Rechtsprechung
| OLG Naumburg, 29.04.2008 - 1 W 14/08 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Judicialis
- oeffentliche-auftraege.de
- VERIS(Abodienst, Leitsatz ggf. frei)
- Reguvis VergabePortal - Veris(Abodienst, Leitsatz ggf. frei)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
VOB/A §§ 1 ff; GWB § 102 ff.; GWB § 124 Abs. 1
Kein Primärrechtsschutz bei Vergabe öffentlicher Aufträge nach Auftragserteilung - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Nach Zuschlagserteilung kein Primärrechtsschutz mehr!
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)
Angebot nach Submission
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Möglichkeit des Erteilens von Primärrechtsschutz bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen i.F.e. bereits erteilten Auftrages; Bestehen eines Feststellungsinteresses für Feststellungen
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Verspäteter Zugang der Angebotsunterlagen: Vergabestelle muss Angebotsfrist nicht verlängern lassen! (IBR 2008, 672)
Verfahrensgang
- LG Magdeburg, 28.01.2008 - 10 O 24/08
- OLG Naumburg, 29.04.2008 - 1 W 14/08
Wird zitiert von ... (6)
- OLG Brandenburg, 12.01.2010 - Verg W 5/09
Vergabenachprüfungsverfahren betreffend die Vergabe eines Lieferungsvertrages für …
Schon deshalb ist der vom Senat zu entscheidende Fall anders gelagert als der dem Beschluss des OLG Naumburg vom 29.4.2008 (1 W 14/08) zugrunde liegende Fall, in dem es nicht um die Verlängerung der Angebotsfrist wegen der umfangreichen Beantwortung von Bieterfragen ging. - OLG Brandenburg, 09.08.2010 - Verg W 5/09
Vergabeverfahren: Pflicht zur Vorlage an den BGH; Folge eines den Eingang eines …
Rn. 16 cc) Der Senat hatte die Sache nicht gemäß § 124 Abs. 2 GWB im Hinblick auf die Entscheidung des OLG Naumburg (Beschluss vom 29.4.2008, 1 W 14/08 - zitiert nach juris) dem BGH vorzulegen.Rn. 17 Die Antragstellerin hat auch hier lediglich pauschal darauf hingewiesen, dass sich der Senat u.a. nicht mit dem Beschluss des OLG Naumburg vom 29.4.2008 (1 W 14/08) auseinandergesetzt habe.
- OLG Schleswig, 09.04.2010 - 1 U 27/10
Voraussetzungen einer einstweiligen Verfügung mit dem Ziel der Unterlassung der …
In der bisherigen Rechtsprechung und Literatur ist die Frage, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen im Unterschwellenbereich Primärrechtsschutz erlangt werden kann, umstritten (u.a. dafür: OLG Düsseldorf, Urteil vom 13. Januar 2010, 27 U 1/09, IBR 2010, 160; OLG Jena, Urteil vom 8. Dezember 2008, 9 U 431/08, VergabeR 2009, 524; OLG Brandenburg, Beschluss vom 17. Dezember 2007, 13 W 79/07, VergabeR 2008, 294; LG Frankfurt/M, Beschluss vom 28. Januar 2008, 2-4 O 201/06, NZBau 2008, 599; offen gelassen: OLG Naumburg, Beschluss vom 29. April 2008, 1 W 14/08, OLGR 2008, 957; OLG Brandenburg, Urteil vom 29. Mai 2008, 12 U 235/07; OLG Dresden, Beschluss vom 25. April 2006, 20 U 467/06, VergabeR 2006, 774).
