Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Justiz Hessen
Art 1 GG, Art 2 GG, § 281 BGB
Umfang der Aufklärungs- und Beratungspflichten beim Verkauf von Index-Zertifikaten. - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GG Art. 1; GG Art. 2; BGB § 281; BGB § 280 Abs. 1
Pflichten des Anlageberaters zur Aufklärung über das Insolvenzrisiko des Emittenten von Zertifikaten - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
Pflichten des Anlageberaters zur Aufklärung über das Insolvenzrisiko des Emittenten von Zertifikaten
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Frankfurt/Main, 26.04.2010 - 19 O 89/09
- OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10
Papierfundstellen
- WM 2011, 1893
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (17)
- OLG Dresden, 11.05.2010 - 5 U 1178/09
Lehman-Zertifikat, Kick-back
Auszug aus OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10
Eine derartige Aufklärungspflicht besteht nur dann, wenn im Anlagezeitpunkt konkrete Hinweise und Anhaltspunkte für eine mögliche Insolvenz der Emittentin (bzw. Garantiegeberin) vorliegen (…Senat, Urt. v. 29.12.2010, 19 U 94/10; Senatsbeschl. v. 25.10.2010, 19 U 127/10, juris; OLG Frankfurt ZIP 2010, 567; OLG Dresden, ZIP 2010, 1230;… OLG Bamberg, Urt. v. 07.06.2010, 4 U 241/09, Rn. 53, juris).Rn. 9 Allerdings muss eine Bank bei einer Anlageberatung betreffend den Kauf von Zertifikaten grundsätzlich auf das allgemeine Emittentenrisiko - also die Gefahr, dass der Emittent im Falle der Zahlungsunfähigkeit seinen Verpflichtungen aus dem Zertifikat nicht mehr nachkommen kann - hinweisen (…OLG Frankfurt, Urt. v. 21.09.2010, 9 U 151/09, Rn. 55, 57;… Urt. v. 17.02.2010, 17 U 207/09, Rn. 70 ff.; OLG Dresden, Urt. v. 11.09.2010, 5 U 1178/09, Rn. 32, juris).
Eine allgemeine Pflicht der Banken, Kunden über ihre Gewinnmarge bzw. eine ihr zufließende Innenprovision aufzuklären, besteht nach nahezu einhelliger Auffassung der Oberlandesgerichte nicht (…OLG Frankfurt, Urt. v. 02.03.2011, 19 U 248/10;… Urt. v. 04.05.2011, 19 U 195/10;… Urt. v. 29.12.2010, 19 U 94/10;… Urt. v. 16.03.2011, 23 U 55/10;… Urt. v. 21.09.2010, 9 U 151/09, jeweils juris; OLG Dresden, ZIP 2010, 1230; OLG Hamburg, WM 2010, 1029 ff.; OLG Celle, ZIP 2010, 876 ff.).
- BGH, 09.03.2011 - XI ZR 191/10
Kapitalanlageberatung: Aufklärungspflichtige Rückvergütungen in Abgrenzung zu …
Auszug aus OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10
Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluss vom 09.03.2011 (XI ZR 191/10, juris) klargestellt, dass Rückvergütungen - anders als Innenprovisionen - nicht im Anlagebetrag enthalten (versteckt) sind, so dass beim Anleger keine Fehlvorstellung über die Werthaltigkeit der Anlage entstehen kann und die Fehlvorstellung des Kunden über die Neutralität der Beratungsleistung der Bank, der mit der Aufklärungspflicht über Rückvergütungen begegnet werden soll, allein darauf beruht, dass die beratende Bank als Empfängerin der Rückvergütung ungenannt bleibt.Die Rechtsprechung des 17. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main gibt aber deshalb keinen Anlass zur Zulassung der Revision, weil sie von der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs abweicht, wonach nicht schon ein allgemeiner Interessenkonflikt wegen einer der Bank zukommenden Vertriebsprovision, sondern die wegen der Rückvergütung verursachte Fehlvorstellung bei dem Anleger über die Neutralität der Beratungsleistung der Bank die Aufklärungspflicht begründet (BGH, Beschl. v. 09.03.2011, XI ZR 191/10, Rn. 24, juris).
