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| BFH, 08.05.2025 - VII B 58/24 |
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Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens bei Haftungsbescheiden
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§ 191 Abs 1 S 1 AO, § 65 Abs 1 S 1 FGO, § 65 Abs 2 S 2 FGO, § 115 Abs 2 Nr 3 FGO, § 116 Abs 6 FGO
Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens bei Haftungsbescheiden - IWW
§ 191 Abs. 1 Satz 1 Alternative 1 der Abgabenordnung, § ... 128 Satz 1 des Handelsgesetzbuchs, § 65 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO), Abs. 2 Satz 2 FGO, § 56 Abs. 2 Satz 1 FGO, § 65 Abs. 2 Satz 2 FGO, § 119 Nr. 3 FGO, Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, § 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO, § 65 Abs. 1 Satz 1 FGO, § 65 Abs. 2 Satz 1 FGO, § 71 Abs. 2 FGO, § 116 Abs. 6 FGO, § 128 Satz 1 HGB, § 143 Abs. 2 FGO
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Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens bei Haftungsbescheiden
Kurzfassungen/Presse
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Die Klage gegen einen Haftungsbescheid - und die Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens
Verfahrensgang
- FG Berlin-Brandenburg, 20.03.2024 - 9 K 9071/23le
- BFH, 08.05.2025 - VII B 58/24
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (13)
- BFH, 13.03.2024 - VIII B 129/22
Bezeichnung des Klagebegehrens
Auszug aus BFH, 08.05.2025 - VII B 58/24
Rn. 11 a) Wird dem Kläger zur Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens zu Unrecht oder nicht wirksam eine Ausschlussfrist nach § 65 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 2 FGO gesetzt oder bezeichnet er im Fall rechtmäßiger Ausschlussfristsetzung das Klagebegehren durch weitere, fristgerechte Darlegungen, führt die Abweisung der Klage als unzulässig zu einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör und damit zu einem Verfahrensfehler gemäß § 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO (BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 3 und vom 15.11.2021 - VIII B 2/21, Rz 10).Bei einer Anfechtungsklage reicht die Nennung des angefochtenen Verwaltungsakts, verbunden mit dem Begehren der Aufhebung, zur Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens nicht aus (z.B. BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 9; vom 25.07.2017 - XI B 29/17, Rz 9 und vom 13.03.2014 - X B 158/13, Rz 5; Senatsbeschluss vom 31.03.2010 - VII B 233/09, Rz 9).
Entscheidend ist, ob das Gericht durch die Angaben des Klägers in die Lage versetzt wird zu erkennen, worin die den Kläger treffende Rechtsverletzung nach dessen Ansicht liegt (BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 9 und vom 25.07.2017 - XI B 29/17, Rz 10;… Senatsbeschluss vom 30.04.2001 - VII B 325/00, BFH/NV 2001, 1227).
Rn. 13 c) Über die Würdigung des klägerischen Vorbringens hinaus hat das FG insbesondere die Unterlagen zur Kenntnis zu nehmen, auf die in der Klageschrift durch Beifügung oder ausdrückliche Bezeichnung Bezug genommen worden ist (BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 11 und vom 25.07.2017 - XI B 29/17, Rz 10).
Des Weiteren sind bei der Auslegung sämtliche dem FG und der Finanzbehörde erkennbaren Umstände tatsächlicher und rechtlicher Art einschließlich der dem Gericht vorliegenden Akten, also der den Streitfall betreffenden Akten im Sinne des § 71 Abs. 2 FGO, zu berücksichtigen (BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 11 und vom 25.07.2017 - XI B 29/17, Rz 10;… BFH-Urteil vom 27.06.1996 - IV R 61/95, BFH/NV 1997, 232, unter 1. der Gründe).
- BFH, 25.07.2017 - XI B 29/17
Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens bei Klage gegen Änderungsbescheide …
Auszug aus BFH, 08.05.2025 - VII B 58/24
Bei einer Anfechtungsklage reicht die Nennung des angefochtenen Verwaltungsakts, verbunden mit dem Begehren der Aufhebung, zur Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens nicht aus (z.B. BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 9; vom 25.07.2017 - XI B 29/17, Rz 9 und vom 13.03.2014 - X B 158/13, Rz 5; Senatsbeschluss vom 31.03.2010 - VII B 233/09, Rz 9).Entscheidend ist, ob das Gericht durch die Angaben des Klägers in die Lage versetzt wird zu erkennen, worin die den Kläger treffende Rechtsverletzung nach dessen Ansicht liegt (BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 9 und vom 25.07.2017 - XI B 29/17, Rz 10;… Senatsbeschluss vom 30.04.2001 - VII B 325/00, BFH/NV 2001, 1227).