- OLG Frankfurt, 09.11.2015 - 25 W 58/15
Keine einstweilige Verfügung auf Zurverfügungstellung einer Räumlichkeit zur …
Insbesondere könnten Feststellungen keine Bindungswirkung in einem künftigen Schadenersatzprozess entfalten (vgl. OLG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 29.04.2008 - 1 W 14/08 - Tz. 12 - zitiert nach juris). - OLG Naumburg, 03.09.2020 - 7 W 27/20
Interimsauftrag - Vergabeverfahren: Rechtsweg für einen Bieter im Verfahren eines …
Rn. 26 a) Es entspricht auch unter Berücksichtigung der von der Antragstellerin zitierten Rechtsprechung allgemeiner Auffassung, dass ein Primärrechtsschutz in einem Vergabeverfahren "unterhalb der Schwelle" jedenfalls dann nicht mehr in Anspruch genommen werden kann, wenn der Auftrag, dessen Vergabe Gegenstand der Ausschreibung gewesen ist, bereits erteilt wurde (vgl. OLG Naumburg, Beschluss v. 29.04.2008, 1 W 14/08, OLGR 2008, 957; OLG Oldenburg, Beschluss v. 02.09.2008, 8 W117/08, OLGR 2008, 861; ebenso auch OLG Düsseldorf, Beschluss v. 13.12.2017, I-27 U 25/17 "Freizeitanlage", VergabeR 2018, 174, in juris Tz. 42). - VK Sachsen, 26.10.2009 - 1/SVK/016-08
Feststellungsinteresse für Rechtsanwaltsgebühren
Folgerichtig geht die herrschende Meinung der oberlandesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. OLG Naumburg, B.v. 23.04.2009 - 1 Verg 5/08; OLG Jena, B. v. 30.03.2009 - 9 Verg 12/08; OLG Koblenz, B. v. 04.02.2009 - 1 Verg 4/08; OLG Düsseldorf, B. v. 02.10.2008 - Verg 25/08, OLG Naumburg, B. v. 29.04.2008 - 1 W 14/08; OLG Saarbrücken, B. v. 05.07.2006 - 1 Verg 6/05; OLG Celle, B. v. 08.12.2005 - 13 Verg 2/05) davon aus, dass ungeschriebene, weil selbstverständliche Zulässigkeitsvoraussetzung für einen Antrag nach §§ 114 Abs. 2 Satz 2, GWB ein Feststellungsinteresse ist, dass vom Antragsteller darzulegen ist.
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Rechtsprechung
| OLG Rostock, 31.03.2008 - 1 W 14/08 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
Richterablehnung: Ablehnungsrecht eines Prozessbevollmächtigten; fehlende Glaubhaftmachung des Ablehnungsgrundes; Rechtsmissbräuchlichkeit wegen beabsichtigter Prozessverschleppung; Bestimmung des Beschwerdewertes
- Judicialis
ZPO § 44; ; ZPO § 44 Abs. 2; ; ZPO § 44 Abs. 3; ; ZPO § 33 Abs. 2; ; ZPO § 571 Abs. 1; ; StGB § 185
- ra.de
- rechtsportal.de
ZPO § 44 Abs. 2
Zurückweisung eines Ablehnungsgesuchs mangels Glaubhaftmachung der Ablehnungsgründe - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Zurückweisung eines Ablehnungsgesuchs mangels Glaubhaftmachung der Ablehnungsgründe
Verfahrensgang
- LG Stralsund, 13.06.2007 - 6 O 729/04
- OLG Rostock, 31.03.2008 - 1 W 14/08
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (10)
- OLG Brandenburg, 30.09.1998 - 1 W 32/98
Ablehnung einer Richterin wegen Befangenheit aufgrund der Verweigerung einer …
Auszug aus OLG Rostock, 31.03.2008 - 1 W 14/08
Die Streitwertbemessung für das Beschwerdeverfahren hat ihre Rechtsgrundlage in § 3 ZPO, wobei der Senat - entsprechend der mehrheitlich in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Auffassung (vgl. BGH, NJW 1968, 796; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1994, 1086; OLG München, AnwBl 1995, 572; KG, KGR 1998, 92; OLG Koblenz OLGR 1998, 133; OLG Bremen, OLGR 1998, 111; OLG Koblenz, NJW-RR 1998, 1212 m.w.N.; OLG Brandenburg, NJW-RR 1999, 1291; 2000, 1091;… Thomas/Putzo/Hüßtege, a.a.O., § 46 Rn. 2;… Zöller/Herget, a.a.O., § 3 Rn. 16 Stichwort: "Ablehnung eines Richters", dieser auch m.N. zur untereinander zerstrittenen Mindermeinung; grds. zum Meinungsstreit vgl. Schneider, MDR 2001, 130) - den Wert der Hauptsache zugrunde gelegt hat, der vom Landgericht - zutreffend und unangefochten - ab dem 09.05.2007 auf 53.089,00 EUR festgesetzt worden ist. - OLG Brandenburg, 13.07.1999 - 1 W 9/99