- OLG Frankfurt, 17.02.2010 - 17 U 207/09
Schadenersatz wegen mangelhafter Anlageberatung (hier: Lehman-Zertifikate
Auszug aus OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10
Eine derartige Aufklärungspflicht besteht nur dann, wenn im Anlagezeitpunkt konkrete Hinweise und Anhaltspunkte für eine mögliche Insolvenz der Emittentin (bzw. Garantiegeberin) vorliegen (…Senat, Urt. v. 29.12.2010, 19 U 94/10; Senatsbeschl. v. 25.10.2010, 19 U 127/10, juris; OLG Frankfurt ZIP 2010, 567; OLG Dresden, ZIP 2010, 1230;… OLG Bamberg, Urt. v. 07.06.2010, 4 U 241/09, Rn. 53, juris).Rn. 9 Allerdings muss eine Bank bei einer Anlageberatung betreffend den Kauf von Zertifikaten grundsätzlich auf das allgemeine Emittentenrisiko - also die Gefahr, dass der Emittent im Falle der Zahlungsunfähigkeit seinen Verpflichtungen aus dem Zertifikat nicht mehr nachkommen kann - hinweisen (…OLG Frankfurt, Urt. v. 21.09.2010, 9 U 151/09, Rn. 55, 57; Urt. v. 17.02.2010, 17 U 207/09, Rn. 70 ff.;… OLG Dresden, Urt. v. 11.09.2010, 5 U 1178/09, Rn. 32, juris).
- OLG Bamberg, 07.06.2010 - 4 U 241/09
Bankenhaftung aus Anlageberatung: Aufklärungspflicht der Bank über ihre …
Auszug aus OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10
Danach kann nicht festgestellt werden, dass die dem Kläger empfohlenen Zertifikate, die einem mittleren Risikobereich zuzuordnen waren (OLG Bamberg, Urt. v. 07.06.2010, 4 U 241/09, Rn. 62, juris), mit Rücksicht auf die erhebliche Risikobereitschaft des Klägers und sein Anlageziel ungeeignet waren.Eine derartige Aufklärungspflicht besteht nur dann, wenn im Anlagezeitpunkt konkrete Hinweise und Anhaltspunkte für eine mögliche Insolvenz der Emittentin (bzw. Garantiegeberin) vorliegen (…Senat, Urt. v. 29.12.2010, 19 U 94/10; Senatsbeschl. v. 25.10.2010, 19 U 127/10, juris; OLG Frankfurt ZIP 2010, 567; OLG Dresden, ZIP 2010, 1230; OLG Bamberg, Urt. v. 07.06.2010, 4 U 241/09, Rn. 53, juris).
- OLG Frankfurt, 21.09.2010 - 9 U 151/09
Schadensersatz für die Anlage in Lehmann-Zertifikate
Auszug aus OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10
Rn. 9 Allerdings muss eine Bank bei einer Anlageberatung betreffend den Kauf von Zertifikaten grundsätzlich auf das allgemeine Emittentenrisiko - also die Gefahr, dass der Emittent im Falle der Zahlungsunfähigkeit seinen Verpflichtungen aus dem Zertifikat nicht mehr nachkommen kann - hinweisen (OLG Frankfurt, Urt. v. 21.09.2010, 9 U 151/09, Rn. 55, 57;… Urt. v. 17.02.2010, 17 U 207/09, Rn. 70 ff.;… OLG Dresden, Urt. v. 11.09.2010, 5 U 1178/09, Rn. 32, juris).Eine allgemeine Pflicht der Banken, Kunden über ihre Gewinnmarge bzw. eine ihr zufließende Innenprovision aufzuklären, besteht nach nahezu einhelliger Auffassung der Oberlandesgerichte nicht (…OLG Frankfurt, Urt. v. 02.03.2011, 19 U 248/10;… Urt. v. 04.05.2011, 19 U 195/10;… Urt. v. 29.12.2010, 19 U 94/10;… Urt. v. 16.03.2011, 23 U 55/10; Urt. v. 21.09.2010, 9 U 151/09, jeweils juris; OLG Dresden, ZIP 2010, 1230; OLG Hamburg, WM 2010, 1029 ff.; OLG Celle, ZIP 2010, 876 ff.).
