), getan habe, führe dazu, diesem Unternehmen das Recht auf eine wirksame gerichtliche Kontrolle, wie es in diesem Art. 6 und in Art. 47 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union garantiert sei, zu nehmen.
- Generalanwalt beim EuGH, 27.03.2025 - C-97/23
WhatsApp Ireland/ Europäischer Datenschutzausschuss - Rechtsmittel - Schutz …
- EuG, 17.04.2024 - T-183/23
Schutz personenbezogener Daten - Beschwerde von Nutzern eines sozialen Netzwerks …
Rn. 84 Dieser begrenzte Anwendungsbereich erklärt sich aus der Natur des verbindlichen Beschlusses, der gemäß Art. 65 Abs. 2 der Verordnung 2016/679 an die federführende Aufsichtsbehörde und alle betroffenen Aufsichtsbehörden übermittelt und für diese verbindlich ist (vgl. in diesem Sinne Beschluss vom 7. Dezember 2022, WhatsApp Ireland/Europäischer Datenschutzausschuss, T-709/21, Rechtsmittel anhängig, EU:T:2022:783, Rn. 42). - EuG, 06.07.2026 - T-709/21 Rn. 16 Par ordonnance du 7 décembre 2022, WhatsApp Ireland/Comité européen de la protection des données (T-709/21, EU:T:2022:783), le Tribunal a rejeté le recours comme étant irrecevable.
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Rechtsprechung
| EuG, 06.07.2026 - T-709/21 |
Volltextveröffentlichungen (2)
Verfahrensgang
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (6)
- EuG - T-84/23 (anhängig)
Data Protection Commission/ Europäischer Datenschutzausschuss
Auszug aus EuG, 06.07.2026 - T-709/21
En effet, une telle interprétation reviendrait, en pratique, à reconnaître à tout organe ou organisme de l'Union un droit d'intervention devant les juridictions de l'Union dès lors qu'il estime qu'un litige soulève des questions importantes relevant de son domaine d'action, alors qu'un tel intérêt d'ordre général ne présente pas un caractère suffisamment direct au regard de la solution du litige (voir, en ce sens, ordonnance du 26 octobre 2023, Data Protection Commission/Comité européen de la protection des données, T-70/23, T-84/23 et T-111/23, non publiée, EU:T:2023:683, point 20).Cette mission pourra en tout état de cause être exécutée et il appartiendra, le cas échéant, à cette autorité d'adresser des avis au législateur de l'Union en fonction de la solution retenue par le Tribunal dans le cadre du présent litige (voir, en ce sens, ordonnance du 26 octobre 2023, Data Protection Commission/Comité européen de la protection des données, T-70/23, T-84/23 et T-111/23, non publiée, EU:T:2023:683, point 20).
En outre, il a été jugé qu'une telle participation en faveur d'une telle décision ne permet pas d'établir un intérêt propre, distinct de celui du CEPD qui est déjà partie au litige et au soutien duquel le Contrôleur européen de la protection des données souhaite intervenir (voir ordonnance du 26 octobre 2023, Data Protection Commission/Comité européen de la protection des données, T-70/23, T-84/23 et T-111/23, non publiée, EU:T:2023:683, point 23 et jurisprudence citée).
En outre, il a également été jugé qu'avoir joué un tel rôle dans l'adoption de ces lignes directrices ne permet pas non plus d'établir un intérêt propre, distinct de celui du CEPD qui est déjà partie au litige et au soutien duquel le Contrôleur européen de la protection des données souhaite intervenir (voir ordonnance du 26 octobre 2023, Data Protection Commission/Comité européen de la protection des données, T-70/23, T-84/23 et T-111/23, non publiée, EU:T:2023:683, point 24 et jurisprudence citée).
- EuG - T-111/23 (anhängig)
Data Protection Commission/ Europäischer Datenschutzausschuss
Auszug aus EuG, 06.07.2026 - T-709/21
En effet, une telle interprétation reviendrait, en pratique, à reconnaître à tout organe ou organisme de l'Union un droit d'intervention devant les juridictions de l'Union dès lors qu'il estime qu'un litige soulève des questions importantes relevant de son domaine d'action, alors qu'un tel intérêt d'ordre général ne présente pas un caractère suffisamment direct au regard de la solution du litige (voir, en ce sens, ordonnance du 26 octobre 2023, Data Protection Commission/Comité européen de la protection des données, T-70/23, T-84/23 et T-111/23, non publiée, EU:T:2023:683, point 20).Cette mission pourra en tout état de cause être exécutée et il appartiendra, le cas échéant, à cette autorité d'adresser des avis au législateur de l'Union en fonction de la solution retenue par le Tribunal dans le cadre du présent litige (voir, en ce sens, ordonnance du 26 octobre 2023, Data Protection Commission/Comité européen de la protection des données, T-70/23, T-84/23 et T-111/23, non publiée, EU:T:2023:683, point 20).
