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Rechtsprechung
   LG Düsseldorf, 19.05.2023 - 38 O 178/22   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2023,16481
LG Düsseldorf, 19.05.2023 - 38 O 178/22 (https://dejure.org/2023,16481)
LG Düsseldorf, Entscheidung vom 19.05.2023 - 38 O 178/22 (https://dejure.org/2023,16481)
LG Düsseldorf, Entscheidung vom 19. Mai 2023 - 38 O 178/22 (https://dejure.org/2023,16481)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • anwalt.de (Kurzinformation und Auszüge)

    Werbeaussage "Deutschlands bester Preis" wegen Irreführung verboten

  • dr-bahr.com (Kurzinformation und Auszüge)

    Irreführung Werbeaussage "Deutschlands bester Preis" von ALDI

 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (46)

  • BGH, 25.06.2020 - I ZR 96/19

    Einheitlicher Streitgegenstand bei einem wettbewerbsrechtlichen …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 19.05.2023 - 38 O 178/22
    Rn. 22 cc) Die Feststellung einer Unlauterkeit nach § 5a Abs. 1 UWG hängt nicht davon ab, ob die angegriffene geschäftliche Handlung dem Wortsinn nach "irreführend" ist, also bei dem Verkehr eine Fehlvorstellung hervorruft oder hervorrufen kann (vgl. BGH, Urteil vom 25. Juni 2020 - I ZR 96/19 - LTE-Geschwindigkeit [unter II 3 d cc]; Urteil vom 9. Februar 2012 - I ZR 178/10 - Call-by-Call [unter II 1 a und b]).

    Bei einem solchen Vorgehen ist der Antrag des Gläubigers begründet, wenn jedenfalls unter einem der von ihm geltend gemachten Gesichtspunkte ein Anspruch besteht (vgl. BGH, Urteil vom 9. September 2021 - I ZR 90/20 - Influencer I [unter B I 2 b aa]) und ihm bleibt der Erfolg versagt, wenn die Prüfung durch das Gericht ergibt, dass das begehrte Verbot unter keinem der vom Gläubiger geltend gemachten Gesichtspunkte begründet ist (vgl. BGH, Urteil vom 25. Juni 2020 - I ZR 96/19 - LTE-Geschwindigkeit [unter II 3 c aa]).

    Hierzu muss er seine einzelnen Beanstandungen in verschiedenen Anträgen umschreiben und zwingt das Gericht auf diese Weise, das beanstandete Verhalten unter jedem der selbständig geltend gemachten Gesichtspunkte zu prüfen (vgl. BGH…, Urteil vom 13. September 2012, a.a.O.; Urteil vom 12. März 2020 - I ZR 126/18 - WarnWetter-App [unter B I 4 a]), wobei er mit der Fassung der einzelnen Anträge jeweils die Zielrichtung der Prüfung vorgibt (vgl. BGH, Urteil vom 25. Juni 2020 - I ZR 96/19 - LTE-Geschwindigkeit [unter II 3 c aa und II 3 c bb (3)]).

    Der von ihm darin gesehene Verstoß gegen das Irreführungsverbot schließt den Vorwurf des Vorenthaltens der für die Beurteilung der beworbenen Preisgünstigkeit notwendigen Reifegrads der Frucht ein, auch wenn der Kläger seine Beanstandung in seiner Argumentation auf die positive Erweckung eines falschen Eindrucks zugespitzt hat (vgl. BGH, Urteil vom 25. Juni 2020 - I ZR 96/19 - LTE-Geschwindigkeit [unter II 3 c bb (4)]).

    Nicht notwendig ist es hierzu, diese Aspekte in den Antrag aufzunehmen; es genügt, dass sich der von dem Anspruchssteller gegebenen Begründung Vortrag zu einem Irreführungsaspekt entnehmen lässt (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 2017 - I ZR 78/16 - Tiegelgröße [unter II 1 b bb (2)]; s.a. Urteil vom 25. Juni 2020 - I ZR 96/19 - LTE-Geschwindigkeit [unter II 3 c bb (4)]; Urteil vom 1. Februar 2018 - I ZR 82/17 - Gefäßgerüst [unter B II 1]; Urteil vom 7. April 2011 - I ZR 34/09 - Leistungspakete im Preisvergleich [unter II 1 b aa]).

