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Weitere Entscheidung unten: OLG Braunschweig, 17.12.1990

Rechtsprechung
   BGH, 22.06.1992 - II ZR 178/90   

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https://dejure.org/1992,250
BGH, 22.06.1992 - II ZR 178/90 (https://dejure.org/1992,250)
BGH, Entscheidung vom 22.06.1992 - II ZR 178/90 (https://dejure.org/1992,250)
BGH, Entscheidung vom 22. Juni 1992 - II ZR 178/90 (https://dejure.org/1992,250)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • Wolters Kluwer

    Aktionär - Unrichtige Information - Kapitalerhöhungsbeteiligung - Sittenwidrige Schädigung - Bewußte Schädigung

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Sittenwidrige Schädigung und Betrug bei Verleitung Dritter zur Zeichnung von Aktien einer notleidender Gesellschaft

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)

    Anlageberatung und Prospekthaftung, Anlageberatung und Warenterminoption, Haftung wegen sittenwidriger Schädigung gemäß § 826 BGB, Leichtfertigkeit, Sittenwidrigkeit

Papierfundstellen

  • NJW 1992, 3167
  • NJW-RR 1993, 165 (Ls.)
  • ZIP 1992, 1464
  • MDR 1993, 130
  • VersR 1993, 1112
  • VersR 1993, 1112 (Ls.)
  • WM 1992, 1812
  • BB 1992, 2163
  • DB 1992, 2284
 
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Wird zitiert von ... (142)Zitiert selbst (33)

  • BGH, 11.07.1988 - II ZR 243/87

    Reichweite und Schutzzweck des § 399 Abs. 1 Nr. 4 AktG

    Auszug aus BGH, 22.06.1992 - II ZR 178/90
    Diese Reflexwirkung zeigt sich in gleicher Weise beim Schaden: Wird der Schaden, den ein leistungsunwilliger Zeichner der Gesellschaft zugefügt hat, ausgeglichen, hat das zugleich zur Folge, daß der an der Beteiligung des Mitzeichners eingetretene Schaden beseitigt wird (zum Reflexschaden vgl. BGHZ 105, 121 (130 f.) m. w. Nachw. = NJW 1988, 2794 = LM § 823 (Bf) BGB Nr. 99).

    Ersichtlich stellt das Gesetz mit dieser Regelung einen Zusammenhang zwischen den bei der Gesellschaft und den Aktionären eingetretenen Schadenfolgen her, der darin besteht, daß sich der Schaden der Aktionäre nur als "Reflex" des bei der Gesellschaft eingetretenen Schadens darstellt (vgl. dazu BGHZ 105, 121 (130 f.) = NJW 1988, 2794 = LM § 823 (Bf) BGB Nr. 99).

    Dementsprechend hat der Senat in seiner Entscheidung vom 11.7.1988 (BGHZ 105, 121 (132 f.) = NJW 1988, 2794 = LM § 823 (Bf) BGB Nr. 99) ausgeführt, die in § 117 I 2 (und im gleichlautenden § 317 I 2) AktG getroffene Haftungsregelung sei darauf ausgerichtet, bei Schädigung einer AG einen sachgerechten Interessenausgleich zwischen dieser und ihren Aktionären herbeizuführen.

    Da aber die alten Aktien der I im Zeitpunkt der Kapitalerhöhung vom 4.5.1982 nach dem Vortrag der Kl. bereits vollkommen wertlos waren, können unzutreffende Angaben gegenüber dem Registergericht über die Einbringung des neuen Kapitals nicht zu einer Schädigung durch Verminderung ihres Wertes geführt haben (vgl. BGHZ 105, 121 (129 f.) = NJW 1988, 2794 = LM § 823 (Bf) BGB Nr. 99).

    Die Kl. ist somit in der Lage, der Bekl. die aus den Kapitalerhöhungen erworbenen Aktien zur Verfügung zu stellen (vgl. dazu BGHZ 105, 121 (131) = NJW 1988, 2794 = LM § 823 (Bf) BGB Nr. 99).

