Rechtsprechung
| BGH, 30.03.1965 - VI ZR 259/63 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Abhängigkeit der erlaubten Höhe der Fahrgeschwindigkeit bei Glatteis von der Gesamtheit aller Umstände des jeweiligen Falles - Grundlage für Verkehrssicherungspflicht auch bei öffentlichen Straßen im Privatrecht - Vorliegen einer hoheitlichen Aufgabe bei Wahrnehmung der ...
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
StVG § 7 Abs. 1 § 17
Haftungsverteilung bei einem Verkehrsunfall auf Glatteis - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- VersR 1965, 690
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (17)
- BGH, 30.04.1953 - III ZR 377/51
Verkehrssicherung bei Wasserstraßen
Auszug aus BGH, 30.03.1965 - VI ZR 259/63
Es entspricht in der Tat der vom Reichsgericht begründeten und vom Bundesgerichtshof in ständiger Praxis fortgeführten Rechtsprechung, daß die Grundlage für die Verkehrssicherungspflicht und die aus ihr fließende Streupflicht auch hinsichtlich der öffentlichen Straßen grundsätzlich im Privatrecht zu suchen ist (vgl. BGHZ 9, 373 f; 14, 83, 87 [BGH 15.06.1954 - III ZR 125/53]; 16, 95 [BGH 21.12.1954 - I ZR 36/53]u.a.).Die Revision der beklagten Stadtgemeinde ist der Meinung, Amtshaftungsgrundsätze müßten jedenfalls darum eingreifen, weil die Stadt das Bestreuen der Straßen im Sinne der Entscheidungen BGHZ 9, 373, 387 [BGH 30.04.1953 - III ZR 377/51] und 27, 278, 282 dahin geregelt habe, daß sie der Streupflicht nicht als Fiskus, sondern als Träger öffentlicher Gewalt genügen wolle.
In Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Entscheidung BGHZ 9, 373, 388 [BGH 30.04.1953 - III ZR 377/51] hat es hervorgehoben, die Übernahme der winterlichen Straßenbestreuung in den Hoheitsbereich würde eine der Allgemeinheit gegenüber kundzugebende, ausdrückliche Erklärung und eine entsprechende Gestaltung der Verwaltung im Rahmen der Organisationsgewalt der zuständigen Organe voraussetzen.
- BGH, 24.04.1952 - III ZR 78/51
Unfallansprüche eines Beamten
Auszug aus BGH, 30.03.1965 - VI ZR 259/63
Das Berufungsgericht hat an die Beurteilung der Frage, ob ein Bestreuen notwendig war, keinen anderen Maßstab angelegt, als er in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entwickelt (vgl. Urteile vom 24. April 1952 - III ZR 78 und 79/51 - NJW 1952, 1087 - insoweit in BGHZ 6, 3 nicht abgedruckt - vom 14. März 1955 - III ZR 192/53 - LM Nr. 18 zu § 823 [De] BGB; vom 5. Dezember 1955 - III ZR 83/54 - LM Nr. 7 zu § 823 [Eb] BGB; BGHZ 31, 73, 75 [BGH 01.09.1959 - III ZR 96/58]; 40, 379, 380) [BGH 21.11.1963 - III ZR 148/62]und auch vom Landgericht unter Wiedergabe der maßgeblichen Grundsätze bereits angewendet worden ist. - BGH, 21.11.1963 - III ZR 148/62
Verkehrssicherungs- bzw. Streupflicht der Gemeinde bei winterlichen …
Auszug aus BGH, 30.03.1965 - VI ZR 259/63
Das Berufungsgericht hat an die Beurteilung der Frage, ob ein Bestreuen notwendig war, keinen anderen Maßstab angelegt, als er in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entwickelt (vgl. Urteile vom 24. April 1952 - III ZR 78 und 79/51 - NJW 1952, 1087 - insoweit in BGHZ 6, 3 nicht abgedruckt - vom 14. März 1955 - III ZR 192/53 - LM Nr. 18 zu § 823 [De] BGB; vom 5. Dezember 1955 - III ZR 83/54 - LM Nr. 7 zu § 823 [Eb] BGB; BGHZ 31, 73, 75 [BGH 01.09.1959 - III ZR 96/58]; 40, 379, 380) [BGH 21.11.1963 - III ZR 148/62]und auch vom Landgericht unter Wiedergabe der maßgeblichen Grundsätze bereits angewendet worden ist.