Voraussetzungen für die Statthaftigkeit einer sofortigen Beschwerde; …
Auszug aus OLG Rostock, 31.03.2008 - 1 W 14/08
Die Streitwertbemessung für das Beschwerdeverfahren hat ihre Rechtsgrundlage in § 3 ZPO, wobei der Senat - entsprechend der mehrheitlich in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Auffassung (vgl. BGH, NJW 1968, 796; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1994, 1086; OLG München, AnwBl 1995, 572; KG, KGR 1998, 92; OLG Koblenz OLGR 1998, 133; OLG Bremen, OLGR 1998, 111; OLG Koblenz, NJW-RR 1998, 1212 m.w.N.; OLG Brandenburg, NJW-RR 1999, 1291; 2000, 1091;… Thomas/Putzo/Hüßtege, a.a.O., § 46 Rn. 2;… Zöller/Herget, a.a.O., § 3 Rn. 16 Stichwort: "Ablehnung eines Richters", dieser auch m.N. zur untereinander zerstrittenen Mindermeinung; grds. zum Meinungsstreit vgl. Schneider, MDR 2001, 130) - den Wert der Hauptsache zugrunde gelegt hat, der vom Landgericht - zutreffend und unangefochten - ab dem 09.05.2007 auf 53.089,00 EUR festgesetzt worden ist. - OLG Braunschweig, 27.04.1995 - 1 W 12/95
Zivilprozessuale Anforderungen an die Substantiierung der Befangenheit eines …
Auszug aus OLG Rostock, 31.03.2008 - 1 W 14/08
Denn dieses allgemein geforderte legitime Verlangen der Rechtsverfolgung kann dann nicht angenommen werden, wenn die Ablehnung rechtsmissbräuchlich ist, also mit ihr offensichtlich nur das Verfahren verschleppt oder sonstige verfahrensfremde Zwecke verfolgt werden sollen (…vgl. Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 42 Rn. 6;… Thomas/Putzo/Hüßtege, a.a.O., § 42 Rn. 5), wie es etwa der Fall ist bei einem nicht ernsthaft gemeinten oder unter einem Vorwand gestellten Ablehnungsgesuch (um beispielsweise einen nicht genehmen Richter im Wege taktischer Manipulation auszuschalten (vgl. LSG Hessen, MDR 1986, 436;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 42 Rn. 6 u. Rn. 29 m.w.N.); der gesetzliche Richter (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) darf indes nicht der Manipulation preisgegeben werden (ebenso OLG Braunschweig, NJW 1995, 2113).
- OLG Hamm, 20.04.1998 - 32 U 150/97
Auszug aus OLG Rostock, 31.03.2008 - 1 W 14/08
Die Streitwertbemessung für das Beschwerdeverfahren hat ihre Rechtsgrundlage in § 3 ZPO, wobei der Senat - entsprechend der mehrheitlich in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Auffassung (vgl. BGH, NJW 1968, 796; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1994, 1086; OLG München, AnwBl 1995, 572; KG, KGR 1998, 92; OLG Koblenz OLGR 1998, 133; OLG Bremen, OLGR 1998, 111; OLG Koblenz, NJW-RR 1998, 1212 m.w.N.; OLG Brandenburg, NJW-RR 1999, 1291; 2000, 1091;… Thomas/Putzo/Hüßtege, a.a.O., § 46 Rn. 2;… Zöller/Herget, a.a.O., § 3 Rn. 16 Stichwort: "Ablehnung eines Richters", dieser auch m.N. zur untereinander zerstrittenen Mindermeinung; grds. zum Meinungsstreit vgl. Schneider, MDR 2001, 130) - den Wert der Hauptsache zugrunde gelegt hat, der vom Landgericht - zutreffend und unangefochten - ab dem 09.05.2007 auf 53.089,00 EUR festgesetzt worden ist. - LSG Hessen, 18.12.1985 - L 9 S 123/85
Befangenheit; Rechtsmißbrauch; Richter; Rechtsfrage; Besorgnis
Auszug aus OLG Rostock, 31.03.2008 - 1 W 14/08
Denn dieses allgemein geforderte legitime Verlangen der Rechtsverfolgung kann dann nicht angenommen werden, wenn die Ablehnung rechtsmissbräuchlich ist, also mit ihr offensichtlich nur das Verfahren verschleppt oder sonstige verfahrensfremde Zwecke verfolgt werden sollen (…vgl. Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 42 Rn. 6;… Thomas/Putzo/Hüßtege, a.a.O., § 42 Rn. 5), wie es etwa der Fall ist bei einem nicht ernsthaft gemeinten oder unter einem Vorwand gestellten Ablehnungsgesuch (um beispielsweise einen nicht genehmen Richter im Wege taktischer Manipulation auszuschalten (vgl. LSG Hessen, MDR 1986, 436;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 42 Rn. 6 u. Rn. 29 m.w.N.); der gesetzliche Richter (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) darf indes nicht der Manipulation preisgegeben werden (ebenso OLG Braunschweig, NJW 1995, 2113). - OLG Koblenz, 01.12.1997 - 4 W 617/97
