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Rechtsprechung
   BGH, 15.01.2019 - VI ZR 506/17   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2019,249
BGH, 15.01.2019 - VI ZR 506/17 (https://dejure.org/2019,249)
BGH, Entscheidung vom 15.01.2019 - VI ZR 506/17 (https://dejure.org/2019,249)
BGH, Entscheidung vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17 (https://dejure.org/2019,249)
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Volltextveröffentlichungen (21)

  • Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)

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  • MIR - Medien Internet und Recht

    Presserechtliche Informationsschreiben - Die Übermittlung eines (hinreichend konkreten) "presserechtlichen Informationsschreibens" greift in der Regel nicht rechtswidrig in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb eines Presseunternehmens ein

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  • openjur.de

    §§ 823 Abs. 1, 1004 Abs. 1 BGB

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsinformationen.bund.de

    Unterlassungsanspruch eines Presseunternehmens: Unerwünschte Zusendung presserechtlicher Informationsschreiben eines bekannten Sängers und seines Rechtsanwalts

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 823 Abs 1 BGB, § 1004 Abs 1 BGB
    Unterlassungsanspruch eines Presseunternehmens: Unerwünschte Zusendung presserechtlicher Informationsschreiben eines bekannten Sängers und seines Rechtsanwalts

  • IWW

    § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, § ... 308 ZPO, § 322 ZPO, § 1004 Abs. 1 Satz 2, § 823 Abs. 1 BGB, Art. 19 Abs. 3 GG, Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG, Art. 1 GG, Art. 12 Abs. 1 GG, Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG, § 92 Abs. 1, § 97 Abs. 1, § 269 Abs. 3 Satz 2 ZPO

  • JurPC

    Unerwünschte Zusendung presserechtlicher Informationsschreiben

  • Wolters Kluwer

    Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb eines Presseunternehmens durch Übermittlung eines "presserechtlichen Informationsschreibens" per Telefax ; Verletzung von Persönlichkeitsrechte durch eine Berichterstattung

  • Betriebs-Berater

    Übermittlung eines "presserechtlichen Informationsschreibens" - generell kein rechtwidriger Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb

  • Wolters Kluwer

    Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb eines Presseunternehmens durch Übermittlung eines "presserechtlichen Informationsschreibens" per Telefax ; Verletzung von Persönlichkeitsrechte durch eine Berichterstattung

  • Anwaltsblatt

    § 823 BGB, § 1004 BGB
    Persönliche Haftung des Anwalts für presserechtliche Informationsschreiben

  • ra.de
  • degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)

    Unzulässige Übermittlung eines zum präventiven Rechtsschutz nicht geeigneten presserechtlichen Informationsschreibens

  • degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
  • anwaltsblatt-datenbank.de

    § 823 BGB, § 1004 BGB

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 823 Abs. 1 ; BGB § 1004 Abs. 1
    Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb eines Presseunternehmens durch Übermittlung eines "presserechtlichen Informationsschreibens" per Telefax; Verletzung von Persönlichkeitsrechte durch eine Berichterstattung

  • wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zivilrecht: Presserechtliches Informationsschreiben

  • datenbank.nwb.de

    Unterlassungsanspruch eines Presseunternehmens: Unerwünschte Zusendung presserechtlicher Informationsschreiben eines bekannten Sängers und seines Rechtsanwalts

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (16)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Zur Zulässigkeit presserechtlicher Informationsschreiben

  • MIR - Medien Internet und Recht (Kurzmitteilung)

    Presserechtliche Informationsschreiben an Presseunternehmen können zulässig sein

  • lhr-law.de (Kurzinformation)

    Pressegerichtliche Informationsschreiben sind zulässig, wenn sie präventiven Rechtsschutz bewirken

  • lawblog.de (Kurzinformation)

    Medienanwälte müssen sich (mehr) anstrengen

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Presserechtliche Informationsschreiben unzulässig wenn keine Informationen enthalten sind die Presse Beurteilung etwaiger Persönlichkeitsrechtverletzungen ermöglichen

  • urheberrecht.org (Kurzinformation)

    Zulässigkeit presserechtlicher Informationsschreiben

  • lto.de (Kurzinformation)

    Presserechtliche Informationsschreiben: FAZ gewinnt Rechtsstreit um unerwünschtes Anwalts-Fax

  • beck-aktuell.de (Kurzinformation)

    Presserechtliche Informationsschreiben können unzulässig sein

  • verweyen.legal (Kurzinformation)

    Presserechtliche Informationsschreiben in der Regel zulässig

  • mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)

    Unerwünschte Zusendung presserechtlicher Informationsschreiben

  • Anwaltsblatt (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)

    § 823 BGB, § 1004 BGB
    Persönliche Haftung des Anwalts für presserechtliche Informationsschreiben

  • versr.de (Kurzinformation)

    BGH entscheidet über die Zulässigkeit presserechtlicher Informationsschreiben

  • taz.de (Pressebericht, 17.01.2019)

    "FAZ"-Klage gegen Medienanwälte: Warnfaxe sind rechtens

  • tp-presseagentur.de (Kurzinformation)

    Zulässigkeit presserechtlicher Informationsschreiben

  • juve.de (Kurzinformation)

    Presserechtliche Infomationsschreiben grundsätzlich zulässig

  • juraforum.de (Kurzinformation)

    Anwälte dürfen presserechtliche Hinweise an Journalisten versenden

Besprechungen u.ä. (3)

  • Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)

    §§ 823, 1004 BGB

  • Wolters Kluwer (Entscheidungsbesprechung)

    Anspruch eines Presseunternehmens auf Unterlassung der Zusendung "presserechtlicher Informationsschreiben"

  • Anwaltsblatt (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)

    § 823 BGB, § 1004 BGB
    Persönliche Haftung des Anwalts für presserechtliche Informationsschreiben

Sonstiges (3)

  • faz.net (Äußerung von Verfahrensbeteiligten, 15.01.2019)

    Keine Drohbriefe mehr

  • faz.net (Äußerung von Verfahrensbeteiligten)

    Urteil im Fall "presserechtlicher Informationsschreiben"

  • schertz-bergmann.de (Äußerung von Verfahrensbeteiligten)