- BGH, 30.12.1954 - III ZR 102/53
Verkehrssicherung auf Bundesstraßen
Auszug aus BGH, 30.03.1965 - VI ZR 259/63
Es entspricht in der Tat der vom Reichsgericht begründeten und vom Bundesgerichtshof in ständiger Praxis fortgeführten Rechtsprechung, daß die Grundlage für die Verkehrssicherungspflicht und die aus ihr fließende Streupflicht auch hinsichtlich der öffentlichen Straßen grundsätzlich im Privatrecht zu suchen ist (vgl. BGHZ 9, 373 f; 14, 83, 87 [BGH 15.06.1954 - III ZR 125/53]; 16, 95 [BGH 21.12.1954 - I ZR 36/53]u.a.). - BGH, 01.10.1959 - III ZR 96/58
Streupflicht auf Bundesstraßen
Auszug aus BGH, 30.03.1965 - VI ZR 259/63
Das Berufungsgericht hat an die Beurteilung der Frage, ob ein Bestreuen notwendig war, keinen anderen Maßstab angelegt, als er in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entwickelt (vgl. Urteile vom 24. April 1952 - III ZR 78 und 79/51 - NJW 1952, 1087 - insoweit in BGHZ 6, 3 nicht abgedruckt - vom 14. März 1955 - III ZR 192/53 - LM Nr. 18 zu § 823 [De] BGB; vom 5. Dezember 1955 - III ZR 83/54 - LM Nr. 7 zu § 823 [Eb] BGB; BGHZ 31, 73, 75 [BGH 01.09.1959 - III ZR 96/58]; 40, 379, 380) [BGH 21.11.1963 - III ZR 148/62]und auch vom Landgericht unter Wiedergabe der maßgeblichen Grundsätze bereits angewendet worden ist. - BGH, 15.06.1954 - III ZR 125/53
Verkehrssicherung auf Landstraßen II. Ordnung
Auszug aus BGH, 30.03.1965 - VI ZR 259/63
Es entspricht in der Tat der vom Reichsgericht begründeten und vom Bundesgerichtshof in ständiger Praxis fortgeführten Rechtsprechung, daß die Grundlage für die Verkehrssicherungspflicht und die aus ihr fließende Streupflicht auch hinsichtlich der öffentlichen Straßen grundsätzlich im Privatrecht zu suchen ist (vgl. BGHZ 9, 373 f; 14, 83, 87 [BGH 15.06.1954 - III ZR 125/53]; 16, 95 [BGH 21.12.1954 - I ZR 36/53]u.a.). - BGH, 21.12.1954 - I ZR 36/53
Örtlich begrenzte Verkehrsgeltung
Auszug aus BGH, 30.03.1965 - VI ZR 259/63
Es entspricht in der Tat der vom Reichsgericht begründeten und vom Bundesgerichtshof in ständiger Praxis fortgeführten Rechtsprechung, daß die Grundlage für die Verkehrssicherungspflicht und die aus ihr fließende Streupflicht auch hinsichtlich der öffentlichen Straßen grundsätzlich im Privatrecht zu suchen ist (vgl. BGHZ 9, 373 f; 14, 83, 87 [BGH 15.06.1954 - III ZR 125/53]; 16, 95 [BGH 21.12.1954 - I ZR 36/53]u.a.). - BGH, 19.01.1960 - VI ZR 16/59
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 30.03.1965 - VI ZR 259/63
In der Rechtsprechung ist allerdings anerkannt, daß es typischerweise auf einen Mangel an der verkehrserforderlichen Sorgfalt hinweist, wenn ein Kraftfahrer bei der Fahrt auf einer regen-, schnee- oder eisglatten Straße mit seinem Fahrzeug rutschend auf die Gegenfahrbahn gelangt und hier mit einem anderen Fahrzeug zusammenstößt (vgl. Urteile des erkennenden Senats vom 19. Januar 1960 - VI ZR 16/59 - VersR 1960, 523; vom 15. November 1960 - VI ZR 4/60 - VersR 1961, 63 = VRS 20, 18 = LM Nr. 46 zu § 286 /C/ ZPO; vom 3. Januar 1961 - VI ZR 125/60 - VersR 1961, 232 = VRS 20, 165; vom 1. Juni 1962 - VI ZR 235/61 - VersR 1962, 786; vom 5. März 1963 - VI ZR 82/62 - VersR 1963, 585). - BGH, 05.03.1963 - VI ZR 82/62
Auszug aus BGH, 30.03.1965 - VI ZR 259/63