    Das ändert aber nichts daran, dass in den Antrag aufgenommene rechtliche Aspekte - einschließlich der damit im ursprünglichen Antrag des Klägers einhergehenden verbalen Zuspitzung auf eine durch positives Handeln herbeigeführte Unterlassung - sich als unschädliche Überbestimmung darstellen, die den Inhalt der dem Gericht obliegenden Prüfung eines auf die konkrete Verletzungsform bezogenen Antrags nicht beschränken, weil diese Prüfung nicht an in den Antrag aufgenommenen abstrakten Beschreibungen, sondern an sämtlichen der Antragsbegründung zu entnehmenden Beanstandungen auszurichten ist (vgl. BGH, Urteil vom 7. April 2011 - I ZR 34/09 - Leistungspakete im Preisvergleich [unter II 1 b aa]; s.a. Urteil vom 25. Juni 2020 - I ZR 96/19 - LTE-Geschwindigkeit [unter II 3 c bb (4)]).

  • BGH, 13.09.2012 - I ZR 230/11

    Biomineralwasser

    Auszug aus LG Düsseldorf, 19.05.2023 - 38 O 178/22
    Dabei beruht der Begriff des Durchschnittsverbrauchers nicht auf statistischen, sondern auf normativen Maßstäben und bezeichnet einen fiktiven typischen Verbraucher, dessen mutmaßliche Reaktion von den Gerichten regelmäßig aufgrund eigener Sachkunde und Lebenserfahrung ohne Einholung eines Sachverständigengutachtens oder einer Verbraucherbefragung unter Berücksichtigung sozialer, kultureller und sprachlicher Faktoren durch Anwendung speziellen Erfahrungswissens festgestellt werden kann (vgl. Erwägungsgrund 18 der UGPRL; EuGH…, Urteil vom 16. Juli 1998 - Rs. C-210/96, Gut Springenheide GmbH und Rudolf Tusky ./. Oberkreisdirektor des Kreises Steinfurt [Rn. 31 f., 35 f. und 37];… Urteil vom 26. Oktober 2016 - Rs. C-611/14 Canal Digital Danmark A/S [Rn. 39 f.];… Urteil vom 7. Juni 2018 - C-44/17, Scotch Whisky Association ./. Michael Klotz [Rn. 45, 47, 52 und 56];… Urteil vom 9. September 2021 - C-406/20, Phantasialand ./. Finanzamt Brühl [Rn. 46 f.]; BGH, Urteil vom 20. Oktober 1999 - I ZR 167/97 - Orient-Teppichmuster, GRUR 2000, 619 [unter II 2 b]; Urteil vom 2. Oktober 2003 - I ZR 150/01 - Marktführerschaft [unter II 2 a]; Urteil vom 13. September 2012 - I ZR 230/11 - Biomineralwasser [unter II 2 c aa und unter II 3 a aa]; Urteil vom 8. März 2012 - I ZR 202/10 - Marktführer Sport [unter II 3 c bb]; Urteil vom 18. September 2014 - I ZR 34/12 [unter II 2]; Urteil vom 24. Januar 2019 - I ZR 200/17 - Das beste Netz [unter B II 2 a]; Urteile vom 7. April 2022 - I ZR 5/21 - Kinderzahnärztin [unter B II 3 c aa und bb] und I ZR 217/20 - Kinderzahnarztpraxis [unter B III 2 b und c]).

    Rn. 46 bb) Richtete sich mithin die Klage von Beginn an gegen die konkret beanstandete Verletzungshandlung, so ist in ihr der Lebenssachverhalt zu sehen, durch den der Streitgegenstand bestimmt wird; dabei umfasst der in Bezug auf Rechtshängigkeit, Rechtskraft, Klagehäufung und Klageänderung einheitliche Streitgegenstand in einem solchen Fall alle Beanstandungen, zu der die konkrete Verletzungsform Anlass geben kann, bezieht also grundsätzlich alle in der konkreten Verletzungsform verwirklichten Rechtsverletzungen unabhängig davon ein, ob der Kläger sich auf sie berufen und dazu gehörigen Tatsachenvortrag gehalten hat (vgl. BGH, Urteil vom 13. September 2012 - I ZR 230/11 - Biomineralwasser [unter II 1 c, e und f]; Beschluss vom 28. Januar 2016 - I ZR 231/14 - MeinPaket.de [unter II 4 b bb (1)]; Urteil vom 19. Mai 2022 - I ZR 69/21 - Grundpreisangabe im Internet [unter C I 3 a]).