    Presserechtliche Informationsschreiben grundsätzlich zulässig

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2019, 781
  • MDR 2019, 290
  • GRUR 2019, 314
  • VersR 2019, 429
  • WM 2019, 473
  • MIR 2019, Dok. 004
  • BB 2019, 322
  • K&R 2019, 181
  • AnwBl 2019, 299
  • AnwBl Online 2019, 402
  • ZUM 2019, 435
  • afp 2019, 40
  • WRP 2019, 336
 
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Wird zitiert von ... (59)Zitiert selbst (26)

  • BGH, 28.02.2013 - I ZR 237/11

    Vorbeugende Unterwerfungserklärung

    Auszug aus BGH, 15.01.2019 - VI ZR 506/17
    Durch den dem eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb gewährten Schutz soll das Unternehmen in seiner wirtschaftlichen Tätigkeit und in seinem Funktionieren vor widerrechtlichen Eingriffen bewahrt bleiben (vgl. Senat…, Urteil vom 15. Mai 2012 - VI ZR 117/11, BGHZ 193, 227 Rn. 19, 21;… BGH, Urteile vom 6. Februar 2014 - I ZR 75/13, GRUR 2014, 904 Rn. 12 - Aufruf zur Kontokündigung; vom 28. Februar 2013 - I ZR 237/11, GRUR 2013, 917 Rn. 16 - Vorbeugende Unterwerfungserklärung).

    Die Verletzungshandlung muss sich gerade gegen den Betrieb und seine Organisation oder gegen die unternehmerische Entscheidungsfreiheit richten und über eine bloße Belästigung oder eine sozial übliche Behinderung hinausgehen (vgl. Senat, Urteil vom 21. April 1998 - VI ZR 196/97, BGHZ 138, 311, 317; BGH, Urteil vom 28. Februar 2013 - I ZR 237/11, GRUR 2013, 917 Rn. 16 - Vorbeugende Unterwerfungserklärung).

    Darüber hinaus hat es das betroffene Presseunternehmen selbst in der Hand, ob und inwieweit es sich weiter damit befasst (vgl. zur vorbeugenden Rechtsverteidigung durch unaufgeforderte Übersendung einer mit einem Vertragsstrafeversprechen verbundenen Unterwerfungserklärung BGH, Urteil vom 28. Februar 2013 - I ZR 237/11, GRUR 2013, 917 Rn. 23 - Vorbeugende Unterwerfungserklärung).

    Angesichts des Umstands, dass es zur Aufgabe der Presse gehört, beabsichtigte Berichterstattungen daraufhin zu überprüfen, ob sie Persönlichkeitsrechte davon Betroffener verletzen würden, kann hierin aber jedenfalls grundsätzlich nicht der Versuch einer unzulässigen Einflussnahme gesehen werden (vgl. BGH, Urteil vom 28. Februar 2013 - I ZR 237/11, GRUR 2013, 917 Rn. 21 f., 23 - Vorbeugende Unterwerfungserklärung).

  • BGH, 16.11.2004 - VI ZR 298/03

    Bauernfängerei

    Auszug aus BGH, 15.01.2019 - VI ZR 506/17
    Dem Interesse des Beklagten zu 2 am Schutz seines allgemeinen Persönlichkeitsrechts korrespondiert das von Art. 12 geschützte Interesse der Beklagten zu 1, die Rechtsposition ihres Mandanten in der Weise wahrzunehmen, die sie für richtig hält (vgl. BVerfG [K], Beschluss vom 16. Juli 2003 - 1 BvR 801/03, BVerfGK 1, 235, 237; Senat, Urteil vom 16. November 2004 - VI ZR 298/03, NJW 2005, 279 unter II.1.b)).

    Materiell-rechtlich ist in diesen Fällen gegebenenfalls nicht er, sondern sein Mandant als Störer anzusehen (vgl. Senat, Urteil vom 16. November 2004 - VI ZR 298/03, NJW 2005, 279 unter II.1.b.).

  • BGH, 06.02.2014 - I ZR 75/13

    Zum Aufruf einer Verbraucherzentrale zur Kündigung eines Girokontos

    Auszug aus BGH, 15.01.2019 - VI ZR 506/17
    Durch den dem eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb gewährten Schutz soll das Unternehmen in seiner wirtschaftlichen Tätigkeit und in seinem Funktionieren vor widerrechtlichen Eingriffen bewahrt bleiben (vgl. Senat…, Urteil vom 15. Mai 2012 - VI ZR 117/11, BGHZ 193, 227 Rn. 19, 21; BGH, Urteile vom 6. Februar 2014 - I ZR 75/13, GRUR 2014, 904 Rn. 12 - Aufruf zur Kontokündigung;… vom 28. Februar 2013 - I ZR 237/11, GRUR 2013, 917 Rn. 16 - Vorbeugende Unterwerfungserklärung).

    Der Eingriff in den Schutzbereich ist nur dann rechtswidrig, wenn das Interesse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (…vgl. Senat, Urteile vom 10. April 2018 - VI ZR 396/16, NJW 2018, 2877 Rn. 19;… vom 16. Dezember 2014 - VI ZR 39/14, NJW 2015, 773 Rn. 16; BGH, Urteil vom 6. Februar 2014 - I ZR 75/13, GRUR 2014, 904 Rn. 15 - Aufruf zur Kontokündigung; jeweils mwN).

  • BVerfG, 16.07.2003 - 1 BvR 801/03

    Untersagung von Äußerungen eines Rechtsanwalts im Rahmen eines Mandats

    Auszug aus BGH, 15.01.2019 - VI ZR 506/17
    Dem Interesse des Beklagten zu 2 am Schutz seines allgemeinen Persönlichkeitsrechts korrespondiert das von Art. 12 geschützte Interesse der Beklagten zu 1, die Rechtsposition ihres Mandanten in der Weise wahrzunehmen, die sie für richtig hält (vgl. BVerfG [K], Beschluss vom 16. Juli 2003 - 1 BvR 801/03, BVerfGK 1, 235, 237; Senat, Urteil vom 16. November 2004 - VI ZR 298/03, NJW 2005, 279 unter II.1.b)).