  • BGH, 11.11.1985 - II ZR 109/84

    Umfang des Schadensersatzanspruchs wegen Konkursverschleppung einer …

    Auszug aus BGH, 22.06.1992 - II ZR 178/90
    Erst dann, wenn sich ernste Zweifel an dem Gelingen des Sanierungsveresuchs einstellen und daher damit zu rechnen ist, daß er den Zusammenbruch des Unternehmens allenfalls verzögern, nicht aber auf Dauer verhindern wird, kann der Vorwurf sittenwidrigen Handelns erhoben werden, wenn die Schädigung Dritter aufgrund der Verfolgung eigensüchtiger Interessen in Kauf genommen wird (BGHZ 75, 96 (114 f.) = NJW 1979, 1823 = LM § 823 (Bc) BGB (L) Nr. 23; BGHZ 90, 381 (399) = NJW 1984, 1893 = LM § 17 AktG 1965 Nr. 5; BGHZ 96, 231 (235 f.) = NJW 1986, 837 = LM § 826 (Gg) BGB Nr. 5).

    Mittel bildet, mit dem der Konkurs der Gesellschaft auf Kosten der Erwerber der Aktien hinausgezögert werden soll (BGHZ 96, 231 (243 f. = NJW 1986, 837 = LM § 826 (Gg) BGB Nr. 5).

    Da es vom Zufall abhängt und für die Ziele des Täuschenden bzw. die Konkursverschleppung Betreibenden ohne Bedeutung ist, ob es infolge der Täuschung bzw. während der Konkursverschleppung zu derartigen Erwerbsvorgängen kommt, besteht kein hinreichender sachlicher Grund, dessen Verhalten auch in bezug auf den Erwerb alter Aktien als sittenwidrig zu bewerten (vgl. dazu im einzelnen BGHZ 96, 231 (236 f.) = NJW 1986, 837 = LM § 826 (Gg) BGB Nr. 5).

  • BGH, 24.04.1952 - 4 StR 854/51

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 22.06.1992 - II ZR 178/90
    Entgegen der Ansicht der Revisionserwiderung hat bei D nicht lediglich das "Fehlen der Vorstellung einer wahren Tatsache" vorgelegen, das nach überwiegender Ansicht nicht zu einem Irrtum führen kann (BGHSt 2, 325 (326) = NJW 1952, 896;… Lackner, in: LK, 10. Aufl., § 263 Rdnr. 75 f. m. w. Nachw.;… Lackner, § 263 Rdnr. 18; abw.

    Von dem Fehlen der Kenntnis einer Tatsache kann in einem solchen Falle nicht gesprochen werden (vgl. BGHSt 2, 326 = NJW 1952, 896).

  • BGH, 22.09.1983 - III ZR 171/82

    Geschäftsräume des Darlehnsvermittlers - Kauffinanzierungsdarlehn - …

    Auszug aus BGH, 22.06.1992 - II ZR 178/90
    Die Frage, ob ein Vorteil auf den erlittenen Schaden anzurechnen ist, entscheidet sich nicht nur danach, ob das schädigende Ereignis für den Eintritt des Vorteils adäquat-kausal geworden ist, sondern es muß zusätzlich rechtlich wertend darüber entschieden werden, ob die Anrechnung dem Sinn und Zweck der Schadensersatzpflicht entspricht, den Geschädigten nicht unzumutbar belastet und den Schädiger nicht unbillig begünstigt (BGHZ 8, 325 (329 f.) = NJW 1953, 618 = LM § 844 II BGB Nr. 8; BGHZ 77, 151 (153) = NJW 1980, 2187 = LM § 251 BGB Nr. 29; BGH, NJW 1984, 229 (230) = LM § 249 (Cb) BGB Nr. 32).

    Anders ist jedoch grundsätzlich dann zu entscheiden, wenn der Schaden in Form des negativen Interesses geltend gemacht wird (BGH, NJW 1984, 229 (230) = LM § 249 (Cb) BGB.