En outre, il a été jugé qu'une telle participation en faveur d'une telle décision ne permet pas d'établir un intérêt propre, distinct de celui du CEPD qui est déjà partie au litige et au soutien duquel le Contrôleur européen de la protection des données souhaite intervenir (voir ordonnance du 26 octobre 2023, Data Protection Commission/Comité européen de la protection des données, T-70/23, T-84/23 et T-111/23, non publiée, EU:T:2023:683, point 23 et jurisprudence citée).
En outre, il a également été jugé qu'avoir joué un tel rôle dans l'adoption de ces lignes directrices ne permet pas non plus d'établir un intérêt propre, distinct de celui du CEPD qui est déjà partie au litige et au soutien duquel le Contrôleur européen de la protection des données souhaite intervenir (voir ordonnance du 26 octobre 2023, Data Protection Commission/Comité européen de la protection des données, T-70/23, T-84/23 et T-111/23, non publiée, EU:T:2023:683, point 24 et jurisprudence citée).
- EuGH, 21.07.2023 - C-97/23
WhatsApp Ireland/ Europäischer Datenschutzausschuss - Rechtsmittel - Antrag auf …
Auszug aus EuG, 06.07.2026 - T-709/21
Rn. 20 À cet égard, il a déjà été jugé que le Contrôleur européen de la protection des données doit justifier d'un intérêt à la solution du litige pour exercer le droit d'intervention tiré de l'article 40, deuxième alinéa, du statut, dans le cadre d'un litige particulier, dès lors que cette autorité ne figure pas parmi les intervenants « privilégiés " visés à l'article 40, premier alinéa, du statut, qui sont, eux, susceptibles d'intervenir sans avoir à démontrer d'intérêt particulier, et que ce droit est circonscrit dans les limites découlant de la mission qui lui est conférée (voir, en ce sens, ordonnance du président de la Cour du 21 juillet 2023, WhatsApp Ireland/Comité européen de la protection des données, C-97/23 P, EU:C:2023:609, points 9 et 10, et jurisprudence citée).Dès lors, pour ce qui concerne les demandes d'intervention des organes et des organismes de l'Union, la Cour applique la condition tenant à l'existence d'un intérêt direct et actuel à la solution du litige d'une manière qui reflète cette spécificité (voir ordonnance du président de la Cour du 21 juillet 2023, WhatsApp Ireland/Comité européen de la protection des données, C-97/23 P, EU:C:2023:609, point 12 et jurisprudence citée).
Rn. 23 Ainsi, s'agissant des demandes d'intervention à un litige ayant pour objet l'annulation d'un acte de l'Union présentées par des organes et des organismes de l'Union, il y a lieu de considérer que l'exigence d'un intérêt direct et actuel à la solution d'un tel litige dans le chef de cet organe ou de cet organisme est remplie, notamment, si cet organe ou organisme est en mesure d'établir que l'acte de l'Union en cause a été adopté au terme d'une procédure dans laquelle, conformément au droit de l'Union, sa participation est prévue, le cas échéant par l'adoption d'avis ou la réalisation d'évaluations (voir ordonnance du président de la Cour du 21 juillet 2023, WhatsApp Ireland/Comité européen de la protection des données, C-97/23 P, EU:C:2023:609, point 13 et jurisprudence citée).
Or, le règlement 2018/1725 ne comportant pas de disposition analogue, la question d'une application homogène de ces deux règlements au regard de cet article 65 ne semble pas se poser en l'occurrence (ordonnance du président de la Cour du 21 juillet 2023, WhatsApp Ireland/Comité européen de la protection des données, C-97/23 P, EU:C:2023:609, point 14).
- EuG, 07.12.2022 - T-709/21
The General Court dismisses as inadmissible the action brought by WhatsApp …
Auszug aus EuG, 06.07.2026 - T-709/21
Rn. 16 Par ordonnance du 7 décembre 2022, WhatsApp Ireland/Comité européen de la protection des données (T-709/21, EU:T:2022:783), le Tribunal a rejeté le recours comme étant irrecevable. - EuGH, 10.02.2026 - C-97/23
DSGVO: Die Klage von WhatsApp Ireland gegen den verbindlichen Beschluss 1/2021 …
Auszug aus EuG, 06.07.2026 - T-709/21
Rn. 17 Cette ordonnance a fait l'objet d'un pourvoi devant la Cour, qui, par arrêt du 10 février 2026, WhatsApp Ireland/Comité européen de la protection des données (C-97/23 P, EU:C:2026:81), l'a annulée et a renvoyé l'affaire devant le Tribunal. - EuGH, 17.09.2021 - C-144/21
Parlament/ Kommission (Autorisation d'une substance extrêmement préoccupante) - …
Auszug aus EuG, 06.07.2026 - T-709/21
En effet, les termes « solution du litige " renvoient à la décision finale demandée, telle qu'elle serait consacrée dans le dispositif de l'arrêt ou de l'ordonnance à intervenir (voir ordonnance du président de la Cour du 17 septembre 2021, Parlement/Commission, C-144/21, EU:C:2021:757, point 10 et jurisprudence citée).
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