    Nur im Ausnahmefall kann die Berücksichtigung der Gesamtumstände eine persönliche Verantwortung des Rechtsanwalts nahelegen (vgl. BVerfG [K], Beschluss vom 16. Juli 2003 - 1 BvR 801/03, BVerfGK 1, 235, 237;… BGH, Versäumnisurteil vom 1. Dezember 2015 - X ZR 170/12, BGHZ 208, 119 Rn. 23 - Unberechtigte Schutzrechtsverwarnung II).

  • BGH, 16.12.2014 - VI ZR 39/14

    Unterlassungsanspruch wegen herabsetzender Äußerungen über ein Unternehmen: …

    Auszug aus BGH, 15.01.2019 - VI ZR 506/17
    Der Eingriff in den Schutzbereich ist nur dann rechtswidrig, wenn das Interesse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (…vgl. Senat, Urteile vom 10. April 2018 - VI ZR 396/16, NJW 2018, 2877 Rn. 19; vom 16. Dezember 2014 - VI ZR 39/14, NJW 2015, 773 Rn. 16; BGH…, Urteil vom 6. Februar 2014 - I ZR 75/13, GRUR 2014, 904 Rn. 15 - Aufruf zur Kontokündigung; jeweils mwN).
  • BGH, 10.04.2018 - VI ZR 396/16

    Verbreitung ungenehmigter Filmaufnahmen aus Bio-Hühnerställen

    Auszug aus BGH, 15.01.2019 - VI ZR 506/17
    Der Eingriff in den Schutzbereich ist nur dann rechtswidrig, wenn das Interesse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (vgl. Senat, Urteile vom 10. April 2018 - VI ZR 396/16, NJW 2018, 2877 Rn. 19;… vom 16. Dezember 2014 - VI ZR 39/14, NJW 2015, 773 Rn. 16; BGH…, Urteil vom 6. Februar 2014 - I ZR 75/13, GRUR 2014, 904 Rn. 15 - Aufruf zur Kontokündigung; jeweils mwN).
  • BVerfG, 25.01.1984 - 1 BvR 272/81

    Springer ./. Wallraff - "Der Aufmacher - Der Mann, der bei 'Bild' Hans Esser war"

    Auszug aus BGH, 15.01.2019 - VI ZR 506/17
    Bei Presseunternehmen sind dabei durch Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG grundrechtlich gewährte Rechtspositionen zu berücksichtigen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 25. Januar 1984 - 1 BvR 272/81 BVerfGE 66, 116, 132 f.;… Hager, in: Staudinger, BGB [2017], § 823 Rn. D 2).
  • BGH, 01.12.2015 - X ZR 170/12

    Unberechtigte Schutzrechtsverwarnung II - Unberechtigte Schutzrechtsverwarnung: …

    Auszug aus BGH, 15.01.2019 - VI ZR 506/17
    Nur im Ausnahmefall kann die Berücksichtigung der Gesamtumstände eine persönliche Verantwortung des Rechtsanwalts nahelegen (vgl. BVerfG [K], Beschluss vom 16. Juli 2003 - 1 BvR 801/03, BVerfGK 1, 235, 237; BGH, Versäumnisurteil vom 1. Dezember 2015 - X ZR 170/12, BGHZ 208, 119 Rn. 23 - Unberechtigte Schutzrechtsverwarnung II).
  • BGH, 15.09.2015 - VI ZR 175/14

    Persönlichkeitsverletzung eines minderjähriges Kindes: Buchveröffentlichung einer …

    Auszug aus BGH, 15.01.2019 - VI ZR 506/17
    Die Übermittlung presserechtlicher Informationsschreiben bereits im Vorfeld einer möglichen Presseberichterstattung kann für den Betroffenen von besonderer Bedeutung sein, da sich aufgrund der Schwierigkeit, die für einen vorbeugenden Unterlassungsanspruch erforderliche Erstbegehungsgefahr konkret darzutun (vgl. Senat, Urteile vom 15. September 2015 - VI ZR 175/14, BGHZ 206, 347 Rn. 36;… vom 30. Juni 2009 - VI ZR 210/08, NJW-RR 2009, 1413 Rn. 30), auch durch eine einstweilige Verfügung in der Regel nur der weiteren Verbreitung einer bereits veröffentlichten persönlichkeitsrechtsverletzenden Berichterstattung entgegen wirken lässt.
  • BGH, 02.05.2017 - VI ZR 262/16

    Persönlichkeitsrechtsverletzung: Presseberichterstattung über eine bisher vor der …

    Auszug aus BGH, 15.01.2019 - VI ZR 506/17
    Sie dienen - vergleichbar einer Schutzschrift - dazu, dem von einer befürchteten Rechtsverletzung Betroffenen bereits im Vorfeld Gehör zu gewähren und dadurch persönlichkeitsrechtsverletzende Rechtsverstöße von vorneherein zu verhindern oder jedenfalls ihre Weiterverbreitung einzuschränken (vgl. Senat, Urteil vom 2. Mai 2017 - VI ZR 262/16, NJW-RR 2017, 1516 Rn. 33 ff.; OLG Köln…, Urteil vom 12. April 2018 - 15 U 112/17, juris Rn. 1, 26 mAnm Wanckel, NJW 2018, 2741; Hoene, K&R 2017, 345).
  • BGH, 22.03.2018 - I ZR 118/16

    Hohlfasermembranspinnanlage II - Wettbewerbsverstoß wegen unbefugter Verwertung …

  • BGH, 30.06.2009 - VI ZR 210/08

    Störerhaftung für Domainpächter

  • BGH, 15.05.2012 - VI ZR 117/11

    Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb: …

  • BGH, 05.10.2017 - I ZR 184/16

    Wettbewerbsrechtliche Unterlassungsklage: Verfahrensfehlerhafte Abweichung des …

  • BGH, 17.10.2018 - I ZR 136/17

    Tork - Verletzung einer Unionsmarke: Nachfüllen eines mit der Marke des …

  • BGH, 26.10.2000 - I ZR 180/98

    TCM- Zentrum

  • BGH, 26.04.2018 - I ZR 121/17

    Applikationsarzneimittel - Wettbewerbsverstoß: Schreiben einer niederländischen …

  • BGH, 21.04.1998 - VI ZR 196/97

    Zur Zulässigkeit von Medienberichterstattung über Unternehmen

  • BVerfG, 01.08.2002 - 2 BvR 2135/01

    Verbot der Flugblattwerbung in Hausbriefkästen bei entsprechendem Aufkleber

  • BGH, 16.07.2009 - I ZR 56/07

    Betriebsbeobachtung

  • BGH, 26.07.2018 - I ZR 226/14

    Kraftfahrzeugfelgen II - Schutzschranke der sog. Reparaturklausel der …

  • OLG Köln, 12.04.2018 - 15 U 112/17

    Unterlassungsansprüche einer prominenten Persönlichkeit hinsichtlich der …

  • BGH, 21.06.2001 - I ZR 69/99

    "SOOOO... BILLIG!"?