  • BGH, 22.03.1979 - VII ZR 259/77

    nachhaltig empfohlenes Abschreibungsmodell - Anlagevermittler, § 676 BGB aF (§ …

    Auszug aus BGH, 22.06.1992 - II ZR 178/90
    Danach kann ungeachtet der Vorschrift des § 676 BGB der stillschweigende Abschluß eines Auskunftsvertrages zwischen Geber und Empfänger einer Auskunft und damit eine vertragliche Haftung des Auskunftgebers für die Richtigkeit seiner Auskunft dann anzunehmen sein, wenn diese für den Empfänger erkennbar von erheblicher Bedeutung ist und er sie zur Grundlage wesentlicher Entschlüsse machen will, der Auskunftgeber ferner besonders sachkundig ist oder ein eigenes wirtschaftliches Interesse an der Auskunfterteilung hat (BGHZ 7, 371 (374) = NJW 1953, 60 = LM § 676 BGB Nr. 1; BGHZ 74, 103 (106) = NJW 1979, 1449 = LM § 676 BGB Nr. 20; BGH, NJW 1986, 180 = LM § 676 BGB Nr. 31 = WM 1985, 1531 (1532);… BGH, NJW 1989, 1029 = LM § 676 BGB Nr. 36 = BGHRBGBB § 676 - Auskunftsvertrag 3;… BGH, BGHRBGBB § 676 - Auskunftsvertrag 1; BGH, NJW 1992, 2080 = LM H. 9/1992 § 301 ZPO Nr. 46 = WM 1992, 1031 (1034)).

    cc) Kommt das BerGer. zu dem Ergebnis, daß dem Vortrag der Kl. zu folgen ist, hat diese das Recht, so gestellt zu werden, als ob die Bekl. die Erklärung überhaupt nicht abgegeben hätte (BGHZ 74, 103 (113) = NJW 1979, 1449 = LM § 676 BGB Nr. 20; BGH, WM 1965, 287; RGZ 157, 213 (227 f.); 159, 211 (226)).

  • BGH, 13.02.1992 - III ZR 28/90

    Teilurteil aufgrund Eventualantrag bei selbständigen Klagegründen

    Auszug aus BGH, 22.06.1992 - II ZR 178/90
    Danach kann ungeachtet der Vorschrift des § 676 BGB der stillschweigende Abschluß eines Auskunftsvertrages zwischen Geber und Empfänger einer Auskunft und damit eine vertragliche Haftung des Auskunftgebers für die Richtigkeit seiner Auskunft dann anzunehmen sein, wenn diese für den Empfänger erkennbar von erheblicher Bedeutung ist und er sie zur Grundlage wesentlicher Entschlüsse machen will, der Auskunftgeber ferner besonders sachkundig ist oder ein eigenes wirtschaftliches Interesse an der Auskunfterteilung hat (BGHZ 7, 371 (374) = NJW 1953, 60 = LM § 676 BGB Nr. 1; BGHZ 74, 103 (106) = NJW 1979, 1449 = LM § 676 BGB Nr. 20; BGH, NJW 1986, 180 = LM § 676 BGB Nr. 31 = WM 1985, 1531 (1532);… BGH, NJW 1989, 1029 = LM § 676 BGB Nr. 36 = BGHRBGBB § 676 - Auskunftsvertrag 3;… BGH, BGHRBGBB § 676 - Auskunftsvertrag 1; BGH, NJW 1992, 2080 = LM H. 9/1992 § 301 ZPO Nr. 46 = WM 1992, 1031 (1034)).

    Als entscheidend ist es anzusehen, ob die Gesamtumstände des Falles unter Berücksichtigung der Verkehrsauffassung und des Verkehrsbedürfnisses den Rückschluß zulassen, daß beide Teile nach dem objektiven Inhalt ihrer Erklärungen die Auskunft zum Gegenstand vertraglicher Rechte und Pflichten gemacht haben (BGH, NJW 1986, 180 = LM § 676 BGB Nr. 31 = WM 1985, 1531 (1532);… BGH, NJW 1989, 1029 = LM § 676 BGB Nr. 36 = BGHRBGBB § 676 - Auskunftsvertrag 3; BGH, NJW 1992, 2080 = LM H. 9/1992 § 301 ZPO Nr. 46 = WM 1992, 1031 (1034)).