    Rn. 50 Er kann er die verschiedenen rechtlichen Aspekte zur Untermauerung seines Verbotsantrages heranziehen und es im Erfolgsfall dem Gericht überlassen zu bestimmen, auf welchen Gesichtspunkt es das Verbot stützt (vgl. BGH, Urteil vom 13. September 2012 - I ZR 230/11 - Biomineralwasser [unter II 1 f {Rn. 24}]).

    Rn. 51 Daneben ist es dem Gläubiger möglich, ein bestimmtes Verhalten unter verschiedenen Aspekten jeweils gesondert anzugreifen und hierzu im Wege der kumulativen Klagehäufung die verschiedenen Aspekte, aus denen seiner Ansicht nach die Unlauterkeit der beanstandeten Handlung folgt, gegen Inkaufnahme des Risikos eines kostenpflichtigen Teilunterliegens zu getrennten Antragszielen zu verselbständigen (vgl. BGH, Urteil vom 13. September 2012 - I ZR 230/11 - Biomineralwasser [unter II 1 f {Rn. 25}]).

    Hierzu muss er seine einzelnen Beanstandungen in verschiedenen Anträgen umschreiben und zwingt das Gericht auf diese Weise, das beanstandete Verhalten unter jedem der selbständig geltend gemachten Gesichtspunkte zu prüfen (vgl. BGH, Urteil vom 13. September 2012, a.a.O.; Urteil vom 12. März 2020 - I ZR 126/18 - WarnWetter-App [unter B I 4 a]), wobei er mit der Fassung der einzelnen Anträge jeweils die Zielrichtung der Prüfung vorgibt (vgl. BGH, Urteil vom 25. Juni 2020 - I ZR 96/19 - LTE-Geschwindigkeit [unter II 3 c aa und II 3 c bb (3)]).

  • BGH, 11.10.2017 - I ZR 78/16

    Tiegelgröße - Wettbewerbsverstoß: Urteilsauspruch über einen auf Irreführung …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 19.05.2023 - 38 O 178/22
    Begrenzt war die gerichtliche Entscheidungsbefugnis nur insoweit, als es die zivilprozessuale Dispositionsmaxime dem Anspruchssteller gestattet, sein Rechtsschutzbegehren dahin zu fassen, dass aus einem bei natürlicher Betrachtungsweise einheitlichen Lebenssachverhalt nur bestimmte Teile zur Beurteilung herangezogen werden sollen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 2017 - I ZR 78/16 - Tiegelgröße [unter II 1 b aa]; Urteil vom 11. April 2013 - I ZR 151/11 [unter B II 1 a]), wobei als in diesem Sinne selbständig zu beurteilende Teile eines einheitlichen Streitgegenstands, die mit einem auf das Verbot einer konkreten Verletzungsform gerichteten Antrag geltend gemacht werden können, verschiedene Irreführungsaspekte in Betracht kommen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 2017, a.a.O.).

    Rn. 58 Außerdem erfasst sein Rechtsschutzbegehren - wie prozessual erforderlich (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 2017 - I ZR 78/16 - Tiegelgröße [unter II 1 b aa und bb (2)]; s. dazu auch Urteil vom 2. Juni 2022 - I ZR 93/21 - 7 x mehr [unter B I 2 a cc (4)]) - bereits in seiner ursprünglichen Form einen Verstoß gegen § 5a Abs. 1 bis Abs. 3 UWG.

    Um dem Gegner eine sachgerechte Verteidigung zu ermöglichen, muss der Anspruchssteller diejenigen Irreführungsaspekte darlegen, auf die er seinen Angriff stützen will, und darf das Gericht eine Verurteilung nur auf einen dieser vorgetragenen Aspekte stützen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 2017 - I ZR 78/16 - Tiegelgröße [unter II 1 b aa]).