  • OLG Frankfurt, 14.12.2017 - 16 U 60/17

    Zulässigkeit der Übersendung presserechtlicher Informationsschreiben durch …

  • BGH, 20.02.1997 - I ZR 13/95

    "Betreibervergütung"; Inhalt des Auskunftsanspruchs zur Vorbereitung des …

  • BGH, 28.01.1994 - V ZR 90/92

    Klage auf Auflassung eines Anerbengutes

  • BGH, 18.11.2024 - VI ZR 10/24

    Ansprüche im Zusammenhang mit einem Datenschutzvorfall beim sozialen Netzwerk …

    Rn. 53 Eine hinreichende Bestimmtheit ist bei einem Unterlassungsantrag für gewöhnlich gegeben, wenn eine Bezugnahme auf die konkrete Verletzungshandlung erfolgt oder die konkret angegriffene Verletzungsform antragsgegenständlich ist und der Klageantrag zumindest unter Heranziehung des Klagevortrags unzweideutig erkennen lässt, in welchen Merkmalen des angegriffenen Verhaltens die Grundlage und der Anknüpfungspunkt für den Rechtsverstoß und damit das Unterlassungsgebot liegen soll (st. Rspr.; vgl. BGH…, Urteil vom 2. Juni 2022 - I ZR 140/15, BGHZ 234, 56 Rn. 26 mwN;… Senat, Urteile vom 9. März 2021 - VI ZR 73/20, VersR 2021, 795 Rn. 15; vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 12 mwN).
  • BGH, 14.01.2020 - VI ZR 496/18

    Zur Zulässigkeit der Bewertungsdarstellung von Unternehmen auf einem …

    Durch den dem eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb gewährten Schutz soll das Unternehmen in seiner wirtschaftlichen Tätigkeit und in seinem Funktionieren vor widerrechtlichen Eingriffen bewahrt bleiben (vgl. Senat, Urteile vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, NJW 2019, 781 Rn. 16;… vom 15. Mai 2012 - VI ZR 117/11, BGHZ 193, 227 Rn. 19, 21;… BGH, Urteile vom 6. Februar 2014 - I ZR 75/13, GRUR 2014, 904 Rn. 12;… vom 28. Februar 2013 - I ZR 237/11, GRUR 2013, 917 Rn. 16; siehe weiter BVerfGE 105, 252, 278; BVerfGK 18, 33, 41; 3, 337, 347).

    Die Verletzungshandlung muss sich gerade gegen den Betrieb und seine Organisation oder gegen die unternehmerische Entscheidungsfreiheit richten und über eine bloße Belästigung oder eine sozial übliche Behinderung hinausgehen (vgl. Senat, Urteile vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, NJW 2019, 781 Rn. 16; vom 21. April 1998 - VI ZR 196/97, BGHZ 138, 311, 317; BGH…, Urteil vom 28. Februar 2013 - I ZR 237/11, GRUR 2013, 917 Rn. 16).

  • BGH, 25.06.2024 - VI ZR 64/23

    Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb eines …

    Die Übersendung eines presserechtlichen Informationsschreibens an ein Presseunternehmen stellt grundsätzlich nur dann einen unmittelbaren Eingriff in dessen Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb dar, wenn es zuvor durch ein sogenanntes Opt-Out zu verstehen gegeben hat, dass es die Zusendung solcher Schreiben nicht wünscht (Weiterführung Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40).

    Rn. 8 Das Berufungsgericht hat zur Begründung seiner Entscheidung unter Bezugnahme auf das Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17 ausgeführt, die Beklagten zu 1 bis 2 hätten mit ihren beiden Schreiben vom 21. Oktober 2020 in das Recht der Klägerinnen am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb eingegriffen.

    Materiell-rechtlich ist in diesen Fällen gegebenenfalls nicht er, sondern sein Mandant als Störer anzusehen (vgl. Senatsurteile vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 28;… vom 16. November 2004 - VI ZR 298/03, NJW 2005, 279, 281, juris Rn. 20).

    Rn. 12 Nur im Ausnahmefall kann die Berücksichtigung der Gesamtumstände eine persönliche Verantwortung des Rechtsanwalts nahelegen (Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 28;… Versäumnisurteil vom 1. Dezember 2015 - X ZR 170/12, BGHZ 208, 119 Rn. 23 - Unberechtigte Schutzrechtsverwarnung II;… BVerfG [K], Beschluss vom 16. Juli 2003 - 1 BvR 801/03, BVerfGK 1, 235, 237, juris Rn. 12).

    Im Äußerungsrecht hat der Senat einen Ausnahmefall wegen der besonderen Umstände des Einzelfalls in dem seinem Urteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17 (AfP 2019, 40) zugrunde liegenden Fall angenommen, in dem die dortige Beklagte zu 1 (identisch mit der hiesigen Beklagten zu 1) bereits im Vorfeld und unabhängig von der Vertretung eines bestimmten Mandanten für sich selbst in Anspruch genommen hatte, in der von der dortigen Klägerin beanstandeten Art und Weise vorgehen zu dürfen, nämlich an diese presserechtliche Informationsschreiben übersenden zu dürfen.

    Damit hatte sie zum Ausdruck gebracht, für diese Vorgehensweise - bis zu der dann mit dem Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17 erfolgten gerichtlichen Klärung - die Verantwortung zu übernehmen (…aaO Rn. 29).