- OLG Frankfurt, 16.03.2011 - 23 U 55/10
Aufklärungspflicht der Banken: Notwendige Unterscheidung zwischen Rückvergütungen …
Auszug aus OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10
Rn. 10 Weil der Kläger wusste, dass die Emittentin bzw. Garantiegeberin eine amerikanische Bank war und er auch das allgemeine Bonitätsrisiko kannte, bedurfte es ferner keiner gesonderten Aufklärung mehr darüber, dass die Zertifikate nicht der deutschen Einlagensicherung unterliegen (…OLG Bamberg, a.a.O., Rn. 54; OLG Frankfurt, Urt. v. 16.03.2011, 23 U 55/10, Rn. 27, juris).Eine allgemeine Pflicht der Banken, Kunden über ihre Gewinnmarge bzw. eine ihr zufließende Innenprovision aufzuklären, besteht nach nahezu einhelliger Auffassung der Oberlandesgerichte nicht (…OLG Frankfurt, Urt. v. 02.03.2011, 19 U 248/10;… Urt. v. 04.05.2011, 19 U 195/10;… Urt. v. 29.12.2010, 19 U 94/10; Urt. v. 16.03.2011, 23 U 55/10;… Urt. v. 21.09.2010, 9 U 151/09, jeweils juris; OLG Dresden, ZIP 2010, 1230; OLG Hamburg, WM 2010, 1029 ff.; OLG Celle, ZIP 2010, 876 ff.).
- OLG Frankfurt, 29.12.2010 - 19 U 94/10
Bankenhaftung aus Kapitalanlageberatung: Aufklärungspflicht über einen …
Auszug aus OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10
Eine derartige Aufklärungspflicht besteht nur dann, wenn im Anlagezeitpunkt konkrete Hinweise und Anhaltspunkte für eine mögliche Insolvenz der Emittentin (bzw. Garantiegeberin) vorliegen (Senat, Urt. v. 29.12.2010, 19 U 94/10; Senatsbeschl. v. 25.10.2010, 19 U 127/10, juris; OLG Frankfurt ZIP 2010, 567; OLG Dresden, ZIP 2010, 1230;… OLG Bamberg, Urt. v. 07.06.2010, 4 U 241/09, Rn. 53, juris).Eine allgemeine Pflicht der Banken, Kunden über ihre Gewinnmarge bzw. eine ihr zufließende Innenprovision aufzuklären, besteht nach nahezu einhelliger Auffassung der Oberlandesgerichte nicht (…OLG Frankfurt, Urt. v. 02.03.2011, 19 U 248/10;… Urt. v. 04.05.2011, 19 U 195/10; Urt. v. 29.12.2010, 19 U 94/10;… Urt. v. 16.03.2011, 23 U 55/10;… Urt. v. 21.09.2010, 9 U 151/09, jeweils juris; OLG Dresden, ZIP 2010, 1230; OLG Hamburg, WM 2010, 1029 ff.; OLG Celle, ZIP 2010, 876 ff.).