    Nicht notwendig ist es hierzu, diese Aspekte in den Antrag aufzunehmen; es genügt, dass sich der von dem Anspruchssteller gegebenen Begründung Vortrag zu einem Irreführungsaspekt entnehmen lässt (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 2017 - I ZR 78/16 - Tiegelgröße [unter II 1 b bb (2)]; s.a. Urteil vom 25. Juni 2020 - I ZR 96/19 - LTE-Geschwindigkeit [unter II 3 c bb (4)]; Urteil vom 1. Februar 2018 - I ZR 82/17 - Gefäßgerüst [unter B II 1]; Urteil vom 7. April 2011 - I ZR 34/09 - Leistungspakete im Preisvergleich [unter II 1 b aa]).

  • LG Düsseldorf, 11.11.2022 - 38 O 144/22

    Streichpreis muss nicht ausdrücklich als niedrigster Preis der letzten 30 Tage …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 19.05.2023 - 38 O 178/22
    Rn. 53 (3) Unter diesen Gegebenheiten war die Kammer bereits aufgrund des Unterlassungsantrags in seiner ursprünglichen Fassung berechtigt und verpflichtet, das Begehren des Klägers ohne Beschränkung auf die von ihm angeführten Vorschriften grundsätzlich unter allen Verbotsnormen zu untersuchen, zu deren Prüfung der von dem Kläger vorgetragene Sachverhalt Anlass geben konnte (vgl. näher und m.w.N. Kammerurteil vom 11. November 2022 - 38 O 144/22, GRUR-RS 2022, 39854 = LMuR 2023, 170 mit Anm. Stange [unter II 1]).

    Der Inhalt eines auf die konkrete Verletzungshandlung beschränkten Verbots - das den gesamten Bereich der durch eine Verletzungshandlung begründeten Wiederholungsgefahr abdeckt und dem deshalb über Fortsetzungen oder identische Wiederholungen der festgestellten konkreten Verletzungshandlung hinaus im Kern gleichartige Abwandlungen unterfallen, in denen das Charakteristische der Verletzungshandlung noch zum Ausdruck kommt - richtet sich im Zweifel nicht nach abstrakten Umschreibungen in Antrag oder Tenor, sondern nach der konkreten Verletzungshandlung so, wie sie von dem Anspruchssteller vorgetragen bzw. dem Gericht festgestellt worden ist, weshalb ein auf die konkrete Verletzungshandlung beschränkter Antrag keinerlei abstrakt formulierte Merkmale oder erläuternde Hinweise zu enthalten braucht (vgl. näher und m.w.N Kammerurteil vom 11. November 2022 - 38 O 144/22, GRUR-RS 2022, 39854 = LMuR 2023, 170 mit Anm. Stange [unter I 1 b bb und cc]).

    Werden gleichwohl (wie das der Kläger getan hat) solche Zusätze in den Antrag aufgenommen, mögen sie die Funktion haben, den Kreis der Varianten näher zu bestimmen, die von dem Verbot als kerngleiche Verletzungsformen erfasst sein sollen (vgl. Kammerurteil vom 11. November 2022, a.a.O.).

  • EuGH, 26.10.2016 - C-611/14

    Canal Digital Danmark - Vorlage zur Vorabentscheidung - Unlautere …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 19.05.2023 - 38 O 178/22
    Rn. 21 bb) Die Erfüllung dieser Merkmale beurteilt sich bei geschäftlichen Handlungen, die sich an das allgemeine Publikum und damit zumindest auch an Verbraucher im Sinne von § 2 Abs. 2 UWG in Verbindung mit § 13 BGB richten, nach dem mutmaßlichen Erwartungs- und Verständnishorizont eines normal informierten, angemessen aufmerksamen und verständigen Durchschnittsverbrauchers (vgl. BGH, Urteil vom 21. Juli 2016 - I ZR 26/15 - LGA tested [unter B III 1 e cc (1)]; Urteil vom 19. Februar 2014 - I ZR 17/13 - Typenbezeichnung [unter II 5 a]; s.a. EuGH, Urteil vom 26. Oktober 2016 - Rs. C-611/14 Canal Digital Danmark A/S [Rn. 57 mit Rn. 39 f.];… Urteil vom 12. Mai 2011 - C-122/10, Konsumentombudsmannen / Ving Sverige AB [Rn. 21 ff.] zu Art. 7 der Richtlinie 2005/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2005 über unlautere Geschäftspraktiken von Unternehmen gegenüber Verbrauchern im Binnenmarkt [UGPRL]).