    Rn. 15 b) Das Berufungsgericht hat zur Begründung seiner Entscheidung weiter ausgeführt, es sei die Beklagte zu 1 gewesen, die in dem Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17 zugrunde liegenden Fall die dortige Klägerin explizit aufgefordert habe, sie selbst und nicht ihre Mandanten zu verklagen.

    Die Klägerin in dem Verfahren VI ZR 506/17 war die F. GmbH und nicht eine der hiesigen Klägerinnen.

    Hinzu kommt, dass zeitlich nach der Klärung durch das Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17 ohne eindeutige entgegenstehende Anhaltspunkte nicht mehr anzunehmen war, dass die Beklagte zu 1 ein weiteres Mal - nun gegenüber einem anderen Verlag - persönlich die Verantwortung für presserechtliche Informationsschreiben übernehmen werde.

    Rn. 19 Die Beklagte zu 3 käme zwar als Störerin im Sinne von § 1004 Abs. 1 BGB in Betracht, weil sie nach den Feststellungen des Berufungsgerichts die Beklagte zu 1 beauftragte und bevollmächtigte, in ihrem Namen die Informationsschreiben vom 21. Oktober 2020 an die Klägerinnen zu richten (vgl. Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 26).

    Die Verletzungshandlung muss sich gerade gegen den Betrieb und seine Organisation oder gegen die unternehmerische Entscheidungsfreiheit richten und über eine bloße Belästigung oder eine sozial übliche Behinderung hinausgehen (…vgl. Senatsurteile vom 14. Januar 2020 - VI ZR 496/18, NJW 2020, 1587 Rn. 35;… vom 26. November 2019 - VI ZR 12/19, AfP 2020, 149 Rn. 47; vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 16;… vom 21. April 1998 - VI ZR 196/97, BGHZ 138, 311, 317 f., juris Rn. 17;… BGH, Urteile vom 6. Februar 2014 - I ZR 75/13, GRUR 2014, 904 Rn. 12 - Aufruf zur Kontokündigung;… vom 28. Februar 2013 - I ZR 237/11, GRUR 2013, 917 Rn. 16 - Vorbeugende Unterwerfungserklärung).

    Bei Presseunternehmen sind dabei durch Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG grundrechtlich gewährte Rechtspositionen zu berücksichtigen (Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 16 mwN).

    Sie führt in der Regel auch nicht nur zu einer bloßen Belästigung, weil bereits die Sichtung des Schreibens unmittelbar nach dem Eingang und die Weiterleitung innerhalb des Verlags zusätzlichen Arbeitsaufwand verursachen kann und darüber hinaus nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist und daher der Prüfung bedarf, was Inhalt und Gegenstand des Schriftstücks ist (vgl. Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 17).

    Der Eingriff in den Schutzbereich ist nur dann rechtswidrig, wenn das Interesse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (vgl. Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 19 mwN).

    Je länger die Verbreitung angedauert hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der persönlichkeitsrechtsverletzende Inhalt bereits zur Kenntnis genommen und weiterverbreitet worden ist (Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 21 mwN).

    Zu Gunsten der Beklagten kann unterstellt werden, dass die Übersendung presserechtlicher Informationsschreiben darüber hinaus in den Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG fällt (Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 21 mwN).

    Angesichts des Umstands, dass es zur Aufgabe der Presse gehört, beabsichtigte Berichterstattungen daraufhin zu überprüfen, ob sie Persönlichkeitsrechte davon Betroffener verletzen würden, kann hierin aber jedenfalls grundsätzlich nicht der Versuch einer unzulässigen Einflussnahme gesehen werden (Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 22; vgl. BGH…, Urteil vom 28. Februar 2013 - I ZR 237/11, GRUR 2013, 917 Rn. 21-23 - Vorbeugende Unterwerfungserklärung).

    Hiervon ist auszugehen, wenn es keine Informationen enthält, die dem Presseunternehmen die Beurteilung erlauben, ob Persönlichkeitsrechte durch eine etwaige Berichterstattung verletzt würden (Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 23).

  • BGH, 14.01.2020 - VI ZR 495/18

    Internetbewertungsportal

    Durch den dem eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb gewährten Schutz soll das Unternehmen in seiner wirtschaftlichen Tätigkeit und in seinem Funktionieren vor widerrechtlichen Eingriffen bewahrt bleiben (vgl. Senat, Urteile vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, NJW 2019, 781 Rn. 16;… vom 15. Mai 2012 - VI ZR 117/11, BGHZ 193, 227 Rn. 19, 21;… BGH, Urteile vom 6. Februar 2014 - I ZR 75/13, GRUR 2014, 904 Rn. 12;… vom 28. Februar 2013 - I ZR 237/11, GRUR 2013, 917 Rn. 16; siehe weiter BVerfGE 105, 252, 278; BVerfGK 18, 33, 41; 3, 337, 347).

    Die Verletzungshandlung muss sich gerade gegen den Betrieb und seine Organisation oder gegen die unternehmerische Entscheidungsfreiheit richten und über eine bloße Belästigung oder eine sozial übliche Behinderung hinausgehen (vgl. Senat, Urteile vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, NJW 2019, 781 Rn. 16; vom 21. April 1998 - VI ZR 196/97, BGHZ 138, 311, 317; BGH…, Urteil vom 28. Februar 2013 - I ZR 237/11, GRUR 2013, 917 Rn. 16).

  • BGH, 09.03.2021 - VI ZR 73/20

    Vorbäugende Geltendmachung eines Anspruchs auf Unterlassung einer namentlichen …

    Rn. 15 1. Die hinreichende Bestimmtheit eines Klageantrags ist auch im Revisionsverfahren von Amts wegen zu prüfen (vgl. Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 11 mwN).

    Dies ist bei einem Unterlassungsantrag regelmäßig der Fall, wenn die konkret angegriffene Verletzungsform antragsgegenständlich ist (vgl. Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, AfP 2019, 40 Rn. 12 mwN).