- BGH, 12.05.2009 - XI ZR 586/07
Darlegungs- und Beweislast für vorsätzliches Verschweigen von Rückvergütungen
Auszug aus OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10
Eine aufklärungspflichtige Rückvergütung liegt (nur) dann vor, wenn Teile der Ausgabeaufschläge oder Verwaltungsgebühren, die der Kunde über die Bank an die Gesellschaft zahlt, hinter seinem Rücken an die beratende Bank umsatzabhängig zurückfließen (…BGH, Urt. v. 15.04.2010, III ZR 196/09, Rn. 10;… Urt. v. 27.10.2009, XI ZR 338/08, Rn. 31; Urt. v. 12.05.2009, XI ZR 586/07, Rn. 15, 18;… Beschl. v. 20.01.2009, XI ZR 510/07, Rn. 12;… Urt. v. 19.12.2006, XI ZR 65/05, Rn. 22, juris). - BGH, 18.02.2003 - XI ZR 165/02
Schutz des gesprochenen Worts; Verwertung von einem Zeugen mitgehörter Angaben in …
Auszug aus OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10
Zu diesem Grundrecht gehört auch die Befugnis, selbst zu bestimmen, ob der Kommunikationsinhalt einzig dem Gesprächspartner, einem bestimmten Personenkreis oder der Öffentlichkeit zugänglich sein soll (BGH NJW 2003, 1727, 1728 m.w.N.). - BGH, 20.01.2009 - XI ZR 510/07
Kick-Back Rechtsprechung gilt auch bei geschlossenen Fonds - "CFB-Medienfonds …
Auszug aus OLG Frankfurt, 29.06.2011 - 19 U 130/10
Eine aufklärungspflichtige Rückvergütung liegt (nur) dann vor, wenn Teile der Ausgabeaufschläge oder Verwaltungsgebühren, die der Kunde über die Bank an die Gesellschaft zahlt, hinter seinem Rücken an die beratende Bank umsatzabhängig zurückfließen (…BGH, Urt. v. 15.04.2010, III ZR 196/09, Rn. 10;… Urt. v. 27.10.2009, XI ZR 338/08, Rn. 31;… Urt. v. 12.05.2009, XI ZR 586/07, Rn. 15, 18; Beschl. v. 20.01.2009, XI ZR 510/07, Rn. 12;… Urt. v. 19.12.2006, XI ZR 65/05, Rn. 22, juris). - BGH, 14.07.2009 - XI ZR 152/08
Informationspflichten der Bank zum Umfang der Einlagensicherung von Kundengeldern
- BGH, 15.04.2010 - III ZR 196/09
Haftung aus Kapitalanlageberatung: Pflicht des freien Anlageberaters zur …
- OLG Hamburg, 23.04.2010 - 13 U 117/09
Lehman-Zertifikate
- BGH, 27.10.2009 - XI ZR 338/08
Immobilienfonds - Zum Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung (hier: …
- OLG Frankfurt, 02.03.2011 - 19 U 248/10
Zu den Voraussetzungen anleger- und objektgerechter Beratung beim Erwerb von …
- OLG Frankfurt, 04.05.2011 - 17 U 207/10
Zur Verjährung von Schadensersatzansprüchen aus fehlerhafter Anlageberatung nach …
- OLG Frankfurt, 25.10.2010 - 19 U 127/10
Haftung der beratenden Bank beim Vertrieb von Lehman Brothers - Zertifikaten im …
- BGH, 27.11.2012 - XI ZR 439/11
Zur Widerruflichkeit des Erwerbs von "Lehman-Zertifikaten" im Fernabsatz
Es ist rechtsfehlerfrei mit der obergerichtlichen Rechtsprechung und der mehrheitlich in der Literatur vertretenen Auffassung (OLG Düsseldorf, ZIP 2012, 419, 420; OLG Frankfurt, WM 2011, 1893;… Beschluss vom 26. Mai 2011 - 19 U 51/10, juris Rn. 1 ff.; HansOLG Hamburg, Urteil vom 15. Februar 2012- 13 U 124/11 n.v.; OLG Hamm, WM 2011, 1412, 1413; OLG Schleswig…, Beschluss vom 27. Januar 2012 - 5 U 70/11, juris Rn. 39 f.; Blankenheim, WuB IV D. § 312d BGB 2.11; Kropf, WM 2012, 1268, 1270 