In der Rechtsprechung ist allerdings anerkannt, daß es typischerweise auf einen Mangel an der verkehrserforderlichen Sorgfalt hinweist, wenn ein Kraftfahrer bei der Fahrt auf einer regen-, schnee- oder eisglatten Straße mit seinem Fahrzeug rutschend auf die Gegenfahrbahn gelangt und hier mit einem anderen Fahrzeug zusammenstößt (vgl. Urteile des erkennenden Senats vom 19. Januar 1960 - VI ZR 16/59 - VersR 1960, 523; vom 15. November 1960 - VI ZR 4/60 - VersR 1961, 63 = VRS 20, 18 = LM Nr. 46 zu § 286 /C/ ZPO; vom 3. Januar 1961 - VI ZR 125/60 - VersR 1961, 232 = VRS 20, 165; vom 1. Juni 1962 - VI ZR 235/61 - VersR 1962, 786; vom 5. März 1963 - VI ZR 82/62 - VersR 1963, 585). - BGH, 05.12.1955 - III ZR 83/54
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 30.03.1965 - VI ZR 259/63
Das Berufungsgericht hat an die Beurteilung der Frage, ob ein Bestreuen notwendig war, keinen anderen Maßstab angelegt, als er in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entwickelt (vgl. Urteile vom 24. April 1952 - III ZR 78 und 79/51 - NJW 1952, 1087 - insoweit in BGHZ 6, 3 nicht abgedruckt - vom 14. März 1955 - III ZR 192/53 - LM Nr. 18 zu § 823 [De] BGB; vom 5. Dezember 1955 - III ZR 83/54 - LM Nr. 7 zu § 823 [Eb] BGB; BGHZ 31, 73, 75 [BGH 01.09.1959 - III ZR 96/58]; 40, 379, 380) [BGH 21.11.1963 - III ZR 148/62]und auch vom Landgericht unter Wiedergabe der maßgeblichen Grundsätze bereits angewendet worden ist. - BGH, 01.06.1962 - VI ZR 235/61
- BGH, 15.11.1960 - VI ZR 4/60
- BGH, 03.01.1961 - VI ZR 125/60
Rechtsmittel
- BGH, 01.10.1955 - VI ZR 187/54
Rechtsmittel
- BGH, 14.11.1963 - III ZR 123/62
- BGH, 24.03.1955 - III ZR 192/53
Rechtsmittel
- BGH, 13.07.1961 - III ZR 86/60
Rechtsmittel
- BGH, 20.06.1969 - VI ZR 32/68
Haftungsverteilung bei Kollision eines Tanklastzuges mit einem bei winterlichen …
Die Auffassung des Berufungsgerichts, dass die Regeln des ersten Anscheins für ein Verschulden des Fahrers der Klägerin sprechen, stehen in Einklang mit dem Urteil des erkennenden Senats vom 30. März 1965 - VI ZR 259/63 - (VersR 1965, 690, 691). - BGH, 18.05.1971 - VI ZR 17/69
Pflichten des Kraftfahrers bei bekannt oder erkennbar wetterbedingt gefährlicher …
Wie das Berufungsgericht nicht verkennt, weist es typischerweise auf einen Mangel an der verkehrserforderlichen Sorgfalt hin, wenn ein Kraftfahrer bei der Fahrt auf einer eis- (regen- oder schnee-) glatten Straße mit seinem Fahrzeug rutschend von seiner Fahrbahn abkommt und - was Gegenstand der meisten Entscheidungen war - auf die Gegenfahrbahn oder, was dem gleichzustellen ist, wie hier auf die Überholfahrbahn einer Autobahn gelangt und dort mit einem anderen Fahrzeug zusammenstößt (vgl. BGH Urteil vom 1. Juni 1962 - VI ZR 235/61 = VersR 1962, 786; Urteil vom 30. März 1965 - VI ZR 259/63 = VersR 1965, 690 m.w.N.).Wenn der erkennende Senat in anderen Fällen der Eisglätte einen ersten Anschein für ein Verschulden des Kraftfahrers verneint hat, beruhte das überwiegend auf Umständen, die anders lagen, insbesondere darauf, daß der Fahrer ohne vorherige warnende Anzeichen erst im unmittelbaren Unfallbereich plötzlich auf Glatteis gestoßen war (vgl. BGH Urteil vom 30. März 1965 - VI ZR 259/63 = VersR 1965, 690).
