Rechtsprechung
| BGH, 21.09.1983 - VIII ZR 163/82 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechtsfolgen bei Verzicht auf Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts - Voraussetzung des gutgläubigen Erwerbs an Kraftfahrzeugen - Haftung auf Schadensersatz wegen Entziehung des Eigentums - "Identität der geschuldeten Leistungen" - "Rechtliche Zweckgemeinschaft" - ...
- Juristenzeitung(kostenpflichtig)
Zu den Voraussetzungen der gesamtschuldnerischen Haftung
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (15)
- BGH, 29.06.1972 - VII ZR 190/71
Gesamtschuldverhältnis bei rechtlicher Zweckgemeinschaft
Auszug aus BGH, 21.09.1983 - VIII ZR 163/82
Nach früher herrschender Lehre und Rechtsprechung setzte die Gesamtschuld außer der "Identität der geschuldeten Leistungen" (BGHZ 59, 97, 99, 100; 43, 227, 232) eine "rechtliche Zweckgemeinschaft" der Verpflichtungen voraus (BGHZ 59, 97, 99; 52, 39, 43; 43, 227, 229; 13, 360, 365; 28, 297, 300 [BGH 03.11.1958 - III ZR 139/57]; 19, 114, 123) [BGH 23.11.1955 - VI ZR 193/54].Der Bundesgerichtshof (BGHZ 59, 97, 99; 52, 39, 43, 44) hat bisher offengelassen, ob er an dem Erfordernis der "Zweckgemeinschaft" festhalten will.
Der erkennende Senat schließt sich - abweichend von einer im Schrifttum vertretenen Meinung (vgl. Rüssmann, JuS 1974, 292, 293;… Larenz, a.a.O. Fn. 20) - der Auffassung des VII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs an, der in BGHZ 59, 97, 102 f überzeugend ausgeführt hat, daß bei einer Gesamtschuld § 426 BGB die allein maßgebliche Bestimmung über den Ausgleich zwischen den Schuldnern ist, demnach eine Abtretung gemäß § 255 BGB ausscheidet.
- BGH, 19.12.1968 - VII ZR 23/66
Gesamtschuldnerausgleich zwischen Architekt und Bauunternehmer
Auszug aus BGH, 21.09.1983 - VIII ZR 163/82
Insbesondere ist entsprechend dem Grundgedanken des § 254 BGB zu berücksichtigen, inwieweit der Schaden vorwiegend von dem einen oder von dem anderen Gesamtschuldner verursacht worden ist (BGHZ 51, 275, 279).Dabei ist es nicht ausgeschlossen, daß die Abwägung dazu führt, daß der eine Schuldner gegenüber dem anderen von jeder Haftung frei ist, wie es das Berufungsgericht hier angenommen hat (BGHZ 51, 275, 279 m.w.N.).
Das Revisionsgericht kann diese nur auf Rechtsfehler hin überprüfen, insbesondere ob wesentliche Umstände nicht berücksichtigt worden sind (BGHZ 51, 275, 279, 280).
- BGH, 27.03.1969 - VII ZR 165/66
Stapellager - § 255 BGB regelt nicht nur ein Zurückbehaltungsrecht, sondern …
Auszug aus BGH, 21.09.1983 - VIII ZR 163/82
Nach früher herrschender Lehre und Rechtsprechung setzte die Gesamtschuld außer der "Identität der geschuldeten Leistungen" (BGHZ 59, 97, 99, 100; 43, 227, 232) eine "rechtliche Zweckgemeinschaft" der Verpflichtungen voraus (BGHZ 59, 97, 99; 52, 39, 43; 43, 227, 229; 13, 360, 365; 28, 297, 300 [BGH 03.11.1958 - III ZR 139/57]; 19, 114, 123) [BGH 23.11.1955 - VI ZR 193/54].Diese ist im vorliegenden Fall gegeben, weil der gemeinsame Zweck der Ansprüche darin besteht, die Raiffeisenbank für den Verlust des Eigentums an den Sattelschleppern zu entschädigen (BGHZ 52, 39, 44).
Der Bundesgerichtshof (BGHZ 59, 97, 99; 52, 39, 43, 44) hat bisher offengelassen, ob er an dem Erfordernis der "Zweckgemeinschaft" festhalten will.
- BGH, 31.03.1971 - VIII ZR 256/69
Haftung des gesetzlichen Vertreters einer juristischen Person gegenüber Dritten …
Auszug aus BGH, 21.09.1983 - VIII ZR 163/82
Der Bundesgerichtshof hat bereits früher ausgesprochen, daß auch derjenige grundsätzlich dem Eigentümer nach § 823 Abs. 1 BGB auf Schadensersatz haftet, der in vorwerfbarer Weise bei der Entziehung des Eigentums mitwirkt, ohne selbst Besitz an der Sache erlangt zu haben (BGHZ 56, 73, 77 m.w.N.).Dabei ist ausreichend, daß die Ursachenkette in Lauf gesetzt wird, die zum Verlust des Eigentums führt (BGHZ 56, 73, 78).