  • BGH, 17.09.1985 - VI ZR 73/84

    Haftung eines Steuerbevollmächtigten gegenüber einem Unternehmenskäufer

    Auszug aus BGH, 22.06.1992 - II ZR 178/90
    Danach kann ungeachtet der Vorschrift des § 676 BGB der stillschweigende Abschluß eines Auskunftsvertrages zwischen Geber und Empfänger einer Auskunft und damit eine vertragliche Haftung des Auskunftgebers für die Richtigkeit seiner Auskunft dann anzunehmen sein, wenn diese für den Empfänger erkennbar von erheblicher Bedeutung ist und er sie zur Grundlage wesentlicher Entschlüsse machen will, der Auskunftgeber ferner besonders sachkundig ist oder ein eigenes wirtschaftliches Interesse an der Auskunfterteilung hat (BGHZ 7, 371 (374) = NJW 1953, 60 = LM § 676 BGB Nr. 1; BGHZ 74, 103 (106) = NJW 1979, 1449 = LM § 676 BGB Nr. 20; BGH, NJW 1986, 180 = LM § 676 BGB Nr. 31 = WM 1985, 1531 (1532);… BGH, NJW 1989, 1029 = LM § 676 BGB Nr. 36 = BGHRBGBB § 676 - Auskunftsvertrag 3;… BGH, BGHRBGBB § 676 - Auskunftsvertrag 1; BGH, NJW 1992, 2080 = LM H. 9/1992 § 301 ZPO Nr. 46 = WM 1992, 1031 (1034)).

    Als entscheidend ist es anzusehen, ob die Gesamtumstände des Falles unter Berücksichtigung der Verkehrsauffassung und des Verkehrsbedürfnisses den Rückschluß zulassen, daß beide Teile nach dem objektiven Inhalt ihrer Erklärungen die Auskunft zum Gegenstand vertraglicher Rechte und Pflichten gemacht haben (BGH, NJW 1986, 180 = LM § 676 BGB Nr. 31 = WM 1985, 1531 (1532);… BGH, NJW 1989, 1029 = LM § 676 BGB Nr. 36 = BGHRBGBB § 676 - Auskunftsvertrag 3; BGH, NJW 1992, 2080 = LM H. 9/1992 § 301 ZPO Nr. 46 = WM 1992, 1031 (1034)).

  • BGH, 11.10.1988 - XI ZR 1/88

    Abschluß eines Auskunftsvertrages zwischen Hersteller und Endabnehmer einer Ware …

    Auszug aus BGH, 22.06.1992 - II ZR 178/90
    Danach kann ungeachtet der Vorschrift des § 676 BGB der stillschweigende Abschluß eines Auskunftsvertrages zwischen Geber und Empfänger einer Auskunft und damit eine vertragliche Haftung des Auskunftgebers für die Richtigkeit seiner Auskunft dann anzunehmen sein, wenn diese für den Empfänger erkennbar von erheblicher Bedeutung ist und er sie zur Grundlage wesentlicher Entschlüsse machen will, der Auskunftgeber ferner besonders sachkundig ist oder ein eigenes wirtschaftliches Interesse an der Auskunfterteilung hat (BGHZ 7, 371 (374) = NJW 1953, 60 = LM § 676 BGB Nr. 1; BGHZ 74, 103 (106) = NJW 1979, 1449 = LM § 676 BGB Nr. 20; BGH, NJW 1986, 180 = LM § 676 BGB Nr. 31 = WM 1985, 1531 (1532); BGH, NJW 1989, 1029 = LM § 676 BGB Nr. 36 = BGHRBGBB § 676 - Auskunftsvertrag 3;… BGH, BGHRBGBB § 676 - Auskunftsvertrag 1; BGH, NJW 1992, 2080 = LM H. 9/1992 § 301 ZPO Nr. 46 = WM 1992, 1031 (1034)).