    Dabei beruht der Begriff des Durchschnittsverbrauchers nicht auf statistischen, sondern auf normativen Maßstäben und bezeichnet einen fiktiven typischen Verbraucher, dessen mutmaßliche Reaktion von den Gerichten regelmäßig aufgrund eigener Sachkunde und Lebenserfahrung ohne Einholung eines Sachverständigengutachtens oder einer Verbraucherbefragung unter Berücksichtigung sozialer, kultureller und sprachlicher Faktoren durch Anwendung speziellen Erfahrungswissens festgestellt werden kann (vgl. Erwägungsgrund 18 der UGPRL; EuGH…, Urteil vom 16. Juli 1998 - Rs. C-210/96, Gut Springenheide GmbH und Rudolf Tusky ./. Oberkreisdirektor des Kreises Steinfurt [Rn. 31 f., 35 f. und 37]; Urteil vom 26. Oktober 2016 - Rs. C-611/14 Canal Digital Danmark A/S [Rn. 39 f.];… Urteil vom 7. Juni 2018 - C-44/17, Scotch Whisky Association ./. Michael Klotz [Rn. 45, 47, 52 und 56];… Urteil vom 9. September 2021 - C-406/20, Phantasialand ./. Finanzamt Brühl [Rn. 46 f.]; BGH, Urteil vom 20. Oktober 1999 - I ZR 167/97 - Orient-Teppichmuster, GRUR 2000, 619 [unter II 2 b]; Urteil vom 2. Oktober 2003 - I ZR 150/01 - Marktführerschaft [unter II 2 a]; Urteil vom 13. September 2012 - I ZR 230/11 - Biomineralwasser [unter II 2 c aa und unter II 3 a aa]; Urteil vom 8. März 2012 - I ZR 202/10 - Marktführer Sport [unter II 3 c bb]; Urteil vom 18. September 2014 - I ZR 34/12 [unter II 2]; Urteil vom 24. Januar 2019 - I ZR 200/17 - Das beste Netz [unter B II 2 a]; Urteile vom 7. April 2022 - I ZR 5/21 - Kinderzahnärztin [unter B II 3 c aa und bb] und I ZR 217/20 - Kinderzahnarztpraxis [unter B III 2 b und c]).

    Ein und dieselbe geschäftliche Handlung kann sowohl die Voraussetzungen von § 5 Abs. 1 und Abs. 2 UWG als auch von § 5a Abs. 1 bis Abs. 3 UWG erfüllen, indem sie zum einen geeignet ist, eine Fehlvorstellung hervorzurufen, und zugleich wesentliche Informationen vorenthält (vgl. EuGH, Urteil vom 26. Oktober 2016 - C-611/14, Canal Digital Danmark A/S [Rn. 36 ff. einerseits und Rn. 50 ff. andererseits] zu Artt. 6 Abs. 1 und 7 UGPRL und BGH, Urteil vom 9. Februar 2012 - I ZR 178/10 - Call-by-Call [unter II 1 a]; s.a. Urteil vom 25. November 2021 - I ZR 148/20 - Kopplungsangebot III [unter II 2 a, II 2 b aa und II 2 c aa]).