f.; Kugler/Lochmann, BKR 2006, 41, 45 [zu Hedgefondsanteilen];… Palandt/Grüneberg, BGB, 71. Aufl., § 312d Rn. 14; Pitsch, BKR 2011, 37, 38;… Roth in Assmann/Schütze, Handbuch des Kapitalanlagerechts, 3. Aufl., § 10 Rn. 83; Simon, EWiR 2011, 801, 802;… Staudinger/Thüsing, BGB, Neubearbeitung 2013, § 312d Rn. 76; dagegen Schick, AG 2011, R 73, R 74; Stoll, EWiR 2012, 9, 10; Winneke, BKR 2010, 321, 325 ff.; LG Krefeld, BKR 2011, 32, 35 f.;… wohl auch Erman/Saenger, BGB, 13. Aufl., § 312d Rn. 27;… MünchKommBGB/Wendehorst, 6. Aufl., § 312d Rn. 46;… Schmidt-Räntsch in Bamberger/Roth, BGB, 3. Aufl., § 312d Rn. 57) zu dem Ergebnis gelangt, ein Recht zum Widerruf habe nicht bestanden, weil Gegenstand der Verträge die Verschaffung von Finanzdienstleistungen gewesen sei, deren "Preis" innerhalb der Widerrufsfrist - dem Einfluss der Beklagten entzogenen - Schwankungen unterlegen habe. - BGH, 27.11.2012 - XI ZR 384/11
Zur Widerruflichkeit des Erwerbs von "Lehman-Zertifikaten" im Fernabsatz
Rn. 11 1. Das Berufungsgericht ist mit der obergerichtlichen Rechtsprechung und der mehrheitlich in der Literatur vertretenen Auffassung (OLG Karlsruhe, WM 2012, 213, 215 f.; 1860, 1861 ff.; OLG Frankfurt, WM 2011, 1893;… Beschluss vom 26. Mai 2011 - 19 U 51/10, juris Rn. 1 ff.; HansOLG Hamburg, Urteil vom 15. Februar 2012 - 13 U 124/11 n.v.; OLG Hamm, WM 2011, 1412, 1413; OLG Schleswig…, Beschluss vom 27. Januar 2012 - 5 U 70/11, juris Rn. 39 f.; Blankenheim, WuB IV D. § 312d BGB 2.11; Kropf, WM 2012, 1268, 1270 f.; Kugler/Lochmann, BKR 2006, 41, 45 [zu Hedgefondsanteilen];… Palandt/Grüneberg, BGB, 71. Aufl., § 312d Rn. 14; Pitsch, BKR 2011, 37, 38;… Roth in Assmann/Schütze, Handbuch des Kapitalanlagerechts, 3. Aufl., § 10 Rn. 83; Simon, EWiR 2011, 801, 802;… Staudinger/Thüsing, BGB, Neubearbeitung 2013, § 312d Rn. 76; dagegen Schick, AG 2011, R 73, R 74; Stoll, EWiR 2012, 9, 10; Winneke, BKR 2010, 321, 325 ff.; LG Krefeld, BKR 2011, 32, 35 f.;… wohl auch Erman/Saenger, BGB, 13. Aufl., § 312d Rn. 27;… MünchKommBGB/Wendehorst, 6. Aufl., § 312d Rn. 46;… Schmidt-Räntsch in Bamberger/Roth, BGB, 3. Aufl., § 312d Rn. 57) zu Recht davon ausgegangen, der Klägerin und ihrem Ehemann habe nach § 312d Abs. 1 Satz 1, § 355 BGB ein Recht zum Widerruf der auf Abschluss des Kaufvertrages als möglichem Fernabsatzvertrag gerichteten Willenserklärung jedenfalls deshalb nicht zugestanden, weil Gegenstand des Vertrages die Verschaffung von Finanzdienstleistungen gewesen sei, deren "Preis" innerhalb der Widerrufsfrist - dem Einfluss der Beklagten entzogen - Schwankungen unterlegen habe. - OLG Frankfurt, 27.09.2017 - 23 U 146/16
Schiffsfonds: Haftung der beratenden Bank wegen Verletzung der Pflicht zur …
Das Risiko, dass sich eine Anlageentscheidung im Nachhinein als falsch erweist, trägt der Kunde (BGH WM 2009, 1647 [BGH 14.07.2009 - XI ZR 152/08] ; OLG Frankfurt am Main WM 2011, 1893).Denn das Risiko, das sich eine Anlageentscheidung im Nachhinein aber als falsch erweist, trägt grundsätzlich der Kunde (BGH NJW 2011, 2011, 1949; WM 2009, 1647 [BGH 14.07.2009 - XI ZR 152/08] ; OLG Frankfurt am Main WM 2011, 1893).