- BGH, 01.02.1965 - GSZ 1/64
Gesamtschuldnerausgleich zwischen Architekt und Bauherrn im Falle einer …
Auszug aus BGH, 21.09.1983 - VIII ZR 163/82
Nach früher herrschender Lehre und Rechtsprechung setzte die Gesamtschuld außer der "Identität der geschuldeten Leistungen" (BGHZ 59, 97, 99, 100; 43, 227, 232) eine "rechtliche Zweckgemeinschaft" der Verpflichtungen voraus (BGHZ 59, 97, 99; 52, 39, 43; 43, 227, 229; 13, 360, 365; 28, 297, 300 [BGH 03.11.1958 - III ZR 139/57]; 19, 114, 123) [BGH 23.11.1955 - VI ZR 193/54]. - BGH, 24.06.1958 - VIII ZR 205/57
Warenlager II - § 929 BGB, sachenrechtlicher Bestimmtheitsgrundsatz; § 136 GVG aF …
Auszug aus BGH, 21.09.1983 - VIII ZR 163/82
Infolge des Verzichts auf den Eigentumsvorbehalt ist das Anwartschaftsrecht der Raiffeisenbank zum Volleigentum erstarkt, und zwar ohne Durchgangserwerb in der Person R. (vgl. BGHZ 28, 16, 22; BGHZ 20, 88, 100, 101). - BGH, 05.02.1975 - VIII ZR 151/73
Anforderungen an den guten Glauben des Erwerbers eines Gebrauchtwagens; Vorlage …
Auszug aus BGH, 21.09.1983 - VIII ZR 163/82
Denn ein gutgläubiger Erwerb an gebrauchten Kraftfahrzeugen setzt mindestens voraus, daß der Erwerber sich den Kraftfahrzeugbrief übergeben läßt (vgl. Senatsurteile vom 2. Dezember 1958 - VIII ZR 212/57 = LM BGB § 932 Nr. 12 = WM 1959, 138; vom 5. Februar 1975 - VIII ZR 151/73 = NJW 1975, 735 = WM 1975, 362). - BGH, 08.01.1959 - VII ZR 26/58
Unterschlagene Stoffe - § 816 Abs. 1 Satz 1 BGB, auch der erzielte Gewinn ist …
- BGH, 22.02.1956 - IV ZR 164/55
Dittmann-Anhänger - § 455 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 449 BGB …
Auszug aus BGH, 21.09.1983 - VIII ZR 163/82
Infolge des Verzichts auf den Eigentumsvorbehalt ist das Anwartschaftsrecht der Raiffeisenbank zum Volleigentum erstarkt, und zwar ohne Durchgangserwerb in der Person R. (vgl. BGHZ 28, 16, 22; BGHZ 20, 88, 100, 101). - BGH, 01.07.1970 - VIII ZR 24/69
Klagebefugnis des Vorbehaltseigentümers
- BGH, 23.11.1955 - VI ZR 193/54
Betriebsaufseher
- BGH, 24.01.1983 - VIII ZR 353/81
Bauarbeitsgemeinschaft: Eingebrachte Geräte
- BGH, 02.12.1958 - VIII ZR 212/57
- BGH, 03.11.1958 - III ZR 139/57
Amtspflichten der Lehrer
- BGH, 31.05.1954 - GSZ 2/54
Abtretung unpfändbarer Unfallrentenansprüche
- BGH, 16.09.1987 - VIII ZR 334/86
Rechtsfolgen der Verletzung der Rügeobliegenheit
Auch die Verteilung und das Maß der Verantwortlichkeit für den Schaden im Rahmen des § 254 BGB muß der tatrichterlichen Würdigung vorbehalten bleiben (BGHZ 51, 275, 279 f.; Senatsurteil vom 21. September 1983 - VIII ZR 163/82 = WM 1983, 1189 unter II 3; st.Rspr.). - OVG Bremen, 11.11.2020 - 2 LC 294/19
Hochrisikospiele: DFL muss im Polizeikostenstreit zahlen
(1.) Kennzeichnend für der Gesamtschuld unterliegende Verbindlichkeiten ist, dass sie der Befriedigung desselben Leistungsinteresses dienen und gleichstufig nebeneinanderstehen (vgl. § 44 Abs. 1 Satz 1 AO "Personen, die nebeneinander dieselbe Leistung aus dem Steuerschuldverhältnis schulden…sind Gesamtschuldner"; vgl. zum ganzen auch Heinemeyer, in: MüKO, BGB, 8. Aufl. 2019, § 421 Rn. 5 ff; Koenig, in: Koenig, AO, 3. Aufl. 2014, § 44 Rn. 2; BGH, Urt. v. 21.09.1983 - VIII ZR 163/82, juris Rn. 23; Urt. v. 28.11.2006 - VI ZR 136/05, juris Rn. 17 f.; Urt. v. 22.12.2011 - VII ZR 7/11 -, BGHZ 192, 182-189, Rn. 15. - BGH, 02.07.1996 - IX ZR 157/95
Auszahlung des Vermögens einer LPG an die Genossenschaftsmitglieder; Rechtsnatur …
Diese Frage (vgl. dazu allgemein BGHZ 106, 313, 320 f; BGH, Urt. v. 17. Februar 1982 aaO u. v. 21. September 1983 - VIII ZR 163/82, JZ 1984, 230, 231 f m. Anm. Reinicke/Tiedtke;… Soergel/Mertens, BGB 12. Aufl. § 255 Rdnr. 2 ff m.w.N.;… Palandt/Heinrichs, BGB 55. Aufl. § 255 Rdnr. 2) ist für die Entscheidung des Streitfalls ohne Bedeutung und deshalb hier nicht zu beantworten.
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