  • BGH, 26.11.2019 - VI ZR 12/19

    Kein Schertz: Medienanwalt wollte Spiegel einschüchtern und verliert

    Durch den dem eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb gewährten Schutz soll das Unternehmen in seiner wirtschaftlichen Tätigkeit und in seinem Funktionieren vor widerrechtlichen Eingriffen bewahrt bleiben (st. Rspr.;… vgl. nur Senatsurteile vom 15. Mai 2012 - VI ZR 117/11, NJW 2012, 2579 Rn. 19, 21;… vom 16. Dezember 2014 - VI ZR 39/14, NJW 2015, 773 Rn. 13; vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, NJW 2019, 781 Rn. 16; BGH…, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, VersR 2006, 1219 Rn. 98 ff.; jeweils mwN).

    Die Verletzungshandlung muss sich gerade gegen den Betrieb und seine Organisation oder gegen die unternehmerische Entscheidungsfreiheit richten und über eine bloße Belästigung oder eine sozial übliche Behinderung hinausgehen (Senatsurteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, NJW 2019, 781 Rn. 16 mwN).

  • LG München I, 28.04.2022 - 26 O 14658/21

    Zulässigkeit einer anwaltlichen Androhung rechtlicher Maßnahmen gegen etwaige …

    Die Rechtswidrigkeit solcher Schreiben sei auch bereits sowohl vom LG München I (Az. 9 O 14070/20) und zweitinstanzlich dem OLG München (Az. 18 U 988/21) als auch - in einem weiteren Verfahren - dem BGH (Az. VI ZR 506/17) festgestellt worden.

    Zu diesen durch § 823 Abs. 1 BGB geschützten Rechten gehört das aus Art. 2 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1 BGB abgeleitete Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb, das gem. Art. 19 Abs. 3 GG auch einer juristischen Person zustehen kann (BGH v. 15.01.2019 - Az.: VI ZR 506/17 - Rz. 16; alle Entscheidungen, auch im Folgenden und soweit nicht anders gekennzeichnet, zitiert nach juris-Datenbank).

    Rn. 18 Vor diesem Hintergrund kann ein unmittelbarer Anspruch gegen den anwaltlichen Vertreter nur ausnahmsweise dann anzunehmen sein, wenn dieser "im Vorfeld und unabhängig von einer Vertretung eines bestimmten Mandanten für sich in Anspruch genommen [hat], in der von der Klägerin beanstandeten Art und Weise vorgehen zu dürfen." (BGH v. 15.01.2019 - Az.: VI ZR 506/17 - Rz. 29).

    Der BGH hat das in seinem Urteil vom 15.01.2019 (Az.: VI ZR 506/17 - Rz. 29) namentlich für den Fall bejaht, dass die dortige beklagte Anwaltskanzlei - zugleich auch die hiesige Beklagte zu 1) - "sogar ausdrücklich angeregt [hat], nicht einen konkreten Mandanten, sondern sie selbst zu verklagen.

    Rn. 25 Damit sind aber gerade die vom BGH (Urteil v. 15.01.2019 - Az.: VI ZR 506/17) und dem OLG München (Beschluss v. 02.07.2021 - Az. 18 U 988/21) als Ausnahmen benannten Konstellationen mit dem vorliegenden Schreiben vom 06.10.2021 und dem vorliegenden Rechtsstreit nicht vergleichbar.

    Denn durch den dem eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb gewährten Schutz soll das Unternehmen in seiner wirtschaftlichen Tätigkeit und in seinem Funktionieren vor widerrechtlichen Eingriffen bewahrt bleiben, wobei bei Presseunternehmen insbesondere auch die durch Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG grundrechtlich gewährten Rechtspositionen zu berücksichtigen sind; allerdings muss sich die Verletzungshandlung gerade gegen den Betrieb und seine Organisation oder gegen die unternehmerische Entscheidungsfreiheit richten und über eine bloße Belästigung oder eine sozial übliche Behinderung hinausgehen (BGH v. 15.01.2019 - Az.: VI ZR 506/17 - Rz. 16 m.w.N.).

    Rn. 30 In diesen Schutzbereich greift die Übermittlung des anwaltlichen Schreibens vom 06.10.2021 unmittelbar ein, weil das Schreiben auf eine Beeinflussung der redaktionellen Tätigkeit der Klägerin als Presseunternehmen abzielt und diese Beeinflussung, indem sie eine Sichtung und Prüfung erfordert, auch einen zusätzlichen Arbeitsaufwand auf Seiten der Klägerin erfordert, der über eine bloße Belästigung hinausgeht (vgl. so schon BGH v. 15.01.2019 - Az.: VI ZR 506/17 - Rz. 17).

    Der Eingriff in den Schutzbereich ist nur dann rechtswidrig, wenn das Interesse der Betroffenen - hier das Interesse der Klägerin, wie es durch die Art. 2 Abs. 1, 12 Abs. 1, 14 Abs. 1, 19 Abs. 3 GG und Art. 5 GG geschützt ist - die schutzwürdigen Belange der anderen Seite - hier namentlich das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Beklagten gem. Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 GG - überwiegt (BGH v. 15.01.2019 - Az.: VI ZR 506/17 - Rz. 19 m.w.N.).

    Rn. 39 2.3.1 "Presserechtlichen Informationsschreiben" zielen auf einen möglichst bereits vor einer Verletzung wirksam werdenden und daher umso effektiveren Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und "dienen - vergleichbar einer Schutzschrift - dazu, dem von einer befürchteten Rechtsverletzung Betroffenen bereits im Vorfeld Gehör zu gewähren und dadurch persönlichkeitsrechtsverletzende Rechtsverstöße von vorneherein zu verhindern oder jedenfalls ihre Weiterverbreitung einzuschränken (BGH v. 15.01.2019 - Az.: VI ZR 506/17 - Rz. 21 m.w.N.;… BGH v. 02.05.2017 - Az.: VI ZR 262/16 - Rz. 33).

    Rn. 40 Der BGH hat dazu bereits in der von der Klägerin in Bezug genommenen Entscheidung vom 15.01.2019 (Az. VI ZR 506/17 - Rz. 21) ausgeführt: "Die Übermittlung presserechtlicher Informationsschreiben bereits im Vorfeld einer möglichen Presseberichterstattung kann für den Betroffenen von besonderer Bedeutung sein, da sich aufgrund der Schwierigkeit, die für einen vorbeugenden Unterlassungsanspruch erforderliche Erstbegehungsgefahr konkret darzutun (…vgl. Senat, Urteile vom 15. September 2015 - VI ZR 175/14, BGHZ 206, 347 Rn. 36;… vom 30. Juni 2009 - VI ZR 210/08, NJW-RR 2009, 1413 Rn. 30), auch durch eine einstweilige Verfügung in der Regel nur der weiteren Verbreitung einer bereits veröffentlichten persönlichkeitsrechtsverletzenden Berichterstattung entgegen wirken lässt.