Auszug aus OLG Rostock, 31.03.2008 - 1 W 14/08
Die Streitwertbemessung für das Beschwerdeverfahren hat ihre Rechtsgrundlage in § 3 ZPO, wobei der Senat - entsprechend der mehrheitlich in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Auffassung (vgl. BGH, NJW 1968, 796; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1994, 1086; OLG München, AnwBl 1995, 572; KG, KGR 1998, 92; OLG Koblenz OLGR 1998, 133; OLG Bremen, OLGR 1998, 111; OLG Koblenz, NJW-RR 1998, 1212 m.w.N.; OLG Brandenburg, NJW-RR 1999, 1291; 2000, 1091;… Thomas/Putzo/Hüßtege, a.a.O., § 46 Rn. 2;… Zöller/Herget, a.a.O., § 3 Rn. 16 Stichwort: "Ablehnung eines Richters", dieser auch m.N. zur untereinander zerstrittenen Mindermeinung; grds. zum Meinungsstreit vgl. Schneider, MDR 2001, 130) - den Wert der Hauptsache zugrunde gelegt hat, der vom Landgericht - zutreffend und unangefochten - ab dem 09.05.2007 auf 53.089,00 EUR festgesetzt worden ist. - OLG Karlsruhe, 27.05.1986 - 12 W 21/86
Auszug aus OLG Rostock, 31.03.2008 - 1 W 14/08
1 Z 102/74|BGH; 04.12.1974; 3 StR 298/74">NJW 1975, 699 m.w.N.; OLG Karlsruhe, NJW-RR 1987, 126; OLGR Hamm 96, 45; Thomas/Putzo/Hüßtege, ZPO, 28. Aufl., § 424 Rn. 1; Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 42 Rn. 2). - OLG Düsseldorf, 29.03.1994 - 11 W 77/93
Auszug aus OLG Rostock, 31.03.2008 - 1 W 14/08
Die Streitwertbemessung für das Beschwerdeverfahren hat ihre Rechtsgrundlage in § 3 ZPO, wobei der Senat - entsprechend der mehrheitlich in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Auffassung (vgl. BGH, NJW 1968, 796; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1994, 1086; OLG München, AnwBl 1995, 572; KG, KGR 1998, 92; OLG Koblenz OLGR 1998, 133; OLG Bremen, OLGR 1998, 111; OLG Koblenz, NJW-RR 1998, 1212 m.w.N.; OLG Brandenburg, NJW-RR 1999, 1291; 2000, 1091;… Thomas/Putzo/Hüßtege, a.a.O., § 46 Rn. 2;… Zöller/Herget, a.a.O., § 3 Rn. 16 Stichwort: "Ablehnung eines Richters", dieser auch m.N. zur untereinander zerstrittenen Mindermeinung; grds. zum Meinungsstreit vgl. Schneider, MDR 2001, 130) - den Wert der Hauptsache zugrunde gelegt hat, der vom Landgericht - zutreffend und unangefochten - ab dem 09.05.2007 auf 53.089,00 EUR festgesetzt worden ist. - OLG Frankfurt, 15.12.1976 - 20 W 1044/76
Auszug aus OLG Rostock, 31.03.2008 - 1 W 14/08
Im übrigen ist umstritten, ob bei anwaltlichen Ablehnungsgesuches ohne weiteres von einer solchen konkludenten Erklärung ausgegangen werden kann (dagegen OLG Frankfurt/M., NJW 1977, 767;… offensichtlich dafür Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 44 Rn. 3 m.w.N.). - OLG Bremen, 19.12.1997 - 3 W 20/97
Antrag auf Herabsetzung des Beschwerdewerts; Beschwerdewert bei einem …
Auszug aus OLG Rostock, 31.03.2008 - 1 W 14/08
Die Streitwertbemessung für das Beschwerdeverfahren hat ihre Rechtsgrundlage in § 3 ZPO, wobei der Senat - entsprechend der mehrheitlich in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Auffassung (vgl. BGH, NJW 1968, 796; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1994, 1086; OLG München, AnwBl 1995, 572; KG, KGR 1998, 92; OLG Koblenz OLGR 1998, 133; OLG Bremen, OLGR 1998, 111; OLG Koblenz, NJW-RR 1998, 1212 m.w.N.; OLG Brandenburg, NJW-RR 1999, 1291; 2000, 1091;… Thomas/Putzo/Hüßtege, a.a.O., § 46 Rn. 2;… Zöller/Herget, a.a.O., § 3 Rn. 16 Stichwort: "Ablehnung eines Richters", dieser auch m.N. zur untereinander zerstrittenen Mindermeinung; grds. zum Meinungsstreit vgl. Schneider, MDR 2001, 130) - den Wert der Hauptsache zugrunde gelegt hat, der vom Landgericht - zutreffend und unangefochten - ab dem 09.05.2007 auf 53.089,00 EUR festgesetzt worden ist.