Rn. 13 c) Über die Würdigung des klägerischen Vorbringens hinaus hat das FG insbesondere die Unterlagen zur Kenntnis zu nehmen, auf die in der Klageschrift durch Beifügung oder ausdrückliche Bezeichnung Bezug genommen worden ist (BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 11 und vom 25.07.2017 - XI B 29/17, Rz 10).
Des Weiteren sind bei der Auslegung sämtliche dem FG und der Finanzbehörde erkennbaren Umstände tatsächlicher und rechtlicher Art einschließlich der dem Gericht vorliegenden Akten, also der den Streitfall betreffenden Akten im Sinne des § 71 Abs. 2 FGO, zu berücksichtigen (BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 11 und vom 25.07.2017 - XI B 29/17, Rz 10;… BFH-Urteil vom 27.06.1996 - IV R 61/95, BFH/NV 1997, 232, unter 1. der Gründe).
- BFH, 31.03.2010 - VII B 233/09
Anforderungen an die Darlegung des Klagebegehrens bei Anfechtungsklagen - …
Auszug aus BFH, 08.05.2025 - VII B 58/24
Bei einer Anfechtungsklage reicht die Nennung des angefochtenen Verwaltungsakts, verbunden mit dem Begehren der Aufhebung, zur Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens nicht aus (z.B. BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 9; vom 25.07.2017 - XI B 29/17, Rz 9 und vom 13.03.2014 - X B 158/13, Rz 5; Senatsbeschluss vom 31.03.2010 - VII B 233/09, Rz 9).Rn. 20 cc) Dies entspricht auch dem Sinn und Zweck des § 65 Abs. 2 Satz 2 FGO, wonach mit dem Ziel der Verfahrensbeschleunigung Angaben des Klägers erforderlich sind, die es dem Gericht ermöglichen, die Grenzen seiner Entscheidungsbefugnis zu bestimmen und eine effektive und auf das erforderliche Maß beschränkte Sachaufklärung zu betreiben (vgl. Senatsbeschluss vom 31.03.2010 - VII B 233/09, Rz 9; Schallmoser in HHSp, § 65 FGO Rz 64).
- BFH, 26.11.1979 - GrS 1/78
Sachentscheidung - Mündliche Verhandlung - Voraussetzung einer Sachentscheidung - …
Auszug aus BFH, 08.05.2025 - VII B 58/24
Rn. 12 b) Eine Bezeichnung des Klagebegehrens erfordert, dass der Kläger substantiiert darlegt, inwiefern der angefochtene Verwaltungsakt rechtswidrig ist und ihn in seinen Rechten verletzt (Beschluss des Großen Senats des BFH vom 26.11.1979 - GrS 1/78, BFHE 129, 117, BStBl II 1980, 99, unter II.3.). - BFH, 26.03.2014 - III B 133/13
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch Prozessurteil statt …
Auszug aus BFH, 08.05.2025 - VII B 58/24
So kann eine hinreichende Bezeichnung des Klagebegehrens auch erfolgen, indem die angefochtenen Bescheide benannt und die Einspruchsentscheidung beigefügt wird, sofern sich die konkreten Streitpunkte, die Gegenstand des Klageverfahrens sein könnten, aus der Einspruchsentscheidung entnehmen lassen (BFH-Beschlüsse vom 14.11.2017 - IX B 66/17, Rz 8; vom 29.09.2015 - I B 37/14, Rz 10 und vom 26.03.2014 - III B 133/13, Rz 9 und 12). - BFH, 27.06.1996 - IV R 61/95
Formelle Anforderungen an eine einzureichende Klageschrift
Auszug aus BFH, 08.05.2025 - VII B 58/24
Des Weiteren sind bei der Auslegung sämtliche dem FG und der Finanzbehörde erkennbaren Umstände tatsächlicher und rechtlicher Art einschließlich der dem Gericht vorliegenden Akten, also der den Streitfall betreffenden Akten im Sinne des § 71 Abs. 2 FGO, zu berücksichtigen (BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 11 und vom 25.07.2017 - XI B 29/17, Rz 10; BFH-Urteil vom 27.06.1996 - IV R 61/95, BFH/NV 1997, 232, unter 1. der Gründe). - BFH, 15.11.2021 - VIII B 2/21
Behandlung eines Beweisantrags zu einer Verfahrensrüge im …