  • BGH, 06.04.2017 - I ZR 33/16

    Anwaltsabmahnung II - Wettbewerbsverstoß: Bereithaltung von Taxen für …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 19.05.2023 - 38 O 178/22
    Ebenso wie Wettbewerbs- und Fachverbände in personeller und sachlicher Hinsicht so ausgestattet sein müssen, dass sich für typische und durchschnittlich schwierige Abmahnungen die Einschaltung eines Rechtsanwalts erübrigt (vgl. BGH, Urteil vom 18. November 2021 - I ZR 214/18 - Gewinnspielwerbung II [unter B II 2]; Urteil vom 6. April 2017 - I ZR 33/16 - Anwaltsabmahnung II [unter II 2 a und b]), ist Verbraucherschutzverbänden verlangen, typische und durchschnittlich schwer zu verfolgende verbraucherfeindliche Praktiken selbst erkennen und abmahnen zu können (vgl. BGH, Urteil vom 9. November 2017 - I ZR 134/16 - Klauselersetzung [unter B II 1 b]).

    Tatsächlich sind ihm eigene, mit der Pauschale abzudeckende Kosten mangels von ihm selbst ausgesprochener Abmahnung nicht entstanden und fiktive Kosten sind nicht ersatzfähig (vgl. BGH, Urteil vom 6. April 2017 - I ZR 33/16 - Anwaltsabmahnung II [unter II 2 d ee]).

  • BGH, 07.04.2011 - I ZR 34/09

    Leistungspakete im Preisvergleich

    Auszug aus LG Düsseldorf, 19.05.2023 - 38 O 178/22
    Nicht notwendig ist es hierzu, diese Aspekte in den Antrag aufzunehmen; es genügt, dass sich der von dem Anspruchssteller gegebenen Begründung Vortrag zu einem Irreführungsaspekt entnehmen lässt (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 2017 - I ZR 78/16 - Tiegelgröße [unter II 1 b bb (2)]; s.a. Urteil vom 25. Juni 2020 - I ZR 96/19 - LTE-Geschwindigkeit [unter II 3 c bb (4)]; Urteil vom 1. Februar 2018 - I ZR 82/17 - Gefäßgerüst [unter B II 1]; Urteil vom 7. April 2011 - I ZR 34/09 - Leistungspakete im Preisvergleich [unter II 1 b aa]).

    Das ändert aber nichts daran, dass in den Antrag aufgenommene rechtliche Aspekte - einschließlich der damit im ursprünglichen Antrag des Klägers einhergehenden verbalen Zuspitzung auf eine durch positives Handeln herbeigeführte Unterlassung - sich als unschädliche Überbestimmung darstellen, die den Inhalt der dem Gericht obliegenden Prüfung eines auf die konkrete Verletzungsform bezogenen Antrags nicht beschränken, weil diese Prüfung nicht an in den Antrag aufgenommenen abstrakten Beschreibungen, sondern an sämtlichen der Antragsbegründung zu entnehmenden Beanstandungen auszurichten ist (vgl. BGH, Urteil vom 7. April 2011 - I ZR 34/09 - Leistungspakete im Preisvergleich [unter II 1 b aa]; s.a. Urteil vom 25. Juni 2020 - I ZR 96/19 - LTE-Geschwindigkeit [unter II 3 c bb (4)]).

  • BGH, 28.01.2016 - I ZR 231/14

    Richtlinie 2005/29/EG Art. 7 Abs. 4; UWG § 5a Abs. 2 und 3

    Auszug aus LG Düsseldorf, 19.05.2023 - 38 O 178/22
    Rn. 46 bb) Richtete sich mithin die Klage von Beginn an gegen die konkret beanstandete Verletzungshandlung, so ist in ihr der Lebenssachverhalt zu sehen, durch den der Streitgegenstand bestimmt wird; dabei umfasst der in Bezug auf Rechtshängigkeit, Rechtskraft, Klagehäufung und Klageänderung einheitliche Streitgegenstand in einem solchen Fall alle Beanstandungen, zu der die konkrete Verletzungsform Anlass geben kann, bezieht also grundsätzlich alle in der konkreten Verletzungsform verwirklichten Rechtsverletzungen unabhängig davon ein, ob der Kläger sich auf sie berufen und dazu gehörigen Tatsachenvortrag gehalten hat (vgl. BGH, Urteil vom 13. September 2012 - I ZR 230/11 - Biomineralwasser [unter II 1 c, e und f]; Beschluss vom 28. Januar 2016 - I ZR 231/14 - MeinPaket.de [unter II 4 b bb (1)]; Urteil vom 19. Mai 2022 - I ZR 69/21 - Grundpreisangabe im Internet [unter C I 3 a]).