    Als entscheidend ist es anzusehen, ob die Gesamtumstände des Falles unter Berücksichtigung der Verkehrsauffassung und des Verkehrsbedürfnisses den Rückschluß zulassen, daß beide Teile nach dem objektiven Inhalt ihrer Erklärungen die Auskunft zum Gegenstand vertraglicher Rechte und Pflichten gemacht haben (BGH, NJW 1986, 180 = LM § 676 BGB Nr. 31 = WM 1985, 1531 (1532); BGH, NJW 1989, 1029 = LM § 676 BGB Nr. 36 = BGHRBGBB § 676 - Auskunftsvertrag 3; BGH, NJW 1992, 2080 = LM H. 9/1992 § 301 ZPO Nr. 46 = WM 1992, 1031 (1034)).

  • BGH, 04.03.1985 - II ZR 271/83

    Schadensersatzanspruch eines Aktionärs gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden

    Auszug aus BGH, 22.06.1992 - II ZR 178/90
    Das Gesetz setzt somit das Bestehen der Aktionärsgemeinschaft für den Zeitpunkt voraus, in dem der Schaden eingetreten oder zumindest die dafür ursächliche Tatbestandshandlung begangen worden ist (BGHZ 94, 55 (58 f.) = NJW 1985, 1777 = LM § 117 AktG 1965 Nr. 1).

    Allerdings hat der Senat im Urteil vom 4.3.1985 (BGHZ 94, 55 = NJW 1985, 1777 = LM § 117 AktG 1965 Nr. 1) entschieden, daß einem Aktionär auch der Schaden, der nicht beteiligungsbedingt ist, ersetzt werden muß, wenn sein Eintritt mit der Aktionärsstellung in einem inneren Zusammenhang steht und auf einem bei der Gesellschaft durch die Einflußhandlung entstandenen Schaden beruht (…vgl. dazu Fleck, Anm. z. Urt. v. 4.3. 1985, LM § 117 AktG Nr. 1).

  • BGH, 26.03.1984 - II ZR 171/83

    Begriff des beherrschenden Einflusses; Behandlung kapitalersetzender …

    Auszug aus BGH, 22.06.1992 - II ZR 178/90
    Erst dann, wenn sich ernste Zweifel an dem Gelingen des Sanierungsveresuchs einstellen und daher damit zu rechnen ist, daß er den Zusammenbruch des Unternehmens allenfalls verzögern, nicht aber auf Dauer verhindern wird, kann der Vorwurf sittenwidrigen Handelns erhoben werden, wenn die Schädigung Dritter aufgrund der Verfolgung eigensüchtiger Interessen in Kauf genommen wird (BGHZ 75, 96 (114 f.) = NJW 1979, 1823 = LM § 823 (Bc) BGB (L) Nr. 23; BGHZ 90, 381 (399) = NJW 1984, 1893 = LM § 17 AktG 1965 Nr. 5; BGHZ 96, 231 (235 f.) = NJW 1986, 837 = LM § 826 (Gg) BGB Nr. 5).
  • BGH, 09.07.1979 - II ZR 118/77

    Herstatt - Konkursverschleppungshaftung von Aufsichtsratsmitgliedern

  • BGH, 26.11.1986 - IVa ZR 86/85

    Haftung des steuerlichen Beraters gegenüber Dritten für die Richtigkeit von …

  • BGH, 08.06.1976 - VI ZR 50/75

    Anspruch auf Schadensersatz wegen einer unerlaubten Handlung; Vorliegen einer zum …

  • BGH, 02.12.1991 - II ZR 141/90

    Entgangener Gewinn bei Verlust der Einlage einer Publikumsgesellschaft

  • BGH, 15.01.1953 - VI ZR 46/52

    Anrechnung des Stammwerts der Erbschaft bei entgangenem Unterhalt aufgrund Tötung …