    Angesichts des Umstands, dass es zur Aufgabe der Presse gehört, beabsichtigte Berichterstattungen daraufhin zu überprüfen, ob sie Persönlichkeitsrechte davon Betroffener verletzen würden, kann hierin aber jedenfalls grundsätzlich nicht der Versuch einer unzulässigen Einflussnahme gesehen werden" (BGH v. 15.01.2019 - Az.: VI ZR 506/17 - Rz. 22 m.w.N.).

    Rn. 41 Von dieser Regel - grundsätzlich sind "presserechtliche Informationsschreiben" hinzunehmen und damit zulässig - kommt eine Ausnahme nur dann in Betracht, wenn das übersandte Informationsschreiben von vornherein ungeeignet ist, präventiven Rechtsschutz zu bewirken, namentlich weil es "keine Informationen enthält, die dem Presseunternehmen die Beurteilung erlauben, ob Persönlichkeitsrechte durch eine etwaige Berichterstattung verletzt würden" (BGH v. 15.01.2019 - Az.: VI ZR 506/17 - Rz. 23).

    Denn das Schreiben ist - anders als in den Ausgangsentscheidungen (BGH v. 15.01.2019 - Az.: VI ZR 506/17; OLG München 02.07.2021 - Az. 18 U 988/21 - Anlage K5) - bereits nicht ungefragt und ohne Veranlassung durch die Klägerin präventiv ergangen, um einer für möglich erachteten Berichterstattung vorzubeugen, sondern es stellt sich - wie bereits oben dargelegt - als konkrete Reaktion auf eine konkrete Anfrage durch eine Mitarbeiterin der Klägerin bei dem Management des Beklagten zu 2) dar.

    Anders als bei den "presserechtlichen Informationsschreiben", die den von der Klägerin zitierten Ausgangsentscheidungen (BGH v. 15.01.2019 - Az.: VI ZR 506/17; OLG München 02.07.2021 - Az. 18 U 988/21 - Anlage K5) zugrunde lagen, bedurfte es daher vorliegend keiner zusätzlichen Informationen, deren Vorliegen es der Klägerin erst die Beurteilung erlauben würden, ob Persönlichkeitsrechte durch die Berichterstattung verletzt würden.

  • OLG Hamm, 09.07.2021 - 7 U 14/21

    Universitäten steht kein zivilrechtlicher Unterlassungsanspruch bei …

    Rn. 9 Im Hinblick auf die Herleitung über Art. 12 GG oder Art. 14 GG (i. V. m. Art. 19 Abs. 3 GG) erfasst er jedenfalls den Schutz der wirtschaftlichen Betätigung von Unternehmern und von Freiberuflern gegen betriebsbezogene Eingriffe (vgl. BGH Urt. v. 15.1.2019 - VI ZR 506/17, NJW 2019, 781 Rn. 15 f. m. w. N.;… Wagner in MüKo-BGB, 8. Aufl. 2020, § 823 Rn. 363).
  • KG, 15.09.2021 - 5 U 35/20

    Bereits kurze Werbung im E-Mail-Footer unzulässig ohne Einwilligung

    Rn. 27 Das Recht des Klägers am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb, das durch Art. 12 GG verfassungsrechtlich gewährleistet ist (vgl. nur BGH, Urteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17 -, Rn. 15, juris), ist mit dem berechtigten Interesse der Beklagten, mit ihren Kunden zum Zwecke der Werbung in Kontakt zu treten, abzuwägen.
  • BGH, 29.05.2024 - I ZR 145/23

    Verwarnung aus Kennzeichenrecht III - Unberechtigte Schutzrechtsverwarnung aus …

    Der Senat hat die Frage, ob im Falle einer unbegründeten Schutzrechtsverwarnung ihre Rechtswidrigkeit noch gesondert zu prüfen ist (…so OLG Frankfurt am Main, WRP 2015, 1004 [juris Rn. 40];… Büscher/Wille aaO § 4 Nr. 4 Rn. 123 mwN;… Köhler/Alexander in Köhler/Bornkamm/Feddersen aaO § 4 Rn. 4.180; Teplitzky, GRUR 2005, 9, 14; zur Rechtswidrigkeit eines presserechtlichen Informationsschreibens vgl. BGH, Urteil vom 15. Januar 2019 - VI ZR 506/17, GRUR 2019, 314 [juris Rn. 19] = WRP 2019, 336 - Presserechtliches Informationsschreiben), bisher offengelassen (…BGH, GRUR 2006, 432 [juris Rn. 24] - Verwarnung aus Kennzeichenrecht II;… GRUR 2006, 433 [juris Rn. 20] - Unbegründete Abnehmerverwarnung).
  • BGH, 23.03.2026 - VI ZR 334/23

    Sog. "Klimaklagen" gegen das Inverkehrbringen von Pkw mit Verbrennungsmotoren

  • BGH, 14.01.2020 - VI ZR 497/18

    Bewertungsdarstellung auf Internetplattform: Beeinträchtigung durch Bezeichnung …

  • BGH, 03.06.2020 - XIII ZR 22/19

    Genereller Ausschluss eines Unternehmens von der Teilnahme an Vergabeverfahren …

  • OLG München, 18.03.2025 - 18 U 4493/22

    Presserechtliches Informationsschreiben, Außergerichtliche Kosten, Vorläufige …

  • OLG Oldenburg, 09.06.2026 - 13 U 45/25

    Veröffentlichung heimlicher Aufnahmen aus einem Schlachthofbetrieb auf Instagram …

  • BGH, 18.06.2025 - I ZR 99/24

    Inkasso durch Rechtsanwalt

  • OLG München, 06.02.2023 - 18 U 2570/22

    Eingerichteter und ausgeübter Gewerbebetrieb, Unterlassungsanspruch, Vorläufige …