Auszug aus BFH, 08.05.2025 - VII B 58/24
Rn. 11 a) Wird dem Kläger zur Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens zu Unrecht oder nicht wirksam eine Ausschlussfrist nach § 65 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 2 FGO gesetzt oder bezeichnet er im Fall rechtmäßiger Ausschlussfristsetzung das Klagebegehren durch weitere, fristgerechte Darlegungen, führt die Abweisung der Klage als unzulässig zu einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör und damit zu einem Verfahrensfehler gemäß § 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO (BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 3 und vom 15.11.2021 - VIII B 2/21, Rz 10). - BFH, 14.11.2017 - IX B 66/17
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör: Ausschlussfrist zur Bezeichnung …
Auszug aus BFH, 08.05.2025 - VII B 58/24
So kann eine hinreichende Bezeichnung des Klagebegehrens auch erfolgen, indem die angefochtenen Bescheide benannt und die Einspruchsentscheidung beigefügt wird, sofern sich die konkreten Streitpunkte, die Gegenstand des Klageverfahrens sein könnten, aus der Einspruchsentscheidung entnehmen lassen (BFH-Beschlüsse vom 14.11.2017 - IX B 66/17, Rz 8; vom 29.09.2015 - I B 37/14, Rz 10 und vom 26.03.2014 - III B 133/13, Rz 9 und 12). - BFH, 29.09.2015 - I B 37/14
Ausschlussfrist zur Bezeichnung des Klagebegehrens
Auszug aus BFH, 08.05.2025 - VII B 58/24
So kann eine hinreichende Bezeichnung des Klagebegehrens auch erfolgen, indem die angefochtenen Bescheide benannt und die Einspruchsentscheidung beigefügt wird, sofern sich die konkreten Streitpunkte, die Gegenstand des Klageverfahrens sein könnten, aus der Einspruchsentscheidung entnehmen lassen (BFH-Beschlüsse vom 14.11.2017 - IX B 66/17, Rz 8; vom 29.09.2015 - I B 37/14, Rz 10 und vom 26.03.2014 - III B 133/13, Rz 9 und 12). - BFH, 19.03.1996 - VII S 17/95
Ursächlichkeit einer unzulänglichen Fristenkontrolle für eine Fristversäumung - …
Auszug aus BFH, 08.05.2025 - VII B 58/24
Das gilt auch für die Anfechtung eines Haftungsbescheids (…Senatsbeschlüsse vom 08.03.2006 - VII B 266/05, BFH/NV 2006, 1316, unter 2. der Gründe und vom 19.03.1996 - VII S 17/95, BFH/NV 1996, 818, unter 2.a der Gründe; Schallmoser in Hübschmann/Hepp/Spitaler --HHSp--, § 65 FGO Rz 79). - BFH, 30.04.2001 - VII B 325/00
Bezeichnung des Klagebegehrens; Verfahrensfehler
- BFH, 13.03.2014 - X B 158/13
Gegenstand des Klagebegehrens
- BFH, 08.03.2006 - VII B 266/05
NZB: Antrag auf Terminsverlegung "in letzter Minute"
- BFH, 23.10.2025 - IV R 12/24
Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens: Bezugnahme auf Bestandteile der …
Rn. 25 bb) Eine Bezugnahme auf Vorbringen in der Akte muss ausdrücklich erfolgen (…BFH-Urteile vom 27.07.1999 - VIII R 55/98, BFH/NV 2000, 196, unter II.1.a [Rz 16]; vom 10.07.2025 - III R 25/24, Rz 28; BFH-Beschluss vom 08.05.2025 - VII B 58/24, Rz 13).Denn im Streitfall ergibt sich der Inhalt des verfolgten Klagebegehrens hinreichend bestimmt aus den konkreten Umständen des Einzelfalls (so z.B. auch BFH-Beschluss vom 08.05.2025 - VII B 58/24, Rz 13 ff.).
Nach § 119 Nr. 3 FGO ist das Urteil stets als auf der Verletzung von Bundesrecht beruhend anzusehen und aufzuheben (…BFH-Urteil vom 27.06.1996 - IV R 61/95, BFH/NV 1997, 232, unter 2. [Rz 14]; BFH-Beschlüsse vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, Rz 3; vom 08.05.2025 - VII B 58/24, Rz 11).
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