  • BGH, 16.05.1980 - V ZR 91/79

    Verzug der Verpflichtung zur Löschung einer Auflassungsvormerkung; …

  • BGH, 02.02.1972 - 2 StR 670/71

    Bestellungen gegen Rechnung - §§ 263, 25 Abs. 2 StGB, gemeinsamer Tatplan

  • BGH, 29.04.1966 - V ZR 147/63

    Wasserlaufverunreinigung

  • BGH, 19.09.1980 - V ZR 51/78

    Fehlen einer zugesicherte Eigenschaft - Ausgleich des Schadens - Erlös aus einem …

  • OLG Frankfurt, 20.09.1988 - 11 U 15/88

    Steuerberater; Erstellung einer Bilanz; Testat; Prüfung der Buchführung ; Prüfung …

  • BGH, 05.06.1975 - II ZR 23/74

    ITT - Treuepflicht des GmbH-Mehrheitsgesellschafter gegenüber dem …

  • BGH, 01.02.1988 - II ZR 75/87

    Anfechtbarkeit eines Mehrheitsbeschlusses über die Auflösung einer …

  • BGH, 15.01.1990 - II ZR 164/88

    Präventiver Kapitalaufbringungsschutz nach den Grundsätzen der verdeckten …

  • BGH, 18.02.1991 - II ZR 104/90

    Kapitalerhöhung bei nur vorübergehendem Zurverfügungstellen von Barmitteln

  • BGH, 07.01.1965 - VII ZR 28/63

    Schadensersatz aus einem Auskunftsvertrag über den finanziellen Status eines …

  • BGH, 29.10.1952 - II ZR 283/51

    Wirtschaftstreuhänder. Auskunftshaftung

  • RG, 30.11.1938 - II 39/38

    1. Liegt eine Firmenfortführung im Sinne der §§ 22, 25 HGB. vor, wenn Firmen …

  • BGH, 08.02.1962 - II ZR 205/60

    Einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) entstandener Schaden auf Grund …

  • RG, 05.03.1938 - II 104/37

    1. Zur Haftung der Verwaltungsträger einer Aktiengesellschaft gegenüber …

  • RG, 13.10.1933 - II 110/33

    Unter welchen Voraussetzungen haftet derjenige, der in das Geschäft eines …

  • OGH Britisch besetzte Zone Deutschlands, 13.04.1950 - I ZS 96/49
  • RG, 06.04.1935 - II B 5/34

    1. Verliert die Beitrittserklärung zu einer Genossenschaft von selbst ihre …

  • RG, 28.01.1930 - II 159/29

    Über die Folgen der unrichtigen Beurkundung eines Einbringungsabkommens im …

  • BGH, 20.03.1995 - II ZR 205/94

    Treuepflicht eines Minderheitsaktionärs; Ausübung des Stimmrechts für andere

    Damit ist, wie der Senat auch in einer späteren Entscheidung dargelegt hat (NJW 1992, 3167 = LM H. 2/1993 § 183 AktG 1965 Nr. 4 = ZIP 1992, 1464 (1470)), die Beantwortung der Frage offengeblieben, ob die Treupflicht über die Begrenzung der Mehrheitsherrschaft hinaus dem Aktionär allgemein Schranken bei der Ausübung seiner Mitgliedschafts-, insbesondere seiner Mitverwaltungs- und Kontrollrechte setzt.

    a) Es ist weitgehend anerkannt und vom Senat auch bereits entschieden worden, daß die treupflichtwidrige Verletzung von Gesellschafterpflichten in der Kapitalgesellschaft zu einer Schadenersatzpflicht des treupflichtwidrig handelnden Gesellschafters führen kann (BGHZ 65, 15 = NJW 1976, 191 = LM § 37 GmbH Nr. 3 (C); vgl. auch BGH, NJW 1992, 2167 = LM H. 2/1993 § 183 AktG 1965 Nr. 4 = ZIP 1992, 1464 (1470f.);… aus dem Schrifttum vgl. u.a. Hüffer, AktG, § 53a Rdnr. 21; M. Winter, S. 83f. m.w.Nachw. in Fußn. 112; ablehnend noch Zöllner, S. 431f.).