- OLG Frankfurt, 24.06.1986 - 8 U 174/85
Zum Mitverschulden des nichtangegurteten Insassen zum Haftungsverzicht bei …
Rn. 26 I. Die als Haftungsvoraussetzung nicht nur hinsichtlich des Schmerzensgeldanspruchs (§ 11 StVG), sondern auch für das Klagebegehren im übrigen nach § 8 a i.V.m. § 18 Abs. 1 Satz 1 StVG erforderliche Verschuldensfeststellung kann sich hier schon auf den Anscheinsbeweis stützen, wonach von einem Verschulden des mit seinem Fahrzeug in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommenen Kraftfahrers ausgegangen werden kann (…vgl. Baumbach/Lauterbach/Hartmann, 44. Aufl. 1986, Anm. 4, Anh. nach § 286 ZPO "Kraftfahrzeug" m.w.Nachw. z.Rspr.), und zwar auch dann, wenn das Fahrzeug bei Glatteis ins Schleudern geraten ist (vgl. BGH VersR 1965, 690 ff., 691; BGH VersR. 1971, 842 f., 843;… vgl. auch Palandt-Heinrichs, 45. Aufl. 1986, Vorbem. 8 a cc vor § 249 BGB).
- BGH, 23.04.1968 - VI ZR 17/67
Anforderungen an den Sicherheitsabstand auf Bundesautobahnen
1" Hier spricht schon der erste Anschein für ein Verschulden der Beklagten" Sic ist in die Fahrspur des Klägers geraten, weil sie ins Schleudern gekommen v;ar" Sie behauptet selbst nicht, sich schon gleich beim Einlenken auf die Nornalspur, also infolge der damit verbundenen Schrägstellung der Vorderräder, gedroht zu haben" Hach den Feststellungen des Berufungsgerichts ist vielmehr davon auszugeben, daß ihr Fahrzeug, nachdem es das Einbiegen nach rechts beendet hatte und schon wieder ein Stück geradeaus gefahren war, ins Schleudern geriet, weil eie den V/agen heftig abbremste" Wenn aber ein Kraftfahrer auf regennasser Straße rutscht oder schleudert und dabei auf die Gegenfahrbahn gerat, so zeigt das, daß der Fahrer es an der infolge der Bässe der Straße erforderlichen gesteigerten Sorgfalt hat fehlen lassen (Urteile dos Senats von 30" tiärz 1965 - VI ZR 259/63 - VersR 1965, 690 und vom 19. Januar I960 - VI ZR 16/59 - VersR 1960, 523)o Zwar verteidigt sich die Beklagte damit, sie habe bremsen müssen, um nicht auf den vor ihr langsamer fahrenden VW-Bus aufzufahron, von dessen Vorhandensein auch das Berufungsgericht ausgeht" Das entlastet sic jedoch nicht" Denn da sie das Fahrzeug rechtzeitig vor sich sah oder sehen mußte, hätte sie ihro Geschwindigkeit so einrichten müssen, daß sic den Bus näher kam, ohne mit einer Stärke bremsen zu müssen, die auf der nassen Bahn zum Schleudern führen konnte (vgl« Urteil des Senats vom 4«, Februar 1964 - VI ZU 243/62 - VcrsR 1964, 532). - OLG Köln, 26.04.1989 - 13 U 247/88
Schädelhirntrauma 1. Grades; Schädelhirntrauma; Gedecktes Schädelhirntrauma 1. …
Rn. 4 Bereits der unstreitige Teil des Unfallherganges, nämlich das Abkommen des von dem Beklagten zu 2) geführten Pkw von der Fahrbahn, begründet den Anschein eines schuldhaften Fehlverhaltens des Beklagten zu 2) (vgl. hierzu BGHZ 8, 239; LM 823 (J) Nr. 10; VersR 1958, 91; 1961, 444; 1965, 690; NJW-RR 1986, 383; OLG München VersR 1970, 630; OLG Düsseldorf VersR 1975, 160; 1982, 777). - OLG Hamm, 13.06.1996 - 27 U 43/96
Haftungsverteilung bei Sturz eines vor einem auf Glatteis schleudernden PKW …
(Vgl. dazu BGH VersR 1965, 690, 691).
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