- VerfG Brandenburg, 15.09.2017 - VfGBbg 43/16
Zu den Voraussetzungen einer Selbstentscheidung des abgelehnten Richters im …
1 Z 102/74">NJW 1975, 699; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 27. Mai 1986 - 12 W 21/86 -, NJW-RR 1987, 126, 127; OLG Hamm, Beschluss vom 29. November 1995 - 1 W 111/95 -, juris Rn. 2; OLG Rostock, Beschluss vom 31. März 2008 - 1 W 14/08 -, juris Rn. 36; Stackmann, in: Münchener Kommentar zur ZPO, 5. Auflage 2016, § 42 Rn. 3; Vollkommer, in: Zöller, ZPO, 31. Aufl. 2016, § 42 Rn. 2; Keller, in: Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer/Schmidt, SGG, § 60 Rn. 10; Czybulka, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Aufl. 2014, § 54 Rn. 86;).
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Rechtsprechung
| OLG Bamberg, 06.05.2008 - 1 W 14/08 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
Streitwertbemessung: Gegenstandswert für einen kumulativen Antrag auf Feststellung des Fortbestands einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung
- Wolters Kluwer
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Aschaffenburg, 14.03.2008 - 1 O 260/07
- OLG Bamberg, 06.05.2008 - 1 W 14/08
Papierfundstellen
- VersR 2009, 701
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (6)
- BGH, 01.12.2004 - IV ZR 150/04
Streitwert und Rechtsmittelbeschwer bei Klage auf Feststellung des Fortbestandes …
Auszug aus OLG Bamberg, 06.05.2008 - 1 W 14/08
Von dem so errechneten Wert ist wiederum - wegen des bloßen Feststellungsbegehrens - ein Abschlag in unterschiedlicher Höhe vorzunehmen, der sich danach bestimmt, ob die bedingungsgemäß vereinbarte Berufsunfähigkeit geklärt (in einem solchen Fall beträgt der Abschlag regelmäßig 20 %) oder ungeklärt (in diesem Fall beträgt der Abschlag regelmäßig 50 %) ist oder sich etwa der Versicherungsnehmer (noch) keiner Ansprüche aus einem Versicherungsfall (dann ebenfalls ein Abschlag von lediglich 20 %) berühmt (vgl. hierzu u. a. BGH VersR 2001, 601; VersR 2005, 959).Die Tatsache, dass gleichzeitig bereits eine Leistungsklage erhoben wird, mit der nicht nur unbefristete, sondern auch die nach dem Vertrag bestehenden Maximalansprüche eingefordert werden, steht dem nicht entgegen (vgl. BGH VersR 2005, 959).
- BGH, 17.03.2004 - XII ZR 162/00
Streitwert für Klage auf Zahlung künftiger Miete; Gebührenstreitwert einer …
Auszug aus OLG Bamberg, 06.05.2008 - 1 W 14/08
Diese Rechtsauffassung hat auch der XII. Zivilsenat in seinem Beschluss vom 17.03.2004 (abgedruckt in NZM 2004, 423) geteilt. - BGH, 13.12.2000 - IV ZR 279/99
Bemessung der Beschwer bei einer Klage auf Feststellung des Fortbestehens einer …
Auszug aus OLG Bamberg, 06.05.2008 - 1 W 14/08
Von dem so errechneten Wert ist wiederum - wegen des bloßen Feststellungsbegehrens - ein Abschlag in unterschiedlicher Höhe vorzunehmen, der sich danach bestimmt, ob die bedingungsgemäß vereinbarte Berufsunfähigkeit geklärt (in einem solchen Fall beträgt der Abschlag regelmäßig 20 %) oder ungeklärt (in diesem Fall beträgt der Abschlag regelmäßig 50 %) ist oder sich etwa der Versicherungsnehmer (noch) keiner Ansprüche aus einem Versicherungsfall (dann ebenfalls ein Abschlag von lediglich 20 %) berühmt (vgl. hierzu u. a. BGH VersR 2001, 601; VersR 2005, 959).