  • BGH, 28.06.2016 - VI ZR 536/15

    Sittenwidrige Schädigung bei der Beteiligung an einer Fondsgesellschaft: …

    Schon zur Feststellung der Sittenwidrigkeit kann es daher auf Kenntnisse, Absichten und Beweggründe des Handelnden ankommen, die die Bewertung seines Verhaltens als verwerflich rechtfertigen (…vgl. Senatsurteil vom 15. Oktober 2013 - VI ZR 124/12, NJW 2014, 1380 Rn. 8 für die Verleitung zum Vertragsbruch; BGH, Urteil vom 22. Juni 1992 - II ZR 178/90, NJW 1992, 3167, 3174 für die Erteilung einer bewusst unrichtigen Auskunft aus eigennützigen Interessen).
  • BGH, 16.11.2016 - VIII ZR 297/15

    Anforderungen an die Klageschrift: Hinreichende Bestimmtheit des Gegenstands bei …

    Damit wird deutlich, dass die Klägerin die unerlaubte Handlung, deren Rechtsgrund sie festgestellt wissen will, in einem (Eingehungs-)Betrug (§ 263 Abs. 1 StGB) des Beklagten - mithin der Verletzung eines Schutzgesetzes im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB (vgl. BGH, Urteile vom 19. Juli 2004 - II ZR 218/03, BGHZ 160, 134, 139 f., 142 f.; vom 5. März 2002 - VI ZR 398/00, NJW 2002, 1643 unter II; vom 22. Juni 1992 - II ZR 178/90, NJW 1992, 3167 unter A III 3) - sieht, den dieser durch die im Februar 2015 erfolgte Bestellung der in den Rechnungen vom 23. Februar 2015 sowie vom 24. Februar 2015 im Einzelnen bezeichneten Waren begangen haben soll.
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Rechtsprechung
   OLG Braunschweig, 17.12.1990 - 3 U 152/88   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1990,4789
OLG Braunschweig, 17.12.1990 - 3 U 152/88 (https://dejure.org/1990,4789)
OLG Braunschweig, Entscheidung vom 17.12.1990 - 3 U 152/88 (https://dejure.org/1990,4789)
OLG Braunschweig, Entscheidung vom 17. Dezember 1990 - 3 U 152/88 (https://dejure.org/1990,4789)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Entscheidungsdatenbank Niedersachsen

    § 82 KO ; § 9 Abs. 1 AGBG
    Pflichtverletzung durch einen Konkursverwalter; Rechtmäßigkeit eines formularmäßigen Globalsicherungsübereignungsvertrages; Freigabeklauseln in einem Sicherungsübereignungsvertrag; Vorliegen einer unangemessenen Benachteiligung wegen Übersicherung

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Pflichtverletzung durch einen Konkursverwalter; Rechtmäßigkeit eines formularmäßigen Globalsicherungsübereignungsvertrages; Freigabeklauseln in einem Sicherungsübereignungsvertrag; Vorliegen einer unangemessenen Benachteiligung wegen Übersicherung

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1991, 869
  • NJW-RR 1992, 1280 (Ls.)
  • ZIP 1991, 362
  • ZIP 1992, 1464
  • WM 1991, 802
 
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Wird zitiert von ... (4)Zitiert selbst (1)

  • BGH, 29.11.1989 - VIII ZR 228/88

    Eignung von Freigabeklauseln zur Verhinderung einer Übersicherung

    Auszug aus OLG Braunschweig, 17.12.1990 - 3 U 152/88
    Rn. 14 Auch er wiederholt und vertieft sein vorinstanzliches Vorbringen und vertritt unter Hinweis auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 29.11.1989 - VIII ZR 228/88 - (abgedruckt u.a. in NJW 1990, 716) die Ansicht, der Sicherungsübereignungsvertrag sei wegen Übersicherung sittenwidrig und damit nichtig.