    Folglich hat die Klageerhebung die Verjährung bezüglich eines etwaigen Unterlassungsanspruchs des Klägers, der sich (auf Basis seiner Rechtsauffassung) sowohl auf eine sich aus § 5 Abs. 1 und Abs. 2 UWG wie auch aus § 5a Abs. 1 UWG ergebende Unlauterkeit des Handelns der Beklagten stützen lässt (dazu sogleich), umfassend gehemmt (vgl. BGH, Beschluss vom 28. Januar 2016 - I ZR 231/14 - MeinPaket.de [unter II 4 b bb (2)]).

  • BGH, 09.11.2017 - I ZR 134/16

    Markenrechtsverletzung: Relevanter Inlandsbezug einer Markenbenutzung bei …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 19.05.2023 - 38 O 178/22
    Ebenso wie Wettbewerbs- und Fachverbände in personeller und sachlicher Hinsicht so ausgestattet sein müssen, dass sich für typische und durchschnittlich schwierige Abmahnungen die Einschaltung eines Rechtsanwalts erübrigt (vgl. BGH, Urteil vom 18. November 2021 - I ZR 214/18 - Gewinnspielwerbung II [unter B II 2]; Urteil vom 6. April 2017 - I ZR 33/16 - Anwaltsabmahnung II [unter II 2 a und b]), ist Verbraucherschutzverbänden verlangen, typische und durchschnittlich schwer zu verfolgende verbraucherfeindliche Praktiken selbst erkennen und abmahnen zu können (vgl. BGH, Urteil vom 9. November 2017 - I ZR 134/16 - Klauselersetzung [unter B II 1 b]).

    Ein solcher Fall (zu Ausnahmen vgl. BGH, Urteil vom 9. November 2017, a.a.O. [unter B II 1 c]) liegt hier vor.

  • BGH, 12.03.2020 - I ZR 126/18

    WarnWetter-App - Die "DWD WarnWetter-App" darf nur für Wetterwarnungen kostenlos …

    Auszug aus LG Düsseldorf, 19.05.2023 - 38 O 178/22
    Ein unzulässiges Verhalten begründet die tatsächliche Vermutung für das Vorliegen einer Gefahr der Wiederholung entsprechender Verstöße (vgl. BGH, Urteil vom 12. März 2020 - I ZR 126/18 - WarnWetter-App [unter B III 5 a]).

    Hierzu muss er seine einzelnen Beanstandungen in verschiedenen Anträgen umschreiben und zwingt das Gericht auf diese Weise, das beanstandete Verhalten unter jedem der selbständig geltend gemachten Gesichtspunkte zu prüfen (vgl. BGH…, Urteil vom 13. September 2012, a.a.O.; Urteil vom 12. März 2020 - I ZR 126/18 - WarnWetter-App [unter B I 4 a]), wobei er mit der Fassung der einzelnen Anträge jeweils die Zielrichtung der Prüfung vorgibt (vgl. BGH, Urteil vom 25. Juni 2020 - I ZR 96/19 - LTE-Geschwindigkeit [unter II 3 c aa und II 3 c bb (3)]).

  • BGH, 09.02.2012 - I ZR 178/10

    Call-by-Call

  • BGH, 21.07.2016 - I ZR 26/15

    LGA tested - Wettbewerbswidrige Irreführung durch Unterlassen: Vorenthalten einer …

  • BGH, 07.04.2022 - I ZR 143/19

    Knuspermüsli II - Wettbewerbsverstoß: Beurteilung der Unlauterkeit in Fällen der …

  • BGH, 18.09.2014 - I ZR 34/12

    Wettbewerbsverstoß im Internet: "Unmittelbare Aufforderung an Kinder" zum Erwerb …

  • BGH, 02.10.2003 - I ZR 150/01

    BGH entscheidet Streit zwischen Spiegel und Focus

  • BGH, 09.09.2021 - I ZR 90/20

    Zur Pflicht von Influencerinnen, ihre Instagram-Beiträge als Werbung zu …

  • BGH, 29.04.2010 - I ZR 99/08

    Preiswerbung ohne Umsatzsteuer

  • BGH, 11.04.2013 - I ZR 151/11

    Urheberrechtsschutz im Internet: Verletzung des Vervielfältigungsrechts und des …

