Strafgesetzbuch

   Besonderer Teil (§§ 80 - 358)   
   9. Abschnitt - Falsche uneidliche Aussage und Meineid (§§ 153 - 163)   
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Aussagenotstand

(1) Hat ein Zeuge oder Sachverständiger sich eines Meineids oder einer falschen uneidlichen Aussage schuldig gemacht, so kann das Gericht die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2) und im Falle uneidlicher Aussage auch ganz von Strafe absehen, wenn der Täter die Unwahrheit gesagt hat, um von einem Angehörigen oder von sich selbst die Gefahr abzuwenden, bestraft oder einer freiheitsentziehenden Maßregel der Besserung und Sicherung unterworfen zu werden.

(2) Das Gericht kann auch dann die Strafe nach seinem Ermessen mildern (§ 49 Abs. 2) oder ganz von Strafe absehen, wenn ein noch nicht Eidesmündiger uneidlich falsch ausgesagt hat.

Rechtsprechung zu § 157 StGB

Rechtsprechungsübersichten:

Literatur im Internet zu § 157 StGB

Querverweise

Redaktionelle Querverweise zu § 157 StGB:
    StGB
      Allgemeiner Teil
        Das Strafgesetz
          Sprachgebrauch
            § 11 I Nr. 1 (Personen- und Sachbegriffe) (zu § 157 I)
        Die Tat
          Notwehr und Notstand
            § 35 (Entschuldigender Notstand)
    Zivilprozessordnung (ZPO)
      Verfahren im ersten Rechtszug
        Verfahren vor den Landgerichten
          Zeugenbeweis
            § 393 1. Alt. (Uneidliche Vernehmung) (zu § 157 II)
    Strafprozeßordnung (StPO)
      Allgemeine Vorschriften
        Zeugen
          § 60 Nr. 1, 1. Alt. (zu § 157 II)
     
      Verfahren im ersten Rechtszug
        Öffentliche Klage
          § 153b (zu § 157 II)

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