    Rn. 19 Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 29.11.1989, NJW 1990, 716, ist eine formularmäßige Globalzession zur Sicherung aller bestehenden und künftigen Ansprüche aus der Geschäftsverbindung zwischen der kreditgewährenden Bank und ihrem Kunden wegen unangemessener Benachteiligung gemäß § 9 Abs. 1 AGBG unwirksam, wenn es an dem erforderlichen Schutz des Kunden gegen Übersicherung der Bank fehlt.

  • BGH, 27.11.1997 - GSZ 1/97

    Großer Senat für Zivilsachen entscheidet über Freigabeklauseln bei …

    Dies gilt in noch viel stärkerem Maße bei anderen Rohstoffen (vgl. etwa OLG Braunschweig WM 1991, 802, 804).
  • BGH, 13.05.1997 - XI ZR 234/95

    Vorlage zum Großen Senat für Zivilsachen beim BGH zur Frage der Wirksamkeit einer …

    Dies belegen die nach dem Urteil des VIII. Zivilsenats vom 29. November 1989 (BGHZ 109, 240 ff. = WM 1990, 51) ergangenen Urteile insbesondere auch des IX. Zivilsenats, die sich mit solchen Klauseln befaßt haben (vgl. nur BGHZ 117, 374 ff. = WM 1992, 813; 120, 300 ff. = WM 1993, 139; 124, 371 ff. = WM 1994, 419; 124, 380 ff. = WM 1994, 414; 130, 115 ff. = WM 1995, 1264; BGH, Urteil vom 18. April 1991 = WM 1991, 1273 ff.; BGH, Urteil vom 19. Juni 1991 = WM 1991, 1499 ff.; BGH, Urteil vom 25. November 1992 = WM 1993, 213 ff.; BGH, Urteil von 8. Dezember 1993 = WM 1994, 104 ff.; Senatsurteil vom 10. Mai 1994 = WM 1994, 1283 ff.; Senatsurteil vom 14. Mai 1996 = WM 1996, 1128 ff.; Kammergericht WM 1992, 856 ff.; OLG Braunschweig WM 1991, 802 ff.; OLG Hamm WM 1992, 1731 ff.; OLG Hamm WM 1993, 1590 ff.).bb) Der Zwang, Jahre im voraus für die gesamte Laufzeit des Sicherungsvertrages und damit für eine nicht voraussehbare Wirtschafts- und Branchenlage die Bewertungsparameter für die Globalsicherheit festzulegen und die Wertentwicklung des Sicherungsgutes abzuschätzen, muß zur Anerkennung hoher Risikozuschläge führen, wenn dem berechtigten Sicherungsbedürfnis des Gläubigers angemessen Rechnung getragen werden soll.

    Der vom OLG Braunschweig (WM 1991, 802) entschiedene Fall zeigt, daß die für ein sicherungsübereignetes Woll-Lager vereinbarte.

  • BGH, 19.03.1992 - IX ZR 166/91

    Formularmäßige Sicherungsübereignung eines Warenlagers mit wechselndem Bestand - …

    Die Verträge müssen vielmehr eine Freigabebestimmung aufweisen, die eine zahlenmäßig bestimmte Deckungsgrenze enthält und den Gläubiger dazu verpflichtet, die überschießende Deckung freizugeben (im Ergebnis ebenso OLG Braunschweig WM 1991, 802 [OLG Braunschweig 17.12.1990 - 3 U 152/88]; LG Bad Kreuznach WM 1992, 52 [LG Bad Kreuznach 09.10.1991 - 3 O 82/91]).
  • BGH, 09.04.1992 - IX ZR 30/91

    Sicherungsübereignung - Geeignetheit einer Bestimmung - Verhinderung einer …

    Die Berufung hatte keinen Erfolg (OLG Braunschweig, NJW-RR 1991, 869).
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