- OLG Frankfurt, 29.04.2019 - 23 U 117/18
Aufklärungs- und Beratungspflichten bei Erwerb von Anteilen an geschlossenem …
Das Risiko, dass sich eine Anlageentscheidung im Nachhinein als falsch erweist, trägt der Kunde (BGH WM 2009, 1647; OLG Frankfurt am Main WM 2011, 1893). - OLG Frankfurt, 04.08.2014 - 23 U 228/13
Zur Verjährung nach § 37a WpHG a. F; zur Frage des Vorsatzes
Lehman-Zertifikate ohne Kapitalschutz wie das vorliegende sind auch nicht etwa - wie die Klägerin meint - der "höchsten Risikoklasse" zuzuordnen, sondern eher dem "mittleren Risikobereich" (OLG Frankfurt am Main WM 2011, 1893) als "vergleichsweise sichere und nicht spekulative Anlage" (OLG Frankfurt am Main WM 2011, 880). - OLG Hamburg, 29.08.2012 - 11 U 188/10
Schadensersatzanspruch aus Kapitalanlageberatung: Verletzung der Beratungspflicht …
Der Preis für Zertifikate unterliegt auf dem Finanzmarkt Schwankungen, auf die die Beklagte keinen Einfluss hat und die innerhalb der Widerrufsfrist auftreten können (so auch OLG Frankfurt/Main - 19 U 130/10 - juris Tz. 13). - OLG Frankfurt, 23.06.2014 - 23 U 131/13
Verjährung nach § 37a WpHG a.F. und Vorsatz
Zertifikate der streitgegenständlichen Art sind nämlich eher dem "mittleren Risikobereich" zuzuordnen (OLG Frankfurt am Main, WM 2011, 1893) bzw. sogar als "vergleichsweise sichere und nicht spekulative Anlage" anzusehen (OLG Frankfurt am Main, WM 2011, 880), weshalb das von der Klägerin beschriebene Verhalten der Beklagten nicht geeignet ist, eine vorsätzliche Falschberatung anzunehmen. - OLG Frankfurt, 28.10.2011 - 19 U 98/11
Anleger- und objektgerechte Beratung bei Lehmann-Zertifikaten; Abgrenzung von …
Für die im Eigenhandel der Bank vertriebenen Zertifikate hat der BGH ausweislich der Mitteilung der Pressestelle des BGH in seinen Entscheidungen vom 27.9.2011 betreffend Lehman-Zertifikate (XI ZR 178/10 und XI ZR 182/10) klargestellt, dass im Falle eines sog. Eigengeschäfts eine Aufklärungspflicht der beratenden Bank hinsichtlich des erzielten Gewinns nicht besteht und damit die Rechtsprechung des erkennenden Senats bestätigt (vgl. nur OLG Frankfurt, Urteil vom 2.3.2011, 19 U 248/10; Beschluss vom 11.4.2011, 19 U 278/10; Urteil vom 29.6.2011, 19 U 130/10). - OLG Frankfurt, 18.01.2012 - 17 U 120/11
Schadensersatz wegen Verletzung von Pflichten aus konkludent geschlossenen …
Bei der für die Frage einer Aufklärungspflicht notwendigen rechtlichen Unterscheidung zwischen Innenprovisionen und Rückvergütungen ist spätestens mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 09.03.2011 XI (ZR 191/10 = ZIP 2011, 855ff, Rdn 22 ff.) klargestellt, dass Rückvergütungen - im Gegensatz zu Innenprovisionen nicht im Anlagebetrag enthalten sind, sodass beim Anleger keine Fehlvorstellung über die Werthaltigkeit der Anlage entstehen kann und die Fehlvorstellung des Kunden über die Neutralität der Beratungsleistung der Bank, der mit der Aufklärungspflicht über Rückvergütungen begegnet werden soll, allein darauf beruht, dass die beratende Bank als Empfängerin der Rückvergütung ungenannt bleibt (OLG Frankfurt, Urteil vom 29.06.2011, WM 2011, 1893 ff, 1895 mit weiteren Nachweisen).
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