- BGH, 09.03.1994 - VIII ZR 165/93
Darlegungs- und Beweislast bei Geltendmachung von Ansprüchen aus einem Wechsel
Auszug aus OLG Bamberg, 06.05.2008 - 1 W 14/08
Vielmehr genügt es, dass das Nichtbestehen des Kausalverhältnisses einen Einwand oder eine Einrede gegenüber dem Hauptanspruch begründet (BGH NJW 1994, 1353). - OLG Dresden, 16.09.2004 - 11 W 858/04
Verfahrensrecht, Streitwert
Auszug aus OLG Bamberg, 06.05.2008 - 1 W 14/08
d) Gleichwohl erweist sich das Feststellungsbegehren des Antragstellers nicht als bloßer Zwischenfeststellungsantrag im Sinne von § 256 Abs. 2 ZPO, welchem grundsätzlich kein eigener Gegenstandswert zukommt (vgl. hierzu OLG Dresden, Beschluss vom 16.09.2004, Az.: 11 W 858/04). - BGH, 25.06.1969 - IV ZR 787/68
Anforderungen an die Festsetzung des Streitwertes - Voraussetzungen für die …
Auszug aus OLG Bamberg, 06.05.2008 - 1 W 14/08
Der IV. Zivilsenat des BGH hatte bereits in seinem Beschluss vom 25.06.1969 (abgedruckt in MDR 1970, 127) die Auffassung vertreten, dass die Werte von Feststellungs- und Leistungsantrag nicht zusammenzurechnen sind, wenn ein Teil des vom ursprünglich alleinigen Feststellungsbegehrens umfassten Anspruchs im selben Verfahren mit der Leistungsklage geltend gemacht wird, da dies zu einer mehrfachen Bewertung desselben Streitgegenstandes führen würde.
- OLG Oldenburg, 29.03.2010 - 5 W 16/10
Streitwert bei Verbindung einer Leistungsklage auf Versicherungsschutz mit einer …
Einem entsprechenden Antrag kommt daher eine eigenständige wirtschaftliche Bedeutung zu (vgl. OLG Bamberg VersR 09, 701).Denn das wirtschaftliche Interesse an einem Feststellungsausspruch ist in diesen Fällen hinsichtlich des Versicherungsfalls, aus dem bezifferte Leistungen begehrt werden, bereits durch die Leistungsklage erfasst, während der Feststellungsklage nur für etwaige zukünftige Versicherungsfälle, deren Eintritt gegenwärtig völlig ungewiss ist, wirtschaftliche Bedeutung zukommt (OLG Köln OLGR 06, 62; OLG Saarbrücken VersR 07, 96; OLG Celle VersR 08, 1515; a.A. OLG Bamberg VersR 09, 701).
- OLG Frankfurt, 28.10.2011 - 14 W 84/11
Streitwert bei Klage aus Berufsunfähigkeitsversicherung
Die daraus resultierende selbständige Bedeutung des Feststellungsbegehrens rechtfertigt deswegen einen zusätzlichen Wertansatz (zutreffend OLG Bamberg Beschluss vom 06.05.2008 - 1 W 14/08). - OLG Stuttgart, 07.12.2010 - 7 W 75/10
Gebührenstreitwert: Anspruch auf Festsetzung eines Vergleichsmehrwerts
Denn das Interesse an der Feststellung des Fortbestandes bzw. an dessen Aufhebung ist, da daneben konkrete Leistungsansprüche geltend gemacht und geregelt werden, nur von künftigen Interessen bestimmt (OLG Bamberg VersR 2009, 701). - OLG Brandenburg, 01.12.2023 - 11 W 12/23
Beschwerde gegen die Streitwertfestsetzung in einem Verfahren hinsichtlich der …
Ist der Eintritt des Versicherungsfalles neben dem Fortbestand sogar unstreitig, sind 80 % des Leistungsantrages anzusetzen (OLG Bamberg, Beschluss vom 06.05.2008 - 1 W 14/08, VersR 2009, 701).
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