  • LG Flensburg, 08.04.2022 - 8 O 7/22

    Zimmervermittlungsagentur - Wettbewerbsverletzung: Mutmaßliche Einwilligung in …

  • BGH, 23.03.2026 - VI ZR 365/23

    Kein Anspruch auf vorzeitiges "Verbrenner-Aus"

  • BGH, 26.11.2019 - VI ZR 20/19

    Kurze Wiedergabe des Inhalts eines Anwaltsschreibens ohne wörtliche Zitate in …

  • OLG München, 26.06.2026 - 36 U 1054/25

    Personenbezogene Daten, Business Tools, Feststellunganspruch, …

  • OLG Stuttgart, 24.01.2024 - 4 U 129/23

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  • LG München I, 28.12.2021 - 5 HKO 19057/18

    Äußerungen und aktienrechtliche Treuepflicht

  • OLG München, 02.07.2021 - 18 U 988/21

    Eingriff in den Gewerbebetrieb des Presseunternehmens durch presserechtliche …

  • OLG Schleswig, 24.04.2025 - 5 U 59/23

    Schadensersatzanspruch nach Art. 82 DSGVO wegen des Verlusts der Kontrolle über …

  • OLG Brandenburg, 11.04.2023 - 6 U 82/22

    Einstweilige Verfügung bezüglich der Unterlassung des Betretens einer Apotheke; …

  • OLG München, 06.06.2025 - 36 U 1891/24

    Datenschutzgrundverordnung, Streitwertfestsetzung, Materielle Rechtskraft, …

  • OLG München, 26.09.2025 - 36 U 1368/24

    Schadensersatz, Schadensersatzanspruch, Mitverschulden, Berufung, Verletzung, …

  • OLG München, 06.06.2025 - 36 U 4233/23

    Datenschutzgrundverordnung, Streitwertfestsetzung, Materielle Rechtskraft, …

  • LG Hamburg, 14.08.2023 - 324 O 293/23

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  • OLG München, 31.01.2023 - 18 U 4493/22

    Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb eines …

  • OLG Hamm, 24.01.2023 - 4 U 131/22
  • LG München I, 27.01.2021 - 9 O 14070/20

    Berichterstattung, Widerspruch, Gewerbebetrieb, Pressefreiheit, form, Verfahren, …

  • OLG Brandenburg, 14.04.2026 - 6 U 23/25

    Ansprüche auf Unterlassung der Nutzung der Liegeplätze und des Betretens der …

  • OLG Schleswig, 27.03.2025 - 5 U 61/23

    Schadensersatzanspruch nach Art. 82 DSGVO wegen des Verlusts der Kontrolle über …

  • LG Köln, 19.12.2024 - 33 O 195/23

    YouTube-Kanal gehört dem Kunden - Wann Agenturen sich wegen Erpressung strafbar …

  • LG München I, 08.04.2022 - 37 O 7632/21

    Zulässigkeit einer ohne Zustimmung des Betroffenen erfolgten Veröffentlichung …

  • OLG Brandenburg, 21.04.2026 - 6 U 23/25
  • LG Hamburg, 09.05.2019 - 327 O 374/18

    Anspruch auf Unterlassung wegen unzulässigen Eingriffs in den eingerichteten und …

  • OLG Schleswig, 20.03.2025 - 5 U 96/23

    Ansprüche im Zusammenhang mit einem Datenschutzvorfall bei einem sozialen …

  • OLG Schleswig, 20.03.2025 - 5 U 101/23

    Schadensersatzanspruch nach Art. 82 DSGVO wegen des Verlusts der Kontrolle über …

  • LG Hamburg, 09.05.2019 - 327 O 389/18

    Anspruch auf Unterlassung des Imports eines Arzneimittels wegen unzulässigen …

  • OLG Schleswig, 10.04.2025 - 5 U 99/23

    Scraping - Schadensersatz wegen Datenschutzverstoß bei einem Sozialen Netzwerk; …

  • LG Düsseldorf, 06.07.2023 - 38 O 161/22
  • OLG Schleswig, 19.05.2021 - 9 U 39/21

    Einstweiliger Rechtsschutz wegen Unterlassens der behauptet ehrverletzenden …

  • OLG Stuttgart, 25.03.2026 - 4 U 336/25

    Äußerungen zu einem laufenden Strafverfahren durch einen Strafverteidiger in …

  • OLG Dresden, 21.01.2025 - 4 U 738/24
  • OLG Stuttgart, 26.06.2024 - 4 U 114/23

    Nachweis der Schadenskausalität nach einem Scraping-Vorfall

  • LG Cottbus, 26.09.2024 - 1 O 286/19
  • LG Stuttgart, 20.02.2020 - 11 O 538/19

    Claudia Roth

  • LG Frankfurt/Main, 10.10.2019 - 3 O 500/18

    Zur Frage der Selbstöffnung des Betroffenen bei einem Gegenangriff.

  • OLG Celle, 14.01.2026 - 5 U 240/25

    Rechtliche Behandlung von ehrenschutzrechtlichen Löschungs-, Unterlassungs- und …

  • OLG Stuttgart, 19.06.2024 - 4 U 132/23

    Datenschutzrecht: Geltendmachung von Ansprüchen wegen eines Scraping-Vorfalls

  • OLG Celle, 26.01.2026 - 5 U 231/25

    Wahrung des Bestimmtheitsgrundsatzes bei ehrenschutzrechtlichen …

  • OVG Rheinland-Pfalz, 03.12.2025 - 8 B 11049/25

    Klage- bzw. Antragsbefugnis eines Flugplatzbetreibers gegen eine WEA

  • AG München, 05.12.2024 - 211 C 17142/24

    Unterlassungsanspruch, Eigentumsbeeinträchtigung, Nutzungsrechte, …

  • OLG Stuttgart, 28.08.2024 - 4 U 26/23

    Bestimmtheit einer Klage nach der DSGVO wegen Scraping-Vorfall

  • OLG Köln, 14.03.2022 - 15 U 202/21

    Erstattungsansprüche eines Presseorgans wegen unberechtigter Abmahnung

  • LG München II, 12.08.2021 - 1 O 1832/20

    Anspruch auf Einhaltung der Hausordnung gegen mitnutzenden Hausmiteigentümer

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