  • BGH, 17.03.2011 - I ZR 81/09

    Original Kanchipur

  • BGH, 19.05.2022 - I ZR 69/21

    Angabe des Grundpreises in unmittelbarer Nähe zum Gesamtpreis

  • BGH, 16.05.2013 - I ZR 175/12

    Treuepunkte-Aktion

  • BGH, 18.11.2021 - I ZR 214/18

    Gewinnspielwerbung II - Wettbewerbsverstoß durch Versandapotheke: Werbung für das …

  • BGH, 22.04.2009 - I ZR 14/07

    0,00 Grundgebühr - Wettbewerbswidrigkeit von fehlerhaften Preisangaben, …

  • BGH, 25.11.2021 - I ZR 148/20

    Wettbewerbswidrige Preisangaben: Inhaltsanforderungen an die Preisinformation bei …

  • BGH, 02.06.2022 - I ZR 93/21

    Irreführende Bewerbung einer Kindermilch mit Aussage "7 x mehr Vitamin D"; …

  • BGH, 01.02.2018 - I ZR 82/17

    Gefäßgerüst - Unlauterer Wettbewerb: Einordnung eines Koronarstents als …

  • BGH, 15.06.2021 - VI ZR 576/19

    Reichweite des Auskunftsanspruchs nach Art. 15 Abs. 1 DS-GVO gegen eine …

  • BGH, 21.01.2021 - I ZR 17/18

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  • BGH, 08.03.2012 - I ZR 202/10

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  • BGH, 24.01.2019 - I ZR 200/17

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  • BGH, 17.09.2015 - I ZR 92/14

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  • EuGH, 16.07.1998 - C-210/96

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  • BGH, 02.03.2017 - I ZR 41/16

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  • EuGH, 12.05.2011 - C-122/10

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  • BGH, 26.01.2023 - I ZR 111/22

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  • BGH, 07.03.2019 - I ZR 184/17

    Energieeffizienzklasse III

  • BGH, 19.02.2014 - I ZR 17/13

    Wettbewerbsverstoß: Werbung für Marken-Elektro-Geräte ohne Angabe der …

  • BGH, 20.10.1999 - I ZR 167/97

    Orient-Teppichmuster - Irreführung/Beschaffenheit; Mitgliederzahl; Bestimmtheit …

  • EuGH, 07.06.2018 - C-44/17

    Um festzustellen, ob eine nach dem Unionsrecht unzulässige "Anspielung" vorliegt, …

  • BGH, 29.03.2007 - I ZR 122/04

    Bundesdruckerei

  • EuGH, 09.09.2021 - C-406/20

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  • EuGH, 18.10.2012 - C-428/11

    Aggressive Praktiken von Gewerbetreibenden, mit denen dem Verbraucher der …

  • BGH, 07.04.2022 - I ZR 217/20

    Wettbewerbsverstoß: Verkehrsverständnis bei einer Werbung mit der Angabe " …

  • BGH, 15.10.2020 - I ZR 175/19

    Unterlassung der Produktanzeige in den Ergebnislisten der unter www.amazon.de …

  • BGH, 07.04.2022 - I ZR 5/21

    Wettbewerbsverstoß: Verkehrsverständnis bei einer Werbung mit der Angabe …

  • BGH, 28.05.2020 - I ZR 190/19

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  • LG Düsseldorf, 31.10.2024 - 38 O 182/22

    Rabattwerbung darf nur den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage ausweisen

    Rn. 79 c) Die von der Beklagten aufgeworfene Frage der Ersatzfähigkeit fiktiver Abmahnkosten (vgl. dazu BGH, Urteil vom 6. April 2017 - I ZR 33/16 - Anwaltsabmahnung II [unter II 2 d ee]; Kammerurteil vom 19. Mai 2023 - 38 O 178/22, GRUR-RS 2023, 16813 [unter II 4]) stellt sich nicht.
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